Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 48 (14.6.1935)
- Date
- 1935-06-14
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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A ך JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48, 14. VI. 1935 Ankündigungen an den Rabbiner Dr. Prinz hinreißen ließ. Es ist beklagensw•ert, daß der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde sich von solchen ״Lnftmachern“ — wie Shakespeare diese Mensdienspe/ies nennt — hat irreführen lassen. Der publizistUchen Arbeit und Pflichterfüllung der ״Jikl. Rundschau“ dankt die jüdische ()Öffentlichkeit Berlins es, daß endlich mit einer Reinigung der innerjüdischen Atmosphäre begönnen wurde, die schon seit langem not tat und die hoffentlieh nicht erfolglos bleiben wird. Doris Wittner Gegen die Gemeindeverwaltung Der Kampf gegen die Gemeindeverwaltung nimmt mit un- Verminderter Kraft seinen Fortgang. Am 5. b. veranstaltete der J ü »I i s c 11 e V o 1 k s b 11 n d im < )sten Berlins, in den Andreas- Festsalen, unter dem Motto ״Die Krise im deutschen Judentum“ eine K1m<lge!nmg, bei der die schwerwiegenden Argumente /usammengefaßt wurden, die die Zionisten zu ihrer Aktion veranlaßt haben. Zionistische Veranstaltungen Junggruppen der BZV. Haym-dicr Platz: 20. Juni, Syn. Münchener Strafe 37, 20 I hr; Fncdnch-huin: 18 und 20 Juni,!.asuUbergrr Straße 87, 20 l ht: J.tmunt bzbrürkr: 17. Juni, llnk'ken:.tr. 9, 2t).30 I hr; Ltmum b/brurke und Xotdring: 22. finit, ()ranien-tr. 170, 21 rin : \!>rd: 20. Juni, B.t׳L!r. 33-3f>. 20.30 Ihr; Nordnng: 20. Juni, ()1 ,mit nlmrger Str. 31, 20.30 l itt : Wuktilln: 19. Juni. I Iertm11111.tr. 46, bei Seliwaib. 20.30 Ihr; SavigttyplaU: 17. Juni, K.tnt.tt. 54. 20.30 l hr: Sud: 18. Juni. ( bumen-tt. 170; Tiergarten: 20. Juni. Meiueke.tr. 10, 20.30 l'ltr’: Willi״•! ..lorl: 19. Juni. Memeke- ־■tr.tl'rt■ 10. 20.30 l'ltr; Zentrum: 18. 111 n i, Kom'IU ludet Sir. 44, 20.30 I hr. Frauen-Arbeitsgemeinschafl flir Palästina, t Iruppe Nettl und O t: Die litt׳ den 18. Juni geplante Z.ii-aittiiinikutilt w irtf uni eilte Werlte vrr .t־h tben. Nttltete. uirtl noch bekannt;; ■geben. - (•!tippen \V >■ ־ utiil Bayrischer IM atz: 17. Juni. 4.30 l'ltr, Catn \V1! tehbaeb, Bayrt-ther Platz 2, Lola Landau: ״Die arabische Krau in Pa. lä'iitt;!‘־. •■ . (',ruppe der Berufstätigen: 17. Juni, 8.30 Uhr, Heim der li/.V., Kant.tr. 54. Ilse Jacobv: ״Aus der sozialer! Arbeit in Ibtla,!ina“. -- Z.u allen Veranstaltungen Gäste willkommen. Lernt Hebräisch in den Kursen der BZV. Amängerkursus unter Dr. Ivaleko Dien.btg und Donnerstag, 20 bis 21.30 Uhr, im BZV,. Heim, Kitnt.tr, 54. Neue Teilnehmer können noch atilgenontmen werden, ebenialls in den Kursus für Kort geschrittene, der Montag,, 20.30 Uhr, unter Leitung von Kr!. Rothban, Siidweslkorso 75, bet Luch, statt l'intle!. — An.kitnft über wettere Kt1r,.e in der Kulturabküttng riet־ B/.V., Meineke.tr. 10 (Tel.: Bi.marrk 7165). Bezirk Zentrum-Nord. Am 12. Juni, 9 Uhr. begann ein neuer hebrä. l-oli-T Kur.tts dir Anlänger im BZV.-Heim, Ro.enthaler Str. 44, v. II, unter Leitung von Tri. Baumwoll. K. kdnnen noelt Teilnehmer aut. geiKitiiiiien werden. Für Mittlere und!