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Jüdische Rundschau · 1935-01-18 · Heft 6 (18.1.1935) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 6 (18.1.1935)
Date
1935-01-18
Page
– (sequence 17)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU Berliner Rundschau NR. 6, 18. JANUAR 1935 c „Joseph ben Mathlas11 Berliner Gastspiel des Kölner Kulturbundes Das Schauspie! „Joseph bei» Mathias" von Julius Wolf f« söhn, das der Kulturbund Rhein-Ruhr dem Berliner Bund als Oast brachte, ist wohl verstanden ein Zeitstück. Die Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahre 70 hat für uns Juden „gestern" stattgefunden und der Auszug aus Aegypten ist „vorgestern" gewesen. Solche Erinnerungen, sowohl an vernichtende Niederlagen wie an wunderbare Rettungen werden in unseren Gebeten, vor allem aber durch unsere Jahresfeste als beständige Gegenwart erhalten. Julius Wolffsohn hat den Stoff modernisiert, als ob sich die Dinge heute und in uns geläufigen Umgangsformen abgespielt hätten. Jede einzelne Szene, zwischen Römern, Juden und ihren widerstreitenden Parteien, ist ein Dialog, durch den die Lage zusammengefaßt wird, also eine Art Reportage, wie sie, nicht immer zu unserem Vergnügen, auf zeitlich nhherllegcndc Ereignisse angewandt worden ist. Und zwar von Leuten, die einsichtig genug waren, sich nicht für dramatische Dichter zu halten, die von keiner inneren Schau berufen, «ich mit der neuen Redaktion einer Tatsachenreihe begnügten. Zu diesen Einsichtigen gehört auch der Verfasser dieses Schauspiele; Ich nehme an, diu «r keinen anderen Ehrgeiz hatte, als der Bühne ein Canevas, ein Szenarium zu liefern, dem die weitergreifentie Vorstellungskraft des Regisseurs, die sinnliche Gegenwart der Schauspieler mit einer Bluttransfusion zur Farbe des Lebens verhelfen sollte. Das ist dem Regisseur Hans Hin rieh auch in hervorragender Weise gelungen; er hat reiche Anschauung und Leidenschaftlichkeit, er gibt davon allen seinen Darstellern, von denen jeder ein eigenes stark profiliertes Gesicht bekommen hat. Bis auf einen, bis auf den „Helden1' Josephus, der eben zu einem Helden in der jüdischen Geschichte und gerade in ihrer größten Tragödie durchaus nicht taugen will. Wir wissen von ihm, vor allem durch ihn selbst als Geschichtsschreiber dieses Krieges, daß er als Gesandter Judiias nach Rom ging, daß er die Feste Jotapata tapfer gegen Vcspasian verteidigte, daß er von dem römischen Feldhcrrn Vcspasian als Gefangener geschont und geehrt wurde, nachdem er ihm die Krönung zum Kaiser prophezeit hatte, daß es ihm, als seine Vermittlungsversuche gescheitert waren, auch nach dem Fall Jerusalems persönlich wohl ging. Für den Helden eines Stücks kann es aber keine angenehme oder leicht wegmredende Situation sein, wenn er mit seinen Volksgenossen, die er seines tiefsten Mitleidens versichert, nicht zugleich fallen darf. Der Verfasser des Schauspiels hat sich und ihm helfen wollen, indem er ihm eine Idee gab von dem ewigen Volk, das seine staatliche Vernichtung überdauert, Von dem „geistigen Jerusalem", das das aus Steinen noch so hoch gebaute überleben wird. Wir sind dem historischen Josephus sehr dankbar, daß er nach dem Fall des Tempels weiterleben konnte, daß er die Muße fand, um uns die wichtigsten Quellenwerke unserer nachbiblischen Geschichte zu hinterlassen. Aber gerade was seinen Anteil an dieser „Reportage" anbelangt, seine innere Idealität Und die Auserwähltheit prophetischen Fernblicks, alles das wäre nur annehmbar oder erebbar gewesen bei Einsatz