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Jüdische Rundschau · 1935-10-10 · Heft 81-82 (10.10.1935) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 81-82 (10.10.1935)
Date
1935-10-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 81/82, 10. X. 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Wie bestalle teil den Schabbat? BRIEFE AN DIE REDAKTION Für Schabbat. 12. Oktober 1. Tag Sukkot (III. B. M. % 26 bis 23, 34; IV. B. M. 20,12-16) I. Wir schlagen, A׳ar, den Oneg Schabbat •dieses Mal zu verlegen und ihn am Ausgang des Schabbat, also am Vorabend des zweiten T-ages Sukkoth in einer anderen Form zu gestatten. Am ^Vorabend des zweiten Tages Sukkoth war nämlich zur Zeit des Tempels ein großes jüdisches Volksfest, da$ unter dem Namen ,,Simchat Bet Haschoowa“ bekannt war. Wir werden also die Kinder und Jugendlichen ain loestcn in einer Sukkali versammeln und ihnen einen Eindruck zu geben versuchen von der Form, wie dieses Fest geleiert wurde und von der besonderen Freude, die bei diesein Feste herrschte. Sukkoth ist nämlich die ״Zeit unserer Freude“, und es ist ein ausdrückliches Gebot, den Sukkoth freudig zu begehen. Dieses Gebot, das in den Worten ״w’ssamachta b’chagecha“ formuliert ist, ist zur üblichen Grußformel des Sukkothfestes geworden. Im Sefer Hagada ist aut S. 161 des 1. Buches eine lebendige Schilderung vom Feste des Wasserschöpfens gegeben, die wir gemeinsam lesen, ln chassidischcn Kreisen ist cs auch üblich, die 15 Stufengesängc (Sehir Hamalot) an diesem Abcn-d zu singen. Die große Freude, die hei diesem Feste herrschte, wird erst verständlich aus der besonderen Bedeutung, die dem Wasser in Ercz Israel zukommt. 111 diesem Zusammenhang können wir auf die Wasserfrage im heutigen Fitz Israel zu sprechen kommen und uns über die neuen Methoden zur Auffindung von Wasser, die in letzter Zeit angewandt werden, unterhalten. II. Wir möchten hier auf einen umfassenden Arbeitsplan und auf eine Stoffsammlung für die Behandlung des Snkkothfestes Hinweisen, die von B. S. Jacobson zusammengestellt und mit methodischen Bemerkungen versehen wurde. Herausgegeben ist diese Stoffsammlung durch die Flanhala des Zcire. Misrachi für Deutschland, Hamburg 13, Grindelhof 66. Sic ist durch diese Stelle gegen Einsendung von 15 Pf. zu beziehen. Sie enthält wertvolles Material über Namen und Bedeutung, Feier, Vorschriften und Texte des Sukkothfcstcs. Als Hattarah wird am ersten Tage ..Sukkoth Secharia Kap. 14, am zweiten Tage Könige I, 8, 2—21 gelesen. I. E. Volk, Land und Feste Mit dem Cliag ha-Sukkot oder ״Chag“ schlechthin schließt die Reihe der Haupt- und Wallfahrtsfestc, die einen markanten Einschnitt im Lehen bedeuten. Ein Volk, das auf seiner Scholle, in seinem Lande sit/t, feiert die Feste ganz anders, als wenn es von seinem Boden entfernt unter den Völkern der Erde lebt. Die Vcrwachscnhcit mit dem Boden drückt den Festen deutlich ihren Stempel auf. Wir unterhalten uns eingangs über das alte Israel, das in seinem Lande lebt. Wir haben vor