Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 16 (22.2.1935)
- Date
- 1935-02-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 16, 22. fl. 1935 Der jüdische l'licgcr Heinz Riss in, der am 14. Februar 1935 tödlich verunglückte Foto:Hans Pinn „Der Traum eines Volkes". Die Kercn K.ijcmeth-Kommission Linz a. Donau beabsichtigt, das diesen Titel führende dramatische Spiel von Kail Schwager drucken /u lassen und das Aufführungsrecht zugunsten des Keren Kajemeth zu vergeben. Das Stück hat bei seiner ersten Aufführung ein"u großen Eindruck gemacht und stellt eine wirkungsvolle Werbung für den zionistischen Oedanken dar. Es verlangt einen kleinen szenischen Apparat. Interessenten wollen sich wenden an die Keren Kajcmeth-Komnüssion in Linz an der Donau, Landstr. 71. Der Kulturbund deutscher Juden hat einen Almanach herausgegeben, der über die bisherige Arbeit berichtet. Noch einmal ersteht vor uns das Werden dieser Institution, die sich im Berliner Judentum so schnell eingebürgert hat, und die bisherige Tätigkeit zieht au uns vorüber. Die einzelnen Abteilungen des Kulturbundes zeigen in dem Buche Resultate ihres Wirkens. Aber der Almanach ist mehr als ein Bericht. Er enthält eine ganze Anzahl von sachlichen Beiträgen literarischer Art und vor allem eine große Anzahl sehr gelungener Illustrationen, Bühnenbilder aus den verschiedeneu Aufführungen des Kulturbundes, Bildnisse aller Schauspieler, Sänger, Musiker, und auch die launige Karikatur fehlt tiicht. Von Mitarbeitern des Almanachs nennen wir: Ernst Lissauer, Alfred Wolffeiistein, Arthur Eloesser, Kurt Pinthus, Anneliese Landau, Egon Jaeobsohn, Osborn u. a. Eine Anzahl Berichte von Kulturbünden im Reiche sind angefügt. Vielleicht wird mancher Leser ein stärkeres jüdisches Element in diesem Almanach vermissen. Dies ist a überhaupt eine Kern- und Schicksalsfrage des Kulturundes, nicht nur dieses Almanachs. Wir glauben, daß der Kulturbund, selbstverständlich ohne die Fühlung mit den Werken der allgemeinen Kultur und der Menschheit zu verlieren, sich dem werteigen Jüdischen wird zuwenden müssen, um seine originelle Bestimmung zu finden und mehr zu sein als ein unfreiwillig abgegrenzter Bezirk konventioneller Kulturarbeit. Der gelungene Almanach wird sicherlich den Mitgliedern des Kulturbundes und vielen, die es noch nicht sind, eine angenehme Stunde bereiten. r. Ein neues Hcrzlbild. Der Kunstverlag Dr. Herbert Löwenstein, Berlin, bringt soeben ein hervorragend gelungenes Herzlportrait des palästinensischen Malers Ludwig Blum heraus. Dieses von außergewöhnlicher Lebendigkeit erfüllte Werk ist als schönes Geschenk zu empfehlen. Beer-Hofmanns „Jaakobs Traum" wird, wie uns miteteilt wird, demnächst in einer Neuauflage im Verlag . Fischer, Berlin, erscheinen. i Die Bibliothek Porges, eine der berühmtesten Sammlungen von Judaica und Hebraica, kommt demnächst zur Versteigerung. Wer sich in den letzten Jahrzehnten mit jüdischer Wissenschaft, mit hebräischer Bibliographie und dem Studium alter Ausgaben beschäftigt hat, dem wird diese Bibliothek noch in guter Erinnerung sein. Der im Jahre 1024 verstorbene Leipziger Rabbiner und Professor für orientalische Sprachen an der Leipziger