Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 19 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit• 16 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 19, 6. III. 1936 Eine Komödie um Jacques Offenbach ״Passage de Princcs“ von Charles Mörß. Musik von Offenbach Im zehnten Bild sehen wir geradewegs in die ״Passage de Princes“ hinein: Ein Couloir im Pariser Theätre des Varietes; 1867; am Abend der Premiere von Offenbachs ״Grodhcrzogiii von Gerolstein“. Napoleon 111. hat zur Weltausctellung aus allen europäischen Hauptstädten die gekrönten und viele ungekrönte Könige nach Paris geladen, und diese Offenbach-Premiere ist im prunkhaften Monstre-Programm des Dritten Kaiserreichs eine der Fcstnummern. Nachdem der Vorhang sich gehoben hat, sehen wir in der Fürstenpassage: den Kaiser von Kuliland; den Prince of Wales, der viel später dann als Eduard VII. auf den Thron des Empire kam; die Könige von Bayern, von Griechenland, von Schweden; den Sultan; den König der Belgier und den Vizekönig von Aegypten; Prinzen und Großfürsten; Diplomaten und Marschalle; Mac Mahon; Staatsmänner des mitteleuropäischen Kreises; auch Fürsten aus den Bezirken der Kunst, der Literatur, der Wirtschaft, unter ihnen Meilhac, Halfivy, Rothschild, Ottenbach, lange schon der populäre Musiker, der jenem Frankreich den adäquaten Stil schuf, die kl..::Ische Musik- Komödie, wandelt in der Tat an diesem Abend ״mit Königen“ aut der Menschheit Hohen; freilich führt die fürstlich bcvöikertc Passage zur Garderobe der Hortensc Schneider. Wir wissen: das ist die Diva im Paris des dritten Napoleon; aut Frankreichs repräsentativer Komödienbuhne der Star — drüben sagt man: die Vcdette — erster und außerordentlicher Größe. Ottenbachs Triumphe sind auch die Triumphe seiner beriihmtesten Interpretin; das haben wir an diesem Abend schon vor den! zehnten Bild erfahren. Wir werden nach dem vierzehnten, dem lct/icit i'ilU iiuicriebt haben, wie Offenbachs auGtvigende Kurve herauffuhrt von der ,,Zaubergeige“ etwa, über den ״Orpheus“, die ״Schöne Helena“, ,,Pariser Leben“ bis zur ״Grobiier/ogm von Gerolstein“, von da zur ״Tochter des Tamhniinnajors*‘, an noch vielen Prachtstücken seines Oeuvre vorüber, .schließlich auf den Gipfel, zu ״Hoffjnamis Erzählungen“. Wir werden begleitet von den Akkorden seiner llarehsiiale, seiner llvmtien und Märsche, von den unverlierbaren Arien um! Liedern, vom spritzigen Rhvthmus seine- (ihausons und OnipU ta. Wir sind für drei Stunden umnuischf. teils und teils gestreichelt von dieser üppig aufklingenden und dam! wieder weich cinschmiegemlen Tonpraebt. Zuletzt, wenn der Vorhang fiel, war der ganze Offenbach neu vor uns ,־!;!־■gebreitet, und gleichzeitig haben wir die Karriere der I lortense Schneider verfolgt, von der Schmiere an, über Erfolge, Hindernisse, wieder Erfolge und wieder Eiiu.iusrbun״; n, über Siege hinaus bis zu der schönen Szene im Nachspiel, da •de, eine gealterte ,,Kaiserin der Kunst“ nun, mit Eugenie, der einstigen wirklichen Kaiserin zusammentrifft (im Hotel Coniinciital, gegenüber den l'tii!erie!1 und der Stelle, wo ein halbes Jahrhundert vorher die Commune Eugcnietis Schhh( :::!