Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 80 (4.10.1935)
- Date
- 1935-10-04
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 80, 4. OKTOBER 1935 Sport Rondschan «... der Sporfier wird verbrannt“ Zwischen dem Reichsausschuß jüdischer Sportverbände und dem Verband jüdischer Sportvereine Bayerns waren Spannungen entstanden, weil die beiden den Reichsausschuß bildenden Verbände, Makkabi undRjF., beschlossen hatten, die bayerischen Spielmannschaften nur zu den Meisterschaften des einen oder des anderen Verbandes zuzulassen. Man kann diese Stellungnalune vom sportlichen Standpunkt aus verstehen, wenn man bedenkt, daß die bayerischen Mannschaften sich aus sämtlichen jüdischen Sportlern eines Ortes zusammensetzen, während die Stärke der Makkabi- und RjF.-Mannschaften naturgemäß dadurch verringert ist, daß die jüdischen Sportler an einem Orte sich auf beide Verbände aufteilen. Vom sportlichen Gesichtspunkt kann dieser Beschluß u, E. gebilligt werden — aber man kann natürlich auch anderer Meinung sein. Solche Meinungsverschiedenheiten hätten auf dem Wege von Verhandlungen zwischen den beiden Gremien ausgetragen und zu einer gemeinschaftlichen Stellungnahme gebracht werden können. Was aber tut der Sporlwart des bayerischen Verbandes? Er erläßt Startverbot für seine Mannschaften sowohl beim Makkabi als auch beim IljF. Dem Gang der Ver- Handlungen ist damit nicht gedient, im Gegenteil, eine unnötige Verschärfung der Beziehungen zwischen Reichsaasschuß und dem bayerischen Verband ist die Folge. Wer aber ist der wirkliche Leidtragende: der aktive Sportler. Makkabi - Boxmeisterschaften von Westdeutschland Vor aus verkauftem Hause wurden die westdeutschen Meisterschaften im Boxen in Köln ausgetragen. Zu diesen waren Meldungen aus Düsseldorf, Dortmund, Wuppertal und vom Veranstalter, dem Makkabi Köln, eingegangen. Im Bantamgewicht hatten sich die beiden Kölner Cohn und Buchsbaum fi'ir die Endrunde qualifiziert. Sie lieferten den schönsten Kampf des Abends; beide offenbarten gute Veranlagung. Durch eine bessere dritte Runde siegte Cohn knapp nach Punkten, in der Entscheidung des Federgewichts stand Kummer (Köln), der vorher Friedler (Dortmund) durch k. o. besiegt hatte, seinem Lehrmeister, dem alten Kämpen Bartercr, gegenüber. Barterer ist in den ersten beiden Runden jederzeit überlegen und beherrscht den Kampf in allen Phasen. In der Schlußrunde kommt Kummer stark aut und bringt Barterer wiederholt in Bedrängnis. Der Punktvorsprung von Barterer reicht jedoch zu einem Punktsiege aus. Vom Kampf im Leichtgewicht zwischen Reit I (Köln) und Baum (Düsseldorf) war man enttäuscht. Beide als schwere Schläger bekannt, mußten von dem sehr umsichtig amtierenden Ringrichter, Hermann' Ruchhaum, wiederholt verwarnt werden. In der zweiten und dritten Runde mußte Baum, der von Reit im Nahkampf zermürbt wurde, den Boden auisuchen. Westdeutscher Meister: Reif I. Eine interessante Begegnung gab es im Weltergewicht zwisehen den