Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 70 (30.8.1935)
- Date
- 1935-08-30
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 12 JÜDISCHE RUNDSCHAU Np. 70, 30. VIII. 1935 Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensiechen g!.-Korrespondenten Palästinensische Wanderungen* Im Golan Ein märchenhafter Zauber lag auf dem Kinerethaee. Der aufgehende Vollmond rief phantastische Licht- und Schattengegensätze hervor. Im Westen, in der Ebene Oenossar, den ״Gärten der Fürsten“, schaukelten leise unter der Nachtbrisc die langen Blätter der Bananenbäume, und ein warmer Duft stieg von den blühenden Orangenhainen empor. Jenseits des stillen, ruhig schimmernden Sees erhebt sich, im Norden, so nahe unter seiner weißen Kuppel, der Hermon, und im Osten, in tiefen Schatten gehüllt, erstreckt sich die lange Kette der Berge Golans. Dorthin zieht es uns! Wenig erforscht und dem Jischuw fast völlig unbekannt Ist jenes Land, das heute zum größten Teil französisches Mandatsgebiet ist; in vergangenen Zeiten aber war es ein Teil von Palästina, wo eine dichte jüdische Bevölkerung gelebt und gearbeitet hat. Da ist H a in a t - (i a d e r (heute e! Hainmeh), wo noch unlängst ■die Ruine einer alten Synagoge aus dem 2. bis 3. Jahrhundert ausgegraben worden Lst. Gadara (Umm- Keis), ״die wohl befestigte Hauptstadt Pärea“, ein Ring in der Kette der jüdischen Festungen im Ostjordanlande. Klar- Horeb (Kafr-Härib), hoch oben am Berge gebaut wie ein Vogelnest, aus welchem sich ein unvergleichlicher Anblick Aber Ober- und Unter-Galiläa, das Jordanta! und den nördliehen (iolnn bietet. S 11 s s i t a (Sussiyeh), eine der wichtigsten Städte des Oojnrdaulatidcs, welche zur Würde und Macht einer freien Stadt der ])ekapoli* erhoben wurde, heute eine Ruine, an_ deren Resten die vergangene Pracht noch zu erkennen ist, Ga mala (Kalaat el Hu.sn), die uneinnehmbare jüdische Festung, Pracht und Stolz des Aufstandes gegen die Römer, die nur nach langem, erbitterten! Kampf gefallen ist. Unzählig sind die Reste, welche, zerstreut über das ganze Land, vom jüdischen Lehen und Schaffen zeugen. Das Gebiet, das wir unter dem geographischen Begriff ״Golan“ verstehen, erstreckt sielt von! Fluß Yarmuk südöstlich bis zum FnBe des Hermon im Norden. Nach Osten ist es vom I lau ran, nach Westen vom Jordan, Hulcc-Scc und Kinereth-See begrenzt. Auf einer Gesamtfläche von 560 Quadrat-Meilen hat Schumacher im Jahre 1883 eine Gesamtbevidkeruiig von 201)00 Menschen geschätzt, bestehend aus Beduinen, Fellachen und Tschcrkesscn. Diese sind im Jahre 1870, nach dem russisch-türkischen Kriege, nach Palästina geflüchtet und im Golan und Hatiran von der türkischen Regierung angesiedelt worden. Heute dürfte die Zahl der (.U'samthcvölkcruiig nicht viel größer sein. * Der Ausgangspunkt unserer diesmaligen Exkursion war Kursi, eine kleine Ruine am östlichen Ufer des Kinereth- Sees. Der Autobus brachte uns in ca. einer Stunde dorthin. Die Ruine, die aus römischer Zeit zu stammen scheint, und der itierkuunligerweise die Beduinen den Beinamen ״Stuhl‘* (Kursi) gegeben haben, ist derart von Übermannshohen Disteln und Gras überwuchert, daß wir nur mit Mühe unseren Weg zu ihr bahnen können. Diese ungeheure Blüte der Vegetation, die unvergleichliche Pracht der Blumen, welche wie _ ein enger Mantel Berge, Hänge und Täler bedecken, wird uns aut unserer ganzen Wanderung begleiten. Die Botaniker unter uns sind von der Mannigfaltigkeit der Blumen und ihrer Vcrseliicdenartigkeit geradezu entzückt, und sind voll damit beschäftigt, Planzenarten und Blumen zu sammeln. Der Wanderer, der dieses Gebiet im Sommer passiert, wira es kaum erkennen. Kahle, trockene Täler und Hänge. Der