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Jüdische Rundschau · 1936-03-31 · Heft 26 (31.3.1936) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 26 (31.3.1936)
Date
1936-03-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
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r Seite 12 JOOISCHE RUNDSCHAU Nr. 26, 31. IR. 1934 Prof. Dr. Otto Opet Siebziger Es sind nicht immer gerade die der Oeffentlichkeit sichtbaren führenden Gestalten, die für eine Bewegung zeugen. Eindrucksvoller noch ist oft die Zeugenschaft, welche die Treue der Stillen, der Zuverlässigen, Unbestechlichen ablegt. Einer von jenen, in deren Treue die zionistische Bewegung sich bestätigt wissen darf, ist Prof. Dr. Otto Opet, der am 1. April sein 70. Lebensjahr vollendet. Prof. Opet hat sich der Bewegung schon zu einer Zeit angeschlossen, als das noch ein sehr ungewöhnlicher Schritt war, und er ist ihr seither unwandelbar treu ergeben geblieben. Wenn sein in den Fachkreisen hochangesehener Name in zionistischen Kreisen trotzdem wohl nur wenigen bekannt geworden ist, so liegt das an einem auszeichnenden Charakterzug seiner Persönlichkeit: der großherzigen Fähigkeit zur unsichtbaren und unhörbaren, allem öf ו entliehen Geltungsstreben abgewandten Hingebung an die als richtig erkannte Sache. Die wissenschaftliche Tätigkeit Prof. Opcts erstreckt sich auf das Gebiet der Rcchtsgeschichte und des Zivilrechts, i׳merha!b dessen das Familien- und Namenrecht sowie das Urheberrecht seine eigentlichen Gebiete sind. Das Theaterreckt n:d er als wissenschaftliche Disziplin erst hefrundet, und er ist dementsprechend später bei der Ausbilung des Funkrechts führend beteiligt gewesen. Aus dem Jahre 1010, da man hoffnungsvoll einer Neuregelung des Status der Juden als nationaler Minderheit entgegenblickte, stammt seine Schrift , Der Schlitz der nationalen Minderheiten'', wohl die bisher einzige, hei der die jüdischen Interessen die wissenschaftliche Arbeit des Autors unmittelbar bestimmten. Von der Schweiz, wo er hakt nach seiner 1SSS in Berlin erfolgten Promotion als Universitätslehrer tätig war, kam er um die Jahrhundertwende als Richter und Privatdozent nach Kiel. Die Versuchung, der wissenschaftlichen Karriere die Treue mm Judentum zu opfern, ließ ihn unberührt. So kam es, daß er, der damals schon eine ganze Reihe grundlegender wissenschaftlicher Werke verfaßt hatte und sich im Kreis der Fachgenossen sowohl persönlich wie auch sachlich einer ganz besonderen Achtung erfreute, erst in der Nachkriegs/eit von seinen richterlichen Verpflichtungen, zunächst teilweise und später ganz entbunden wurde, um sielt vollkommen wissenschaftlicher Arbeit w idmen zu können. Schließiich wurde er zum O rd i n a r i u s an der juristischen Fakultät der Universität in Kiel bemfeti, deren Dekan er dann pm Jahre 10!1-32 war. Seit dem Abgang von der Universität im Jahre W'U lebt er nur! in ilamhurg. Prof. Opet geliöit zu dwi Menschen, die es geradezu ängstlich vermeiden, in der Oeffentlichkeit zu erscheinen, wahrend sie ihre Gesinnung mit ihrem ganzen persönlichen Dasein bewahren, in der kleinen jüdischen Gemeinde Kiel hat er nie ein Amt angenommen, und sorgte doch alle ihre großen und