Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 11 (5.2.1935)
- Date
- 1935-02-05
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Jeite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 11, 5.11.1935 Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Friu«>n-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Ornppcn West und Bavcri- «rhcr Platt: Am 11. Kc!>r„ 4.30 Chr. ('afp W ittckharh, |tevcri<rhfr Platz 2: ArbciKRi-nirin^rh.-ilt (I.cininj;: l'auta Nathaii.-olm), Alire Birk: „Almnihnd". •■ - Brruf>t.u iK<-: Am 11. Febr.. 8.30 Ihr, Heim der BZY., KaiiMr. 54: Frl. Dr. Nathan: ..Ptoiiirrirmcn der Arbeit in Palästina". — UV.:,ml: Am 12. Febr.. 4.30' 1'hr, JiMisrhr S.-hiilc» Kaiscrdamm 78, Arbeit .gemriiwhaft (I .r-iftinj;: Kilith HiM-h): ,.<•«- sprorhene Zfittmß". - Nord und Ost : Am 12. Febr., 8.30 I'hr. Heim der BZV., Jtn,r-mh.i>r Str. 14, vorn. 2. Ktag*, Vortrag Dr. Freundlirh über seine I'ala-tinarei^. — Firhterlelde und Nordwest: Am 12. Febr., 4 Dir. bei Frau Dr. Orowr. Ktop<tock>tr. 19. Atbfitsgemetn«ehaft: Sprüche der \"ater. — Zu allen Veranstaltungen (.eiste willkommen. Hebräische Kurse der BZV. Im Februar K-itm!'1 ein neuer Anfangerkttrsiis im Heim Kantstr. 54. Anmeldungen (auch zu den bt".-teilenden Kursen) in der Kulttirabteilunra der Il^V., .Meinckcstr. 10, Tel. Bismarck 7165, App. 44. Jüdischer Volksbund. 11, Febr., 8.30 I'hr. in der Aula Siegmomlshof 11, Rabbiner Dr. Arthur Ferv „Erez Israel und seine Erzk-irunRstaktoren"; K..A. Dr. Alfred Kkf. „(lenielnde!ragen''. Vcrsanimiunjjdeituiif:: Direktor Ceorg Kareski. — 14. Febr., 8.30 Ulir, Caf* I-eon, Kurfürst endamm 155 156. „Probleme jüdischer Gememde;>oiittk"; Referenten: Ibrekmr Oorg Kareski, AniNtrerichtsrat a. D. Kurt Ttirhler. ne>angsv«rti;i|;e: (Hwrkantor Lwandowfki. Lehrstätte Ch. N. Bialik der BZV. Neue Arbeitsgemeinschaft: Rabb. Dr. Aitinann: „Theologische Grundbegriffe des Judentums", am 12., 19. und 26. Febr., Kantstr. 54. Anmeldungen in der Kulturabieilunr. der BZV., Meinekestr. 10 (Tel.: Bismarck 7165, App. 44). Am 14. Febr. beginnt Im Heim der BZV., Kanlstr. 54, der i. Zyklus des Kursus „Jüdische Geschichte" (Mittelalter); Dorent: Rabb. Dr. Max Nußbaum. - Sonderveranstaltung Martin Buber: „Thcokratic und Thcopolitik im biblischen Israel". Am 25. Febr., Loge, Kbiststr. 10. Vorverkauf ab 6. Febr. in der KuHurabteilung der BZV., Mcinckc-tr. 10, Tel.: Bismarck 7165, Apparat 44; Reisebüro Atlantik, FrFdrichstr. 100, Heim der BZV., Kantstr. 54, Kedcm, Dahlmannitr. 8. Voranzeigen Jüdisches Lehrhatis. in der S.i';K>'ik:ul.-;:: sch:r!:te. Xi.-,,. rn,,,' 1 ie.nnertta; <• am 14. .Vortragsreihe: „Tradition und Leben" Fi .Tradln. F n \*.u: -wr i .e; Artiecd Fiee 21 1' Eik. StW!,n, d beginnt ruwiahn Gemeinschaften: 12. Febr. ,n 1\ giuse uns! ~<v:;sb — Maigarfe Mw,: „Wi. in V). Verlegungen: D in III (Ilaupiepe.cl,,.,, d.r l'b;!<>. derbegmn 25. Iibr. :n IV {Kultur Weltseh: Wiederbeginn 20. Febr. gememsehaft Com Herlincr: ..Auf! .t.. Duhr. I •: ,.K. Ii- S\V.lrM reti wir Herrn-. ■r V. Fee Inn t;-ki: (He;; Muni irn.ig innen md V wird am 14. loiRcwlc ei iiunf:" •hlijrkei» 2. Febr. ieginn: \V> Ale .dro-i n.ile i .e- Dr. Mas bVbruar Arbeits- (Heg.im: ,,L reliin \TI). 13. Febr. 'iberetm 25. ]■*<•!>r. «itittiiiaiin: Wicr-cldk-rg - i'ui'lius- IV (Jiidische Presse). Arln-itsd~r deutschen Wirts» haft" wird unter Dr. Frn-t Lehmann.Barh for-gesiIrl. — Orte: I. II im Logenhaus, Klcbutr. 