Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 97 (3.12.1935)
- Date
- 1935-12-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit6 ״ JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 97, 3. XII. 1935 Jüdische Friedhöfe in Schwaben Von Dr. Ludwig Mayer, Augsburg der Friedhof in Kriegshaber In der gleichen Zeit, in der (vgl. ״J. R.“ Nr. SO) angelegt wurde, entstanden auch die jüdischen Friedhöfe in R n 11 e n w i e s e 11 (etwa 1632) und Binswangen (etwa 1663); offenbar waren für die trrich- ״tuntj auch dieser beiden Friedhöf!.׳ die durch den Dreißigjährigen Krieg geschaffenen Verhältnisse maßgebend, die die F: herige Benützung des damaligen jüdischen Ze.itrallriod 10.s für Mittelschvvaben in Burgau seitens der vielen ji'iJi dien Gemeinden ohne eigenen Friedhol nicht zuliclicn. Beiden Friedhöfen ist gemeinsam, daß im taufe ihrer Geschichte auch ihr Bestand umkampft war, da die benachbarten Grundherreil wiederholt Eigentum oder sollstige Rechte an ihnen beansprucht: 11. Schließlich konnten die Judengemeinden Buttenwiesen mul Binswangen trotz großci finanzieller Opfer die F’rhaifung ihrer Friedhofe bis in unsere Zeit sichern. Bei dem Friedhof in Butt c n wiesen ist vor allem be- Gegensatz, zu den sonst stets enden jüdischen Landfried- Einziges noch erhaltene llolzgrubtnal auf dem Friedhof IhiUenu'icsen censwe i e r 11 a Hier a u hol: Armut der in Juden Weist ' große Ali/ali dnuu ,aller di teil ist. Der jiul i Schwärz gi 11: t, dal: er — 1 ui l )!■tsehaf teil rekt neben der Ortssynagoge liegt. Auf die große 11 imliuiM Jaiirhunderten in Biittenwiescn lebenden : sor ai.ini der Fbu-tand hin, daß früher eine sehr;1111 von 1 liil/grabmalei 11 vorhanden waren, von mehr eines bis zur Gegenwart erhal- H’dn of von R i 11 s w a n g e n (der hei als Riehtstitte), verdient Platz allein : * m Friedhof Ihil lemoiesen mit dahinterliegenüer Synagoge, int eressant der Stab mit der Schlange über eien mit hebräischen Inschriften versehenen Gesetzestafeln auf dem Dache der Synagoge I* •'.וי! וו. Ludwig Slajer, .Vugaburg schon wegen seiner einzigartigen Lage. Erwähnung. Er liegt auf einem Höhen/ug zwischen Donau und Ztisam, von ihm aus schweift der Blick über das weite Danautal bis zum ״schwäbischen Rom", der alten Stadt Dillingen a. d. Donau. Dieser 1 lühenfriedhof ist aber auch ein Waldfriedhof. Uralter Baumbestand und wildes Gestrüpp verleihen den teilweise Jahrhunderte alten Grabsteinen einen wildromantischen Charakter: Fr ist der typische alte Jtidenfriedhof! In früheren Zeiten war er nicht allein für die jüdische Gemeinde Bins• wangen, die eine sehr schöne Synagoge besitzt, bestimmt, sondern diente gleichzeitig auch als Zentralfriedhof der kleinen Judenquarticre ‘der dortigen Gegend (Ftnmcrsacker, Lauterbrtinn). Wenn auch die Grabsteine dieses Friedhofs nicht das hohe künstlerische Niveau der des Friedhofs in Kriegshaber erreichen, so wird der Besucher aber durch die unvergleiehüeli erhabene Lage dieses Friedhofs reichlich eiltschädigt. An die jüdischen Komponisten Von Joachim Stutschewsky, Wien H'Tr geben dem unermüdlichen Vorkämpfer der füdisehen Musik das Wort zu einem Aufruf an die jüdischen Musiker. Das Problem selbst, das gewiß ein vielschichtiges ist, wurde wiederholt in der II." diskutiert. (Eed.) In dem