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Jüdische Rundschau · 1936-02-14 · Heft 13 (14.2.1936) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 13 (14.2.1936)
Date
1936-02-14
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 13, 14. II. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 9 DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU Das ״Techina-Lied“ . Wm* a/v .״י ׳״■■׳ ,“~ ־׳■ *■ ׳־דד־^־־־~־^^^ יי>»'*" Jthwfhmm* •*: VT-^tg_ jCerr.^eff eJf seinftu))l ׳״> %£»)• ftfffbmJJ* 1/ feh}*»?! vr*if fu ״ drm({in-tä'n~. dj kamt* tu rfm ■Zs - ds kamt* tu rfm e?/ . JFha JmI , t,n *?• . ־־:-p־^^Efr3Eic ne.jfimfefest .׳״/ #r l'n mit fym e.jtetir .־/ ij•.«/*4 ■*>/״?, «4 - י«, r׳• rert de׳n tyei.ii .je jToj~ re. 4§ ^V(»r. h'rt jefse.f'u dos $*r* .1r I.e.i'uJ'sr dj er etsi-Jtr Jtoj. re~mm drum v:U idpifoH',!Üillp mii di. er re. dr - st du mV ff mi^pr.jel-tn fsr mf. er it Vr n,j de . er (f-sn.e. d'n cfyunV drei '>/nnirr) mii Se . ff er *׳UV./V• Der Herrgott sitzt oif sein Stuhl, Nil weit vun’nt Gun-Eden. Da kumen zu ihrn Zadiktm vull Un wilen mit ihm eppes reden: ״Tancssim gefast", Zedoke gegebn, Gelernt Dein heilige Tojre, A Korben gewesen dos ganze Leben Far Dir, ewiger Bo frei Drum will ich, Gott, mit Dir reden, As Du sollst mich vergelten. Far mir is wenig der Gan-Eden — Ich will dreihundert mit zehn Welten! Nach chassidisclien und jemenitischen Melodien bringe ich diesmal ein ״misnagdisches“ Lied. Das ״Techina-Lied“ interessiert uns zunächst wegen seines Textes in ״Jüdisch- Deutsch“, der sich bis auf den heutigen Tag bei den liddischsprechcndcn in diesem Jargon erhalten hat. Die Melodie ist nicht typisch jüdisch, auch der Rhythmus und die ganze Art des Liedes weisen darauf hin, daß man cs hier vielleicht mit einem übernommenen und ׳,ungestalteten deutsehen Voiksliedc zu tun hat. Jedenfalls scheint das Lied recht alt zu sein, vermutlich entstammt es jener Zeit, da ein Teil der Juden aus Deutschland nach Polen wanderte. Der Text zumindest rührt noch aus der vor-chassidischen Periode her, er entspricht ganz der misnagdischen Lebet.־- anschauung von der Armseligkeit des irdischen Daseins, der Auffassung: ״Was ist schon der Mensch und was seine Bestimmung auf Erden: ein Opfer zu sein dem HERRN“. Dieser Anschauung steht die daseinsbejahende der Chassidim gegenüber, deren Losung: ״Dienet dem Herrn in Freude“ immer wieder ״Freude!“ fordert. Die deniutvoll-untertämge Auseinandersetzung mit Gott, wie sie unser Techina-Lied darstellt, entspricht keineswegs der chassidischcn Art. Man vergleiche sie mit jener aus dem jiddischen Volkslied (״Guten Morgen Dir, Ribojite-schei- Oiiem“) bekannten ״Abrechnung“, die der große Rabbi Levi-Jizchok von Bcrdytsdtew mit seinem Gotte abhält. Er kommt mit einer Din-Thora vor den Herrn der Welt, Rechenschnft forciert er von ihm für das, was er seinem ״Volke