Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 13 (12.2.1935)
- Date
- 1935-02-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Bildungsarbeit der jüdischen Jugend Jugend selbst bestimmten Bildung im Hund wird Für den Hund Kann es lir/iehuiiji losgelöste Biklungsarbeit crehetl. Bildiingäurbeit zunächst nur innerbün- FunMIonen der Bünde "I i.i.u". r der von der jüdischen Bildtin^arbeit sind die Hunde. Die durch das Lr/iehmiccs/icl ireprijjft. keine von seiner Daher kann die disch, vom Ganzen des Hundes betrachtet werden. Anders als die Sehlde, wenn auch in fruchtbarer Spannung zu ihr, anders auch als die Lrwachsenenhildnnu; bestimmt der Bund 11 in t a n ^, \V e r t u n g u n d 1' o r jn der B j I d u n g s - arbeit im Rahmen .seiner hündischen Hr/ichiiiifr. Er vollzieht die Auslese aus dem jüdischen Büdtinj'i.giit (He. bräisch, Bibel, Geschichte, Gegenwartskunde) zwar mit der Tendenz zur Vollständigkeit, aber in notwendiger BcschräUkung auf die Frfordernisse seines Erziehungsziels, das auch für die Rangordnung der einzelnen Stoffgebiete des jüdischen I chryutes cntscln niend ist. Die biiiulische Hi:dung-,arbeit kann wie jede echte Bikhiiigsarbeit keine reine Wissensvermittlung sein. Sie .setzt vielmehr eine lebensiuafiige Verwirklichung des hündischen Erziehungsziels mit Hilfe des Lehrgutes voraus. Sie will den im Hund /u er/ichenden jungen Jmien in der jüdischen Gemeinschaft verwurzeln und seine jüdische Bewährung im persönlichen und gesellschaftlichen Leben siclsci n. So richten die yioni.sti.se h e n, besonders die cbaluzischen Hunde ihre 'I arbuth-Arbeit nach der I ebensform des handai'l liehe A d u u g Fre/ h r. i o n i Dien-t wo im; /ich u total in M.lu.n <lcr Jnl ankrrui Gallith. eitenden Jl:(r■ ,tv. T e j I d t f ur e r in die , i I in!'. n Volk ii .s b i I eil der I Ii I IUI: e astina aus, der eine gcsellschaftzii erfüllen hat. Ihnen ist üilii 11 g Mittel zur Einordnung in he!ir.ii»chcis Kultur. Die u i c h t - lei! ihre |iiluuiig>arbeit in den ein. in be\\ iilitcn iinüschui Menschen, ner er auch lebe. Ihnen i>t Li i i d U u g und I. r - ii g ein Ganz es, uhlit Lcil einer die Lebensform nd konkiet aiiihriideii Au.sbüiluiig wie bei den chaluzi- Ihiii!'. n. Hei den uiciitzinni-1ii-chen Bunden bestimmt Mit der Bildung-Arbeit inaligcb''iid ihre jüdische Vcrig »uni die Miiiuolle i K>taltung ihres Lebens in der Ueberbüniiische Aufgaben k. ic! i m u ii in dt Der b e s 11 i Er hat, Bildung diese Si Träger isvclmlS steht einer betonten Selbstdrr Bunde in der Bikimigsarbeit gegenüber. ErKeimtiiis der verschiedenen Wertung der durch duin ihm zusammengeschlossenen Bünde, Ihstbcstiiiiiiniiig zu achten. Als gisamhcraiitwortliclier indischer Jugemlaibcit hat er aber die l'iiicht, die Möglichkeiten gememsehaltlicli'-r ii I) e r b u n d t" s c h e r Iii 1 - dim|>»arh<-it wahrzunehmen. Et hat die Initiative zu ergreifen, um gegenüber der Gefahr einer gegenseitigen Absperrung der Bünde gerade in der liildinigsaibeit die grundsätzlich und arbeifstechnisch gegebenen (jeincinschaftsaufgaben zu erfüllen. Sie bestehen zunächst a r b e i t s t e c h n i s c h in der Bereitstellung von Material, bibliographisch und tatsächlich in Arbcitsriuidbricfen und Literatur für die Bünde, wie sie jet/t besonders