■de׳ chraiint hatte); hier nehmen diese beiden großen Frauen einer weiten und sehicksaiverhafteten europäischen Epoche Alwchied von dieser, wahrend im Hinter* grund die 1 iolelkapelle die schon vcijazzte, aber — Hörtense weiß das, und wir wissen es ebenso — die dennoch unverbilsäibure l’.ai, arole!0 renterwirbelt. Die Liebesgosehirhte von Mercs Komödie bezieht ihren dramatischen Akzent ton der zwischen Hortensc und Offenhach mifzimgelnilen llah-liebe. Denn in Horten.sc haßt das liebende Weib die Künstlerin, weil diese — sonst wäre sie ja keine — seit ihrem 1 'rsprimg schon von Offenbachs Theatcrbesessenhcit bezwungen ist. Während im Vordergrund über beiden die hellsten Scheinwerfer strahlen und der Enthusiasnius des Pariser Parketts als das Echo gemeinsamen Ruhms über die Rampe wogt, wird in den Hintergründen hartnäckig ein Konflikt gekämpft, bei dem es um Mensch* liebstes geht: um den Elementartrieb der Frau und um den ewigen Anspruch rk•-; Genies. Man müßte vermuten, Hortensc würde zerrieben werden in ihrer Auflehnung gegen die lieber- 7eugungskr;1(t in «)Hönbachs Werk und im Streit mit der Künstlerin, die ihre andere Seele ist. Da stirbt der von ihr geliebte Herzog Grammc it, Der Kampf zwischen Eros und Genius ist ausgekämpft; ( rffenbach behält recht, denn er lebt. ״Passage ‘de Pnneeswurde vom Pariser Theätre Madeleine in' einer Aufführung erste״ Ranges herausgebracht. Robert Blum, der Vernein:- mul Ravnal-Hebersetzer, hat die de!!‘•ehe Bearlv. ituns: fert!;:gestclit, die in Wien und in der Schweiz zu sehen sein wild. Pros per o Leo S. Ols.hlvi 1!er ( II1:־! lag es mul 1 co S. < >!s renz wurde, dort ec- 1! i!1 diesen lieh des ät Stehens sein Iltens gr 1• weit b Verb!) lende 'ei Wie u! teßen 1;weil äflcthri! eines tä 1.!'wert, nnte!:,!! at eine ellmig Wr-, larint-. i Ios von lieiuscben Kultnrlebt n inne. Bei ihm er-. In w! die Zcitseiiiilt ״l.a l׳e,- bhofiüa“ sou 1c zahlreiche lii-tni!sehe Zu'«- Schriften. Hie it.tbcnisciic Wissenschaft hat dein Verlag zahl! eiche w ichtige Veröifentii .Illingen t-oto; Aicsi« zu verdanken. So sind bis jetzt 20 Bande des ״Archivum Romanutn“ und iri Ergäu/ting dazu 50 Bände der ״Bibiioteca dell’Archivum Roinanuin" erschienen. Zur Lebensarbeit Olschkis gehört die Herausgabe Dantes, dessen vollständige Werke er in mustergültiger Redaktion herausgebraeht hat. Auch die Zeitschrift j,Giornale I )nntesco“ dient der Dantcforschung. Leo S. ülschki ist bewußter Jude, der dem Zionismus sehr naliesteht und mit Naluim Sokolow durch enge Freundschaft verbunden ist. Am I. Marz fand die offizielle Eder des 50jährigen Be- Stehens des Verlages statt. Die viele Hunderte von Per- 6011 en fassende Privathibliothek des Hauses Olschki füllte eine erlesene Schar geladener Gäste, unter denen man Personlichkeiten des öt!