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Jüdische Rundschau · 1935-11-19 · Heft 93 (19.11.1935) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 93 (19.11.1935)
Date
1935-11-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite T 4 JÜDISCHE RÜNDSCHA0 Nr. 93, 19. XI. 1935 Offenbach-Abend fessor Rosenber^, X.riil der Teilnehmer begrenzt. Meldungen an die Gesundheit‘.vcrw.iliung der Jüdischen Gemeinde, N 65, Persische Str. 2. Abendkurse der Privaten Jüdischen Handelsschule. Englisch (Fortgeschrittene): Mittwoch, 20.30 Uhr; Spanisch (Anfänger): Dienstag, Donner,fag, 7.30 I hr; Kai?schritt (Anfänger): Dienstag, Donnerstag, 7.30 Uhr. (l'oitgrsrhr ittenc): Montag, Mittwoch, 7.30 Uhr. Ort: Schule, Sicgniimddiof 11, Eingang III, 2. Anmeldungen bei der Schulleitung, .־V 24, Artillcricstr. 31. Sprechstunden 12—1 Uhr (D 1 0650). Vereine Schachabteilung des JTSC. Bar Kochba-Hakoah. Spielabende rcgelmaüig M :: ׳Mitgcr Str. 19, Konditorei Hansa; Dienstag und Freitag, 20 Uhr. — Jüdischer Religionsvcrcin Friedenau-Steglitz und Umgegend, Stier,tr. 21. \'ortr;sK von Rabb. Dr. Winter über ״Wohltätig!,eit׳־ am 26. N'ovemher. 20 Uhr. — Jüdischer Museutnsverein. Mitglied״veioumiihin״ am 19. Dezemher, 20.15 Uhr, im Museum, Oranienburger Str. 31. — Gruppe Friedenstempei im Synagogenverband Berlin. A 1,1 20. November, 20.30 Uhr. hei Leon. Kur- 1111 ,tetulanmi 1 53 1 56 Voitruq von Dr. Max Nußbaum: ״Wir luden von heute — ein x oik wandelt sein Gesteht“. — Gesänge: Susanne Stein, M ibielm Gut!mann. — ,,Beth Zion“. Am 23. November Gesell, selt.tit.alit 11(1 itn Gau■ Leon. Kurlur.tcndamnr 115-116. Ansprache: Rabl). Dr. )•,. La 11( l.m. Vortrag: Direktor G. Kareski. Gesänge: il}!(׳lm Saulor. Kleine Nachrichten Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin SW 19, LimlenMr. 48.50, TW.: A 7 iKinhofi 307308־. Falls eine Neubesetzung der H.1׳! d!;du«!׳.י!!!• n.trli <!» n Aijvfiihrim^-hes!imrnungen desHesetzes sich jetzt eriil.rigi, m!h! um •rfiloftige. nur schriftliche Abmcl«lung der Stolle heim Judi-ili ח Ai!hu! ou־■!! wt׳is IVrlm SW 19, I.mdcrutraßc 48-50, gtlH-ien. Wtzo-Heim. Kur Heim wird Geschirr (aus rituultrn 1 hm-b.!i!. ul 1n>d M«>U4 (TG■ In, S־iilde, Klcintnühcl) benötigt. Mi'lfluugon Bhuuch 711)5, v;m 9 3 1111־'. 4000 Dttnam Boden aus 50000 blauen Büchsen Keren Kajemeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) E. V., Berlin W 15 Po s t sc hec k - K o ri t o: Berlin Nr. 28247 Im Nov emb er 1. Büchsenleerung Autorenabend des Vortrupp-Verlages. Der Vortrupp- Verlag hang in das Rote-Krci!/-!laus, Fasanenstraße, zu seinein /weiten Autorenabend eingeladen. Nach der Begrüßung durch Hans Joachim Sehoeps las Camilla S p i ra die Er- Zahlung von Max S a 111 t e r: ״Das Erdbeben“. Sie läßt erkennen, dal’ Saurier Begabung h,־ri, doch die Psychologie des löjiilii igt-11 Knaben klang an einigen Stellen ziemlich gezwungen, im ganzen spürt man an der Erzählung das Tastende, gewissermaßen Empirische der Entstehung, es ist noch nicht der reine Fluß des Erzählens. Camilla Sptra liegt mehr das Frauenhaft-I.eise der Gestaltung, sie brachte mandies überbetont. Der Essay von Sehoeps: ״Franz. Kafka oder der Glaube in der tragischen Position“ ist eine ernste Arbeit und zeigt Verständnis für Sinn und Wesen von Kafkas Werk. R. M. Um Verzögerungen zu vermeiden, bitten wir dringend, Manuskripte und Einsendungen, die für die Redaktion bestimmt sind, nicht an Einzelpersonen, sondern an die Redaktion zu adressieren. Gastspieloper des Kulturbundes Die Offenbach-Auffülirung der neuen Gastspieloper (des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschfand und der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde) kann der Beginn der Lösung einer wichtigen Kulturaufgabe sein. Es geht um die Erarbeitung eines richtigen Offenbach-Bildes. . uwf zlus.