Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 37 (8.5.1936)
- Date
- 1936-05-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 37. 8. V. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Saite 9 Ankündigungen aus dem Reich Darmstadt: Am 10. Mai: RabK Dr. Rosenberg, Worms a. Rh., ,,Das jüd. Kultnr|>reblem in Deutsehland"; am 18. Mai: ״Mittelstand- und genosscnsrhaftl. Siedlung in Eres Israel“, Georg Guthmann, Düsseldorf; am 25. Mai: ,,25 Jahre nationale Kolonisation“, Dr. Hertha Lieber, Frankfurt am Main. Jeweils 20.45 Uhr im Hotel ״Stadl Frankfurt‘•, lileichstr. 22. — Hamburg: Am 13. Mai: ״Zionistisches Collo- <|uiurn“, liralim.Mtllee 16, 1. Am 14. Mai: Stainmgruppc ״Z1ST“, Dr. liroches: 3״ Perioden jüdischen Galuthschioksals — Spanien — Polen — Deutschland“, Brahmsallee 16, I. Am 18. Mai: ״Oneg SHialrliat“, Julmsallee 54, 21.15 Uhr. Am 18. Mai: Generalvcr- Sammlung der 11ZV. Dr. Josephlhal: ״Die Zukunft unserer Jugend — Planung und Verwirklichung“, Jolmsallee 84. Am 20. Mai; Stammgruppe ״Z1ST“, Prahmsallee 16, I. Am 25. Mai: ״Zionistisches Colloquium“, Brahmsailee 18, 1, — KBIni Zion. Vereinigung. Am 12. Mai Mitgliederversammlung. Bericht über die Winterarbcit (Dr• Ikenberg); ״Der Weg ins Land“, Bericht über die Tätigkeit des Palästina-Amtes (Otto May). Am 14. Mai Arbeitskreis. Am 18. Mai Vortrag Dr. Mirhael Traub, Berlin, über: ״Aul der Suche nach Lebensraum“, Eintrittskarten im KZV.-lliiro, sowie an der Abcntl- Lasse. Sämtliche Veranstaltungen um 20.45 Uhr im Heim, Cäcilicn- Straße 18-22. — Stettin: Bar Kachba. Am 0. Mai, 20.30 Utir, Friedrich-Karl-Straße 3, Mitgliederversammlung. Familien - Nachrichten Herr Samuel B e n g e r, llindenburg (O.-S.), Dorothecnstr. 27, begeht den 70. Geburtstag. Herr Hugo Lief» ent hal und Frau Herta, geb. Illumann, Witten (Ruhr), Hauptslr. 63 1, begehen am 26. Mai das Fest der silbernen Hochzeit. Herr Julius L i e c h e n h e i m, Unna i. W., Israel, Altersheim, begeilt am 27. Mai den 08. Geliurtstag. Bar Mizwah-Termine Am 16. Mai (24. Ijar): Horst K e 11 e r in a n n, Sohn von Feh* Kcllermann, Lyck (Ostpreußen). — Am 23. Mai (2. Siwan): Felix Glück, Sohn von Wilhelm Glück. Bensheim an der Bergstraße. — Günter Zweig, Sohn von Hellmuth Zweig, Hamburg 20, Faaßweg 3. — ßACWAßÄ׳ ״־1״äV ftr-fftuuijcktikt!*!«/ *0ckLiJ~u, nq Nachruf. Vor kurzem erreichte uns die schmerzliche Kunde, daß der Rabbiner der Gemeinde Erfurt, Dr. Max Schuftan, während der Vorbereitung zu einer Operation, die drohende völlige Ertaubung nötig machte, an seinem 49. Geburtstage in der Narkose sanft entschlafen ist. Als er vor 12 Jahren aus Görlitz nach Erfurt kam, haben wir mit ihm, der bald die Führung des ״Centralvereins" übernahm, manchen Kampf ausgefochten, stets aber anerkannt, daß sein Amt als Lehrer der Jugend und Leiter der sozialen Arbeit für ihn und seine Gattin —- stets seine treueste Helferin —- nicht Beruf, sondern Berufung war, der er mit leidenschaftlieber Hingabe folgte. Im Laufe dieser gemeinsamen Gemeinde- und Sozialarbeit stellte er sich immer