tiefschürfenden IJmwandltmgsprozeß, der die Juden unserer Zeit erfaßt und durchflutet, will ein Teil die Zeichen der Wende nicht, erkennen, nicht auf sich wirken lassen: Die jüdischen Komponisten. Ueber die ganze Welt verstreut, schreiben sie noch immer, als ob inzwischen nichts geschehen wäre, französische, deutsche, russische, amerikanische Musik und steilen sich diescrart außerhalb jüdischer Gemeinschaft, jüdischen Schicksals. Die ganze Reihe jüdischer Musiker von Mendelssohn bis Mahler und Schönberg (letzterer hat erst vor kurzem zum Judentum zurückgefunden) hat dem Judentum den Rücken gekehrt, ihre jüdische Substanz völlig eingebüßt, Sie hatten sich in den letzten hundert Jahren an die verschiedensten Völker assimiliert, eigneten sich die Formen anders gearteter Musikkulturen an — sie teilweise befruchtend und bestimmend — und verioren sich allmählich ganz an die Fremde. Das jüdische Volk kann es sich nicht mehr leisten, auf seine bedeutendsten schöpferischen Kräfte zu verzichten. Wir wünschen, daß ihre schöpferischen Talen dem jüdischen Volke zugute kommen, als jüdische Schöpfungen gewertet und gebucht werden. Und das wird der Fall sein, wenn der jüdische Musiker sich seines Volkstums, als unmittelbare Triebfeder jeglichen Schaffens, voll bewußt wird, und lernt, seinen kirnstlerischen Emotionen und Phantasien echten und wahren jüdisehen Ausdruck zu gehen. Fr muß den Weg zur Erfüllung eigenen Wesens suchest mul finden: Jude werden, als Jude leben, sich menschlich und schöpferisch als Glied seines Volkes fühlen. Erst wenn dem jüdischen Musiker sein Judesein voll zum Bewußtsein kommen, er durch Kenntnis jüdischer Lebensformen, Tradition und Wesensart die innere Ausgeglichenheit, Sicherheit und Ruhe gefunden haben wird, können seine musikalischen Schöpfungen ■von diesem neuen Lebensgefühl beseelt und getragen, jüdisch werden. An dieser Stelle möge noch ein Wort von Romain Rolland, der gewiß ״ein Feind jeglicher Nationalismen“ ist, Erwähnung finden: ״Ich habe fast immer konstatiert, daß die bedeutendsten jüdischen Geister unserer Zeit (wie auch des vergangenen Jahrhunderts) •— Denker, Schriftsteller, Künstler, Musiker — etwas Unvollständiges an sich haben, nicht in der Form, sondern im Wesen — ein gewisser Mangel an innerem Kern ist an ihnen bemerk har. Man könnte sagen, der Boden unter ihren Füßen sei ihnen nicht sicher genug, oder dal! diese reichen Ströme von Leidenschaften und Ideen von ihrem natürlichen Fluß al> gelenkt, seit Jahrhunderten ihr altes Flußbett suchen, den Weg, den die Natur für sie gebahnt hat. Auch ich sehe ihn (den Zionismus) für euch in der Rückkehr, in der Treue zu sich selbst, in der Uebereinstimmung mit sich selbst, in der inneren Aufrichtigkeit, der vollen und absoluten.“ (Aus einem Brief Romain Rollands an Rabbiner I)r. J. Ziegler. Veröffentlicht in: Dr. J. Ziegler, ״Romain Rolland in Jean Christof über Juden und Judentum“. Wien 1018.) Wir denken nicht daran, uns von der europäischen Musik loszusagen und können fernerhin leidenschaftliche Anhänger, Freunde und Förderer der Musik anderer Völker sein. Darüber hinaus erstreben wir eine Musik, die aus der Volksgebundenl1cit_ des jüdischen Komponisten gespeist und getragen, im Jüdischen verwurzelt ist. Wenn sich die jüdischen Musiker, und