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Jüdische Rundschau · 1936-01-14 · Heft 4 (14.1.1936) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 4 (14.1.1936)
Date
1936-01-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 4, 14. I. 1936 JODISCHE RUNDSCHAU SefteTI Wie gestalte ich den Schabbat? Für Schabbat, 18. Januar Wochenabschnitt: „Schemot" (II. B. M. 1, 1 - 6, 1) Mit unserem Wochenabschnitt beginnt das II. Buch Mosis. Wir empfehlen zur Gestaltung des Oneg Schabbat, sich das Buch „Moses" von Edmond F1 e g zu beschaffen, das für das ganze 2. Buch ausgezeichnetes Material in deutscher Sprache enthält. I. In den Versen 8—13 des 1. Kapitels wird vom ersten geschichtlichen Entstehen einer antijüdischen Bewegung erzählt. An Hand des Textes und der Midraschim zu den angegebenen Versen arbeite man diese Entwicklung heraus. Eine sehr aktuelle Deutung, die auch auf midraschische Quellen zurückgeht, gibt S. R. Hirsch in seinem deutschen Kommentar zur Stelle. Wir betrachten nunmehr Vers 13 des 2. Kapitels, der von symptomatischer Bedeutung für die Betrachtung des Problems „Juden untereinander" ist. Man beachte die Reaktion des von Mosche angeredeten Juden. Die Aggada sieht in den Streitenden Datan und Abiram Typen, die zum Inbegriff jüdischer Queralanten geworden sind. Man analysiere das Verhalten der Juden in unseren Tagen, und man wird sehen, von welch tiefer Bedeutung das oben erwähnte Bibelwort ist. II. Wir besprechen das Kapitel von der Berufung Mosches, nachdem wir es gemeinsam gelernt haben, und das entsprechende Kapitel aus „Moses" von Fleg vorgelesen haben. Welche symbolische Bedeutung haben die „Zeichen", die Mosche von Gott erbittet? (Siehe S. R. Hirsch zu 4, 2—10). Der Auftrag an Mosche wird ergänzt durch «inen entsprechenden Auftrag an Aron. Ihre Rollen sind voll charakterisiert durch die Bezeichnungen: Priester und Prophet. Man lese den schönen Aufsatz Achad Haams unter diesem Titel. Als Haftareh wird Jesaja 27, 6-28, 13 und 29, 22-23 Ecksen. Der erste Vers der Haftarah knüpft an an den ersten Vers unseres Wochenabschnittes. I. E. Die Geburt Moses Im Zusammenhang mit dem biblischen Bericht über Moses Geburt, Aussetzung und Rettung ziehen wir ähnliche Erzählungsmotive, wie sie bei andern Völkern vorkommen, heran. Die Märchen- und Sagenliteratur des Orients wie des Abendlandes ist reich an derartigen Glücks- und Errettungsmotiven. Es handelt sich fast immer um einen böswilligen Herrscher, der infolge einer unheilvollen Weissagung, die ihm Gefahr seitens eines Kindes verkündet, zum Kindermörder wird. Königskinder werden daraufhin nach ihrer Geburt auf dem Wasser oder in der Einöde ausgesetzt. Die A u s - setzungssage gehört zum uralten ägyptischen Sagengut und ist ein ständiges Requisit bei der Ausschmückung der Geburtswutidcr großer Männer und l'ührerpersönlichkeiten. Sie wird erzählt von dem Babylonierkönig Sargon (etwa um 2850 v. Chr.), von Cyrus, Rom u 1 u s usw. Die spätere Zeit hat die Geburt und das Leben Moses mit noch sagenhafteren Zügen ausgestaltet. Diese Sagen -und Legenden wollen uns einen Begriff von der Führerpersönlichkeit Moses und dessen sittlicher Größe vermitteln. Neben dem biblischen Text lesen wir noch im Zusammenhang einzelne Stellen des leicht geschriebene-. „Sefer ha-Jaschar", sowie Bin Gorions „Sagen der Juden" und „Born Judas" Bd. III, S. 16-27 and 244-248. Die Berufung Moses Voll tiefster Ergriffenheit lesen wir die Schilderung von der Berufung Moses im Kap. 3. Wie die späteren Propheten wird auch Moses zum Boten Gottes an sein Volk erkoren