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Jüdische Rundschau · 1936-02-11 · Heft 12 (11.2.1936) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 12 (11.2.1936)
Date
1936-02-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Q / i k h iv.ir* | U 4. lw*->"'? Kr. 12 ✓ Jahrgang 41 Preis 25 Rpf. JODISCHE RUNDSCHAU MuMtMtoag,Verla* a. Ansei g.nr»rw«Itanz i Barlin W1S, Ma>lnsk»atr.lO i-arnrut. Sammal-Nr. Jl ill.m.tck 3181/02,7165/70. 7240/4Z - tWigipr«» «tinchl. B«at«riKeld j. Monat KM 2,-, ja Viaoeljahr RM 5,75. b«i Abholung RM IJB8 brw. R** 539. — Pomcherk . Konten dm V«rtri«b« . Abteilung: Berlin 715 7Ü (lür GreB - B*rlin), Berlin 17392 (für da. abriEe Reich). In F.llan höher« Gewalt baateht kein Anspruch aul Nachlieferung oder Erattttung etwa echoe «eiahlter BaragaBabOhran. — Erachalnt Jeden Olaaita( and Freitag. BERLIN i*snn öds? rv^ DIENSTAG, 11. FEBRUAR 1936 GHItigt Anxe!g*npreUUit* Nr. 4. Di« 12 gespaltene mm - Zeil© 20 Rpt, lüt Farailtannachrichttm 15 Hpt. Aulaahm« von Anreisen on bestimmten Tagen odei Stellen und in bestimmt© Ausgaben kann nicht gewährleistet werden, Gelegenheit* snteieen nur bei Vorauszahlung ouf Postscheck - Konto Berlin 71610 oder bat Montag bis Donnermag 9 —18 Uhr, Freitag 9—16 Uhr. Annehme* hlu& lür die Dienstag. A u * c b e Montag K> Uhr, für die Freitag . Aus* gäbe Mittwoch 13 Uhr (Für Familienftnxeigen am Tag vor Erscheinen 12 Uhr* Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung; einer öffentlich - rechtlich gesicherten Helmstatte In Palästina. (Baseler Programm) Herbert Samuels Rückreise Die Aufbringung von 15 Millionen Dollar in vier Jahren Selbstkritik Die Rolle Palästinas New York, 6. Februar. (JTA.) Sir Herbert Samuel und Lord Bearsted haben am 5. Februar abends an Bord der „Majestic" die Rückreise nach England angetreten. Simon Marks wird ihnen in Kürze folgen. (Wahrscheinlich eine Woche spater, so daß am 18. oder 19. Februar die ganze Delegation wieder in London sein dürfte. A. d. „J.R.") Unmittelbar vor ihrer Abreise aus New York äußerten sich die Mitglieder der englisch-jüdischen Delegation über die Ergebnisse ihrer Arbeit in den Vereinigten Staaten. In einer Pressekonferenz erklärte Sir Herbert Samuel als Sprecher der englisch-jüdischen Führer, die Delegation sei über ihren Besuch in Amerika durchaus befriedigt. Mit Genugtuung habe sie von der Stimmung der amerikanischen Juden und Nichtjuden Kenntnis genommen und freue sich über die auch von den Nichtjuden zugesagte Mitarbeit. Sir Herbert Samuel erklärte weiter, es sei zu einer vollständigen Uebereinstimrnung mit den amerikanischen Juden in bezug auf Ziele und allgemeine Methoden des Planes gekommen, hunderttausend Juden aus Deutschland nach Palästina und in andere Länder zu überführen. Die Aufgabe bestehe nunmehr darin, den Juden aus Deutschland durch konstruktive Maßnahmen statt durch Wohltätigkeit und Unterstützung zu Hilfe zu kommen. Sir Herbert Samuel befaßte sieh sodann mit der Rolle Palästinas in diesem großzügigen Auswandcrungsplan. Er legte dar, welchen Nutzen auch Palästina von einem neuen Zustrom jüdischer Einwanderer haben werde. Allerdings gab er zu, daß die arabische Bevölkerung, die seit jeher Unruhe wegen der jüdischen Einwanderung gezeigt habe, dies, wie er befürchte, auch weiterhin tun werde. Auf eine Frage, ob Anstrengungen gemacht werden würden, die Einwanderungsbestimmungen großzügiger zu gestalten, erklärte Sir Herbert, daß für die Einwanderung die Aufnahmefähigkeit Palästinas maßgebend sei. Lord Bearsted unterstrich diese Aeußerungen, indem er hinzufügte, daß weder Palästina noch die Juden Deutschlands irgendwelche Vorteile davon haben würden, wenn zugelassen werden würde, daß die Einwanderung nach Palästina die Aufnahmefähigkeit des Landes übersteigt. Im Verlaufe der Konferenz wurde weiterhin bekanntgegeben, daß ein kleines Exekutiv-Komitee ernannt werden soll, um die Details der in Frage kommenden Pläne auszuarbeiten und daß dieses Komitee in Verbindung mit der Jewish Agency for Palestine und dem Joint Distribution Committee stehen würde. Die eine