Kalkstein des Gebirges, besonders im südlichen Teil des Oolans, bietet in seiner Nacktheit einen nahezu düsteren Anblick. Der fast völlige Mangel an Bäumen über weite Strecken hin vermehrt noch die Trostlosigkeit, Jetzt dagegen überqueren wir ein mann-hohes, wogendes Meer von Grün, von tiefer üppiger Farbe, hier und da von ganzen Feldern farbenprächtiger Blumen durchzogen, Das hohe Plateau, das an der Küste ca. 100 m über dem Meeresspiegel (also 300 rn über dem Kmereth-See) sich erlicht, und dann nordwärts innerhalb des Gebietes unserer Wanderung in sanften Terrassen eine Hohe von 550 m erreicht, ist von einer tiefen, breiten Schlucht gegenüber kursi aufgerisseit, um dein ״W a d i S .1 in a k“, der oberhalb T1׳!l-11-M1mtur, einer der vielen Vulkan-Krater des Gokarts, doppelarmig seinen Anfang hat, einen Durchgang 711111 Kinereth-See zu gehen. Entlang diesem Wadi geht unser Weg,!11 langen, breiten Kurven fließt er, an einigen Stellen erreicht sein Bett eine Breite von über 20 tu. ln den regenreichen Tagen des Winters ist das Bett bis an beide Ufer mit strömendem Wasser gefüllt. Heute fließt er nur noch in einer Breite von ca. 2 m, an vielen Stellen von dichtem Rohr und Gebüsch verdeckt. Gegen Mitte des Sommers trocknet er aber ganz aus, und die kleinen Fische, welche jetzt zahlreich vom Kinereth-See flußaufwärts treiben, kehren noch rechtzeitig nach ihrer Heimat zurück. Verglichen mit dein Aufstieg nach Kafr-Härib ist das Besteigen der Ah hänge des Wadi Sainak eine Leichtigkeit. Sanft erheben sieh die Terrassen bis zum Hochplateau, und es bedarf daher, trotz des schweren Rucksacks, keiner besonderen Anstrengung. Dabei erleben wir bei jeder neuen Wendung des Weges einen unvergleichlichen Anblick: Hinter der tiefen, schlaiigenartigni Schlucht des Wadi Samak liegt der Kinereth-See. Durch das breite Tor des Wadi wirkt er wie ein ungc•!!eures tiefes Becken. Eine entsprechende Krone bilden die Berge Unter- und Ober-Oaliläas und in weiter Ferne ragt der Tabor auf. Weit und breit ist keine Seele zu sehen: Kein Dorf, kein Bedninenlager, kein Hirt. Es übermannt einen das Gefühl, ln einem meiischciiverlassenen Gebiet zu gehen. Wohl begegnct man hier und da Feldern mit Weizen oder (!erste, aber im Verhältnis zu <1011 ungeheuren Ausmaßen der fruchtbaren und für Bearbeitung geeignete״ Böden, welche jetzt brachliegen, sind diese Felder kaum sichtbar. Erst am nächsten Tag unserer Wanderung kommen wir an einigen Dörfern vorbei und treffen auf unserem Weg kleine Reduinenlager, Hirten mit Schaf- oder Ziegenlierden und einige Fel! achen beim Ackern für die Sommersaat. Bei Nachtanbruch kommen wir an unserem Quartier, ״Umm el Kanatir“ (Mutter der Bögen) an. Das Hohe, dichte Gras bietet ein vorzügliches Lager. Unter einem riesigen Feigenbaum, der aus einem Trümmerhaufen zu wachsen scheint, wird das Nachtquartier atifgeschlageti. Noch ertönen aber lange in der Nacht hebräische!Jeder, Lieder der Arbeit in Stadt und Feld, die von einem neuen schaffenden Palast Ina erzählen. In diesem entlegenen Ort, wo seit Jahrhunderten das hebräische Wort verklungen ist, rufen diese *.jeder eine besondere Stimmung hervor. Ein feiner Regen weckte uns lange, bevor die ersten י) Siehe ״Jüd. Rundschau“ 1934 Nr. 57, 64, 74, 83, 96 «nd 1935 Nr. 4, 65. Wirtschaft Für die palästinensischen Eisenbahnen sind sechs neue Lokomotiven angekommen, die in den Eisenbaluiwerk- Stätten in Haifa zum Anstreichen eingeKefert wurden. Aus den Kreisen der Irak Petroleum Company wird gemeldet, daß in Kürze mit dem Bau der Eisenbahn Haifa — Bagdad begonnen werden soll. Der erste Teil des Bauplanes der P a 1 e s t i 1! e Pottash Company ain Südende des Toten Meeres, an der Stelle