Jisroel“ angetan. Welch himmelweiter Unterschied zwischen dieser Auffassung und der sich im Techina-Lied darstcllenden der .,Misnagdim“, der Chassidim-Gegnerl Welche unüberbriiekhare Kluft zwischen der ״Awodat Habore" (Gottesdienst) bei den Chassidim, die dem Herrn dienen um seiner selbst willen, aus innerer Freude, und bei den Misnagdim, deren Beten und unermüdliches ״Lernen“ ihnen din Anteil am ״Olam haha“ — der ״künftigen Welt“, sichern 801(. Für die selbstlose hingebende Art chassidischer ״Awodat Habore“ spricht eine kleine Legende vom Basischem, die berichtet: Zum Basischem kam ein Mann, dem Kinder versagt geblieben waren. Dem Kinderlosen werde ein Sohn geboren, befahl der Baalschcm, dann entschlief er, von Freunden und Jüngern umgeben, an seinem Tische. Beim Erwachen ging ein Strahlen von ihm aus, als er den Umsitzenden verkündete: von den himmlischen Heerscharen sei droben jetzt entschieden worden, daß er, der Baalschcm, seines Anteils am ״Olam haba“ verlustig geben müsse, weil er durch seinen Befehl dem Willen des Herrn zuwider gchandelt. ״Von nun an“, rief der Basischem freudig aus, ״werde ich IHM dienen können ohne jeglichen Anspruch au! Lohn!“ Dieses ״Befehlen“ war etwas ungeheuer Bcdeutsames bei den Chassidim. Nur im furchtbarsten Augen• blick, da Hilfe herbeigerufen werden mußte, rief der Rabbf den ״Befehl“ aus: ״Du mußt helfen, Herr!“ Mochte es ihn seinen Anteil am künftigen Leben kosten! Es steht geschrieben: ״Der Zadik befiehlt und der Herr erfüllt es.“ Kein misnagdischer Gaon hätte je dergleichen gewagt. Viel zu nichtig erschien ihm das ganze Sein des Menschen, auf seinem Leben lastete die ganze Wucht der drei schweren Neue Beratungsstellen des Hilfsvereins Der Hüfsverein hat sich zur Errichtung von 11 neuen Auswandererberatungsstellen im Reiche entschlossen, die den Auswanderungswilligcn mit Rat und Tat zur Seite stehen und die Zentrale von der Arbeit entlasten sollen. Bisher hestanden solche Stellen in Hamburg und Bremen. Die Adressen und Arbeitsbereiche der neuen Auswande״ rerberatungsstcllen sind folgende: Königsberg! für Ostpreußen (Br. Kurt K<>-r1!׳l1.1in, Tragtif ״!er Pulverstraße 5 a); — Breslau! lür Schlesien und angrenzende Teile der Lausitz (Rechtsanwalt Erich Spitz. Vallir. 9): — Leipzig! lür Sachsen, Thüringen, Anhalt und Regier mig-■Bezirk Magdeburg (Landgerichtsdirektor a. I). Dr. A. tVa׳h׳cl. (h>ethe• Straße 1 II); — Stettin! für Pommern und Merklfnhur״ (Otto Michclsohn, Friedrich-Karlstr. 2); — Hannover: im iUmnover, Westfalen, Rraunschwcig-Lippc, Halber-!;! it (K׳-cl t-.1!1«ah Dr. Max Schleisner, Hannover IM, s . •! 1;!); . Köln a. i-h •'hi! lür Rheinland und RuhrgcbM (Dr. jur. Hans )ncohi. Luk, ler Straße 23. Köln-Siilz); — Frankfurt a. M.! Ihr Frankfurt •*. Regierungsbezirk Wiesbaden, llcsecn und Rrgic'rtmg-bezärk Ka.-scl (Dr. Max Hermann Maier. Quineke.tr. 26 1); .