‘entliehen Lebens, bekannte Wissenschaftler, Mitglieder des konsularischen Korps usw. bemerkte. Die Festrede hielt der Präsident der italienischen Dante-Gesellschaft, Senator Prof. Guido M a / z o 11 i, der in überaus geistvoller Art Parallelen zwischen Verlegern des Altertums, aus der Florentiner Geschichte und Leo S. Olschki zog. — Der Empfang am Abend in Villa Olschki war der Ehrung der mit BRIEFE AN DIE REDAKTION Das Problem von Aqaba Haifa, 10. Februar Sehr geehrte Redaktion! Zu der im Artikel von Ben■ Gavricl in Nr. 9 der ״Jüdischen Rundschau“ angeschnittenen Frage des Kanals i-t zu bemerken: Es handelt sieh natürlich nicht um einen Kanal vom Südende des T ölen M c e r e s swek-rn vom M i 11 e 1 1 ä n d i - sehen Meere, etwa von <>aza aus, nach Aqaba, Von) Toten Meere aus kann kein Kana! gebaut werden, denn das liegt mit .seiner Obcrflüehe etwa 400 m unter dem Spiegel de* Miliebändi-chen Meeres und wahrscheinlich — ich kenne die genaue Höhe nicht —• auch ehen-o viel unter dem Spiegel des Roten Meeres. Dazwischen liegt die Araha, die bis über 200 rn Höhe über dem Meeresspiegel ansteigt, und durch die die Grenze zwischen Cis- und Transjordanien läuft. Wie will man da einen Kanal bauen, und was sollte er im übrigen auch äür einen Zweck haben? Einen Kanal, der schiffbar ist! Herr llen-t'׳avriel erwähnt selbst, daß die I’o'a-11 ('omjunv am Südende des Totm Meeres eine sehr große Fördcrstc-llc errichtet. VVaium wohl? Weil dort das Tote Meer sehr flach ist, und man spricht in dem Zusammenhange auch davon, daß rnan das ganze Südende des Toten Meeres troekcnlcgcn wird, indem man es von der Ila!bin,cl ״El I.issan“ an abriegelt. Man spricht auch davon, daß die Potash Company das Recht hat, eine Bahn durch die Araba, die 200 km lang sieh erstreckt, bis zum Goll von Aqaba, zu bauen, wenn cs die Engländer nicht selbst tun. Ich weiß nicht, was an den Dingen ist. Möglich, daß eines Tages eine solche Bahn gebaut werden wird, und sie wird dam! den Weg nach Ostasien für die Produkte der Potash (.'o;!1p:mv erheblich abkürzen und verbilligen. Von einer großen Autos'raße auf dieser Strecke, die sogar schon bald fertig sein soll, hat man nichts gehört. Sie wate kauai unbemerkt geblieben. Herrn Ben- Gavricl scheint da eine \ ervvechslung passiert zu sein, närnlieh mit der Straße von Reer- Sclreba nach Aqaba. Von dieser stand vor kurzem, daß sie bereits zu zwei Drittel fertig sei. und daß man fieberhaft daran arbeite. So oder so. cs unterliegt keinem Zweitel, daß der Süden von Krcz Israel immer mehr in das Blickfeld der Mandatsmacht getreten ist. Ein Gebiet, das nageheuer groß ist — 10 Millionen Dunam oder mehr —׳ ein Geliiet, das kaum bewohnt ist. ein Gebiet, dem bisher, mit Ausnähme der Umgebung von Beer- Selicha, kaum ein Jude Reaehtung geschenkt hat, ja. von dem die meisten Juden nicht einmal wußten, daß es bis an den Golf von Aqaba reicht, wird damit für die Juden schwerer erreichbar als es bisher der Fall war. Mit bestem Zionsgruß Willi David Bannfluch gegen Graetz Berlin, 1. März 1936 Sehr geehrte Redaktion! Zu der unter obiger Heber- Schrift in Ihrem geschätzten Blatte in Nr. 17gebrachten Notiz gestatte ich mir, ergänzend zu beincrken, daß auch der bekannte Schulmann, Direktor Ephraim Cohn. Reiß in seinem Buche ״Misichvoupth isch Jcruschalajim“, Bd. I fj. 122, über dieses uuliehsujne Ereignis berichtet und die Namen der handelnden Personen nennt. An emetn Schab■ hat des Monats Nissan 6632 (April 1872) besuchte Graetz mit seinem Rcisegcnossen Gottschalk Lewy aus Berlin in Beglciiung des Dr. London, de! Arne» vom