Naclnvuchsboxcrn Schneider (Köln) und Lewin (Düsseldorf)). Lcwin holte sich einen knappen aber verdienten Punktsieg nach bewegtem Kampfverlauf. In den Rahmenkämpfeu sah man besonders unter den Papiergewichtlern vielversprechende Könner. F. C. Blau -Weiß Hamburg in Kopenhagen Bereits im Vorjahr waren die Hamburger Makkabim einer Einladung des H a k o a 11 Kopenhagen gefolgt. Es ging diesmal um den von dem Ringer Abraham Kurland gestifteten Pokal. Daß ihn Hakoah gewann, war vielleicht nicht ganz, verdient. Die Hamburger, die ersatzgeschwächt erscheinen mußten, büßten gleich nach Beginn einen Verteidiger durch Abberufung ein. Lin Elf-Meter wurde verschossen. Die Dänen verstanden es, zwei energische Angriffe in Torerfolge umzuwandeln. Mit 2:0 ging es in die Pause. Gleich nach Wiederanpfiff kann Hakoah das dritte Tor erzielen. Doch plötzlicli wendet sieh das Blatt und die Hamburger können zwei Tore auf holen; der Ausgleich gelingt jedoch nicht mehr, obwohl er jederzeit in der Luft lag. Der Abend vereinte die beiden Fußballmannschaften mit den Freunden der Hakoah Kopenhagen. M. St., Hamburg Ergebnisse vom 22. September FuBball: Berlin: Hakoah V gegen ]SK. 111 2:4; Hakoah IV gegen ItagilKir IV 3:1: Hakoah 111 gegen BSC. III 5:2; lUk.ial. i. .lugend ״egen Hagibor I. Jugend 4:2; llaknah A.dl. gegen ltagitmr HI 4:0; Hakoah IV". Schüler gegen JSK. Schüler 3:3: Haknah H. Jugend gegen, BSG. II. Jugend 1:3; ll.iku.111 111. Jugend gegen!!SH. HI. Jugend 3:5; Hakoah II. Sd.liier gegen llugibnr II. S! linier 6:0; Hakoah I. Schüler gegen llugibnr i. Schüler 11:0; JSK. H gegen Hakoah II 4:5; BSC. 11 gegen Ilagibor II 4:5. Im Reich: Bar Kochba Leipzig gegen Rjlh Meiningen 7:0: BK. Dresden gegen J1K. Halle 5:1: Itus Dui-Jmig ( gegen I laknjli Emen I 8:1; Bus Duidmrg II gegen Hakoah Ew-n H 3:1; Itun Duisburg Jugend gegen Hakoah Essen Jugend 6:1. Handball: RKH. Berlin I gegen JSK. 1 10:0; BK! I. Berlin II gegen BK. Stettin I 1:7; BKII, Berlin III gegen JUL. Makkabi 3:10; BK. Dresden gegen BK. Halle 12:5. Leichtathletik: Klubkampf Bar Kochba 1 Limlmrg gegen Schild Hamburg 59:23'/» Funkten. Bei den Mümhener jüdischen Mei-t<׳r.(־haften gewann Giinzburg«r die 100 nt in 11,7. die 200 tu in 24.5 Sek. und den Weil Sprung mit 6,04 m; Schwarz« bild das 800-m-l unten m 2.12 Sek.; Schnpim das Speerwerfen mit 36,75 nt: Kehler die 100 m tiir Frauen mit 13,8 Sek.; Itcgcnsteincr den Wcitsprung für weibliche Jugend mit 4,57 m. . Ein seltenes Jubiläum konnte in diesen Tagen der jüdische Fußballschiedsrichter Max Schneider (Polen) hegehen, Schneider entstammt dem Makkabi Krakau, dem er bis zu Beginn seiner Tätigkeit als Schiedsrichter des polnischen Fußballverbandes angeh iirte. Schneider konnte in diesen Tagen den 300. Kampf leiten, ein Anlaß, der in der gesamten polnischen Sportpresse hervorgehoben wurde- Makkabi - Schwimmeisterschaft Unter den großen sportlichen Veranstaltungen des Makkabi vermißte inan bisher die Schwimmfest c. Erst im Frühjahr dieses Jahres hielt der BK.