für Hunde in Kleingemeinden vom keichfuiusscluib herausgegeben werden sollen, in der Errichtung und Forderung von W an d e r b üc h er eien, int Aulbau gemeinschaftlicher Schulen der Jugend in Verbindung mit dem Lehrhaus, in zwischen- Ii ü n d i s c h e n Schul u n g s I a g er n und Lernzeiten, wie sie der Reicliatisschuli zusammen mit der Mittelsteile für judische Erwachsenenbildung durchführt, „Mut zum Stoff" Grundsätzlich muH der Reichsausschub die Biidtmgsarbeit in seinen iiberbiimhsclien Aufgabenbereich e I n- « c h I i e Ii e n, auch wenn sie zunächst von den Bunden aussehiieliiich für sich in An-piuch genommen wird. Denn es gibt nicht genug Feiner mit totalem indischem Vussem Die es gibt, sollten den Euhrei iiaehvet ialler Hunde gemeinschaftlich hchuieii. BundiM he Sell)4geiiiig-aiiikeit in der Biidtmgsarbeit läuft Gefahr. < )iu rtl.e blielikett und Schematismus an Hand n .Waten,il zu /lichten. Zwar mag dein einen i iin l l lest hiebte, dem anderen Bibel und e uiiiitiger von piaparit rtei Hund hebend I (iegenwartskuui form ver.sihji-iU h\ u t zum St Ii', in II, Iii!] stl-elleH" Ifi erscheinen, zwar mag die Lerndie Hunde sollten trotzdem den reue gegenüber den (Quellen aufru , ti IlsWil 1 eil arhrif i\ die die Bunde lüdisclit n I; b (irgeiiwart, I s a in es Lein I >ar;,U innig ei Sachen. Fs gj Aber es gib! Sprache, der Bibel, jüdischen Gegei,\\ u t wollen, gb'idi tnr w anst bauliche" W'crttu den vorbehalten un Sonderling, sie dar! die eine lebendige! in ist ichk un .Wamel des „duiUch-Jlldischen" (Hier ,,/io- --c!i-, Bibel- und t leschiehtslernens ziiginiRtt'n ilen bestimmte» gemeinsamen Bildung*- lile«»:ogisicrung des Fildiitigs-tofies, n Beziehung zu -setzen zur gesamten it, von d; r aus, Vergangenheit und I Diaspora uinfa-send, gemeinvvird. E» g'ibt zwar keine objektive , nicht einmal von sogenannten Tat- •i'icn einlu itlichen Deiitmigsstaiidort. liehe Kenntnis der h ehr dschen b-r gi-dii. htlicbcu Entwicklung und der die ■-ehe Bunde angeht, die gelernt sein ■Ii Inm M indert. Dabei bleibe die „wt'Itg der Bil.iung-inli.ilu durchaus den Biiniiiua rissen. Diese Wertung kann zur aber nicht zu einer Absperrung führen, Entwicklung der Arbeit des Rcichsauslli .güei in s Stufte t a 1 -s a c I Schusses überhaupt hindert. Die Bunde sollten in der üherbündibebeu Bikluitgsarbrit zunächst und vor allem gemeinsam lernen, aber, wo es unumgänglich ist, auch die ideologische Aussprache über die künftige Gestaltung jüdischen Gemeinsamkeit des jüdischen Lebens nicht scheuen. Die Schicksals verpflichtet dazu. Gegen Absperrungstendenzen Die meisten Bünde haben sich zur fiberbrmdischen Bildungsarbeit in Ergänzung der innerbündlschcn durchgerungen. Dabei waren zwei verschiedene Absperrungstendenzen zu überwinden, die mit dem Ausschliclilicilkeitsanspruch des Hundes begründet wurden; eine Absperrung aus Abwehrj weil man (wie beim Hund deutsch-jüdischer Jugend) in der ideologischen Auseinandersetzung eine Gefahr für den Bestand der eigenen Idee zu befürchten schien, und eine Absperrung aus religiöser Erfüllung, weil man (wie bei den agudistischen Bünden) die Bi'.dungsarbeit mit der gesetzestreuen Glaubenswelt gleichsetzte und damit die eigene innerhündischc Arbeit als einzig möglich ansah, die jenseits von