Million-Pfund-Campagne soll außer in Groß-Britannien auch in Frankreich, Belgien und Holland eröffnet werden. Sir Herbert Samuel erklärte zum Schluß, daß die Kampagne für den gesamten Fonds von drei Millionen Pfund sich über vier Jahre erstrecken würde. Die Erklärungen, die Sir Herbert Samuel vor der Abreise aus New York der Presse übergeben hat, waren sehr vorsichtig und zurückhaltend. Sie besagten nicht viel mehr als bereits allgemein bekannt war. Man merkt, daß Sir Herbert sich der Delikatesse der Probleme bewußt ist und den in der amerikanischen Judenheit anläßlich des Besuchs der Delegation erörterten Fragen nicht präjudizieren will. Die heiklen Punkte, die noch zu lösen sind, beziehen sich einerseits auf die organisatorische Eingliederung der auf ihre Selbständigkeit bedachten Verbände und Gruppen, andererseits auf die Rolle Palästinas in dem Gesamtschema — ein Problem, das um so schwieriger ist, als auf der anderen Seite kein reales Projekt steht, das als Gegengewicht Palästinas zur Befriedigung der „Nichtzionisten", die nur ungern die tatsächlich notwendige Präponderanz Palästinas ungeschminkt zugeben möchten, figureren könnte. Wir glauben aber, daß in der heutigen Zeit genug Großzügigkeit vorhanden sein wird, um zu einer befriedigenden Regelung zu gelangen. In den Kommentaren der jüdischen Presse Amerikas wird allgemein betont, daß die Auffassung, man könne den Juden Deutschlands durch „Wohltätigkeit" helfen, nicht mehr am Platze sei. (Dieser Standpunkt wurde früher von einigen nichtzionistischen Gruppen im Gegensatz zu den Zionisten vertreten.) Die Lage der Juden in Deutschland, über deren Ernst man sich vor zwei Jahren in Amerika nicht allgemein klar gewesen sd, habe sich so entwickelt, daß nur eine durchgreifende konstruktive Lösung durch Auswanderung, Berufsumschichtung und Siedlung möglich sei. Hierzu müßten die Juden des Auslands die materiellen und technischen Voraussetzungen schaffen. Vor der Ernennung: des neuen Auswandererkommissars Generalmajor Sir Neill Malcolm sagt zu Genf, 7. Februar. (JTA.) Generalmajor Sir Neill Malcolm, der während der letzten Tagung des Völkerbundes als der aussichtsreichste Kandidat für die Uebernahme des nunmehr dem Völkerbund direkt unterstellten Oberkommissariats für Auswati der erfür sorge genannt wurde, hat bereits mit dem Generalsekretär des Völkerbundes, Avenol, zwecks Uebernahme dieses Amtes Fühlung genommen. Von gut informierter Seite wird mitgeteilt, daß Sir Neill sich grundsätzlich bereit erklärt habe, die Angelegenheiten der Auswanderer aus Deutschland zunächst bis zu der im Herbst stattfindenden Völkerbundsversammlung zu führen. Es wird angenommen, daß die offizielle Ernennung General Sir Neil! Malcolms zum Völkerbundsoberkommissar für die Auswanderer aus Deutschland bereits in den nächsten Tagen erfolgen wird. Sir Neill Malcolm ist Vorsitzender des Royal Institute of International A f f a i r s. Als Offizier hat er eine glänzende Laufbahn hinter sich. 1024 schied er ans dein aktiven Heeresdienst aus. Seither widmete er sich dem Geschäftsleben und internationalen Angelegenheiten. Anwendung der Rassengesetze in der Rechtsprechung Der Rcichsjustizministcr stellt in einer Verfügung fest, daß die im Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre und im Ehegesundheitsgesetz enthaltenen Grundgedanken häufig auch bei der Entscheidung von Fällen zu berücksichtigen sein werden, auf die die erwähnten Gesetze keine unmittelbare Anwendung finden. Besondere Bedeutung hätten sie im Rahmen der Verordnung zur Vereinheitlichung der Zuständigkeit in hmilien- und Nachlaß-Sachen. Bei der Entscheidung über ein Gesuch um Befreiung vom Erfordernis der Ehemündigkeit, vom Ehehindernis des Ehebruchs usw. könne die Befreiung naturgemäß nicht in Frage kommen, wenn die beabsichtigte Ehe "durch die Vorschriften des Blutschutz¬ oder des Fhegesundheits-Oesctzes verboten sei. Zum Nachweis, daß einer beabsichtigten Ehe nicht das Ehehmdcnm des jüdischen Bluteinsehlages eines Verlobten entgegenstehe, seien der Befreiungsbehörde vorzulegen die Geburtsurkunden