Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 46-47 (6.6.1935)
- Date
- 1935-06-06
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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S«fte 8 ו JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 46/47, 6. VI. 1935 Ankündigungen betrug früher etwa 120. — Einem dringenden Bedürfnis kommen die dem Krankenhaus angegliederten Polikli• nikcn entgegen. Täglich wird die für innere Krankheiten von ca. 100, die chirurgische von ca. 60, die anderen von ca. 30 Personen aufgesucht. Unter den Abteilungen des Krankenhauses verdient die erst seit kurzem bestehende Kinderstation Beachtung. Kinder würden heute bei Aufnahme ins Krankenhaus in keinem Falle abgewiesen. Die Patienten sind teils in Sälen, teils in kleineren Zimmern untergebracht. Wenn auch das sog. ״Klassensystem“ überholt ist, so müssen doch in Rücksicht auf Ansprüche von Patienten und auf Konkurrenzfähigkeit gewisse Abstufungen aufrechterhalten werden. Bewährt hat sich die Einrichtung der ״Mittelklasse“ und das sog. ״offene Haus“. Dem Vortrag schloß sich ein Rundgang an. Neben den einzelnen Krankenstationen und dem Hospital wurden auch die Wirtschafts räume und maschinellen Anlagen gezeigt, die bei der Entwicklung des Hauses für die jetzigen Anforderungen vielfach zu klein sind. O. O. Achtling. Statt Donnerstag, dsn 13. Juni, baralts am Mittwoch, den 12. Juni, 20.30 Uhr Gr. Saal das Logenhauses, Klelststr. 10 Dr. MICHAEL TRAUB ״Der XIX. Kongreß des jüdischen Volkes“ Krise und Bewährung / Juden ale Staatsvolk / Die Kreditwürdigkeit des jüdischen Volkes / Wir verpfändtn unsere Not / Im Taumel der Proeperity / Zionistische Realpolitik / Hule als Aufgabe / Ist eine Verständigung mit denArabern möglich? Unser 5-Jahres-Plan. Berliner Zionistische Vereinigung Generalversammlung der Chewra Kadischa. Am 2. Juni fand unter Vorsitz von Hermann Schwarz die Ueneral- Versammlung■ der Chewra Kadischa Groß-Berlin statt. Der instruktive Bericht, der alle Zweige der Chewra-Arbeit behandelte, gab ein überaus erfreuliches Bild von der Liebestätigkeit, die die Chewra im vergangenen Jahre geleistet hat. Nachdem Herr Max Rabau die Kassenverhältnisse besprochcn hatte, dankte Herr B ä r e n h o! z dem geschäftsführenden Ausschuß, insbesondere Herrn Schwarz. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde, unter allgemeiner Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit, Hermann Schwarz ztim Vorsitzenden der Chewra gewählt. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Erwin ü a I e w s k i, als Schatzmeister Max Rabau, als Schriftführer Emil K o c!1 m. a n!1 und als Syndikus Rechtsanwalt Dr. Richard Tr eitel gewählt. Der Hechalur, Snll Berlin, Sophienstr. 20 1 (Tel.: 1)1 5158) teilt, folgendes mit: Die Aufnahme neuer Mitglieder für Berlin findet nur in der Sophienstr. 20/21 von Montag bis Donnerstag nachmittags in der Zeit von 5 bis 7 Uhr statt. Auskünfte und Beratung zur selben Zeit. Diese Zeiten müssen genau cingehaltc» werden, da sonst die Al beit gestört wird, Bei schriftlichen Anfragen wird gebeten, Rückporto bcizulcger.. Zionistische Veranstaltungen Junggruppen der BZV, Bayerischer Platz: Am 13, Juni: Syn. Münchener Str. 37, 20 Uhr. Friedrichshain: Am 11. und 13. Juni: Landsberger Str. 87, 20 Uhr. Nord: Am 13. Juni: Badstr. 35-36, 20.30 Uhr. Nordring: Am 13. Juni: Oranienburger Sir. 31, 20.30 Uhr. Neukölln: Am 12. Juni: Hermannstr. 46, b. Schwalb, 20.30 Uhr. Süd: Am 11. Juni: Oranienstr. 170. Tiergarten: Am 13. Juni: Moinek ״Straße, 20.30 Uhr. Wilmersdorf: Am 12. Juni: Mcincke- Straße 10, 20.30 Uhr. Zentrum: Am 11. Juni: Rosonthaler Str. 44, 20.30 Uhr. Lernt Hebräisch in den Kursen der BZV. Dr. Kaleko ist von seiner Palästina-Reise zurückgekehrtj der Unterricht kt seinen Kursen wird ab 11. Juni wieder aufgenommen. Nächste Woche Anfängrrkursus unter seiner Leitung; Vorbesprechung am 11. Juni, 20 Uhr, im Heim. Kantstr. 