uns ein bodenständiges Volk, bei dem der Ackerbau die Haupfbeschäftig u n g b i 1 d e t. Das Land wird bestellt, der Olivengarten oder Weinberg bebaut. Der Boden Palästinas, wissen wir, zeichnete sich auch in alter Zeit nicht durch übergroße Fruchtbarkeit aus. Er verlangte eine überaus angestrengte und zähe Arbeit, und nur langsam gelang es dem Menschen, ihn in einen üppigen Garten zu verwandeln. Dann erst tritt die Erfüllung ein, von der die Bibel so verheißungsvoll spricht: Ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Ebenen und Taler bedeckten sich mit Gerste und weizen; an den Bergabhängen blühten Weinberge, Fruchtgärten und Olivenhaine. — Wir tun gut, den Zustand des Landes vor einigen Jahrzehnten mit dem heutigen zu vergleichen und uns ein Bild der Zukunft an Hand der Vergangenheit auszumalen. Dieses Landleben erfüllt die alten Feste und ihre eigenartigen Bräuche mit Sinti. War der Sommer zu Ende und die Ernte eitigebraelu, so fand das Fest der Ernte oder das l.aübliiittcn fest statt. W'ir wissen, daß in alter Zeit das Fest in den Weinbergen bei Weingenuß, Tanz und fröhlicher Musik gefeiert wurde, wobei man in Hütten wohnte, die aus verschiedenen Feldum) Frucht/.weigcn angetertigt waren. Heber ein Hüttenfest in Jerusalem, bei dem große Freude geherrscht haben soll, berichtet uns Nehemia 8, 15. Die Krönung des Festes war die Wallfahrt zu den Heiligtümern. Welche 1 leiügtümer, die in alter Zeit als Wallfahrtsorte bekannt waren, kennen wir noch heute? Was wissen wir über Silo (I. Sam. 1, 3 ff,), Bcth-El und Dan? Wann wurde der Tempel!11 Jerusalem zur zentralen Kult- Stätte des lande;? Welche geschichtlichen Ereignisse liegen dem zugrunde? Man unterhalte sich dabei über die Stellung Salomos beim Teinpclbau, über dessen Bedeutung für die Reichscinheit und über die Spaltung des Reiches und die Frriehtiing von zwei neuen Kultstäuen unter Jerobeam in Bcth-El und in Dan (vgl. I. Kön. 12, 28 fl.). Man bespreche gemeinsam die drei jüdischen Wallfahrtsfeste und ziehe Vergleiche aus den anderen Religionen und Kulfurbezirken heran. — Wir fragen uns dabei, worin liegt der Ursprung tu!« der Sinn des Wall fahrens? Es wäre gut, dabei von dem alten Brauch aus/iigcheii, daß in Zeiten der Not oder ■der Trauer, der Freude wie des Festes, der Mensch das innigste Bedürfnis empfindet, vor seinem Gott zu erscheinen, seine Gemeinschaft /u suchen mul ihm ein Opfer darztibringen. Am Feste der I.anhhütten wurden Feststräuße aus Baumfrüdi'cn, Weiden und Palm/weigen in den Tempel gebracht, die das Fest der Fruchtlcse besonders symbolisieren sollten. Auch die Palmen• oder Laubhütte, die ihren Ursprung in den Festen der Weinberge hatte und später in Zusammenhang mit dem Auszüge aus Aegypten gebracht worden ist, ist zu einem Hauptbestandteil des Festes geworden. Man vergleiche hierzu die Vorschriften im III. B. Mos. 23, 30 ff. und V. B. .Mos. 10, 11 ff. Wie hoch das spätere Judentum das Gebot der Sukka einschät/te und dein jüdischen Menschen für dessen Beobachtung Anerkennung zollte, geht aus folgender Stelle des Talmuds hervor (Ahoda Sara 3 a). Einst, heißt es da, in den Tagen des Gerichts, werden sich die Völker der Welt versammeln und vor Gott sprechen: ״Herr der Welt, gib uns die Thora von neuem, so werden wir sie halten!