-H. Berlin ein Schwimmfest unter Beteiligung der guten ungarischen und tschechisehen Makkabisclnvimmcr ab, und am letzten Sonntag ist das Anfangsstadiiini des Schwimmsports im Makkabi mit der Abwicklung der ersten M a k k a b i - S c h w i m m e i s t e r - schäften in Deutschland zum Abschluß gekommen. ln der Halle des Schwimmbades Frankfurt a. M. verfolgten gegen 500 Zuschauer die spannenden Kämpfe. In fast allen Wettbewerben kam es bei überraschend starken Feldern zu erbitterten Auseinandersetzungen. Nur ein Mann ragte in seinen Hebungen heraus: Walter Goldschmidt (Frankfurt a. M.), der nicht weniger als vier Meisterschaften errang (100, 200 und 400 m Freistil und 200 m Brust) und überdies für seinen Verein, den BK. Frankfurt, zwei Staffeln gewann. Obwohl er sich — ohne gleichwertige Gegnerschaff — nie voll auszugeben brauchte, erzielte er durchweg gute Zeiten, unter denen die 400-m-Z.eit von 5:48, sowie die 100-m-Zeit von 1:07,9 Min., besonders hervorgeliohen zu werden verdienen. Goldschmidt hat dabei erst in diesem Jahre zu crawlcn begonnen, so daß von ihm noch viel zu erwarten ist. Was er heute schon kann, zeigte er deutlich in der Lagenstaffel. Berlins Rückenschwimmer Korn hatte gegen Herzberg (Frankfurt) nichts verloren. Silbermann (Berlin) gelang es auf der ßruststrecke überraschend gegen H i m in e 1 s t e r n (Frankfurt) fast eine halbe Balmlänge Vorsprung hcrauszuschwimmcn, die Sirno n als Schlußmann zu verteidigen hatte. Goldschmidt erreichte ihn jedoch nicht nur, sondern schwamm unter dem Jubel seiner Frankfurter Freunde in hervorragendem Crawlstil nocli einen bedeutenden Vorsprung heraus. Erfreulich ist, daß Goldschmidt nicht mehr allein stellt, sondern daß gerade in Frankfurt eine große Anzahl begabter Schwimmer ihm nachzueifern beginnen. So gewann Hcrzbcrj׳, der schon am weitesten ist, das Rückenschwimmen, das Goldschrnidt als einzigen Wettbewerb nicht bestritt, in 1:30 Min. vor Baum (Mannheim), der gleichfalls einen sehr guten Eindruck machte. Auch die Begabung von Jacob (Frankfurt) trat zutage, der am gleichen Tage, an dem er noch als Knabe schwimmen durfte (und seinen Knaben- Wettbewerb natürlich gewann), über 200 m Freistil Zweiter hinter Goldselunidt, über 100 m Dritter hinter Goldselunidt und Baum wurde und überdies im Kunstspringen sich zwisehen die beiden bekannten Berliner Springer Simon und Kalischer auf den zweiten Platz schob. Das Kunstspringen ging unter größter Anteilnahme des Publikums vor sich. Simon sicherte sich mit hervorragend ausgeführten Pflichtsprüngcii den Sieg nur mit einem Punkt Vorsprung vor Jacob, während Kali sch er, der einige der schönsten Sprünge zeigte, durch einen verunglückten Sprung etwas zurüekgefalleu war. Im Streckentauchen kam es zu dem merkwürdigen Resultat, daß Reinsberg (Köln) und Kaiser (Berlin) genau die gleiche Strecke unter Wasser zurückzuiegen vermochten (41,40 rn). Auf die Entscheidung durch das Los verzichtete Kaiser zugunsten