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Jüdische Rundschau · 1936-03-03 · Heft 18 (3.3.1936) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 18 (3.3.1936)
Date
1936-03-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 18 3. III. 1936 Das schönste Purim-Geschenk für jedes jüdische Kind LAND DER JUGEND Das Buch der Kind er *Rund schau Dieses Buch ist nun grollen Teil von der lugend selbst für die Jugend geschrieben worden und atmet gani ihren Geist. Es hat daher überall helle Begeisterung erweckt. Die schönsten Beiträge aus den ersten drei Jahrgängen der ״Kinder־ Rundschau", der stets mit Spannung erwarteten Beilage der ,Jüdischen Rundschau׳', sind hier vereinigt und durch viele neue Erz,111׳.ungen und andere Beiträge ergänzt worden. 112 Seiten, 155 >, 205 mm, mit 79 Bildern! lalbleincnband mit mehrfarbigem Titelbild Preis nur RM 2,85 Bestellen Sie bitte hei Ihrem Buchhändler oder direkt hei dem VERLAG JÜDISCHE RUNDSCHAU G. m. b. H• Berlin W 15 Meinekcstr. 10 Gegen Voreinsendung des Betrages zuzügl. 30 Rpf. Porto Postscheckkonto der Verlagsabteilung: Berlin 71576 Wi«‘ i<*!1 414* 11 & <* 11;11» 11 a I? Für Schabba», 7. März Wochenabschnitt: ״T'zawe“ i׳. M.!-,:1 p. 27, '20 20׳, K) und 5. B, M. Kap. 27, 17 10.) I. in u11'«׳mu \\7!>u iialiM'liniit wird or/ählt von der I inrialmiap 1icr i '1 im u' 1111110:1, der ״I!einenden und Schlichlenden", wie!'.!>״! und 12« 1~,e;!/w e!:.; 11!)er>׳i/en. I 'eher die Alt ׳:.Kr 1 d 11:1 .1.1׳p d:eM׳r 'Unic berichte! Haseln zur Stelle■. Van ziehe an,, i 1 die I alnnuKtelle aus Joma, 73 heran. Im 'I '11:1, 11 w aai ,!!.׳!׳, ne! dir I '״. l'ra!;am;.׳ der briin w’Tumim er/ahit V el In s sind du:-,e Steilen? II. I )1,׳s,׳r t 1!1es>. S.'hahbat wird, da am Abend Purim ist, Itaupl-!, hi,, 11 11!1 A!eben dieses bestes stehen. Wir werden einmal die I'1,n111:;v-.1|־H hu׳ er/alileti mul gemeinsam aus dem Seier Aeada \״n B1al1k-Hawuit/I;i die Purim betreffenden Mm Ke ierm!1, Sie befinden sich auf S. '202 -212 des 1. Bandes. Um rin Bild zu vermitteln, wie Purim im Osten gefeiert wurde, lese mau au- ׳ ' ־ •ria I ivins ,,Kindheit im Exil“ die Schilderung über das!׳nrimfest vor. (Seite 102—ISO.) III. Pur AUtere empfehlen wir die Durchnahme des 22. Psalms, der aut Ester bezöge״ wird, in der Uebcrsetzung von Martin Huber. (I)1c l 'eberseizting des Psalms findet sielt auch im Scliocken-Almanach 5695.) Als Hafiarah wird gelesen 1 Schmuei 1, Kap. 15, 1—31. Der Zusammenhang wird liergestellt durch die Tatsache der Erwähnung eines Vorfahren von Mamaii. Aber auch inhaltlich ist ein Zusammenhang festzustellen. Vom Purimfest Der kommende ()lieg Schabbat wird im Zeichen des Purimfestes stellen. Neben der belehrenden Betrachtung über den Sinn und Inhalt des Festes werden wir der Fröhlichkeit einen entsprechenden Platz ein/iiraunu-n haben. Wie war die Form des Purimfestes einst und jetzt? Für ein Volk, das ein gesundes und natürliches!.,eben führt, sind Feste oft ein Ausdruck 5t ine-, Lebenswiiiens, seiner Freude und b1־I>׳m׳-bM. Das heutige Palästina hat die alten Formen der Puninb irr zu neuem!.eben erweckt und sie mit neuem Inhalt eiudd, Dee-evolkstümliche best, das an buntem I reiben und!roher Stimmung viel Aclmluhkeit mit dem Karneval dt-, Ahcmiiandeau! weist, erreicht seinen Höhepunkt in den öfbcu'üchrn Umzügen mit einer bulle von humorvollen Bvl!1stigung>aru׳n. Auch die frohere /'mit kennt allerlei abwechslungsreiche Ptlrimveran.