Kampf und Werbung in sich geschlossen ist, Außer den agudistischen Bünden haben aber alle anderen Bünde dk ergänzende öberbündische Bildungsarbeit in gemeinsamen Lernzeiten grundsätzlich anerkannt. Ihre Verwirklichung kann der Reichsausschuli nicht an der Sonderstellung der agudisti* sehen Bünde, bei alier Achtung vor ihr, scheitern lassen. Nachdem im Reichs aus sc hu 15 diese in der Struktur der Bünde begründeten Voraussetzungen für die Möglichkeit und die Grenzen überbündischcr BLdungsarbett klargestellt -sind, wird der Reichsausschuß auf diesem Arbeitsgebiet ein« größere Initiative zu entfalten haben als bisher. Er wird den (iedanken einer überbiindischen Führcrschulc in die Tat umzusetzen, eine eigene von ihm zu verantwortende Zeitschrift zu schaffen und auch die innerbiin. d i s c h e Bildungsarbeit anregend und fördernd aus. zugestalten haben, wenn er über eine Organisation der jüdischen Jugend zu einem Organ ihrer Arbeit wachsen soll, Denn nur, wenn er sich Bünde durchsetzt, wenn erkennen, wenn er die Absperrungstendenzen der Bünde zu. gunsten einer offenen freimütigen disziplinierten zwischenbün. djschen Zusammenarbeit und Aussprache auch in der Bildung», arbeit überwindet, wird er über eine Repräsentationskörper. schaft hinaus mehr als bisher zu einem Träger von Funktionen innerhalb der jüdischen Jugendarbelt werden und damit auch das geistige Gesicht der jüdischen Jugend aktiv bestimmen können. Dr. Paul Eppstein gegenüber der Selbstbestimmung der die Bünde seine Initiative freiwillig an« Die Berufsausbildung der Schulentlassenen Viele Instanzen de« deutschen Judentums beschäftigen sich mit der Berufsberatung und der Berufsausbildung der schulentlassenen Jugend. Warum soll sich der Reichsausschuß noch einschalten? Das Leben der jüdischen Jugendbünde in Deutschland, die einen grofien Teil der schulentlassenen jüdischen Jugendlichen umfassen, spielt sich wesentlich in engem Rahmen ab. — Die erziehet ischen Kräfte versuchen besonders die Bildungsaufgaben z.tt lösen, denen heute nach der für die deutschen Juden veränderten Schulsituation neue Kraftquellen erschlossen werden müssen. Die cbaraktcrikhe Erziehung und die Bildungsarbeit absorbiert die in den Bünden zur Verfügung stehenden Kräfte völlig. Ein zentrales Lebensgebiet der jüdischen Jugend wird von den Bünden nicht erfaßt: die Berufsarbeit. Die Sachkenntnis des bündischen Führers, seine Einflulhnöglichkelten auf die Eltern der Jugendlichen sind meist zu gering, als daß hier der Einfluß der Bünde wirksam werden könnte. Die zentrale Aufgabe einer ßcrufsplanung für die schulentlassenen Jugendlichen wird von den Bünden nicht gelöst. Meist sind die Berufsentscheidtingen von Zufälligkeiten abhängig, nicht von den wirtschaftlichen und politischen Perspektiven, zu denen uns unsere Situation zwingt. Diese Berufsplanung soll zu ihrem Inhalt die Verteilung der schulentlassenen Jugendlichen in den Berufssparten haben, in denen Existenzmöglichkeiten bestehen. Einzefcutschcidungen, die ohne Kenntnis der Oesamtsituation von Eltern oder Jugendlichen selbst getroffen werden, drohen uns heute in eine unlösbare Berufssituation zu bringen. Zum Beispiel: Die Eltern sehen ein, daß ein manueller Beruf ergriffen werden muß und denken dabei ausschließlich an