der Verlobten und die Heiratsurkunden ihrer Eltern, bei unehelichen Kindern die Geburtsurkunde der Mutter, und, falls der Vater bekannt ist, auch dessen Geburtsurkunde. In seiner Verfügung behält sich der Minister u a. noch die Entscheidung über Anträge auf EhclichkeitscrWarungcn vor, wenn Vater und Kind artverschiedenen Blutes im Sinne des Reichsbürgergesetzes und der ersten Verordnung dazu sind. Englisches Oberhaus ehrt Lord Readings Andenken London, 7. Februar. (JTA.) Im englischen Oberhaus fand eine Gedenkfeier für Lord Reading statt, bei der Vertreter aller drei Parteien dem Andenken des berühmten Staatsmannes huldigten. Der Lord Geheim-Siegelbewahrer und frühere Vizekönig von Indien, Viscount Halifax, erklärte, es entspreche dem Wunsche der Mitglieder des Oberhauses, vor Eingehen in die Tagesordnung einige Worte der Huldigung dem verstorbenen Lord Reading zu widmen, der eine so hervorragende Rolle auf vielen Gebieten der Regierung gespielt und einen so bedeutenden Platz in dem öffentlichen Leben des Landes eingenommen habe. Viele Mitglieder des Hauses, fuhr Lord Halikax fort, hätten in den letzten Jahren sehen können, wie unermüdlich Lord Reading seine Zeit und seine Arbeit der Sache seiner jüdischen Glaubensgenossen widmete. Es dürfte nicht vergessen werden, wie viel seiner unentwegten Hilfe in diesen schwierigen Zeiten zu verdanken war. Der Tod Lord Readings werde empfunden werden als der Verlust eines großen Vertreters der Judenheit und der jüdischen Sache, Von vielen Mitgliedern des Housc of Lords, unter ihnen auch von ihm selbst, werde der Hingang Lord Readings betrauert werden als der eines edlen Freundes und weisen Ratgebers; für das Haus und den ganzen Staat bedeute der Tod Lord Readings den Verlust eines ergebenen und besonders hervorragenden Dieners am Gemeinwesen. Als Sprecher der der Arbeiterpartei angehörenden Lords schloß sich Lord Snell der Huldigung für Lord Reading an. Er wies auf die Verdienste des Dahingeschiedenen als Parteiführer, Staatsinann und Vizekönig hin. Lord Readings eigene Volksgenossen seien mit Recht stolz auf die von ihm erreichte Stellung und hätten Anteil an der allgemeinen Hochachtung, die ihm entgegengebracht wurde. Er habe ihre Liebe und Treue zu den Grundsätzen des englischen Staates gerechtfertigt. Im Namen der Liberalen erklärte Lord G a i n f o r d, Lord Reading habe eine leidenschaftliche Anhänglichkeit an seinen Glauben besessen. Er sei seiner Rasse treu geblieben. Zurücksetzungen und Leiden hätten ihn tief bewegt, niemals aber habe er die Herrschaft über sich selbst verloren. Pflichttreue sei das hervorstechendste Merkmal seines Charakters gewesen. _ Lord Snell, Mitglied der im Jahre 1929 eingesetzte« Palästina-Kommission der englischen Regierung, hat angekündigt, daß er am 26. Februar im Oberhaus an die Regierung die Anfrage richten wolle, welches ihre Absichten in bezug auf den geplanten Legislative Council in Palästina seien. — Eine ähnliche Anfrage im Unterhaus hatte der Abgeordnete Tom Smita für den 10. d, iL angekündigt Unsere eigene Lebenssphäre — Die Parole der Selbstbesinnung — Analyse und Therapie — Was ist zionistische Gesinnung? — Die Juden Deutschlands und der Zionismus Der Zionismus hat von Anfang an die Forderung erhoben, das jüdische Volk als Ganzes zu fuhren und seine Repräsentanz zu sein. Es hat es stets abgelehnt, eine jüdische Partei unter Parteien zu sein, sondern woilte auf der Basis des Willens zur nationalen Erm-iimuig all«' imieniKlischen Anschauungen in sich vereinigen. Wenn in der geschichtlichen Entwicklung die Zionistische Organisation dennoch die Stellung einer Partei im jüdischen Leben eingenommen hat, so konnte sich die Bewegung damit niemals zufrieden geben und mußte danach streben, das ganze Volk zu ergreifen. Sie tut dies nicht aus einem Gelüst nach Herrschaft, sondern weil sie sieh als den legitimen Vertreter des Volkes in allen seinen Teilen empfindet und in sich die Berufung fühlt, das jüdische Volk aus seiner Zerspürn-rii-sg herauszuführen und es zur 1 usung der Aufgaben zu vereinen, die ihm in dieser