der Städte von Sodom und Gomorra, ist fertiggestellt worden. Es wurden zwei Pumpen aufgestellt, die Wasser des Toten Meeres durch einen 6 rn langen Kanal m große Verdunstungsbecken pumpen. Die Gesellschaft, die bis vor kurzem nur am Nordende des Salzmeeres arbeitete, verspricht sich von dem neuen Werk im Süden größere Rentabilität. Bei der Palästina-Regierung kt eine Gesellschaft zur Erzeugung von Batterien für Automobile eingetragen worden. Das Unternehmen wird seinen Sitz in Tel- Awiw haben und in einigen Monaten mit der Arbeit beginnen. Die Gesellschaft ״Haschikun“, die sich von der Arbeiter- Organisation aus mit städtischer Siedlung befaßt, hat zwei Anleihen, eine mit der Hypothekenbank unu eine mit der Prudential-Versicherung in London abgeschlossen, um ihre Arbeit vergrößern zu können. Es werden zur Zeit Pläne für die Erstellung von Gcmehischaftshäuscrn und Einfamilien- Häusern in Tel-Awiw und Umgebung im Wert von 350000 Pfund ausgearbeitet. Nach Regierungsmeldungen hat sich die Lage in den Zitrusplantagen, die nach der Hitzewelle bei Sommerbeginn zu Besorgnissen Anlaß gab, gebessert. Die Ernte des kommenden Winters wird auf 81/1 Millionen Kisten geschätzt. Für die Propaganda palästinensischer Zitrusfrüchte in der kommenden Saison hat die Regierung 22 500 Pfund ausgesetzt. Die Summe wird durch die Erhebung von 2 bk 3 Mils bei jeder zum Export kommenden Kiste aufgebracht. 13 000 Pfund sind für Propaganda m England, dem wichtigsten Markte für Jaffaorangen, vorgesehen, Nacii einer Ziihlung des Landwirtschaftsdepartcments sind in Palästina im letzten Jahre 1 137 215 Bäume gepflanzt worden. Es handelt sich um Obst- und Zierbäume. Zitats- Pflanzungen sind nicht inbegriffen. In den Siedlungen Samarias hat sich von neuem die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Arbcit e r n verstärkt, da verschiedene Saisonarbeiten zur Ausführung kommen. Die Jewish Agencv laßt eipe Zählung der jüdisehen Industriebetriebe und Werkstätten durchführen. Aus zuverlässiger Quelle wird berichtet, daß in dem Voranschlag der Palästinaregierung für das Finanzjahr 1935-36 die Einnahmen mit 5560 000 Pfund, die Ausgaben mit 4 620000 Pfund beziffert werden. Eine Million Pfund ist für öffentliche Arbeiten bestimmt. Strahlen der Morgendämmerung den Himmel erhellten. Wasser für die Morgentoilette lag nicht weit: Dje Quelle unter dem hohen Bogen (der einzige noch erhaltene Rest der alten Festung), von Schumacher Im Jahre 1883 als ״mächtige Quelle“ beschrieben, sickert heute kaum merklich. Sonst hat sich seit damals an diesem Ort kaum etwas geändert, Die Feigen- und Eschenbäume strecken noch ihre langen Aeste über dem Trümmerhaufen. Sie sind vor der allgemeinen Vernichtung gerettet worden, weil sie von den Beduinen als heilig angesehen werden. Der Basaltstein mit der Löwenform, in Sprungstellmig im Relief, der von der unweit liegenden Synagoge hierher «»־schleppt wurde, ist noch am Platze. Die letzten 50 Jahre haben kaum etwas an der Bau- Sicherheit der noch bestehenden zwei Bögen geändert. Nach den Trümmern des Gebäudes zu schließen, den ungeheuren in Haufen herumliegetiden Basaltquadern und der Höhe und Stärke der noch erhaltenen zwei Bögen, mußte das Gebäude zu militärischen Zwecken gedient haben, Daß der Ort ein strategischer Punkt ist, ist leicht zu sehen: Dicht über der Ruine, in einer Entfernung von weniger als 100 m, erhebt sich, ganz steil und schräg, das Hochplateau, dessen Ebene durch einen im Felsen eingehauenen Fußpfad in ca. 15 Minuten erreichbar ist. Nach den anderen drei Richtungen ist der Punkt durch die Schlucht des ״Wadi Shebib“, einen Arm des Wadi Samak, vom übrigen Land abgeschnitten. Die Aussicht von hier