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Jüdische Rundschau · 1935-10-18 · Heft 84 (18.10.1935) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 84 (18.10.1935)
Date
1935-10-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Sport - IC 11 n 41 s <» 11 11 ה NR. 84, 18. OKTOBER 1935 Makkabi ־ Hallensportfest in Frankfurt a. M. Juden Im Sport Von Dr. W. Meisl (London) Schon die Bibel berichtet von Kraftmenschen, Esau, Nimroa, Simson, David, Jonathan und anderen. Die Akrobatenleisttingen des Resch Lakisch (der übrigens später einer der berühmtesten talmudischen Gelehrten wurde), fanden nicht den Beifall aller Volksgenossen, bin Teil des Rabbinats war gegen die Leibesübungen, der andere (beispielsweise Gamhei 11.) war dafür. Vielleicht war die Gegnerschaft vorwiegend nationaler Art. Sie fürchtete das Vordringen des Hellenismus für Volk und Glaubensstrenge. Als 174 v. Chr. das erste Gymnasium in Jerusalem errichtet wurde, begann der Streit. Die Sportpartei zog den kürzeren. Erst unter Her ödes erfolgte der Bau von Sportstätten von neuem in grobem Stil. Er unterstützte auch die Olympischen Spiele. Aus dm Talmud ersieht man, wie verbreitet insbesondere das Schwimmen im Judentum war. Dem jüdischen Vater wurde nahegelegt, seinem Sohn schwimmen zu lehren. Flavius Joseplius berichtet von seinem Schiffbruch im Adriatischen Meere. Die ganze Nacht hindurch mußten sich die 000 Mann Schiffsbesatzung schwürtinend erhalten, bis am nächsten Morgen Hilfe kam. Der Großteil seiner Mannschaft bestand aus Juden. Im Mittelalter setzte sich Maitnonides sehr für Leibes- Übungen ein. Aus Weißenfels (1386) und Augsburg (1170) ist uns jüdische Teilnehmerschaft an deutschen Wettkämpfen (370 Schritte Wett lauf, 45 Wund Steinstoßen, Hoch- und Weitsprung) überliefert, ebenso aus Italien. Der getaufte Jude Ott tat sich als Ringer hervor. 1509 erschien sein Ringkatnpfbuch. 17S4 ging der jüdische Boxer Daniel Mendoza in England in den King. Er wurde später Meister von England und der erste jüdische Schwergewichts-Weltmeister. Ihm folgte Max Baer. Zu Mendozas Zeiten war der Faustkampf derber als heute. Man kämpfte ohne Boxhandschuhe mit bloßen Fäusten. Mendoza schuf einen ganz neuen Kampfstil. In der Boxgeschichte bleibt er ״Daniel Mendoza 011 e of the most elegant and scientific boxers recorded in the anitais of pugilism“. Mit 43 Jahren gelang ihm ein siegreiches come back und noch 57 Jahre alt versuchte sich der alte Kampfhalin wieder im Ring. 16 Jahre danach starb er, eine Frau und elf Kinder!unterlassend. An Ruhm erreichte ihn beinahe Samuel Elias, genannt ״Dutch Sam“. Von 1801 bis 1814 boxte er. Selbst nie schwerer als 70 kg, schlug er alle Schwergewichtler. Man rühmte seine Tapferkeit, sein Können, seine Kraft und Ehrlichkeit. Er wies Riesensummen zurück, mit denen man ihn bestechen wollte. Die Belasos und andere Champions von einst waren gleichfalls Juden. In den leichteren Kategorien gab es in neuerer und neuester Zeit viele jüdische Landes- und Weitmeister. Jack