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Jüdische Rundschau · 1935-10-29 · Heft 87 (29.10.1935) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 87 (29.10.1935)
Date
1935-10-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. €7, 29. X. 1935 Zur Frage der Hausangestellten Zu unserer Notiz in Nr. 81 der ״Jüdischen Rundschau'‘ erhalten wir die Zuschrift eines Lesers, der zu der Frage der Löhne fiir jüdische־ Hausangestellte in etwas abweichender Weise Stellung nimmt. In der Zuschrift heilit es: ״Fs wird lobenswert sein, wenn man Wege sucht, einem Notstand in den dürftigeren 1 Lmslcrlcn zu steuern. Das rechtfertigt aber nicht den Versuch, diese von Ihnen richtig erwähnte Aufgabe, die ihrem Wesen nach eine So/ii'aufgabe ist, den Hausangestellten auf/uerlegeii, einer Berufsgruppe also, die zur Uebernalime von So/iallasten nicht gerade prädesti- J1iert ist. Nichts anderes ist es aber, wenn von den Mädchen erwartet wird, clafi sie auf eine bessere B,־/al1h1ng verzichten sollen, um die sonst zutage tretende■ soziale lIngerecliligU'it zu vermeiden. An und für sich stunde zu erwarten, dal! sich so'chc wirfscfia ft liehen Fragen \on selbst regeln. Es ist aber zu heilenken, dal! es vcrliältnismäliig wenige jüdische Dienstmädchen heute gibt, die ihre wirtschaftlichen Belange nicht gut zu wahren verstehen werden. Deshalb könnte es doch von Bedeutung werden, wenn bessere Löhne für diese Mädchen gesellschaftlich verfemt «erden. Auch wenn die höheren Löhne von vielen I laushalten, die sieh dann anders helfen müßten, nicht bezahlt werden konnten, werden diese Löhne immer noch ganz erheblich unter de!11!ייeiben, was anderwärts bei günstigerer sozialer Position verdient wird." Selbstverständlich war es nicht unsere Absicht, irgend jemanden zu ״verfemen". Ls sollte nur dagegen Stellung genommen werden, daß eine BemtSkategorie, die durch die gegenwärtigen Verhältnisse begünstigt ist (was sonst für sehr wenige jüdische Berufe gilt», die Situation in einer Weise ausnützt, die zu Beschwerden Anlaß gibt, wie dies fatsächlieh in mehreren Fallen geschehen sein soll. Die soeben i!n Film-Verlag, Wien, erschienene Oktober- Nummer der Zeitschrift .,Palästina“ enthalt einen iustruktiven Aufsatz von Michael Aasaf: Die Veränderungen im arabischen Park liebe!!. I 'eher da, Iuhilätim von Degantah schreibt Josef Baraz in liacm Artikel über: 2ä Jahre Deganiah. Jo-cf L. Collen, London, M'hreibt über: Die Anleihe rVI-Awiws. 1)1. J. Adler berichtet über: fachorgamsation und Lach וין c-m1. X ichriclitcii und Daten lind sehr reich haltige Bnciu rbe-pnvlmiigeu schließen das lieft. Neuerscheinungen. Der Verlag Kodern feilt uns mit: In der Schi iflenreihe ,.Sufreiiin“, heran ,gegeben und bearbeitet von Dr. K a 1 c k o, j-t soeben ein Sriiolem Aiejehem-I Ieft erschienen. Dasselbe enthalt in hebräischer Sprache die Biographie Seltolem Ab■;.