Koihschild-'-'pital, die .Synagoge des K. Jehuda llachas-id. Kurz vor Schluß de? Gottesdienstes erhol) sich ein Chalukku-Jude namens 15-achar Baer aus dem zelotischen Kolcl- Ungarn und schleuderte zum Entsetzen der Betenden den Bannstrahl gegen Grae'z. — Die damaligen traurigen Zustande der jüdischen Gemeinden in Palistina und insbesondere in Jcrusalem hat Graetz in einer im Mai 1872 als Manuskript gedruckten Denkschrift bcleuchtet. Sie ist von seinen beiden Rciscgenossen, M. Gott schalk Lewy, Berlin, und Ascher Levy, Polzin (I’ommern). inihinierzeichnet (vgl. Josef Meisl: Heinrich Graetz, S. 101 ff.) uml gab nach Ansicht von Ephr. Colm den Antrieb zur Gründung des ״Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina‘•. •— Welch tiefen Eindruck das Land unsc* rer Väter aal diesen begeisterten jüdischen Historiker gemacht hat, cr-chen wir aus der •warnjherzigen Schilderung im ersten Bande *■einer ״Gc-chichtt der Juden“, Einleitung S. VIII. Schalem! Rabb. Dr. E. Finkei Polzin, 29. Febr. 1936 Sehr geehrte Redaktion! Mit ln!cr<׳-.s1; le׳,c ich in der Nummer 17 ihrer Zeitung vom 28. Februar den Artikel ״Banntluch gegtn Graetz“. mit dnn Bericht von P. Grajewski su, dem ״Dawar", Nach den mir vorli.'gen 'en Oii :i-ulb ieien meines stk Gtoßvatets A;her Levy, Polzin, der damals die ITIse nach Erez Israel zusamnun mit Prof Graetz (und seinein Vetter M. Gottschalk Lewy) »Mcbte, kamt sich aber der — tatsächlich stattgehabte — Banntlurh in der geschilderten Weise kaum abgespielt haben. Ich zideie der Kimm iiheit halber aus 'len Brieten meine, Großvaters, welche »i h auf dm zweimaligen Aufenthalt in Jerusalem (beide Male an einem דנת) beziehen. 5. Marz 1872. ״Wir wohnen auf dem Beige Zion, werden aber uns morgen auf meine Veranlassung umquarticren.“ — 6. M.uz 1;,72. ״Unser Gang zur Omar-Moschee, der נתל מערבי, dann z.u 1 Ir. London und dem Gencia! Konsul füllte den Vor- 1)1 in ag. und unser Besuch der Königsgräber den Nnchmit'ag aus.“ — Donnerstag, 7. März 1872. ״Heute Früh begannen wir unseren Gang mit Besteigung des Oelbcrges ... Ich will hemerken, daß wir zi Mittag bei Dr. London eingeladen waren, der nach Tisch uns zu den Mädchen der jrn Schule, dem Horpi'al, Jen Piiger-Armenwohnungen führte. Dann uns aber zum Chacham Basehi begleitete, wo während unserer kurzen An- Wesenheit der hiesige Pascha Abfchieilsvi.dte machte und wir auch Gelegenheit hatten, ihn zu sehen und zu sprechen. Ucbrigens ist unsere Ankunft hier nichts Neues, sie soll, wie uns Dr. London sagte, bereits von Amsterdam aus avisiert sein und in verschiedenen Blättern, u. a, in der am meisten hier verbreiteten (Wien׳■!) ,Neuen Freien Press«‘ gestanden haben.‘• 10. März 1872. ״Am Freit:!״ besuchten wir in ירושלים noeh verschiedene Hospitäler, Schulen und Synagogen. Gestern morgen schickte der Chacham Basehi seinen שמש> um uns abholeii zu lassen, wir hatten aber schon der Hospitalsynagoge zugesagt, wo wir alle Ehren hatten. Von da begaben wir uns zu Dr. London, in dessen Salon wir die vielen Besuche entgegen nahmen und schon den Cl.acham Basehi mit seinen Rät hea zur Visite antrafen; so blieb es bis Mittag bei.