10; Iii. IV. IV h in der Synagoge. F'.tsanenstr. 79-80; V im FraueneUib, Lutzow.-tr. 49; VII im Seliiiigebau.Je, Synagoge Prin/regentenstraßc. — Anmeldungen im Sekretariat des Jüdischen I.elvThauses, 1 .iiuowstr. 16, JII. Alexander Kipni« singt Lieder indischer Komponisten (Mendelssohn, Mahler. Kowabkt. (".oldo blaß, Kaufmann), sowie biblisch,* Gcsänge, jiidische Volkslied?r und ru<si»r.he Volkslieder am 7. Febr., 8.15 I'hr, im Hrtidervrre inshaus. Arbeitsgemeinschaft Dr. Han» Nathan über Strawinski (Jüdisches Lehrhaus) am 5. Februar, Fa~.in-n-tra6«. Musikalische Einführungskurse. Dr. Margot Rieß und Else Ohn- Prausnitz wiederholen den Kin''iiiinmgskur* für die Auttührung von Händel* „HcWnr" am 6. Februar. 6 Uhr, Landshutcr Str. 4 (Prnusnitz). Anmeldung: Harhriro-.:t 3308. Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, N 24. ArtilleriestraCe 14. Am 11. Febr., 8 I'hr. Yoriiai; von Dr. Ch. Albeck: „Der ideale Juili-ilw Staat und seine (b'-ei/r-.-hot.g''. •Ludwig Hardt snti.bt an «-in-m 1. Jiibliamr.'alxnd ..Vom Utirmr der Inden" am So..„tag, 10. Fehnrar. 8.30 I'hr. Lngeiibaus Klet-tstraße 10, n. a. /um er-t.-n Male von Heine: „M"-«-» Luinpehen und Baton Roihwli:'«!" und ..Rah!« M<nas.e an, Krakau erwanet den Mersas1'; ferner wn Buher, „Der große M.ifiyid"; von Siholem Alejchem, „Tewje maclit den Hauptf reffet" nnÜ verschiedenes von Peter Allenberg; am 2. Abend — 17. FVbruar — u. a. von Franz Kafka: ..Hericht eines menschgewordenen Variete-Affen" und das Zirkusstiiek: „Auf der Galerie:" — wie denn dies Programm atissrbliel'lich Theater. Varieio, Konzert un<i Zirkus behandelt. — Karten bei Kote \- Hock, Wertheim, Buchhandlung Kedem, Pliilo- Verlara, Pförtner dir KleiM-I.oyr. Atelierbesichtigung. Aus technischen Gründen kann die auf den 10. Febntar atii-enU/te Atelierbesicbügung bei Meta Cohn-llendel erst am 17. Marz stattfinden. Hebräische Lehranstalt, Klop>toekstr. 58 (am Bahnhof Tiergarten). Wir erötfncn am 14. Febr., 20.30 Uhr, einen neuen Anfängerkurs. 1'ritCTriebiszeit: Dieti'tae und Donnerstag von 20.30 bis 22 Uhr. Lehrer: Dr. Max Nußbaum. Vereine Sjnagogenvercin Kaiserslraße. Kalib. I')r. S ingermann : „Klte „Jüdi- Ara 13. Febr.. 20.30 F'hr, Vortrag Kant). Hr. Mnge'tnann: „i-.itern und Kinder", Schule Kaiserstr. 29-30. — Neuer Synagogenvercin Rykcstraße. Vortrag Rabb. Dr. Swarsensky am 16. Febr., 8.30 I'hr, Synagoge Rykcstraße, über: sehe Religion — heute". Gesang: Oberkantor Ahibcck. Familien - Nachrichten Frau i-'iiederike Chryanowski, geb. Robert. Pankow, Parkst raße 20 (früher Graudenz), begeht am 0. Febr. den 70. Geburtstag. Herr Oscar Lazarus, Marsiliusstr. 3, begeht am 14. Februar den 80. Gebutt.uag. F'ratt Laura Polle, geb. Teubert, \ 54, Fehrbellincr Str. 77, begeht am 17. Februar den 80. Geburtstag. Frau Lina Seldis, geb. Schachtel, W 15, Fasanenstr. 68, beging 80. Geburtstag. Jüdische Schwerhörige. Der „Angriff" hatte am 28. Januar eine Notiz veröffentlicht, worin er die Gründung des „R e i c Ii s v e r b a n d c s israelitischer Schwerhörige r" als „einen unfreiwilligen Witz" bezeichnete, weil, wie der „Angriff" sagt, Juden und schwerhörig Gegensätze seien, wie die vielen Steuer-Steckbriefe bewiesen. — Hierzu wird uns aus Kreisen des genannten Verbandes mitgeteilt, daß in ihm überwiegend hilfsbedürftige Juden organisiert sind, die sich nur deswegen zu einem eigenen Verband zusammengeschlossen