“ Der Heilige, gebenedeiet sei Er, wird ihnen aber antworten: ״Ihr Narren, wer sich am Vorabend des Schabbat versorgt hat, hat am Schalthat zu essen, wer sich aber am Vorabend des Schalthat nicht ve׳״־vgt hat, woher soll er das Essen am Schabbat hcritehmen? Aber dessen ungeachtet, ich habe ein leichtes Gebot und cs heißt ,Sukka‘, geht hin und übt es aus.“ — Alsdann wird ein jeder gelten und seine Festhütte auf der Spitze seines Daches errichten. Der Heilige, gebenedeiet sei Er, wird sie versuchen und die Sonne der Tammus-Tage aufgehen lassen und siche, jeder wird seine Festhütte von sich stoßen und fortlaufen. — — Darauf wird der Heilige, gebenedeiet sei Er, über sie lachen, denn sie hielten auch beim geringsten Gebot nicht stand.... R. lizehak sagte: ״Nur an diesem Tage gibt es ein Lachen vor Ihm ., — Die Schechirtah, die mit Israel in die Verbannung zog• und über die Not ihrer Kinder trauert, kennt sonst, bis auf diesen Tag, kein Lachen und keine Frohlichkeit. J. M. Lieber die ״Trägheit des Herzens“ Charlottemburg, 3. Okt. 1035 Sehr gefhtfe Redaktion! Dr. Prim* Predigt über die ״Trägheit des Herzen:,‘•, die in Xr. 78 ahgHrurkt ist, wird viele Leser sehr ergnhen haben. DDjenigen unter ihnen, welche Jafcob Wassermann-, ('.Lj־ur-llaus1־r- Roman mit dem Untertitel .,Hie Trägheit des Herzens‘• kennen, werden es freilich ab störend empfunden haben, da׳.'! Dr. Prinz sich nicht darüber klar ist, w e m von Wassermann Trägheit des Herzens vorgr w.trfe n w1rd. Nicht seinem Hr! Gn Ga^nar Hauser, wie Dr. Pf in׳ m-int. son ־’ern der ganzen Dm-adf. Der (’. s־'ar H:u!-er des Dichters Fat nichts von jener ihm von Dr. Prinz, zugesrhrie- Denen ,,robusten Gesundheit, in der es sich wohl leben labt und dir man Trägheit des Herzens nennt‘־, sondern er geht an der I Irrzrnsträgheit der an'eren tugründe. Ich zitiere hierzu ינזת Siegmund Bings Wa«ermann־ Fe'1‘־-aphie (Verlag S. I’Kehcr): .,Für den DFhter kann Caspar nichts andere* sein nF der reine Mer.s 11־, gefährdet und botlcrkt (■ ist durch die Berührung rni* •'er Anbrnwe'f. .Das Mens henherz gegen dje WGr n׳-nnt Wasserrviann se'b t die erleuchtende Könne', an der ihm da> Schicksr Pa-pars wie de-, men-uh!!:־hen i Irivms überhaupt offenbar voifdc.‘• Max J;!ko b. Die Not der Kleingemeinden Striegnu (Seid.), d. 8. Okt. 1935 Sehr geehrte Redak'Pn! Mir großem Interesse las ich den A'i'snD ..Der Z01V! der Gfmrifr'en‘* in Xr. 78 v. 27. 9. Sic haben ja ־>•־» ri'hug h.- b.1< h tct! Wir hier in S'rrgnj sargen uns sehr; der /er!.dl ist wohl in kürzester /ei* /!! erwarten. Drei oder vier Familien s‘ehrn vor der Aufgabe iiver Gpv. h;if׳e. da sie ni ht in der Lage sind, sie zu halten. Aber au h der ..Wohlhabende“ verkauft; ihm gelingt es, eben weil kein ,,Muß‘־ vorhin־! >n i-t. viel leichter. Verbißt er eien C)!t, fällt die Gemeinde, die dank der mühevollen A׳heb um-eie- Sc 1• ,sorgers in st aunemwerter Weise, vor allem zum GoBe-Gienst, Zusanmuenhäb, auseinander. Wie kann man aber die Mitgaeder der kleinen Oenirindmi betreuen? Ihnen heute in סי׳א]!