es sind heute ihrer nicht wenige, bemühen wollten, die Liebe _ zum eigenen Volke zurückzugewinnen, zur jüdischen Geschichte und Kultur zurückzufinden, werden wir in kürzester Zeit eine j ii d i s c h e IC u 11 s t m 11 s ik, gleichwertig der anderer Nationen, besitzen. Es liegt ausschließlich an uns selbst. Am jüdischen Musiker’ und nicht zuletzt natürlich an der Bedeutung, die die Juden, in denen ein ausgeprägter Musiksitin seit Generationen lebendig ist, der Musikäußerung beimessen wollen. Ein gewaltiges Erbe trägt der jüdische Künstler in seinem Blut und Geist, das auf Erfüllung irn Kunstwerk wartet. Jüdischer Musiker: Dein Schicksal ist, als Jude zu leben und zu schaffen! Lerne das Judentum lieben, schätzen und empfinden; erfülle deine heilige Mission dem Volk gegenüber. Dein Volk ruft dich, erhebt auf dicFi Anspruch! Uebernimm endlich die ganze Verantwortung vor dem gewaltigen Genius deines Volkes und schaffe aus den tiefsten Tiefen deine neue, eigene Welt. Kehre um und sichere deinen nächsten Schöpfungen Wirkung und Zukunft. Bahne der jüdischen Musik den Weg! n an! והה מווו וו ח ו וחח הווו ווווו .*. זסמדים yiNln• והאו UMZÜGE AUSWANDERUNG BERUFSWECHSEL TODESFÄLLE sind Anlässe■ zu Buchet-Spenden fütdUB&UMekeHiHSu&lstael ZentraJsamraelatelle! Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin WISh Mcinekestrafte IC Ruf: J1 (Bismarck.) 165ל Apparat 44 ״Gesellschaft der Frennde der Jerusalem •Bibliothek e.V.M Postscheckkontos Berlin 46620 Literarische Notizen ״Kinderhaus 40“ heißt ein neues, im Zcntralverlag Moskau-Charkow erschienenes Buch von Feiwel Sita, das in Rußland zur Zeit einiges Aufsehen erregt. Der junge jüdische Autor, der selbst zu den vielen durch den Krieg und die schweren Jahre elternlos gewordenen und verwahrlosten Kindern gehörte, beschreibt die Erlebnisse und die Erziehungsmethoden in einem russischen Kinderhaus. Von L)r. Israel Zinbergs ״Geschichte der Literatur der Juden“ sind sechs Bände mit 2400 Seiten erschienen (im Verlag von ״Nasz Pszeglod“ in Warschau). Der letzte Band, der die jiddische Literatur bis zum Ende des 18. Jahrhunderts behandelt, enthalt eine Fülle bisher unbearbeiteten Materials. Der Verband jüdischer Schriftsteller in Paris bereitet für das neue Jahr die erste!Nummer einer Zeitschrift vor, die ״Pariser Journal“ (für Literatur, Kunst und Kulturfragen) heißen und auch einen größeren Theater- und Filmteil erhalten soll. ״The Romance of Hassidism“, ein über 400 Seiten starkes Werk über Geschichte und Eigenart des Chassidismus, ist bei Macmillan Co. in New York erschienen. Es stammt von. Rabbi Jakob Winkin und wird als das beste englische Buch über den Chassidismus bezeichnet. Es behandelt zunächst die mystischen Strömungen im Judentum von ׳ler Bibel an und nach dem historischen Ueberblick Lehre und Wesen des Basischem, des großen Maggid, und der Späteren bis zum ein wenig kraß gezeichneten Niedergang, und auch die literarischen Nachspiele der Bewegung, vor allem bei I. L. Perez und in An-skis ״Dybuk‘1 werden kurz dargestellt. Rabbi Jüdel Rosenberg ist gestorben. Von seinen Anfangen in Talro, wo er mit 17 Jahren Leiter der Jeschiwa wurde, bis zu seiner letzten rabbinisehen Tätigkeit in Montreal hatte er ein an Entbehrungen und Verpflichtungen wie an literarischer und