kleinen Sorgen mit; selbst in der damals noch viel kleineren 7< Hi, lehnte er alle Fhrenstellen ab, und war doch stets ihr Rückhalt und unbestechliches Gewissen. Seine ganze Liebe aber gehörte den jmiUchcn Studenten. An ihnen, und ganz besoiulris an den Bedürftigen unter ihnen, vertraten er und seine Frau im wahrsten Sinne des Worts Vater- und Mutterstelle, ihr Hans war den jüdi-ohen Studenten nicht nur ein selbstverständliches Heim für freundliche Nachmittage, Abende und Sone,tage, nicht nur der Ort, wo man sich als Einzelner in allen Fragen, persönlichen und sachliehen, stets Rat, gütige Ermahnung und Hilfe, wirkliche Hilfe holen konnte. Manche wurden für Monate, ja für mehrere Semester ganz in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen und mit der nicht alltäglichen Güte, die das Ehepaar Opet auszeichnet, als ״Sölme“ gehalten. Fs war nicht möglich, über diese persönlichen Dinge hinw egzugehen, sollte dem Leser ein Eindruck von der Persönlichkeit des Jubilars übermittelt werden, den wir die Preisgabe dieser ,,Indiskretionen“ zu entschuldigen bitten. Wir freuen uns aufrichtig, ihm und seiner Frau anläßlich seines Geburtstags unsere Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. __ Tagung des Zionistischen Gruppenverbandes für Bayern Am 15. Marz trafen »ich zum erstenmal muh der im Vorfahr erfolgten Gründung des Zionistischen Gruppcnverbamles für Bavcrn die bayerischen Zionisten in Nürnberg. Dr.!. Ra naher per (Nürnberg), der Leiter der Tagung, konnte eine erfreulich große Anzahl von ( icsinnungsgcnosscn begrüßen Der Vormittag war durch zwei Referate und eine mit starker Anteilnahme geführte DiakusMun ausgefuilt, Dr. Hans ('. a p e I I (Number:») berichtete in seinen! Referat ״Fazit der bisherigen Ai beit vor neuen Aufgaben“ über die Entwicklung des (.iruppenverbamles und charakterisierte die zukünftigen Aufgaben in erster Lime als die Notwendigkc-it, über die bisher nur organisatorische Zusammenfassung der Zionisten ibivtin» hinan■- einen selbständigen /ionistisehen ( »rgaiiismu• zu schaffen, der in seinem Rahme«! auf allen Gebieten zionistischer Wirkungsmöglichkeit initiatorisch tätig wird. Dr, liatis 1 r 1 1■ d e!1 t 11 a 1 (Heidin) sprach über ״Zionismus in der jüdischen Welt der Zionismus in der Judenhcit Deutschlands■‘. Seme Ausführungen stellten den lebendigen Zusammenhang mit der zionistischen Gesamtbewemnm her und führten 111 die zentralen Probleme der Organisation, der Bewegung und der Aufgaben innerhalb der judenluiS l Dutschlnmls ein. f)er Nachmittag war Arbeitsbesprechungen gewitimet. Nach W ledorherstcilung des Plenums fanden eine Reihe von Resolutionen e i n s f i in m i g 0 Annahme. Wesentlich ist vor allem, daß der bayerische Gruppenverhand alle seine Grupocn und Emzcimitgheder zu vorbehaltlosem Einsatz für die Makkabibewegung verpflichtet hat. Das bedeutet praktisch das Ende der in Bayern noch vorhandenen überparteilichen Sportorganisationen. Nach Wahl eines neuen Gruppenverhandsvorstamles sprach Dr. Georg J 0 s e p h t a 1 über ״Palästina in der Krise'“ Seine instruktiven Ausfithrungen brachten allen Teilnelmu rn der Tagung Größe und Getahren der augenblicklichen Situation in Palästina vor Augen. Haca. Im