Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 50 (21.6.1935)
- Date
- 1935-06-21
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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/ Seite 14 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 50, 21. VI. 1935 Aus dem Reich Von unteren Berichterstattern Königsberg. Hans Siurmann spra<1!־ in den ostpreußischen Städten!־-lliing und Manrnwenler üficr da. Thema: ״Weg und Zukunftsgm'aluiüg <1! sltaiut Ih'ü Judt-nfu־‘-!״. Die Vmm־fa!׳imgrn waren sui'h von n:chtzionNtw11־er Sein! rege Ix-sucht. ln Lo'r.־n und Guttstndt sprach Siunnauu aut internen Yuranstalluugt n der Grup- |H־n ,,Zur /i«■!,; T-1'Im's! Lag. In K.mk.'hn!en kam nach einem Wutragu Shirmami' ubir ״Die Lage der Jüdin in!)•■utsrhland und in I׳aiadie Giuudung einer Arbeit>gemuinזי־ halt zu,*>l;1nde. — Im April *and eine Vt ז an-ml! u!sg -faM. aut der I)r. KaS/k nv>ki über ehe zi< ׳ni'-d■׳־■ lie Lag!־ .spr.iwh. A!tu׳d licmnau gab einen l'cbc’b'itk vd.Hr die lh ׳hngu!־;»cn und Y.u.tu ■ ■r?,■׳!mg! u <!cr LaGoina Mmwande• rung. II . bng'en inu'-ik.i'i -ehe I G־ hieMiogen und humo! volle jiddi><‘he Ki'/iUlt lolien. ־-•- Im Mal 1 >!■!;■־! jt cf € I > r. Rat/k<nv-ki über die 7.10• 1)iai-<1n• A! '!)fitst,tg'iug in B: ׳r!ia. ll״r 1 *utz! HvhÜdeitc schic Eindrucke von dar MakkaUaU ■ A n 1;i Laich der S 1!it'krl-A ki : i;m .sprach I1L־. m Bt«׳Haus Stuunann v rk :2 ■I Tt i.lt in Gum ■0 ,uh und F vdtkuhnun. Genu ih-am mit Huna 1 :- ׳!. ka.karyar V 1 Kuו:י cu Haje־■" *od fanden in l'.!l)iay, lia-turhuig und T:!.,it V״ r u diniDgc n tles 11 ׳ 1ms ״Fine Ru־c durcl a 11:״. jn,l״.'!a• 1' .{'•u!i!u“ ■ וי.ui. zu dum Herr i׳"r׳eudc\n- Bürger die K; laufo(aag ,1 ׳1,1<ך: . Zt! ika׳;! 1ü .1. r V »■larMtultun gen sprach Han, Smhi! 11-1 ׳״!; 1'1;t:m u L 1 1 h ׳■'rpii! über < hs״ riicHKi . ..Wollen- - k;״V ״11 - «i'nl.ii.Ka I.aa m 2 2 u her ״Weg UI12 /,ukuiitug1״lal!ung (.le> JuTtitna״ in. ״,12 - •״ .(1 ei‘ Krcu/bcrg (Obcrschlesien). A (!1 1. biu 1 •a.rar],!'!:!/ Tat: 1, Bcuthi'n, üU-r ״Uic Zukuntt der!!<•t!! -• u■ u ju ii a 1 >, r Find!uck war groß. Laucnburg. Am 3a. Mai!>«• »1«־Dtt* die y.nr,. 11 rrr A<l״If P.׳llak. Er Tp!;u i! 111- I ,d’a'.l V'ti 11 ־־ ׳׳׳,■ :3 i Uden /aii!1u:<'hs.׳n Zu- 1. - m au. S'n.li u:.d L.c.d < kc;1 gall l ar n i 3!־ 22a k iZ>״ r cl,i־ Aufb'ujWftk. Ldpjig. V< m 13׳. P:. 2«. M 2 •2 ״ ' 3,-r ( 2!u M 2״ ״ 2' 11׳ hlaiwl U« . * '׳ :du/. :11 i 1־ 1 : '1 י! 1 ■״. 'r! '•.־■״•ס ■ \h\ d!u im Z׳ icliuu dr, 133 ׳M ¬י a 13 Vr:.uu ■ d- . 1!! 1 1 11!■: 1 >1!י! -r.ie! ,.tat(*!. n: dur-'h -־um!u d i' ' ' K 1! 1 ־ d . 3 : "1״:־ t. : d! r! >.n 1d I!1? 1d)ipa>״r 11!:: ■1•• r ul. r;n■״! 1!, .1 1 13״ ahu" I Cat« H' 1!I.HHIs- I-‘־!•!. der \V< g 11-•- ic'i■;: - n \r!t :*־־. ז ־, so•.» Vußurdun Aib-iGpn;n׳: und >]■!:■';! I!1 .׳ an j-Jem A3 ad eine < >! U nt'!׳ be bi k di -,1'!, th l d׳-r ׳ : n;־ ׳ ־׳. r ('־ d dr!