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Jüdische Rundschau · 1935-10-18 · Heft 84 (18.10.1935) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 84 (18.10.1935)
Date
1935-10-18
Page
– (sequence 14)
Language
German
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4 ן m?״s JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 84, 18. X. 1935 וי Notstandsarbeiten in Tel-Awiw Palcor berichtet, daß die Stadtverwaltung von Tel-Awiw mit der Regierung über die Zustimmung zu einem gewaltigen Projekt öffentlicher Arbeiten verhandelt. Der Gesamtbetrag, der für diese öffentlichen Arbeiten aufzuwenden ist, soll 200 000 Pfund betragen. Noch vor Ab- Schluß dieser Verhandlungen mit der Regierung sollen bereils in den nächsten Tagen öffentliche Arbeiten im Werte von 40 000 Pfund in Angriff genommen werden. Diese Pläne der Stadtverwaltung Tel-Awiw stehen offenbar im Zusammerihang mit der Stagnation auf dem Baumarkt, die infolge der Kredlteinschränkungen und der allgemeinen Un- Sicherheit plötzlich entstanden ist. Es ist zu hoffen, daß die Regierung ihre Zustimmung und jegliche andere Unterstützung erteilt, damit durch diese Arbeiten einerseits das Entstehen einer Arbeitslosigkeit größeren Umfangs verhinderf wird und andererseits die allgemeine Wirtschafts- Stimmung wieder gehoben wird. Die Ressort-Verteilung in der Palästina-Exekutive ' Jerusalem, 14. Oktober. (JTA.) Die endgültige Verteihuig der Ressorts in der Exekutive der Jcwish Agency, bzw. die Bestimmung von l'xekutivemitgliedern oder Abteilung.■,Vorständen für die Edtmig der einzelnen Departments wird Ende Oktober 11 ach dem Eintreffen der ExekutivemitglicdcT Bit! Ciijrioi! und I)r. R 0 t ז e 1! st r e i c 11 erfolgen. i'eher die voraus.-iclitiiehe Art der Verteilung der Armier werden von gut informierter Seite folgende Mitteilungert gemacht: Von den in Aussiihl genommenen sichen Abtei-! t! n s s v 1! r s t ,.׳ n <1 e n ,btt <ier 1 u/erner Kongreß nur zwei ווatnlinft getn.ichi, Rcv. J. L. P e r I / w e i g von der Weit- Vereinigung Allgemeiner /'!״ttk-.u.-n ((truppe A), der dem polili.-ehct! 1)1 partment in I otidon zugetcill wurde, und Mo.-rhe Seit,•tpi 10־ voa .Meravhi, der für das Immigrationsdenartiut'ut in Jc 1;!.1.י.id';111)01111־11! •ו ist. Die übrigen Abtf!l!1r1r:-‘\״r>t:1;!de «öden erst jetzt, int Einvernehmen mit allen in der Exekutive vertretenen Parteien ernannt werden. Aller V ahrseheinliehkrit naeh werden an der Spitze des politischen I letei: tn;e־tt.' in Jet 11-a!em nieder David Heit (iurinn und Alo.-iite Sehirtok .-,teilen. Ahteüu 11 gsvorstättde werden die em i )eparf m 1111 nielit zugeteiü werden. I )ic l.c-itung ik's Imuti. r:d!>wm!eץ:inments wird voraussichtlich wieder dom I xekuiivemitgii<•<;l Ji/eitak (irünbaitnt übertragen werden; |!!m weriien /.rei Abteilungsvorstiiiul e, der Misra eil ist Modelte S c 11;1 p i ז o und der Arbcilerparteilcr Ei in hu fl ob k in, beit'e.. eben. Sollte da> Department für Arbeit vorn Imnii;!rat 1״r,>,K-part 11!ent nicht getrennt werden, so wird cs von dem A!ne!inm׳>voi-btmi Usieli, einem Kandidaten des Wehverbaudes 1ier;\il״t:1nei!1e!1 Zionisten ((truppe B), geleitet werden; für den I־'all jedoch, daß dieses Department von vier (film rtmleriiiig.'ahteiltnig losgelöst werden sollte, ist für seine 1 citung der Allgemeine Zionist M. M ed z i n i ((truppe B) in Aussicht;;cnoniinen. An der Spitze des Orga- Jiisationsfiepartmeiifs werdet! vermutlich Ben (I u r i o n und der Misrachifuhrer Rabbi F i s c h nt a n n sichen. Ob für dieses Department außerdem Abteilungsvorstände bestimmt werden .sollen und welche Personen hierfür in Betracht kommen, steht noch nicht fest. Das Fiiian/ilepartment wird wieder Eheser Kaplan ohne Unterstützung durch einen Ahtcilungsvorstand leiten. Leiter •des Departments für Handcl und Imlu.