Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1936)
- Date
- 1936-02-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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T—'1- 4 JODISCHE RUMOSCHAU Nr. 12 11. H. 1936 Foto; AtehiT Paul Sändor gestorben Im Ho<pita; der ii.'i-c!;..'n < i?n i U- > i o.-st ist der 7 j;;ihngc Reichst a gsabge ordnete Paul S a n - d o r, der im vcn;;itr;eiK'ii Apri' die Tagtug des ungarischen Abgccrdni t nliauscs als Alte;sprüskient eröffnet •, gestorben. Sandr.r wir ein Ve.treiei der Assinii'ation. Seit ununterbrochen 35 Jahren Deputierter der Budapester 1 eopoldsiadt, fühlte er sich als offizieller Vertreter des ungarischen Kaufmannes ebenso wie des jüdischen Bürgers. Er war der bedeutendste Vorkämpfer des V. Irtschaftsüberalismus, huldigte stets freisinnigen Anschauungen, gab jedoch seine politische Unabhängigkeit keiner Regierung zuliebe auf, wie er auch für sein- Person strengste, puritanische Prinzipien vertrat. Schon während des Krieges lieferte er im Parlament mehrfach den Beweis persönlichen Mutes, als er sich unerschrocken, — oft mit dem Degen in der Hand, — den Judengegnern entgegen stellte. Die Kommunistenzeit verbrachte er im Sanimelgefängnis, aber aticii die Reaktion verfolgte ihn. Eine besondere Rolle fiel dem greisen Parlamentarier in den Jahren der ersten Nationalversammlung zu. Er selbst bezeichnete jüngst in einem Interview als das bemerkenswertes-te Erlebnis seiner politischen Laufbahn jene Sitzung der Nationalversammlung vom 16. April 1920, als er inmitten der feindlichsten Atmosphäre Lehre und Leben des Judentums verteidigen mußte. Dr. A. F. Die neuen Gremien der ZVfD. In der letzten Nummer der „[. R." brachten wir die Ergebnisse der Wahlen des XXV. Delegicrtentagcs der ZVfi). für den neuen O. A. — Nachstehend geben wir auch die Namen der übrigen Gewählten wieder, und zwar Landesvorstand: Martin Altcrthum (Leipzig), Elieser Ascher (Berlin), Emst Hauer (Merlin). Elfriedc Bergel-(irotiemann (Merlin), Lila Blau (Mamburg), Rabbiner Salomon Blum (Emden), Josef Burg (Berlin), Waller Erhard (Berlin), Paul Eppstein (Berlin), Betty Erankenstcin (Herlin), Edgar Freund (Berlin), Heinz Gahbe (Ilmenau), Hans Gärtner (Berlin), Herbert Grofiberger (I leidelberg), i)r. Samuel Grimberg (Berlin), Rabbiner Max Grünewald (Mannheim), Georg GoUUtein (Hannover), Arjefi Händler (Frankfurt a. M.), Hugo Hecht (Frankfurt a. M.), Arthur Heilbnmn (Berlin). Walter Heinemann (Magdeburg). Rudi Herz (Berlin). R.ibb:n,r Grob I loffmann (Frankfurt a. M), Rahel Holder (Berlin), Arnold Kahn (Essen), Schau! Kah'ko (Berlin), Jehuda Kaufmann (Köln), Alfred Klee (Berlin), Philipp Kozower (Berlin), Albert Kramer (Köln), Ludwig Lehrfreiind (Leipzig), Kurt Leviusühn (Berlin), Paul Lewinsolm (Berlin), Adolf Locker (Berlin), Walter Lux (Breslau), Ernst Marcus (Berlin), Eugen Michaelis (Hamburg), Rudolf Möller (Hamburg), Alfred Moser (Frankfurt a. M.), Josef Neubeiger (Düsseldorf), Israel Ocko (Leipzig), Schimon Pilz (Berlin), Adolf Pinczower (Breslau), Erwin Pollak (Berlin), Aenne Pomeranz (Frankfurt a. M.), Hans Pomeranz (Frankfurt a. M.), Steffi Preuß (Breslau), Senta Purtfud (Berlin), Alfred Rabau (Berlin), Kurt Ratzkowsky (Königsberg i. Pr.), Arthur Hau (Berlin), Alfred Reiß (Frankfurt a. M), Otto Reiß (Köln), David Schloßberg (Berlin), Jakob Schnelling (Köln), Hellmuth Simon (Berlin), Erwin Sittenfeld (Kassel), Hans Sternberg (Berlin), Manfred Sturmann (München), Paul Sulzberger (Berlin), Hardy Swarsensky (Berlin), Paul Tänzer (Stuttgart), Fritz Tau (Beuthen), Walter Tempel (Berlin), Gerhard Wallbach (Berlin), Sie« mind Wassermann (Obernausen), Josef Weiß (Berlin), Georg \X'ei!5mann (Reuthen), Arnold Wiener (Beuthen), Hugo Wolfcrmann (Berlin), Percy Zadik (Hamburg), Lucie Zobel (Berlin). Gemeindeausschuß der ZVfD.: Der Vorsitzende der ZVfD., der Vorsitzende der Unabhängigen Misrachi-( )rganisation Deutschlands, der Vorsitzende der Berliner Zionistischen Vereinigung, sowie: Siegfried Aaron (Wuppertal - Elberfeld), Martin Aronheim (Stettin), Simon Bamberger (Nürnberg), Isi Brodinger (Duisburg), James Ellenbogen (Berlin), Hugo Hecht (Frankfurt a. M.), Walter Heinemann (Magdeburg), Alfred Klee (Berlin), Philipp Kozower (Berlin), Ludwig Lehrfreund (Leipzig), Georg Lubinski (Berlin), Walter Lux (Breslau), Franz Meyer (Berlin), Hugo Moser (Dortmund), Hans Pomeranz, (Frankfurt a. M.), Kurt Ratzkowsky (Königsberg i. Pr.), Arthur Rau (Berlin), Paul Tänzer (Stuttgart), Hugo Tannenbaum (Köln), Erwin AVeil (Karlsruhe), Arnold Wiener (Beuthen), Alfred Unna (Hamburg). — Persönliche Stellvertreter: Simon Loeh (M.-Gladbach), Alfred Jospc (Schneidemühl), Ludwig Feuchtwanger (München), Ewald Stern (Gelsenkirchen), Ing. Lossos (Berlin), Richard Lewin (Kassel), Dr. Gerendasi (Chemnitz), Hans Klee (Berlin), Jakob Stiebel (Berlin), A. Stern (Zwickau), Adolf Locker (Berlin), Manfred Rosenthal (Breslau), Joset Burg (Berlin), Georg Goidstein (Hannover), Walter Stein (Darmstadt), Siegfried Moses (Königsberg i. Pr.), Max Birnbaum (Berlin), Manfred Scheuer (Heilbronn), Adolf Sindler (Düsseldorf), Hermann Müller (Heidelberg), Georg Weißmann (Beuthen), Rudolf Möller (Hamburg). Finanz-Ausschuß: Elieser Ascher (Berlin), Viktor Bach (Rerlin), Walter Erhard (Berlin), Theodor Heilbronner (Halle), Paul Lewinsohn (Berlin), Arthur Marcus (Berlin), Josef Neubörger (Düsseldorf). Ehrengerichtsanwalt: Martin Exiner (Berlin). Ehrengericht: James Ellenbogen (Berlin), Conrad Kaiser (Berlin), Josef Neuberger (Düsseldorf), Hans Pomeranz (Frankfurt a. M.), Paul Sulzberger (Berlin). Keren Hajcssod-Kommission: Elieser Ascher, Viktor Bach, Hans Hirnbaum, James Ellenbogen, Hugo Frankel, Hans Friedenthal, Nuscha Gottheit, Josef Gottlieb, Erna Holdheim, Watter Katschke, Arthur Lazarus, Alfred Lehmann, Ernst Mandelbaum, Ernst Marcus, Adolf Michaelis, Arthur Rau, Egon Rosenberg, Siegtried Rosenthal, Max Silberstein, Arthur Stein, Selig Tschertok, Kurt Tuchler, Hugo Wülfermann, sämtlich Berlin. Landeskommission des Keren Kajemeth Lcjisrael: Walter Erhard (Berlin), Hans Berkowicz (Berlin), Hans Capcll (Nürnberg), Siddy Goldschmidt (Berlin), Georg