■•)rlge-ehrittene besteht in Ijiileinleti Kursen Gelegenheit zur Aufnahme. Meldungen int BZV.. Heim oder in der Kiilturabteihitig der BZV., Meineke.tr, 10. Dr. Hans Klee «tos auf die linehrliehkeit des Linwurfs hin, daß die Zionis'en den Frieden stören wollten. Der Kampf müsse deshalb geführt werden, weil diejenigen aus der Gemciiulevcrual-.ung verdrängt worden sind, deren Forderungen sich die liberalen Machthaber /neigen gemacht haben. Wie sich diese Forderungen bei den Liberalen in der Wirklichkeit atisnehmcn, beweist die Gründling der Schule tl c r Reform g c in e i 11 <1 e. Der Geist in der Oranienburger Straße müsse sich grundlegend w a tt d e I 11. Fs müsse eine Planung und Portierung der Auswanderung erfolgen, um das Judentum Deutschlands \ot schwerem Schaden zu behüten. Der Redner verlangte in die-em Zusammenhang die Schaffung neuer De/ernate ftir Pala-Uitia, iur Wanderung und für Rechts.chut/. Der Kampf geht nicht um Machtpositionen, sondern e. handle Geh um die grundlegende Frage der Ge- Stallung ttn-eres I eben., Ing. J. 1 osstts 1h leuchtete die Schulpolitik der Gctneindr, und Simon Helfe r zeigte an vielen Beispielen, daß rm Zu.amtnritai beiten mit den 1 1be״alt׳n nicht leichter, soneiern 1m Gegenteil .scitw icriger, wenn nicht sogar unmöglich gew t ns len sei. Dir. Georg Kat eski legte dar, daß der Volksbund vor einem Jahr der Vet hingerting der Amtsperiode von Gemcimltw or.staml und Repr.ä entanz /!tge.fimm! hatte in der Voran.w!/tut g, »laß die einseitige liberale Partcihcrrschaft ein I mit' nehmen wurde. Die I iberalen halten dieses Vertrauen enttauo. 11t, und Itterin liege letzten lindes die Ursache <k׳s jetzigen Konllikt.. Mit Scharte kriti.ierte »ler Redner die F i n a n z - um! B e a m t e 11 p o I i t i k der (iemcinde und zeigte an I ui/elfailen, wie viele, hier zu andern wäre. Lebhafter Bei Klärung »ler Verl mctndemitglicdcr fall 1'ieu Reden und bewies, daß die ritie dringende Forderung der Gc- Eine Kundgebung des Alisrachi. Fine eindrucksvolle Kundgebung veranstaltete am 2. Juni die Berliner Misrachi- (truppe im Beth Hamidrasch, Grenadierstr. '37. Auf der Veranstaltung, die von dem Vorsitzenden der Misrachi-t >rtsgruppe, Rabh. Dr. Harry I. c v y, geleitet wurde, .sprachen Rabb. N o b e I, der die (i a I u t h - und K 111 t!1 r a 11 f - gaben des Misrachi auf/cigte, und Rabh. Broch, Pankow, der sich gegen areligiöses J11 tentum und gegen freie Religiosität wandte, und die Versammlung aufrief, für den religiösen Aufbau Frez Israels zu sorgen. Rabb. Dr. Harrv l.evy Umriß die Idee des Misrachi und seinen Aufgabcnkreis itt Frez Israel. Heber einzelne praktische Fragen, sowie zur Schekel-Aktion sprach zum Schluß R.-A. Dr. A. Lehmann. Die Kundgebung stellt den Auftakt dar für den Versuch des Misrachi, im Zentrum der ostjudischen Kreise Berlins auch organisatorisch Wurzel zu fassen. Fr darf in jeder Beziehung als gegluckt angesehen werden. Schawuoth-Treffen des Brith Hanoar Berlin. Am Sclta- Wuotli veranstalteten die WcMgruppeu des Berliner Brith Hanoar ein Bmuk'.treticn im Jugendheim (.barlottenburg. An den Vorabenden des Festes fanden gemeinsame Tefiilotli statt, die Morgengotte-dirnste wurden gemeinsam mit dem |ug»׳ndgotte>tl1en-t I’e.talozzi'traße abgehalten. Bei den Tefillotb fand inner Leitung von Ghawer Jehosdma Wolff ein gemeinsames 1״ erneu" statt. Am Scltabbatabend schloß tlas 1 reffen mit eint, tu großen (>neg Seliabbat, bei dem jehtisi 1111a Wollt über die Bunde-arbeit und Rud! Herz (Kibbuz Riuigcs) über ״Unsere ( haluziut als religiöse Fordcruiig" .sprachen. Ein Mittelpunkt hebräischer Arbeit. Der seit Längerer Zt it