• s־׳hcr und praktischer Wehr heb len? Fan gemeinsames Vorgehen mehrerer k'einer G.״meinden scheitert einfach daran, daß das Geld fehlt, um hier oder dorthin zu fahren. Wir hatten verschiedene Versuche gemacht (Schweidnitz, Sni'gau. lauer). Aber der Au*׳>bus kostet Ge’d. Wer soll mi’fahren? Frau e.־׳Vr Mann.׳׳ T־־1־׳lrer o ler Sohn? Die Fitem wollen \\G-en, ob >ie eiwas Wicht iges Wegv. cbrivh• - hir die KirOrr rFahren; di״ fuger.d selb'-t, die im Brennpunkt ■-!eh׳, ladcfifc >e'bst anhüten, wahr- und geinten wird. Abc! a'h• können nicht fahren; io di־׳■ Bcueiigung zu ge!ing. muß -Gr unreine aber zuviel be• .Von haben wir ah und zu -- alle halbe Jahre einmal --- einen Vortrag. Am leicht ver-Uandh d *ח Giiiudeu wird der Tempel a's Ort gewählt. Da ׳-־. י Idirßt wied׳׳r die Möglichkeit einer DFku - i־>n ,1118׳«; ohne Di>kusdon Ft Lonr ein Vortrag unbclricdigend. Was tun? Wie helfen? Aber vieUeFht wäre $׳ hon da• tiiii'h geholfen, wenn solche Vor• trage uhrr PahB'ina. über Ge m־ hriebc.ries oder Fr'Hvröfter möglich wären? W-Ocr sdlen wir Schritt haben können? Vrrlangen wir Vorträge» Rerirhferstattung. wird uns gesagt: dazu ist kein Geld da. Ja, gewiß kostet die Entsendüng von Vortragenden Geld; gewiß ist es heute sehr schwer, solche Opfer zu bringen. Aber heute ist dieses Opier eine unbedingte Notwendigkeit! Die Verlassenheit, die Unbc« hoHenheit, die Wclürcmdhcb. der ..enge GcsichskrcF‘־ Ft den klein eii Städten Ft girnzcnlos; ist w aluÜrh s! hmerzhatt. Allein, ohne Hilfe kann man nicht helfen. Jeder einzelne ist ja zu belastet. Vielleicht gelingt es doch einem kleinen Kreis aufopfernder Juden, einem anderen Kreis hier und da zu helfen. Es warn wundervoll, wenn aurh nicht immer leHit und anerkannt. I lofharhtnngsvrdl Gerte Proskauer *** Aus der großen Zahl der Zuschriften auf unseren oben erwähnten Aufsatz scheint uns dieser Brief besonders charakteristisch für die seelische Lage der Juden in den Kleingemeinden zu sein. Immer wieder muß daran die Ocffentlichkcil erinnert werden, in ihrer OpjcrivilligkeU für diese abgesprengten Teile der jüdischen Gesamtheit nicht zu erlahmen, weil es ja auch hier gilt, jüdische Menschen und jüdische Substanz zu erhalten. (Red.) ״Juden erinnern sidi.. Memel, 1. Oktober 1935 Die interessanten Auf/eirimuugen von Bin ih!k■. 4,n c! ,Tiger Lehrrs-1 :!:־,t in Ihicun Baute Xr. 73 konnrn sf’i־׳rvcr iah keinen Ans;■.;;•!! aat \ Gl-1!11bi;Geb rrGGeu. F־h :11׳ Gr;cdoch ein fff ifäiuinc M י׳ז;׳ ■חח!!- Merk, dar!2(17(;! aiiüer-u iici- Mbig au.gt;..Hrimcii wurde, zur Frg.’iiiznng ani'ihicn,!י■.׳ nud .,Memoji en einer 1 ״ '!! ׳ י m 1 ־>׳" n Pauli .־. c W!־ p R r r ־> I f , Bialei a׳^ der KuI Ui;ge-f!1 »ehr e der ju T11 Kni.'׳'an 19 יו;1 ■־ י. l.u.rf 11; t. <5 ׳ e ז ז , in zwei iGi!