54. — In dem Anfängcrkursus unt« Leitung von Dr. M:1 -<• und in dem Kursus für Fortgeschrittene des Bezirks Hansa unter Leitung von Herrn Biaiostotzki können noch Teilnehmer aufgenommen werden. — Dr. Broser beginnt demnächst im Heim, Kantstr. 54, einen Einführungskursus in die Etymologie der hebräischen Sprache. Vorkenntnisse in Hebräisch und Englisch Voraussetzung. — Hebräisch«• Bibelkurs (Dr. Borodianski): Sonnabends, 18.15 Uhr, im BZV.-Heim, Kantstr. 54. Es könne« noch Teünehmec aufgenommen werden. Auskunft und Anmeldung in der Kulturabteilung der BZV., Mcinekcstr. 10 JTcl.: Bismarck 7165). Der hebräische Bibelkursus der BZV. unter Leitung von Dr. Borodianski fällt am Sonnabend, den 8. Juni, aus. ,חוג עכל des Bezirks Friedrichshain. Am 8. Juni, 17 Uhr, im Heim, Landsberger Str. 87, Vortrag: F. Schacht« üb« ״Die Aufgaben der jüdische« Jugenderziehung“. חוג עברי צנטרום• Rosenthal« Str. 44. Am 8. Juni, 8 Uhr, W. Sallcs: ״Eindrücke aus Palästina“. Hebräischer Vortrag. Im Rahmen d« hebräischen Vortragsreihe der Kulturabteilung der BZV. spricht Dr. Borodianski am 15. Juni, 21 Uhr im Heim, Kantstr. 54, über ״Schäwuoth in der jüdischen Literatur“. Voranzeigen Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Zu der am 24. Juni, 5.30 Uhr, in der Aula stattfindenden ordentlichen Generalvcrsammiung werden die Freunde der Anstalt hierdurch eingeladcn. Jüdische Studentenseelsorge. Am 17. Juni, 20.30 Uhr, im Gemeindehaus, Roscnstr. 2-4, Vortrag von Rabb. Dr. Max Wiener: ״Bildungsideale im jüdischen Volk". Alle jüdischen Studierenden sind eingeladcn. Rambam-Lehrhaus. Arbeitsgemeinschaften: Montag: I)r. Harry Levy: Grundzüge des jüdischen Familienrechls; Misraeiü-IIcini, Kantstr. 6.— Mittwoch: Dr. Alexander Altmann: Die Sendschreiben des Rainbam: Logo, Kleist str. 10. Isi Broch: Die jüdischen Feste: Synagoge. Münchener Straße. — Donnerstag: Dr. Beikowltz: Aus dein Mischnc Tora; Synagoge Münchener Straße. Dr. E. I). Goldschmidt: Interpretation des Propheten Micha; Loge, Klciststr. 10 (Beginn 13. Juni). Dr. Jakobovits: Einführung in den Talmud; Synagoge Münchener Straße (Beginn 13. Juni). — Auskunft im Sekretariat: W 30, Barnberger Str. 18; Tel.: Cornelius (B 6) 5719. Eine ״Jeichlwah ketannah“ ist gegründet worden, in der schulentlassene Jugendliche sich unter Leitung bewährter Kräfte gemein-!*mein Lernen widmen sollen. Lehrfächer: T'nach, Mischna, Gemara, Hebräisch und Geschichte..,Anmeldungen und Anfragen bei/ M. Springer, NW 87, Siegmuridshof 16, C 9, 3715. - ■■ ■ Die Frühjahrs-Ausstellung Berliner jüdischer Künstler im Jüdischen Museum, Oranienburger Str. 31, die bis zum 16. Juni verlängert wurde, ist, wie bisher, am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 10—18 Uhr, am Dienstag bis 20 Uhr geöffnet; Freitag von 10—15 Uhr, Sonntag von 10—14 Uhr. An den Pfingstfeicrtagen Besichtigung von 10—14 Uhr. Das ״Hohe Lied“ von Bossi, das am 27. Mai vom Weinbaumschen a-cappella-Chor gemeinsam mit dem ״Psalmus Hungaricus“ von Kodaly aufgeführt werden sollte, wird nun am 15. Juni, 9.30 Uhr, in der Philharmonie aufgeführt. Mitwirkende: Rose Walter, Oberkante«■ Karl Neumann, Hermann Schey und das verstärkte Kulturbund- Orchester. Vereine Verein der Lodter. Am 9. Juni, 20 Uhr, im Restaurant Gabel, Neue Promenade 2, Schawuoth-Abend, bei dem Adolf Pollak über ״Neue Perspektiven des Palästina• Aufbaus“ spricht. — Bar Kochba-Hakoah. 9. Juni im Logenhaus, Klelststr. 