Josephsthal (Berlin), Conrad Kaiser (Berlin), Adolf Locker (Berlin), Georg Lubinski (Berlin), Jose! Neuberger (Düsseldorf), Joachim Prinz (Berlin), Kurt Ratzkowsky (Königsberg i. Pr.), Arthur Stein (Berlin), Jakob Stiebel (Berlin), Selig Tschertok (Berlin), Irene Tugendreich (Berlin), Josef Weiß (Berlin), Tilly Zuntz (Haniburg). -_ Zum D elegierientag Von den zahlreichen Begrüßungsschreiben zum Delegiertentug der ZVjD. bringen wir nachstehend noch den Brief des ersten Vorsitzenden, des jetzt in Palästina lebenden Juslizrats Bodenheimer, zum Abdruck. Jerusalem-Rechavia, 26. Januar 1936 Sehr geehrte Gesinnungsgenossen! Als Begründer und langjähriger Vorsitzender der „Zionistischen Vereinigung* für Deutschland" ist es für mich ein feierlicher Anlaß, Ihnen zum XXV. Delcgiertentag meinen herzlichsten Glückwünsch auszusprechen. Ais wir im Juni 1897 unsern ersten Delegiertentag im Büro des Rechtsanwalts Dr. Schauer in Bingen abhielten, waren wir ein kleines Häuflein überzeugter Zionistcn. Seitdem ist unsere Bewegung äußerlich gewachsen und durch die Erfahrung von Jahrzehnten auch innerlieh gereift. In guten und in bösen Zeiten hat uns nie die Hoffnung verlassen, das damals gesteckte Ziel zu erreichen. Was uns zusammenführte, war der Gedanke, die Zukunft des jüdischen Volkes statt auf dem schwankenden Boden des „Gallith" auf dem sicheren Felsen „Zions" aufzubauen. Die Ereignisse der Gegenwart, die Aufhebung der bürgerlichen Gleichberechtigung, der soziale und wirtschaftliche Druck, der auf der Judenheit in vielen Ländern lastet, hat die Besorgnisse gerechtfertigt, die uns damals bewegten. Darum ist das Wachstum unserer Bewegung, die Gewinnung neuer Anhänger auch in Deutschland, ein Erfordernis der Zeit, ich begrüße daher aus vollem Herzen das Programm, das Sie für die Arbeit der ZVfD. aufgestellt haben. Lassen Sie mich dazu nur noch ein Wort sagen. Die Politik der zionistischen Bewegung ist bei uns oft ein Gegenstand des Streites gewesen. Es gibt aber nur eine fruchtbringende Politik. Das ist die Arbeit für die Notwendigkeit des Tages mit dem festen und unbeirrbaren Blick auf das Ziel. Ich glaube, daß die ZVfD. in dieser Richtung auf dem besten Wege ist, und gebe auch darüber meiner Freude Ausdruck. Mit ausgezeichneter Hochachtung und Zionsgruß _ Dr. Bodenheimer Berichtigung. Wir werden gebeten, mitzuteilen, daß nicht — wie in dem Bericht der ZVfD. behauptet wird — mehrere Mitglieder des Bundes „Schwarzes Fähnlein" aus dem Judentum ausgetreten sind, sondern nur ein einziges. eaeÄ_ _ - kauf* 'io<ii«t7«M treuer? Kftisf P8raerM8DDicne&^^ Di« neue Rubrik Empfehlungs- Anzeren aus dem Reich die groBe Bezugs- Quellen- T»fel Berliner Handwerk und Einzelhandel und die Firmentalel Fabrikation und Großhandel richtinen an jedem Oienttag Perser-Teppiche u. Brüchen-K.r,r hochitzahl Firma l.Hlrttieimer, Orientteppiche, W 15, Meinekeitr. il BOcher Bibliotheken, kauft Matt hei, Martin- Latber-Str 4 Barbarei.«! <B5»28S5 Skier fast neu, in ia Jcllo*fm Zustund, 1» 11119 abiu9eben. 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