-laitniie'en. Neben der Feier im Kreise der Familie und geladener ( 1.1-te. bei reich g״do.׳ktcח ki-ehen, zeichnete sich das Punmfest durch verschiedene Aufführungen von sogenannten Purim-pidm au׳־, eine Art von hastiiachtspiclen, die in den jtidDehcu (ilietti im 13. und lb. Jahrhundert sehr bekannt waren. - Ueberaulebhaft und bunt s,;In int das Treiben am Purinitage einst in Italien gewevn zu sein. Ein parodienhafter ״Purim Traktat" (״Masseehet Purim•'), eine Art l:aschiu..׳-M 11! ilt an-, •dem II. Jahrhundert, berichte! uns über öffentliche Umzüge und )!untorvolle Streiche der damaligen italicni-z. heil!utb.i1. -- Eine freudige und festliche Stimmung herrschte :111,11 am Purim unter diu! Juden in Deutschland und im Ostindien Europa. Iber waren Kostümierungen und Festzöge sehr verhieltet. Besonders hoch in! Ansehen Mailden die Komödien und Singspiele, die biblische Stoffe dramatisierten. Es waren Themen des Esther-Buches, wie etwa im ״Achaschwcrosch-Spiel“ und andere aus der Bibel, wie der ״Verkauf Josefs“ und ״David und Goliath“. In diesem Zusammenhang erwähnen wir noch eine Reihe von Bräuchen am Purim und über die Sitte des sieh Bcsrhenkens (משלוח מנית) und der Unterstützungen an Arme und Bedürftige. Neben dem historisch überlieferten Purimfest sind im Laufe des Mittelalters eine Reihe von Purim-Gedenktagen entstanden, die mehr oder minder an lokale Ereignisse anknüpfen. Es sind sogenannte Purim-Sonderfeste, an denen gewisse (lemeimleti die ihnen zuteil gewordene Errettung feierten. Wir mP-cn von einem Purim von Schiras in Persien, von Narboime (121;!), von Saragossa, von Frankfurt (1616) U. a. m. Der Frankfurter Purim wird gewöhnlich auch als Purim Vineenz bv/.cicimet zum Andenken an die Ereignisse unter Vineenz rettmilch. Die damals aus Frankfurt vertriebetten Juden durften auf (ieheilS des Kaisers am 10. März (20. Adar)!61(1 wieder znnickkehren und veranstalteten einen Gedenktag hierfür. Zu unserer Aussprache werden wir das Jüdische Lexikon unter ,,Purim“ benutzen und über den ״Purim Vineenz“ uns aus der Geschichte von Dtibuow Bd. VI, § 2b unterrichten lassen. Das Jüdische Lexikon überliefert auch eine hübsche volkstümliche Purim-pielweise, die gemeinsam gesungen werden kann. —- Material über die Volksspiele zu Purim ist im Artikel der ,,jüdischen Rundschau“ Nr. 23, 1933 (von Dr. J. Mcitlis) enthalten. _ J• M. BRIEFE AN DIE REDAKTION Mißbrauch von Symbolen Naturwissenschaft und Judentum jurusalurn, 16, brunr 1936 Drei Dinge, die ich durch Zufall su Ihst { mscltcn ha’x\ gehen mir \ ’!׳um! a-'UHip, dagegen zu sGirui! hu. In einem Rmdunrant 1h 11 :'־ rk .tp ir h :mi’ ei: .um TKuh ,,G!1 a 1 a \v D r. Herz i4‘ und ״S u! t a n i 0! h D r. Nor- '1 i u“ a!