und, wie sie, übernimmt er seine große Mission nur zögernd. Er ist überwältigt vom Gefühl der eigenen Unwürdigkeit, zumal er sich der Schwere der Verantwortung voll bewußt ist und gegen die Fülle der Hemmnisse und Schwierigkeiten ohnmächtig zu sein glaubt. Eine ähnliche Situation begegnet uns etwa bei Gideon (Richter 6, 15 ff.), bei Jeremia 1, 6 ff. und Ezechiel. Eine Ausnahme könnten wir bei Jesaja feststellen (Jes. 6, 8). Die jeweilige geistige H a 11 u n g des Berufenen kann aus seiner innerlich-menschlichen Situation und den geschichtlichen Voraussetzungen heraus erklärt werden. Gottes Offenbarung an Moses erfolgt im Dornbusch. Der Midrasch (Schmot R. 2, 7) knüpft hier an das Prophetenwort (Jes. 3, 6, 9) „In aller ihrer Drangsal fühlt er sich bedrängt ..." an. „Es sprach Gott, gebenedeiet sei Er, zu Moses: Fühlst du denn nicht, dali auch Ich leide, wenn Israel leidet? Du kannst es an der Stätte, aus den Dornen, von wo aus Ich mit dir spreche, ermessen. Ich habe, wenn man es so sagen kann, an seinem Leid teil." — Eine weitere Stelle des Midrasch nimmt dazu folgendermaßen Stellung (Schmot R. 2, 9): „Ein Heide fragte R. jehoschua ben Karcha: Warum hat Gott mit Mose aus einem Dornbusch heraus gesprochen? Er antwortete ihm: Wenn es aus einem Johannisbroibaum oder aus einer Sykomore heraus geschehen wäre, würdest du mich wohl ebenso fragen; doch will ich dich nicht leer ausgehen lassen. Also warum aus einem Dornbusch? Um dich zu lehren, daß es keinen leeren Ort ohne die Sehec h i n a h (Gottheit) gibt, selbst nicht einen Dornbusch." Daselbst heißt es noch: „R. Elieser sagte: Wie der Dornbusch der geringste unter allen Bäumen der Welt ist, so waren die Israeliten gering und niedergetreten in Aegypten; deshalb offenbarte sich ihnen der Heilige, gebenedeiet sei Er, una eflöste sie." Eine andere Erklärung besagt: „Wie ein Dornbusch Dornen und Rosen hervorbringt, so gibt es unter Israel Gute und Schlechte." Zum Vers 3, 2 ..... und siehe, da brannte der Dornbusch, ohne daß der Dornbusch vom Feuer verzehrt wurde", sagt der Midrasch (Schmot R. 2, 10): „Warum zeigte der Heilige, gebenedeiet sei Er, Moses dieses Bild? Weil Moses in seinem Herzen gedacht hatte, vielleicht werden die Aegypter Israel vernichten. Daher zeigte der Heilige, gebenedeiet sei Er, ihm ein brennendes Feuer, das nicht verzehrt. Er sprach zu ihm: Ebenso wie der Dornbusch im Feuer steht und nicht verbrennt, ebenso werden die Aegyptcr Israel nicht vertilgen können." J. M. Erinnerungs-Marke an Rabbi Kuk. Unter den verschiedenen seitens des Kercn Kajcmeth Lejisrael in letzter Zeit herausgegebenen Werbemarken dürfte die Anfang Januar durch das Jerusalemcr Hauptbüro des KKL zur Erinnerung an Rabbi Kuk verausgabte Serie besonders interessieren. Die in braun, oliv und blau gehaltenen Marken sind in Jerusalem gedruckt worden. ~ Gleichzeitig erschien auch eine Erinnerungsmarke für Isaac Leib Goldberg (1860—1935), einem der ersten „Zionsfreunde", der schon bei Gründung) des KKL diesem Land bei Chedera übertrug. BRIEFE AN DIE REDAKTION Bund Deutsch-Jüdischer Jugend und Agudah Berlin W 50, 10. Jan. 1936 An die Redaktion! In Ihrer Nr. 3 vom heu'iKtn Tage befindet sich unter „Orthodoxie. Zionismus und Paliistina-Autliau-' die folgende Notiz: „Oer Bericht Dr. Ehrmanns bot einen UelKrbiick über die politischen Palästina-Probleme, insbesondere im Zusammenhang mit der Legislative - Council- Frage. Kr erörterte 'he Zerlilikat>irn!ien der Agndah ,ind gab über die Yerteilungsprinzipicii der Agudali die Prinzipien bekannt, die hier schon mitgeteilt