Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 13 (12.2.1935)
- Date
- 1935-02-12
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Martin Buber 4× ep/1009258
- Alfred Klee 2× ep/1023208
- Alfred Polgar 2× ep/1025477
- Christian Morgenstern 2× ep/1026568
- E. T. A. Hoffmann 2× ep/1025147
- Ernst Simon 2× ep/1009494
- Franz Kafka 2× ep/1025205
- Maimonides 2× ep/1002614
- Mark Twain 2× ep/1025705
- Max Wiener 2× ep/1013532
- Oscar Wilde 2× ep/1025765
- Selm 2× ep/1045700
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Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 13, 12. II. 1935 Veranstaltungen Eine neue Schabbat-Vormittag-Liturgie. „In dem Bestreben, die Feierlichkeit des Schabbatgottesdienstes durch musikalische Ausgestaltung /u erhöhen", hat der Preußische L a ii d e s \ e r b a n d j n d i s e h e r O e m e i n d e n „eine musikalische Liturgie herstellen lassen, in der der (iememdegesang eine besondere Berücksichtigung erfahren hat---- Abgesehen von dem Ziele, eine stärkere Aktivierung der Gemeinde m erreichen soll durch die neue Gestaltung auch auf die Jugend eine stärkere Anziehungskraft ausgeübt werden, um sie---- der Synagoge mehr als bisher zuzuführen." (So die Ankündigung.) Die in der S v n a g o g e i. i n d e n s t r a ß e am 7. 2. vorgeführte Liturgie muß leider als ein unzweckmäßiger Versuch bezeichnet werden. Man will die Gemeinde aktivieren. Das kann aber nur durch ganz einfache, leicht faßliche Melodien geschehen, die nach mehrmaligem Mortui schon nachgesungen werden können. Davon war hier keine Rede. Die vorgeführten einstimmigen, als (ieineindegesang ped achten Melodien waren, soweit sie ungewohnt waren, viel ni kompliziert, hallen große melodische Sprunge, verbogene Melodik oder ähnelten noch dem protestantischen Choral. Denselben Fehler hatten die wenigen Wcehselgesänge, die auf alte traditioneile Weisen zurückgehen sollten. Lndiich aber: Glaubt man wirklich, daß diese Musik, die meist einer der heutigen Jugend völlig fremden Gefühlswelt entstammt, diese Jugend in die Synagoge locken wird? Dieses Hinschielen nach abgestandenen Archaismen, dieses äußerliche, theatralische Pathos, diese unterstreichenden und ausdeutenden Tonmalereien, diese Sequenzeiiseligkeit, dieses Opernmäßige, dieses Kunzertmaliige, entfernt von allem Liturgischen, dieser ewig vierstimmige Satz, da*, sollte die heu'ige Jugend, die musika- und, soweit sie religiös inter- •ii, lebendigen Judentum herirgendwie berühren und der Iiis dieser Vorführung ist, daß;eht es nicht mehr. Man suche I »r. Oskar tiuttmann Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen lisch von der ju essiert ist, von kornint oder zu Synagoge zufuhr man nun also endl Das weseiitle.. geteilten;eii(thewegung, einem vertieft ihm huMrebt, ■n Das | r;.»el' ganz >iciur wviIi: So;h einen n e u e n Weg Fnsemble Boris und Josef Schwarz, ist einer der listen Laktoien des jüdischen Musiklebens. An dein und reden /u>ammcii>picl der beiden Musiker können unsere Maiutahc immer wieder revidiert werden. Ob Boris Selm ar/ Hamlet, Beethoven oder kleinere Stücke von Bloch oder K r e i >. 