Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 5 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5, 17. 1. 1936 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 9 Aus dem Reich Von unseren Berichterstaitern Bayreuth. Am 28. Dezember fand zugunsten der Winterhilfe eine Weihestunde in der Synagoge statt. Hilde Marx (Berlin) las aus eigenen Werken. Emma Heimann (Bayreuth) sang das Largo von Händel und „Die Himmel rühmen" von Beethoven. Bonn. Die innere Fertigkeit, der Ortsgruppe wurde sichtbar bei der Abschiedsfeier des allen Mitarbeiters Felix Rosenthal vor seiner Alijah. Eine Bestätigung des zunehmenden zionistischen Einflusses war eine Elternversammlung der Jüdischen Volksschule, in deren Verlauf jemand gegen die zionistischen Inhake der Schule protestierte. Ihm standen fast einmütig sämtliche Eltern gegenüber mit der Auffassung, daß diese Inhalte dem Notwendigen entsprächen. Die Ortsgruppe hat heute etwa 100 Mitglieder und ist im Begriff, die größte Organisation der Gemeinde zu werden. Braunschweig. Am 5. Januar sprach bei einer Kundgebung des Bachad Kabb. J, Broch, Berlin, zum Thema „Schicksal und Weg". Anschließend wurde der Bildstreifen „Wir vom Bachad" gezeigt. Bremen. Rechtsanwalt Dr. Rosennk sprach über seine Reise nach Palästina. — Seit November finden hebräische Sprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt, für deren Leitung sich Kabb. Dr. Aber und Kantor Rosemann zur Verfügung gestellt haben. — Die Ortsgruppe des Verbandes jüdischer Krauen für Palästina (Wizo) entfallet eine lebhafte Tätigkeit und hält alle 14 Tage Zusammenkünfte ab. Gießen. Am 29. Dezember fand in der Hauptsynagoge ein Konzert zugunsten der Winterhilfe statt. Das Programm wurde von Oberkantor Naumow-Klcischmann (liariton), Sofie Seligmann (Rezitation), Kränze Mav-Zwang (Sopran), sowie von Milli Lowenthal (Orgel), Kantor K. Glusman (Tenor), Hans Krämer (Bariton) und Kurt Oppenheim« (Violine) bestritten. Hamborn. Hier wurden von der Zionistischen Organisation und dem Hechaluz zwei hebräische Kurse unter der Leitung von Mira Weißmarin aus Essen eingerichtet, der eine für Anfänger, der andere für Fortgeschrittene. Hirschberg (Riesenfieb.). Am 9. Januar wurde eine Zionistische Ort», gruppe in Hirschncrg gegründet. Rabbiner Teichner hielt einen Vortrag über die geistigen Grundlagen des Zionismus. Ankündigungen Bamberg: ZOG., 20. Jan., Jugendheim, Versammlung. Nur für Mitgli<fkr. — Breslau: Hehr. Sprachs'-hule. WolUtr. 14. Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene und für Erwachsene und Jugendliche. Anmeldungen: Montag, Mittwoch und Donnerstag, 19 Uhr, Wallstr. 14, Zimmer 4. Sprechstunde des Herrn Reznicov: Dienstag, von 18—18 Uhr, ebenda (telcphonisch: Dienstag und Donnerstag, von 12—1 Uhr, Nr. 85 496). — Zion. Vereinigung. 18. Januar, 20,30 Uhr, Gartenstraße 25. Hebräischer Abend „Mendele Mocher Sforim". Es sprechen: J. Reznicov, Dr. Urbach, — 20. Januar, 20.30 Uhr, Lessingsaal, Agnesstr. 5. Generalversammlung der Zion. Vereinigung. — 21. Januar, 20.30 Uhr, Lessinglogc, Agnesstr. 