Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 5 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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JODISCHE RUNDSCHAU Berliner Rundschau NR. 5, 17. JANUAR 1936 15 Jahre Kercn Hajessod Jubiläumskundgebung der BZV Dienstag, 21. Januar, 20.30 Uhr, Bachsaal, Lütiowstrafle 76 Dr. Michae\ Traub sprichtüber Die Selbsthilfe des jüdischen Volkes Wege und Irrwege Rettung oder Erlösung Wanderer und Flüditlinpe 15 [ahrc Hilfe durch Aufbau Städte und Dörfer Ansicdlungen von Juden aus Deutschland Krise und Bewährung Orchester des Jüdischen Kulturbundes unter Leitung von Generalmusikdirektor Josef Rosenstock Chemja Winawer mit seinen 30 jüdischen Sängern Karten zum Preise von 0,30,0,SO u. 1,— bei folgend. Vorvcrkaufietellen erhältlich: Laden der |(Mischen Rundschau, Meinekestr. IO,BZV»Heim, Kantstr. H/ PapierhandlR. I-ippm»nn.Trautenaustr. 16,. AtlantloRx» preO, Pricdrid>siraf)e 100, Finder Alte Schönhauser Straße 5-1 (Ladet» BERLINER Z ONISTISCHE VEREINIGUNG Prophetismus und Offenbarung Ein Vortrag Prof. Täubfers In der Lehranstalt Die Montags-Vorlesunffen der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, die geeignet sind, einen engen Kontakt zwischen der Lehranstalt und ihren Freunden herzustellen und in denen so etwas wie ein Ueberblick über das geistige Sehaffen der einzelnen Dozenten geboten wird, wurden am letzten Montag mit einem Vortrag von Prof. Eugen T ä ti b 1 e r über „Prophetismus, Idee und Wirklichkeit" eröffnet. Ans der Fülle der Gedanken und Tatsachen, die Taubler mitteilte, können hier nur einige Grundlinien herausgehoben werden. Es wurde vor allein gezeigt, wie sich der Prophetismus von Magie unlersi-.ii..ei bzw. aus ihr herausgewachsen ist. Und vor allem ist das Geheimnis der prophetischen Wirkung nur daraus zu verstehen, daß das Religiöse immer einer der stärksten Lebenstriebe des Volkes gewesen ist. Aus der propheli eben Rede sprach nicht der Sittenrichter, sondern es ging den Newiim um die Gerechtigkeit als sittlichen Gedanken und um die Bimdestreue zu Gott Sie mahnten zur inneren Umkehr und verkündeten das messianische Reich. Sie haben so bereits ein geschichtliches Weltbild von teleologischer Auffassung: am Sinai ist den Juden die Aufgabe gestellt worden und in der _ Endzeit muß sie gelöst werden. Die Prophctie hat aber nicht primär politische Inhalte. Ihre Aufgabe ist, das religiöse Bewußtsein zur Vollendung zu bringen. Wenn sich die Propheten dennoch um die Politik kümmerten, so nur um des Glaubens willen. An den Beispielen der verschiedenen Propheten t legte Täubler dar, wie hier diese eigentümliche Mischung zwischen religiöser Schau und politischer Einsicht bestand und wie die Propheten durch ihr Wort eine kämpferische Aufgabe erfüllten, die freilich das Volk fast nie sofort begriffen hat und gegen die es sich innerlich zur Wehr setzte. Dennoch hat es auch Zeiten im Exil gegeben, da das Volk die Propheten verstand. Dr. Münk Ober den Offenbarungsbegriff Im R a m b a m - L e Ii r h a u s sprach Dr. Ehe Münk (Ansbach) über das Thema „Von der ewigen Erneuerung der Offenbarung". Er setzte sich mit den bekannten Einwändm gegen den Offenbarungsbegriff und mit seiner Abwandlung im Liberalismus auseinander, insbesondere mit den Widersprüchen gegen die Verbalinspiration, ohne daß er freilich neue Argumente vorzubringen vermochte. Auch die Polemik gegen die Bibelkritik, die