von Reinsberg. In den Damenwettbewerben ging L.oni Gut mann (Mün* eben), die auf der Makkabiah so gut abgeschnitten hatte, als hohe Favoritin in alle drei Rennen. Im 100-m־Rücke!1־ schwimmen lieferte ihr jedoch ganz überraschend die junge Berlinerin Gustl Weiß gras einen erbitterten Kampf, den Loni Gutmann im dritten Viertel der Strecke, noch etwa aul gleicher Höhe liegend, infolge eines Schwäciieanfalls aufgab. Die Zeit der Siegerin war mit 1:39,3 Min. eine der besten des Tages. Dafür sicherte sieh Loni Gutmann späterhin die beiden anderen Rennen, das 100-m-Brustsclnvinimen in 1:33,5 Min. vor (Haß (Berlin) und die 50 m Freistil in 41,6 Sek. vor W c i ß g r a s. Das abschließende W a s s e r b a 11 s p i e 1 bewies, daß auch dieses Mannschaftsspiel hei genügender Pflege das Publikum an/ti/iebeu vermag. Die Berliner Mannschaft schlug zuerst eine Bezirksuianitschaft von Westdeutschland, um danach in einem auf beiden Seiten erhitlert geführten Treffen gegen eine südwe-tdeutsche Be/irksinannsehaft, in der wieder Goldselunidt mitwirkte, zu vertieren. So schloß das Fest mit einem Siege der Frankfurter, die in ihrem guten Ahschnc!dun dun besten loht! für ihre Arbeit fanden. E r ״ e : s s 0 f ־1 <! tn. H e r r e n: 400 m E!T-b*i I: 1. (; 1 י.״:•■! - 4d■ (HK. Tr iiikiinil 52;18־. Mond II (Ilakonli K111״ ׳ - •( b 10:1.:״ H!.,׳-־-! : : 1 HK, 1!. 1!! 1,011:, 4:41.4; 2. BK. Bei! in . — 2 oo •1! |(n; ״׳ ) .1 : י-; ) . b!mk (BK. ibankont ) 3-12: 2. Silin rni.;!in (HKli. B. iT;׳. gm:;■ 1. -1 n (BKII. Bei 1 in) 42,32 BBu.; 2. Ja! o1 י (HK. 1 0,0011:) 41,32 iV.e. — 100 in Ei ei -1 i 1. < k־;d .׳ kh 11. i <i:k. r 1 1;■!7.9; 2. Baum;!!׳ :k •׳!.! (BK. Manulnim). - 100 m ׳!׳K 1. 1! 1!/!<<-! :׳ (BK.. Trunkfür!) 1:30: 2. H.unu (BK. M - 3 1 ס*!, :n - J ..!י)״:. Mild: 1. BK. Frank mr: : 2 . BKII. H L!!i;1. 1- 1 : ו!ס;! - ■!׳. Riinsberp (1 lako,di k׳>!n} 41,40 in: 2k.:1 er ( BK! t. iii-rlm). — 2*»0 m Frei■-!;:: 1. (1 Eiankim!). HlM'W! liid■ 11; K. l'l kncMb 2:57,0: 2. Ine.b (BK. E> a in 0 11: 100 m Rücken: 1. Wbkgrns (BKII. Berlin) 1:30.3: 2. I)avnk-nhn (BK. Er.inkiurt). — 10U m Bis-:: I. Lu’monn (Menhrn) 1:33.5; 2. (;!ad (BKII. Kniii.50 - - .(׳ m Erei.-'i!: 1. < Iiiini.mn (München) 41,0; 2. Weiligrn, (BKII. üirlini. Zwei Jubiläen 2s Jahre Bar Kochba Königsberg Anläßlich seines 25jährigen Bestehens veranstaltete der Bar Kochba Königsberg auf dem jüdischen Sportplatz ein Sportfest, an dem sich die Makkabivercinc aus Danzig, All enstein und Elbing beteiligten. Mit einer Zahl von etwa 150 aktiven Teilnehmern war es die größte Veranstaltung dieser Art, die bisher in Königsberg stattgefunden hat. Begünstigt von herrlichstem Weiter wurde das umfangreiche leichtathletische Programm von 9 Uhr vormittags bis 41״ Uhr nachmittags flott und pünktlich abgewickelt. Daran schloß sich ein Fußball-Wettspiel zwischen Bar Kochba Königsberg und Hakoah Allenstein, das Königsberg 3:0 gewann. Der Nachmittag brachte zwischen den Wettbewerben den Aufmarsch