Bloom fl cid war Schwergewichtsmeister von England. Joe Chovnski, der Lehrer des berühmten Negerweltineisters Jack Johnsons und der einzige, der einen korrekten Knockout gegen ihn erzielte, galt seinerzeit als» kommender Weltmeister, wurde es aber nie. Der jetzige Weitmeister im Halbschwergewicht Max Rosen bl 0 0m ist Jude, Benny Leonard hielt jalirelang den Titel im Leichtgewicht, er galt und gilt als der beste Boxer der letzten Jahrzehnte. Könnte ein anderer auf diesen Ruhm Anspruch machen, so wäre es der frühere Weltmcistcr Abc Attcll, ebenfalls Jude. Ted Kid Lewis trat auch in Berlin auf. Er war Weltmeister im Weltergewicht. Matt kann die vielen Dutzende jüdischer Champions hier nicht aufeählen, die Lewinskys, Rosenberg, Mandel!, Mason, Frusli, Hoöd, Perez usw. Von Boxern in Deutschland sind Seelig (Meister im Mittel- und Halbschwergewicht, bis ihm beide Titel wegen seines Judentums abgesprochen wurden), Harry Stein, Friedemann, und die Amateure Fuchs, Praiß, St ad tl and er, Buch bäum und Malz die bekanntesten. Auch bedeutende jüdische Ringer gibt es, vor allem die Brüder C z y g a n i e w i c z, vielmalige Weltmeister im griechisch-römischen und freien Stil. Von Amateuren wurde in Los Angeles der Däne Kurland Zweiter im Leichtgewicht, der österreichische Hakoahner Hirsch! Dritter im Schwergewicht. Der Weltmeister im Schwergewichtsringen bei der Londoner Olympiade Richard Weiß, die Europameister Magyar Rad van v, der Wiener Weltmeister Fischer, Bado. Ungarn, müssen liier genannt werden. Von der Fliegerei ist der Pour-le-merite-Flieger F ran kl der bekannteste. Der Wiltnersdorfer Volksschullehrer Jakob Ledermann holte sich, trotz schwerer Kriegsverletzung, den Segelfliegerschein C. Der Zahnarzt Sultan ist als hervorragender Segelflieger bekannt. Von der ersten deutschen Tuinermannscliaft, die Deutschlana bei einem Olympia vertrat, waren die beiden Flatows erfolgreich, beide Juden. Alfred Flatow wurde Sieger am Barren und Zweiter am Reck. Er war auch Sieger bei einem deutschen Turnfest. Olympiasieger in der Leichtathletik waren Meyr Prinstcin, der Finne Katz, der Engländer Abrahams, der 1924 zu Paris die 100 m gewann. Er war Jahre hindurch Englands vielseitigster und führender Leichtathlet. Seholtz (USA.) gewann damals die 20!( 111, Abel Kiviat, einer der größten Mittelstreckenläufer der Vorkriegszeit, ist Jude. Bei den letzten Spielen 1932 stellten eine ganze Anzahl Sportler, teilweise jüdischer Herkunft, Weltrekorde auf und gewannen Olympiasiege, so Carr (400 in in 40,2 Sek.), Hampsou <800 111 in 1:49,8 Min.), Frl. Copeland (Diskuswerfen). Von Sportlern in Deutschland brachten es manche Juden in der Athletik zu Meisterehreii, Nathan, Frl. Jacob, Henoch u. a.; wir nennen ferner noch Senftlcbcn, Glaser, Dr. Simon, Kurz, Gerber. Die ungarischen Landesmeister und Rekordleutc Gero (KW una 200 m), Szalay, einer der besten Diskuswerfer und Olympiateilnelimcr zu Los Angeles, Madarasz, Fekete, der im Weitsprung im Training schon über 7,50 m kam, der