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Jüdische Rundschau · 1935-09-03 · Heft 71 (3.9.1935) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 71 (3.9.1935)
Date
1935-09-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Nr. 71, 3. IX 1935 —--———׳———׳-* Rabbi Awraham jizehak Kuk Luzern, 1. September In der Not der Gegenwart geben wir uns nicht genügend Rechenschaft über die furchtbaren Einbußen, die wir im Laufe weniger Jahre erlitten haben. Das religiöse und nationale Judentum ist innerhalb kurzer Zeit fast aller Heroen beraubt worden, jener Gestalten, die seit etwa vierzig Jahren unserem Leben den Weg gewiesen und ihre Eigenart aufgeprägt haben. Mit unheimlicher Schnelligkeit und beängstigender Genauigkeit hält der Schnitter seine Ernte. Es ist, als wollte er ein Zeitalter gewaltsam zu Ende bringen, indem er seine Schöpfer und Repräsentanten hinwegrafft. Heute erreicht 11ns, mitten in der Arbeit des XIX. Zionisten ־ Kongresses, die Nachrieht vom Heimgange des Oberrabbiners von Erez. Israel, R. A. J. Kuk. Wir bangten seit einigen Morrnten um sein Leben. Die schwere Foto: 11. Soon«nt«1d Krankheit ließ keine Hoffnung aufkommen. Aber doch kam das Ende schnell. Noch vor zwei Wochen sandte er dem Kongreß Gruß und Segen, der Kongreß dankte ihm, Genesung wünschend. SsMi;.. Rabbi Kuk — das darf in dieser Trauerstunde gesagt werden, und wird nicht als Uebertreibung und Kritiklosigkeit des frischen Schmerzes gewertet werden — ist uns der letzte Repräsentant aus der Reihe der Giganten, deren Zahl in allen Epochen klein war. Ein großer Talmudist, ein bedeutender Jeschiwahlcitcr, Lehrer und Meister vieler Jünger, ein fruchtbarer Autor, ein Dichter, Träumer — ein großer Menschenfreund, ein אוהב ישראל. Seine Belesenheit war erstaunlich, sein Gedächtnis fast unbegrenzt. Als Redner zeiclinete ihn Temperament aus, unermüdlich war er im Gespräch, überreich an Gedanken — oft sprengte ihre Fülle die Form. Außer halachischen Schriften (״Schabbat ha-Arcz", Halacha berura), einem großen handschriftlichen Werk zum Talmtid. zahlreichen Rcsponsen und Approbationen, legte R. Kuk in selbständigen Werken: אותת מאופל und אותת התחיה sowie in einer Auswahl seiner Briefe: ,אגרת ראיד seine Gedanken über das Judentum nieder. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze und Abhandlungen in Zeitschriften und Sammelschriften, die zum Teil seiner Anregung ihr Entstehen verdanken. Die Originalität R. Kuks kommt in der neuen Zusammenführung von halachischcm Judentum und denkerisch-philosophischer Gestaltung zürn Ausdruck. Bei ihm nimmt letztere eine neue irrationale kabbalistische Gestalt an. Insofern ist er der Fortsetzer großer Traditionen, die in Woloszia, seiner | geistigen Heimat, zu Hause waren. R. Chaim Wolosziner in seinem נפש החיים ist hier das Vorbild. Aber es gibt einen I bemerkenswerten Unterschied zwischen dem Gründer der großen Tahnudhochschule in der Nähe Wilnas und dem Rabbi von Jerusalem: jene Vereinigung von Halacha und Kabbala vor mehr als 100 Jahren war recht lebensfremd. Das konkrete Schicksal des jüdischen Volkes ist erst bei R. Kuk ernster Gegenstand der theoretischen Erwägung geworden. Auch bei ihm ist die Erlösung, ist der Messianismus Angelpunkt. Aber ׳ die Tatsache der Chibbath Zion, der Erschließung Palästinas für die landwirtschaftliche Kolonisation, die Renaissance im '' jüdischen Volk und die keimende Hoffnung auf Sammlung der Zerstreuten, die im Zionismus und der durch diesen erwirkten Zusicherungen der Mächte ihren Ausdruck fand, ergriffen den