wissenschaftlicher Arbeit gleichermaßen reiches Leben geführt. Von seinen zahlreichen Büchern sind vor allem die talmudistisclien und kabbalistischen zu erwähnen. Die größte Popularität dürfte sein ״Jalktit Eiijahu ha Nabi“, eine Sammlung aller Erzählungen, Legenden und Deu* tungen der volkstümlichen Gestalt des Propheten Elia, erreicht haben, seine wichtigste Arbeit aber ist wonl die Uebertragung des Buches ״Sohar“ aus dem Aramäischen ins Hebräische. In Moskau ist, 53 Jahre alt, der Schriftsteller Mosche Teitsch gestorben. Er hatte sich schon um die Jahrhundert• wende als politischer und lyrischer Autor einen Namen gemacht und war mach der Revolution der erste russisch-jüdische Schriftsteller, der den Industrialisierungsprozeß des Landes in realistischen Erzählungen darstellte. wie jemand, der <I!■11 Glauben verloren hat, daß sich dafür ein Käufer finden könne. Hinter ihnen :ringen Ordner, ihre mit Papieren gcfi'illten Akten!a*e!1rn unter der Achsel. Die Aufschrift, die sie trugen, hieß: K e i n e O r <1 n u n g An dünnen Fäden befeüigte Ballons flogen in der Luft, auf (lenen mit Ienel1l.׳nd1׳n Buchstaben stand: Mi 11 i oncn und di(> I.eilte, die sie in der Luft baumeln ließen, hatten dünne Beine und trugen zerdrückte Hüte. Im Zentrum der Gruppe wurde auf Schultern ein großer Motor aus Karton getragen mit der Aufschrift: Aulier Betrieb Alle diese Gruppen blieben auf ihrem Zug von Zeit zu Zeit stehen, schwenkten ihre Aufschriften und setzten ihren Weg fort. Ihnen folgte eine aridere, überaus zahlreiche und lautlärmende Gruppe mit einer großer! leuchtenden Aufschrift: Gesindel Hier gingen Herren mit gepflegter Frisur und von gutem Aussehen, Damen in seidenen Kleidern mit au (getrennten Nähten, Burschen, an deren vielfarbigen Anzügen rote Erde klebte, junge Mädchen in Münnerklfidem. zigaretlenrauchend und die Arme um die Schultern junger Leute gelegt. Von den Dahinzielienden nahm keiner Notiz von! andern, sondern jeder hetorile seine persönliche Note. Daher waren hier l'arben und Aufschriften in bunlem Durcheinander, die das /Auge jedesmal von neuem überraschten. Den Zug beschlossen einige Bedien Männer: Beton-, Stein- und Metallarlx-ifer, die ihre Werkzeuge auf den Schullern Irugen und mit schwerem Schritt gingen, ohne zur Seite zu blicken. Hinter dem Zug strömte ganz Teura, Männer, Frauen und Kinder. Während die Nachhut eben auf der einen Seite wegzog, kam die Spitze des Zuges wieder von der andern heran. Die Kapitalisiert standen an den Fenstern und begriffen den Ernst der Situation. Als der Zug vorbei war, begannen sie ihre Bemerkungen zu machen: ״Sic haben sich einen Spaß gemacht, die Teuraer.“ ״Haben sich selbst an den Pranger gestellt.“ ״Haben sich über sieb selbst lustig gemacht.“ ״Auch über uns.“ Im Zimmer herrschte bereits Dämmerung, so daß niemand gemerkt hatte, daß Lisa eingelreton war. Erst als sie zu sprechen begann, wandten sich alle zu ihr: ״Das ist der Sieg des alten Ödlands über den Beton, Vater! Schafft Bat, iiir Leute des Geldes, sonst werden diese Häuser veröden und die Straßen menschenleer werden!