- Maimhciiti: für Mannheim, Pfalz, Saargebiet, Sudlic.-.-cn, südlich der Linie Alzey, Worms, Lorsch, Bensheitn, Fürth, Wahlen. Wal Imichclbach (Dr. Franz Ludwig Auerbach. M. 6. 12): — Karlsruhe: für Stadt Karlsruhe und Baden ausschließlich Mannheim (Rechtsanwalt Dr. F'ritz Rosenfelder, Kaiserslraße 130); — Stuttgart; iui Wiirttcmborg (Frl. Thekla Kauffmann, Isr, Fiirsorgeamt, 1 lospilal-tr. 30); — München; für Bayern (ObeiaMUricht« i. R. l)r. Joseph Schade, Wohlfahrts- und Jugendamt der Isr. Kulm-gemein Ic. Herzog Mixstr. 5 1); — Hamburg! fiir Hamburg. Lübeck. Kid (Henry Chassil, Bcncckestr. 6); — Bremen: ihr Stadt und L;:nd!:reinen, Stadt and Land Oldenburg — ohne Lübeck und Birkcnfrdd —, Unterwesergebiet, Ostfrierland, Münster (Rechtsanwalt Dr. J. Ko• senak, Am Dom 8), Die Auswandererberattmgsstellcn werden von der Zentrale sfändig aut dem laufenden gehalten, so daß eilte Gewähr für zuverlässige Beratung im Rahmen des möglichen gegeben ist. Alle ratsuchenden Auswan.lerungswiüigen müssen sich daher von jetzt an zunächst an die zuständigen Zweigstellen im Reiche wenden, während die Zentrale nur die Werbearbeit für Berlin und die Provinz Brandenburg sowie den ständigen Verkehr mit den Zweigstellen übernimmt. Hamburger Kunstleben Nach der Zeitlosigkeit Shakespeares wirkte Schnitzlers ״Liebelei“ im Hamburger Kulturbund recht zeitgebunden. Utn so mehr, als Hans 1! u x b a u m s Regie bei der Aufführung die Zeitangabe des Dichters ״Gegenwart“ allzu wörtlich nahm, zumindest in Aeußerlichkeitcn. Dadurch kam das Vergängliche, das Vergangene des Dramas erst recht zum Bewußtsein. Was aktuell wirltte und ewiq so wirken wird, war die echt Sehnitzlersche Gegenüberstellung der beiden Pole: Liebe und Tod. ln der Szene, wo diese Gegenüber- Stellung am deutlichsten wird, war der Träger der männlichen Hauptrolle, Hermann Schindler, am wirksamsten, weil echt. Hier war auch Fritz Melchior in der!deinen Episodenrolle des ,,Herrn“ stark und eindringlich. J a f f e, sonst so aufgelockert, wirkte diesmal etwas steif, zu laut; seine Partnerin, das schöne Fräulein Liselotte Cohn, viel zu laut. Beide unwienerisch. — Die großen Leistungen des Abends: Julius K o b 1 e r als alter Musiker Weiring — still, vernahen, weise, gütig, erschütternd. Ein Mensch. Köstlich die famose Edith Herßlik, eine wirkliche Wiener, Klein- —MAGISTER KIRSCH- Der gute Likör Magister ■Li körtabrik, München VII biirgerin; sie verdiente ihren Sonderbeifall. Die junge, begabte Anneliese Töpfer hatte ihre großen Momente in der Schlußszene, hier griff sie wahrhaft ans Herz. Das Publikum war dankbar und bedachte Darsteller und Regisseur mit starkem Beitail. Hans Wilhelm Stein berg gab mit seinem Frankfurter Kulturbund-Orchester ein schönes Orchcsterkon/ert. Nach Schuberts B-dur-Sv1׳״'honie Nr. 5 und Mozarts. Kleiner Nachtinusik (der energiegeladene