warmherzigen Mann früh, und noch in jungen; Jahren fand er den Weg nach Erez Israel, wo er Rabbiner 1 von Jaffa und den benachbarten Kolonien wurde. Nicht das , aher war charakteristisch. Das taten auch andere. Er aber : stellte sich in den Dienst der großen Erwartungen der Clio׳■ wewim und Zionisten, sah eien fruchtbaren Kern in all diesem Streben — und fügte alles in sein geistiges System ein. Natürlich wird der politische Zionismus bei ihm überwölbt ׳ oder besser eingebaut in die große religiöse Konzeption des ׳ Judentums, die Anfang und Ende der Zeiten umfaßt, und ,־ selbst diesen weiten Rahmen stellte er, nach großen Vor- . bildern, hinein in die Ewigkeit. Aber das Aktuelle, das Zeitlich-Zeitgenössische, findet doch seinen Platz, zum erstenmal nach langer Zeit, und das ist das Neue, Neuartige. 1 Und dennoch gehört jenem Ende der Zeiten, gehört dem Ewigen sein Sehnen. Auch für Kuk trifft zu, was der chinesische Weise genannt hat: über dem Leben leben. Es ist nicht verwunderlich, daß ein so hochgespannter ״Zionismus“ — man möchte aus unserer schlichten Ebene vagen: ein übersteigerter — vor Entgleisungen nicht geschützt war. Wir wissen, daß im vergangenen Jahr sein Brief an Achimeir auch bei manchen seiner Verehrer Befremden hervorrief. Aber das war nur eine Episode und kann seine erhabene Rolle nicht in Frage stellen. Die wertvollsten Elemente von misnagdiseher Geisteskraft und ehassidischer Inbrunst und Gottessehnen lebten in ihm. f s geht zu ihm eine Linie von R. Chaim Wolosziner und eine andere von R. Schneur Salman von Ladi, dem Schöpfer der Chabad-Richtung. Aristokratie der Wilnaer Schule und Volksnähe der chassidisehen Strömung aus der klassischen Zeit trafen in ihm zusammen. Ucherwindung der Zeit und dennoch!Dienst an ihr — diese seltsame eoincidentia oppositorum beweist den Mystiker. Größe des Geistes, Schönheit der Seele und Adel des Herzens formten eine Persönlichkeit außerordentlicher Prägung. Die Magie seines Wesens zog Fernstehende an und weckte Haß und Unverständnis bei manchen, die ihm hätten nahe sein sollen Wir aber sind auch im Schmerz, glücklich, daß unsere Zeit gewürdigt war, solchen Mann zu besitzen. Oskar Wolfsberg Beschlüsse des Kongresses Nachstehend bringen wir die bisher vorliegenden KongreBbeschltisse zum Abdruck Gesundheitswesen und soziale Fürsorge (Angenommen in der Sitzung vom 1. September, Vormittag) 1. Gesundheitswesen A. Forderungen an die Regierung 1. Der Kongreß nimmt mit Befriedigung die Schritte zur Kenntnis, die von der Exekutive und dem Waad l eumi zur Sicherung der Cooperation zwischen der Regierung und dem jüdischen Gesundheitsdienst auf dem Gebiete der Bekampfung der Malaria und anderer Infektionskrankheiten gefan wurde. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, von der Regierung die Ergreifung all der Mittel zu verlangen, die das jährlich sich wiederholende gehäufte Auftreten von Infcktionskrankh eiten, besonders von Malaria- und Typhusepidemien, wirksam bekämpfen und so zu ihrer gänzlichen Vermeidung führen. 2. Der Kongreß anerkennt die Fortschritte, die in der finanziellen Beteiligung der Regierung an den Aufgaben des jüdischen Gesundheitswesens zu verzeichnen sind. Aber er erachtet die Mithilfe der Regierung, besonders an der Errichtung und Erhaltung von Hospitälern, sowie an den präventiven gesundheitlichen Arbeiten als völlig unzureichend, und das gerade im Hinblick auf die ständig wachsenden Bedürfnisse des jischuw einerseits und die der Regierung zur Verfügung stehenden großen Mittel auf der anderen Seite. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, gemeinsarn mit dem Waad Leumi ihre Bemühungen um die Vergrößerung der Beteiligung seitens der Regierung an diesen wichtigsten Aufgaben mit aller Energie fortzusetzen. 3. Der Kongreß konstatiert mit Bedauern die ablehnende Haltung der Regierung gegenüber der wiederholten Forderung nach Einführung gesetzlicher Bestimmungen für eine obligatorische Krankenversicherung. Er fordert die Exekutive auf, von der Regierung eine Aenderung in ihrer Stellung hierzu zu verlangen sowie eine ausreichende Subventionierung des bestehenden Krankenkasseiiwesens. 4. Der Kongreß weist hin auf die völlig unzulängliche Indienststellung j ii d i s c h c 11 m e d i 7.1 n i s c h e n P e r s o - nals seitens des Gesnndheitsdepartcments der Regierung und fordert die Exekutive auf, von der Regierung zu erwirken, daß sie in erheblich größerem Umfang jüdische Medizinalbeamte im Gcsundheitsdcpartemcnt beschäftigt. 5. Der Kongreß erhebt Protest gegen das soeben projektierte Gesetz, das die freie Ausübung der ärztlichen Praxis für neu ei n w ändernde jüdische A c r z t e einschränkt oder sogar unmöglich macht. B. Forderungen an die Exekutive 1. Der Kongreß betont die unbedingte Notwendigkeit, die sanitäre Aufsicht in den landwirtschaftlichen Siedlungen und Arbeiterlagern in den Kolonien zu verstärken, und beauftragt die Exekutive, den Waad Leumi in der Schaffung einer Stelle bei seiner öcsiindheitsabteilung^ zu unterstützen, die die Aufgabe haben soll, die systematische Aktion zur Hebung der sanitären Bedingungen und zur Vermeidung cpidänischer Erkrankungen zentral durchzuführen. 2. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, die b c ־ stehende Kranke n vcrsic 11 crun g, die den chaluzischen Olim für einen Monat im Falle ihrer Erkrankung Hilfe gewährt, auf alle Zertifikatsinhaber und auf eine Mindestzeit von 3 Monaten auszudehnen. 3. Der Kongreß weist mit allem Nachdruck darauf hin, daß die umfangreiche Einwanderung den Palästina-Acmtern strengste Durchführung der vom Alijah-Department ausgegebenen medizinischen Richtlinien für die Erteilung der Zertifikate zur unbedingten Pflicht macht, und daß die durch den Arzt bestätigte Eignung die Voraussetzung der Zertifikatserteilung sein muß. Er beauftragt die Exekutive, den ärztlichen Dienst bei den Palästina-Acmtern den Bedürfnissen der Alijah organisatorisch anzupassen und auszuhauen. 4. Der Kongreß weist auf die völlig unzulänglichen sanitären Verhältnisse in den 11 a c h s c h a r ah - Zentren und Kibbuzim betreffend Unterbringung, Lrnaiirung, medizinische Hilfe und hygienische Belehrung hin und fordert von der Exekutive, von den ihr zu Gebote stellenden Mitteln für Hachseharah die zur Behebung der Mißstände notwendigen Beträge zur Verfügung zu stellen. 5. In Anbetracht der Bedeutung der körperlichen Ertüchtigung der Jugendlichen in Palästina und in den Ländern der Golali verlangt der Kongreß von der Exekutive die Errichtung einer Zentralstelle für Leibesübungen, die insbesondere folgende Aufgaben hat: a) Ausbildung von Lehrern und Instrukteuren fur Sportlind Leibesübungen, b) Organisation und lJebcnvadumg der körperlichen Erziclnmg in den Schulen. c) Förderung der Leibesübungen in den zionistischen jugendorganisatinnen, besonder:, in den I iacltseharah- Zentren. d) Förderung der jüdischen Sportbewegung in Palästina und in den Landern der Golali. Soweit diese Aufgaben Palästina betreffen, sollen sie ge* mcinsam mit dem Waad Leumi diirdigetuiirt werden. II. Soziale Fürsorge 1. Der Kongreß druckt