5, Kundgebung der ZOG. gegen Einwandcnmgsbetchränkung und Gesetzgebenden Rat. — Der für den 22. Januar vorgesehene Schulungsabend (l)r Hans Prinz) wird auf den 29. Januar verschoben. — Bremen: 23. Januar, 20.15 Uhr, Mitgliederversammlung der ZOG., Gemeindehaus, GartenstratV: Wahl des Delegierten zum Delegiertentag. Vortrag Max Flesch, Hamburg: „Palästina und die politischen Wandlungen am Mittelmecr''. -- Frankfurt a. M.: ZOG. 18. Januar, 20.45 Uhr. Gaff Falk. I. Stock, Besprechung zionistischer Tagesfragen. — Freiburg I. Br.: 22. Januar, Konzert Joseph Schwarz (Klavier), Boris Schwarz (Violine). — Hamburg: Arn 22. Januar", 20.30 Uhr, Mitgliederversammlung der HZV., Jugendheim, Johnsallee 54: 1. Bericht der Ortswahlkommission und Wahl der Delegation der HZV. für den Delegiertenlap, 2. Au<t;>'%talluiig der zioni ■tischen ()rtsgruppenarbeit. Einleitende Worte: Max Flesch. 3. Neuer Palästina- Bildstreifen. — Heilbronn: Am 25. Januar Konzert Joseph und Boris Schwarz (Klavier und Violine). — Jesberg (Bezirk Kassel): Am 19. Januar Palästina-Monatsschau, Bt-gleitvortrag: Willi Katzenstein. Jesberg. — Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr: Vortrag Dr. Kurt Singer, Berlin, über: „Aufbau und Ausbau der jüdischen Kulturarbeit in Deutschland": Köln: 19. und 20. Januar. 20.15 Uhr. Gemeindehaus; Krefeld: 21. Januar, 20.30 Uhr, Synagoge; E.-*n: 23. Jan., 20.30 Uhr, Jugendheim; Dortmund: 25. und 26. J,.nuar. 20.30 Uhr, Gemeindehaus. — Kiel: Am 26. Januar ZOO. Vortrag Dr. Max Flesch: „Die Aliiah aus Deutschland. Probleme - Aufgaben - Aussichten". — KBIn: ZOG. Am 21. Januar, 20.30 Uhr, Vortrag Dr. Hans Friedenthal, Berlin: „Von Volk zu Volk — der Weg des Juden", Gemeindehans, fäcilienstr. 18 22. Am 23. Januar, 20.45 Uhr, Arbeitskreis. — München: Bildungskurse der ZOO.: Politische Geschichte des Zionismus, Ltg.: Dr. i larr, Gapell, Big.: 20. Jan.. 20 Uhr, im Sitzungssaal der Gemeinde. — Pyritz: Z< >G. Pati>iIna•Mona'.-vhau des KKL, Begleitworte: O. Kopydlowski, Stettin, am 21. Jan., 20.15, Gemeindehaus. •— Plauen: Am 20. Januar Konzert Joseph und Boris Schwarz. — Ulm: Am 23. Januar Konzert. Jo,eph und Boris Schwarz (Klavier und Violine). — Wiesbaden: Am 26. Januar Konzert Joseph und Boris Schwarz. — Worms: Am 27. Januar Konzert Joseph und Boris Schwarz. Familien - Nachrichten Frau Amalie Kahn, Eschwege, Horst-Weaselstr. 20, begeht am 23. Jan. den 90. Geburtstag. Frau Fannv Keller, Hofknheim (z. Zt. Krefeld, Westwall 32) begeht am 22. Januar den 70. Geburtstag. Frau Clara Klein, Mannheim, Rupprechtstr. 6, begeht am 20. Jan. den 60. Geburtstag. Bar Mizwah -Termine Am 25. Januar — 1. Schwat: Heinrich Jahre, Sohn von Mendel Jahre, Dortmund, Rheinische Sir. 62. - - Reinhard Schier, Sohn von Max Schier, Allcnstein, Langgasse 7. —- Arn 8. Februar — 15. Schwat: Heinz Dagobert Böhm, Sohn von Willy Böhm, Zawadzki (O.