int Bezirk /eiltnuu-Nord der BZW bestehende < 1 11 11 g - Iwri (letzt unter I ettutig von Jeitndi R o s e rt t h a I). hat sieh zu t in m wiclttigen Mittelpunkt der heltraisciien Kultiirat heit in Berlin eiitw u'kelt. Au den Si habbat-Aliemlen kommen hier 111 »Un besehi idemug aber ti ctmdhcbeu (•Ginnen rier Rosenthaler Straße 11 zaliireieln' h1־brai<1־l!'pr1’1ln־nd1׳ Zuhörer aus den verseliiedencn I eilen der Stadt zu hebräischen Vorträgen zusammen, ln den letzten Wochen sprach hier der bekannte Hi hraist i! ״ r n s t e i n über l 'mgangshebi;lisch lind literar1s!l)1s I lelnai-ieit. An einem anderen Abend trug »ler Dichter Mohr seine satire-ch gehaltenen Gedichte vor. Am Ausgang des Schawuoth erzählte Herr Salles, der vor kurzem aus Palästina zuruekkam, über seine Eindrücke von der Arbeit und den Menschen im lande. Der Vortrag, der in einem kiassisehen Hebräisch gehalten wurde und die Probleme der Arbeit, vier Religiosität, »ler hebräischen Kultur und Sprache aufrollte, rief eine lebhafte Diskussion hervor, an der sich unter anderem der Leiter der hebräischen Lehranstalt, Herr B c r g g r ii n, sowie Herr L o eker und andere Chawerim beteiligten. In den Räumen des Cluig wird fast ausschließlich die hebräische Sprache gehört und man ist erfreut darüber, daß es in Berlin so viele Hebraisten gibt. Jung und alt sind hier vertreten und Leute der verschiedensten religiösen Ei 11 stellungen. F. R. Prof. Heinemann über Maimonides ln der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums hielt Prot. Hoinnnann aus Breslau am letzten Mittwoch einen Vortrag über das Thema ״Griechische Wissenschaft und jüdische Frömmigkeit bei Maimonides“. Der Vortragende glaubt, daß in den vielen Reden und Aufsätzen über Maimonides in den letzten Monaten »lie Fragestellung be/iiglieft unseres Verhältnisses zu ihm sehr klar herausgearbeitet worden sei, daß aber die Polarität Griechentum Judentum in seinem Wesen noch nicht hinreichend beachtet wird. Eingehnul erörterte Prof. Heinemann vor allem auf Grund der sprachlichen Formen die Verschiedenheit der griechischen und »kr jüdischen Weltauffassnng; insbesondere suchte er zu .׳':gen. wie dem griechischen Logos und Kosmos im Judentuiii der Begriff der ״Ahawa“ entspricht: die liebe stehe im ZZ»111r 11111 der jüdischen Weltauffassnng. Aus dem Anschauen »ler Welt gelange der Jude zur Demut. Im Gegensatz zum Griichcn setze er an die Stelle der Betrachtung die Tat, Gemeinschaft an die -Stelle des aristotelischen Gelehrtenitltals. Maimonides fußt zwar auf Aristoteles, aber nur auf 21111 17. Juni verlegen wir zur Erleichterung für das Publikum unsere Abfertigungs-Schalter in die Ladenräume unseres Yerlagshauses lUItl.lV W 15 Heinekestr. 10 Unsere Leser und Freunde können dort Abonnements bestellen, Anzeigen aufgeben, Zahlungen leisten, Auskünfte erhalten sowie Büdier und Broshüren unserer Verlags-Abteilung und Eintrittskarten zu den Veranstaltungen kaufen RUNDSCHAU Gesdiäftszeit täglidi von Q-t8 Uhr Sonnabend und Sonntag gesdüosscn Grund semitischer Vermittler. Deshali) bleiben starke und, wie Prof. Heineinann glaubt, spezifische Verschiedenheiten. Während ftir Aristoteles die Welt erkennbar ist, hält Maimonides das Letzte ftir unerkennbar. Ans dem Kosmos vvirsl bei ihm ״() I a m". Lr glaubt an die Offenbarung, also ist Gott für ihn nicht mehr wie für den (!riechen der ״unbewegte Beweger“. Das Denken steht für