סי.! Im?!rmh־h und Norti 1U Gif dinvn, in <4chdnun Bhvh- > ■ wn vur; >a '־kf, ,!ui dr:K n ^׳lh-t - vor shinbjivh nicht das Bild diusur \r ui:h־n zp *ms! is<i,f־n T'ihrur Jt'llltC. Die ,.!!endmiluh“ wurde •s:'4.׳ar muht einmal in Palästina her ״v - k׳!h. ־־rnn iern in!);int mm k. ׳— Und beim Einkauf eines Fkisr' hi!!uns ”1 inte wurde mir v!klar!. daß cs nur ,.Bia- J i k -' *1' i n 1 e“ als To/urcrh Haarez K-the. Hier scheute mau V CD!״ heil' noch davor zum. k, 11.1 S Bild Uia'iks auf das Timmflasch. :hen zu setzen. derlei Unfug muß mit;dien uns zur Verfügung stehendun Min ein angegangen werden. Wir haben an icre Methoden, unsere Führer zu einen. Fs wäre Melier viel besser, wenn die Ihiuher llerzls auch in hebrii-!scher Sprache einem größeren Kreise zugänglich gemacht werden, das heißt zu einem ersei iwing liehen Preise. Auch unsere nationalen Insti- Unionen sollten besser auipa-xsen. Fs werden jetzt in vielen!.,andern ,.IlerzhPleistifte“, RadiergummLs usw. liergestellt, in cinigen Landern sogar für zionis'isehe Zwecke verkauft. Gegen!ndustrieprodukte kann nur die offen*liehe Meinung (auch durch Nichtkauf) vorgehen — al>cr die nationalen I r!s! it u! iom׳n können ihren Büros die Herausgabe verbieten. Felix Isaak BerUn־Char!hg. 5, 28. Februar An die Re laktion der ״Jüdischen Rundschau•* Berlin \V 15. Sehr geehrte Redaktion! Zu deh sehr bedeutsarnen Ausfuhi ungen Blumen felds in dem I!i!t*rvicw mi; Ihrem paia!nun- M'chrn Knnc'pondcnfen {..Jüd. Rundst hau“ Nr. 12, 19361; '״Fs bleibt nur noch eine kurze Zeit für die Au frech trrhahung der! ,1 יח v i'S׳>n־'Cha1’tHchen Tradition unter den Juden. Lassen wir sie ocenlns verstreichen, so droht uns das Abreißen der Kette, das Versinken der ange sammelten Kennt ni-xc und Fähigkeiten“, gestatten Sic mir folgenden unt er stützenden 11 in weis: Der spani-che Schriftsteller Ortega y Gapvct eizahl' in .,!)er Aufstand der Massen“, der berühmte Physiker Hermann We\ 1 hal>e einmal im pei -m!iu!!en Gesp’nich geäußert, wenn nu!-h nur eine Gieneration lang die spezifische physikalische Begahu;׳ aus.se!zt, «üf(: es nicht undenkbar, daß der kompüzirrfe Bau der gegenwartigen rin sik verfiele und spateum (-(.Mchlechtc! n nur noch als -kn iw Snekukuinu <־r;uhicne. Die gleiche Ansicht findet sich in einem Vortrage des bekannten Naturwissenschaftlers G. Thomson über die Zuriic’!rangung der mathemat isch-naturwissensrhaftliclicn Tücher an den Hochschulen. (,,Frank{. Zeitung4‘, 16 9. 1934.) Schalem! l)r. David Schloßberg Ein Aufruf an die polnischen Juden in Deutschland Wir hüben bereits harz mitgeteilt, daß der neu ge• gründete Reichsverband, polnischer Juden in Deutschland einen Aufruf an die polnischen Juden gerichtet hat. Der Aufruf hat folgenden Wortlaut: ״Die 1. Reidiskonferenz der polnischen Juden in Deutschland hat den Grundstein zu einer geschlossenen und cinhcitliehen Organisation der polnischen Judenheit als dem Träger einer bewußt nationalen und aufbauenden jüdischen Arbeit gelegt. Die polnische Judenheit in Deutschland muß endlich aus dem Zustande der Zersplitterung und der Zenssimheit heraus. Sie muß ihr Leben aktivieren und eine neue Form ihrer Existenz aus eigener Kraft