das H a n d w e r k, das ihnen der einzig sozial hochwertige manuelle Beruf erscheint. Eine Generation von Handwerkern wird erzogen, die bald ebensowenig eingeordnet werden kann wie heute die Generation der Angestellten und Vertreter. Die Landwirtschaft kommt nicht in gebührendem Maße zur Geltung und wird nur bei Umschichtenden, nicht aber bei der schulentlassenen Jugend, die gerade zu einer gründlichen Berufserlernung imstande wäre, Derücksichtigt Die Berufsplanung, die für die schulentlassene Jugend besonders vernachlässigt wurde, muß ebenso gestaltet werden, wie sie der „Hechaluz" bei den Umschichtenden vorgenommen hat. Die Aufteilung der schulentlassenen Jugendlichen für den Berufsraum, der uns im In- und Ausland geboten ist, die planmäßige Bearbeitung der Schulentlassenen und der Angehörigen für die Einordnung in diesen Berufsplan muß von der zentralen Jugendorganisation übernommen werden, die bei den öffentlichen Stellen des detitschen Judentums und auch bei der Generation der Erwachsenen wirkliche Autorität besitzt. Auch bei den Bünden muß der Reichsausschuß Erziehungsarbeit leisten. Oft verdrängen kleinliche Gesichtspunkte, z. B. die Mitarbeit einzelner Jugendlicher in wichtigen Gruppen eines Bundes, die bessere Einsicht, die bei der Berufsberatung maßgebend sein sollte. Bei aller Anerkennung der bündischen Erziehungsarbeit müssen sich die Bünde der G r e n z. e n bewußt sein, in denen sie die Verantwortung für die Berufs- und Lebensgestaltimg ihrer Mittleren auf sich nehmen können. Die Lehensspäre der schulentlassenen Jugendlichen erfordert eine besondere Hilfe in der Bildungsarbeit, da die wiscensmäßige Ausbildung des Jugendlichen gerade in einem Alter abzuschließen droht, in dem er dazu imstande ist, eigene Interessen auszubilden und ihnen nachzugehen, in dem sich die Fähigkeit zu abstrakten Oedankengängen regt. I )ie Einrichtung zentraler Mittler enkurse, bei denen auf die geistige Weiterbildung der schulentlassenen Jugend- Heben gesehen wird, wäre ein wichtiges Aufgabengebiet des Reichsausschusses. Deutsch, Geschichte (allgemeine und jüdische), 1'aVästinakunde, Hebräisch, Rechnen müßten die Bildungsfächcr solcher Kurse sein. Die Mittlcrenausbildung müßte zentral darauf bedacht sein, die Arbeitszeit so zu halten, daß die Möglichkeit einer geistigen Fortbildung noch bestehen bleibt. Vorbildlich dafür Ut die vom „Hechaluz," geplante Mittleren, hachschara h, bei der Jugendliche nach täglich sechsstündiger gärtnerischer und landwirtschaftlicher Ausbildung in päd« agogisch geleiteten Gruppen zur geistigen Weiterbildung an. gehalten werden. Es ist Aufgabe des Reichsausschusses, diu Synthese zwischen Berufsplanung und Bit« d u n g s a r b e i t in die LIand zu nehmen. Dr. Georg Josephthal Oneg Schabbat — ein Weg zum Religiösen Die Oneg-Schabbat-Bewegung in Erez Je* r a c I hat sich auch im deutschen Judentum durchgesetzt und ist zu einer Einrichtung geworden, die sich in sämtlichen Kreisen der jüdischen Jugend Deutschlands eingebürgert hat. In einer systematischen Auswertung dieser Institution liegen große Chancen für eine fruchtbare Jugendarbeit. Es wäre Aufgabe des Reichsausschusses der Jüdischen Jugend verbände, von einer zentralen Stelle aus diese Veranstaltungen zu kontrollieren, wo sie