Maimonides am höchsten, selbst das Gehet vermag es nicht zu ersetzen. Gerade in dieser Einstellung zum Denken zeigt sieh der Unterschied zwischen griechischer lind jüdischer Auffassung. Maimonides will durch das Denken den Irrglauben überwinden und hält den Abergläubischen bereits ftir einen Abtrünnigen. Maimonides konnte griechische und jüdische Ideale nicht glcichsetzen. Fs blieb bei seinem Versuch, an den sowohl die jüdischen Mystiker wie die Rationalisten anknüpfen konntut, gleichgültig wie der Denker seine Aufgabe gelöst hat: er hat als das Wesentliche die A 11 f g a b e gesehen, das Judentum in Beziehung zu setzen zur ״ewigen Philosophie“. Er zeigte die Brauchbarkeit der Philosophie zum Erkennen des Judentums. n. Todesfall. Am 30. Mai wurde tler Lehrer und Kantor Isaak R a i n o vv i t 7 auf dem Friedhof in Weißensee zur letzten Ruhe b,:;gesetzt. Der Verstorbene war von 1S82—TQ21 Kantor und Lehrer in Tuchcl (Westpr.) und Strasburg (Westpreußen) tätig. Seine Religiosität hat ihn stets mit dem Pa- I,äst ina-.Auf bau verbunden. Umbesetzungen in der ״F!edermaus“־Aufführung. In der zweiten Aufführung der ״Flc<iertr1aus“ waren zwei Frauenrollen neubesetzt. Rita Atlas z sang mit ihrer schönen, gut gebildeten Stimme, der nur di** tiefere Mittellage fehlt, die Rosalinde. Eine charmante Frau, musikalisch, sicher, grazio», int Spiel gewandt, eine Leistung von Rang. Ich weiß nicht, oh Gerdi K u t h a n, die Tochter Julius Kuthans, zum ersten Male in einer großen Rolle auf der Bühne stand. Sie ist eine ausgesprochene Koloratur-Soubrette, die Stimme, bisweilen noch scharf, doch schön, groß, mit gutsitzender Höhe. Ihr Spiel munter, heiter, lustig, vererbtes Bühnenbild. Mit der Partie des Orlofsky fand sich Anna L i p i!1 geschickt ab, von Opcrettcnteinpcrament war freilich wenig zu spüren. An Stelle von Rosenstock, der die Aufführung musikalisch einstudiert hat, leitete Berthold Sander mit großer Umsicht und sehr geschickt das schwere Werk. Manches nimmt er noch zu schwer, wie z. B. ״mein Herr Marquis“, ein bißchen mehr Champagner würde nicht schaden. Dr. Oskar Guttmann Klavierabend Bruno Eisner. In diesem Konzertwinter hat sich Einiges ereignet; wir hörten h'ipnis, Schey, Franz Osborn, Boris und Josef Schw arz, Weißgerber, Stefan Frenke!, Bertram, das Boris-Kroyt-Quartett und viele andere. Dann Dinge, die Zukunft haben: Winavvcrs Chor und Jospes Jüdische Sängerknaben. Höhepunkte waren 11. a. die Erstaufführung von Verdis ״N'abueco“ (Leitung: Josef Rosenstock), die Urautfülmtng des Klavierquartetts von Berthold Goldschmidt (mit Eisner), der Abend üsborns. Jetzt fast am Ende der bunten, bewegten Saison etwas Besonderes: Konzert Bruno E i s n e r s. Ein Abschloß, der über sich in die Zukunft weist, — ein vielversprechender Anfang somit. Bruno Eisner: welch ein bescheidener, selbstloser Mensch, welch ein Künstler! Wir Juden sollten stolz sein, ihn zu uns rechnen zu dürfen. Zu wenig wußte bis jetzt die breite ()Öffentlichkeit von ihm. Eir hat sich nie nach vom gedrängt. Nur hin und wieder trat er heraus; von Freunden erfuhr man, was uns vorenthalten wird. Eisner ist den größten Virtuosen unserer Zeit zuzuzählen. Sein Spiel hat Brillanz, animalischen Impetus, bewußte ()rdnitng dabei, breitestes klangliches Volumen, Kultur und Esprit gesellen sich hinzu. Das Programm enthielt das Beste und Schwierigste zugleich. Beethovens C-moll-Variationen und Sonate op. HU gelangen schon großartig im Ganzen in Teilen noch nervös zus.iniriiengedrängt. — Mit Schuberts posthumer A-dur-Sot?ate fing cs dann an, — nach der Pause Chopin. Da hat vvolii keiner mehr gewagt, Chopin einen begabten und geistreichenן Salonkomponisten zti nennen; die tragischen, elementiren Untcrtönc bekundeten eindeutig den genialen, tirwüc!