schaffen. — Eine Reihe von bedeutenden rechtlichen, sozialen, konstruktiven und kulturellen Aufgaben, die von der Reichskonferenz beschlossen wurden, harrt ihrer Lösung. Wir stellen am Anfang einer schweren und verantwortungsvoilen Aufbauarbeit, die die Mitarbeit aller zu ihrem Colke positiv eingestellten polnischen Juden verlangt. Fleute mehr denn je darf keiner abseits von unserem gemeinsamen Aufbauwerk stehen. Nur als starke und geschlossene Gruppe können wir uns sowohl nach innen wie nach außen Gehör verschaffen, werden unsere berechtigten Forderungen und Wünsche Anerkennung finden. Wir rufen daher alle polnischen Juden in Deutschland, in deren Herzen die Liebe zum Volke und zu den heimatlichen Traditionen noch nicht erloschen ist, zur aktiven Mitarbeit auf. Wir rufen sie zur Einreihung in die von uns geschaffene Organisation der polnischen Juden in Deutschland auf. Von der Größe der Organisation hängt unsere Tatkraft und der Erfolg unserer Arbeit ab. Nur durch engen Zusammen- Schluß aller gewinnen wir die Kraft zur Erhaltung und zum Bestehen.“ Die Exekutive des Relchsverbandes polnischer Juden In Deutschland F 11 c 11 s, Dr. M e i 11 i s, K o r n f e 1 d, P o h e r y I e s, R 11 b i n s t e i n. ANTWORTEN DER REDAKTION J. F., Karlsruhe. Chaplin ist unseren Informationen nach tatsächlich kein Jude. Seinen Erklärungen, er sei kein Jude, wurde ursp, iinglicli kein Glauben geschenkt, und auch heute noch wird er in der Oeffentlichkeit häufig als Jude bezeichnet. 1 rot/dem haben natürlich auch Juden an seiner (sie doch irgendwie verwandt animitenden) Kunst besonderes Interesse. Paldiiina lnii Berlin ORR 3RWIRH A&ENCY FOR P ALS&TINI W 15; Meinekestr. 10. Telephon: Jl, Bismarck 7165/70. Touristik Um eine geregelte Bearbeitung der Anträge zu ermög• liehen, muß die Sprechstunde für Anträge auf Zuteilung von Palästina-Reisekreditbriefen auf Montag bis Donnerstag von J0—«12 Uhr festgesetzt werden. Außerhalb dieser Sprechstunde kann auch bei auswärtigen Besuchern eine Besprechuns nicht erfolgen. Da bereits in einem außerordentlichen Umfang Anträge aut Zuteilung von Mitteln für Informationsreisen vorliegen, können Anträge auf Reisen, die in den Monaten März oder April 1936 beabsichtigt sind, nicht mehr angenommen werden. Anträge für Reisen im Monat Mai sind bis zum 31. März 1936, für den Monat Juni bis zum 30. April 1936 spätestens einzureichen usw, * Am Mittwoch, 4. März, findet keine Sprechstunde der Zertifikats-Abteilung statt. Juden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, 3. März: St!al!,burg (349), 18.15: Vortrag von Professor Ginsburger über Judaismus: Die ersten Seiten der Bibel. — HUverstim 1 (1875), 18.10: Bibelcrzulilüngen. — London National (1500), 19.30: Urgelnmdk von Mendelssohn. Mittwoch, 4. März: Hilversum II (302), 12.55: tj. a. Hiikivy: ״Die! Jüdin“. — Paris P. T. T. (432), 15,30: U. a. Milhaud; 18: U. a. , »Mendelssohn. — Budapest! (550), 19.30: Aus dem Kdnig!. Opernhaus: ״Die Königin von Saba" von Goldmark. — llilversum 1 (1875), 20.55: Offenbach-Konzert. Donnerstag, 5. März: Strnßburg (349), 14.10: Offenbach-Lehar- Konzen. — Hilversum II (302), 16.40: ISilxdvorlcsung. — Paris Radio Nord (247), 17: ״Paulus“ von Mendelssohn. — London National (1500), 19.30: Orgelmusik von Mendelssohn. — HUversum i (1875), 20.55: (m. hesterkonzert. Dir. Bruno Walter. — Kowno (1935), 22: U. a. llalevv: ״Die Jüdin“. Freitag, &. März: Prag (470), 15: U. a. Milhaud. — Radio Paris (1048). 