schon bestehen, und die Einrichtung des Oneg Schabbat anzuregen in den Gemeinden, wo diese Institution sich noch lucht durchgesetzt hat. Im Zusammenhang mit der Mittelstelle für Er« wachsenenbildung sollte der Reichsausschuß eine MaterialziLsarnmenstellung hierfür schaffen und dieses Material den einzelnen Jugendführern und Lehrern zur Verfügung stellen. Damit muß nicht eine Schematisierung verbunden sein; denjenigen Menschen, die nicht von sich aus die Möglichkeit haben, einen Oneg Schabbat zu gestalten, sollen dadurch wichtige Anregungen vermittelt werden. Der Oneg Schabbat muß überhaupt Ansatzpun kt sein zur Beschäftigung mit einem Fragenkomplex, zu dem der Reichsausschuß noch nie Stellung genommen hat. Will er mehr sein als organisatorische Zusammenfassung und verwaltungstechnischer Apparat, so Ist es unumgänglich, daß er Stellung nimmt zu den Fragen, die etwa um den Titel: ^Jugend und Religion" zu gruppieren sind. Die Schwierigkeiten liegen auf der Hand. Die einzelnen im Reichsausschuß zusammengeschlossenen jüdischen Jugendverbände sind in ihrer religiösen Halfung so differenziert, daß es unmöglich erscheint, eine einheitliche, von oben her vorgeschriebene Linie durchzuführen. Wir glauben jedoch, daß das Schul- und Erziehung»- Programm der Reichsvertretimg gezeigt hat, daß bei aller Differenzierung doch ein Minimalprogramm aufzustellen ist, zu dem sich sämtliche in dem betreffenden Verband zusammengeschlossenen Gruppen bekennen können. Ein solches Minimalprogramm für eine religiöse Erziehung aufzustellen, wäre eine wichtige Aufgabe des Reichsausschtisses. Der Oneg Schabbat ist ein konkreter Ansatzpunkt, von dem aus diese Frage in Angriff genommen werden könnte, Um den Oneg Schabbat herum lassen sieh J u g e n d go 11 es« d i e n s t e einrichten, und wenn diese sinnvoll gestaltet wer« den, sind sie durchaus geeignet, die jüdische Jugend wieder mit der Form und dem Inhalt der jüdischen religiösen Welt vertraut zu machen. Auch der Gestaltung der übrigen jüdischen Festtage müßte der Reichsausschuß sein Augenmerk zuwenden. Er müßte rechtzeitig vor den einzelnen Fest- und Fasttagen Arbeitsprogramme für Heimabende, die sich mit den betreffenden Ereignissen zu beschäftigen hätten, herausgeben. Mehr als jeder organisatorische Apparat würde ein solches gemeinsames Arbeiten und gleichzeitiges Lernen von jüdischen Stoffen die einzelnen Jugendbünde miteinander verbinden. Es bleibt jeder Gruppe unbenommen, ihre spezifischen Gesichtspunkte in die Quellen hineinzuverarbeiten. Man würde durch ein solches Vorgehen einen gleichen Lebensrliythmua für die gesamte jüdische Jugend schaffen, was von nkht zu unterschätzender Bedeutung wäre. Isi Eisnef Briefkasten der Redaktion Ankündigungen aus dem Reich „Eifriger Leser". Wir sind bereif, auf Ihren Brief zu antworten, wenn Sie uns Ihren Namen und Adresse mitteilen. J. Warschauer, Wannsee. Daß in einer jüdischen Zeitung ein Inserat erscheint, worin ..Repräsentation durch Arier" empfohlen wird, halten wir in der Tat für ein Kuriosum ersten Ramtes, um nicht einen stärkeren Ausdruck zu verwenden. Wir können aber in dieser Sache keinerlei Schritte unternehmen und empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem Protest an die betreffende Zeitung selbst zu