eines sehr reichen und sehr reifen Darstellers. Sein Weg ist lang und ist vor allem nicht gerade, erst vom jugendlichen Nationalisten zum Realpolitiker, dann vom Realpolitiker zum Propheten, in dessen Schau sich die Zukunft schon als Gegenwart aufrollt. Für diese Leistung, die ein künstlerisches Vorhersehen und Abwägen verlangt, ist Heinz Friedeberg viel zu jung. Mit immer derselben Windstarke der Tongcbung schien dieser Josephus doch stillzustehen ohne alle Geheimwirkung seelischer Substanz. Um sich auf die jedesmalige Umgebung einzustimmen, muß der Schauspieler ebenso gut hören wie sprechen können. Dieser Josephus sprach etwa mit der Kaiserin Popp«« nicht anders als mit seinen Untergebenen, mit seinen Gegnern oder mit seiner Geliebten Mirjam; er wollte auch durchaus nicht älter oder reifer werden. Und so hatte man mit diesem arroganten jungen Mann am Ende nicht gern zu tun. Viel lieber mit allen, ich sage, mit allen anderen, die die jugendliche, männliche, die beseelende Energie von Hans Hinrich aut die Szene warf, und von denen jeder, auch wenn er mehrere Rollen spielte, einen eigenen Kopf hinhielt. W. Fränkel-Froon, ein ausgezeichneter Sprecher, faßte seinen jungen Titus in eine ebenso geschlossene Form wie vorher seinen alten Hohepriester Ananja. In Willy Bu sehhoff steckt ein feiner Humorist; man wird es keinem Schauspieler übelnehmen, wenn er auch unterhaltend sein kann. Btischhoff war es einmal auf ebenso dezente Weise mit der eitlen Aufgeblasenheit des jüdischen Mimen Alltyrus wie mit seinem originellen Feldmarschall und gelassenen Soldatenvatcr Vcspasian. Und so Rolf W. Feld heim, Hugo Schuster, Fred Löhnen, Eugen Streußler, die sich als Juden oder als Römer gleichviel bewährten. Dann vor allem der Regisseur Hans Hinrich selbst als der fanatische Freiscliarenführer Simon bar Giora, ein Kerl wie geschmiedet und gehämmert, von einer sprachlichen und physiognomischen Energie, die auch einer Art Großaufnahme unter Scheinwerfer standhielt. Die Berenike von Anna Barbara Sachse hat noch manches vor sich, tun erst einmal eine Prinzessin und dann eine Frau zu werden. Der Zusammenhang fordert sie auch nicht und ihre in Kabale und Liebe verflochtene Affäre mit dem jungen Titus. Herr Wolffsohn hätte sie dem alten Racine lassen sollen. Ein Herz schlug in der von Josephus Verladenen Mirjam; Leni St ein hergs echtes Temperament schmettert noch in zu starken Entladungen. DämpfenI Dämpfern! sagte der Weise des Theaters Otto Brahm, der einmal Abrahamsohn hieß. Wenn eine von den Damen keiner Führung bedurfte, so war es Friedl Münzer mit ihrer Kaiserin Poppäa: mit allen Anzeichen einer Frau, der nichts Menschliches fremd geblieben ist, mit einem Wohlverhältni« von Schönheit und Klugheit, mit dem, was die Franzosen die fichue tenue, die verdammte Haltung nennen. Eine ins Kaiserliche erhobene Pompadour, eine Frau von Format mit der Herrschaft über ein heißes Blut. Das Stück, oder vielmehr die Darstellung fand Ihren höchst berechtigten Erfolg; unsere Freunde vom Kulturbund Rhein-Ruhr haben ausgezeichnet gearbeitet, und wie besonders hervorzuheben, mit einfachsten, sparsamsten Mitteln. Für alle Szenen, sei es Kaiserpalast, die Festen von Jotanata oder Jerusalem, für das römloche Feldlager brauchten sie als Begrenzung der sehr frei gehaltenen Bühne nicht mehr al< eine Art von Mauerwerk oder Brustwehr mit mannshohen Zinnen. Zum Theater gehört das Publikum als mitschaffendes Element. Trotz allen Zweifeln an dem zweifelhaften Josephus — es zeigte sich bereitwillig, da