ist wieder umfassend; Kinereth-See, die Berge Ober- und Unter-Galiläas, der Tabor und der ״kleine Hermon“ am Horizont. Zirka 200 m nördlich von der Quelle liegen die machtigen und imposanten Ruinen einer alten jüdischen Synagoge, wo im Jahre 1907 Kohl und Watzinger Schürfungsarbeiten vorgenommen haben. Der ungeheure Trümmerhauten, die mächtigen Basaltqtiadern, die Säulenstümpfe, Monolithen, Kapitale, Fenster und Türenbogen, alles von tihermannshohem Gras umgeben, machen einen ergreifenden Eindruck. Die Fronttür, nach Osten gerichtet, ist beinahe zur Hälfte unversehrt erhalten, ebenfalls nach beiden Seiten hin die Mauer. Die übrigen drei Wände sind zusammengestürzt und ihre Rasaltquadern füllen den inneren Raum. Ein Adler mit weitausgestreckten Flügeln, der mit dem Löwen zur .spezifischen synagogalen Architektur jener Periode gehörte, ist unter den Trümmern zu finden. Einige für diese Ruine ganz einzigartige Verzierungen und Steinarbeiten, die auf byzantinischen Einfluß deuten, scheinen die Periode der Errichtung dieser Synagoge ins 5. Jahrhundert zu verlegen. Die Größe des Baues, die Stärke der verwendeten Basaltquadern, die reiche Ausarbeitung der architektonischen Verzlerungen und Schmuckteile lassen auf die Wichtigkeit und den Umfang dieser jüdischen Siedlung in jenen fernen Zeiten schließen, Wie hieß sie aber? Die Trümmer haben das Rätsel des Namens nicht gelöst. Raphael Lcvy, Haifa Am 28. Juli 1935 fand die Generalversammlung der ״Z O R I“, Pharmaceutical and Chemical Products Mfg, Co. Ltd., in Tcl-Awiw statt. Nach Genehmigung der Regularien wurden Dr, P. Weiß und Dr. M, Orotto Tn den Board of directors wiedergewälilt und Dr. R. Horn neugewählt. Wie in der Generalversammlung mitgeteilt wurde, nimmt das Geschäft eine günstige Entwicklung, E* wurde eine Erhöhung des Aktienkapitals von £P 4000 auf £P 7000 beschlossen. Aus Politik und Gesellschaft Die Palästina-Regierung veröffentlicht die Verordnung« für die Benutzung des neu erbauten Rockefeller-Museums in Jerusalem, dessen Eröffnung für das kommende Frühjahr erwartet wirti. Die Linien, die die Verbindung zwischen Palästina und Rhodos aufrecht erhalten, haben von Italien Ordre bekommen, die Fahrten cinzustellen. Es bestand dieses Jahr eine starke Tendenz, von Palästina aus Rhodos als Erholungsort aufzusuchen. Di« Insel wird jedoch jetzt von Italien als Hospitalplatz für Abessinien benutzt und die Schiffe anscheinend für Truppentransporte bereit gehalten. Es dürfte für palästinensische Sommergäste nötig sein, auf dem Umweg über Aegypten nach Hause zurückzukehren. Die Exekutive der arabischen Orthodoxen in Jerusalem hat beim obersten Gericht gegen die Wahl des Patriar■ dien Thimoteus Klage erhoben. In K i rj a t h C h a j i m, dem Arbeiterviertel bei Haifa, haben die Bewohner einen Poststreik eingeleitet. Bisher wurden die Postsäcke für das Viertel von den durchkommenden Zügen auf der Station abgelegt und die Verteilung der Post von der Verwaltung des Viertels seihst vorgenommen. Mit dem Wachstum der Einwohnerschaft forderte Kiriath Chajim ein eigenes Postamt, und als dieses nicht bewilligt wurde, ließ man die Postsäcke ungeöffnet an der Bahn. Eine Gruppe von Ausflügiern wurde an der Küste des Scharon verhaftet, weil die Polizisten sic für illegale Einwanderer hielten. Erst nach einiger Zeit gelang es den Verhafteten, freizukommen. Bei der Polizei wurde Protest eingelegt. Von der Hitachduth Olej Germania wird in der!andwirtschaftlichen Knabenschule von Mikweh Israel ein vierwöchentlicher Kurs in praktischer Landwirtschaft für Einwanderer aus Deutschland veranstaltet. In letzter Zeit mehren sich von neuem Klagen über Unsicherheit in der Umgebung von Kfar