■henk, sowie vieles ans dem Sehnffen des Dichters. I )er Verlag Kedem ״iIn als dritte Lrseheinuilg seiner Jugendbüchern einen Barni palästinensischer Lr/älrhingen, übersetzt um Ja.!Low S i!11 <1 n, heraus. Der Titel wird lauten; ״Die Vier von Kinerctlr‘. Von Felix A. T 11 e i 1 - 11 a b c r erschein! zu Chanukkal! im Verlag Kedem eine jüdi sc he (ieschichtc. I kn erste Band tl fiept den Titel: ״Kampf um (iott, Volk und I and". Der /weite Band heißt ״Kampf um die Heimat“. Die Jüdische Buch-Vereinigung bringt als nächste Neuerselieimmg ein heiteres Buch ״Ahmen und Enkel“, einen Roman in Erzählungen von Rudolf l; rank. Der Roman wird Ende November den Mitgliedern vier JBV. ־/ugeleitet. (Cjcschäftssfelle: Berlin W 13, Pariser Str. 7, (ith.) Das ״Urania“־V01ksbildungs־!nstlt1.1t der Stadt Wien veranstaltet am 2. November einen!1 e 11 11 e b r ä i s c h - o r i e n t a I i s c h e n Kunst- und V o I k s l i c d e r a b e n d, ansgeführt von J. S c g a I - R o s e n b a c h. Herta Glückmann wurde für England und Holland verpflichtet. Der erste diesjährige londoner Liederabend findet am ll. November in der Aeolian I!all statt. Erholungsheim Lehnitz. Frholtingsgasie werden ab LNovember wieder anfgenonimen. Das Kinderheim ist als Dauerlieini eingerichtet worden. Erholungsbedürftige und schwächliche Kinder finden unter ärztlicher Betreuung Erholting, Freude und Spiel. Auf Wunsch Nachhilfeunterricht. In dem li a 11 s v 1 r t s e 11 a f i l i c 11 e 11 S c h u I 11 n g s - Kursus werden junge Mädchen ausgebildet. Der Kursus bietet unter bester fachlicher Anleitung Beiätigungsgebiete in Haus, Küche und W.!m11־c. Daneben wird I lebräisch und Englisch, indische (ieschichtc, Musils und Gymnastik getrieben. Nähere Auskünfte: l'rholutigsheim Lehnitz (Nordbahn), Viktoriastr. lü. Tel. ()ranienhtirg 2013. BRIEFE AN DIE REDAKTION ,The Seven Pillars of M'isdom* König,herg-Pr. 24. Okt. 1935 Sehr geeinte־ Redaktion! Xu dem Aufm!/ von G. X. Klort/ch M)\v!(l ZU (It.'H Ausl'111rungen von I״ Ttbrher iiifirhle ich einiges bemerken.!11 11er .,Times1* vom 10. 9. d.J. ]•־! cd redok! Ioiseller Aid- Li!;tb^edi üt'kl, bet iu-lf : ,.’]'he 1!\ ot' ilu- Bible", in «lern Uhler anderem folgendes ^es;1׳n wird: ..i)ie Poputarikii des größien Buchen der Well hat!beinah;1!Mn!i0im11t’n. Im <!ej׳en(eil, die Bibel war von jeher und ist. besonders in den letzt<'11 Jahren ein .,!»(,st seller’*, jdeirhviel, oh sie einige Scdiill ir.ee oder imii■ rete I’itinde "fe! : denn du -es Hudi *:teilt uner-! diüi 1 e! 1 ich da, .dien Stürmen n!1d /ei .v orendm Marinen der Zei! iroi/rnd. Vor n;1!15 langer Zeit lut unser Verla״'haus eine neue wohlfeile, Alls- ^abe der Bibel mir einer Aui!«1״e v<׳n 100 000 Fxnnplarcn voranstallet, ל.u einem niedrigen l’iei-e von 3 sh 6 d pro Exemplar. Ein 1!he!!a3־t hender. 1 m^hrnhl!eher Krfolg! \Yi! klieh, diese Kiesen an 1läge wurde ini Kaufe!!er ernten Monat(1 711111 £׳üij!en 'Feil verkamt,!)ieser un״«!! in! e Ma-äciiahm(/. eines Ba hrdürfte in!1er (,׳OM-hiehtc des Weltbuehharkdels einzig da.