et sich nun einmal um den großen tragischen Akt unserer Geschichte handelt, um die estatigung, daß wir ihn überlebt haben, Und daß wir noch manches überleben werden, wenn wir uns nicht aufgeben und wenn wir uns innerlich von neuem aufbauen. Arthur EloeBser „Judentums - Auf fassungen" Ernst Simon nimmt Abschied Es war eine ganz unpathetische Sache. Nicht «ehr viele wußten überhaupt, daß dieser Vortrag, den Dr. Ernst Simon in der Jüdischen Lehratätte über das Thema „Judentumsauffassungen im Zionismus" hielt, der letzte vor seiner Rückkehr nach Palästina war. Ein außerordentlich zahlreiches, den großen Saal der Loge in der Kleiststraße bis in die letzten Winkel füllendes, interessiertes, in der Mehrzahl aus Jugendlichen zusammengesetztes Auditorium hatte sich eingefunden, um den Redner sprechen zu hören. Der Vortrag Dr. Simons enttäuschte nicht die Erwartungen. Er gab einen instruktiven Ueberblick über die verschiedenen Strömungen, die seit HerzI im Zionismus eine ideologische Auseinandersetzung mit der überlieferten Judentumsauffassung herbeigeführt haben. Und mehr als instruktiv: der Vortrag war zugleich ein persönliches Bekenntnis des Redners zu seiner eigenen Ansicht über das Wesen des Judentums. Belehrung und Bekenntnis waren die Wesentlichen Merkmale dieser Rede. Der Zionismus, so führte Simon einleitend aus, ist eine nationale Bewegung, für die keine religiöse Auffassung bindend ist. Trotz dieses Charakters der zionistischen Bewegung kann sie aber doch nicht umhin, sich mit den überlieferten Auffassungen zu konfrontieren, Und als erstes Beispiel ist hier Herzl zu nennen, dessen Ideologie Simon in all ihren Schwächen und Vorzügen charakterisierte. In Herzl offenbart sich gleichsam die Dialektik der Geschichte; er, der in frühen Jahren einmal erwog, durch eine Massentaufe der jüdischen Jugend Wiens das Judenproblem m lösen, wurde nach der Erkenntnis der Unmöglichkeit dieses Gedankens der Schöpfer der nationalen jüdischen Bewegung. Seine Ideologien, so sagte Simon, sind falsch, oder wenigstens haben sie einen falschen Akzent. Aber echt und groß ist der Schwung, mit dem Herzl seine Idee vertritt. Das wirkende Element in Herzls Auffassung ist der k ö 11 e k - tive Begriff vom Judentum — er handelt bereits Im Namen einer (noch gar nicht existierenden) Gruppe. Das Verdienst Herzls besteht also nicht in der theoretischen Grundlegung, sondern in der Kraft, mit der er die Juden zur nationalen Auffassung wieder zurückgeführt hat. Der große Gegner Herzls ist Achad Haam, der im Gegensatz zu Herzl ein Mensch voller Judenrum und ein nichtprofessioneller Schriftsteller ist. Er schreibt nur, wenn ihn Verantwortung und Gewissen dazu drangen. In Herzl und Achad Haam begegnen sich nicht nur Ost und West, sondern auch verschiedene jüdische Fragestellungen. Achad Haam sieht die größte Gefahr bei Herzl darin, daß westliche Juden ihre subjektiven Erlebnisse zu allgemeinen Aussagen verdichten. Besonders gegen den Kongreß spürte Achad Haam bekanntlich stärkstes Mißtrauen, weil er die „politischen Palästina-Woche Sonntag, den 3. Februar, UV2 Uhr, Im großen Saal der Philharmonie, Bernburger Straße 22 Huie, Große und Gefahr der stunde Kundgebung anlaßl.des Erwarbs der Hule-Konze66lon Es sprechen! Prof. MARTIN BUBER Dr. GEORG LANDAUER Dienstag, den 6, Februar, 20'/j Uhr, Im großen Saa' des Brüdervarelns, Kurfürstenstraße 115-116 Selbsthilfe und Solidarität Bericht des Leiters der deutschen Abteilung der Jewish Agenoy In Palfistina Dr. GEORG LANDAUER Donnerstag, den 7. Februar, 