Zeit gestellt sind. Eine solche Aufgabe i-,t unzertrennlich mit der Selbstkritik der zionistischen B e w c g u n g an sich und ihren Menschen verbunden. Nur dann wird der Zionismus imstande sein, die Seelen der Juden zu gewinnen und die Widerstande zu überwinden, die aus MiBce:st.mdnissen seines Wesens oder aus der Trägheit der Herzen stammen, die nicht den Weg zu neuem Aufschwung finden, wenn er selbst und seine Träger annähernd ein Abbild der Idee widerspiegeln. Und diese Selbstkritik ist dann besonders erforderlich, wenn eine Zeit wie die heutige der zionistischen Bewegung außerordentliche Aufgaben stellt und ihr zugleich nicht weniger große Chancen zur Durchsetzung der Idee im jüdischen Leben erschließt. Die Juden in Deutschland haben heute die Möglichkeit, eine Art eigener Lebenssphäre auszufüllen. Es ist noch nicht lange her, daß sie beinahe ganz in der allgemeinen £esc!ischaftiichen und staatlichen Sphäre aufgingen. Nur ganz wenige Bezirke des Lebens, die durchaus am Rande ihrer Interessen lagen, waren dieser Sphäre entrückt, und irn Grunde war es so, daß diese einigen wenigen jüdischen Funktionären zugewiesen waren, die sich gleichsam in Stellvertretung der großen Masse um sie bemühten. In allen anderen Lebensbeziehungen waren die Juden Deutschlands ganz und gar im Lehen der Allgemeinheit verankert. Seit der Neuordnung der politischen Verhältnisse in Deutschland hat sich dies grundlegend gewandelt. Wohl ist es auch heute noch so, daß wir Juden an vielem Anteil haben, was unsere Umwelt bewegt, und z. B. in wirtschaftlicher Beziehung sind wir untrennbar mit dem territorial gebundenen Wirtschaftsorganisinns verknüpft. Aber daneben ist eine Sphäre entstanden, in der wir Juden sozusagen unter uns sind, in der wir eigene geistige Interessen pflegen, kultureilen Zielen nachgeben, gesellschaftliche Bindungen eingehen können. Und man kann wohl die Feststellung machen, daß ein gtoßer Teil des Lebens, das wir in diesem Lande führen, bereits von der jüdischen Sphäre umfaßt wird. Dies stellt uns daher die Aufgabe, sie sinnvoll zu gestalten. Auch wir Zionisten reichen bekennen, daß wir von dieser Entwicklung mehr oder weniger überrascht worden sind. Wir glaubten nicht daran, daß in einem Lande des Westens für Juden irgendeine Art der M i n o r i t ä t s s t e 11 u n g möglich sei, da lange Zeit die politischen Voraussetzungen hierfür fehlten und uns auch die zahlenmäßigen Verhältnisse der Juden diesen Weg nicht zu weisen schienen. Dazu kommt, daß das Beispiel, das wir aus den Ländern des Ostens beziehen konnten, für uns nur in geringem Umfange maßgebend war, weil die Art, in der dort den Juden eine Minoritatsstcllung eingeräumt wurde, auf ganz anderen Grundlagen beruhte. Schließlich ist es iii den östlichen Ländern zumeist nur sehr unvollkommen gelungen, die Probleme zu bewältigen, die der dortigen Judenheit in ihrer Stellung zum Staat und zur Umwelt wie in ihren inneren Beziehungen gestellt waren. Der Zionismus hat trotz alledem formal richtig auf die Neuregelung unserer Stellung als Juden reagiert: Er gab die Parole der Selbstbesinnung aus, indem er immer wieder betonte, daß unabhängig von unserer äußeren Stellung unser Lehen nur dann sinnvoll sein kann, wenn es in den eigenen Kräften wurzelt, und daß bei einer Ausgliederung aus der Umwelt ein positiver Beitrag zur Lösung des Judenproblems von uns dadurch zu geben ist, daß wir den Weg zu den Werten und Kräften des Judentums finden. Nach einer Zeit der eisten Bestürzung über den Umschwung der Verhältnisse sind aber auch andere Gruppen im Judentum Deutschlands dazu gelangt, Wege zur inneren Anreicherung des jüdischen Lebens zu suchen,Wenn sie sich auch in ihrer Ideologie scheuten, klare Parolen auszugeben. In der praktischen Arbeit jedoch kam es dadurch zu einer weitgehenden Uebereinstimrnung in dem, was man tat, und der Jude, der der iunerjüdisclien Auseinandersetzung noch fern stand, weil er überhaupt erst neu in das jüdische Leben eingetreten war, konnte nicht recht sehen, worin nun

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