seine v o 1 I e A 11 c 1־ k e n n u n g für die große Pionierarbeit aus, die seitens der Abteilung fur soziale Arbeit beim Waad Leumi au! dem Gebiete der konstruktiven sozialen Hilfe geleistet wurde. Der Kongreß sieht in diesem so/i,den Wirk, das ini engsten Zusammenhang mit anderen auf diesem i'iir'-orgegebiete tätigen Organisationen int Lande atisgefuiirt wird und welches die zahlreichen, dringenden Bedürfnisse des Ji-cliuws und der Einwanderer zu befriedigen besticht i't, ein /ionRtRch-produktives Instrument ersten Ranges für den Aufbau des Landes und insbesondere für die Einordnung und Verwurzelung der Alijah im Lande. 2. Der Kongreß gibt seiner Meinung dahingehend Ausdruck, daß diese soziale Fürsorge (Unterweisung der Einwanderer, Schaffung von Unterkiinftsniogliehkeiteii, Arbcitsbeschaffung, Unterbringung, Fürsorge mul Lr/iehung der Kinder, Gesundheitsfürsorge für die Familie, mit anderen Worten: die weitgehendste Betreuung des Einwanderers) die Einwanderer vom eisten Moment ihrer Einwanderung an begleiten muß, und betrachtet es als Aufgabe sowohl der Gesamtbewegung wie des Jischmvs, alles zu tun, um die Mittel für die Bedürfnisse der produktiven sozialen Fürsorge für die Ein- Wanderer aus allen Landern sicherzustelien, 3. Der Kongreß lenkt die Aufmerksamkeit der Exekutive auf die dringende Notwendigkeit hin, die Einwandererh e i 111 e (Bäte olim) so uin/ugestalten, daß sie den Bediirfnissen der Familien-Eimvanderung, die einen bedeutenden Teil der neuen Alijah ausmadit, entspricht. Vor allem muß dafür gesorgt werden, daß die Kinder der Einwanderer besondere geeignete Unterkunft und Betreuung in den Heimen finden. (Fortsetzung der Berichte über die Beschlüsse folgt in der nächsten Ausgabe) Letzte Nachrichten Noch keine Exekutive gewählt Von unserem Kongreß-Sonderberichterstatter Luzern, 2. Sept., 7 Uhr abends (teleph.) Das Plenum des Kongresses hielt heute einige kurze Sitzungen ab, in welchen über die Resolutionen über Immigration und Arbeit abgestimmt wurde. Der Kongreß hat wieder eine große Anzahl von Resolutionen zum Teil ganz spezieller Natur angenommen, wobei einige Punkte Anlaß zu einer längeren Debatte gaben. Um 6 Uhr abends hat der Kongreß sich vertagt, weil um 118 Uhr eine Trauerfeier für Rabbi Kuk in der Synagoge in Luzern stattfindet, wo mehrere Rabbiner sprechen werden. Inzwischen sind der Permanenz-Ausschuß und die Vertreter der Parteien den ganzen Tag mit der Bildung der Exekutive beschäftigt. Es werden zwei Möglichkeiten erörtert: Entweder: eine kleine Exekutive von neun Mitgliedern, wobei Ussischkin zum Präsidenten des Aktions-Comitös gewählt werden würde und Sitz ohne Stimme in der Exekutive erhielte. In diesem Falle würden natürlich nicht alle Personalwünsche der Parteien berücksichtigt werden können; oder aber eine große Koalitions-Exekutive von 17 Personen, wobei der Schlüssel 2:3:4:6 (Misrachi, Gruppe B., Gruppe A., Arbeiterfraktion) zugrunde gelegt werden würde, mit zwei Virilisfen (w eirmann und L ip s k y). Da noch vier Nichtzianisten in die Agency-Exekutive eintreten dürften, würde eine Körperschaft von 21 Mitgliedern entstehen. Für den verdienten bisherigen Präsidenten Sokolow wird eine besondere Ehrenstellung in Aussicht genommen, wahrscheinlich mit dem Sitz in Palästina. Auch eine Reihe politischer Resolutionen sind in Vorbereitung; besonders hervorzuheben ist die Resolution gegen die Einführung eines Legislative Council in Palästina und ein Aufruf an das jüdische Volk, angesichts der Ver- Schärfung der Judenfrage mit größter Energie