• ״liarrni weint — flansi lacht“. Von links nach rechts: Müllerbursche (Richard Dresdner). — Ein Weinbauer (Leu Rohr). — Ilanni (Thea Siltcn-Stuckenschmidt). — Niklas (Julius Kuthan). Folo: J. Ab״!..». Dazu gehört, daß man die vielen unbekannten und wertvollen Stücke des Meisters der Vergessenheit entreißt, daß man durch die Art der Auswahl allen mm Bewußtsein bringt, dal) es nicht damit getan sei, Offenbach unter Operettenkomponisten zu rubrizieren. Der Erfolg der Aufführung von ״Ein Eh’mann vor der Tür“ und ״Die Hanni weint — der Hansi lacht“ durch die Gastspieloper macht es wahrscheinlich, daß eine Offenbach-Renaissance Boden finden würde. Die Premiere zeigte, daß man mit ernster Arbeit, Ensemblegeist, mit sparsamen, fast asketischen Mitteln, vor allem mit einem richtigen Stück voll Heiterkeit und girier Laune ein jüdisches Publikum zu bereichern vermag. Die musikalische Einstudierung war überaus sorgfältig. Ernst Ewald Gebert leitete umsichtig die Aufführung. Das Karnmerorchester, das aus Streichern und einem, die Bläser ersetzenden Klavier bestand, bot ein frisches Zusammenspiel und wandlungsfähige Schattierungen. Hier sind Möglichkeiten, die wciterentwickeit werden können. Der Pianist Paul Liehtenstern verstand cs, sich mit lichtem Ton dem Streicherklang anzupassen. Gebert hatte auch für ein gutes gesangliches Niveau gesorgt. Da schien jeder seinen Platz mit ehrlichem Bemühen und ohne viel Prätention auszufüllen. Die beste Leistung im ״E h 'man n“ war die Lilli Heinemanns als Rosine; sie hat einen leichten, kleinen Koloratur-Sopran, Jaden als Pflichtarbeitei■־ Oer ״Angriff“ befaßt sich in einem längeren Aufsatz mit der Tatsache, daß iüdisehe Wohlfahrtseinpfänger als Pflichtarbeiter in Berlin beschäftigt werden. Unter den bei den Bau eines Sportfeldes beschäftigten 420 Arbeitern, so schreibt das Blatt, befinden sich auch 2S0 jüdische Pflichtarbeiter aus fast allen Berliner Bezirken. Genau wie die ariden sie mit viel Koketterie wirken läßt. Außerdem kann sie sich gewandt bewegen. Richard Dresdner wußte die Rolle des heruntergekommenen, etwas überspannten Musikers Florian Specht mit Leben zu erfüllen, allerdings ohne Ueberpointierfheiten beim Sprechen zu vermeiden. Seilte Stimme klang freier und voller als sonst. Für Thea Sil teil war es nicht leicht, die Rolle der Suschen, dieser sehr verwöhnten, beleidigten jungen Dame glaubhaft zu machen; die Regie hätte ihr hier helfen müssen. Ihr Mann Martin, der noch lernen muß, daß ״zuviel Vertrauen in der Liebe müde macht“, war Leo Rohr. In ״Hanni weint . . war Thea S i 11 e n für die Rolle der schelmischen und äußerst findigen Müllerin darstellerisch und gesanglich äußerst geeignet. Der reiche Weinbauer Mostlmber — Leo Rohr war ein drastischer Darsteller — konnte mit seinen Schlichen gegen den jungen Müllerburschen Kilian (Richard Dresdner) nicht ankommen, so daß das happy-end erfolgen darf. Was wäre der Abend ohne Julius Kuthan, der den Sohn des Mosthubcrs spielte, gewesen! Wenn dieser unbeschreibliche Blödling Niklas, sein ״Herr Vater“ hervorbrachte, wenn er nach der ״dicken Liesel“ weinerlich verlangte, war es um die Haltung der Zuhörer geschehen. Man jubelte einem großen Komiker zu. Der Regisseur Kurt Baumann fand sich nicht tingeschickt mit den primitiven Gegebenheiten der Bühne ab. Im ״Eh’mann“ waren jedoch noch Lücken im Ablauf des Spiels und nicht immer natürlich gesprochener Dialog. In ״Harmi weint . . gelangen Baumann gute Stellungen und ein belebtes Miteinander der Akteure. In den Bühnenbildern Helmut Metzgers, besonders in denen des zweiten Einakters, waren ein paar gute Einfälle. Man konnte leicht auf große und kostspielige Ausstattung verzichten. Ein paar bemalte, fransportable Versatzstücke genügten vollauf. Dr. Hans N a th au» Aus: ״Eli’mann vor der Tür“. Von links nach rechts: Rosine (Lilly Ileirietnann). — Florian Specht (Richard Dresdner). — Suschen (Thea Silten-Stuchenschmidt) Foto: Herben SonmnMd sehen Wohlfahrtsunterstützten werden sie zur Hilfeleistung bei wichtigen Arbeiten herangezogen und erhalten dafür einen Ernährungszuschlag und das benötigte Fahrgeld. Eine reine Freude herrscht bei ihnen nicht gerade. Aber die Woltlfahrtsunterstiitzung wissen sie doch zu würdigen, sie ist ihnen dreimal 71/2 Stunden in der Woche wert. &וווווווווווווו.וווו«וווווווושווווווווווווווווווווווו1וו1«ווו«ו1וווווווווווו«וו1ווווווווווו1וו1וו1ווו11(1!ווו1ו11ו!ווווווווווו!וווווווווווווווווווווו1!וווון Wohn- Geschäftshä mer Fabriken jutiuS ß־rli״ H- L«*P*,0er Bier ag 20 Flor« 004-J »er«״ irr«1" I ***,י*״ Villen 1 Hypotheken f Vermietungen B. NEUMANN Afc FLÜGEL / PIANOS dpi RADIO J1 Biim.171• KurlOriftBdBmiB 20s Fohlen- Mäntel Gelegenheitikauf usw. Kflrsdinerei Jacobos, D 2 7327 Erstkl. 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