1 e r geigt, immer bewundern wir ihn als meisterhaften Spieler von vornehmster Schulung. Kaum ein Pianist wird beute Rai hmauinnff, (.hopin so interpretieren können wie Josef Schwarz: mit dieser melancholischen „Zerstreutheit", die für frühere Virtuoseumusik so charakteristisch ist. „Menschen Films, der am Legende: Dt ,, die brau des 1 Dr. H. N. im Sturm" im Mozartsaal. Die Fabel dieses 'kitten-ee spielt, entstammt einer ungarischen - Netz des I ischers leer geblieben, so ist schers untreu, und der See hat über sie zu richten. Im Sturm wird die vermeintlich Ungetreue im ruderlosen Kahn auf den See getrieben, beide Manner folgen ihr, unu der Lheuiann, der I ran und Liebhaber rettet, geht selbst unter. Bis auf dies etwas krasse happv end also eine schöne, einlache Handlung, die Paul Fejos, des Regisseurs, reiche Bildkraft wunderbar entflammt. Bin Freilichtfilm mit zauberhaften Naturaufnahmen, derben und innigen, idyllischen und dramatischsten Bauern- und Fischerszenen, mit guten ungarischen Darstellern, mit hinreißenden Csardas-Melodien und fast ohne Dialog, also an Stelle von Atelierkitsch mit Paprika ein echtes, kräftig gesundes ungarisches Naturprodukt. h. Familien - Nachrichten H,err Herrmann R i c s c n Ii u r j c r, Iii-.issc des Jüd. Altersheims, Lilirmannstr. 21, In geht am 17. Fibr. den 90. I Jcburtslag. Höchsten Tieitap: ICiHäe^-Rundsckau Junggruppen der BZV. Bayerischer Platz: Am 14. Febr., Synagoge, München« Str. 37, 20 Uhr. — Friediiehshain: Am 14. Febr., Heim der »ZV., Landsberger Sir. 87, 20 Uhr. — Nord: Am 14. Febr., liadsir. 35-36, 20.30 Uhr. — Sud: Am 14. Febr., Heim der K/.V., Oranienslr. 170, 20.30 Uhr. —• Tiergarten: Am 14. Febr., Meiiiektstraße 10, 20.30 Uhr. — Wilmersdorf: Am 13. Febr.. Meinekestr. 10, 20.30 Uhr. — Zentrum: Am 12. Febr., Heim der HZV., Roscntliale-r StralSc 44, 20.30 Uhr. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. flnip|<e Westend: Am 12. Febr., narlun. 4.30 Uhr, in der Jiidisrhen St hnle, Kaiserdamm 78: Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Frau F.dith Hirsch: „Gesprochene Zeitung". — Gruppe Nord und Ost: Am 12. Febr., abends 8.30 Uhr, im Heim der HZV., Rosenthaler Str. 44, vom 2 Tr.: Vortrag von Dr. Freundlich über seine Palästina - Reis«'. Gruppen Lichtetfeldc und Nordwest: Am 12. Febr., nachm. 4 Uhr, bei Frau Dr. (".rosser, NW., Klop-tockstr. 19: AnVitsgcmcinseliaft: Sprüche der Väter. — Gruppe Neukölln: Am 13. Febr.. abends 8.30 Uhr, bei Frau Polajcwer, Küpenicker Str. 123: Arbeitsgemeinschaft unter Leitunp; von Fräuk'in Dr. Holde: Vortrag von Fräulein Dr. Eva l.übcek: „Warum Palästina? Eine geschichtliche Betrachtung. — Zentrale Veranstaltung für alle westliehen (".nippen: Am 19. Febr., narhm. 4.30 Uhr, im Heim der HZV., Kantstr. 54: Aussprache mit Flau Fürst und Herrn Gärtner über Krzichungs- und Fmordnungsprobleme im Anschluß an den Vortragsnachmittag im Jamiar. Mitteilung des KJV. Wir erinnern hierdurch alle Hundesbrüder an den am 16. Febr. pünktlich 8 Uhr alx-nds stattfindenden Kestkonvcnt anläßlieh des 25jährir;en Bestehens des jüdischen Ruderklubs „Ivria" und des „Rudervereins Jüdischer Studenten". An dieser Veranstaltung nehmen nur Huridesbrüder und speziell tum Festkonvent eingeladene Gäste teil. Der offizielle Gesc!lschaftsaben<l beginnt um 9,30 Uhr, zu dem wir alle Berliner Uundcsbrüdcr mit ihren Angehörigen und Bekannten erwarten. Hebräischer David-Frischmann-Abend. Am 16. Febr., 20.30 LIhr, im Heim, Kant-tr. 54, Biographisches und Vorlesungen aus den Werken des Dichters: Dr. Bonxlianski, Dr. Kaleko. Hebräische Kurse der BZV. Am 20. Febr., 20.30 Uhr. beginnt im Heini der HZV., Kantstr. 