י teilen. Dkm' Tar -a׳'hc allein logt Zeugnis dafür ah, daß dieses wundervolle Buch arndi heute nach sich in urnenun \ olke um-er^kdehlieher 1*0pibanbtt erfreut.“ Die«o kargen und knappen Satze sind bemerkeimver! und bedeutungsvoll, sie zeigen uns auch den Wcp den wir ״eben sollen, um auf die englische ( )( tienfliehkeir einzuwirken. Ks sei auch heiläiitig das schone und gedankenreiche Werk von WortKworth: ״S h a k e s f) e a r e's k 11 o w! r (I g c an rl usc o f 1110 B i b 1 c“ erwähnt, wo der Yrrfa-mr in meisterhafter und emrhüpfendor Weise den hohen Anteil der Hd»ei an Shakespeares Schöpfertum behandelt, indem er den bedeutenden Hin! in I.» der Bibel auf Shakespeares Sprache, Stil» Ausdtuekswcise-, Sentenzen und Weltanschauun!״: dartnt. Ohne etwa den Wert und die Bedeutung eines Werkes wie: ,,The Seven Kilbm of \\ i־־dom“ von Lawrence zu 1111! er» balzen, kann inan geirou. hehaupten, daß ,,der Knglii nder sei n Bedürfnis nueh Romantik‘־ e! 1» r durch die Bibel, als durch die!oinaütisehen Schritten eine י Lawrence befriedeten würde. Diese innige Verbundenheit des englischen Volkes mit der Bibel, das unabla־" igt* Ein-tn'־׳ men des l.üblisrhen (leistes in da־־, Kulturleben der Nation, hat in inanehcn Kreisen den Gcdanken reiten la>-en, da6 eine gewis-c r.ei'te.svei wandt'■ehaft zwisehen Juden und Kisjdandcrn hesichu Die•'(' Amclsiuiung wird! am 11 durch die morkwiirdigcTalsachc geniilirt. daß Engländer es waren, die hereiU in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahdmndeits — in der Horhtlut der A "imilation — die Sehn- M!cht un-eris Volkes nach Rückkehr ins gelobte I .and dichte* risch verwertet und kün-tlerdch ge st,! lt et haben, wie Beaeondield in ״,David Alroy“ und in ..'!'anered־־, George Idiot in ,,Daniel Deroiida‘4. EN sei daiier auch kein Zufall, daIj gerade (11nl-־b1armiyn die Autgalu־ zugelo't wurde, uns heim Aufbau unsere^ Landes be* hilf lieh zu sein. Dime Kiebc werden gewiß I lein! Trieher beipflichten, wenn er meint: ,.die pH 1 td k: ()0! teilt!!ehla׳i! soll angenifcn werden, die besten KiäMc zu sammeln, die notwendig sind, die beiden Völker näher zu ln ingern‘* In der Tat hat auch Aehad 11 aar 11 (noch vor f lerzl) mit jm>1 iti'diem Jז־ינו inkt immer wieder betont, daß wir alle Anstrengungen machen imi-mn, um r.nglfmd für inner Kdüstmgs• werk zu gewinnen. Wie sagte doch Shake'peure im ..König Ilcdniieh V.*״: enu never win a *soul so easy;!s that Kngli:d1man*s.‘* Mit Zion'gruß! M. Kowner Name der Großeltern Drcsden-A. 1, 27. Oktober 1935 N'erehrte Redaktion! Im Zusammenhang mit der Kiiivnidtmg ,,Name der droheitern“ in Nr. 86 bringen Sie eine Mitteilung von Herrn de Yrie>, wonach in Armtcrdmn die Sine geübt wird, da!