׳!!"::, fkr:1!1 1908-1919. Tue K11־ iiei 111v׳en der 801ah.i.;c•״ Witwe •Es Duki.u•; der t’o: 11׳ne!/!!'!!tk in M1;.־-k uua• fa.-sr n drei (i( n־׳ r,•,! rn ni!1 י l'ialcu ׳ inen v.! '. ‘ .:M׳n B«!!! 1g zur jü ' i> Itcii Kuba rgf -«0! ׳«!,! e. Gu-uav Karpe’es ,r#׳d'>t in sein״m < -flnivi t!1!!י/ י ( . -!?! Bau Im ,Ali! inrbprr I!ehe und gr.׳f’«׳־r P1 ca t, mit srhefur Irene und aui'ri. ir i ׳er Wa]!rf ta:t igki!!, mit einem mi'deri Uiunoi und mit!einem psvc hol'-gischc-n T.!k: uzählt d־׳’ uns wich׳ r^■!•'m-oien aus einer großen Xr1f. in web eher dir Aufklärung tmfrr den Juden in Rußland <ne Nebel, die BF dahin über den» rissd-men Judentum lagerten. zu durch- Im׳־, hc־ü begann, aus einer vielbeweg tun, 1 nt e! c -mn?cn, merk- Murdigrn Periode, deren Ge- '-d;Fhm norJi nicht geschrieben im mildern cro dann geschriehen werden kann, wenn wir noch Ciiif ganze Rc!:h• soh her Mein 1׳! m hr b’ /un w <1־ len.״ I nd dir• g!1־ o n 1 inי ■־ in t in selbst «•<1gt m i;1!« m \'״r־-v-u! 7:::n zweiten B.11);c (1 r< 1' ): .,Fd) dank־־' Gott, d.ib rs ihm ge-dd. midi bis zu 'I .tg•• zu erhalten, und bah emir Guguint war, die Sn.!!de ' n'.!gr.n 7u hören, die c,-־. große W ii.d'ur-gen im jtidi- : -pi, 1 ־,< י ׳!!!,!.!! h; c. de AV icdc1c־rMaci«cn der /ion-.lihc. das Fstr.:״׳*י■ n ma dm volksverwa ist c bigend. (»!eich an dem ersten Khang crktnmc das alte Herz die ofgOp iüdi -■ k,c Melodie, die 5m!;mge geschw iegen und einst!■'in vn-pimmr« ,,Fs war einmal“ Gingt mit Ich■! Wehmut audem Burhe der feinfühligen Ycr!rm<rrin. Wie hei einem Remhen <lemaide blicken wir in »das anziehende Helldunkel einer verschleimen jiidia-hen Kulnirp* riode. nun dm stechende Ficht des Alltags schmerzt uns, wenn wir das Buch schließen. Leon S c h c i n h a u s. Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Bcuthen (Oberschlesien). Der dem Rcich«ve1band der judi-clicn Kultuibiirule angegliedertc ,.J »dis c. h c Kult 11 r b 11 n d, Obcrschk-sicn“ ist vollkommen reorganisiert worden. Er vcriiftcnllichtc jetat sein Programm (ür die Winter-aison. Neben zwei Opern und zwei Operellen werden mehrere Seliauspielc angekiindijjt, dazu treten Konzerie, Vorträge usw. Breslau. Unter Vorsitz von Justizraf Georg P. i ■! fand eine Repräser.lanlensitzung statt, in der der?äonittisrhe Erakiioiisnihrei. Reg.-Rat i. R. Dr. Otto 1!alpen, zu!» stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt wurde. Der Umbau der (icrneuulcbibliolhe!׳, die Renovation der Neuen Synagoge und der Neubau von drei StKtungshäuserii, in deren Vf nvaUungsatissrhuß von der Gemeindevertretung Grete Bial (I.ib.) imd Ernst Tauber (Zion.) hinzugewählt wurden, waren die wichtigsten Punkte der Tagesordnung. Der Ohalmhilfe wurde ein freigewordener B-'r,,״ von 200 RM zur \ erfiigmif gestellt. — Die Wiedereröffnung der Neuen Synagoge wurde• mit einem Festgottesdienst begangen. Rabbiner Dr. J. Sänger weihte das Nrr tamid. Die Fest predigt hielt Rahbiner Dr. H. Vogelstein. Essen. .Am 1. Oktober beging der Lehrer und