wurden. Interessant war ein Bericht über Besprechungen mit dem Ii. 1). J.J., der erklärt habe, da(J seine Menschen für Palästina nicht in Frage kommen, wenn doch, dann nur im Sinne der Agudah!" F.s tut uns leid, den Bericht an die-er nicht uniniere^-anten Stelle berichtigen zu müssen. Ks Iwstebt in unserem Bunde weder ein offizieller Beschluß noch eine inoffizielle Absiebt. Mitgliedern, soweit sie nach Palästina auszuwandern gezwungen sind, ausschließlich den Kmiriit in die Agudah zu empfehlen. Unsere Menschen stehen größtenteils nicht auf ge-etzcsircuem Hoden. Km plötzliches Bekenntnis zur Orthodoxie, würde daher weder ihrer Struktur noch aber auch der Einstellung der für unseren Bund maligeblichen Menschen entsprechen. Wohl aber würde ein solcher Schritt unsere Menschen mit Recht in den Verdacht bringen, ihre geistige Haltung aus Konjunkturgründen oder aus reinen Ressentiments herzuleiten. Es liegt nicht in der Linie unserer geistigen und erzieherischen Arbeit, pädagogische Krämpfen! Scheidungen zu Ire f.n. Wer von uns nach Palastina gehen muß, wird, wenn er eine wirklich echte Entscheidung bei uns gefunden hat, dieselbe dort ohne einen Bruch mit seinen bisherigen religiösen Ansichten auch außerhalb der Agudah vertreten können. Ks wird seiner eigenen Entscheidung überlas-eil b!cil>en, ob er frei von allen materiellen Erwägungen unter anderem such in der Agudah die Möglichkeit eines persönlichen Kin-atzes finden wird, wie es seiner Auflassung von echter jüdischer Arbeit entspricht. Mit ergebenem Gruß Bund Deutsch-Jüdischer Jugend Heinz Kellcrmann Hundesleiter säle für 8 bis 10 Studenten). Selbstredend gil>(. es auch Privatzimmer im Campus, für einen oder 2-3. Die Speisen sind arabisch, und europäisches Brot, ist selten. Aber man gewöhnt sich an das; ich habe mich an die arabische Küche bereits gewöhnt. Von Juden aus Deutschland sind wir nur zwei, ein Student, der sich jetzt der /.ahnheilkunde widmet, und ich. der ich Pharmazie studiere. Die Anfordemngen dieses amerikanischen Institutes sind durchaus auf dem .Niveau des von K.uropa. K* ujbt verhältnismäßig wenig Vorlesungen und jede Woche Tesrfrajen. Am Ende jeden Mona's sind schriftliche Prüfungen, die eine Sturide dauern und am Ende jedes Semesters Schlulipnüungcn. Wir -jüdischen S'u<Ien'en haben uns ade zu einem Verein zu - samiucii<;esrh!ossen. dem ,.Kadimah4'. Die!'ingangsspracbe in unserer Wu-inigun;; ist hebräisch. Wer dies noch nicht kann, wie Studenten aus Amciika, bekommt gratis t'nterricht. Wöchentlich sind Versammlungen und ein bis zwei Male im Monat sind Auslluge. Das Verhältnis zu unseren arabischen Kollegen ist gut, sogar sehr gut. Wir lernen zusammen und leben zusammen. Politische Themen werden nicht berührt. Wenn wir zu den Ferien nach Ercz Isiael fahren, werden zwei Autobusse "(mietet und mit Gesang geht es über Saiddah, eine rein aialn-ciie Stadt, zur Grenze Kas en Nakoura. Wenn der Autobus den Berg emporklcttcrt, selicn wir schon auf der Spitze rhe l'.uchstaben PAI.ESTINE in Hebräisch, Englisch und Arabisch. Als ich jetzt nach Haifa kam, leuchtete uns eine große, elektrisch beleuchtete Menorah entgegen. Ks war ein überwältigend! r Anblick für uns, die wir au- Bcyrouth kamen. Heinz Bender Ksra und Lud vvi''sha!cl: a. die heidnisdien Trauen Sehr gi Zur Ki der ..lud Disku'. ioi die Mi- Anmerkung der Redaktion: Wir geben dieser Zuschrift des BDJJ. gern Raum, weil sie die auf der Frankfurter Agndah-TOffling behauptete Verbindung zwischen der Agudah und diesem Jugendbunde dementiert. Insofern Aandclt es sich also nicht um eine „Berichtigung" unseres Berichtes über diese Tagung, sondern um eine Richtigstellung von Behauptungen, die dort von a gudi s tischer Seite aufgestellt wurden. Die Amerikanische Universität in Beyrouth Haifa, den 29. Dezember 1935 Rh. ehrte Kcdal. iien reli" Ii rr:,!i „ Weinst Liebe und Ttciie In i' und Innigki V< ür (eilt, iise M:.s. e;hf,l, al el.,,t hat, liinu ei-cn dicer K K r i Ste Tatlen P: et. II M a 1 e a c h i fi-slgerii ist. Ich m..