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Jüdische Rundschau · 1935-06-21 · Heft 50 (21.6.1935) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 50 (21.6.1935)
Date
1935-06-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Preis 25RpL Nr. SO / Jahrgang 40 rreis z» npi. JÜDISCHE RUNDSCHAD SdirlftlBttnnj,Verlag n. Amealgeavarwaltnngt BerlinW15,Melnek»atr. 10 Farorul: Sammcl-Nr.l 1 Biam.rck 3181/82,716570,7240/42׳. - B«uR8pr<!® je Menet RM 2.-, je Vierteljahr RM 5,75• - Postscheck - Konten der Vertriebs •Abteilung: Berlin 71573 (lör Groß-Berlin', Berlin 17392 (Kir des übrige Reich!. Auslands, heute in jeweiliger Landeswährung. — Erscheint jeden Dienstag and Freitag, BERLIN כ׳ סיון תרצ״וז FREITAG, 21. JUNI 1935 Anzeigenpreislist• Nr. 2 gültig. Die 12gesp. mm-Zeile 20 Rpf, für Stellenge•» 10 Rpf, für Famtliennachriehfen 15 Rpl. FJnrelanzeieen nur gegen Vorausrahlung am Schalter oder auf Postscheck-Komo Berlin 71618 Montag bis Donnerstag 9-18 Uh?, Freitag 9-16 Uhr. Annahmeschluß für die Dienstag-Ausgabe Montag 10 Uhr, fül die Freitag •Ausgabe Mittwoch 13 Uhr (Fatndienanreigen bis Donnerstag 10 Uhr) Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. (Baseler Programm) Verantwortlichkeiten Bindung und Bildung Von der Aufgabe zum Aufruf Die meisten unter uns sind heute geneigt, den ä 11 ß e - teil Lebe ns um ständen eine sehr hohe Bedeutung zuzumesse!!. Ja es scheint, daß viele dem Problem, wie wir es uns äußerlich einzurichien haben, eine allzu starke Betonung geben. Dies gilt für große Teile der jüdischen Welt, sowohl in der Galuth wie auch beim Aufbau Palästinas. Das Negative unseres materiellen Daseins wird sehr stark empfunden, und Fortschritte im Bezirk der äußeren Lebensgestalturig werden mit einem etwas zu lauten Ton gepriesen. Der Grund hierfür ist leicht ersichtlich: Wir haben — wenigstens in den Ländern des Westens — durch mehrere Generationen in gesicherten Lebensunistümlen existiert; jetzt, wo diese weitgehend gefährdet sind, klammert sich daher unser Interesse um so mehr au die Frage ihrer weiteren Gestaltung. Nun kann es niemanden geben, der nicht die Bedeutung dieses Fragenkreises anerkennen würde. In Tagen, in denen die Not a!1 die Tore pocht, in denen die Zukunft vieler, unzähliger Familien der nächste Tag ist, wäre es vermessen, wollte man die Kraft schwächen, die auf efie Uebenvindung dieses Zustandes gerichtet ist. Hier sowohl wie in Palästina ist der Weg der wirtschaftlichen und sozialen Selbsthilfe zwingendes Gebot unserer Zeit. Der Aufbau eines Gemeinwesens vollends muß sich in erster Linie in den Formen einer wirtschaftlichen Entwicklung abspieien, und wir wissen, daß jede neue Position, die wir auf diesem Gebiete erringen, ein Baustein der jüdischen Zukunft ist. Aber damit ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Von Seiten derer im jüdischen Lager, die die Dinge nicht kennen oder die sic wider besseres Wissen entstellen, wird uns Zionisten heute der Vorwurf des ״K u 11 u r 7. i ס n i s «1 us“ cntgegengehalteri. ln der Tat: Zionismus ist seinem letzten Inhalt nach Idee und Bewegung, die auf ein kul* t u r e 11 e s Ziel gerichtet ist. Die Wiederauferstehung unseres Volkes auf dem Boden Palästinas soll ja nicht nur seiner mate— riellen Sättigung dienen, sondern eine Verbindung mit den in seiner Geschichte und seinem Wesen schlummernden Kräften des Geistes herbeiführen, deren Entbindung — so hoffen wir — Folge der Sammlung der Zerstreuten sein wird. Wir fragen uns, ob eine Ahnung dieses letzten Zieles schon jetzt, in unseren Tagen in Palästina sichtbar geworden ist. Es scheint uns noch kaum der Fall zu sein. Was an persönlichen Werten und an sachlichen Schöpfungen auf diesem Gebiete in Palästina vorhanden ist, stammt zum größten Teil noch aus einem in der Galuth verwurzelten Leben, und es ist mit so vielem anderen nach Palästina gebracht worden. Gewiß iiat so mancher Schaffende in Palästina reiche Anregung gefunden, aber es wäre falsch, wenn wir hierin schon die e c 111 e Verwirklichung selien wollten. Trotzdem scheint es uns, daß