-trie wird l>r. Fiscitel Ro 11 e 11 st r e i c h sein; über seine etwaigen ,Mitarbeiter ist noch nichts bekannt. I >r. Werner Senator wird an vier Spitze des Departments für die Organisierung der ,,\k־ht/ktnister1“ stehen. Das Kolo- 1t isationsdep,־wtment wird voraussichtlich von Dr. M. B. li c x t e r geleitet werden; als Ahtcilungsvorstand in diesem Department kommt in erster Keilte Herr S t k o 1 n i k, in zweiter Reifte Herr Kaler (beide Arbeiterpartei) in Betracht. Das Oberrabbinat 1 * r 11 s a 1 0 ni, .ר ן Oktober. (JTA .) 1 in Hinblick auf die verschied! •nen Gef! iuhte betreffend!ite Ernennung eines Nachfolg« rs iu r den vei TWig :ton ( >bei r; tbhin er vo!1 Palästina, Abra- 11 am Ji/cr uik Kux, \Uln: II1 de 111 d ־1! 1 u r U' a a 1i L e u tu 1 eine Erkl,innig, i 11 der er J.U'.I :11 Imiwee-u!, dal » die von der Kriesseth Isra». i ic-1 .gelegten IW 1־ int immgeu fui d äe Wahl von Rabbinern im März PH3 vom Hi,; h Uoiiimh" lull׳'! ־ bc-liitigt worden sind. In di! een Hv-timn: י1 n;׳ , oi i-i \״)u U"־u!1 cn, daß Wahlen für die Ncu!> e;e1/i111g ui iu - R.ibbiiut > :mri זtfinden müssen, wenn, wie in d! un ־׳״geil!gen fddl, nicht ein vorher be-timmter rr 1־t/m;1! in •zur \«. .h/1:!1r de- : Am 1-0 vorhanden ist. Was d on Raid uiier der “jrr!1-deiner ( iciiu -imle betrifft, so kann dieser m: r jn ein! ■r 1׳ rro!:nn:!!1n; T (|0 s K'alc's der Gemeinde unter Hin /!:/iellling ־ w>r! Vermeern i der wirbligsten Synagogenrrr inrind«•■ n de« Ort (* evv.ihlt wer dun. Daraus folge, daß keine Gruppe «־«Irr K,׳,rן■ \!-־ח■? lai't zu eil:!cm -eihstaniligen Vorgehen in dieser Ailueie:׳. ■nhuu I belügt i st und daß jede Aktion in dieser S,1 die, die nis 1־ 1t Von den be nifciirn Organisationen unti niomi 11 eil wird '•V und 0 h 1! e praktische Bedeut u 1! R 1)1 ei hen lllülk Die Tätigkeit der ״Rassco“ Die ״Palestine Rural G Suburban Building Company״, abgekürzt Rassen, die am 26. Juni Pt 11 als (icseilschaft in Pa- Fäsfina eingetragen wurde zu dem Zweck, milteiständische Einwanderer ans Deutschland in dörfischen mul vorstädtisrhen Bezirken an/udedein, erhielt jetzt 13141 Dtmnm Keren Ka- Je m c t h - B o d e n in der Nahe von J 0 k 11 a m im westliehen Emek jfsreel nrul ferner 850 Dunatn in der Nähe von A ftile ziigewiexen, Außerdem stehen der Gesellschaft mehrere hundert Dunatn in der Niihe von Herzlia zur Verfügung» Rassco wird auf diesen Boden gemischtwirtschaftliche Par- 2r!!en vorbereitet! und auch die Siedler beider Erlangung von Hypotheken unterstützen. Siedlung amerikanischer Juden New York, 6, Oktober. (JTA.) in nächster Zeit Wird, in Palästina von einer Gruppe amerikanischer Juden eine neue Ansicdlung־ für hundert Eamilcn geschaffen werden. Die Siedlung wird in Nordpalastina auf Boden des Keren Kajemeth errichtet und soll den Namen ״Achusath llazaplio 11' tragen. Die Siedlung Achusath Hazaphon wird sich im Gegensatz zu den bisherigen Kolonien amerikanischer Juden in Palästina nicht mit Zitrusb.au, son- «lern mit intensiver gemischter Wirtschaft •unter besonderer Berücksichtigung des Getreide- und Gemüsebaus befassen. Es sollen hauptsächlich bisher in Palästina nur wenig kttftivierte Pflanzen gezogen werden. Für den Ausbau der Kolonie wurde ein Zclmjaliresplan festgelegt. Arabische Aktivität Nashashibi - Partei für Legislative Council Jerusalem, 11. Oktober. (JTA.) Die Zentrale der von dem ehemaligen Bürgermeister Ragheb Nishashibi geführten ״Nationalen Verteidigungsparlei“ bezeichnet die Pressemeldungen, wonach die Partei