Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 31-32 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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S*ite 14 40 JAHRE JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 31/32, 17. IV. 1933 i ■ Berufsumschichtung in Amerika? San Francisco, März 1935 Tatsächlich brennt auch in Amerika die Frage der Berufsumschichtung auf den Fingernägeln. Unt«r den jüdischen Studenten der kalifornischen Landesuriiversität genügte z. B. die Beschreibung der Chaluzim in einem Palastina-Vortrag, um die ganze Diskussion von Palästina weg auf die Frage der hiesigen Berufslage zu lenken. Die demokratische Jugend behauptet hier gern, sie könne soviel Medizin und Jura studieren, wie sie Lust habe. Aber erfahrene Menschen, wie der Leiter des Hillel-Studentcnliauses, Rabbiner Dr. Merrit, sagen ihnen immer wieder und wieder, daß es nur Mangel an Pioniergeist sei, wenn sie immer wieder die ausgetretenen Wege gehen und nicht einmal versuchen, innerhalb des Berufes als Ar/t oder Rechtsanwalt neue Arbeitsgebiete zu schaffen. Außerdem sei die Berufsumschichtung unter den Juden auch in Amerika völlig unnormal, und wenn die heutige Generation nicht zur Besinnung käme, so müsse und werde es sogar in diesem freiesten aller Länder zu einem Numerus clausus für die Juden in den akademischen Berufen kommen! Aber weit über die Kreise der jüdischen Jugend hinaus beschäftigt die Berufsfrage die Gemüter, und wie so oft, ist auch hier der Jude nur der sichtbare Exponent einer ganz angemeinen Bewegung. „Das goldene Zeitalter mit den sorglosen College-Jahren der Jugend ist vorüber. In einer Welt, die ihr nur verschlossene Türen bietet, die kaum einen Fußbreit Raum für sie übrig hat, sollte die heutige vorakademische Generation vor allem zur Solidarität streben und ihre Probleme von einer Einheitsfront aus zu lösen suchen." (Bne Brith Hillel Call vom 5. 3. 1935.) Unter aktiver Teilnahme der Jugend selbst — es wird sich z. B. für den Bereich von San Francisco ein Jugendkongreß bilden — wird wahrscheinlich schon die nächste Zukunft praktische Pläne und Vorschläge bringen. Unter den Gesichtspunkt, Raum für die Jugend zu schaffen durch Pensionierung der Alten, fällt auch der Plan von Dr. Townsend, der 100 Millionen Menschen in den ganzen Vereinigten Staaten in Spannung hält. Die sicherlich übertriebene, aber im Kern richtige Idee ist, alle Bedürftigen über 65 Jahren zu Staatspensionären mit 200 Dollars monatlich zu erklären. H. Lubowski Die „Palästinensische Bausparkasse". Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Bereits in Nr. 15 vom 19. 2. 35 berichteten wir über die „Zel Korati", The First Palestine Savings and Building Corporation Ltd., Tel-Awiw, die erste Bausparkasse Erez Israels, ihr System und ihre Arbeitsweise, in der kurzen Zwischenzeit hat das Unternehmen den Bauspargedanken, der in den angelsächsischen Ländern bereits über 100 Jahre gepflegt wird, in immer weitere Kreise des Jischüw getragen, so daß die erste Verteilung von zins. freien Baudarlehen bereits am 7. April 1935, also nach nur dreimonatigem Bestehen der Kasse, vorgenommen werden konnte. Etwa 250 Sparer aus allen Teilen des Landes haben sich mittlerweile der Kasse angeschlossen. Eine erhebliche Vergrößerung dieser Zahl steht unmittelbar bevor, da die Gesellschaft, die unter dem Protektorat einer der ältesten und angesehensten Banken im Lande steht, kürzlich sowohl in Jerusalem als auch in Haifa Filialen errichtet hat und nunmehr dazu übergegangen ist, die Arbeit in den außerpalästinensischen Ländern zu organisieren. — Es soll aUf diese Weise auch den in der Diaspora lebenden Juden die Möglichkeit gegeben werden, ihre Einwanderung im Lande sei es für sieh selbst, sei es für ihre Kinder, und die Gründung einer wirtschaftliehen Existenz vorzubereiten. Mj( Hilfe der vollkommen zinsfreien Baudarlehen, die die Zel Korati ihren Sparern gewährt und die als langfristige Amor. tisations-Hvpotheken auf Grundstücke in jeder jüdischen Siedlung eingetragen werden, wird den Sparern eine schwere Sorge abgenommen. Sie werden in die Lage versetzt, sich selbst ein eigenes schuldenfreies Heim auf eigenem Grand und Boden durch kleine monatliche Zahlungen, die jeder Einzelne relativ leicht aufbringen kann, zu gründen. Die parfümierte Eau de Cologne de An- und Verkauf A,Blumenreich Schoneter(;er Wer 31 Borlin W 35 8 l 3033 D.R.M. LES PARFÜMS COROT Verlangen Sie unverbindliche Vorführungen cWcfl den, f^^^H^, nach frau //r KJopfer Giban. Si*. un* 3 kr«, (genaue üdunß* und. Ikr 06«j~rruxß auf I <©Cr» ftwim O&run. frar&jfttnt, iLxsaafct o»W jatk. Uarbt/uiLuiJiJuui für-Sa,. coRser. mmann eorüncf«.* 167B Zentrale u. Fabrik: Berlin SW19, Alte Ja kobstr, 77 ■»y*! HAUS verwalten gut DrAute M. C r\ rriedflehstrsoe 1t VICWS Ot VU. *7 Dönhoff 26ti Mietbevorschussung / Finaniierunf Bestempfohlen seit 20 Jahren ALLIGATOR DAS.SIND GUTE > ( LE DERWARE N! ' °} —> Silberfüchse <■ Blaufüchse * Kamtschatkafelle Neuhellen in Capes, 3 4 Paletots, Mänteln Ricienauwabl / Billigst! Max Weissler 5ÜI KlalststraB« 12 J. 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