in Palästina die Ansätze dazu gegeben sind; vielleicht noch nicht einmal Ansätze, aller eine Voraussetzung. Doch wie bedeutsam ist seihst diese in einer jüdischen Weit, in der überall sonst die Voraussetzungen für jüdische Volkskultur zerfalle״! In den Siedlungen auf dem Lande Palast in as, in dem neuen Gemeinschaftsleben, wo Mensch und Mensch, Mensch und Natur eine eigenartige Verbindung eingegaiigen sind, dort ist der Ort unserer Hoffnung! Aeulierlieh sind diese Siedlungen arm, das Leben in ihnen ist primitiv und eintönig, und es kann nicht mit dem Komfort und den Reizen des Lebens in den Städten Palästinas oder gar in den Metropolen der Weit draußen wetteifern. Und dennoch scheint uns, daß uns dort — wenn überhaupt •— der Atem einer neuen Zeit im jüdischen Leben anweht, die uns einmal wieder neue kulturelle Schöpfungskraft bringen wird. Eines Wesentliche können wir hieraus auch für uns, unsere jüdische Arbeit in der Galuth lernen: Nicht Reichtum, nicht Sicherheit der äußeren Lebensumsiände schaffen die Voraussetzungen für echte Kultur. Wenn wir heute auf das Leben der letzten Generationen im Judentum Deutschlands zurückblicken, so müssen wir feststellen, daß gerade sie keine tiefere Beziehung zum Kulturellen hervorgebracht haben. Gewiß, es waren unter ihnen viele ״kultivierte“ Menschen und Familien, aber die nach außen repräsentative Schicht der Intellektuellen besaß den echten Ring nicht — nicht mehr. Wohl war sie wissend und gebildet, aber dieses Wissen — meist kein jüdisches, sondern aus den Zonen Europas stammend — war kalt und dem Volke fremd. Es war weder ein im letzten Sinne verbindendes Element zu den Massen des deutschen Volkes (dies hat unsere jüngste Vergangenheit gelehrt), noch auch ein Bindemittel zur Juden heit in ihrer Gesamtheit. Das Wissen, das in jener Zeit erworben wurde und auch noch heute in vielen unter uns fortlcbt, entfremdete vielmehr seine Träger zumeist den volkstümlichen Aufgaben. Es machte viele von ihnen blasiert und hochmütig und so zutiefst unproduktiv. Heute besteht die Gefahr, daß in einer neuen Generation auch dieses Wisse 11 sgut v e r - schwindet. Schulen und Hochschulen, an denen die früheren es erwarben, sind ihr verschlossen, und die Aufgaben des Berufs treten an sie schon in einem Alter heran, das früher noch der geistigen Unterweisung allein galt. Vielleicht könnte man über diesen Vorgang hinwegsehen, besonders wenn man den absoluten Wert jener Bildung früherer Generationen nicht allzu hoch einschätzt. Das wäre möglich, wenn in unserer Jugend etwas anderes dafür entstünde — etwas, was dazu bestimmt wäre, ihr Leben vom Geiste her zu gestalten und es nicht dem wechselnden Spiel äußerer Konjunkturen auszuliefern. Dies sehen wir heute noch nicht. N o c 11 sind nicht die neuen ü e i s t e s b i n d u n g e 11 zu spüren, die Iebensgcstaitcnd wirken könn e n. Die Entscheidung zu einem Beruf und zu einem Leben der Arbeit in Palästina allein genügt hier noch nicht! Diejenigen vielmehr, die einst als erste Träger des Arbcitsgedankens aus den Ländern des Ostens nach Palästina kamen, besaßen darüber hinaus wirkliche B i n d u 11 gen an ein K u 11 u r s y s t c 111; sie sind Träger einer großen Verwirklichimgsarbcit in Palästina kraft dieser ErfüUthcit geworden. Erkennen wir doch: Alles Geistige, das nicht Bruchstück und nicht Anarchie im Kopfe des Ein- /einen ist, sondern lebensgestaltende und den Menschen in das Dasein von Natur und Gesellschaft einfügende Kraft, ist zugleich auch Bindung! Gewiß kann heute nur ein Teil von uns diese Bindung i!1 dem speziellen Sinne der ״R e - I i g i o“ für sich anerkennen, aber wir müssen wissen, daß dann eben die Aufgabe entsteht, zu anderen Zielen hin und mit anderen Elementen diese geistige Zucht zu schaffen. Hiervon ist in unserer jungen Generation heute noch wenig zu spüren. Die Erkenntnis solcher Notwendigkeit ist wohl auch nicht überall wach, obwohl eine dunkle Sehnsucht die jüdische Jugend von heute nicht weniger, als es früher der Fall war, in diese Richtung drängt. Iber Weg zu neuer Erfülltheit ist