von über 200 Teilnehmern. Nach einer Begrüßung ansprache durch den ersten Vorsitzenden des B. K. Königsborg, l)r. Jedwabnik. überbrachte Dr. Berlowitz die Glückwünsche der Körperschaften der Synagogengetneiude. Dr. Rat/kowski sprach für die Zionistischen Organisahonen, und die Glückwünsche des Präsidiums des Deutschen Makkabikreises überhrachte der 2. Vorsitzende, Dr. Ra bau. Das Interesse des Publikums an dieser Veranstaltung war außerordentlich groß und iibertraf alle Erwartungen, (legen 800 Zuschauer waren erschienen und folgten dem abvvechslungsreichen Programm bis zum Schluß mit Interesse. Bemerkenswert waren die Leistungen der Dan/iger Senioren, die über eine ausgezeichnete und ausgeglichene Kampfmannschaft verfügen. Dem veranstaltenden Verein mangelt es infolge besonders starker Abwanderung an Senioren. Dagegen ist sein!Material in den Jugend- und Mädchenklassen ausgezeichnet, mul die Königsberger Frauen zeigten sich der Makkabioth aus Danzig und Elbing gewachsen. Die sportliche Veranstaltung wurde ein gerahmt durch einen Begrüßungsabend für die auswärtigen Teilnehmer im Gemtindehaus am Sonnabend und durch eine große öffentliche Kundgebung am Sonntag abend in der Synagoge, bei der Dr. R a b a u, Berlin, vor einem großen Zuhörerkreis über ״Unser Wille zum jüdischen Leben“ sprach. 10 Jahre Bar Kochba Hindenburg Am gleichen Tage feierte der Rar Kochba Hindenburg sein lOjähriges Jubiläum. Die Makkabisportler aus den großen Zentren Obcrschlesiens hatten Gelegenheit, sich an den besten Breslauern zu messen. Ls kam zu vielen harten Kämpfen lind manchen guten Ergebnissen. So gewann Sternlieb-Breslau die 100 m in 11,4 Sek. vor Pmkus-Bresl au und Ehrlich-Hindcn» bürg. Sternlieh beteiligte sieh zum erstenmal auch am Weit- Sprung und gewann ihn mit der relativ guten Leistung von 6,18 m vor 1 lechi-Bcuthen, der auch noch 6 m erreichte. Bei dieser wie bei jeder Leistung dieses Sportfestes muß natürlich berücksichtigt werden, daß ,־Hielt in I liitdenburg keine erstklassige Sportanlage zur Verfügung stellt. Hecht erwies sich im weiteren Verlauf des Festes auch läuferisch als grolle Begabung, es gelang ihm, 1 )obriner-( irofi- Strehliiz, der noch in diesem Jahre für Berlin die 4 ■' 100-111■ Makkabimeisterschaft mitgewonncn hat, knapp zu schlagen. Delrer 800 m revanchierte sieh I )״tirilier freilich, er siegte in 2:10 Min. vor Hecht. Audi Broniatowski-Breslau erfüllte endlich die in ihn gesetzten Erwartungen, indem er das Diskuswerfen mit 31,5! m und das Speerwerfen mit -12,40 in gewann, wobei Hecht wiederum Zweiter wurde. Von den Eratmiwettbewe!hen gewann I.inpnniin-Rreslatl sowohl den lOO-m-Lauf als den Weitsprung, und in den JuguulWettbewerben siegte Süßmann in den Sprints und itn Weitsprung. Makkabi im Rudersport Regatta des Reichsausschusses jüdischer Sportverbände Die erste allgemeine jüdische Ruder- und Kanu-Regatta aut der Oberspree hei ()berschüneweide war gemcinschaftlieh von der Ar h ei tsgeme i 11 s c 11 a f t