Saba. Die Siedler der Gegend fordern mit aller Eindringlichkeit von den Behörden die Befriedung der Gegend. Eine von der Stadtverwaltung in Haifa ein״ gesetzte Kommission berät Regulationen für die Bcschaff igung von Arbeitern durch die Stadt und durch im Aufträge der Stadt arbeitende Unternehmer^ Die Kommission formuliert Vorschläge für: Arbeitszeit, jährlichen Urlaub, Feiertage, Entschädigung bei Uiiglücksfäiien und Krankheiten, Regulierung der Entlassungen und Einführung eines Miudestlohncs für ungelernte Arbeiter. Die Tc I - A w i w e r Polizei meidet ein!«!gewöhnliches Ansteigen der Diebstähle in der Stadt. Auf dem Karmel wurde das neue, große Sanatorium unter der Leitung von Doktor Bodenheimer unter Teilnahme von Vertretern der Regierung, der Stadt, der jiidfechen Gemeinde von Haifa und der Aerzteschaft feierlich eröffnet. Das Sanatorium hat mehrere aus Deutschland ein■ gewanderte Spe/ia'isten zur Mi arbeit gewonnen. Neue Firmen The Palestine Drainage and Amclioration Co. Ltd. (Ameliorierung, Kon/essionserwerb und Ausbcutungsrecbt), £P 50 000. Engineering Corporation of Palestine Ltd. (Vereinigung der Firmen und Geschäfte der British and Levant Agencies Ltd.. Archavsky Marifield Engineering Co. Ltd. und Engineering Equipment Ltd.), Kapital .CP 50 000. The Palestine Millirig and Trading Co. Ltd. (Reismühle, -anhau, -Import usw.), Kapital £P 35 000. Lastern Investment fk Financing Co. Ltd. (Investierungen), Kapital CP 30(HX). Pacit, Palestine Commerciai Investment Trust Limited (Handel und Schiffahrt zwischen Europa und Palästina), Kapital TP 25 000. Palestine Industrial Developments Ltd. (Landcrwerh und -entwichlung), Kapital £P 25 000. The Arab Manufacturing Co. Ltd (Handel Industrieller, landwirtschaftlicher, elektrischer Artikel, Maschinen), Kapital £P 20 000. Fruit Chemistry Limited (Erfindungen, Fabrikationsinethoden in der Fruchtverarbeitung), Kapital £P 10 000. ״Assia“ Chemical Laboratories Ltd. (Herstellung und Vertrieb medizinischer, pharmazeutischer, kosmetischer Artikel), Kapital TP 7000. Kapltalarhßhungan: General Commercial Banking Corporation Ltd, £P 25000 auf £P 40 000; Hanotaiah Limited von £P 50 000 auf £P 100 000; Belgo-Palestine Bank Ltd. von £P 25 000 auf £P 50 000; Palestine Fruit Products Company ״Assis“ Ltd. von £P 20 000 auf £P 35 300; Palestine Foundries and Metal Works Limited von £P 30 000 auf £P 45 000; Palestine ״Frutarom“ Ltd. von £P 16 000 auf £P 28 000; The Palestine Lighterage and Supply Co. Ltd. von £p 10 000 auf £P 20 000; Keren Hakibutz Hameuchad Ltd. von £P 1000 auf £P 10 000. (Palnews.) Um die Schaffung der Knesseth Israel Jerusalem, 27. August. (JTA.) Wie verlautet, sollen die Verhandlungen zwischen Waad Leumi und der Agudas Jisrael über die Schaffung einer einheitlichen jüdischen Gemelnscliaft (Knesseth Israel) in Palästina, die kürzlich vertagt worden sind, erst im Herbst wieder aufgenornmen werden. Die Agudas Jisrael soll vorgeschlagen haben, daß zwei besonder« religiöse Gemeinden und ein gemeinsames Komitee geschaffen werden, das die beiden Gemeinden insgesamt zu repräsentieren hätte. Der Waad Leumi soll demgegenüber vorgcsdilagen haben, zwei Gemeinschaften 7ru schaffen, eine religiöse und eine nationale. Und zwar sollen sich die Vertreter der Agudas Jisrael an beiden Gemeinden beteiligen. Es heißt, daß die Regierung dem Vorschlag des Waad Leumi günstig gegenüberstellen soll. Alle# Jacob-Loewanson eröffnet Mitte September ein eig#׳ nes Musikstudio für Klavier und theoretische Fächer 1'n Jeru• salem, Rechawla B, Meonoth Owdim B. (Schluß des Palästina-Teils) 1sl#r«*ss>arjt?ste pitaflJe A#ilM A if**. MO׳״׳״0* ”*►״״«St* ABTHUB ftl jBt Jo *töfchloKj'gen COv° *84D£$All