mehr aut unsere Seite. Unsere Palästina-Arbeit unterstützte er warm, dem Keren Hajessod leistete er wirksame Hilfe, an unserem hebräischen Sprachunterricht und am ״Ohug iwri“ nahm er rcgclmäßig teil. Seit viele Thüringer Zionisten Deutschland verließen, führte er fast allein in mustergültiger Weise die soziale Arbeit des Provinzial-Verbandes Südsachsen-Thüringcn fort; unermüdlich brachte er die Mittel auf, welche die Linderung der stets wachsenden Not erforderte. Als er noch vor wenigen Monaten Palästina besuchte, hezcichnctc er diesen Aufenthalt seihst als den Höhepunkt seines Lebens, und nur das Bewußtsein seiner Unentbehrlichkeit in Erfurt hielt ihn davon ab, seine sehnlichst gewünschte Alijah jetzt schon zu betreiben. Hier in Palästina begannen ihn die ersten An- Zeichen des Leidens zu quälen, das ihn nun auf der Höhe seines Schaffens dahingerafft hat. Dr. Raphael Wolf heim, Tel-Awiw Kreistagung Rheinland-Westfalen. Am 3. Mai fand auf Anregung des Rheinisch-Westfälischen Grupnenverbandes in Koblenz eine Kreistagung statt, die von den Ortsgruppen und Arbeitsgemeinschaften des Mittelrhein-Bezirks sehr gut besucht war. Die Tagung brachte zwei Referate von Dr. Neuberger, Düsseldorf, über Fragen der zionistischen Innen* und Außenpolitik sowie von Dr. ikenberg, Köln, über das jüdisch-arabische Problem. Hebräischer Lehrer gesucht. Für eine Großstadt in Westdcutschland wird ein hebräischer Lehrer gesucht, der die hebräische Sprache in Wort und Schrift vollkommen beherrscht, und der hebräischen Unterricht in Kursen für Jugendliche und Erwachsene erteilt. Der Lehrer muß auch Erfahrung in der Jugendarbeit besitzen, da er zugleich die Tarbuth-Arbeit in der Jugendbewegung leiten soll. Interessenten können Einzelheiten erfahren bei dem Tarbuth* Dezernat der ZVfD. (Dr. Kaliko). Hebräische Sprachschule Breslau. Neue Anfängerkurse sind eröffnet worden. Teilnehmer können noch aufgenommen werden. Anmeldungen Dienstag und Donnerstag 19 Uhr oder telephonisch Sä•196 Dienstag und Donnerstag von 12 bis 13 Uhr. — Hebräische Fortbildungskurse für Lehrer: Vorbcsprechung 14. Mai, 18 Uhr (Walistr. 14, Zimmer 4). Der Verein ״Israelitisches Krankenheini Bad Neuenahr“ ist bereit, Patienten für eine Hcillair in Neuenahr schon jetzt auf/unchmen. Bewerbungen schriftlich an Siegfried Simon sen,, Köln, Gereonstr. 1-3, unter Beifügung eines ärztlichen Attestes, einer Bescheinigung des jüdischen Gemeimlevorstandcs über wirtschaftliche Lage, unter Angabe des Namens, Alters und Berufs und unter Mitteilung, weicher Kostenanteil von dem Patienten selbst oder von dritter Seite übernommen werden kann. Das Erholungsheim Lehnitz ist ein herrlicher Frühlingsaufcnthalt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder, die ihre Schulferien vergnügt hier verleben können. Zu Pfingsten wird nur eine beschränkte Zahl von Kindern aufgenommen. Es wird daher um umgehende Meldungen gebeten. Auch Erholungskindcr für längere Dauer können den Sommer in Lehnitz verbringen. Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 8. Mal: Radio Paris (1848), 11.30: Jüdische Sendung. — Paris TTT (431), 20.30: Cnbnieux-Ualüvy: L’abM Constantin. — Lyon (215), 22.45: U. a. Mendelssohn. — Rabat-Maroe (499), 21: U. a. Ulfe nbach: ״Herzogin von Gerolstein“. Sonnabend, 9. Mai: Bordeaux (309), 12.36: Offenbach-Operetten. — l'eeamp (269), 12.15: Mcyerbccr: ״Hugenotten"! HaMvy: ,.Jüdiu“. — Warschau (1339), 22: U. a. Moszkowski. Sonntag, 10. Mal! Brüssel (484), 20: Konzert, u. a. Mitwirk.: l’aufine AroMtein. — 23: U. ». Alexander Kipnit BRIEFE AN DIE REDAKTION Wo findet man Familienurkunden? Berlin, d. 4. Mai 1936 An die Schrift feil ung der ״Jüdischen Rundschau“ In Ergänzung der danken«- wer'cn 1 i inweise, die Rabbiner Dr. Ncufcld und die Gc-ells• ■halt für jüdische Familicnlnrschung zu dio-em Thema beigcstcuert leiben (Nr. 33 und 34). erlaube ich mir, noch das Folgende zu bemerken: Fine der wesentlichsten Qnellen für die jüdische Familien- und Personengeseliii hte steilen die Akten und Register der jüdischen Gemeinden selbst dar. Es ist im Einzelfalle von größter Wichtigkeit zu wissen, welche Oucllcn dieser Art heule noch vorhanden sind. Bereiis vor Gründung des Gesamtarrhivs der Juden in Deutschland hat der Archivar des Fürsten von Pleß, Dr. Z i v i e r, eine Reise durch die bekam!- testen jüdischen Gemeinden Süd- und Westdeutschlands unternommen und das Ergebnis seiner Studien in einem in der ״Monatss! hrift liir Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ 1905 erschienenen Aufsatz: ״Fine arclnvalische I nforniat ionsreise“ niedcrgclegt. Die gesteigerten Anforderungen der auf private Initiative und staatliche Maßnahmen zuriirkgehertden farnilicngesrhirht liehen Forschungen machten es notwendig, genauestens über das vorhandene fainiiicngeschiehiliche Material un-!errichtet zu sein. Das Gesamiarcliiv der Juden in Deutschland hat deshalb — wie dies auch in dem Bu־ he von Dr. Czollitzer niitgeteilt wird — eine Umfrage veranstaltet, um festzustellrn, was an Registern zur jüdischen Farnilü nges hi, hte bei den jtidisehen Gemeinden, bei Magistrateil, Gerichten. Pfarrämtern und sonstigen amtlichen Stellen vorhanden ist. Die auf Grund dieser Umfrage hcrgcstelltc und noch Ständig ergänzte Kartei steht allen Interessenten zur Verfügung. Darüber hinaas hat das Gesamtarchiv sich gerade in eien letzter! Jahren Iremüht, in Original, Abschrift oder Photokopie Personenstandsregister besonders von jüdischen Gemeinden zu erhallen. Rabbiner Dr. Ncufcld hat darauf aufmerksam gemacht, wie schwierig die Be- Schaffung von Personenstandsurkunden gerade aus den ehemaligen picußisehcn Ostprovinzen sich gestaltet. Es sei deshalb hcrvorgeholam, daß eine Reihe wichtiger Goburts-, Trauungs- und Sterberegister und anderer Bcviiikcruugsiisten aus posensi hen Gemeinden sich im Gcsamtfirchiv befinden,!dies ist vor allem der eiti igen Saminelarheit zu danken, die der jetzige Leiter des Breslauer Gemeindearchiv.s, Rabbiner 1)1. II eppn e r, seinerzeit im Interesse des Gesamtarchivs und damit — wie sich gerade heute deutlich erweist — im