׳» die Knkelklnder unbedingt die Namen lebender (iroßeltern tragen mühten. Das kann nur entweder auf eine Sitte zurüek/iifiihrcn ■*ein, w 11־ ehe die 9pnnioh>ehen Juden aus Spanien eingeführt haben, oder aber auf!1ehernähme einer Gepflogenheit des \Y< »hi:!,mde■־. A! if ( )M hodosie hat sie aller nicht das geringoe zu tun. leb kenne den ganzen Osten (a! •סי das Zeiitnim der Orthodoxic) 'dir genau, und vermag keinen einzigen analogen Fall zu verzeichnen. Die Kinder tragen dort al!en’!1all>en die Namen ver- Morbeiier Angehöriger. Schalom! Ilcrm.m11 Markus Reditsfragcn des palästinensisdien Alltags TcLAvviw, (112 11־. Oktober 1035 Zu dem Aufsatz .,Rech! d; agen des jmla>tij1en-.i'ehci1 .Alltag'“ von Dr. Kar! lliib in Nr. 7ö der ,,Rund sei um“ scheinen mir noch einige Bemerkungen anangebracht. 1. Ks h! nicht richtig, (lab, wie es in dein Auf.-aiz heißt, das '), 1 ׳’n.!;ii-ehe I landi’-go-e'tz־ huch eine Vorschrift enthalt, wonach 11andebgeS( ha!te mit der \’olk־n1lung des 18. Lebensjahres vorge nominell werden können. Art. 2 des Gesetzes besagt vielmehr (aus d,׳־n Kngli'dien übersetzt): ,.Jederm.mn, der das 21. Kebcn-juhr vollendet hat, ist berechtigt, Handel zu treiben.4* Wer das 21. Lebcn*jahr nicht vollendet hat, :11h r 18 Jahre alt ist, kann von seinem Vormunde cfniiit wvrüt :׳114! ti, Hamit- ■־tK* sdmtt «1 zu srltüc l.H'U. 1 )d/.L 1 ist aber außerdem Doch tlie Zust iiiwumK des I)i'ink!'^׳.-׳r iclibs (*!׳!ortU’rlieh. 2. Aubcicluil schptut e> mir bei! n־ln!Hllun4׳ dt־ r Em״o Kor (KM1 üstKlühynkcit wichtig. mit das Klrbgiwetz (StKrcv-üoii ( >!<iinanee) von 1923 hinzmeoisen. Dieses behandelt ebenfalls Personen unter 18 Jahren ab Minderjuhrige, und s.-jireibt für Ver. tügiinge-n über ihr Krbtcil ge- 1 ich! liehe Genehmigung vor. 3. Ks gibt ferner noch ci!*e Reihe anderer gesetzlicher Best im!mmgen (so im Sta,!GangehörigkcUs- und im Gcsellsel 1aftsrecht), welche die Geschäfts• falugkeit auf 18 Jahre lestsetzen, ohne sich mit der Ge• schlechtsreife oder der Errei• (duiiig des 15. I .ehensjahres (den das türkische Gesetz als außer• Men Termin für ihren Eintritt ansieht) zu befassen. 4. Bezüglich der Rqiaraturpf ich! des Vermieters bemerkt Dr. ililb zutreficndcrweijsC, daß der Vermieter zur ordnungs* ma higen Instandhaltung der Miets• .saehc an sieh nach dem Ge• setze verpflichtet ist. Es scheint mir alxr wich'ig, hier hinzuzufügen, daß diese Bestimmung durdi gegenteilige Parteiverein־ barungen geändert werden kann, und daß dies Mietvertragsforinu• ,aie aumahindos auch eine ent־ s!!rechende Klausel enthalten, wonach nicht nur der Ver* miete!־ von der Repa rat urf »flicht befreit wird, sondern der Mieter;msdnii klicji verptliclitet wird, alle Reparaturen auf eigene Kosten vornehmen zu lassen. Das bedeutet nicht nur, daß Reparaturen nicht vorgenommen zu werden brauchen, sondern daiüber hinaus, daß der Vermieter hei Ablauf der Miete vom Mieter die Instandsetzung der Wohnung verlangen kann. Da praktisch kein Mietvertrag in PaliiMina anders als auf diesen Eormularcn abgeschlossen wird, scheint mir die>e Ergänzung der an sieh zutreffenden Ausführungen erforderlich. Dr. J. S u s s na * n n Aus dem ״Zeitalter der Measfim” Memel, 17. Oktober Verehrte Sehriftleihing! Zu den Ausi'ülnunyw'n voll Dr. Elias Ilurwiez in Nr. 83 Ihre, iisitie- •, Wt^en des Yei udk des 1 Iduai-.