54, ein neuer Anfängerkursus unter Leitung von Herrn Ben Ascher. Der Bezirk Witienbcrgplali richtet Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene ein, die Gruppe Neuköln einen Anfängerkurs. Im Bezirk Zentrum-Nord laufen für jede Vorbildungsstufe geeignete Kurse. Anmeldung zu sämtlichen Kursen in der Kulturabteilung der BZV., Meinekestr. 10, Tel.: Bismarck 7165, Apparat 44. Jüdischer Volksbund. Am 14. Februar, pünktlich 8.30 Uhr. CaM Leon, Kiiriurstcndjinm 155 156. Ks sprechen: R.-A. Dr. Alfred Klee, Direktor Georg Kareski, Ver»amm!ungsleitung: Üipl.-Ing. J. Lassos; Ges>angsvoriiäge: Oberkantor Lewandowski. Lehrstätte Ch. N. Bialik der BZV. Neue Arbeitsgemeinschaft: Rabb. Dr. Altmann: „Theologische Grundbegriffe des Judentums", am 12., 19. und 26. Febr., Kantstr. 54. Anmeldungen In der Kulturabteilung der BZV., Meinekestr. 10 (Tel.: Bismarck 7165, App. 4«). Am 14. Febr. beginnt im Heim der BZV., Kantstr. 54, der 1. Zyklus des Kursus „Jüdische Geschichte" (Mittelalter); Doient: Rabb. Dr. Max Nußbaum. — Sondcrvcranstaltung Martin Buber: „Theokratie und Theopolitik Im biblischen Israel". Am 25. Febr., Loge, Kleiststr. 10. Vorverkaul ab 6. Febr. in der Buchhandlung Rosenbaum, Kulturabteilung der BZV., Meinekestr. 10, Tel.: Bismarck 7165, Apparat 44; Reisebüro Atlantik, Friedrichstraße 100, Heim der BZV„ Kantstr. 54, Kedem, Dahlmannstr. 8. Gruppe Jannowitzbrücke. Jeden Sonnabend vorm. von 11 bis 12.30 Um für alle Schulkinder des Bezirks Südost Oneg .Schabbat Lejcladim im Heim, Brückcnstr. 9. Vorlesungen aus der Bibel, Ansprache an die Kinder, Gedichte. Lieder. Beginn am 16. Februar. Voranzeigen Ludwig Hardt spricht an seinem 2. Juhilätims-Abenü" am 17. Febr., 8.30 Uhr, Loge, Kleiststr. 10 — unter dem Titel: „Theater! Theater!! Theater!!!" Dichtungen, Kritiken, Anekdoten und Späße (über Theater, Konzert, Variete, und Zirkus) von Schiller, Kleist, Novalis, Matthias. Claudius, Heine, Lilieneron, Rilke, Wedekirid, Maupassant, Franz Kafka, Alfred Polgar, Morgenstern; dazu Schauspieler in ,,Porträts": l'allenberg. Bassermann, Wegener, Moissi, Else Lehmann, Meinhart Maur Wedekind. — Karten: Buchhandlung, Kedem, Philo-Verlag, Bot« & Bock, Werthcirn, Pförtner der Kleist-Loge. Meinhart Maur. — Ein Abend der Phantastik und des Humors, Menihart Maur gibt im Rahmen einer Sondcrvcranstaltung der Künstler. hilfe am 13. Vehr., 8.15 Uhr, im Vortragssaal des Cafe I^eon seinen diesjährigen Berliner Abend. Die V ». tragsfolge enthält spannende, originelle und humoristisch«. Schöpfungen von: IL Heine, E. T. A. Hoffmann, E. A. Poe, A. Tschechow, Her. natd Shaw, Oscar Wilde, Christian Morgenstern, Frank Wedekind, W. Busch, G. Meyrink. Ganz besonderes Interesse dürfte die Gegen. übcTstellung der beiden großen Humoristen MarkTwam und Scholem Alejchem erregen, von denen eine reij.ende Anekdote folgendes erzählt: Als Scholem Alej. chem nach Amerika fuhr, empfing ihn an der Lanciungsbriieke in New York im Namen der amerikanisehen Literatur Mark Twain, der, um ihn standesgemäß zu empfangen, zu diesem Zwecke ein paar Worte Jiddisch einstudiert hatte, mit dem Gruß: „Schliem Alejchem, jüd. Mark Twain", worauf Scholem Alejchem erwiderte: „Alcjrhcin Schalem, amerik. Scholem Alejchem". — Karten i. Vorverkauf: Oranienburger Str. 29 (Hauswart), Buchhandlung Kedem, Dahlmannstr. 