ף ׳ 1!׳> Sg in!Mn r!den Hunde anw׳ c::d war.! :!‘׳■r Add־ kje'n-r-, un-1 I 1.,| \V.d!K Fnhnmg io di;• iud: 3u K1 :: ku j ■s •bi.e ,,!>• r hu;;׳; K.ut׳ un' -\i(:׳i; 11. Ihm I :•> :!.!!kn <b^-!׳13 ר,»!;*:,׳ m!:־׳׳!־ k und \\d,u111!u ka, der; nun - *i lt׳T>. Diar Mail sec;׳;.!;־> St h e.b.i Je khim: K.ipcHe wju־u Magdeburg. Stefan F־<! k«-l, H, -iin. nnh׳, vm John M andDhrad, Haul!n\»T, beg '1 i ’ t'f, Heil.•n׳■},. k! '!!1 ,־״י'-׳<r, A׳ng׳.׳e hliet war rhe Mad. rgaSe drf 13• h־r: K lu p >U< iS, ikfuU LmdU-rg b!anl'!n■ da. lialkine'i \ M!׳,!!! - m;׳• hwt rinnt‘‘ v׳>n Brahma ZU Gehdr. — Am 19. Mai!.and cn Eltern- und Au-i1־a!mabund des ILibonim smm, der suuk U ■u« in war. ihr Vor .-.{and der /honioisrli׳•!! <Ar1 gruppe, Dr. Han; Seelen fmind, begrüßte die Eltern und eien Hund. 111־!aus .־־-pradi Jaakow״ Simon, Berlin.. Mainz. Frau Schottland«‘!־, die Leiterin der Wizo. bat bewiesen, daß da. alte Vorurteil gegen Veranstaltungen im Sommer nicht mehr bestellt. Der Lnterhaltung■•״;dumd, den >iu iur den 4. Juni angesetzt haMe, war .stark besuch! und war für die Wizo in ideeller und niau 1iu!!ur lic/iclmng ein großer Erfolg. Der AIhmkL auf dem einhiumd!hm Schattlander die Ziele der Wizo und die Arbeiten der Mainzer (>rt •gruppe darlugte, erhielt seine besondere Note dadurch, daß sich Obcikuntor Lomnitz beruitgefuwlen batte, Proben seiner Kuir-vtlerseluut zu getan. Luterstützt wurde Herr Lomnitz auf dem Klavier von I!!. S!. c r 11 b e r g, der ehemaligen Lehrerin am hie- Mg« n Kuiiservatorium, deren Spiel die Begeisterung der Zuhörer aud-hsU־. Ncustcttln. Am 23. Mai fand in der Synagoge eine Gemeindevearan-tahung statt. Ls sprach Georg Kopydlowski, Stettin, über das Thema: ,,Gcl.xzt der Stunde“. Radbor. In der ZionLtLvhen Ortsgruppe sprach an 2vc3 Vortragsahenden Dr. Gurt Block über ,,Die Ge-ehtchfe des Zioniscmts“. — Am 14, Mai .-,pra-'h in dt r Zionisdschcn ()rtsgrupj>e Fritz Tau, Bfuthrn, über ,,Die zi!׳nis?i ehe Situation in Deutschland“. Das inteiC'sarste Referat wurde mit Beifall aufgenommen• Wclßenfcls a, d. Saale. In der Zt )G. spracdi I)r. Josef Burg, Leipzig, über das Thema: ,,Re!igiü>cr Aufbau — Ortlmduxie und Zionismus“• Seine Abführungen hintcrliefjca einen tiefen LindrucL. Ankündigungen München t ZOG. Im Juni und Juli Schulungskurs üt?er ״I)ie Grundlagen des Palästina-Aut!‘auA*: 1. Dr. Hertha Lieber: Die Anfänge der modernen Palaoina- Kuloni -a!On und die zionis!!־•che Bewegung; 2. Dr. Kurt Licht, Mannheim: Die politischen und reehtlicheu \'oraus- .h־♦ zungen; 3. Fritz \'ogrl und Max Stein: Voraussetzungen der landu׳i risi ha!!Iu'Ik'U und *.tädti^dieu Kolonisation; 4. Dr. Richard Eisen: Die־ jüdLchcn Ko!onini!ionsTnstanzen und F!nanzin>tr11mente. AnmOdungen mtBsvn solort au <lie ZOG. erfolgen. — Wiesbaden! Brit Oialuzim Datum, 23. Juni, 20.30 Uhr, Gemcindc-aaL Michcl»berg 28, \nrtrag Frau Dr. TiÜy Zuntz, Hamburg, über; ״Jüdbche Jugendbev. tgung und Elternhaus‘*. Famiüen-Nachrichten Fniu Jtilianna F r ä 11 k c I, Schncidcmühl, AIbraiastr.114, begeht am 22. Juni den 75. Geburtstag. Herr Krirh F r i 1• (I I ä n d e r und Frau Margarethe, geh. Woniianski, Kot Ilms, llimienbuigatr. 