beste tschcctioslovvakische Sprinter Engel, Frl, Weiß (Polen) u. v. a. Von Schwimmern ist der Olympiasieger und Weltrckordmann Kojac (USA.) der bekannteste; er ist nicht nur der beste Rückenschwimmer der Welt, er zählt auch zu den schnellsten Kraulern. Scliwartz wurde hei den Spielen 1932 in 59,2 Sek. über 100 m Dritter. Die Oesterreicherin Grete Adler war gleich hervorragend als Schwimmerin (vielmals Meisterin und Rekordträgerin) wie als Alpinistin, Springerin und Skiläuferin (mehrmals Meisterin). Sie siegte hei den Deutschen Kampfspielen im Turmspringen. Ungarn hatte in A. Hajos einen Weltmeister über 100 und 1500111. Die Schwimmerin Lenkey, die bis vor kurzem den Europarekord über 100 m hielt, ebenfalls Edmund Toldi war mehrmals Weltrekordmann, ein Vorgänger Rademachers; Baronyi hielt lange den Weltrekord im Rückenschwimmen. In Ungarns weitberühmter Wasserballmannschaft wirkten von Juden Adam, Fazekas, Barta, Brodi, Sarkany; Szekely ist außerdem Landesmeister im Schwimmen. Nicht weniger bekannt waren die belgischen Brüder Maurice und Gerard Blitz, der mehrmals bei Olympischen Spielen Preise im Rückenschwimmen gewann. Maurice leitete das Wasserballfinai des Amsterdamer Olympia«, das Deutschland gegen Ungarn gewann. Meyboom, Belgien, die Prager Getreuer und Epstein» Freund, Orlik, Klein, Außer in Amerika, das eine ständige Hallensaison kennt, gibt es nur in Deutschland regelmäßige leichtathletische Sportfeste in der Halle. Und derjenige, der in der Reihe der jüdischen Sportler die großen Veranstaltungen der früheren Jahre mitgemacht hat, denkt immer an Frfolgc zurück die eine stolze Tradition bilden. Besonders der Bar Kochba Berlin hat bei den Hallensportfe.sten stets bemerkenswert gut abgeschnitten. Schon in der Zeit, als er noch der B- Klasse angehürte, in den Jahren 1920/27 etwa, lenkten die Erfolge seiner Olympischen Staffel, die rnit ülaßner, Kurz, Siminenaucr und Treuinann mehrere Jahre hindurch den Wettbewerb in ihrer Klasse gewann, ■die Aufmerksamkeit einer weiten Ocffentlichkcit auf den jüdischen Sportverein. Der erste Start in der A-Klasse, beim Hallensportfest im Februar 1928, machte den bisher kleinen Verein plötzlich berühmt. In dein aufregendsten Wettbewerb, den die Leichtathletik überhaupt kennt, in der ״großen Hallcnstaffel“ des Berliner Sportpalastes, die über 25X2 Runden führt, setzte sich der Kar Kochba, für den nun außer den oben Genannten auch schon Gerber und Lewin starteten, die gerade aus dem SCC. gekommen waren, vom ersten Mann an an die Spitze, begann beim siebenten Läufer die Großvereine wie SCC. und BSC. zu überrunden und wurde schließlich vor tausenden fiebernder Zuschauer nur vom DSC. um Handbreite geschlagen. Audi in den nächsten Jahren, als die Sprinter und Mittelstreckler des Bar Kochba überall eine gute Rolle Rekordliste des Deutschen Makkabi Männe r: 100 m: 10.8 Sek., Dr. Kurt Lewin, Berlin, 1928. 200 m: 22.2 Sek., Theo Levp, Hamburg, 1932. 400 m: 50.6 Sek., Orgler, Wuppertal, 1931. 800 m: 1:55.5 Min., E. Bergmann, Berlin, 1929. 