sich mit der Einsetzung eines legislative Council nicht einverstanden erklären würde, falls dem Council nicht auch di« Aufsicht über den Obersten Moslemischen Rat und die Angelegenbeiten des mohammedanischen Rcligionsfonds (Wakf) übertragen werden sollte, als vollkommen unbegründet. Das Tschechoslowakische Pressebüro bringt die folgende Meldung aus Jerusalem: Das führende Mitglied der arabischen ״Partei der nationalen Verteidigung‘1, Fakri Nashashibi, ist aus London zuriiekgekehrt und erklärte sich auf Grund von Besprechungen im Kolonialamt plötzlieh mit der Einführung des ״Gesetzgebenden Rates“ einverstanden. Dies bedeutet eine völlige S c 11 vv e n - kung gegenüber seiner bisherigen ablehnenden Haltung und läßt das Zustandekommen dieser von England gewünschten und von den Arabern und Juden gleichermaßen bekämpften parlamentarischen Körperschaft voraussehen. (lieber «inen Vortrag Fakris in London berichteten wir in Nr. 81/82 der ״Jüd. Rundschau“. Darin machte ei seine Zustimmung zum Legislative Council von gewissen pro-arabischen Kautelen abhängig. — A. d. R.) Jerusalem, 16. Oktober. (JTA.) Im arabischen Lager ist man zur Zeit eifrig bemüht, eine Verständigung zwischen den einzelnen Parteien zu erzielen. Die Initiative hierzu geht von dem ״nationalen Block“ in Nablus (Sichern) aus. Dieser hat die Vertreter der verschiedenen Parteien zu einer Beratung eingeladen, auf der die Frage der Einberufung einer allarabisch cn Palästiuakonfcrenz zwecks Erörterung wichtiger politischer Angelegenheiten Palästinas behandelt werden soll. Die Aktion wird von der Nasliashibi-Partei (Partei für nationale Verteidigung) unterstützt. Diese verfolgt sogar noch weiterreichende ״Pläne, indem sie auch die arabischen Kreise Syriens und Transjordaniens in die Aktion «nl»eziehen will. Gleichzeitig hat auch die ״Arabische Reformpaitei“, an deren Spitze der Bürgermeister von Jerusalem, Dr. Kaldi, steht, ihre Tätigkeit verstärkt. ״Wir wollen uns bemühen“, heißt es in ihrer Proklamation, ״die Grundlagen, einer schöpferischen Politik zu schaffen, um eine Beteiiigung der Araber an der gesetzgeberischen Arbeit und an der Verwaltung herbeizuführen.״ Das Jemenitenheim in Rechowoth Ein unvergleichliches Erziehungswerk Von befreundeter Seite aus Wien wird uns geschrieben: Die ״Jüdische Rundschau“ hat schon wiederholt auf das einzig dastehende Erziehungswerk hingewiesen, das Frau Dr. Maja Rosenberg an den Kindern der Aerinsten Paiästinas vollbringt, lind hat in ihrer Nummer vom 9. d. M. Bilder aus dein Heim zu Rechowoth veröffentlicht. Gestatten Sie mir, Ihrem Leserkreis etwas über die Ent- Stellung dieser Heime und über ihre Schöpferin zu erzäiilen: Maja Rosenberg stammt aus Odessa und kam schon als Kind nach Palästina, so daß ihr das Hebräische zur zweiten Muttersprache wurde. Auch das Arabische ist ihr geläufig. Unmittelbar nach der Absolvierung der philosophischen Studien i*n Wien entwickelte die Zweiuml/wanzigjährige dem Schreiber dieser Zeilen ihren Plan, für die Aermsten der Armen Erez Israels, nämlich für die Kinder der orieutaliselten, vor allem der jemenitischen Juden Heime /u schaften, in denen die Kleine« an Ordnung und Reinlichkeit gewohn(, zugleich aber zu arbeitenden Menschen nach den Bedürfnissen des Landes erzogen werden sollten. Ein Kreis gleichgesinnter Freunde griff den Plan auf, das zu jedem Order bereite Mädchen fuhr nach Deutschland und Anterika, um Mittel zu beschaffen, und im Sommer 1929 nahmen zwei Heime bereits die Arbeit auf, eines unter den Jenienitenkindern der Kolonie Rechowoth und das andere in einem Armenviertel Tei-Awiws, beide von ihrer Schöpferin in schier unfaßbar großer