Universität hatte durch seine weitverzweigten wissenschaftlichen Verbindungen, vor allem aber durch seine außergewöhnlichen Spezialkenntnisse eine einzigartige Sammlung zusammengebracht. Der wichtigste Teil der Sammlung war unverkauft geblieben und soll nun in Amsterdam versteigert werden. Dieser Teil enthält neben zahlreichen Manuskripten und Inkunabeln eine Reihe der seltensten Erstaufgaben und Frühdrucke (z. B. die erste Ausgabe des Sohar), eine Anzahl seltener Drucke der karäischen Literatur und aus dem Gebiet der Responsen, unter den Judaica die Arbeiten der christlichen Hebraisten der Renaissancezeit, ferner wertvolle Zcitschriftenrcihen und Nachschlagewerke, viele mit handschriftlichen bibliographischen Notizen. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugend-Alifah, Berlin, übersendet uns einen Nachruf auf Prof. Liebermann, worin es heißt: „Wir verlieren in ihm einen aktiven Förderer unserer Ziele und einen aufrichtigen Freund der Jugend, der mit warmem Interesse und besonderer Güte an dem Ergehen der uns anvertrauten jungen Menschen Anteil nahm. In dem Freundeskreis der Jugend-Alijah wird das Beispiel von Prof. Max Liebermann, der sich in der Stunde der Not für das Werk der jüdischen Jugend zur Verfügung stellte, noch lange weiterleben, und sein Name und die Verehrung für ihn wird über sein Grab hinaus in unseren Reihen lebendig bleiben." I Die Leiterin des Isr. Mädchenheimes, Frankfurt a. M., Taunusplatz 17, Frau Camilla Burstyn-Tauber, wird am 4. März in Haifa eintreffen. Briefe erreichen sie c/of Dr. Hugo Heimann, Bath-Galim, Haifa. Immer genoß Soartlen Bewunderung wegen seiner Beiträge zur Bereicherung universellen Wissens. Einer seiner großen Söhne war der berühmt» Humanist Moises ben Maimon (Maimonidesj. Deshalb begeht die Stadt Cordoba (Spanien) die 800 - jährige Wiederkehr seiner Geburt mit Feiern vom 25. bis 31. März 1935. Unternehmen Sie daher eine Reise nach Spanien s;.' um ein Land kennen zu lernen, von Si&vV;•»»"*• dem seinerzeit die Kultur des Abendlandes ausging. Ausk unf t erte i Iii Patronato National del Turismo, en Madrid (Medinaceli 2) y Paris (12, Boulevard de la Madelaine). Zwecks Durchführung der Reise iAt^Ci nach Spanien wende man sich an die führenden Reisebüros. •^'.■V"- y-y-r-^l N>i§;. »SütjÄÄi£"i ^/V BERTHOLD NEUMANN PIANOS-RADIO Kurf Urstendamm 205 J 1 Bismarck 3716 Möbel Kamerun«; Berlin n so Kasianienaiiee 56 Speueiim., Schlaf«.. Hcrrenzim., Küchen. Polstermöbel, Möbelstoffe, neueste Musl . mäßige Preise. Anzeigen bei uns verbürgen Erfolg RUNDFUNK Hermann Rahmer & Co. Kurf Urstendamm 54/SS 8 4 5726 Erleichterte Zahlungsbedingungen, unverbindt.Vorführung Hl JA Bjfc ICfe Blaapankl, Nora, Telefunkcn, Monde - Staßf ort, Schaub etc. Reparaturen werden billig und tchncll auificütirl. Täglich Vorführung der neuesten MoJeUc von 9—7 Uhr Radio-Haus amciou^ssa. WANINGER -SCHUHE I Inhaber: A. DI BUK l \ Mafischulie fcinsterHandarheit * t Orthopädie $ | Spez.: Reit- und Sportstiefe!! I BERLIN W8, Ctarlottenstr. 56 l | Gegr. 1S72 A 2 Flor« 486+ | mS&dA die Sic Sachen, in überreicher Auiwahi zu Hillttftten Prciten Möbelhaus M. 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