1500 m: 4:0S.2 Min., Katz, Berlin, 7925. 3000 m: 8:35.2 Min., Katz, Berlin, 1926. 3000 m-Hindernislauf: 9:43.8 Min., Katz, Berlin, 1924. 5000 m: 15:04 Min., Katz, Berlin, 1927. 110 m Hürden: 17.0 Sek., O. Kurz, 1926. Kugelstoßen: 12.66 m, Speyer, Frankfurt am Main, 1933. Diskus: 35.53 m, Hermann, Hamburg, 1934. Speerwerfen: 44.90 m, Seligmann, Düsseldorf, 1935. Hammerwerfen: 29.75 nt, Hermann, Hamburg, 1935. Hocksprung: 1.7S rn, Blanck I, Hannover, 1934. Weitsprung: 6.92 rn, Herzstein, Berlin, 1933. Stabhochsprung: 3.20 m, Kapusta, Berlin, 1932. 4x100 rn: 42.2 Sek., Berlin (Gerber, Kurz 1, Kurz II, Dr. Lewin j, 1929. 4x400 m: 3:29.2 Min., Berlin (Ilosenthal, Gerber, Jokl, Bergmann), 1929. 4x800 m: 8:02.1 Min., Berlin (Janklowitz, Eger, Katz, Bergmann 1). 3x10(10 rn: 7:55.4 Min., Berlin (Kraus, Bergmann 1, Katz). 4x1500 m: 17.25.4 Min., Berlin (Silberntann, Cohen, Krauß, Katz). Frauen: 100 m: 12.8 Sek., Lore Meyer, Frankfurt, 1935. Hocksprung: 1.40 m, Fried, 'Leipzig, 1934. 1Veitsprung: 4.SS in, Lore Meyer, Frankfurt (Main), 1935■ Kugelstoßen: 11.51 m, Jacob, Berlin, 1935. Speerwerfen: 33.00 m, Czcmpin, Berlin, 1935. Diskuswerfen: 34.00 m, Jacob, Berlin, 1935. 4X100 in: 54.6 Sek., Köln, 1934. Flesch (Oesterreich) sind andere Wasserballkämpen von internationalem Ruf, ebenso die Schwimmerinnen Löwy, Bienenfehl usw. Im Tennis sport gibt es eine ganze Anzahl Spieler jüdischer Abstammung. Daniel Prciin Lt uns der bekannteste, Morptirgo, I aco-fc, Susanne l.onglen, Frau 1 ricdleben, Frl. Adamoff, Frau Nrppach, Ranibcrg u. v. a. Bei zwei Olympischen Spielen gewann der Budapester Dr. Lugen Fuchs das Säbelfechten, mit ihm halfen die Juden Dr. Gerde und Dr. Werkner ihrem Lande den Mannscliaftssieg erkämpfen. Dr. Gombos war zweimal Europameister, Dr. kozgonyi, Dr. (iarav ebenfalls. Attila!* 1'etschauer wurde in Amsterdam Zweiter, in l os Angeles Vier- 1er und siegte in der Mannschaft mit, ebenso Kahns, Dritter in Los Angeles und seit kurzem Europameister im Säbel. Helene Mayer gewann für Deutschland 1928 den Olympiasieg, ihr Bruder war Hochschulinei-der, auch die Ungarinnen 1. und M. Lick kämpften um den Euiopaiiieistertitel, den Frl. Mayer of; gewann, noch edler Meistertitel der verschiedensien I ander. 1111 Pferdesport spielten Juden in allen l ändern als Züchter wie Reiter eine Rolle. In England waren es besonders Sol Joel und I. 1). Joel, Sir Victor Sasaoon, Rothschild u. a., die mit ihren Pferden viele klassische Rennen gewannen. Einer der bedeutendsten internationalen Jockeis aller Zeiten war George Stern, der früh verstorbene ״König der Derbies“. George Stern bat einen wohl kaum überbietfaaren Rekord aufgestellt, er gewann in einem einzigen Jahre allein drei Derbies, Auch in Deutschland standen jüdische oder von Juden absf am mende Rennstallbedlz.er und Pferdezüchter mit in der vordersten Reihe der Erfolgreichen. Sehr viele Eiskunstläufer bzw. Kunstläuferinnen von Klasse sind jüdischer Abstammung, der Doppelsieger im Eisschnellauf bei den