14, begehen am 3. Juli die silberne 1 lueh/.ei!. Herr Mas Leopold und Frau Bella, geb. Eckstein, Bremervörde, begehen atu 28. Juni die .-ilberne Hochzeit. 2utn Au&scktvtiden•! Postverbindung mit Palästina (Die Angaben gelten für Berlin; bei anderen Städten ist die Zwiselieiiverbindung hinzuzurechnen.) A- Luftpost!,Sonntag abends: 1: i 11 w 11 r I bis 8 U hr abends, zum Flug Montag 7 Uhr niorgcns über Athen (Linie London—johannisburg), 2. Dienstag a b e 1111 s: Einwurf bis 8 Uhr abends, zum Flu״ Mittwoch (1.57 L'lir morgens über Halle, Leipzig (Linie Amsterdam Bandoeng i). 3. Mittwoch abends: 1 i n w 11 r f b i s 8 Uhr abends, zum Flug Donnerstag 7 Uhr morgens über Athen (Linie London Kapstadt). 4. F reit a g a b e 11 d s: L i!1 w u r f bis 8 Uhr abends, zum Flug Sonnabend (137 Uhr morgens über Halle, Leipzig (Linie Amstirdtm I>.111111!eng II). 5. F r e i t a g abends: L 1 uw 11 r f bis zur letzten N a c 11 t I c e r u 11 g, /um Flug Sonnabend 11.20 Uhr über München (I inic London Singapore). B. Sehiffspost tliufi jeden Dienstag bis 1 Uhr mittags im Kasten sein, um den D-Zug 2g.IU dir ab Anhalter Bahnhof (nach Halle) zu erreichen, ferner ן e 11 e n Do 11 n e r s t a e a b e n d s zur letzten א a c 11 t le e r 11 11 g, um den D-Zug ab Allhalter Bahnhof 133,8 Uhr (nach I eip/i״) zu erreichen; a u 1) e r d e 111 am: 'J2., '20. tu! >1 28. Juni bis mittags t Uhr für den D-Zug 22.10 I hr ab Anhalte!־ Bahnhof nach Halle. Nächste Abfahrten nach Palästina. Dampfer GerugalctiMH• 26. (1. ab Trost; Dampfer Pokmia 2(1. 6. ab Konstanza; Dampfer I’alestina 28. <>. ab 'Triest; Dampfer Esperia, 20. 0. ab Genua; Dampfer Galilea, 3. 7. ab Triest, Dampfer Tel-Awiw, 5, 7. ab Tuest; Dampfer Vienna, 4. 7. ab Genua; Dampfer (icrusa leiiime, 10. 7, ab Triest, Dampfer Pohmia, 10. 7. ab Konstan/a; Dumpfer Lsperia, 13. 7. ab Genua; Dampfer Roma, 14. 7. ab Genua. Jüdische Buchvereinißung. In diesen Tagen bietet die Jüdische Bucli-Vereitiigimg ihren Mitgliedern ein Werk von Slunarya Lcvitt ״Jugend in Aufruhr“ als /.weite Veröffentlichtmg des Jahres 1035 dar. Shtuarya Levin wird in diesem Buch 'in der ganzen Bedeutung seiner Persönlichkeit uns nahegebracht. Neuhinzutretcndcn Mitgliedern kann dieses Buch nachgeliefert werden. Nähere Auskunft bei der Geschäftssteile der Jüdischen Buch-Vereinigung Berlin W15, Pariser Str. 7. Achtung! Der in Frankfurt a. M. ausgegebene Schekel• block Nr. 4562 mit den Nummern 45 611—20 ist abhanden gekommen und wird außer Kraft gesetzt. Hebräische Sommcrschufc. Man schreibt tms: Die Tarbut- Organisation