gewiß nicht mechanisch vorzuschrcibcn. Aber die Zeit ist gekommen, in der diejenigen etwas überliefern müssen, die im jüdischen und auch im nichtjüdischen Bezirk einen Fundus besitzen. Sie werden vielleicht eine andere Sprache sprechen müssen, als sie es bisher gewohnt waren. Die Jungen von heute beherrschen nicht die Feinheiten der Terminologie, die früher selbstverständlich waren, und sie wenden sich vielleicht auch von manchen Eigenheiten geistiger Dialektik ab, die ihnen unwichtig erscheinen. In der Tat sind ja auch ihre Zielsetzungen ganz andere geworden. Es ist nicht das ״geistige Turnier“, für jüdische Intellektuelle früher sehr oft höchstes Ziel, für das die heutige Jugend Interesse besitzt, sondern sie sucht nach dem Sinn ihres Lebens, will dieses Leben mit Sinn erfüllen und bedarf dazu des geistigen Rüstzeugs und wirklicher, echter Inhalte. Hier liegt eine Aufgabe für viele Menschen unserer Zeit. Und wir glauben, eine zionistische Aufgabe. Der Weg zurück zum Judesein, die Bahn zu einem stolzen, sinnerfüllten Judentum und auch zur Eingliederung in ein jüdisches Leben in Frez Israel ist nicht durch Bekenntnisse allein zu schaffen. Man muß mit dieser Arbeit bei sich selbst anfangen. Wir besitzen heute noch in unseren Reihen die Kräfte, die hierfür einzusetzen sind. Vielleicht nur einen Restbestand, aber gerade diesen gilt es in einer entscheidenden Zeit zu verwerten. Dabei müssen alle Instanzen mitwirken. Die jüdische Schule darf nicht allein eine Anstalt sein, in der neben vielem Allgemeinen auch etwas an jüdischem Wissen vermittelt wird, sondern sie muß die Basis für ein späteres ungebrochenes Lehen als Jude liefern. Die Zeit der B e r 11 f s v o r b c r e i 111 n g wird diese Arbeit fortzusetzen haben, J u g c 11 d b ii 11 d e, Hechaluz und Gcm e i n d e i u s t i t u t i o n e n werden sich in den Dienst der Aufgabe stellen müssen. Fine grundsätzliche Koordination der verschiedenen Kräfte sollte auf diesem Gebiet erfolgen. In L chrh ä 1! s e r n, Volkshochschulen, Kursen und vielen anderen Einrichtungen ist ein großes Stück der Kraft verborgen, die wirksam werden könnte, wenn sie nur recht geleitet würde und nach einem wirklichen Plan vorginge. Eine Tribüne muß geschaffen werden, die für alle sichtbar den Kulturvvillen der Juden repräsentiert, wo nicht Teilarbeit geleistet wird, sondern man willens und fähig ist, nationale Erziehung im wahren Sinne des Wortes zu geben, mehr als Bekenntnis, mehr als eine Summe von Erkenntnissen, sondern wirkliche Bindung an das, was wir aus Vergangenheit und lebendiger Gegenwart an Jüdischem überliefern können. Auch das wird ein Bruchstück bleiben, weil dieses Jüdische heute noch nicht in seiner Ganzheit in der Welt sichtbar ist, aber es wird — so vertrauen wir — eine junge Generation fähig machen, Baustein einer ״besseren“ Zukunft zu werden, deren Qualität nicht so sehr in den äußeren Lebcnsumständen liegt, als in ihrer Beziehung zu den Werten und dem Werden der jüdischen Kultur. K. L. Ausbildung und Auswanderung In den Blättern des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, wird mitgeteilt: ״Da jede Maßnahme, die die Answand e r 11 n g der Juden aus Deutschland fördert, zu begrüßen ist, hat der keichswirtschaftsminister in einem Runderiaß erklärt, daß jüdische Handwerkerkurse für auswanderungswillige Juden als Förderung der Auswanderung zugelassen sütd.“ Das den deutschen Juden jahrelang anerzogene Streben, um einer besseren Einordnung in die Umwelt willen möglichst wenig jüdisches zttr Schau zu tragen, wirkt auch in dieser Zeit noch nach, in der sich eine wesentliche A e!1 d e r u 11 g vollzogen hat, weil die Umwelt selbst jeden Juden als solchen entlarvt, ob er nun sich selbst zum Judentum bekannt hat oder nicht. 111 zwei schmerzensreichen Jahren haben die deutsehen Juden gelernt, daß sie Juden sein müssen: ,,so mußt du sein, du kannst dir nicht entfliehen!