Spielen 1932 (Lake Plaeid) Irving Jaffe ist Jude. Ein berühmter Ruderer war Emanuel Bann, seinerzeit der beste ungarische Einer, wie wir überhaupt hier fast am meisten ungarische Namen begegnen. Im englischen Rugby taten sich Juden hervor, im derben amerikanischen Football gilt Benny Friedmann, um einen für viele zu nennen, als unübertroffen. Im Fußball ist die Zahl jüdischer Sportier in allen Ländern Legion. Zu den vielen bekannten osterrcichischcn Spielern Fisch!, Flirschl, Katz, Häusler, Kolin, Meisl kommen wiederum weltbekannte Namen aus Ungarn: Kalman Konrad, Kürschner, Biro, Braun, der beste Verteioiger des Festlandes Revesz, Mandl, Nikolsburger, Pataki, Nyul u. v. a,> alle vielmals repräsentativ für Ungarn, einige 25mal und öfter. Auch im Tischtennis halten Juden aus Ungarn die Weltmeistertitel: Barna, Mechkmts, Szabados, Bellak, Glanz, Bo ross, Frl. Sipos. 8pielten, vermochten sie sich nie so überzeugend durchzusetzen, wie gerade in der Halle. Im Jalire 1929 wurde zum erstenmal die Pendelstaffel gewonnen, und viele Leser werden sich noch erinnern, wie die Träger des Magen David über die bekanntesten Vereine einen Sieg errangen, den sie noch zweimal wiederholten. Gleich eindrucksvoll war, daß Georg Kurz, der heute in Haifa lebt, in mehreren Läufen sogar Körnig und Jonath zu schlagen vermochte. Vielleicht waren sie alle für die Wettkämpfe in der Halle besonders geeignet. In der Halle herrscht eine andere Atmo- Sphäre als aut den Sportfesten in freier Luit. Hier wird heftiger spürbar, daß der Sport Kampf ist. Hier kommt es, schon wegen der Kürze der Strecke, wegen der kleinen Ausmaße der Runden, mehr noch als sonst auf Entschlossenheit mul Kainpfesmut an. Seitdem die jüdischen Sportler an den allgemeinen Hallensportfe.sten nicht mehr teil nehmen, hat es nur einmal eine große Hailenveranstaltung gegeben, im Februar 1934 in Frankfurt a. M. Eine gleiche Veranstaltung wird, wiederuin vom Frankfurter Bar Kochba, am 27. Oktober aufgezogen werden. Die be.-ten jüdischen Sportler 1 (eutschlands werden sich dort im Kampf begegnen, und im Sprinterdreikanipt werden S c 11 a 11 in an 11 und l)r. Lew in außer auf ihre Makkabikameraden auf den Tschechen F11 g I treffen. Das Frankfurter Sportfest wird eine große Kundgebung des jüdischen Sportes werden. -t-n. Makkabi-Seminar 31. Oktober bis 3. November ln Lehnitz Donnerstag, den 31. Oktober: 16 Uhr: Referat: Dr. Hans F r i e d e 11111 a I: Der Makkabi als zionistische Bewegung. Freitag, den 1. November: 9 Uhr:!. Arbeitsgemeinschaft: Geschichte der Makkabi-Bew egung. Referent: Paul l.ewinsoh 11: a) Die jüdische Turnerschaft bis zum Weltkrieg; b) Vom Kriegsende bis zum Kongreß in Mährisch-( )strau; c) 1928 bis 1935; d) Zionistische Lntwicklmigsphasen; c) Makkabi Hazair; f) Der Makkabi im internationalen Sport. 16 Uhr: Referat: Dr. Kurt Lewin: Training und Leistung. 20.30 Uhr: Oneg Schabbat mit Rabbiner Dr. Prinz. Sonnabend, den 2. November: 9 Uhr: Gottesdienst in der Haus-Synagoge. 