Arbeit geleitet. Der Kindergarten in Tel-Awiw mußte, wie die ״Jikl. Rundschau“ seinerzeit berichtet hat, leider vor einem Jahr seine Tätigkeit aus Mangei an Mitteln entstellen, da die Stadtverwaltung Tel-Awiw jede Unterstützung vervvifgerte. Der Kindergarten in Rcehowoth besteht weiter un-d findet, wie alle Besucher übereinstimmend berichten, im ganzen Lande nicht seinesgleichen. Vor kurzem wurde ein Heim zur Beschäftigung größerer Kinder außerhalb der Schulzeit angegliedert, dessen Errichtung Freunde aus Italien, der Schweiz und Südafrika erniöglicht hatten. Auch di« Palästina-Regierung hat, als Zeidien besonderer Anerkennung, einen Beitrag zur Verfügung gestellt. Leider müssen die Heime, obwohl die Schöpferin und Leiterin ohne jedes Entgelt ihre Tage und Nächte zur Verfügung stellt, nach wie vor um ihre Existenz kämpfen. Es ergeht daher von dieser Stelle aus die Bitte an die jüdische Oeffentiichkeit, insbesondere auch au unsere Freunde in Palästina, sich für die Heime von Rechow-oth zu interc.x.sieren und dahin zu wirken, daß dieses unvergleichliche Er/ichttngswerk gefördert, gesichert und womöglich verbrettert werde. —dem. Die passive Handelsbilanz Die offizielle Statistik des palästinensischen Außenhandels im Monat AI a i 1935 zeigt ein weiteres Ansteigen des Imports. Sein Wert betrug I 632 736 Pfund egeniiber 1 359 938 Pfund im Mai 1934. Der Export agegen ist im Vergleich mit demselben Monat des Vorjahres bedeutend gefallen, nämlich von 199 005 auf 87 945 Pfund. Unter «den Importländern steht England mit 293000 Pfund an erster Stelle. Es folgt Deutschland mit 162 000 Pfund. Ferner sind an dem Import beteiligt: die Vereinigten Staaten mit 151 000 Pfund, Syrien mit 123 000, Rumänien mit 94 000 und Japan mit über 67 009 Pfund. Demgegenüber wurde beim Export nur bei zwei Ländern der Betrag von 10 000 Pfund überschritten, nämlich bei Syrien mit 21 000 und bei England mit 16 960 Pfund. Nach Deutschfand betrug die Ausfuhr 630, nach den Vereinigten Staaten 913, nach Rumänien 891 und nach Japan ganze 9 (neun) Pfund. Die Landwirtschaftliche Hypothekenbank Offiziell wird mitgeteilt, daß die vor kurzem mit einem Kapital von 400000 Plund (in Aktien von je einem Pfund) egrtiiidete Landwirtschaftliche Hypothekenank (Agricultural Mortgage Company of Palcstine) in naher Zukunft ihre Tätigkeit beginnen wird. Der zum Generaldirektor der neuen Bank ernannte Nocl Crew, bisher Vizedircktor der Aegytischen Hypothekenbank, ist bereits in Palästina eingetroffen und bat sein Amt übernommen. Das Kapital der Bank wurde aufgebracht von Barclay* Batik, Anglo-Palestine Bank, Prudential Assurarice Company, Guardian Lastern Insurance Company, Palestine Corporation und der New Yorker Palestine Economic Corporation. Der Rektor <1*1• Universität Jerusalem wird in einer Sitzung des Senats Ende dieses Monats gewählt werden. Es ist dies die erste Rektorwahl in Ucliereinstimmung mit dem Beschluß des Kuratoriums in Einem, worin die akademische Leitung einem zu wählenden Rektor übertragen wurde. Von der Woche Mosche Sc 1! er t o k, Mitglied der Exekutive, besuchte am 15. d. Mts. <l«׳n Emir A b d u 11 a in Aman, um ihm die Grüße der neuen Agency-Exekutive zu überbringen. Nach den in Palästina eingetroffenen Nachrichten aus London ist die erste Sendung von Zitrusfrüchten in England gut aufgenommen worden. Die Nachfrage ist gestiegen infolge der ausgebliebenen Importe von Italien. Die Generalversammlung der General Mortgage Bank (Hypothekenbank) beschloß die Ausgabe von neuen Pfandbriefen im Werte von 900000 Pfund. Die arabische Presse beschäftigt sich mit der boruhigenden Erklärung Wauehopes, der bekanntlich