j ü d i s c h e r W a s s e r s p o r t v c r e i n e und dem W assersportverband im R.j.F. ausgeschrieben worden. Es beteiligten sich fast sämtliche jüdischen Vereine Berlins und der Provinz. Zu begrüßen ist, daß es trotz, den sehr erheblichen technischen Schwierigkeiten gelungen ist, die Regatta zustande zu bringen und den jüdischen Wassersportlern in Berlin und im Reich Gelegenheit zum Wettkampf zu geben. Dieser Umstand zwingt auch zu einer iniklercii Beurteilung der bei der technischen Durchführung zutage getretenen Mängel. Der Regatta-Ausschuß wird das inchstemal vor allem darauf achten müssen, das eine weniger kurvenreiche Rennstrecke gewählt wird. Der sportliche Wert der Kämpfe litt sehr erheblich unter diesem Mangel. Fs darf auch nicht vorkommen, daß fast für jedes Rennen ein zwei- bis dreimaliger Start erforderlich wird. Hiervon abgesehen zeigten alle Teilnehmer anerkennenswerten Kaniptgeist. Besonders erfreulich sind auch die von den Provinzvcrdncn gezeigten Leistungen, da diese vielfach unter schwereren Bedingungen arbeiten. Die Rcgattaleitung tat gut daran, die Jugendkämpfe in den Vordergrund zu steilen. Nicht zu verstehen ist, daß zum ersten Vierer nur ״Welle Poseidon“ und ״fvria“ autraten. Diese Konkurrenz zu beschicken müßte der Ehrgeiz jedes Vereins sein. Bei de» Rennen zeigten einzelne Vereine, die als früher paritätische Gelegenheit hatten, eine Zeitlang Erfahrungen durch Teilnahme an den Regatten des Deutschen Ruderverbandes zu sammeln, eine gewisse technische Ucbcrlegenheit, insbesondere die Berliner Kudergescllschaft Welle Poseidon. Immerhin gelang es dem ersten Jugend-Vierer, der Ivria-Bcrlin (Makkabi), im Lndkampf Welle Poseidon niederzuzwingen, während Welle Poseidon im Jugend-Achter das umgekehrte Ergebnis erreichte, lvria endete fast auf gleicher Höhe mit Undine (Arbeitsgemeinschaft). Der erste Vierer, in welchem lvria sich allein Welle Poseidon entgegeiistelhe, verlief unbefriedigend, da der Makkahiverein nach 500 m, aut gleicher Höhe mit Welle Poseidon liegend, wegen Dolleiibruchs aufgeben mußte. Im Damen-Stilrudern wurde der Preis der Ruderabteilung des Hamburger Bar K och b a zuerkannt. Ergebnisse: Einer; Betllner Ruderklub IMveti.i (Emst Nathan). I )oppelka iak: Berliner Rudeikiub Helvetia. 1 )eppel-Vierer mit. Sieucimaim: Kerl. Ruderklub Welle Poseidon. l)amen.S1i!111(ler11: Ruder..Ueiiun״ des Kur Koehba. Hamburg. Eisler Jugend-Via er, II. Alm-ümig: J u-.lisclier Ruderklub lvria (Makkabi). 1. Abteilung: Rudervei ein 1925. Erankdir! (Oder). Vierer l'iir kleinere Vereine: Betliner Ruderklub Oberspree. Damen-Doppclviercr: I )anienruderklub 1923, Berlin. Doppel-Vierer: Welle Poseidon. Provinz-Vieier: Rudel verein 1925, Eiankiurt (Oder). Zweiter Jugend-Vierer: II. Abtcilun״: Oberspree, I. Abteilung: Welle Poaekbui. E!ner-Fa!(1.1,K)1: Berliner R11derge.-cil«11־aft Undine. Erster VieTer: Welle Poseidon. Jugend;״, hier: Welle Po-ealon. Abschieds-Vierer: Breslauer Touren-Rudeirklub 1909.