der CSR. wird auch dieses Jahr ihre 11 e b r ä - ische Sommersclmle, welche sich im Vorjahre außerordentlich bewährt hat, entrichten. F>ie Somruerschule wird diesmal in faden in der Slowakei, unweit der schicsisdi-nüihriselien Grenze, stattfinden und von den besten Lehrkräften geleitet sein. Die Schule wird drei Abteilungen enthalten, und zwar: I. für Anfänger, 2. für solche, welche über die AnfangsgriimJc bereits hinaus sind, 3. imd für bereits Fortgeschrittene, die einer Vervollkommnung bedürften. Jeder Teilnehmer erhält täglich 2 Stunden Unterricht am Vormittag und hat am Nachmittag hei gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen Gelegenheit zu hebräischer Konversation. Verpflegung und Unterricht kosten insgesamt pro Tag und Person 3 M. für Ertvachsenr, 2 M. für Kinder bis zu 10 Jahren ohne Unterricht. Cadca liegt zwischen den Beskiden und Weißen Karpathen und ist als Eisenbahnknotenpunkt leicht zu erreichen Fs ist rings von Wäldern umgeben, hat Badegeicgcnlieit und bietet die Möglichkeit sowohl bequemer Spaziergänge, als auch kleinerer und größerer Oebirgstouren. Die Süinmcrsehule beginnt am 1. Juli und wird 4 Wochen dauern. Alle gewünschten Auskünfte erteilt die Tarbut-Organisation, Prag XV, Doudova 316. Bcalrice Waghaltcr wurde für Ende Juni zu einer Tournee durch die tschechischen Staatsbäder Karlsbad, Marienbad und Franzensbad verpflichtet, wo sie int Rahmen ihrer ״Bunte!! Lieder aus aller Welt“ ihren Zyklus hebräischer und jiddischer Lieder singen wird. Ungarische Studienwettbewerbe. In Ungarn finden zu Ende jedes Schuljahres im Juni Studienwettbewerbe statt, bei denen die ausgewählten Abiturienten der Mittelschulen des Landes in den verschiedenen Lehrfächern ihre Kräfte messen. Die Themen werden von der Obcrbchörde gestellt und müssen in dreistündiger Klausur nusgearbeitet werden; die Aufsätze werden von einer unparteiischen Studieukommission rezensiert. Dieses Jahr errangen ■1—5 jüdische Bewerber Preise, und zum erstenmal fiel der erste Preis aus ungarischer Literatur einem Abiturienten des Jüdisehen Gymnasiums zu. Dr. F. ANTWORTEN DER REDAKTION Z. K., Berlin. Auf Ihre Anfrage über Bad Kissingen können wir Ihnen mitteilen, daß dort jeder Gast uneingeschränkt die Kur gebrauchen kann. Philologe. Der berühmte Sprachforscher Geiger war Lazarus Cj e i g e r, der von 1820 -1870 lebte und durch sein Werk ״Der Ursprung der Sprache“ bekanntgeworden ist. Bücherfreund. Eine Subskription auf ein Buch bedeutet, daß der Käufer das Buch zu einem billigeren Preis reserviert erhält, bevor es erscheint. Natürlich liegt zwischen der Be- Zahlung des Buchpreises und dem Erscheinen dann ein gewisser Zeitraum. Briefe an die Redaktion Siegmund Freud und die Religion Berlin, 18. Juni An die Redaktion der ״Jüdin hen Rundschau“ In dem Artikel ״Wege rum Glauben“ (,,Jüdisehe RuihIschau־‘ Nr. 48) .spriuht L. Fruchfwimgrr Freud zwar ein .,leidenschaltiit׳he•. Wi-^en-eiho•,‘‘ zu, hißt aber k< hen Zweifel au der Notwendi^k׳it der ,,lThunvindung des P\\־׳' L ׳analytischen Menschen bi!