Kantor Mas I.evis,!!in sein 25jähriges Ortsjubiläum und zugleich da« 35jährige Amtsjubiiäum. In besonderem Maße hr-1 häftigt sieh der Jubilar mit der Schulmusik und der Pflege des Cliorgesangs in Schule und Synagoge. Görlik. Am 2. Oktober sprach vor der fast vollzählig versammelten Gemeinde Dr. Srhloßbcrg über ,.Zinn i-nm-, Paln-tina, deutsches Judentum“. Seine .Ausführungen wurden liegeisterf aufgrnommen. Im A'erlaufe de- Abends wurde bekannt gegeben, daß der ״B. d. j. J.“ slrh aufgelöst habe und alle Mitglieder dem Hrtbonim beitreten. Köln. Die Winteiarbeit der KZV, hat mit voller Kraft eingesetzr. Am 23. September fand die erste bffrntliehe Veranstaltung statt. Dr. Kupferberg sprach im Gemeindebans über ,,Palästina als Holtrmng und .Aufgabe“. — Auf der er'-ten der moriatllrhen Mitglieder- Versammlungen gab Dr. Neuberger, Dusseldori, einen Bericht über der! Lutemer Kongreß. -- Die verschiedenen Arbeitsgruppen (Junggruppe, Arbeitskreis) nahmen ihre regelmäßige (Arbeit narb der Sommerpause wieder auf. In Kürze wird das?.ionistische Seminar beginnen» das die Fragen des Palastinrr-.Aufbaus, der zionistischen Bewegung, .-<>wie der jüdischen Geschichte trsw. eingehend behandelt. — Starken Eindruck hinterließ ein Konzert, von Hermann Sc hr v und Alice Krieger.Isaae. Auf kiinstleri‘ehcr Höhe steht Hermann Scliev, der mit seinem gepflegten, edelklingenden Bariton der berufene Gestalter Beetbovertscher und Brabmsseher Werke war und sich als hervorragender Gesangs!«!nstlen in Liedern von Mendelssohn, Schubert und Wolf erwies. Mit piani-Uscher Kultur spielte Alice Krieger-Isaae die Wald stein-Sonate von Beethoven. Eine imponirrendt I.eistung war ihre temperamentvolle und großzügige Wiedergabe der Fantasie F-Moll von Chopin. Im übrigen tur,gierte sie als an ■ge■ zeichnete Begleiterin des Sängers. Fine vielversprechende Begabung ist der erst 14jährige Geiger f).«y R 0 n .1־ r d v, der durch sein unge■ kiin.stellcs und doch künstlerisch und tcclmisrh ungcwöhnlicli hoch• stehendes Spiel — er trug Werke von ('nndllMoffat, Paganini, Min• delssolin» Burmcster, Brahms, Sarasate vor — bestrickt. Sein eben■ biirtiger Begleiter 8m Flügel war der feinsinnige Pianist Alexander C11 a ו t 11, dessen kultiviertes Musizieren starke Innerlichkeit: verrät und auf horchen ließ. In einem Lieder-, Arien- und Duetten-Abend mit Frihi Jokl (Sopran) und Bruno Ucko (Tenor) brachte die Sängerin einige Lieder von Schumann, ferner die Arie der Traviata und mit perlender Koloratur den Friihlingasfirmnenwalier von Joh. Strauß. Der jugendliche Tenor, der über ein weiches, biegsame( Organ verfügt, hatte starken Erfolg mit I .iedrrn von Schubert und Arien aus der Bohtoe, dem Dreimäderlhau» und der Nacht in Vene• rüg. Willi I öwpiistfin wnr den Kiin-tlrm rin MnFtorl'cglcircr. Gepflegt musiziert wunir in einem Kmuni, da י F1;m7 Oshorn (Klavier) und Henry T c 4 1 ווו n k;1 (Geige) pahrn. Dir briden Künstler Npit־Jh־n pr'iiu'in-am Bי! 11; ־'׳vun־- FF-Dur Sonate. <12 .קי Nr. 3. die ri־. herrü! lie Gr-';1!