Interesse der jüdischen Gesamtheit geleistet hat. Erfreulicherweise konnten gerade in der jüngsten Zeit diese wichtigen Bestände aus posensehen Gemeinden dank dem Entgegenkommen der Pcoener Jüdisc■heil Gemeinde Und dank dem vcrsländni-vollen Und 101 k ruft igen Eingieifen des Herrn Georg Asch (Po en—Berlin) durch wertvolle Zugänge erweitert werden. Es steht dem Ge^amtarchiv jetzt das über 1000 Nummern enthalten 'e Naturalisations-Verzeichnis der S'adt Posen aus den Jahren 1034 bis 1848 sowie das Veizciehiiis der ehelChen Kinder der na uialisieiten Mitglieder der Synagogen-Gemeincle zu Po.-cn vom Februar 1848 zur Verfiigung. In diesen Tagen keimen noch zwei voluminöse Bande hinzu, enthaltend Geburt sein! ragütigen bei der Syn.igogen-Gemeinde Posen aus den Jahren 1824 bis 1837. Das Gesamtareiciv hat ange.-iehe, der Wichtigkeil, dieser Register die im- Hierhin ni 11t unerheblichen Kosten einer Phoiokopierung nicht geseheut. Diese alphabetisch aufgeteilten Register en'halten nämlieh nicht nur die Geburtsdaten der Kinder, Namen Ural Wobnung der Eltern, sie geliert vielfach auch Autklatunt: über Ab- Änderung und Annahme von Farmlienimmen, filier S׳ hulliestich und. wie bC'Onders hervorgehohen zu werden verdient, auch über die Abwanderung. Fine Ergänzung zu den rein amtlichen, bei jüdischen Gemeinden und anderen amtlichen Steh len ent-t.cndctten Personenstandsregistern stellen die Beschnei- (lui'.gdiücher dar. Daß die Iles, Imcidung.-hiichcr <J.:r Berliner Jiicii-c'hcn Gemeinde bis zum Jahre 1715 zurm kiviehcn. durite noch nicht allgemein bekannt sein. Bei den bereits oben berührten besonderen Schwierigkeilen für die Drkundenbesehafiung aus ehemaligen posensehen Gemeinden ist jeder Zugang von Best hneidungsbüehern aus clie-en Gegenden besonders hegnißenswert. Ein dem Gcsamturchiv erst in den letzten Wo ■hen von Herrn M. Struck. Frankfurt a. d. O-, zur Herstellung einer Photokopie zur Verfügung gestelltes Mühelba h für 1■ ilelme Und Umgebung, au! tles-cn Vorhandensein Rabb. Drilling, Breslau, aufmerksam gemacht hatte, umfaßt die Jahre 1817 las 1841. Ein eben erst dem Gesamtarchiv auf Voranlas.-ung des Herrn Edgar Drey* fuß von Herrn R. Wertheimer, Altdorf, zur Abschriftnähme übeigeirencs Beschneiilungsrcgister aus Altdorf in Baden beginnt bereits 1783. Es darf an dieser Stelle die Bitte ausge.spro hen weiden, daß auch andere Bt-i'zer von Beschneidung-hüt. hei n in gleicher Weise der •Mlgeinc. 1!!11cjt dienen, indem sie die von ihren Vorfahren herrührenden Ile-־־ hneidungsbüc her dem Gcsamtarrhiv ganz oder wenigsterm zum Zwecke der Abschrtltnalime oder Photokopie- 1U11g für einige Zeit übel lassen. Die Mohclimtdier werden im Arrhiv nach und nach verhärtet, und stehen dann so zur becjucmen Benutzung zur Vtrfüg״»g• Mil vorzüglicher Hochachtung Dr. J acobson Sigmund Freud Berlin, 5. Mai Sehr geehrte Redaktion! Außerhalb des verhältnismäßig kleinen Kreises der im Sinne Freuds geschulten Analytiker gilt die Psychoanalyse als eine lunstrittene Lehre. Die ״Jüdische Rundschau“ hat zum 80. Geburtstag Freuds einen Aufsatz veröffentlicht, der zum ״umstrittensten“ Mann unseres Zeitalters und seinem Werk Stellung nimmt. Eine Aeußerung dt» Aufsatzes lautet: ״Dieser Schluß vom Kranken auf den Gesunden ist überhaupt typisch für Freud, und hier liegt die eigentliche Schwierigkeit, über die die Geijtoswisscnschaft, nicht hinweg kann.