Steinberg zeigte sieh hier als ein delikater Mozartspieier) krönte die Eroica den Abend, großzügig autgefaßt und gestaltet. Der wundervolle Klang des Streicherchors fand zwar in einzelnen Gruppen der Bläser keinen gleichwertigen Partner, doch das Orchester ist noch jung, und Steinberg erzieht es meisterhaft. Max Ehrlich war mit einem kleinen Ensemble in einem ״Heiteren Abend“ zu sehen und zu hören, der seinen Namen mit Recht trug. Ehrlichs Humor ist echt: bei aller Lustigkeit und Drastik trägt er in tiefstem Hintergründe ein weiches, jüdisches Herz. Und daß er niemals das jüdische Gefühl verletzt, dafür sei ihm besonders gedankt. Ein Heinrich Heine-Abend ließ unsere heimische Sängerin lise Urias und Wilhelm G 1111 iti a n n (beide von Hermann C e r i n i begleitet) als Interpreten von Heines Gedichten in der Vertonung großer Meister hören. Die entzückend schöne Stimme der Sängerin konnte sich besonders in Liszts Loreley ausleben, ihre schönste Leistung war jedoch der kleine ״Gruß“ von Mendelssohn. Guttmann wirkte durch sein tiefschürfendes Verständnis. Schumanns ״Belsazar“ und Schuberts ״Am Meer“ waren die Höhepunkte.— Mela Krohn (Kennedy) rezitierte Gedichte Heines mit tiefer Erfassung und mit tiefem Ausdruck. Die beiden Sonette ״An meine ,Mutter‘‘ wird man nicht leicht vergessen. Sabaj Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 14. Februar: Ra lio Pari (1668). 12.46: )״!,.:6״■ Sendung. Wien (507). 15.40: Du• Mmr■ 3e. i ir ,!1c-< h•■ 6 :6,'.•־ Leon P.T.T. (463), 18,30: L. j. HO .:,1.1 -:, 11.41 r. d!:<■ I.i•!<׳.. - l!1u-,.d (iranz., 434), 19.30; U. a. Mi ti.ü-l-׳׳ kn. K1׳’■In k־i־״ .״- Rad״, Lyon (215), 20: F. a. M<y,r!>״r. ■־ li!u::n 13251. 21.20: Vinlin- Konzert von ()oldmark. Sonnabend, 15. Februar: S-r1(00ur:: (349), 17.30: L. n. Mdlomd: ,,Die SihupiLlng der W<׳i:J', Pmlij ,p.-.i1 4 ,"..׳1.1,.׳: Unlir!. ■ 1!:11י־י'יו (ir.iuz., 484), 18.15: 1,0 ד von M, :,!־;־ 311.!•!,,, M,!3 11 ׳< •.3 ״- dun17.55 ,(470 .״: M ,1 x H :־ ,, d 13,-1 au, -1 m!:an׳״׳ .״׳hm er'chic!1cn!-n Pu, )1: ״Nm . 1311־ an• 1 >3׳ ׳n!t׳׳:r. - K : ■ > 13,״• il1״4.׳, 18.30: Kmc hn!0e Shjnde ())[,110׳ nah. la!■■o (3322 .3.־•;:,״), 19. U. a. ..Kol Niiire'O — Tniiiou'-e (3291. 22; Aus; ,,Die Kau'Jti־■ von Offeolaah, — London Naiiurmi (15000 23: U. a. Moizkowski. — Jiari (283), 19.25: N.״ a 1,1, :1 in 11,11)4111 S;a.״,]•־. d,1״m!.־r Hebräisch. — 1t!4׳i-lava (299). 21: M 0iciluny,!1 übe! du■ Makk3!)1AVin!('r11״ielr-, Montag, 17. Februar: Normandie (l)13i, 11: Ss mphnme-( )rrhf-ster, 1)ir. Saliimiann. - fkmm (323, ,,3 9'.״!־• S׳a״31״p), 17.53: \ or- :ra״ von Leiix i.anpar: 1 יי״::! 1! ,.!,:״חa״;■, 1״da,[;!. Bratlslava (299), 21: Uebertrugung der Eriiftiiuiigsfeierlichkei'eri der 2. Makkabl-Winicrspicle in Ba-u'sa B-strica. U. a. sprechen der I andesprSildent Orsragh und d r LntidesiriliUrkommandant, Gen. Votruba. Die Ansorache des Vertreters des Deut.dien Makkabi- Kreises wird ebenfalls übertragen. — Luxemburg (134141. 