für das JUdische Nationalheim zu arbeiten. Es ist noch nicht abzusehen, ob ׳fer Kongreß in dieser Nacht zu Ende gehen wird. Vielleit «i wird Dienstag noch eine Vormittagssitzung stattfinden, in welcher die Exekutive gewählt würde. Dienstag abend findet ein Empfang für die Mitglieder des Jewish Agency-Council statt, und Mittwoch früh beginnt die T agung des Council. Eine große Reihe von nichtzionistischen Agency-Mitgliedern aus allen Ländern ist bereits in Luzern eingetroffen. Aus der Arbeit der Kommissionen Luzern, 2Ü. August, in der politischen Kottlmission des Kongresses hielt das Mitglied der Exekutive, Mosche hchertok, ein Referat über die politische Lage, in dem er konstatierte, daß die Sicherheit in I re/ Israel noch niemals so groß gewesen sei wie jetzt. Er befaßte sieh mit der Frage der Beziehungen zur Mamiafannnrlit und mit dem Problem Transiordanicns. Die kommis-ion hat eine besondere Unterkommission zui Behandlung der mit dem Plan des Legislative (tonne 11 im Zusammenhang stehenden Fragen eingesetzt. In der Budget-Kommission legte Israel M. S i c f f seinen Plan, eine nationale Palästina-Anleihe von 5 Millionen Pfund fur Kolonisafionsarbeit aut/unehmm. dar. Die Kommission beriet folgenden, von der Exekutive für das Jahr 509() ausgearbeitetei! V o r a 11 s e h I a g: Einnahmen: Reguläres Einkommen: Keren Hajessod- Eingänge 23<>(MM) Pfund, ßehuldennick/ahltmg an Jewish Agency und K. H. IS (H10 Pfund, Einnahmen des Einwanderungsdepartmenl 60(100 Pfund; zusammen JOisOOO Pfund. Hinzu kommt noch irreguläres Einkommen aus Bodengüthaben 50 000 Pfund, somit Gesamtsumme der Einnahmen 358 000 P t u n <1. Ausgaben: Schnklennickzahlimg: Auf Anleihekonto 45600 Plund, diverse Schulden 2 700 Pfund; zusammen 4S300 Pfund. Hierzu kommen Verwaltungsausgaben des IC. El. 21 000 Pfund, für landwirtschaftliche Kolonisation 71 500 Pfund (neue Kolonisation 55 (KM) Pfund, Darlehen au bestehende Kolonien 6 000 Pfund, Zahlungen an Pica-Kolonien 2 500 Pfund, Arbeiterinnensiedlnngen 2 OOO Pfund, Versuchsstation 0 (MM) Pfund), Erziehung 20000 Pfund, Waad Leumi-Erziehmigsdeparlment 2 500 Pfund, Arbeitsdepartment 13 500 Pfund, Hachseharah auswärts 10(KKl Pfund, Politisches Department 12 000 Pfund, Verwaltung 11000 Pfund, Bialik-Institutionen 4 (KM) Pfund, Wirtschaftsdepartment 4 (MX) Pfund, Propaganda-Abteilung 1 000 Pfund, Religiöse Zwecke I (KM) Pfund, I laifacr Technikunt und technische Zwecke 1 200 Pfund, Pensionen und Reserve für Entschädigung 5 000 Pfund, (ieneralrescrve 20 000 Pfund, Spezialreserve für Reorganisation London 4 (KKl Pfund. Irreguläre Ausgaben in Verbindung mit Bodcnkäufen: Neue Kolonisation 30 000 Pfund, Kleinsiedlungen und Bauten in Kolonien 20 000 Pfund, Gesamtsumme 35SOOO Pfund. In der Kolonisationskommission wurde über die Forderung des Landwirtscliaftsdepartemcnts der Exekutive, GOO000 Pfund für NeukolonRation auf/ubriiigcn, beraten. Die Forderung der Exekutive wird damit begründet, daß mit_ diesem Betrag ein Gebiet von 51 •1(M) Dunam der Kol-onisatiou nen erschlossen werden könnte. Das l.andwirtschaftsdepartemcnt legte der Kommission ferner die Notwendigkeit der Bereit- Stellung von Mitteln für die Seßhaftmachimg von über 2000 jüdischen Familien, die in Palästina auf Ansiedlting warten, dar. Die Einwandeit'itgskommission begann mit der Prüfung der ihr vorgelegten Pläne betreffend eine Reorganisation der Hachseharah und mit der Ausarbeitung von Resolutionen zu Fragen der Regelung der Palästina-Einwanderung.

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