“ Anfangs blickten die Umstehendem verwundert auf Lisa, die im Hauskleid und In Pantoffeln aus ihrem Zimmer heruntergelaufen war, um sich von dem Schrecken zu erholen, den der sonderbare Zug in ihr erregt balle. Sie waren betroffen, daß die Enttäuschung bis zu Lisa gedrungen war, die doch vor! all dem, was draußen vorging, verschont zu sein schien. Alle standen eine Meile lang stumm und waren froh, daß die Schatten der Dämmerung sie einhiillte. Als erster fand Nassen die Sprache wieder und sagte mit schwacher Stimme: ״Morgen machen wir den letzten Versuch. Wir werden Agar vom Werkareal hernifen.“ 23. KAPITEL Der Ausweg ls Agar am Morgen das ״Weiße Haus“ verließ, um nach Teura zu fahren, sah or plötzlich Raschid vor sieh, der seil Anbruch der Morgenröte auf der Terrasse gesessen und auf Agar gewartet halte. Bereits eine Stunde halte er hier gesessen und sieh von dein weiten Weg ausgeruht. Im llalbschlumnwr hatte er nochmals die letzten Ercignisse überdacht, die zum endgültigen Bruch zwischen ihm und den Zelten geführt hatten. Als er diesmal zum Werkareal gekommen war, fühlte er, daß er das Oedland, 90 wie er es seil seiner Kindheit kannte, hinter sich gelassen habe, und daß, falls er es später wieder einmal sehen würde, dies ein anderes Oedland sein werde. Raschid fühlte keine Heue über das, was geschehen war, und machte sich keine Gedanken darüber, was die Zukunft bringen werde. Als Agar aus der Pforte des Hauses kau!, richtete sich Baschiel auf, ging ihm entgegen und sprach «len Morgengruß. ״Wie geht es dir, Raschid?“ ״Gut, Chawadja Ingenieur, 90 gut wie dem ,Weißen Haus‘, das über das Oedland siegt.“ ״Tut es dir leid, Raschid?“ ״Vielleicht tut es mir leid, aber der Verstand sagt, daß cs ein Schicksal ist, gegen das der Mensch nicht an kann.“ ״Ist es wirklich mir das Verhängnis eines Schicksals, Raschul?“ ״Das Verhängnis eines Schicksals, oh, Chawadja, wie das Verhängnis jedes Schicksals, sei es Kornbrand oder Ueberschwemmung, Seuche oder Hungersnot.“ ״Jeder Mensch, Raschid, muß sich diese Unterwerfung gefallen lassen, auch wir Leute der Arbeit sind dem Lebenszwang unterworfen und nehmen Arbeit und Müdigkeit auf uns. Die Zelte müssen den Steinhäusern einmal Platz machen.“ ״Müssen die Zelte wirklich aus dem Oedland fort? Und was wird dann kommen?“ ״Dann wird das schwere Leben des Alltags kommen, Raschid, die Arbeit des Alltags, die jeden Winkel im Oedland nutzbar machen wird. Das Oedland wird dann nicht, mehr in seiner starren Pracht verharren. Lebendige Menschenhand wird sein Aussehen zehnmal verändern. Dort das Feld wird in eine Fabrik verwandelt werden, und der Fabrikplatz wird im Laufe der Jahrhunderte wieder zum Brachland werden. Aber dieser Wechsel wird sich auf dein Wege immer modern«rer Arbeitsmethoden vollziehen. Der Zeltvorhang ist dein Steinhaus gewichen, der Stein wird zum Beton, und auch der Beton wird sich schließlich in etwas Neues verwandeln.“ ״Und dann?“ ״Niemand kann sagen, was dann sein wird. Der Mensch ist dazu geschaffen, seine Begabung und seinen Schaffenstrieb zu sinnvollen und nützlichen Werken zu gebrauchen. Da, Raschid, kelir nun zum Werkareal zurück und reich den Leuten der Arbeit die Hand. Beton und Eisen sind nur Material. Welcher Art der neue Glaube ist, den sie uns bringen, wissen wir nicht.“ Raschid sah Agar zum ersten Male ringen wie alle Mensehen. Mit dem feinen Empfinden des Ocdlandssohns fühlte er, daß er und Agar und alle Menschen dasselbe Schicksal haben. (Fortsetzung folgt)