“; — aber es ist für viele, auch wenn sie mit klarem Verstand die Lage erkennen, sehr schwer, praktische Kon- Sequenzen zu ziehen. Die Aufgabe ist, sich seelisch und inhaltlich w i ed e r mit J u d i sc h c m zu erfüllen; das heißt natürlich nicht eine Herauslösung aus der großen europäischen Welt, an der wir nun einmal unwiderruflich Anteil erworben haben. Aber es heißt die Gewinnung einer ( j e f ü 111 s g r u n d 1 a ge, auf der sich ein Leben entfalten kann, ohne immer von neuem einer unerträglichen und destruktiven Zerrissenheit preisgegeben zu sein. In dieser Lage, so müßte man meinen, muß es besonders den offiziellen jüdischen Instanzen, denen ja gerade die jüdische Seite der Existenz ihrer Angehörigen anvertraut ist, angelegen sein, alle Kräfte heranzuziehen, die imstande sind, den Mensehen im Judentum Trost und Aufrichtung zu spenden, sie auf/iimimtern, ihnen Lebensmut und Begeisterung für das Judentum zu geben. Wie könnten wir uns leisten, heute auf jemanden, der mittun kann, zu verzichten? Es kann dabei keine so große Rolle spielen, wie der oder jener zu einzelnen jüdischen Streitfragen Stellung nehmen mag; Streitfragen sind zwar sehr wichtig, werden aber auf einer anderen Ebene ausgetragen. Wir haben, wie von allen Seiten immer betont wird, so großen Mangel au jüdischaktiven Wensehen, die der Gemeinschaft etwas zu sagen vermögen, daß wir jeden fest halten müssen, der etwas leistet. Unter diesem Gesichtspunkt bekommt das, was in den letzten Wochen unter dem Schlagwort ״Der Fall Prinz“ die jüdische ()Öffentlichkeit Berlins (und weit darüber hinaus) bewegt hat, ein besonderes Ansehen. Der ״Fall“ wird jetzt unter Mitwirkung des Allgemeinen Rabbiner! erb,'indes verhandelt, und wir wollen darum auf die ohnedies bekannten Einzelheiten jetzt nicht cingehen. Auch wenn es, wie wir hoffen, gelingt, eine zufriedenstellende Lösung zu finden*), so müßte der Vorfall doch besonders zu denken geben. Der einfache Jude da und dort versteht nicht, wie so etwas geschehen konnte. Noch jetzt wird die ״Jüdische Rundschau“' mit Zuschriften überhäuft, die interessanterweise nicht nur aus Berlin, sondern aus naher und zum Teil weiter Ferne kommen, von uns gänzlich unbekannten Personen, die teils in wohlgeset/ten Worten, teils auch in unbeholfener Sprache (es zeigt sich liier, daß sie* aus allen Schichten stammen) einfach ihre Gefühle /um Ausdruck bringen. Joachim Prinz kann zufrieden sein mit den Reweisen der großen Popularität, die er in diesen Tagen geerntet hat. Die Frage aber, die sich aufdrängt, ist die: Kanu die jüdische Gemeinschaft in Deutschland eine solche Kraft einfach brach liegen lassen? Können dies sogar die ,Menschen verantworten, die in manchen oder auch in vielen Punkten anderer Meinung sind als Prinz? Prinz ist unser Freund und Mitarbeiter, aber auch wir sind gewiß nicht mit allen Einzelheiten seines Wesens oder seiner Ansichten identisch. Er ist eine eigenartige Figur, aber gerade die Liberalität erfordert doch eine Duldung der ganzen Buntheit unseres vielgestaltigen Lebens. Es gibt gewiß verschiedene Lebensstile, und es ist auch nichts Neues und nichts nur für unsere Zeit Typisches, wenn eine ältere Generation sich durch den scharfen und frischen Ton der Jugend befremdet fühlt. Aber muß es nicht möglich sein, sich über solche Sentiments zu erheben, wenn man die Bilanz unserer zentripetalen jüdische Kräfte aufzustcllen hat? Auch die Gegner von Prinz werden nicht leugnen können, daß er hunderte, vielleicht tausende Menschen zu in Judentum und zum Synagogen besuch z u r ii c k g e f ii h r t hat, daß das Wort von der Kanzel, das vielleicht manchen nicht gefiel, hundeften anderen nicht nur gefallen, sondern sie seelisch erhoben hat. Darf es sein, daß in einer Gemeinde, die für die Bedürfnisse aller ihrer Angehörigen zu sorgen hat, gerade die Bedürfnisse derer, die diesen Rabbiner hören und von ihm betreut sein wollen, ohne triftigen Grund nicht befriedigt werden? *) inzwischen ist nach Redaktionsschluß die Nachricht von der Zurücknahme des vom Gemeindevorsitzenden verhängten Redeverbots eingetroffen. Unsere grundsätzlichen Ausführungen werden durch diese Tatsache nur noch bestärkt.

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