-Schl). Jubiläums-Kundgebungen der Synagojreiifjefneinden Düsseldorf und Essen aus Anlaß des 15j3hrigen Bestehens des Kercn Hajessod Dr. Michael Traub-Berlin spricht über „Konstruktive Selbsthilfe u. die Ansiedfung von Juden aus Deutschland in Palästina" Düsseldorf: Sonntag, den 19. Januar 1936, 19.45 Uhr, in der SynaRoge Ansprachen: Gemeintkrabb. Dr. Escfielbadier Herr Erich Felsenthal Vorsitzender d. Vorstandes d. Synagogengemeinde Musikalische Umrahmung Essen: Montag, den 20. Januar 1936, 20.45 Uhr, im Gr. Saal des Jugendheimes, Saarbrücker Str. Begrüßung: Gemeinderabbiner Dr. Hahn Ansprache: Dr. Rudolf C a 11 m a n n - K ö 1 n Musikalische Umrahmung Das Stern'sche Konservatorium Wie am 16. d. M. gemeidet wird, soll das bekannte Stern'sche Konservatorium in Berlin von der Stadt Berlin übernommen werden. In den nächsten Tagen wird sich die Ratsherren-Sitzung mit dieser Vorlage befassen, die, wie es in den Mitteilungen heißt, für das Musikleben der Rcichshauptsiadt von allergrößter Bedeutung ist. Die künstlerische Leitung soll Prot. Bruno Kittel übertragen werden. Das Stern'sche Konservatorium wurde im Jahre 1850 von dem jüdischen Musikpädagogen Julius Stern zunächst mit zwei anderen gegründet, der es seit 1857 bis zu seinem Tod 1883 allein leitete. Es hat in den 86 Jahren seines Bestehens eine Reihe bedeutender Lehrkräfte gehabt, wie auch hervorragende Künstler aus seiner Schule hervorgegangen sind. Nach Stern waren Jenny Meyer und später Basler Hof, Basel I Das gut geführte Haus Zimmer ab Frs. 4.50 | Oustav Holländer Leiter. Lilli Lehmann, Frau Niklas-Kempner, Nikolaus Rothmühl, Heinrieh Ehrlich und andere bekannte Künstler haben am Stcrn'schen Konservatorium gelehrt. Namen wie Bruno Walter, Klempcrer, Alexander Heinemann sind repräsentativ für die Menschen, die in dieser Anstalt ihr« Durchbildung erfahren haben. Das Konservatorium gehört zu den Jüdischen Gründungen, die die das künstlerische und geistige Leben der Reichshauptstadt befruchtet und bereichert haben. Langenscheidts „English Monthly Magazine" (Verlag Langenscheidt, Berlin-Schöneberg) enthält im Januarheft eine Biographie des neuen Außenministers Eden und viele andere interessante Beiträge. Wieder Antwortächeine nach Brasilien. Wie vom Reichspostministerium mitgeteilt wird, werden jetzt seitens der brasilianischen Postverwaltung wieder Internationale Antwortscheine eingetauscht. Man kann also an dortige Bekannte, Verwandte oder Geschäftsfreunde zwecks Vergütung der Postgebühren für den Antwortbrief wieder derartige Antwortscheine einsenden. Ihr Preis beträgt 0,30 RM. „J'me Tarbuth" in Königsberg. Vom 13.—15. Dezember 1935 fanden in Königsberg 1. Pr. anläßlich des Gruppen» verbnndsfages der ZVfi). eine Reihe von Veranstaltungen mit Dr. K a I e k o, dem Leiter des Tarbuth-Dezernates der ZVfD., statt. Auf einem (>neg Schahbat sprach Dr. Kalekrj über „Die Persönlichkeit Ch. lii.iüks". Umrahmt wurde der Oneg von Liedern der Jugend und von Vorlesungen aus Bialiks Werken. Am Sonnabend vormittag trafen sich einige im Hebräischen Fortgeschrittene mit Dr. Kalcko zu einer hebräischen Ssichah. In dieser sehr interessanten Unterhaltung sprach Dr. Kalcko über die