• de1-־‘. Ich machte darauf auimerk- *am machen, daß in Freuds ״Zukunft einer Illudan“ folgendes steht: ״Der Mensch kann nicht ewig Kind bleiben, er muß entflieh hinsaus ins ,feind- Iklte Leben*. Man darf das ,die Erziehung zur Realität‘ hei Öen, brauche ich Ihnen noch zu ver״ ra»cn, daß es die einzige Absicht meiner Schritt ist, auf die Notwcmlj^kt jt diu-es Fort s«־ln!tts aufmerk-am zu marhuti? Sie fürchten wahrscheinlich, es wird die M״Ii\vs׳i e Pj:?bu nicht be• stehen? Nun, lassen Sic Uns immerhin h1<׳lrn. Fs macht .schon etwaaus, wenn man weiß», daß man auf seine eigene Kraft angewiesen Kt. Man lernt dann, sie ri<־ht ig zu gebrauchen. Ganz ohne Hilfsmittel ist der Mensch nicht, seine \v Laen-ehaft hat ihn seit den Zeiten des Diluviums viel gelehrt und wird seine .Macht noch weiter vergrößern. t'nd was die grüßen Srhicksabiiotwendigkehen betrifft, gegen die es eine Abhilfe nicht gibt, die wird er eben mit. Frguhung ertragen lernen. Was soll ihm die Vorspiegelung eines Gtoßgrundbe-it/.es auf dem Mond, von dessen Ertrag doch nie jemand etwas gcoelun hat? Als ehrli׳׳h r Kleinbauer auf dkuerErde w ird er >uine S< balle zu bearbeiten wi-sen, so daß sie ihn nährt. Dadurch, daß e׳r seine Ei Wartungen vom Jenseits abzieht und alle freigewordenen Kräfte auf das irdische Leben konzentriert, wird er wahrscheinlieh erreichen können, daß das!.eben für alle erträglich, •wird und die Kultur keinen mehr erdrückt.“ Ich für mein Teil kann an dem hier Ausgesprochenen nichts finden, was ״überwunden*‘ werden müßte, vielmehr erinnere ich än eine Stelle des Kaste!« ״Fine Ge-diichte der Juden“ im ersten Teil, kurz vor der Begcgrung mit dem Griechentum, in der betont wird, daß die Juden zu jener Zeit nur an die Un- Sterblichkeit des Volkes, nicht an die des Einzelnen glaubten, daß hie aber diese ״kristallklare Abstraktion“ des Glaubens nicht lange au>hielten, weil sie zu abstrakt war, am von den Massen damals ausgchaltcn zu werden, so daß sie sich in Anlehnung an die iranische Religion wieder einen Himmel mit Gott und Kugeln und eine Hölle mit Teufeln schufen. Betont wird an jener Stelle noch, daß zur Zeit des abstrakten Glaubens gelehrt w׳urde, daß jeder Mensch hur auf Erden sein Bestes zu tun hätte, daß ihm nirgendwo anders dazu Gelegenheit gegeben werden würde, so daß er alle verfügbaren Kräfte zum Guten aulbnngen mußte, um ohne Reue einstmals die Augen schließen zu können. — Ich w?eiß nicht, wie Freud zur Fnsterblichkehsidee seines Volkes steht, ich weiß nur, daß sich mir ein Bogen zu spannen schien zwischon unseren Vätern von jener Zeit {!er zum großen Menschen und Forscher Freud in unseren Tagen, Freud ist weit davon