Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 103-104 (24.12.1935)
- Date
- 1935-12-24
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2653827-2653920--27965-2689426- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 103 104, 24. DEZEMBER 1935 PAIiÄSTI Sf A-BLATT Was eine englische Großbank berichtet Der Dezemberbericht der Midland Bank Ltd., I.ondon, enthält unter der Ueberschrilt: ״Palästinas Fortschritt — Ein einzigartiges Beispiel von Kapitalentwieklung“ eine umfassende Darstellung der Wirtschaftslage Palästinas, der wir folgende Abschnitte entnehmen: ״Die letzten Jahre kennen nur wenige Beispiele einer rapiden Kapitalsentwicklung in. großem Maßstab in Ländern, die nach ökonomischen Begriffen rückständig sind tltid vielleicht nur ein einziges, in welchem auswärtiges Kapital eine entscheidende Holle spielte. Dieses eine Beispiel liefert die jüngste Geschichte Palästinas als Resultat von Ursachen, die außerhalb der Landes liegen und keinen ökonomischen Charakter aufweisen. Bis vor vier oder fünf Jahren War die Entwicklung in Palästina relativ langsam, seither konnte aber das Land einen wachsenden Zustrom von Siedlern und Kapital aufweisen. Nach allgemeiner akzeptierter Ansicht befindet sich Palästina in einer ausgesprochen beneidenswerten Lage Der Außenhandel wächst rasch, der Index der Geschäftstfitigkeit ist hoch, es gibt praktisch keine Arbeitslosigkeit, der Staatshaushalt ist im Gleichgewicht, und die Regierung konnte einen beachtenswerten Ueberschuß ansnmineln. Die Ursuchen dieser günstigen Bedingungen liegen in den direkten und indirekten Auswirkungen eines reichlichen Knpitalstromcs ... Das• rapide Anwachsen des Einfuhrüberschusses ist dadurch verursacht, da 11 die Einwanderer Kapitalien ins Land bringen, jedoch weniger in Form von Geld, als von Waren, da die Devisenbeschränkungen den Transfer von Kapital in anderer Weise nicht gestatten.“ Der Bericht gibt dann die (unseren Lesern bekannten) Ziffern über di« Einwan derung der letzten Jahre wieder und fährt fort: ״ln Palästina bildet die Einwanderung, insbesondere von Juden, die im Besitze von Kapital sind, einen Kardinalpunkt der staatlichen Politik. Es wird betont, daß ״die Regierung bei Entscheidung über die Anzahl der zuzulassenden Immigranten durch die Aufnahmefähigkeit des Landes geleitet wird“ und dies« Methode ihre Stütze finde ״in der rapiden Entwicklung der letzten Jahre in komtnerzieller und industrieller Beziehung, die den Bedarf des Landes nach Arbeit gesteigert habe“. Es hat den Anschein, daß man Einwanderer mit Vermögen bevorzugt, wenn auch, wie bereits erwähnt, der effektive Transfer von Kapitalien auf Schwierigkeiten stößt. Immerhin wurde die Kapitals- Versorgung des Landes durch das relativ hohe Vermögensniveau der Einwanderung der letzten Jahre gefördert Im Jahre 1933 betrug der Prozentsatz der jüdischen Einwand^rer mit einem Vermögen von £P 1090 oder mehr 11 0/0 und stieg im folgenden Jahre auf 12 0/0. Hierbei war der Durchschnittsbetrag der reicheren Immigranten bedeutend höher als £P 1000, und der Kapitalzufluß des Jahres 1934 wird aut mehr als £P 10 Millionen geschätzt. Dies erklärt in Verbindung mit der Form der gemeinschaftlichen Investition, sei es auf rein geschäftlicher oder teilweise karitativer Basis, das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Verwendung für diese großen Kapitalien ist jedoch leicht zu finden, und eit* Teil davon ruht noch immer in dp*1 Banken, in Erwartung von ständigen