17. Klavierkonzert von Prof. Felix Dyck. — London Natiimal (1500), 19.30: Orgelmusik von Mendel-solm. — Reval (410), 20.15: U. a. Meverbeer. — Rom (421). 21: U. a. Castolnuovo Tede-co, Milhaud'. — St 13 (Iburg (349), 21.30: U. a. Händel: ״Judas Mairahans“. — London (342), 21.50: U. a. Weinberger, — London Na'iimal (1500), 23.20: U. a. Korngold. Sonnabend, 7. März: Wien (506), 14: Schallpl. Alexander Kipnis. —• Riga (515), 17: U. a. .Mendelssohn; 20.15: u. a. Rubinstein, Meverbeer. — BriLse! (ilamiseh, 322). 20: U. a. Milhnud. — Rom (421). 20.35: Aus der Mailänder Scala: ״Sam-on und Dalila“ von Saint Saens. —- Bari (283), 19.25: Nachrichten in fremden Sprachen, darunter ilelttaisdi. Jüdische Begräbniskrüge / Aus einer Prager Ausstellung ln dem Februarhcft der von Adolph Donath im Verlag M. Schulz,!1rag VII, herausgegebenen Zeitschrift ״Die Internationale Kunstweit“ ist ein inlcre-xan'.er Aufsatz ״J ü d i s c h e Beg r ä h n i s k r ü g e“ von Josef P o I a k enthalten. IX'r Verfasser, Direktor des Staatlichen ost slowakischen Museums in Kaschan, bcspricht die hei einer Aus- Stellung im Prager Städtisehen Museum gezeigten jüdischen Kultgeräte, die er als jüdische ״I aufkruge ׳ bezeichnet, die hei den Bcgräbnis/creinoitien in einem Landstrich an der mährischslowakischen < ireir/e verwetidet wurden. Die Krüge dienten, zeitgenössischen Duellen zufolge, zum Hebergießen der Leichen mit kaltem Wasser, Sie sind bcmalt und mit hebräischen Sprüchen versehen, die dem Begräbnisritual entnommen sind; ferner sind auch die Namen der Stifter atifgeschriehen. Wir geben eine der erwähnten Zeitschrift entnommene Ahbildung eines solchen Kruges der Beerdigungsbriklerschaft in Nikolsburg wieder, der ursprünglich 1720 gestiftet worden ist, aber anscheinend zerbrochen und 1801 wieder neu hergcstellt wurde. Andere Krüge dieser Art stammen aus Senke in der Slowakei aus dem Jahre 1732. — Außer diesem interessanten Aufsatz von Josef Polak finden wir in demselben Heft einen Aufsatz, zum 60. Geburtstag von Hermann Struck von Adolph Donath. Donath erinnert an Foto; L>ie Internationale Kunsiwclfc die Zeit, da er selbst mit Herzl und Struck befreundet war, die Zeit, als Struck im Jahre 1903 zum ersten Male in Palästina war und im gleichen Jahre sein berühmtes Herz 1-Bild geschaffen hat. Der Verfasser schildert dann die künstlerische Eigenart -Strucks und führt eine Reihe seiner Werke und Porträts an, (Strucks 60. Geburtstag wird auch der ״J. R.“ in der nächsten Nummer Gelegenheit zu einer Würdigung sein.) -- Die Zeitschrift enthält auch eine Reihe von anderen sehr interessanten Beiträgen, großenteils von jüdischen Mitarbeitern, und mehrere schöne Reproduktionen. I

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