“ — Zwischen Jerusalem und Nablus, den 17. März 1872. ״Gestern Abend »!1• ren wir bei Dr. London wieder zum Thec geladen. . . . Wir beteten gestern Morgen in der gioßen, polnischen Synagoge, bc- Juden i Genf» X. Marz 1936 Sehr geehrte Kodak!i״n! ln seinem Robelx-richt aus Indien wein C. Z. Kloetzel auf den Mangel an ausreichenden Quellen über die Wirtschaftsvetbindungcn der Juden seit der Zeit der OsiindLcIien Companie hin. Obwohl wir keine zusammenhängenden Darstellungen über dieses Thema bc-itzen, scheint rlie Annahme nicht mibm'ihtigt, daß der Anteil der Juden am Indicrihandi'l Europas von seinen Anfängen au sehr Itcach!lieh gcwesen sei. So weist u. a. S 0 m - hart in seinem Buche ״Die Juden und das Wirtschaft ■!eben“ auf eine zeitgenössische Quelle hin, nach der die portugiesisehen Händler in Indien zahlreiche Jüdin angetroffen hä'trn. Sombart will sogar naehwoisen können, daß in der holländisehen Epoche mehrere Goiiverneurc der Companie Juden waren. Einer der bedeutend,ten Levantekauileute dieser Zeit, der eine erstrangige Rolle im Handel mit Indien spielte, war der in London ansäs-ige Mariane Fernatidez C a r v a j a 1. Es ist ferner unbestritten, daß am Gesellschaft,k:1! i al d,r (Vstindischen Companie iti nicht gesuchten dann die im Bau begriffene Synagoge der Chassidim, ... Wir machten datauf unseren Bestich bei Dr. London, folgten der Einladung eines Rabbiners der Ungarn und speisten in unserer Restauration. Nachmittags besuchten wir die Frankelsehe Schule, empfingen verschiedene Besui hc, womit der Tag zu Ende ging.“ Daraus geht doch ziemlich sicher hervor, daß Prof. Graetz und seine Begleiter nicht bei Dr. London gewohnt halten. Und wenn sich der Bannfluch so abgespielt, hätte, wie Grajewski es beschn ibt, dann hätte mein Großvater es doch wohl zum mindesten angedeutet, was sich da während des Synagogenbe- •suchs ereignet hat. Meines Wissens ist der Bannfluch erst später erfolgt, und auch in den weiteren Briefen meines Großvaters aus Palästina ist nicht das Geringste darüber erwähnt, während er doch noch Besuche in Synagogen in den verschiedensten Orten, Besuche bei Kabbinrii uwv. anführt; auch erwähnt, daß er am Purim, wo sie in Tiberias waren, dort die Mcgil'oh vorgelesen habe. Hochachtungsvoll Dr. Leo Levy Indien ringem Maße nach Holland .eingewan ierte Sepharden partizipicrten. Auf diese Tatsache wies auch Malusse bet! Israel in .seiner Denkschrift an Cromwell und den englischen Staatsrat hm, und es war nicht nur der Vermittlung und dem Einfluß des genannten Carvajal, sondern (neben der religiösen Begrün lung des Gesuchs) vor aeein den handelspolitischen Argutnenten Mimasscs zuzu-ehreiben, daß die Frage der von ihm erbetenen neuen Niederlassungsgenehmigung für Juden in Englan 1 von Cromwell in günstigem Sinne erwogen wurde. Auch späteihin, in der Periode der englischen Kolonisatiun, muß das Interesse der Juden am Geschäft mit Indien sehr stark gewesen sein. So wurde ein Mitglied der ehglisch( 1! Marranenlamilie Salvador, Joseph Salvador, 1753 als erster Jude Direktor der Compante. Für eine allgemeine Ah- Schätzung lies Anteilder Juden am Aufbau des Levante- und lieber-: elian leis gibt uns librige ns Sombart in seinem ״Kapitalisnius“ wichtige Daten. Mit vorzüglicher Hochachtung Emaiiucl Weiner Heine iin Hebräischen Jerusalem, 26. Kehr. 1933 Sehr geeinte Redaktion! In Nr. 13 biachtui Sie einen Artikel von G. Mcim-Is über Heine in der hebräischen Heberactzung. lkrr McLeK wei.l auf das Kuriosum hin, daß bisher der ״Rabbi von Baciiaiu! 