Invesülionsmöglich- Zu den beunruhigenden Zügen der jüngsten Entwicklung gehört die Vermehrung kleiner lokaler Banken, deren es rund hundert gibt Nach einer groben Schätzung wurden im letzten Jahre £P 6 Millionen investiert in Bauten, 2>/2 Millionen in der Landwirtschaft, und 1 bis l'/2 Millionen in der Industrie... Der große Kapitalienfonds bewirkte infolge der Suche nach Investition«• möglichk eiten eine betont« Steigerung des Boden wertes, die nach der Meinung mancher Beobachter eine positive Inflation darslellt. ln derselben Zeit stiegen die Löhne im Baugewerbe und den verwandten Gewerben um die Hälfte (in den letzten zwei Jahren). Der Bericht schildert die Verhältnisse in der Land- Wirtschaft und im Ür angenexport und geht dann zur Industrie über: ״Die Industrie in Palästina hat bisher, wenn man die großen vom Ausland oder von Institutionen halböffentliehen Charakters finanzierten Unternehmungen ausschließt, nur begrenzte Entwieklungsmöglichkeiten gehabt. Eine Anzahl von kleinen Unternehmungen wurden von jüdischere Einwanderern, die sowohl das nötige Kapital als auch die notwendigen Erfahrungen besaßen, gegründet: diese entwickeln sich gut, parallel zum Wachstum der Bevölkerung und zum steigenden Lebensstandard. Die Basis der jüdisehen Ansiodltmg in Palästina ist die Landwirtschaft, und der Zug der Einwanderer in die Städte infolge der höheren Löhne wird von den jüdischen Organen sehr mißbilligt und Mußnahmen dagegen unternommen. Das gesamte, bisher in der Industrie investierte Kapital wird auf £P 6V2 Millionen geschätzt, wovon ein Viertel im Jahre 1934 bereitgestellt wurde. Die gesamte industrielle Produktion im Jahre 1934 wird auf £F 6yj Millionen geschätzt und ist zur Gänze für den Inlandsbedarf bestimmt. Die Fabriken beschältiglen 20 000 Arbeiter. Die vorliegende Darstellung regt zwei Fragen am. Einmal, warum der Zustrom des Kapitals so lange auf. geschoben wurde, wo doch die wirtschaftlichen Mög• lichkeiten des Landes bekannt waren; weiter, ob die gegen, wärtige Lage nicht die Gefahr einer Uebcrentwick• lung in sich birgt? Die Ursachen für den plötzlichen Kapitalzustroin sind verschieden. Erstens die in den letzte!) Jahren erfolgte Verminderung der Möglichkeit profitbriregender Veranlagung im Ausland. Zweitens die bereits auf• gezeigten Ursachen nicht-ökonomischen Charakters, die die Auswanderung von Volk und Kapital aus ihrer früheren Heimat unvermeidlich machten. ... ln anderen Teilen der Welt wurde die Aufbauarbeit meistens durch Pioniere geleistet, die ohne Mittel waren, während das Kapital vorn auswärts bcigeslellt wurde. Daraus ergab siel), daß das zu entwickelnde Land Jahr für Jahr, sei es aus eigenen Ersparnissen oder durch neue Anleihen, einen zunehmenden Betrag für den Zinsendienst seiner auswärtigen Schuld aulbringen mußte. In manchen Ländern kam es zum Zusammenbruch unter dem Drucke dieser Verpllichtung, und die investierten Kapitalien waren a la longue verloren oder trugen keine Zinsen. Dagegen haben in l’alüstina die Siedler den Großteil der für den Aufbau notwendigen Kapitalien selbst aufgebracht, und nur fering sind die Zinsen der Auslandsschuld. So wurden viele liilionen vom Ausland eingebracht, aber die auswärtige Schuld dürfte nur wenige Millionen betragen. Daher werden sich ״Zahlungsschwierigkeiten“ viel weniger als woanders ergeben, und dies ist das charakteristische Kennzeichen für die Ökonomische Entwicklung, und zwar auf lange Sicht, und dieses Plus deckt sogar die Gefahren einer mögliehen Ueberentwicklung und insbesondere etwaige Schwankungen der Ueberwertureg des Bodenbesitzes.