haben, weil sie von den allgemeinen Organisationen der Schwerhörigen, seitdem diese nationalsozialistisch wurden, ausgeschlossen sind. Arbeitstagung in Frankfurt a. O. Am 20. Januar fanden sich die Vertreter der Ortsgruppen und Arbeitsgemeinschaften der östlichen Provinz Bratidenburg zu einer Tagung in Frankfurt a. O. zusammen, die der Information und Aussprache über die Probleme der zionistischen Arbeit in mittleren und kleinen Gemeinden gewidmet war. Referenten waren Dr. Georg Lubinski, Dr. Abraham, Jakob Simon und Felix Isaak. Die Teilnehmer bezeichneten die Durchführung solcher Arbeitstagungen als außerordentlich notwendig und baten daher, sie in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Erfreulicherweise waren auch etwa 20 Chaluzim aus Landwerk Neuendorf und Out Winkel erschienen, die der Tagung einen lebendigen Rahmen gaben und mit Jakob Simon eine Sicba abhielten. Am Abend sprach Dr. Georg Lubinski in öffentlicher Versammlung üoer das Thema „Wo steht das deutsche Judentum?" Seine Ausführungen hinterließen auch bei den anwesenden Nichtzionisten einen starken Eindruck. Warnung. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln teilt mit: Ein gewisser Sally Feder, Köln, Thieboldsgasse 10, der in Deutschland herumreist, hat in letzter Zeit verschiedentlich bei jüdischen Gemeinden Geldbeträge in Höhe von etwa 10 RM. sich geliehen unter dem Vorwand, er müsse Wertpakete oder Nachnahmepakete, die er für sein Gewerbe benötigt, einlösen. Die Rückgabe der geliehenen Beträge ist nicht erfolgt. Feder hat nach Erhalt des Geldes nie wieder etwas von sich hören lassen. Der Vortrag von Dr.Traub itiHannovcr trug nicht den Titel, der in dem Inserat unserer vorigen Nummer angegeben war, sondern behandelte das Thema „Erstrebtes und Erreichtes in Palästina". Palästina-Woche im Reich Leipzig Der Gemeindeabend am 3. Februar, den der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Leipzig veranstaltet hatte und an dem Dr. Landauer (Jerusalem) über die „Absiedlung deutsche. Juden in Erez Israel" sprach, war ein guter Auftakt der beginnenden Palästina-Woche. Die große Synagoge in der Gottschedstraße war überfüllt. Ausgehend von dem Erwerb der Hule-Konzession, schilderte der Redner die Maßnahmen, die von der Jewish Agency zur Ansiedlung der Juden aus Deutschland getroffen worden sind, und entwickelte ein konstruktives Kolonisationsprogramm. Er sprach von den anfänglichen Schwierigkeiten und der allmählichen wirtschaftlichen und kulturellen Einordnung der deutschen Alijah und legte im einzelnen dar, was das deutsche Judentum dem palästinensischen Jischuw zu danken, aber auch was es ihm zu geben hat. Das Referat Dr. Landauers wirkte durch Ernst und Klarheit und hinterließ gerade dadurch bei den etwa 1200 bis 1300 Zuhörern den stärksten Eindruck. Das gespannte Interesse, mit dem man vom Anfang bis zum Schluß den Ausführungen folgte, bewies, wie nahe heute Palästina vor dem deutschen Judentum steht. Orgelvorträge und Chöre des Leipziger Snif Hechaluz umrahmten den Vortrag. An die Veranstaltung schloß sich ein Empfang Dr. Landauers durch die Gemeindevertretung, der dem Referenten Gelegenheit bot, auf einzelne die Gemeindeverwaltung besonders interessierende Fragen erschöpfende Auskunft zu geben. In warm empfundenen Worten dankte der " Vorsteher der Gemeinde, Karl Gold Schmidt, dem Gast für seine überaus interessanten Ausführungen und wünschte