Münk als oberflächlich bezeichnete, während er die exegetische Methode des Talmuds als den wahren Weg zum Verstehen der eigentlichen Schwierigkeiten in der Bibel ansieht, schien uns nicht überzeugend. Münk gab zu, daß es einen eigentlichen Beweis für die Offenbarung nicht gibt. Auch mit dein Versuch Rosenzweigs, die Offenbarung in pantheistischer Form zu begründen, könne die Orthodoxie nicht übereinstimmen. Dagegen gebe es einen indirekten Beweis: die Offenbarung vorn Sinai habe auf die Menschheit den nachhaltigsten Eindruck gehabt. Von dieser Wirkung aus müsse man die Offenbarung verstehen. Alles käme darauf an, daß die Menschen wieder die Bereitschaft zum Wunder-Glauben haben. Viele seien bereit, etwa in der Balfour-Deklaration ein Wunder Gottes (unseres Wissens ist diese Formulierung von agud istisch er Seite eprägt worden — Red.) anzuerkennen; aber sie seien nicht ereit, die Offenbarung am Sinai anzuerkennen. Diese Entscheidung sei aber unumgänglich, weil mit dem Offcnbarungsglauben das System des Judentums und die Verbindlichkeit seiner Gesetze steht und fällt Dr. N. Ausstellung von Werkarbeiten Die anläßlich des Chanukkah- Wettbewerbs der Kinder-Rundschau eingegangenen und prämiierten Werkarbeiten werden jetzt ausgestellt und zugunsten des Kcren Kaiemeth Lejisrael verkauft. Die Ausstellung findet im Vestibül des Logen h au ses Kleiststr. 10 in den Tagen von Sonntag, dem 19. Januar bis Donnerstag, dem 2'i. Januar, nachmittags von 16—23 Uhr statt (Verkauf werktags von 16—19 Uhr). Die außerordentlich große Beteiligung an dem Wettbewerb und die Sorgfalt, mit der die Arbeiten von den Kindern hergestellt worden' sind, verdienen größte Anerkennung. Die Ausstellung wird für jeden, der an der handwerklichen Ausbildung unserer Jungen und Mädchen interessiert ist, von besonderem Wert sein. Der Besuch dieser Veranstaltung kann daher nur aufs wärmste empfohlen werden. Joseph Schmidt kommt nach Berlin Der Tenor Joseph Schmidt wird auf Einladung der Konzertdirektion L. Taube am 29. Januar in der Philharmonie ein Konzert geben. Dieser Veranstaltung, die im Rahmen des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde stattfindet, sollen weitere Konzerte Joseph Schmidts in Frankfurt a. M. und Bcuthcn folgen. (Joseph Schmidt hat vor zwei Jahren auch in Palästina Konzerte gegeben, darunter auch hebräische Lieder; sein Auftreten in Palästina gestaltete sich geradezu zu einem Volks-Ereignis.) Schachmeisterschaft. In der 5. Runde im Turnier um die Schachmeisterschaft innerhalb der BZV. gewannen Kap hau gegen Medrich, K o n i n s k i gegen Glitzenstein und R e i - chenberg in einer flotten Angriffspartie gegen Goldwasscr. — Die Partie Goldberg gegen Dr. Tabatznik wurde remis. Stand nach der 5. Runde: Kaphan 5, Koninski 4''2, Hedrich 3'A>, Dr. Tabatznik 2, Reichenbeig V2 Punkte. Nächste Runde Sonntag, den 19. Jan., nachm. 5 Uhr, in den Räumen des BZV.