ז . ׳ ' Schöpfer. Bei der Erinnerung an das Spiel der B-moll-S! ■•■• kann man nur lyrisch werden. Und eine Mazurka (wie diese) habe ich so noch nie gehört. Dann die As-dur-IGlonäse, mit Wucht und Furor. Es folgten acht Zugaben: Chopin, Schubert, Debussy, Liszt, Scarlatti. Der Erfolg des Abends war außerordentlich. Ein kultiviertes Konzcrtpublikum brachte Eisner Ovationen dar. Wir haben jetzt Forderungen an ihn. Seine Zurückhaltung erkennen wir nicht mehr an. Dr. Hans Nathan Kammermusik. An einem Abend im Hause Weil, der neben Musik noch Rezitationen von Rose l. ichtcnstcin brachte, spielte Maurits v. d. Berg und Otto T a 11 h m a 1111 eine Sonate von Grieg, Es ergab sich eine gute Ensemble- Wirkung zweier versierter Musiker. Berg besitzt einen vollen, warmen Ton, »len er künstlerischen Forderungen iintcr/nordrien versteht. Taubmann war hier nicht mehr Begleiter, sondem mehr noch selbständiger Partner. — Zugunster der ״A h a w a“ (Jüdische Kinder- und Jugendheime) fand im Fricdensietnpel ein Konzert statt, d*» außerordentlich gut besticht war. Bekannte Künstler hatten sich zur Verfügung gcstellt. Sie brachten ein langes Programm mit bekannten Vi erken von Haydn, Beethoven, Händel, Mendelssohn, Schubert zum Vortrag. Das Frey-Quartett (Frey, Polisclutk, Steuer, Auber) besitzt eine sehr feine Artikulation, ein ge־ schlossenes und klares Klangbild. Solistin war die begabte Susanne Stein. Joseph Rosenstock spielte zusammen mit dem Cellisten Stefan Anher eine Beethoven-Sonate, von Grund aus ernsthaft, wie es zu erwarten war. Dr. H. N. Dr. Oskar Guttmann 50 Jahre. Am 16. Juni vollendet unser musikalischer Mitarbeiter Dr. Oskar Guttmann sein 50. Lebensjahr. Der Jubilar war zunächst als Theaterkapellmeister tätig und lebte später in Berlin und Breslau als Mit ikschriftsteller, bis er im Jahre 1030 an die Berliner jüdische Gemeinde berufen wurde, bei der er jetzt den Chor der Neuen Synagoge leitet. Auch als Komponist hat Oskar Guttmann sich einen Namen erworben. Wir wünschen ihm weitere Jahrzehnte ungebrochener Schaffenskraft. Schönberger Cäbinet Der köstliche deutsche Sekt Durch den Wetnhondel BERTHOLD NEUMANN PIANOS-RADIO KurfOrstandamm >9S J 1 Bismarck 371• Universite d• Beaute Cedib, Paris Generalvertret. Bin., Rankestr. 35. Tel. B 4 Bav. 7521 Schönheitspflegt* noch neuesten Methoden. Original französisch• Präparate. Endgültige Maarenfferr»ung durch Kurzwellen-Diathermie. Neue Schlankheitskuren, auch für «inzelne Körperteile. Allsin berechtigtes Autblldungslnstftuf nach der Methode Cddlb. Anlernung zur Herstellung von kosmetischen Präparaten. Monteure. Verlangen Sie Prospekt Klavierstimmer ttltl (4 2 <3tc*lH1920 0־ INrcnromuiiggn Billig! Messer (inkl. Schleil.)0,3H hl. Gabeln 0,23 * Löllel 0,23 Teelöffel 0,13 p. Sick Holmend, Berlin« Semantemr.!4, E 8 3880 (a.W. Abholp.jl Hattaaen Medizinische Bäder Hampel, Wlnterfeldt.tr. 2$ B 7 07« Anzeigen bei un• verbürgen Erfolg Zahne m *er! 9 Jy Sauerst D« AUERSHEIM - FRANKFURT A. M. 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