seiner weiteren Arbeit gutes Gelingen. Hannover Auch in Hannover hat am letzten Sonntag die Palästina- Woche begonnen. Am Vormittag wurde die Palästina- Schau eröffnet, die in den letzten Wochen mit außerordentlichem Erfolg in Duisburg, Essen und Dortmund gezeigt worden war. Diese von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland gemeinsam mit dem Keren Kajemeth Lejisrael und dem Keren Hajessod neu zusammengestellte Palästina- Ausstellung bringt, auf knappstem Raum konzentriert, eine Fülle von informativem Zahlen- und Bildmaterial über das werdende Palästina. Der Andrang der Besucher wurde im Laute des Tages immer stärker. Für die nächsten Tage sind Sonderführ ii ngen vorgesehen, die das Interesse der Hannoverschen Jüdischen Gemeinde noch steigern werden. Am Abend sprach Dr. Michael Traub im überfüllten Saal des Künstlerhauses über „Palästina — Erstrebtes und Erreichtes". Die Ausführungen Dr. Traubs, deren reiches statistisches Material eine wirksame Ergänzung der Palästina- Schau brachten, zielten darauf ab, ein wirkliches Bild von der Entwicklung des jüdischen Nationalheims zu geben. Sie gipfelten in der Feststellung und Forderung, daß der Aufbau Erez Israels eigenste Sache aller Juden sei, und daß alle Einwanderer, Bemittelte oder Unbemittelte, vom Geist echter Chaluziuth beseelt sein müssen. Edmund Levy ist, wie bereits gemeldet, in Haifa p!öt?< lieh gestorben. Er wirkte in Lüneburg, Berlin und zuletzt viele Jahre in Duisburg mit Hingabe und Erfolg für den Zionismus, in der Jugend im Blau-Weiß und im Herzlklub, später in der Zionistischen Ortsgruppe an leitender Stelle. Auch um die jüdische Wohlfahrtspflege in Deutschland erwarb er sich Verdienste. Seine Treue und Verläßlichkeit, seine Warmherzigkeit und Oüte, eine Fülle schöner menschlicher Eigenschaften schufen ihm viele Freunde, mit denen er auch in Erez Israel, wo er in Haifa die Gefährten seiner Jugend wieder um sich sah, verbunden blieb. Das Hinscheiden des liebenswerten Mannes wird unter den Zionisten aus Deutschland überall im Lande betrauert. Jerusalem. Harry Epstein Die Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands hat, wie sie uns mitteilt, am 21. Januar in Berlin unter dem Vorsitz von Rabbiner Seligmann, Frankfurt, eine erweiterte Vorstandssitzung abgehalten, bei der beschlossen wurde, eine Hauptversammlung der Vereinigung am 8. April zu veranstalten, in deren Mittelpunkt eine Maimonides-Feier stehen soll. BERLINER HANDWERK UND EINZELHANDEL Altpapier U| Herbert Colin Berlin NW 40, Helde.traO«. 20 21 Samm«!-Nr. €5 Hans» 6216 Aufzüge ■rast Fischer, FaMUhlfaM WM, KlintbacMr Str. 8, B 4 H»v, 7851 .'52. N«cbtru« O 3 l.iebtcrf. 77«. R«p«r. jed Art, FIU(>e. Fahrstuhlicil«. Atltaiti |0tl. Firma Mawr Branche. Lissier. u. MitjLd.Jad.Gco. Auto ftUB-MStltt E. Schuster ftsteMtvpdient! - Berlin, 8W 29« BlHfiteratraJ}-» 33 Telefon! F 6 5331. n.chti F" 6 3771 B_*H*£^?II!liii^!li_HBI Auto-vermietung B«stjpepfl. Wagen jeder Gr<»Se ^BJ| 1 Meyer**». G1 Stephen 077} W Bauwesen Mi Bauarbeiten Jeder Art ■Cf BliHiiann & arflniiarg C2, Gr. PrSiidente--f.tr. \ Tel., D2 2356.S7 Betten Betten — Belli edern Bettes - Reinigung ERICH GRUNEWALD SWtl.Belle-AUUiice-Str.H«. F60171 ■■B Bücherrevisor BmJ i Fraustaedtar beeidigter Bfleherrevtsor, WeeeretriS« 25, F3 N-Nikilln 4IS4. BurlifOhrune, Bihat, Steuer, Verwaltungen, Sanierungen. 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