10, 21 Uhr: Begrüßungsabend d« auswärtigen Teilnehm« des Fußballturniers. Ansprache Dr. Nußbaum. Synagogen - Nachrichten Jüdische Gemeinde. Gottesdienst am Schawuothfest, Donnerstag, abends: Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: 8 Uhr; Syn. Schmargendorf: 18 Uhr: ״Gottesdienst der Jugend für die Jugend“. (Teilnahme nur Jugendlichen und Kindern gestattet.) Freitag, morgens: Alte Syn. und Syn. Pestalozzistrafte: 8.30 Uhr; übrige Syn. mit altem Ritus: 9 Uhr. Friihgottesdienst: Syn. Rykestr. und Kottbusser Ufer: 6.45 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: ITauptgottesdienst: 10 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Lindenstraße, Levetzowstraße und Prinzregentenstraßc: 7.30 Uhr. Predigten (Aenderangen Vorbehalten): Alte Syn.: I)r. Berkovits; Syn. Kaiserstraße: Dr. Singermann; Sy. Rykestraßc: Dr. Nußbatirn; Syn. Pestalozzistrnßc: Dr. Lctwin; Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Jakobovits; Syn. München« Str.: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue! Syn.: Dr. Saenger; Syn. Lindenstr.: Dr. Salomonski; Syn. Lützowjtraßc: Dr. Kaeck; Syn. Fasanenstraße: Dr. Galiin«; Syn. Levetzow- Straße: Dr. van der ZvI: Syn. Friedcnstempel: Dr. Lewkowitz; Svn. Prinzregentenstr. Dr. Swarsensky; Syn. Schmargendorf: Hamhurger. Syn. Prinzregentenstr.: Mädrheneinsegnung. — Freitag, abend»: In allen Synagogen: 7.30 Uhr. In den Syn. Friedenstempel und Prinzregentenstr.: Gedächtnis der Toten. — Sonnabend, morgen«: Gottesdienst mit Predigt und Seelenfeier: Syn. Kottbusser Ufer und Pestalozzistraße: 8.30 Uhr; Syn. Münchener Str. und Grunewald: 9 Uhr; übrige Syn.: 10 Uhr. Predigt (Aenderungen Vorbehalten): Alte Svn.: Dr. Freimann; Syn. Kaiserstraße: Rabb. Nobel; Syn. Rykestraße: Dr. Weyl; Syn. Pestalozzistraße: Dr. Cohn; Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Jakobovits; Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Nußbaum; Neue Syn.: Dr. Swarsensky; Syn. I.indcnslraßc: Dr. Sarnger; Syn. Lützowstr. Dr. Salomonski; Syn. Fasanenstr.: Dr. Bacck; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz; Syn. Frieden Stempel: Dr. Warschauer; Syn. Prinzregentenstr.: Dr. Wien«; Syn. Schmargendorf: Graf. Die Einnahme der Sitzplätze ist den Inhabern von Jahreskarten Vorbehalten. Sonstiger Zutritt nur soweit Plätze verfügbar. I. Gottesdienst mit Seelcnieier: Alte Syn.; Syn. Kaiserstraße, Rykestraße, Lindenstraßc und Fasanenstraße; ferner ohne Mitwirkung des Chores: Neue Syn., Syn. Lützowstr. und Levetzowstr.: 7.30 Uhr. Festausgang: 9-24 Uhr. — Gotteidienst an den Wochentagen: abends: in allen Synagogen: 7.30 Uhr; morgens: Alte Syn., Syn. Kaiserstraße und Rykcstiaße: 6.30 Uhr; übrige Syn. mit altem Ritus: 7 Uhr; Syn. mit neuem Ritus: 7.30 Uhr, BERLINER ZIONISTEN! ״In der Soheke1-Aktion 6696 versuoht die Zionistische Organisation die Sympathien weiter jüdisoher Kreise zu einer zionistischen Kraft zu formen. Das verbindliche Bekenntnis von Zehntausenden soll der zionistischen Bewegung die Mögliohkeit geben, ihr Werk fortzusetzen und die Zukunft der Judenheit zu bestimmen. Der XIX. Zionistenkongreß im August wird Entschlüsse von höchster Bedeutung für die Entwicklung von Erez Israel fassen. Eine starke Delegation aus Deutschland wird auf diesem Kongreß das Sohioksal unseres Aufbauwerkes nur dann mitentsoheiden können, wenn sie sioh auf den Auftrag Zehntausender von Juden in Deutschland stützen kann. In Anbetracht der außerordentlichen Bedeutung der Sohekel-Aktion fordert der Haupt- Vorstand der BZV von jedem Zionisten: I. Wenn Sie und Ihre Angehörigen den Sohekel nooh nioht gezahlt haben, tun Sie es persönlioh oder sohriftlioh nooh heute. Warten Sie nioht, bis Sie besuoht werden! II. Melden Sie sioh sofort zur Mitarbeit an der Besuohs-Aktion! Der Erfolg der Sohekel-Aktion hängt von der Zahl und Arbeitsfreudigkeit unserer Mitarbeiter ab. Die Zugehörigkeit zur Zionistisohen Organisation verpfliohtet zur persönlichen Leistung. Zionistisches Pflichtgefühl ist keine leere Redensart, sondern die Kraft, die unser Werk geschaffen hat. Wir erwarten von allen Zionisten vollen persönliohen Einsatz für die Sohekel-Aktion.“ Berlin. 7. Juni 1936 S 0 H A L 0 M BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG BERLIN W1S, MEINEKESTRASSE 10 J1 BISMARCK 71•• . POSTSCHECKKONTO: BERLIN 37• »0 BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG Der Hauptvorstand