aus London nach Palästina telegraphiert hat, es sei kein Anlaß zu Besorgnisseti. Diese Erklärungen, so schreibt die arabische Presse, seien da zu angetan, die jüdische Immigration zu ermutigen. Die Araber müßten jedoch eine Verhinderung־ der jüdischen Einwanderung und eine Beseitigung des Jüdischen Nationalheims fordern. Ein PcIi/ei-CommuTiitfUe vorn 16. d. Mts. teilt mit, daß in Zemeut'assern, die in Jaffa von einem belgischen Schiff ausgeladcn wurden, Waffen und Munition gefunden wurden. Obwohl die Sache noch nicht untersucht ist, beschuldigt die arabische Presse die Juden des Waffenschmuggels» Die Ausgrabungen von L ach i sch werden Ende dies« Monats wieder aufgenommen (vgl. den Bericht über die bisherigen Ergebnisse in der ״Jiid. Rundschau“» 33/34 d, J,) Man hofft auf noch weitere für die altisraelitische Geschichte wichtige Funde. In der letzten Woche sind auf Grund von Spezialzertifikaten zwanzig jüdische Flüchtlinge aus Buchara, die in den 1 zwei lebten Jahren in Persien lebten, in Palästina eilige- 1 troffen. Die in Afghanistan befindlichen Flüchtlinge aus Bti- I cliara haben vorläufig keine »Möglichkeit, nach Palästina zu kommen, da ihnen die Durchreise durch Indien nicht gestattet wird. Der Jaffaer Richter, Commander Rodilly, hat zwei ifie• gaie Einwanderer, einen Juden und einen Araber, zu Gefängnisstrafen verurteilt und ihre Deportierung nach verbüßter Strafe empfohlen. ״Fclestin“ meldet, daß die Polizei 26 Juden als Illegale Einwanderer verhaftet hat. In der letzten Sitzung des Arbcifcrrates von Jerusalem wurde berichtet, daß die Position der jüdischen Arbeit in Jerusalem sich gefestigt hat. Während der August 1934 im Baugewerbe 984 jüdische Arbeiter, von Sachgemäße und schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG Spec. Palästina Amtsger.-Rat a, D, Dr. Aschner Oberreg-Rat a. D. R. Kempner Berlin W IS, Meinckestrafi• 9 > Telnton: J 1 Bl«m»rek 8886 ntbfln d*m Palästina-Amt / Ply bis!3 Uhr und 16 bis 19 Ubr Eigene Vertretung in Palästina denen 63 ״/« organisiert waren, und 400 .Araber beschäftigt waren, ist die Zahl der jüdischen Arbeiter im Baugewerbe im August 1935 auf 1460 (73 “0 organisierte) gestiegen. Eine ähnliche Entwicklung ist auch auf anderen Arbeitsgebieten festzustellcn. In Ejn Charod wurde aus privaten Mitteln eine Werkstatt für die Erzeugung von Trikotagcn, Blusen usw. errichtet, in der zwanzig Mädchen Beschäftigung finden. Die Erzeugnis,sc werden an die landvvirtschaftliehen Ci nippen durch die Konsumgenossenschaft H,imaschbir verkauft. In dem Betrieb werden auch aus Deutschland ««gewanderte Mädchen beschäftigt. Das Unternehmen hat ein« Beihilfe von der Zentralstelle für die Ansiedlung von Juden aus Deutschland erhalten. Wie in den letzten beiden Jahren hat die Palästina- Regierung auch in diesem Jalir einen Betrag von 500 Pfund zwecks Förderung der Bienenzucht durch Gew ährung von Produktionskrediten ausgeworfen. In Tel-Awiw wird eine neue Weizenmühle errichtet, deren Tageskapazität 20 Tonnen beträgt. Die rnaschinelle Ausrüstung der Mulde ist bereits unterwegs und wird in Kürze eintreffen. (Palnews.) In der Nähe von Tal p ioth bei Jerusalem wurde mit der Errichtung eines neuen jüdischen Stadtviertels begonnen. Am 15. Oktober ist Zorach Bar nett, einer der Gründer von Belach Tikwa, im Alter von 94 Jahren gestorben. Barnctt gehörte zu den ersten Anhängern der Chowewe Zion-Bewcgung in England und nahm an der Kattowitzer Konferenz im Jahre 1S84 teil. (Schluß des Palästina-Teils) Kaufhaus im Hanftaviertel seit SO Jahren In» Faunlllenliesitz Max Giesen a Oldenburg«»־ 8 42 Strafte

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