Verlage von Rubin Maa.3 erschien ein Band ״|iddische Gedichte“ von A. N. Stenzci unter dem Titel ״Zwischen Himmel u״d Erde“. Donnerstag, 2. April 1936, 20.30 Uhr KUNDGEBUNG IN DER SYNAGOGE DÜSSELDORF OR. MAX GRONEWALD, MANNHEI HILFE DURCH AUFBAU ZIONISTISCHE VEREINIGUNG FDR DEUTSCHLAND Ortsgrupp• Düsseldorf BRIEFE AN DIE REDAKTION Jacob Levy Berlin, 25. Marz 1036 Sehr geehrte Redaktion! Lazarus GoMschmidt sagt in der Einleitung zu dem Wörter- Imeh über die Talmudkn und Midraschim von Jacob Lew, Ausgabe 1024: ״Es ist kaum glaublich, mit welcher Driver- »chiimtheit das I.evvsrhc 'Vorttrburh von P!,c11do Gelehrten ausgcschliu'litct und geplündert worden ist Und heute noch wird.“ Goldahmidt nennt die Abschreilier und Plünderer mit vollem Namen. Kür uns ist das I.cvysche Werk eint• Art talnmdischc Krmkordanz, die es leider noch nicht gibt. Zur Minima besitzen wir bereits ein solches Werk. Das ist die Misrhna-Konkordanz von dem Jciusulcmer Cliaiin Jeho• M'hua Kasowsky 1932. Es wird dem großen Werke I.evys gewiß keinen Abbruch tun. wenn wir an dieser Stelle auch auf Lücken hinweiscn, die das Werk Levys enthalten. Es fehlt beispielsweise der Artikel וןוח Gewürm. Faulnis. Dazu die belege: .,.eit II, 8 מרבח נשי מרבח ימח Alxrt IV, 4 תקות אנוש רמה Bereich 18 b קשיו רסה לס» יכו׳■ Es fehlt ferner der l'lußname ירמיק Dazu die Belege Par. 8, 10. 0י סיךדן ומי ירנזוק פסיליו Boaba batlrra 74 b ירדן וידלוק קרמיין ופיגוז• Ergebenst Rabb. Dr. Rosen wasser sie bald zu spielen beginnen, falls wir vor den ״kritischen Augen Asiens“ unsere Dortseinsbcrcchtigung dokumentieren wollteil. Es will mir fast scheinen, als ob hier das Wort ״Asien“ zu oft gebraucht würde. Schließlieh sind wir doch zunächst einmal Europäer, und kann da unser Heil wiiklich in einer (zudem noch überstürzten) Assirnilation an die asiatische Weit liegen? Gewiß müssen wir tiefer in den Geist der uns umgebenden Welt einmdringen versuchen, aber warum dazu erst den Bück in so weite Fernen Sehweiten lassen, — sind doch Araber un-erc nächsten Nachharn! Ist es nicht weitaus notwendiger, unsere Beziehung.־n zu den palästinensischen Arabern auf eine gesündere Basis zu stellen und zu einem besseren gegenseitigen Verstehen zu kommen, als an ״Austausch- Professuren bei den großen Völkern Asiens“ zu denken? Was haben wir denn an wirklich spezifisch-jüdischen Werten za bieten? Ist cs nicht besser, erst einmal bei uns zu Hause Ordming zu schaffen und solange zu warten, bis ein eigenes (jiidisches) Leben herangereift ist, ehe wir an derartige Probleme wie ״Austausch kultureller Gütcr“ gehen? Und ist es nicht vielleicht gerade das ״Vermittler- und Maklergeschäft in kultureüen Dingen“, das uns bisher so wenig Zeit zur Entfaltung eigener kultureller, wirklich jü- Bischer Leistungen gelassen hat? Hochachtungsvoll Mcnachem M. Trollnllc ״Richtung Asten!