“ Die Feier Pflanzung des König-Georg-Walds Jerusalem, 19. Dezember. (JTA.) Am 18. Dezember fand auf einem Hügel bei Nahalal der feierliche Beginn der Pflanzung des König Georg V.״Jubiläums־ watdes statt. High Commissioner Sir Arthur Wauchope pflanzte die von König Georg V. für den Wald gestiftete Zypresse aus dem Schloßpark von Windsor an ihrem neuen Standort ein, während der Präsident der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation Dr. Chairn W e i z m a n n, der Präsident des Keren Kajemeth und des Zionistischen Aktions-Comitds M. M. U s s i s c h k i n, der Vorsitzende der Palästina-Exekutive der Jewish Agency David Ben Gurion und andere jüdische Führer 25 Bäume pflanzten, die die 25 Jahre der Regierung König Georgs versinnbildlichen. Vor der Baumpflanzung besichtigte der High Commissioner den in der Nähe gelegenen Balfour-Wald, wo insbesondere die drei auf seinen Namen gepflanzten Bäume sein Interesse erregten. Beim Verlassen des Waldes überreichten Kinder aus Ciinegar dem High Commissioner einen Korb mit Waldprodukten. Nach der Baumpflanzung fand in Nahalal ein Festakt statt, bei dem der High Commissioner, M. M. Ussischkin, der Präsident des Jüdischen Nationalfonds in England, Captain Robert S o 1 o nt o n, und Dr. Wcizinan n Ansprachen hielten. Ansprache Sir Arthur Wauchopes Der High Commissioner erklärte, er habe mit großer Freude die Aufgabe übernommen, diese Zypresse zu pflanzen, vor allein deshalb, weil dieser Baum ein pers ö n 1 i c h e s Geschenk des Königs für den Jubiläumswald ist, und dann auch, weil er sich in besonderem Maße für die Aufforstung Palästinas interessiere. Der Königs- Jubiläumswald sei ein dauerndes Denkmal und stelle gleichzeitig als der größte gepflanzte Wald des L a n - des eine wertvolle Vermehrung der bewaldeten Flache Palästinas dar. Durch ihn werde die Naturschönheit der Jesrecl-Ebenc und der Berge von Nazareth erhöht werden. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache gab der High Commissioner seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß der Jüdische Nationalfonds beschlossen hat, hier auch eine Arizahl von Hartholzbäumen zu pflanzen. Die Schönheit des Waldes werde dadurch gewinnen. Jeder Baum werde dazu Das Ausland auf der Levante-Messe Von Dr. J. Adler, Tel-Awiw Auf der kommenden ״L<fvante-Mcsse Tel-Awiw 1936“ (30. April bis 30. Mai) wird neben der umfassenden lndustric- und Landwirtschaftsausstellung Palästinas selbst, der internationale Charakter auch diesmal gewahrt sein. Wie in einer Unterredung mit dem Messedirekioriutn mitgcteilt wurde, sind die Verhandlungen u. a. mit nachstehenden Ländern besonders weit vorgeschritten: In führenden Kreisen der Exportindustrie Belgiens wird eine wesentliche Vergrößerung der Musterschau «in permanenten Belgischen Pavillon geplant. Auch wird sich Belgien außerdem an verschiedenen Fachausstellungen Im Messerall inen beteiligen, insbesondere an der Häfen-, Schifffahrts- und Verkchrsausstellung mit einer Sonderschau der Antwerpencr Hafenvcrwaltung. Als Beauftragter der Regierung Dänemarks hat kürzlieh Konsul Friis Tel-Awiw zwecks Berichterstattung besucht; vor allem wird eine offizielle dänische Beteiligung an der Schiffahrtsausstcllung und an verschiedenen Gruppen der Landwirtschaftsausstellung, namentlich an der Zucht- und Milchviehschau, beabsichtigt. Die nationale