wenden. Ben-Chorin, München. Eine Kamelkarawane braucht für diese Distanz sicherlich 4U Tage. Persönliches. Dr. Franz Meyer, gescliäfbführendes Mitglied des G, A. der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, ist von einer sechswöchigen Palästina-Reise zurückfekehrt. — Dr. Georg Landauer, der Leiter der deutschen bteilung der Jewish Acency in Palästina, ist nach seinem Besuch in Amerika und Deutschland nach Jerusalem abgereist. Bocholt: Arn 17. Februar tagt die Arbeitsgemeinschaft jüdischer I.chror vom Niedcrrtiein in Mülheim (Ruhr) Im jüdischen <!emeimkh.iuse um 11 Uhr. Vortrag und Ecrnpruben aus Maimonides Misrlme Ti.era (Ulli hot Te-i hulci). — Frankfurt am Matal Samson.Ra|sha«l- I i irsch-Sehule und Eracl. Volkssehule. UroBcr Said des Saalbaues, 24. Febr.. 20 Uhr, Fe^ikunzert. Ch'irc aus „Juda Makkabüus" von Händel, Duett und Chor aus „JW! in Aegypten" von Mehul. JVdmrn von I-^vvandowski. Orrhestcrwetke von Meyerbcer und Mendelssohn. Jclwda flalevi. Eine Sprcchsymptionie van Alfred Aiicrtcirh. Sprech, bor (300 Schüler und S''hiüorionen), Massel»;!,er (350 Mann), Orchester (30 Mann). Künstlerische C>c<nmtleiinng: M.;\ N'ettmann. — jDdUcher Kulturbund Rheln-Ruhrs Dcfa Lipiivkija: Köln: Arn J4. und 19. Febr., 20.15 Uhr, Weißer Saat der BürRergesell'ehafi. — Iv^ n: Am 16. und 17. Febr., 20.30 Uhr, Jugendheim. — Krefeld; Am 18. Febr., 20.30 t'hr, Stadthalle,Thcatcrsaal. — Duisburg: Am 20. F>br., 20,30 Uhr, Theodor-Eauter-ltaus. ■— Sfre irhquartptt des Kulturbundes Rhein-Main: Duisburg: Am 14. Fd'niar, 20.30 Uhr, Thcodor-I.aytcr-Hans, — Ocluenkirrhrn: Am 16. Febr., 20.30 Uhr, Loge. — Aachrn: Am 19. Febr., 20.30 Uhr, Stadt. Konztrthaus. — Dortmunds Am 20. FebtM 20.30 Uhr, Synagoge, —- Essen: Am 21. Fjebr, 30.30 Uhr, Jugendheim, i—» Wuppertal; Am 23. Febr., 20.30 Uhr, Stadthalle, Gelber Saal «-" Karlsruhe! Am 13. Febr., ubemls 8.30 Uhr, Loge, Friegi.tr. IM,Set* Oibach über: „Die Kiuonlnang der deutschen Juden in Palästina". —' Kaiserslautern: Am 12. Febr. Vortiug Dr. Fricdeiithnl. Mannheim! ZOG. Jeden Montag Abend I'alästinakurs im Heim, Karl-Ludwig4 Straße 33. — Am 15. Kehr. Vortrag Dr. Friedcndial. — München» ZOG, Am 14. Febr., 3,30 Uhr, Ortigrupptn-Abead im Restaurant Schwarz. — Am 18. Febr., 8.15 Uhr, im Museums-Said, 'Palästina' I.ichtbUder-Ahciid mit dem Makkabiah-Füm. — Pirmattnti Am 13. Februar Vortrag Dr. Frieden!hal. — Stettin! Zionistischer Kreit« tag am 17. Febr. im Fcstiaale, Schülcrstr. S, Hof, r., 1 Trepp» Vorm. 10 Uhr: F.riittnung der Palästina-Schau. (Im Bar-Kochba- Heim, Klosterhof 3, L) Nur für geladen« Gäste und auswärtig« TaKunpstritnehiiier. 11 Uhr: Eröffnung der Kreistagnng. Referat: Dr. J. Weiß, KKU, Berlin: „Stand und Probleme des Palästina- Aufhaus und der zionistischen Bewegung". Anschließend Aussprach« in Verbindung mit Kurzberichten der Ortsgruppen- und Arbcit$gcmeitv schafts-Leiter. Nachm. 3.30 bis 4.30 Uhr: Kurzsitzungen der Ort*1 grapficn-Tx'ilungcn. der Vertrauensleute des KKL. 4.30 Uhr: Tagung der Palästinaamts-Vertraucnslmtc: Walter Tempel, Palästinaamt Berlin: „Richtlinien für die praktische Tätigkeit der Vertrauensleute d« Palästina-Amtes im Reich". 7 Uhr: SchluB. — ZwelbrOcken (Pfal*)' Dr, Licht am 14. Februars „Unsere Antwort aat tfic Jadenfrage14. 1