<•*>• e in .ammenhange .-ut den ichen Aul-;i z ..Der M a 1 c a c h i" \ on An die Redaktion der ,,|üd. Rundschau" Mit Interesse las ich in Ihrer Zeitung die „Biiele von einer Orientreisc", von Klötzel, besonders den Teil über die American University in Beyrouth. Als Student an der A. U. B. möchte ich noch einiges hinzufügen. Unsere Universität besitzteine Fakultät für Musik (Institute of Musie), deren Leiter ein russischer Jude ist. Dr. Arkadie Kongnell. In diesem Jahre kam in die Musikabteilung noch eine Dame hinzu, ilie auch ludin i.-t, Frau Tina Mantcufcl. Der Anteil von jüdischen Studenten war 10 Prozent und ist jetzt ein wenig gefallen. Wir sind 130 jüdische Studenten aus aller Herren Länder. Die meisten von uns sind Palä-t ineriser. Einige jüdische Studenten aus Aegypten und Iraque sind bei uns, deren Muttersprache Arabisch ist. Eine große Zahl meiner jüdischen Kameraden stammt aus U.S.A. Sie studieren Medizin. Der Preis für das Studium ist im Verhältnis zu Amerika billig. Er beträgt ungefähr 120 X. Syr., das sind 360 RM. per Semester, inklusive Wohnung und Ksscn. Man ißt im \'niversitatsrestaurant und schläft in Dormitories (Schläfst eil', w-.r. diesem Zu anisehiulncii P r o p h e t Rabbiner 1 )r. Ludwig 1. e \ v in der Kcs-schni! 7n;n 75jühi igen IVsteheu ,ie, Jti<]i..cii-Tiien;,i;-j.. seiieu Seminars in Bre-Iau. 102<i. aufinei k -am ni.e iien. Lnlv, i:.; Lew schreibt in die-etn Aut-atz it. a.: „M.ilcai Iiis Klage und Anklage, von einem prophetischen Genius getragen, der an Ernst, und Wucht nicht hinter der früheren Prophetie zurücksteht, sieht in der Lockerung des Familienlebens die zentrale Gefahr, in der Untreue gegen das eigene Blut die drohende Auflo-ung. Von jeher war ja die Familie in Israel die Grundlage seines Hi'.tandes. Ursprünglich war es (Iiiptiinilive Freude, das naive Glück eines gesunden Volkes, das das Weib al, f rurin- I v.l. 1 ■ Zah feierte. Zudie eheliche solcher Zartlaß sie den niste Bild iebe zu sei-; und Scheireinzel: vor- < le La de in dieser äl- /•;'! ieer so starken Wirres I leaieltisehait-Icheils. die ktso auder Erde Muhenn.oioh.ocn Lebens 70g, schaben. Anders wurde 1 in der Rückkehr aus dem!• ' 7' war da s Volk klein naißn durch innere Kraft, ßte, Zusammenhalten und imimg ersetzen, was i und äußerer Macht las eikanute Maleachi, t seine Bedeutung. Die rißte rein erhallen b'eiinlt der Mischehe, che siiitg und zum Unter¬ Volkes führen mußte, vhwer.ste Untreue war gegen das eigene Weib, das eigene Volk und gegen Gott." (S. 275 f., 2. Bd.) Am Schlüsse seines Aufsatzes führt Ludwig Uevy aus: ..Maleachi war der Vorlauter Esras. E-ra nahm -eine Kordeningen n.V'h Reinheit des Hintes und Reinbeil des Kultus, nach Erhaltung der Familie und straffer Zusammenfassung der Nation auf." (S. 277, 2. Bd.) Rabbiner Dr. l'.rrist S; e c 1 1 ni a e h c r tan lor Au:l gang Ui die die Statistisches aus einer Mittelgemeinde Zahlen aus Oelsenkirchen Die nachstehenden Zahlen aus der Gemeinde Gelsenkirchen, der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Westfalens, geben nicht die Situation aller Mittclgcmeinden wieder; sie könnten höchstens als typisch für die Gemeinden des Rheinisch-Westfälischen Industriegebiets bezeichnet werden, Seelenzahl Ende 1932: 1411 Seclenzahl Ende 1935: 1077 weniger 334 23,6 0/0 Der Verlust von 334 Seelen verteilt sich auf: a) Sterbeüberschuß: Lebendgeburten Todesfälle Sterbciibcrschuß b) Wanderungsverlust: Zuzug Abzug bis 10 Jahre: 129 --= 12 % 10 „ 20 „ : 123 -. 