23.50: U. a. Meyerbccr: ..Dar Piupliei". Fragen ״Woher kommst du“, ״Wohin gehst da?“ und ״Vor wem wirst du Rechenschaft ablegen?“ Von Düsterkeit erfüllt und untertänig war der Misuagid, voll von dem Wissen seiner Nichtigkeit, die keine Freude aufkommen ließ. Nur immer wieder: Fasten und ״Lernen“, Joir» walajla, Tag und Nacht, um sich sein ״Olam haba“ zu verdienen. Die Chassidim hingegen hielten nicht viel vom Fasten und Lernen, ״noch ein Tanis“ — was war das schon, eine gute chassidische Legende, auf einer echten ״Suda“ er/ähit, galt ihnen weit höher als alle Klagelieder und spitzfindige Ti'tftelei. Sie wollten sich keinen Lohn erwerben für ein gottgefälliges Leben, sie dienten dem Herrn um seiner selbst willen, nicht nur heim ״Lernen“ und Beten, sie fühlten sich ihm nahe, wenn ihre Freude rein und tief war, wenn sie ihm zu Ehren einen frohen Trunk taten in brüderlicher Gemeinschaft. Frema war den Misnagdim diese Welt, in ihrer abgewandten Düsterkeit waren sie beherrscht von der Furcht vor der Höllenpein, die den Sünder auf ״jener Welt“ erwartet, und sie abzuwenden, galt es fromm zu sein, sich ״darein (in die Thora) zu vertiefen Tag und Nacht“. Es war nur natürlich, daß ein unerbittlicher blaß herrsclite zwischen den Chassidim, jenen ״Bohemiens“ im Ostjudentum, und den Misnagdim, den steifen Dogmatikern, che in den Chassidim die Zerstörer uralten frommen Lebens sahen. Den chassidischcn Leitspruch ״Raclummc übe hoi“, ״Gott will das Herz“, konnte ein Misuagid nicht erfassen. Diese misnagdisclie Welt spiegelt sicli in den Worten des Tcchina-Liedes, eines volkstümlichen Liedes, das auch in chassidischcn Häusern bekannt war. Wenn aber die junge Mutter ihrem Kinde das Lied an der Wiege sang, lächelte der Vater überlegen über dieses einfältige Weiberlicd, ein echter Chossid ״nahm dergleichen nicht in den Mund“, wie wurde ein so untertäniges Techina-Lied der stolzen Haltung eines Chossid anstehen? Die Weiber mochten sich daran ertreuen, ihnen gab cs Trost Und Erquickung, das kleine Lied, in dem sich der uralte Sinn jüdischen Lebens widerspiegelt: ״Thora, Awoda, Gemilat Chassidim“, die drei Dinge, aut denen die Welt steht. C h e m j o W i n a w e r Vom Hecheluz wird uns mitgeteilt: ״In letzter Zeit wenden sich des öfteren junge Menschen an Privatleute mit der Bitte um finanzielle Unterstützung, da sic in Kürze zur Alijoh gehen werden und ihnen das nötige Alijah-Geld fehlt, wir möchten darauf aufmerksam machen, daß dies nicht im Sinne des Hechaluz ist und daß man sich in jedem Falle vorher mit dem Hechaluz in Verbindung setzen möge.