( lu 11 in Bt 11 i! 1 in «ler Aeia pOst Mo'('S .Me! idek 1 .!in, ist einiges bibliogrn phD '11 ZU er- ׳Gnzeii und zu ln .,richten. Die erste epochemachende h< brhGche XeiiseiiHit המאסף (De!• s.uiun• ler) war am 13. Nissan 5513 1783 von der Ge-.dlsehafl hebiai-iher Fi’eraturireuüde דירעי לשוך עבר (Isaak Euchel und GeiKLssen) In Königsberg F 1*1. h:־g, <i?י-h1t worden und erschien da 'dl ist 1784 - -1786. I'ort g c ■ ct zl wurde die Zeitschrift vom ״Verein für Gutes und Edle-“ חבית שוחרי הטיב ודתישיה in Künig.s* her- und Berlin 1788 -1790, >0dann imn-gelni.i big 1794 1797 hi Ik'ilin und Bre-hm, 1809 in Berlin, 18101811־ in Altona und De-';!!!. Der ernte Jahrgang 1784 war vergriffen, so daß Dr. M. Ketteiis sich veranlaßt sah, davon, Wien 1862-1865. eine zweite vollständige Auflage mit neuen Beilagen (u. a. die Biographie Euchels) hcrau.szugel>en. Isaak Eindiel hat u. a. 1789 in der orieuta!!'eben Burhdruckerci I3cr* ]in חולדות רמבמ״ן Mcn<lclssohns ].eben und Wirken nebst Auszu״ aus seinem .Jerusalem4* hebiiüseh her. 111 sg'ege1 ><, 11. Die II. Aufgabe erschien Wien 1814, die Hl. Auflage Lemberg!860. Die spätere Folge des Measvf wurde nach Wien verlegt und auch das Jahrbuch בכורי העתים hauptsäeldh'h von Schalom iKikähen, einem frue•hlharen hehr. Schriftsteiler, redigiert. Sein כחב יושר (Ketab Joscher), Wien 1820, war (ier erste hebra ls׳ he Briefsteller mit deut-<he׳r Ibdrersetzung und erlebte s[);iter mehrere Auflagen auch in Warschau und Wilna. Leon Scheinhaus ANTWORTEN DER REDAKTION An mehrere Einsender. Die Aufklärung bezüglich des Namens I ni r c ist bereits in der vorigen Nummer unter ״Briefe an die Redaktion" gegeben. ״In der \ ״!'וו׳ I 1 U! i M'hrjut alb ■s srimii und pul“, siüdo IsSar nuf \ t׳i 1•'r! 1 111׳ Lf, nh'T wrr m ar;mli1u׳l 1111\ daD iiiihtr kleinen Fr-jmh 1 i--f' nirlit zur ( h ohm Ilfirr drs Teufels yQ.|u.fl“>u 1 >11• cm ine!!e ( )1 'h nfh '!'/! Q'kr 1 f , (ln 1 in di(■11 ׳׳־־ und älmlirlien Fragen la״, ei rcelr in \r M'ii 1111' 11! IM ir den \\ m1"eb. die Dinare ZU klären, -mclerl! -1׳ in** S rhrrlmvn!!eil in der Diskussion zu zeigen. Aller die 1 ■e ul!1 w urd' jt immer mtna irrlrr, und es 1 h•1 ihnen schwer. -1eh hir H U rill/ ־'WM. -rheiden, :1111 das sie voll nun an Ihre g.uize "cJm rn• \i lirit aiiHi.inen sollleil. Schließlich el 11 ul» 4! 1־! Ji/rbnk von M'inein Platze und srhiii״ auf den 1 Nr! 1. Dir Vtrhr in «*{ ■inem (ieeielil spannte sich und wurde n!l: .1 Uso!• Grh) id ein scliweres (leid! 1!1(1 falls.. .“ — im /h;murr liriTwt’lite!.׳e-j.aimles Schweigen. Die »1111:111־ \\ nrlc;11h licm Mimdc .li/cliaks lM־l<־ucl1t(1׳('t1 alles mit dem 1,1011!■!־im*. ( D-! 