Musterschau Frankreichs genießt die amtliche Förderung des Handelsministeriums und wird durch das offizielle ״Comite National des Conscillers du Commerce Exterieur“ vorbereitet, als dessen Delegierter der französische Messcfachniann Chcsncaux in Tel-Awiw eingetroffen ist. Es ist auch zu erwähnen, daß das europäische Zcntralbüro für die Organisation der Häfen-, Schiffahrts- und Verkehrsaus- Stellung sich in Paris befindet. Mit Griechenland, das als wichtiger wirtschaftlicher Machtfaktor im östlichen Mittclineergcbiet an der Messe besonders interessiert ist, schweben Verhandlungen über die erstmalige Veranstaltung einer nationalen Musterschau. im Ehrenkomitee für die Messebetciligung Großbritanniens haben der Koionialrninister und der Handelsminister des neuen Kabinetts Balclvvin den Vorsitz übernommen. Der Träger der Arbeit ist der Industriellenverband Großbritanniens (״Federation of British Industries“), dessen l)as Cihäude der palästinensischen Rund;1111!,Station bei Ramallah toto: U. Uruthkei, Jeiutfklcm in Nahalal beitragen, die Gegend reicher zu machen. Von dem Walde beschirmt, werde sie aufblühen. Zum Schluß beglückwünschte der High Commissioner die Organisatoren des Jubiläumswaldes und erklärte, er werde dem König mitteilen, in wie würdiger Weise das Andenken an das Regicrungsjubiläum durch diesen Wald festgehalten werde. M, M. Ussischkin legte in hebräischer Sprache die symbolische Bedeutung dieses Waldes als des Künders von Englands Rolle bei der Heimkehr Israels in das Land seiner Väter dar. Im Namen der englischen Judenhcit erklärte Robert Solomon die vom König gespendete Zypresse sei ein Sinnbild des jüdischen Schicksals. Wie die Juden sei der Baum vom Osten nach dein Westen gewandert und dann wieder nach dem Osten zurückgekehrt. Die englische Judcnheit empfindet tiefen Stolz üher den Fortschritt des jüdischen Aufbauwerkes in Palästina. Der Redner wies sodann darauf hin, daß das Britische Reich Bekenner aller Religionen umschließt und die brüderliche Verbundenheit der ganzen Welt darstellt: jeder in ihm stellt seine besonderen Gaben dem Gemeinwesen zur Verfügung. Namens der Kommission des Jubiläumswaldes dankte Robert Solomon dem High Commissioner dafür, daß er die Einweihung dieses Waides vorgeuommen habe, der für immer Zeugnis abfegen werde für die Verehrung, die die englische Judenhcit dem König entgegenbringt. Dr. Chairn Weizmann führte aus. er sei überzeugt, sowohl im Namen der Judenheit Palästinas als auch in dem der Juden des Britischen Reiches zu sprechen, wenn er Stolz und Genugtuung darüber zum Ausdruck bringe, mit diesem Zeichen der Dankbarkeit dem König verbunden zu sein. Unter der Herrschaft Seiner Majestät habe die Bewegung zur Rückkehr der Juden nach Palästina eingesetzt, die Balfonr-Deklaration wurde erlassen und das I> a 1 ä s t i n a - M a n d a t geschaffen. Englanu sei die Ermutigung der Entwicklung auch des Jüdischen Nationalfonds zuzuschreiben. Die Juden hätten allen Grund, sich der Huldigung des Reiches für den König anläßlich seines Jubiläums atmischließen. Als Erinncrungsmal hierfür würden in Palästina Bäume stehen, ein Sinnbild der Kraft und des Friedens. Präsident Sir Francis Joseph sich auch persönlich stark für den Ausbau der britisch-palästinensischen Handelsbe- Ziehungen interessiert. Von führenden jüdischen Persönlichkeiten des britischen Wirtschaftslebens, die in dem Komitee aktiv mitwirken, sind Sir Robert Walcy Cohen, Lord Melchett und Marquis of Reading (der