entfernt, dem wahrhaft Gläubigen »einen Glauben nehmen zu wollen, wofür ich folgende Stellen zitiere: ״Fs besteht keine Gefahr, daß ein Frommgläubigcr steh, durch meine Ausführungen ül>erwälbg!, seinen G!aul*en entreißen läßt“ und ״Der Gläubige läßt, sich seinen Glauben nicht entreißen, nicht durch Argumente und nicht durch Verbote. Gelänge es aber bei einigen, so wäre es eine Grausamkeit“. Wem er die Augen öffnen will mit seiner Schrift, das ist das große Iieer derjenigen, die an alter Tradition kein Genüge mehr finden und tastend ein Neues suchen, das ihrem derzeitigen Wissensdrang entspricht und ihnen gleichzeitig ein neues, ihnen gemäßeres Ziel zeigt, ״würdig des Schweißes der Ed- *en ־ Hannah RieSj * Von der Schekel-Aktion Berlin W 35, <L 18. Juni 1935. An die ״Jüdische Rundschau“• In’ den letzten zwei Wochen hatten wir, die Mitarbeiter der Ziuni-! Lehen Organbalioft, Ge-!egenheit, Schckaüm zu veikaufen; das crMemal wieder, daß w׳ir an die Juden Dcutjji blands flach dem Umschwung herangetreten sind, nicht um des Geld«'!, sondern um der Stimme willen. Fs galt iiüzustolien, welche Zahl von Juden sich zu der PnUüiiia־Auibaukku bekutmL Wohl selten sind so älteressante DbkusTmen geführt wordun. Durch die direkte Fulllungnahme mit dum einzelnen M enschen, der erst seit zwei Jahren die ״Judi-che Rund- M־hau“ liest oder der erst m letzier Zeit die blaue KKL- Büchse bei sich stehen hat, konnte man am lösten das Barometer der Judenfrage :־puren. Niemals hat man das ILius ver« lassen miG>e!1, ohne nicht we-!)ig-tuns einen Schekel verkauft zu halx-n. Interessant war die Argumentation der NeulionLtcn. Lm alter 75jalu!ger Mann erklärte mir bei meinem Besuch, daß er Palästina lieben und achten gelernt habe, daß er eraber bisher noch nicht über das Herz bringen konnte, nachdem er 40 Jahre den Zionismus bekämpft halte, heute den Sehekcl m kauten. Hut galt e.־, die Energie eines alten Gegners zu schlagen und ihm zu beweisen, daß man nie zu alt Li, um umzukrucn. Der Schekel wurde verkautt. Bei anderen Bumchen kam man in weltanschauliche DisküMonun, bei denen man zu ,seiner Lel>crra;ieliung fest;,teilte, daß Men-chen, diu au und iur sich den Pa!äüü1a-Gedankeu anerkennen und sieh mk der zionDtLcheri Ideologie vertraut maeben, heute noch aus Lässigkeit Mitglied^ des RjF. sind. L'eixn;dl fand man offene Wege, und dort, w׳o nur die ״Judisehe Rundschau“ im Hause war, konnte man schon sachlich di־- kotieren. — Es w׳ar eine der interessantesten Aktionen, beider ich als Zionist habe mitarbeiten können. Schalem Kmt Obstreicher Basler Hof, Basel I Das gut gefQhrta Haus Zimmer ab Fra. 4.50 | EMEK CHEFER, EMEK SEBULON, EMEK JESREEL sind jüdischer Volksbesitz Die Einwanderung steigt — Wir brauchen neuen Boden Keren Kajemeth Lejisrael (füdisdier Nationalfonds e. V.) * Berlin W 15, Meinekestraße 10 * Postscheckkonto Berlin 28247 j