11" noch keinen l’eherse'zur gclundu) hat. Es gibt aber doch «ine liebertragung, wenn auch nur teil'- weise, und zwar in dem Sammeiband ״Uhiruth. Jaikut schcl Pc-sach“, llozaath IIaimrk.15 Lanoar schcl ilistadrudi ha- Owdim, 7'el-Awiw, 5G95, Seie 139—143, unter der Uebersehiift ״Pcssach be-Lrez ha-RI1eir.‘'. Dieses Iknkliti) verdient angesichts des bevorstehenden PessachfcsU:.-, überhaupt das Intere־sc des hebräisch lesenden und!«sonders des hebräisch lernenden Publikums. E, enthält eine sorgfältige Auswahl von Leseßiiicken über Im- 0:11, die Gesetzgebung und die Person Mosches, teilweise aus Thma und Agadah, Gedichte von Bialik. Tschernlcliow.ski u. .1״ Pro.-a von Frischmann. Sokolow, Kauend son, Agimn, Adiad Haatn (,,Der Prophet“), Peivz. Schalom Aleehern u. a., dandren eine Reihe Uehersetzungen, 11. a. aus Strmdbergs ״Historischen Miniaturen“, Henry George, ״Der Gesetzgfbrr“, Herder, ״Moscheh und das Lied“, Ferner sind vertreten 1 rae! Zangwill, Theodor Iferzl, Hermann Conen, Friedrich Sehiller, Marcus Ehrenpreis u. a. Sclialum! Gerhard Stern dem Verlage wirkenden Autoren bestimmt- Im ansclilie- Reuden Konzert hörte man die schönen Stimmen von Serge K o t s c 11 u h e y und von Frau Adele Olschki-Finzi, die neue Lieder des jüdisch-italienischen Komponisten Mario Castein tiovo-T cdesco zum Vorfrag brachte. Wirkungsvoller Begleiter war der früher in Danzig, heute in Florenz wirkende Kapellmeister Kurt S 0 b c r. Am gleichen Tage erschien eine geschmackvoll illustrierte Festschrift, die den Lebensweg Olschkis darstellte. Eine Unzahl von Telegrammen aus aller Welt erwies nochmals die internationale Bedeutung des Jubilars und seines Unternehmens. Die Fortsetzung des Romans ״Die Abenteuer der Gracia Mendez“ mußte wegen Raummangels infolge der Purim- Beilagen für die nächste Nummer zurflckgestellt werden. KLOSTERS*■ ston-Hotei Silvretta Erstklassiges Hau« mit *Ham modernen Komfort Gesellschaftliche Veraß«taH»npea Pensionspreis ab frs. 14.50 / WochenoauschalpreU ab fr*. 120.—- / AUo Wintersports PARSENN ANTWORTEN DER REDAKTION ״Isch Jehudi“. Wir können zu Ihrer Einsendung nicht Stellung nehmen, wenn Sie uns nicht Ihren Namen und Ihre Adresse bekanntgehen. In diesem Falle wären wir bereit, Ihre von falschen Voraussetzungen ausgehende Darlegung ausführlich zu beantworten. Sachgemäße u, schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG Repräsentanz in haifa: Amtsger.-Rat a. D. Dr. Aschner Herbert Aschner r,יז _ .״> D Leiter der King Saiomon Bank überreg.«Rat a. L). R. Kempner Filiale Halt« 27, Herzistr. Berlin W1S, Melnekettr, S, J 1 Bismarck 2856 <9'12—13 u. 16*/*—19 Uhr> nach Palästina und anderen Ländern Repräsentanz in TEL-AVIV: Dr. Jur. W. Marx, 1 el-Aviv 18, Schaiom Aicichem Str^ Bdc Ben Jehuda Road Anlageberatung T ra n sf e r-P r o J ekt e VIRMOfiENS-llttUIBATIONEN Tausch-Objekte