frühere indische Vizekönig) zu nennen, von weltbekannten britischen Großitidustricllen der ״Auto-König“ Sir Herbert Austin und der ,,Seiten- König“ Lord Levcrhulmc. Im Rahmen der Messe soll der (in den Mai fallende) ״Empire Day“ — der Feiertag des britischen Weltreichs — begangen werden und aus diesem Anlaß eine Rundfunk-lJebcrtragung über ״Radio Jerusalem“ aut alle Sender des Imperiums stattfinden. In Holland hat das Auslandsdepartement der Utrechter Reichsmesse die Vorarbeiten für die nationale Musterschau in Tel-Awiw übernommen; vor allem wird eine repräsentative Ausstellung der holländischen Viehzucht vorbereitet, die hiervon eine wesentliche Expansion ihres Exports nach dem Orient erwartet. Der neue Pavillon Oesterreichs wird nach Plänen errichtet werden, die hervorragenden Vertretern der Wiener Baukunst zu verdanken sind, ln der Förderung der osterreichischen Musterschau wirken (las Handelsministerium, die Handelskammer in Wien und das österreichische Generalkonsulat Jerusalem zusammen. Die Verhandlungen zur Erweiterung der Messebeteiligung Polens (das schon auf der vorigen Messe mit einem aUgemeiucn polnischen und eiuern speziellen Lodzer Pavillon erschien) kamen soeben in 1 cl-Awiw, anläßlich der Anwesenheit des Vizepräsidenten der Polnisch-Palästinensischen Handelskammer, Maximilian Friede (Warschau), zum Abschluß. Besonderes Interesse bringen polnische Wirtschaftskreise der Landwirtschaftsausstellung entgegen, sowie auch der Schifffahrtsausstcliung, da zwei polnische Schiffsfiiiicn regelmäßig nach Palästina verkehren, nämlich neben der Konstanza- Haifa-Passagierlinie jetzt auch eine Frachtlmie Gdynia—Jaffa. Das offizielle Komitee für die Mitwirkung Rumäniens an der Levante-Messe Tel-Awiw 193b steht unter dem Präsidiuin des Handelsnimisters Dr. Costinescu und des Landwirtschaftsministers Sassu und um fallt neben den leitenden Ministcrialbcamtcn zahlreiche führende Persönlichkeiten der lndustric, des Exporthandels und des Verkehrswesens aus allen Landesteilen. Aus der Schwei z wird vor allem eine Ausstellung- Kollektion des Maschinenbaues, der Werkzeugindustrie, der Elektrotechnik und der Präzisionsmechanik angekündigt, unter besonderer Berücksichtigung des AuJbaubcdarfs der orientalisehcn Länder. Von außerordentlicher Vielseitigkeit wird die Messeschau der Tschechoslowakei sein, wobei in erster Linie solche Industrien zu Worte kommen sollen, die keine ausgeprägte Konkurrenz für die junge palästinensische Industrie bedeuten. Verhandlungen mit den Aulkmhandelsstellen der Türkei lassen heute schon aimchmen, daß eine höchst interessante türkische Musterschau zustande kommen wird. In den USA. gehört Präsident Rooscvelt persönlich zu den Befürwortern einer großen repräsentativen Musterschau aut der Tel-Auiwer Messe, deren Förderung der offizielle ״National Foreign Trade Council“ übernommen hat. m London, 19. Dezember. (JTA ) Am 19. Dezember lichtete im Unterhaus der Abgeordnete Major Proctor an den Staatssekretär des Departements für Uebcrseehandel, Captain Wallacc, die Frage, weichen Betrag sein Departement für die Förderung der englischen Beteiligung an der bevorstehenden Levante-Messe in Tel-Awiw ausgegeben habe und welche Informationen über die Zahl der teilnehmenden Länder vorlägen. Captain Wa I lace antwortete, das Departement werde bei der I el-Awiwer Messe ein offizielles Büro haben, dessen Kosten etwa 15(1 Pfund betragen würden. Der zweite Teil der Fuge könne noch nicht beantwortet werden.