“ Dieser Satz kanp den Findmck erwecken, als ob Freud nur aus dem Verlangen heraus, einen Aufschluß über die psydusche Struktur des Gesunden zu geben, vom Kranken auf den Geiunden geschlossen hatte. Der Umweg, das Krankhafte zu erforschen und von da aus das Gesunde zu verstehen, war durch die Verhältnisse gegeben. Dag Ich des Gesunden war für uns vor Freud zu undurchsichtig in *einer Zusammensetzung. Wir wuß. ten wohl, aber viel zu unklar für wissenschaftliche An-prüche, daß es einen komplizierten Bau halien muß. Erst Freud hat durch die Untersuchung von Neurotikern die Vonstellung vom Es (iriebwelt) und Uc׳i>erirh (der verinnerlichten, die Moral vertretenden Außenwelt) derart kanzipiert, daß er die Beziehungen zwischen Ich einerseits und Es, Uclrerich Und Außenwelt andererseits beschreiben konnte. Seine Ergebnisse alter verdankte er dem Umstand, daß diese Be- Ziehungen wegen der Schwierigkeiten, die sie dem Neurotiker machten, dem Beobachter auffielen und der Erforschung zugänglich wurden. Die Uebertragung der so gewonnenen pa- Biologischen Resultate auf den Ge-unden konnte verständlicherweise nicht auch nur irgendwie eine Identität bedeuten, sie gab vielmehr nur Anlaß, die ja auch beim Kranken rorliegenden gesunden Verhältnisse auch beim Gesunden vorauszu- -setzen und bei diesem auch jene Beziehungen nur mit dem Unterschied als gegeben anzunchmen, daß sie hier im Gegensatz zur Situation des Kranken befriedigende und «owohi dem Ea als auch dem Uebcrich und der Außenwelt gerecht werdende sein müßten. Jedoch überall, wo wir hier das Wort ״gesund“ gebraucht Italien, hätten wir ein Aniührungs-triehe setzen -ollen. Die P.-ych<K1n;dvse weiß, daß es hundertprozcnlig gesunde Individuen nicht gibt, daß, ganz streng genommen, auc.11 jeder Gesunde ein, wenn auch nicht .-tßrendes Stück Neurose zu tragen hat. Hs gibt also fließende Uebergiinge zwischen Gesundem und Krankem. Hochachtungsvoll Dr. mcd. Barinbau rn Die Zwiscbengeneration Mannheim, 6. Mai Sehr geehrte Redaktion! Es ist durchaus verständlich, wenn nach den Ausführungen von Ür. Reumann ein hin-euder in Ar. 33 das Schicksal der Zwist hnngeneradon darlcgt und Ati fuhrungen macht, wie eine Organi.s;uion zur Stärkung der >eeli.s! 11׳-n und mak’rielirn Kräfte diu-er Schicht geschaffen werden .sollte. Lt-irler sprechen < :1;!gegen die Feststellungen her ל -t ,1! i--t ik. Fs ist davon aiHzugclit. •n. daß i m wt.scnlli r h e n i n P u I,r - s t i n a ein sechs■!1■ er und nutendier Aufbau m׳!g le 1, i,t. 1 he AbeLNgrijppen vtjilci len ■srd. t rn Pn!K5ajn& wie Ml;!: jmii ׳111' ]Bevölkerung un!