1.111 k(■ r 1<. der schon iiiiincr iiurli ihr (!!־danke war. Ihr (Ichl ״h'i! 11t riichl drin Ucldi‘ anderer, und ist mit keinem anderen (leid zu serirleichen. Es isl mit Arbeit und Selmeilä, Slunde um Stunde, Tag um Tag ervorheil, ja es isl schweres Ce ld. Arieli war es. als ob er die schweren Hämmer \or sieh sehe, mit denen die dürftigen Ersparnisse der Arbeitsfeld* erworben werden. ״Tut es mir etwa um das (leid leid',*“ fuhr ,lizxbak fort, ״ich pf—pfeif!־ auf das (leid, (her »11111־ auch kein B Boden da sein wird und die ganze Sache ein II imgespinsl wäre? Ha?“ Das 1 nvermögen der Arbeildoule zur Selbsthilfe verdüslerte ihre (.e-irli I er: sie. di־׳ di!‘ krafl halx'ri, den Stein zu sprengen, lausend(' l’ferdekrä 111• י an Dampf, gepreßter Luft und Elektrizität zu lenken, sind zu kraftlos, um sieh nur einen Schritt ihrem Serien« unsclie zu nähern. Das Bereich des Eisens und Steins, mit dem sie lagliiglieli so vertrauten l ingang hallen, schien ihnen jetzt erbärmlich, grau und schwer wie ein notgedrungen«' Erl«־ \irl<־r arbeitender (Jenrralionen. Darm fuhr Jizehak in seiner Rode fort,, und indem seine Gesiclilshaul siel! krampfhaft spannte, ordnete er seine Worte. Er hatte den slarken Wunsch, sieh selbst und den anderen ganz klar zu sein, und die Worte kamen fließend aus seinem Mund•:־ ״Das isl es, was ich euch sagen will, Kameraden: wir sind nur stark in Verbindung mit dem Stein, dem Eisen, dem Beton — da verstellen wir unser tägliches Tun; da gibt es nur ein Schwingen des Steins, nur ein Gießen des llelonbreis. Da isl alles klar: das ücdland harrt des Arbeitenden und der Arbeitende braucht das Oedland. Die Verwandlung des Oedlands in Kulturland ist zwar eine Rechnung auf Jahre, eine Rechnung der Mühe und des Srliweißes, aber (־ine gerade Reelmung ohne Verdrehungen: wenn jeder von 1111s das ihm zugodaehte Quantum Steine sprengt und die Maschine das ihr zugemutete Quantum Arbeit leislel, so wird schließlich das Oedland durch die Arbeit erobert worden. Aber׳ eure liechnung isl nicht die eines Arbeitsimmnes. Ich glaube nicht an die verzweifelte Anstrengung des einzelnen Arlieilenden, wie ich nicht an die verzweifelte Anstrengung des Oedlandsolim's glnulw־. Was vermag der Einzelne gegen eine hcreinbrcflicndc Hochflut, was der Ocdlandssohn gegen den Flurli der Dürre? Wir können uns nicht auf die (Innde des Himmels verlassen. Erst, wenn das Arbeitslager das ()erlland in ein geebnetes, umgegrabenes, enIsteintes und zur Bebauung vorliereitetes Land verwandelt haben wird, wird auch der Tag kommen, an dem wir auf eigenen Hoden ziehen können. Dann wird der Arbeitsmann mit den! Boden, dem Wasser und der Sonnen«iirme so umgehen, w ie er es jetzt, mit dem Dampf tut.