“ ANTWORTEN DER REDAKTION D. B., Hamburg. Wir stimmen mit Ihnen durchaus darin überein, daß die Schaffung von Warenhäusern und Einheitspreisgeschäften in Palästina im gegenwärtigen Stadium des Aufbaus wirtschaftlich unzweckmäßig und für die Entwicklung des Landes schädlich wäre. Ob und Inwieweit die Palästinaregierung bzw. die Stadtverwaltungen aut die Errichtung derartiger Geschäfte nach dem Stand der gegenwärtigen Gesetzgebung einen Einfluß haben, ist eine andere Frage. Wir nehmen aber an, daß sich die zuständigen Instanzen des Jischuw rechtzeitig mit diesem Problem beschiftigen werden. In der palästinensischen Presse ist das Thema bereits vor einiger Zeit erörtert worden, worüber tpir 8. Zt auch berichtet haben. Schach Bearbeitet von J. Mieses Die nachstehende Partie wurde iin Jüdischen Meisterfurnier zu Leipzig am 26. Dezember gespielt. Französische Mundsztuk Kaphan Weiß. Sr!!Mar/. 1. P2—e4 e7- — 06 2. ri2 -d4 d7 —d5 3. S hl—r3 S gd - ib 4. L 11--,13 da '• t4׳ 5. S r3vr4 S 1>K ■ ד! ׳ 6. S gl—13 s ibx v 4 7. 4-׳L ,13>4t s dl i6 8. L c4—d3 I, IR - ׳־ t'7 9. 0 -0 0 0 10. t 2 - <•■4! t>7 n. 112-b3 I. cB -■ ln 12. E cl--■■!״־׳ S i 6 -- -1 Srh warz will t ל 140 '׳prim;er ül-K*r 14 nach gf) spi t len e i:1 n!!p'■ Mimh s, drei 43 mpi : KOtUi (.de- Maübv< jr. — Huf•' ■ F.i 1!iu'iung Et statt desM t 1 L I ז-.. 7< .4־ 13. T fl—cl s!4 14. I, d3.e4 L ,׳■־'?ין 4 ח 15. T el',<c4 s (4 - *'יל 16. V dl—c2 ח dB riG 17. T al—el T :!8 ■dB Bes ser ist L v :7— 18. h2.1.4 . Der ׳ strategisch :e Tc :! t l’nr’ir Ut nunmehr beende t: M ׳>|J hat seine Streitkriif!e vor!r< fi lab au:- geh; 111t und gd )(־. nun 7m -wohl וו! vorbereiteten A ngnl! ubc r, dt■;! er mit großem taktisd וחש! Gcsehiek• dun ׳!)führt. 18. T (8— 08 F m das Feld (8 für den Springer freizumacheu. Auf 18. . . . , 117—115 wurde 19. g2g4 ertd'4 Den. 19. D c2—cl! , , . . Sicllun«; nach hc!n IS Schwarz. Zu- ־ < ן m { n - v 2L 22. 23. 3. I. c4;v;rf« u .u h-cn. 23. . . . 24. i) ir Darauf \ u :l;< n. Kram gch7/gG 1 G •'43 die rrtrfic ־■}דיי׳ Jv Wi M'hrr YY1 :uit erh .0,(1111 kannte ל eö--1 5 1־ i.'fcn, den An^nii 1 S f3 ״״- h4---;5 25. S 13 - ־.’S S c h w a r z g i b ז a u i. Eine von Murnkziuk u׳!ello (-piche AnoTiikparacc 24 1;nrz m ן!!/י,י. iß h.114 re;,;l׳4 nebst fort. Ein sehr guter Zug, wie der wdtere '»'erlauf des Spiels zeig{. Richtige Lösungen von Aufgabe Nr. 10 gingen ein von: Abram Glitzenstein in Berlin, Hans Cohn in Bcrlin-Hciligensee. Der Jüdische Schachvercln Worin* Wich weiser ungeschlagen. N.1,11dem er am Buß- und Bet lag in Mainz den dortigen RJF. 6> j : IV! und am 1. Dezember 1935 in Worms den BK. Mannheim mit 5 : 3 Ixrsiegt halte, gelang es ihm auch im 8. Lokalkam|4 den BK. Mannheim mit 514'4 : 1־, zu seld.igen. F.s waren für Wurm-: JL Fülle. J. Eule, Beerwald, W. Fröhlich (ein Jtmiorspicler!) und Hans! binsheim« erfolgreich. G. Spies (Worms) gegen Lauter (Mannheim) endete remis. Es siegten die Mannheimer Herren Grünewald, Oppenheim«, Hajos und Kalt«.

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