8, Ernst Wolff, Prager Platz 4, Schildberger, Flenshurgcr Straße, Phib-Buchhaudlting, Pariser Str. 44, Cafö Leon, Kuriürstendamtn (am Zeitungsstand), und an der Abendkasse. Jüdisches Lehrhaus. Verlegungen: ITonncrstag-Vortragsreihe: An Stelle von Ernst Simon wird 'Rabbiner Dr. Max E 1 k, Stettin den Vortrag über „Tradition als nationale Geschichte: Zionismus" halten. Dieser Vortrag, am 14. Febr.. Singakademie, Am Fcstung.sgrabcn 2. b.-ginnt ausnahmweise um 21 Uhr. — lieber die Probleme jüdischer Kunst, auf Grund der Ausgrabungen in Palästina und Syrien an Hand von Lichtbildern wird Fräulein Dr. Helen Rosenau am 12. Febr. und am IB. Febr., 20.30 Uhr, im VortragssaaL Fasanenstr. 79/80, eine. Arbeitsgemeinschaft leiten. — Die Arbeitsgemeinschaft von S. Adler- Rudel: „Jüdische Arbeit in Palästina" beginnt statt am 12. Febr. erst am 26. Febr., Logenhaus, KleUtslr. 10. — Die Arbeitsgemeinschaft von Dr. Manfred Swarsemki: „Gerechtigkeit als religiöse und soziale Idee des Judentums" beginnt statt am 12. F'ebr. erst am 19. Februar, Schulgcbäude PrinzregentcnstraCe. Vortrag von Martin Buber zugunsten der Jüdischen Altershilfe über das Thema: „Wie kann man Menschen helfen?" am 13. Februar, 8.15 Uhr, Loge, Kleiststr. 10. Sprechchor von Jugendlichen. „Belsazar" im Kulturbund. Zur Feier von Händeis 250. Geburtstag veranstalten der Kulturhund und die Künstlerhilfe am 14. Februar, 8.15 Uhr, Philharmonie, eine einmalige Aufführung von Handels Oratorium „Belsazar" (Dirigent: Kurt Singer). Ausführende: Kurt Singerscher Chor, Opernchor des Kulturbundes (Berthold Saadcr), Orchester des Kulturbundes. Jüdische Studcntenseelsorge. Am 12. Febr., 20.30 Uhr, Rosenstr. S-4, Beisammensein der jüdischen Studierenden; Ansprache: Studentenlabbiner Dr. Max Wiener, Zum 80O. Geburtstage von Maimonides. Arbeitsgemeinschalten «Wissen vom Judentum". Auf Grund privater Anregung wurden in letzter Zeit in verschiedenen Stadtteilen Arbeitsgemeinschaften gebildet mit dem Ziel, die Teilnehmer kl die Gedankenwelt des Judentums und die Praxis jüdischer Lebensführung auf Grund der Quellen einzuführen. Die Einrichtung hat großen Anklang gefunden. Daher sollen noch weitere Gruppen gebildet werden. Die Teilnahme ist unentgeltlich, Auskunft bei C. Salomon, Siegmundsliof 16. STELLEN MAR KT ANGEBOTE *Z2l:*h Kindergärtnerin für 2 Kindrr (.} u. 5 ,1. Resueht. OHerten unter C 183 an Am.-Abt., Mvitu'keMr. 10 KUNSTANTIQUARIAT IWrimrr anji^c lunies, sucht Ig. Mad* ctifrri nm »btiesthl. Ly/tnimsbi Icking all Lehrling, Ausbilde, auf Kaufmann, u. Spr^ialnnhict. YWkrnntnifi'M» Suriotypftj fr* Hsmkt Mriftl Ani;>'l>. moRi. rn. l,khlk tmipr Z 064 «n die Jmitsrhe Rundschau, Berlin SW68, Schüm-n^niße 21. —perlehte Hausdame nebfti Dienilmacich» n für 2-Pt rast Sohn) in nidd. Großstadt. Zweige?! de» Haushalt» «ein. (*' mit Refer. urtcr C 201 an rsonetv Haushalt altere Dame Soll u-,rkl,ch K-lkhißt in allen Kht-Orihodoxc). Hild-Offtrten Ans - Abt., Meinekettraße i0. Senden Sie keine Original- Zeugnisse Bensen» Stutze fiir alt Dame, nichtr itu eil,ev,Nachm. frei gesucht, Cohn, Chlbj.. Riehl.tr. Ii. J3 2017 Bedeutende LikÖHabrik u. 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