“ Anmerkung der Redaktion; Das in diesen Zu• schrillen behandelte Problem stellt eine Frage dar, die weit• historisch gesehen ohne Zweifel von größter Bedeutung ist. Eine Entscheidung über die reale Entwicklungstendenz läßt sich allerdings wohl kaum unter rein theoretischen Gesichts• punkten fällen. Immerhin glauben wir, in diesem Zusammen• hange betonen zu müssen, daß die Vertiefung des Verstandnisses für die Araber Palästinas in unserem Kreise durch• ans nicht im Gegensalz zu der Parole einer ״asiatischen" Orientierung des Zionismus steht, sondern auch als ein Schritt auf diesem Wege empfunden werden kann. Mit den hier veröffentlichten Zuschriften möchten wir unsererseits die Diskussion vorerst schließen. Steuerberatung durch Juden Berlin SW 61, den 24. 3. 1838 Sehr geehrte Redaktion! Leider ha! Dr. Löiflrr, Frankiurt. in .seinen Au^tuhruiigen sich nicht mit den klaren und der ta! sächlichen Situation gerecht־ werdender! Argumenten von Arkadc IlcrzfcM. die an dieser Stelle aiigediUrkt wurden, geniigend :׳U-einanderoesetzt. Man kann nicht um einer Konstnikhon willen die jüdische Kn!־ wirklung melueicr Jahrtausende uuheuieksichngt lassen. Die Ideen des allen Tcstaimuis sind von den;thcmlkindisehm Nntionen i11x׳momnu־M worden. Jü־ dhehe kmol, P.iilosnphie und Wissenschaft im M ittelaUer ist in cn:;e;11 Xu^amtnenlrang mit den gleichzeitigen christluhen /eit- Strömungen rntstnnrlrn. /.wischen (.hm ..More m'burhi-m” des Moses ben Maimon und der ״Summa theologiiu׳" des Thomas von Aijuin be -teilen viele Aehnlirh־ k e;ten und KnUjtrechnncen. Aber keine LntvvLklungslinie iührl aus der א!׳ו1ן lirn Kultur heraus zu dern reli^itkrn Denken des fi-rum Abei!''. Indien», Chinas oder Jap.Ho. IXtb die Assimilation nach M en de Km >1 tu Tein europii־ is-h orientiert ist und daß dem Juden von heute du,י, Riwh rin, s europäischen Denkers oder Dichters unendlich viel näher steht, als die völlig fremden Ideen eines Buddha oder eines Kon- Berlin, den 25. März 1936 An die Redaktion! Mit dem IlinweL darauf, daß ״das Abendland in der Aullo-'Ung“ bct׳nücm sei und daß ״die Stunde der gewaltigen Abrechnung Asiens mit Europa nabe” sei, wurde in einem Aitike! der vorletzten Nummer die Ansicht, vernieten, es müßten Schritte untci nornmrn werden, um ״mit der Well Asiens zu futse, braucht wohl nicht beson־ durs betont zu werden. Ob der Jude zu Europa gehört oder zum Kreis der MitielmeervolkcT. ist in diesem Zusammenhang völlig gleichgültig, jedenfalls sind seine geistigen Beziehungen zu den Völkern des fernen Ostens ebenso gering wie die eines beiiel 1igen Europäers. Oh wir somit als ״Mensehe n der ahen d1ä nd i sehe n A u [lös u n g“ (ein Ausdruck, der ebenso schön wie unverständlich ist) als Mittler in der von Dr. Löffler angedrohten Abieehnung Asiens mit Etnopa amueten können. erscheint sehr fraglich. Ich glaube, wir sollten etwas bescheidener sein und uns noch keine MissioiHstcllungcn anmaßen; mehr als einmal wurde gerade in die♦ sen Blättern da! auf hinge wiesen, welche si blechte Erfahrung wir unter den Völkern mit den jüdiseh-liberalcn Mi.vsionsidcen gemacht haben. Erst rnu-cn wir selbst unseren eigenen Aufbau durJigcfiihit haben, ehe wir da-;11׳ reit geworden sind, eine Aufgäbe im weltgoli! Lohen f »eschehen zu übernehmen. Jeden! alls wird dann unser Tun nicht vom Schreibtisch und nicht durch die Lektüre von Tagorc, sondern durch das tatsächliche Leben um uns behtimmt werden. Hochachtungsvoll Emil Kauder einer gesunden Beziehung“ zu kommen. Demnach scheint es fast so. als ob wir 11ns Hals über Kopf in den ״Rhythmus AmciuO s!