< r 45 Ja': iren: 84,2 u 0 : über 45 f aI a,; 15.1 Es ist also wdii .Kr S■- hh!!j hrrobigt. daß im Auilr.iU Pa■ läshna-s eine Alter- -< he hl nh-t-r 45 Jahre kaum große Aussichten haben kann. Von den in Deutschland noch lein:nden Juden .sind in den Al- Teresrhirhfrn folgende Prozent- .sütze festzuatollen: von 25 bis 45 Jahren: 31.8 °/0; von 45 bis 65 Jahren: 32.2%; über 65 Jahre: 13.0 °/0. Es sind aKo 77 ס׳ה filier 25 Jahre alt. Das Jugendfundament der in Deutsch• land!eilenden Juden ist jetzt schon erheblich geringer als prozentmaldg in anderen Ländern, von den! Jugendland Palästina gar nicht zu reden. Jeder in Deutshlaiul lebende fünfte jü• dbche Mensch is* über sechzig Jahre alt. Eine aktive Hilfe für die judi.-che ZwErhongcnrrat ion ihn f'c leider sehr problematisch Cי «-ei denn, die Zwischengunci.H i׳ >n hat .׳1! ■יי -n recht/,ekig die Chance, tu■ 11 Palästina zu k'nnmen, in ihrer ganzen Pin oeiajng, Schulung (Iwrith) und /i! bezeug dt-, Lehens er• kannt und durchgeführt. Hochachtung■, voll Dr. Otto Simon Der ״Kalte Sibabbos“ Perlm-Köpcnick, 5. Mai Sehr geehrte Redaktion! Auch in Norddeut-ehkmd. vor allem in meiner Heim ־.torovinz \V e s t p r e u ß e n, war der Srhnbba! בחקתי bei der nbhtjüdi-M hen Landbevölkerung, aber unter anderem Namen, als der ,,Kalie Schahbos“. Irekumu. Wenn die drei kalten Tage Feld und Flur schädigten, und die irrst immer mit diesem S^hahbat?usimmenfick’n, so waren nicht nur die drei Eisheiligen daran .־ahuld, 7-ondern dm Ht griffe hat-!en sich vers: h! ,,Ihr veriluch'e Juden-Srhahl-c-.‘־ hieü ei dann. Wenn die Macoim*־ wie• <!cr lachu־, erhedten sich die Mienen der I and len! e. Schalom Joscf»h Himmel LEIPZIG Mittwoch, den 13.Mal 1936, 20.30 Uhr Battenberg-Theater, Tauchaer Str. 32 DR. JOACHIM PRINZ Die Europäische Judenfrage und die Vorgänge in Palästina Karten tu RM. 2,-■-, 1,50, 1,— u 0,50 (Stehplätze In beschr. Anzahl zu RM.0,25) im Vorverkauf: Keltstr. 4, Ruf; 10211, bei M. W. Kaufmann, Brühl 8, und im Bar Kochba, Brüht 45 ZIONISTISCHE VEREINIGUNG LEIPZIG JUBILÄUMS-KUNDGEB UNGEN des Keren Hajessod HANNOVER Sonnabend, den 9. Mai 1936, 21.15 Uhr, in der Großen Synagoge, Bergstraße DR. FRIEDRICH BRODNITZ, Berlin DR. HANS FRIEDENTHAL, Berlin Palästina im Rahmen der Weltpolitik Die jUdischn Antwort aut dl• Eralgnlsso In Erez laraal Ortskomitee der Jiwish Agincy I. A.t Or. Walter Dux, Karl Schleimer MANNHEIM Sonntag, den 10. Mai 1936, 20.30 Uhr, In der Hauptsynagoge Rabb. Dr. Grünewald, Begrüßung DR. MICHAEL TRAUB, Berlin Auf der Suche nach Lebensraum Jüdische Not in Osteuropa / Soziale und geographische Wanderfahrten / Dreieinhalb Millionen Judon verlassen Europa / Wohin? / Uganda und Palästina / Judenproblem in Deutschland / Hilfe und Aufbau / Können wir auswandarn? / Entdeckungsfahrten / Krise In Palästina? / Unsere Realpolitik Synagogenrat Mannheim Ortskomitee der Jewish Agency Zionistische Ortsgruppe WIESBADEN Mittwoch, den 13. Mal 1936, 20.80 Uhr, in der Hauptsynagoge, Am Mlchelaberg Dr. Marxheimer Rabb. Dr, Lazarus Begrüßungen DR. MICHAEL TRAUB, Berlin Das jüdisch-arabische Problem und die englische Mandatspolitik Israelitische Kultuagemeindo Wiesbaden