11,4«,, jugendlich 23,4°/ 20 „ 30 „ : 136 12,6» „ 30 „ 40 „ : 203 18,8" f, 40 . 50 „ : 181 j6,S"_n mittleren Alters 48,2°/ 50 „ r>0 „ : 159 — M.8« „ 60 „ 70 „ : 103 9.7«,, über 70 „ : 43 - 3,9" alt 28,4°/ 1933 1931 1935 8 7 6 18 14 13 10 7 7 zusammen 21 18 26 14 158 98 112 Wandeiungsverlust 140 72 98 zusammen 310 insgesamt 334 Von den abgewanderten 368 Personen sind in andere Gemeinden Deutschland, besonders Großgcnieindcn, 112 30 «o gezogen, ausgewandert sind 256 70 »o. Etat der Gemeinde: 1932 57 150 RM,!•)), 32 775 RM., demnach 43 «o ■.veniger. Wahrend die Seelen/ahl der Gemeinde um 23,6 «.'<> abgenommen hat, hrfä«! die Minderung des Etats 43 n. Der Zuschlag zur Einkoir niensteuer betrug 1932 IS "K 1935 schon 30»». Hieraus folgt, daß die aus der Gemeinde Abgewanderten /. T. leistungsstarke < icmeindemitglicder waren, daß die Steuerkraft der noch vorhandenen Gemeindcrnitgiieder stark zurückgegangen ist. 1 iir Ii e r ti t s u m s c h i c h t u n g und F; ö r d c r u n g der Auswanderung sind in den letzten drei Jahren außerhalb des jtals <|(T (lcm,-jm!c durch freiwillige Leistungen der Geineindemitglieder und aus den Fonds der Gcmeindevereinc insgesamt 13 60(1 RM. aufgebracht worden. Unter Berücksichtigung dessen, dal) von den zentralen Fonds mindestens das Doppelte für die gleichen Zwecke und den gleichen Personenkreis beigesteuert wurde, können die Gesamtesten für die Berufsumschichtung und Auswanderung Bedürftiger aut mindestens 40 000 RM. veranschlagt werden. ff w a 1 d Stern, Gclsenkirchen Auswanderung: Palästina europäisches Ausland Uebcrsee 143 Personen 55,6 <'o 83 Personen 32,3 »« 30 Personen 12,1 «b 256 100 o/o Von den Auswanderern waren: Deutsche Reichsangehörige 119 Ausländer bzw. Staatenlose 137 Die Palästinawanderung verteilt sich auf: Kategorie A 1 (Kapitalisten) 38 Personen Kategorie C (Arbeiter) 51 Personen Kategorie D (Angeforderte) 54 Personen Altersaufbau der Gemeinde: Von den noch vorhandenen 1077 Gemeindcmitgliedern sind: ANTWORTEN DER REDAKTION Dr. S., Berlin O. Der amerikanische Bankier Morgan ist, wie wir in der „Jüd. Rundschau" wiederholt mitgeteilt haben, kein Jude. Er stammt aus einer rein arischpuritanischen Familie. Wenn, wie Sie schreiben, Morgan im Rundfunk als Jude bezeichnet worden ist, so kann es sich hier nur um einen Irrtum handeln. Kibuznik im Galil. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Antrage an die Palcstine üeophysical Society zu wenden. Aron Hirschfeld, Berlin. Zu der Frage der Zugänglichmachung des Nachlasses von Me ver beer schreiben Sie uns: „Schon die alte Sperre des Nachlasses bis 1934 wird von dem Musikgclehrten Julius Kapp in seiner Meyerbeer- Biographie als kleinliche und widersinnige Beschrankung hingestellt." Sic fragen, ob sich in der Sache nichts unternehmen ließe, um doch die Oeffnung der Archive durchzusetzen. Wir stimmen Ihnen gewiß darin bei, fiir solche Verhandlungen eine legitimierte Instanz, ausfindig zu machen. &tMtt-<3ti>0tUt Hauptgstclilft: Stadtbahnhof Börse Zwalggssctiift: Wilmersdorfs Str. 83 Qegt. 1826 Bettfedern, Daunen, Inlette. Bettwische, Daunensteppdecken, Bettstellen, Matratzen usw. Für AUSUfAnDERER

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