ür- 1 wa müßten, um ״als legitime Träger des Geistes Asiens anerkannt” zu werden. Wir Juden, deren Kraft .,am I.ui't und Boden Adens“ stamme, müßten die Rolle des Mittlers zw-Lchen den luäden uns vertrauten Welten spielen”; außerdem müßten wir Berlin־ I (alcnsec, 23. Marz Sehr geehrte Redaktion! Wie wir icUstellen, hat sieh die Meinung verbreitet, daß die Stcuerherauing durch Juden allgemein verboten sei. Das trifft jedoch nicht zu. In dem Gesetz vorn 13. Dezember 1935 ist ausdriLklich erwähnt, daß Rechtsanwälle, Notare, Verwaltung!»־ Beilin. den 28. Marz Sehr geehrte Redaktion! X u der Aufführung von ״S a m s o n u n <1 D a 1 i 1 a“ im berliner Ku:t ui bund 1no׳׳hte ich au! einige l: luiehtsamkciten *Ls Regisseurs hinweben, die den re'i dtrns- und bibclkumUgen Xuschauer eini ge*!na:‘en stören. Wenn hei ';äelsweise die betenden Hebräer mit einem Tal- 1 1 t h erscheinen, so ist dies vielleicht geeignet, die Assoziation des Butens beim Zuschauer hervorzm ulen, entspricht aber ni»lu der hbtcrbrhen Richtigkeil, den 11 der Gebet^mantel ist emt ein Produkt der Gahith. Lediglieh die Xi/ith hat man in alter Zeit gekannt. Im letzten Akt läßt (ler Spiclleuer zwei Kiicger mit Mondsicheln vor dem Thron de ■ Koי׳10 ׳ wähicnd f!cr Opfeihandlung ^tch׳!!; wahrscheinlich aber war bei den Philnten! der Sonnenkult zu i!uu-r, -־ eine Tatsache, die nicht ohne Zusammenhang darechtst ibe, Patentanwälte, Prozeßagenten, öffentlich bestellte Wirtschalt;,prüfer und vereidigte Buchenc\ Koren von dem Gesetz nicht berührt werden, d. h. weiteri in ihren Beruf au&üben können. Mit bester Empfehlung Dr. A. Berliner, Wirtschaftsprüfer mir bt, daß die Geschichte von Slnmon (Schimsciion) in ethnologbchcm S1:me ein echter Sonneimnthos ist. (1 )er Name kommt von Scheinest•}! — Sonne.) Das ärgste Ye־gr! en scheint mir jedoch am Sc.äuß der Oper begangen zu weiden, wenn Simsen die Säulen des .Phil öder! empbk umwirft. In der Aufführung, die ihn in dem beiden ersten Akten ritluig mit dichtem Haar zeigt, tritt Simson im dritten Akt — wohl zum /.eichen dafür, daß ihn die Philister besiegt haben — mit ab geschnittenen 11 a a r c n util. Aber gerade dadurch, daß ihm in der Geiangcnsfiiait die Haare wieder gewachsen dud und ihm somit seine Kraft. w iede gekehrt ist (vgl. Richter, Kap. 16), gelingt es ihm, die Säulen umzübreehen. Indem die Inszenierung an dieser Tatsache vorübergehi. bringt sie die Geschichte um ihre Pointe. I lachnchuingsvoll A. Steinmann Stil Widrigkeiten in der Samson-Aufführung VUUUsUh ’Hcttaty: lUndek-JluHd&cJUau osu PeßacU Uv i/etdäiktetn Umfange■ Zum Tode von Jakob Fellner. In London hat der frühere Berliner jüdische Filmindustrielle Jakob Fellner Selbstmord verübt. Er war bis zum Jahre 1033 Teilhaber der Firma Fellner und Szotnlo, die eine Reihe sehr erfolgreicher Stumm- und Sprechlilmc (u. a. den Film ״Die Privatsekretärin“ mit Renate Müller und auch den ersten Käte Dorsch-Film ״Drei Tage Liebe׳‘ mit Hans Albers unter Hilperts Regie) 11ergestellt hat. Fellner, ein geborener Frankfurter, hatte sich auch in London im Rahmen der dortigen Firma Gaumont eine angesehene Position als Filmfachmann geschaffen. Seine Freunde und Angehörigen führen den