“ ״Aber diese Dinge, Jizdiak, sind noch sehr fern“ — mitwortele einer nachdenklich —״ bis dahin verliert noch der eine seinen Arm, der andere seinen Fuß und ein dritter wird in seinem («•sicht ein solches Andenken davontragen wie du, Jizchak. .. ״Unfälle passieren auch auf der Slraße einer Stadt“ — unterbrach ihn Jizchak ruhig und wandte sich seinem Winkel zu. ,,Vielleicht hat Jizchak recht“ — sagte Channa — ״ober wenn wir nur einen Schritt selbst tun können, so müssen wir ihr! tun.“ Die Lmsit/.onden reckten unter langem (lälineu ihre Glieder und sagten: ״Von uns aus! Mögen die wenigen Groschen in unserer Tasche hinkornmon, wohin sie wollen!“ ״Wir hallen nichts gehabt und wir werden nichts haben.“ Einige von ihnen klopften Arieli auf die Schulter, wie wenn sie sagen wollten: sieh, wir vertrauen dir unsere Groschen, wie du gesagt hast, an. Wenn du etwas daraus machen kannst, ist dir unser Dank sicher. Arieli wollte am liebsten aus der Runde verschwinden. Denn wenn;111011 sein Programm über die Zweifel der I4־ute gesiegt hatte, so halte er doch keine rechte Freude daran. Das dumpfe und harlnäekign Schweigen hatte ihm die innere Sicherheit seinen Bercrliniitigen und Zahlen gegeniilwr, mit der er in die Versammlung gekommen war, geraubl. Je länger er gesprochen halle, um so mehr kam er sich wie ein dummer Junge vor. den man sich an seinem Gedanken ergötzen läßt. Sein Programm kann zehnmal seine Zahlen und seine Form ändern, aller ihre Arbeit Ist Tag für Tag dieselbe. Als es ihm gelang, sich ans «ler Versammlung wegzustehlen, war er wie von einem großen Alpdruck befrei(. Die Versammellen zerstreuten sich allmählich. Jeder, der forlging, hatte die Empfindung, daß sich nicht das geringste geändert habe, daß ihre wenigen (Irnschen nicht hinreichen, den Widrigkeiten des Ocdhmrls Herr zu werden, und daß morgen, wie an jedem Tag, das gewöhnliche Arbeitspensum ihrer harrt. Heim (!eben sagle Issnr zu ,Jizchak: ״Du hast mm, Jizelink, genug hei deiner Frau gesessen. Kehre zum Merk zurück!“ ״In dieser Woche werde ich gesund geschneiten und kehre zurück“ — antwortete ,li/.diak. In der Baracke verzog sieh die Luft, die einige Stunden lang von dem Versuch des Arbcitsniannes, aus seiner engen Begrenztheit lierauszukonimen, erfüllt war. Der Werktag hatte wieder seinen Einzug im Hause gehalten. Jizchak war auf seinem Platz sitzengei!liehen und blickte auf Channa, die den kleinen Rucksack für Dawid packle, der in einigen Stunden zum Werk zuriiekki'hren mußte. Dawid war, seitdem er zur Arbcil in den Masehlnenraum gekommen war, groß geworden. Als ihn Jiz.ehak seinerzeit zum ersten Male ins Merk gebrachI halle, war er ein Knabe mit überraschen Bewegungen und voreiliger Zun־)״ gewesen. Alver die Arbeit halte ihn erzogen: sie hatte seinen jungen Körper schlank gemacht und gestreckt, und sie hatte auch seinen Geist gefestigt. — Wenn er am Ruhetag nach Hause kam, lag immer Verlegenheit auf seinem Gesicht: darüber, daß er plötzlieh 50 schnell gewachsen ist, oder, daß im Hause nach dem beläubenden Lärm der Dieselmotoren solche Ruhe ist. (Fortsetzung folgt)

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