-Heims, Rosenthaler Str. 41. Berichtigung. In dem Bericht über die Mendele-Fcicr in der Jüdischen Schule am Kaiserdamm in Nr. 4 muß es richtig heißen: Herr Joseph Jacobsohn hielt eine jiddische Ansprache, in der er den Mcschulach (Boten) spielte. Hebräischer Meie mocher Sforim-AOend Sonnabend, d. 18. Jan. 36,20.30 Uhr BZV-Heim, KantttraBa 54 Mitwirkend«: Dr. Ch. Borodtanski / Dr. S. Kaleko Hade Türk (Gesang) / Guatav Sabal (Klav.) i"sinn nae i*s tP'naa 54 oap mm <mnnonn jiyaa D'iao ^Tia (wjoB) i»at -i / 0n'») fsni'D ■» / yb*p -v I 'pojX'Tnw -n iB'imwsn Die Jüdische Winterhilfe teilt mit: Kartoffeln für die Hilfsbedürftigen. Im Laufe des Januar gibt die Jüdische Winterhilfe den von ihr betreuten Hilfsbedürftigen eine zusätzliche I.ebcnMiiittelration und zwar 50 Pfund Kartoffeln pro Kopf. Diese Kartoffelversorgung erfolgt neben der sonstigen Wintcrhilfsziiteilung. Die großen Aufwendungen erfordern grolie Mittel. Jeder muß das soziale Hilfswerk der Jüdischen Winterhilfe mit allen Kräften unterstützen. Es wird daher gebeten, so rasch wie möglich eine Spende der jüdischen Winterhilfe zukommen zu lassen. Die Postschecknummer ist Berlin 934 4b, die Geschäftsstelle befindet sich C 2, Rosenstr. 2- 5. Aus der Tätigkeit des Elternhilfswerks. Das Eltcrnhilfswerk hat bisher etwa l(KK) Schüler betreut. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Gewährung von Unterstützungen für Schulgeld, Fahrgelder zur Schule, Lernmittelzitschüsscn, sowie gHegcntieh auch in der (iewährung von Beihilfen für Nachhilfeunterricht. Von Bedeutung sind auch dk Beratungen von Eltern und Kindern. Sie erstrecken sich nicht nur auf Fragen der Schule, sondern auch der weiteren Entwicklung der Schulentlassenen. Auch sind die Heimabende zu erwähnen, die eine Gruppe Schulentlassener alle 3 bis 4 Wochen in den Räumen des EHW. vereinigt, und bei denen die Jugendlichen jüdische Fragen in Referaten mit anschließender Aussprache behandeln und Berufserfahrungen austauschen. Alle, die an einer gesunden geistigen Entwicklung unserer Jugend interessiert sind, sollten sich dem EHW. zur Verfügung stellen. (Anmeldungen von Mitgliedern, Patenschaften und Spendern in der Geschäftsstelle Kantstr. S5S, Ghs. I (Bismarck 77 61), Postscheckkonto Frau Uli Midas, Elternhilfswerk, Berlin SO 36, Konto-Nr. 1713 11, Berlin.) EIN PALASTINA-TONFILM der Urim Palestine Film Co. Ltd., Jerusalem hergestellt im Auftrage des Keren Hajessod, Jerusalem Nächste Aufführungen in BERLIN Sonntag, den 19. Januar 1936, 11.30 Uhr, vorm. Admlraltklno, Friedrichstraße 101/102 direkt S-ßhf. FrledNchstroBa Ansprache: Rabb. Dr. Max Nussbaum Korten zu RM. 1,—, ),50 und 2,- im Vorverkauf: Suchhandlung Gonzer, Oranienburger Str. 26; Buchhandlung Salle», Grenadiersfraße 30j Atlantlc-Express, Friedrichstraße 100; Finder, Alts Schönhauser Sir. 54; Laden der Jüdischen Rundschau, Meinekeltraßo 10; Zigarrenhaus Epstein, Jerusalemer Straße 9; BZV-Heim. Kantstr. 54; Papierhandlung Lippmann, Ttguienautlraße 16 Ausverkauft I Sonntag, den 19. Januar 1936, 11.30 Uhr, vorm. Noack-Lichtsplele,Brunnenstraße16 Ansprache-. Dr. David Schlossberg Karten zu RM. 0,75 und 1,— im Vorverkauf: Buchhandlung Gonier, Oranienburger Str. 26; Papierhandlung Hepner, inselstrafte 8a; Buchhandlung Salles, Grenadierstr. 30; Finder, Alte Schönhauser Str. 54; Aflantie-Express, FriedriaSstroBe 100 Berliner Zionistische Vereinigung PALÄSTINA'FILMSTELLE der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ■» Jüdische Musik der Gegenwart Donnentag, den 33. Januar, 20.50 Uhr, BZV - Helm, KantatraBe S4 ARNO NADEL: „Merkmale der Jüdischen Musik" Donnerstag, den SO. Jenaar, 3O.S0 Uhr, BZV-Helm, Kantstrafi« $4 Dr. HANS NATHAN: „Dos palBeHneniische Volkglied" Unter Mltwirlrunjt von Dr. Leo Barcxlneki (Bariton) Karten m RM. 0,40 pro Abend im Vorverkauf im Büro der BZV, M»inalte«traB» 10 und An der Abendkasse vmi Ji'ii^n iiinflDiin'ii p'wa.i.n iojs LEHRSTÄTTE CH. N. BlAllK DER B. Z.V. vegetar. mittagstisch LchrkUche / PfaUbnrffer Str. 59 am HohehToIlcmdamm H6 3392 OnotaM O Kurniritendamm 72, Ecke WtsJlzstr. J O Bleibtreu 3475 JÖJKH angenehme Aufenthalt DIE gepflegte KDcne reichhaltige Büfett xv urj. / mlttn«: Stammetaen RM 1.