Selbstmord des etwa Sechzigjährigen auf einen Anfall von Depression zurück. Fellner habe, so heißt es, sich fälschlich eingebildet, man wolle ihm die Arbeitserlaubnis entziehen. Die Aktion für den Keren Hajessod in der Schweiz wurde in Z ii r i c h mit einer Kundgebung eröffnet, in der die Führer des Schweizer Judentums zur Mitarbeit am Keren Fiajessod aufriefen. Dr. Kanowitz (Tel-Awiw) schilderte slie Entwicklung Palästinas in den letzten Jahren und stellte die Bedeutung des nationalen Kapitals für den Aufbau dar. Dr. Freud (VX'ien) sprach über die Judenfrage in der Golah. Es gelang im Verlauf der Aktion alle Kreise der jüdischen Bevölkerung Zürichs zu erfassen. Dr. Kanowitz referierte in einer Reihe von Veranstaltungen, insbesondere befaßte er sich mit dem Stand der medizinischen und sozialen Arbeit. Das finanzielle Ergebnis in Zürich bedeutet einen ungewöhnlichen Erfolg. Die Zcichnungssummc beträgt bisher mehr als das Doppelte als im Vorjahr, ebenso ist die Zahl der Keren Hajessod-Zeichner verdoppelt. Im Anschluß an Zürich wird eine große Aktion in Genf und hi den anderen Städten der Schweiz durchgeführt werden. Rabbiner Dr. Schiftan, Erfurt, verstarb am 27. März. Der Verstorbene hat sich neben seiner Gemeindetätigkeit zusammen mit seiner Gattin durch seine Organisierung der Sozialarbeit große Verdienste erworben. Was ist Lehnitz? Lehnitz ist das bekannte Erholungs- Jieim, nahe von Berlin, inmitten meilenweit sich dehnender Wälder, direkt am reizvollen Leimitzsee. Lehnitz ist ein Kinderheim für erholungsbedürftige Kinder. Unter guter pädagogischer Leitung und ärztlicher Aufsicht haben die Kinder hier frohe Wochen und eine intensive Erhohingsmüg• lichkeit durch Liegekuren und eine, dem kindlichen Organismus angepaßte Verpflegung. Lehnitz ist die Ausbildungsstätte für die Heimuiui Hausgehilfin, der Unterbau für die Ausbildung zur Kindergärtnerin, Kranken- und Säuglingspflegerin. Lehnitz ist eine Berufsvorlehre für 14- bis 15jährige Mädchen. Dieser Sonderlehrgang ist auf die Psyche dieser schulentlassenen und noch nicht berufstätigen Kinder eingestellt und sicht planmäßig körperliche Kräftigung, Er- Weiterung des Schulwissens und Einführung in hauswirtschädliche Arbeit vor. Gemeinsam für alle Einrichtungen des Erholungsheims Lehnitz ist die Vertiefung jüdischen Erlebens in einer positiv jüdischen Gemeinschaft. Anfragen und Anmeldungen im Büro des Ji'id. Frauenbundes, Berlin- Grimewald, Königsaliee Ha; Tel.: J 7, Hochmeister 3746. Sprechstunden׳ Dienstag von 4 6 Uhr und Freitag von 1! 1 Uhr. Die Stettiner Zionistische Vereinigung verlegt am 1. April ihre Büroräume nach: Elisabethstr. 4; Tel.: Stettin 21727. Paläsiina-Ami Bectin 0en 3fcWltM *4INCV fOd PALSSTINB Berlin W 15, Meinckestraße 10. Telefon: Sammel-Nummer J I (Bismarck) 9031. Sprechstunden des Vertrauensarztes Die Sprechstunden des Hauptvertrauensarztes des Palästina-Amtcs linden ausschließlich am Dienstag und Freitag jeder Woche zwischen 12—14 Uhr statt. KLEINE UND GROSSE UMZÖGE Lifts, Lsgsrung, Obsrss•- und Auslandsvarkehre GEPÄCKFAHRT Berlin W 15, Kurfürstandamm 211 BAVARIA BARBAROSSA STEINPLATZ OBERBAUM 8888 h ___ UMHdB

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