10.30 Uhr: II. Arbeitsgemeinschaft: Vier Epochen der jüdischen Geschichte. Referent: Rabbiner Dr. Prinz: 1. Volkwerdung (1100 v. bis 800 v.); 2. Untergang des Reiches (1650 bis 132 v.); 3. Kampf um die Erhaltung des Volkes (Mittelalter); 4. Tendenzen der Zerstreuung (1789 bis 1897). 15 Uhr: II!. Arbeitsgemeinschaft: Das Land Palästina. Referent: Dr. Hans F r i e d e 11111 a 1: a) Geographic und Klima; b) Geologie; c) Flora; <l) Fauna; e) Bevölkerung; f) Landwirtschaft und Siedlungswescn. 21 Uhr: Referat: S. Tschertok: Zwei Jahrzehnte Galuth. Sonntag, den 3. November: 9 Uhr: IV. Arbeitsgemeinschaft: Geschichte des Zionismus. Referenten: Dr. Ra bau, S. Gold- Schmidt, Dr. Dardi Swarsenskv: a) Vor-llerzlscher Zionismus; b) Theodor llcrzl; c) Geschichte der Kongresse; d) Acliad Hau 1:1, üordoii, Brenner; e) Die zionistiM hen Parteien; f) Nach der Balfuur-Deklaratioii; g) Die Fonds. 16 Uhr: R eferat: Dr. Robert Weltsch: Das British Empire■. 19 Uhr: .Musikalische Abendveranstaltung. Jüdischer Sport aus ailer Welf Bei dem Frauen-Wettkampf Oesterreich gegen Ungarn gewann die 10t1-111-Siegerin der Prager Mak kahi-Wcltspiele 1(M8, Kohlbach, Wien, die So 111 Hürden in II Sek, um.[ das Diskuswerfen mit 37,35 :11. Mit diesen sehr guten Lelsttmgen trug sie entscheidend zu dem Siege der Oesterreicherinnen bei. In Budapest erzielte der jüdische Athlet Madarasz. einen Wurf von 47.6(1 m im Diskus. Bei einem Sportfest in Kalifornien warf der jüdische Student J. Lev y die Scheibe ■18,29 m (Weltrekord 53,10 m). Gründung einer Berlin-Mitteldeutschen Makkabi-Liga im Handball und Fußball. Im Verlauf der Bestrebungen, den Spielverkelir im Deutschen Makkahi-Kreis ausztihauen, ist eine Makkabi־! iga im Handball und Fußball zwischen den Berliner Makkabi-\'e1 einen Har Kochba-Hakoah, liagibor, ISK. und den mitteldeutschen Makkabi-Vereiuen Bar Kochba Leipzig, Bar Kochba Dresden, Bar Kochba Halle gegriindet worden. Der Spielbetrieb beginnt Anfang November. Makkabi-Vcrcin tritt korporativ der ZOG. bei. Der Sportklub Ha ko all Stuttgart beschloß einstimmig in seiner eigens für diesen Zweck einberufenen Hauptversammlung vom 13. Oktober 1935 den korporativen Beitritt aller aktiven und passiven Mitglieder über 18 Jalire in die Zionistisehe Vereinigung für Deutschland, Ortsgruppe Stuttgart. Er ist sich bewußt, mit dieser Entschließung einen für alle Vereine im Deutschen Makkabi-Krcis wegweisenden Schritt getan zu haben. _ Berichtigung. In der Sport-Rundschau Nr. 80 vom 4. Oktober 1935 brachten wir eine Notiz ״... der Sportler wird verbrannt“, in der wir initteilten, daß der Sportwart des Verbandes jüdischer Sportvereine Bayerns ein Startverbot gegen Makkabi und RjF. erlassen habe. Wie uns der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes jüdischer Sporlvcreine Bayerns, Herr Dr. Max Bretzfelder, mitteilt, ist dieses Startverbot nicht vom Sportwart, sondern von Herrn Bretzfelder erlassen worden. M WPä tiefaenburqerstr.53 ECKE SX<fHS!SCH6STR.AH POSTAMT• W«־׳’

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