kulturellen Probleme in Palästina und die verschiedenen Fragen, die sich für Juden aus Deutschland in dieser Beziehung ergeben. In einer Lehrerbesprechung unterhielt sieh Dr. Kalcko mit den hebräischen Lehrern des Gruppeuvorbandes Ostpreußens und der Ortsgruppe Königsberg, f's wurden organisatorische und methodologische Fragen besprochen. In einer kürzeren Veranstaltung brachte Dr. Kalcko ferner eine interessante Exegese des Deborah-Liedes. - Vor einem großen Kreise der Ortsgruppe Königsberg und des Gruppenverhandcs Ostpreußen, sowie der Jugend sprach Dr. Kaleko über Kultur- und, Tarbuthfragen. In seinem Referat sprach er über unsere Beziehung zu den Quellen unseres nationalen Kulturgutes und über die besondere Aufgabe unserer Generation, zu diesen Kultursverten wieder Zugang zu finden. Schulungskurse für Jugendführer. Die Reihe der in München von der Israelitischen Kultusgemeinde gemeinsam mit dem Ortsring der jüdischen Jtigendverbände und der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung (Frankfurt) veranstalteten Schulungskurse für Jugendführer wird mit folgenden Veranstaltungen fortgesetzt: 15. und 16. Februar: Dr. Max Grünewald, Mannheim: Geschichtskurs; 18. und 10. April: Dr. Josef Carlebach, Altona: „Das Wesen des Midrasch". Außerdem wird im März Karl Adler, Stuttgart, einen Sing- und Musikkurs abhalten. Auskünfte sind bei Hans Lamm, München 22, Schließfach, zu erhalten. Der Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars fn Breslau für das Jahr 1035 ist soeben erschienen. Er enthält neben einer Uebersicht über die Arbeit des Studienjahres von Dr. A. Lewkowitz eine eingehende Studie von Prof. J. Heinemann über „AHjtidischc Allegoristik", in der die Prinzipien» altjüdihcher Bibelerklärung dargelegt werden. An jedem Dienstag erscheint eine Anzeigenspalte FABRIKATION u. GROSSHANDEL Jüdische Fabrikanten und auch jüdische Großhandels-Firmen erreichen durch eine Empfehlung in dieser Spalte ihre jüdischen Abnehmer in allen Teilen der Welt Wir haben ständige Abonnenten in Ägypten, Australien, Belgien, Bulgarien, Danzig, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Palästina, Polen, Portugal, Rumänien,Schweden,Schweiz, Spanien, Südafrika, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn, USA. Anzeigen in dieser Rubrik schaffen Expoi"t*Beziehungen _BJ|fiJl Der Alleinverkauf ji i g ^jSBBSSmM Schlagsahne-Abzapf - Apparates ^^^H MOÜSSATOR S^V^^^ '^hülrJ ^''^«r« Angaben und Einarbeiten in den Apparat durdi l^i^i^BHHT^ JBb^,'^ iX'M Technisch B b r ■ « m^^g^^Q Nova Holzen / Noord Rolland & Pianos Radio KurfUrstendamm 205 / JI Bism. 3716 B. NEUMANN ^Ich kaufe Gemälde^ UU .\, h,.,,h„.h, BnUH,. Braith, B.iri. BurM, Corintb, Dahl. H Hh Hcfre^c r, Deikcr, Di«, Evscn, Fci^crlirt, Fnvrc-tto, MM ■B OfWe-, C..ütr.wr. C..Kie, Hm-UUIayi-jt, |ut». Kau«- MM ic-;:>>, Kcirn°ll, Krnni*r, Kuhnrrth, l,i<rr, l.iphirm.lnn. ■■ M»h, Mrhhrr«. M.-nn-l, Mulilijt, IWr, L. Richter, B ■Jj Schleich, Schürt,, Sperl, RjMtrwey. 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