—, Menü f.40 u. I.K werictagiicn i „bemfs.!ou(wr 1J0 _ Tellergerichte I.¬ Versand meiner bestgepfl. Biere frei Haus Am Flügel: Harry Schräder 50; Damen- £>: Mäntel MaOanf., neue Modelle, Omars, kill. Stoffann., Alte SchOtaenstr. 101! Alexanderplatz Bridgem nurnnerger PI. Unterr. (Cnlbffrtson) Spielgelegenheit B 4 Bav, 4620 BerUck nichtigen Sie unsere Inserenten QroBer Mittag- und Abandtlsch Otis, wiener una«ri«ch«. Mcne Gedeck RM 1.10 u. 1.50 Im Abonnement RM 1.— und 1.40 e ia carte solide Prtise Inn.: J.Spielmann W, Qrolmanttraue 42 Nahe Kurfürstendnmm / Bismardc 6783 Restaurant _ ,„ Gorodecki K - FriedrichetraOe 183 Bajicübar Cale Imoerator AI 3420 1.« und 1.40 BAUCHWITZ Paulibomer Str. 2» Nahe Ohvaer Platt Telefon J 7 (Hochmeister) «113 RESTAURANT Philipp Hefter m.d.i.e. wittenbergplatz 3 Vorzügl. Küthe gut gepfl. Biere I B4 7äOa VcrelnsB&Ie bis too Personen Auerichtung von Fesllichkelten Jeder i Olivaer med. orogarii Inhaber: Apoth. Fritz Beler M.d.|.G. Olivaer Platz 2 * J 2 0309 f Sonnabend, 18. Januar 1836 Ein großes Ereignis? bei Beza Karoly — Leisten In den Residenj-festsSIcri Landsberger Straße 31 Einlaß 8 Uhr Beginn 9 Uhr Kartenvorverkauf: RM 0,80 in den Resid.-Festsalen Ijuidsiifr^er Str. 31 F. 3 229-1; Kaufmann, Kleiststr. 14 An der Abendkasse: RM 1,25 Erwerbslose mit Ausweis ermäßigt ^Er £ Max B erg ZIGARREN W 30, Martin-Luther-Sfrafie 2 Fernapr.: BS BarbMosaa 23 47 Pianos / nagel Kail» vemm Mine HERER & Co. BERLIN W62, KlelststraBe 11 12 Photo-Apparate seltene Gelegenheiten, »ämti, Photobedarf jjünstiifit Schlealno-er, NO 18, Gr. Frankf.Str. 77. E9 Frledriehah. 156 Futterstoffe Qualitäten. Haue SUberttteln, W 50, Au(r»burirer Str. Ecke Würiburyer Str, Nr. 1 ARKEN Me. vernaul Pr#Ultstt> jrr»ti* Philipp Kosach&co. Bern» C 2, BurgttnBe 13 Cliaimkkali -Wettbewerb der Kinder - It und seh au Ausstellung der Arbeiten zugunsten des Keren Kajemeth Lejisrael Sonntag. 1U. Jan.. Iiis fin^chlicHIich Donner».ag. '2',i. Janunr. I«— I!» Ihr Verkauf werktags von 16 — 19 Uhr Logenhaus, Kleiststr. 10, Vestibül Der Besuch, dieser Ausstellung wird für jeden, der an der Jüdischen Jugend interessiert ist, außerordentlich lohnend sein. Sonderve ransttiltung Donnerateff, den 23. Januar, 20.30 Uhr, Logetihaus, Klclatatr. 10 Mendels Mocher Sforim-Abend Ks sprechen: Dr. Ch. Borodlanekl / Dr. S. Man* Rah.'! Ermolnikoff Josef Glowlnskl . . Gustav Sabal . Kezitnt!< . Kluvi Karten für Mitglieder RM. 0,40, für Nichtmitjrlieder RM. 0,60 im Vorverkauf: BZV.Heim, KentatraOe 54; l-aden der Jüdisrhrn Rundadiau, MrtnekeslraBe 10; Papierhandlung Lippmann, TrautenaustraBe 16 iT^K'lJJI IHM i'^iiin'ii'ynnmnDnn'ii ■Xe U rs\xxtte CM-MMlailic de/- ßetUrwr- £JfrHJs4iscJvCM.. Oe^eJhJc^njq. Frauen-Ärbeilsgemeinschnfi für Palästina Gruppe Nord und Oai Sonnabend, 18. Januar, abends 8'/s Uhr Teeabend im Heim der Berliner Zionist.Vereinigung, Rosenthaler Str.44 Programm A - Moll - Sonate von Cesar Frank, Violinsolo Qerda Oietz Eine ChaWah ersählt aus ihr. Leben in Palästina Hilde FeblOWitI Jiddische Lieder, jjesungen von Edgar Alexander Unkostenbeitrajj inkl. Teegedeek RM 0,60 Verlangen Sie unsere Aazeigen-Preliliil e Nr. 4