■ u;י q׳ .!!!;!!r, \11.a׳idt1n e:kF:1in U’nhlhut. die '׳י 'im u!,;;\<j!lf F!:jü S- 14,;־ : p j5׳ A l'nr \.׳n!r l'!,!:.F. 1 וו nirhreren S.ד!i (Werke \־r!n Flreih־(") ,'.־׳■•iwirn ..!■!■' hu! horlioter Siiiir ׳?,(.d.endGii Mו!--F< r:jt!■!;!!a10׳!, w:: a!jG1 '1 un 11.(!,k 1. drr die Parti:a li-^Fרil fur -vrdr.c ,di;i;1 v1:״ (. Btt־!) b!.t'h!<\ -rin Indn]- ment m vollendeistem M.!>.A;;! Ge. Ar! 14. S'pvniBer -prarh 1 leime Ifauna Th..n. Jenmilfui. v־»r den M1!p!i״d-־rn der res Frauen G111׳ ie •, der ^•:.!!י«;:!׳.:•ס•- tr.d ,־ :! d! < 1•! n 1! ״r Uder.rn Ga-n־!־•־! u!1t־r:!■':.!11 ו<:־ A!i׳rj Fd!.:■׳< .־־!.י!:',-,er Bei i.dl d,1׳hk!r Fr.ei 1'!חחו, F1;.1; i: in ו w1׳! je ׳;!! '\ ־!־׳!׳ r‘1r rh Br^i n i.' ־.;■ :a - na י,!! ׳ e V1;1 Pau',1 I.ned. \-.r 1וזי^ ־ ien d1“! K ■ י I ׳׳■'׳' r \Vi70. Oberglogau: Am BA s־׳-p״r1rl־ej -•■r.;n w-, 1:, ,׳.י. |’n!/ < >pprnl־Gmer, IGijFmn. uPei■ f'v lfu 7 ־■■־ ■* r. K ־■:־ •;■־?. n׳G F!!!?. Tau, Beuthen, iihr! .. \u-\s.,•!»וי* ״-:1■■!־!, p ,־־! 1• ..־. B- .d-• K ■P'־er fanden giOPen Hei ׳,dl. i he Verar:n ז!י m!ין wurde dnrep .4.־ v ■n Ghahizim urni ahmt. Ankündigungen Darm^tadt: Dr. Hmf'״n!r1,f.7, F׳JVH!1, ״,*>: i- In am 14. Okf-־*Srr, 20.4," I’hr, im I Jci׳ <-'! ..'''.fh Fra fikui ri ׳־. uhrr: ..p:r■ pa:!׳f!r und wirt-aliafdiGm F,׳g< de! /!■■!,!■ ־־ :! .׳ 1 ׳; i-Fw r■:״;[■׳ in r \i\, K.׳־.ngrein Bil.u.z und Progn >8r־־. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr: KGmiett za /ucit; M.nior» Koege! if,m- I > , Am 10. Oktober, 20,30 1 'Fr, Gnne.ndfhrnn. Dui-Hu•״; A1 n B. und 15• Gkm'her, 20,30 Ihr, Thr •Gor-F.׳fUtrr•! laus. Firari־' u!d Kh־i\1er- Abend: Ruth Kimh-Amdp h11.-׳n;1*1 ,׳« >.. Mhii.ud Wi'w;.-, Klavier. Krefeld: Ain 15. Oktüher, 20.30 Fhr, Su,.!׳a w׳f'• A.3<׳lnn: Am 10. und 17. Oktober,» 20.30 I 115, Piamlmu■״ Adam. 'harn;1", SAmu■׳ ־|»del in drei Akten, \׳>n M. 1 r!}ר n W'erlftrirner: KGn: A:n 17. 20., 21. und 22. < •ktokrr, 20.15 I hr. I ׳־: ׳nirmHrham, (1 f!r Köln: Ziwnmti-i'he 'S ert!:!igung. Am 16. ():•,!Oer, 215׳.0׳ l fir, June, gruppe. Am 17. 20.45 l'hr, Arbcimkiei■, Arn 20. (''ktaber, 20.45 Fhr» Kimcha!h-Thora-Oneg. —• Nauheim: Am 16. Oktnbrr, 20.30 Fhr, spiirht Dr. Hans Pomrr.mz uh:*!; ..Dir p,,H! i-, ];,״ יn<l wirtschatrlu'hc Fagr der?.inni1!■׳-rhcn Bewegung n;uds dt m MX. Kan• grein Bilanz und rrogiut^e“. Familien - Nachrichten Herr Hermann F r 1 d m a n n, Stolp in Pommern, begeht am 12. Okfnher den 70. Geburt Mag. Der Vorsitzende <ir> Verein5׳- i^rae'u i -׳*her l.ehrer Mot.-ldrut whlnnds der Frlirer und Kantor J a f f e, Feipzig. Funkrnhurgstr. 15, begeht am 20. Oktober <\en 50. Geburtstag. Frau Fanny Mager, Badcnweilc!, begeh! am 31. ()Hohe r <lcn 80. Geburtstag. Bar Mizwah-Termine Am 26. Oktober — 29. Tischri: Adolf F a u c h h e i רח e r, Sohn von Julius Laut hheimfr, Nürnberg. Kraustfr. 5. A2 רח. November — 6. Marrhesrhwan: Fropold Weil, Sohn von Julius Weil, Jerusalem - Reehaviah, Rechov Saadiah Ilagaon, Bofh Dr. Oppenheimer.

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