20'/a Uhr, Im großen Saal des Logenhausee, Kleiststraße 10 Die zuhunff Erez Israels Dr. MICHAEL TRAUB Sonnabend, den 9. Februar, 20'/a Uhr, in der Sing- Akademle, Am Festungsgraben 2 Zion - Zwei Jahrtausende indischer Sehnsucht Ein Oneg Sohabbat Rabbiner Dr. JOACHIM PRINZ Kentor BENJAMIN BESTIMT MEINHART MAUR CHEMJA WINAWER mit seinen 30 jüdischen Sängern Sonntag, den 10. Februar, 11V2 Uhr, Im Atrium, Kaiserellae (Ecke Berliner Straße) Der 2. maHkabiah entgegen Jüdische Sportschau des Bar Kochba-Hakoah. Vorführungen, Tanze, Chöre Dr. HANS FRIEDENTHAL „Dar Weg der jüdischen Jugend nach Erez Israel14 Rückblick und Ausschau ■Intrlttslmrteni für d»n 3, Fabruir ven 30 Rpf. b'.t RM 1,60 » „ 5, . 30 Und 50 R|jf. fc „ 7. „ 25 Und 40 Rpf, » „ 9. „ vt>* 30 Rpf. bis RM 1,50 „ „ 10. „ ven 80 Rp'. blt RM 1,80 VWWMNMt MtliwIttMh 101 BZV-Hdm. K»nt»lr. 54; Atlantic-FxpraB, Friedrich- •b U2. I. 1936 «Ir, 100 (S-Bahn FrlidrMhslr.); bei Findar, Alte Schönhauser Str, 54 : Wlrlichnflsdisntt Doiitschland-PsWstin», KiirfOr*iend»mm| Konditorei Hunts, Ransburjar Str, t<); Buchhandlung Kedem, Dahlmannstr. 8 i Buchhandlg. Lippmann, Traulonaustr. 16; Henpner, Insolttr. 8, Berliner Zionistische Vereinigung Spielereien" haßte. „Zion wird nicht erlöst werden durch Diplomaten, sondern durch Propheten." Nachdem Ernst Simon gezeigt hatte, inwieweit Achad Haam hiermit Herzl unrecht getan hat, zeigte er auch, daß Achad Haam keineswegs mit dem Begriff eines „Glaubcnsvolkcs" arbeitet, sondern daß sein Ideal der Volksgeist, wie er sich In der Bibel am stärksten ausspricht, in weltlicher Form ist. Brenner hingegen vertritt eine radikal weltliche Auffassung; er verwirft die Bibel als Erziehungsgnmdlage, fordert die Anerkennung der Werte aller Nationen und leugnet den Totalistsanspnteh nationaler Schöpfungen. Zwischen Brenner und Achad Haam stehen Berdiczewsky und Tschernichowskv, die das heroische Weltbild in die Bibel hineininterpretieren wollen. Gegen diese Versuche einer Heroisierung der Bibel trat Bub er auf, dessen Lehre dahingeht, daß sich das Handeln der zionistischen Bewegung an der Bibel „messen" lassen müsse. Nachdem sich Simon noch mit der Bedeutung des palästinensischen Oberrabbincr Raw Kuk und der Gestalt Nehemia Nobels beschäftigt hatte, schloß er das Bild der geistigen Entwicklung im Zionismus, das er aufgerollt hatte, ab. N. Die Malmonides-Feiern beginnen Der Zeitpunkt, da die 800. Wiederkehr des Geburtstag Maimonides' begangen werden kann, rückt naher, und es beginnen jetzt allmählich die Vorfeiern. Die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums widmet ihre Montagsvorlestingcn dem Andenken Maimonides'. Die zahlreiche Zuhörerschaft, die in der Aula keinen Platz fand, und bis auf die Gänge hinaus sieh drängte, sollte durch den ersten Vortrag, den Prof. Fl bogen hielt, nicht enttäuscht werden. Er entwarf ein außerordentlich lebendiges Bild von dem Menschen Maimonides, der schon als l'ijühriger Junge _clie Schrecken der Peügionsverfolgung kennenlernt und mit seiner Familie nach Fez fliehen muH Das Leben des .Maimonides geht keineswegs auf glatter Bahn weiter, sondern es ist zunächst eine Kette von Wanderungen über Palästina nach Aegypten. Als er sich in einer Vorstadt Kairos als Arzt niederläßt, ist er bereits ein frühzeitig gealteter, verbrauchter und kranker Mann. Man muß sieh di^se körperliche Beschaffenheit Maimonides' klarmachen, um seine Leistung voll würdigen zu können. Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes entwickelt er beinahe übermenschliche Energien. Bis in die Nacht hinein ist er mit Patienten beschäftigt, weil sein Ruf als Arzt sehr bald sich ausgehreitet hat. Und trotz, dieser Uebcrlastimg geht er seinen wissenschaftlichen Interessen nach und schreibt unter unvorstellbaren äußeren Bedingungen sein großes philosophisches Hauptwerk, den „More Ncbiichim". Zehn Jahre arbeitet er an seinem Mischna-Kommrntnr — dabei immer ein gehetzter und überarbeiteter Mann. Und er ist nicht nur in den jüdischen Wissenschaften bewandert, sondern ein großer Kenner der allgemeinen Wissenschaften, er hat vielleicht das größte Verständnis in seiner Zeit für den Aristoteles und für die arabische Philosophie. Maimonides hat bereits bei Lebzeiten eine ungeheure Verehrung genossen, der auch durch eine Reihe von Feindschaften und durch Neid entstandene Fehden kein Abbruch besaß eine weitgehende Autorität, wie sehr er seine Lehre wirklich Gelehrsamkeit, sondern auch voll fetan werden konnte. Er a man instinktiv fühlte, lebte und nicht nur voller Weisheit war, F>ie Persönlichkeit des Maimonides, Flbogen eindringlich schilderte, prägte tief ein. wie sie uns Prof. sich allen Hörern N. Konzert des Boris Kroyt-Quartetts (Sondervcranstaltung der Künstlerhilfe). Der Abend des Boris Kroyt-Quartetts (Boris K r o y t, Benjamin R e r n f e 1 d, Heinz W e i d e n, Godfried Zeel an der) verdient als einer der wertvollsten bezeichnet zu werden, die in unserem fast zwei Jahre alten jüdischen Musikleben stattfanden. Es war ein differenziertes und zugleich urwüchsiges Musizieren von feinnervigen und erfahrenen Spielern. Hinzu kam das schöne Programm: zwischen Beethoven (Harfenquarfctl) und einem entzückenden Havdn stand das op. 10 von Claude Debussv, ein Werk von zartesten Farben und pikanten Rhythmen, aber auch von einer formalen Balance, die von dein Schlagwort ,,Impressionismus1' nie erfaßt werden kann. Das Krovtquartett spielte mit feinster Artikulation, dabei mit einer Fülle und Wärme, die besonder« im dritten Satz von Debussv und dem Intcrludium von (ilasunoff — einer Zugabe — bemerkbar waren. Wir bewunderten neben der ausgeglichenen Euscinhiewirkung den edlen, vornehmen Ton des ersten Geigers und Quartcttführers, Dr. Hans Nathan Familien - Nachrichten Herr Joseph II a m b ti r ff e r und Frau Kmil Oharlot lenbure;, 1 Jsmckelnmnnstr. 35, begehen silberne Hochzeil. Frau M.nv Z e I 1 n c r, geb. O.iMIwrg, lierlin-IIntcnsee, Mir geh. Dombrowüty, am IB. Januar die Kurt Fai><Hehin~kv, den 70. Geburtstag. Ilaila, l\ O, B. 553, begeht, am 11. Zeit bei Februar Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen „Ein Gang in den Schabbat." 10. Jan., 20.30 Uhr, Rahb. Dr. Max Nußbaum, ObcrkflMer Neumann, Werner Hukovaet. Westliche Bezirke der ll/.V. Uraufführung, Am 19. Jan. wird „Der 15. Schwat", ein Spiet vom Frühlingsanfang in Krcz biarl von Ähre Pollack-Kosterlita im Restaurant. S< hnliheilJ, Am Kreuzberg, Lichtwfcklcr Str. 11 (Feier eles Bezirks Kreuzbeig), urautg»'iührt. Ejn dawar. Wiedellioliing am 20. Jan. im IMm der BZV,, Landsberger Str. 8?. Näheres s. Vcran«taltuni»«kalHidcf der BZV. HebrHische Kurse der BZV. Am 28. Jan. beginnt ein Anfängorkurtals des Bezirk* Wilmersdorf, der einmal wuchern lieh «tatilinden wird. In samtliebou Kursen des Bezirks Frirttri«*h«hain (Landsberger Straße 8?) sowie In anderen AnfHngrr- und Fortgcsehrittcnen- Kut -rn kiinnPn Teilnehmer aufgenommen werden. Auskunft und Anmeldung: Kulturabteilung der BZV'., Meinekestr. 10. Tel.: Bismarck 7165, App. 44. rbs, ft* «> tt je* the em ig :si :r-!iC ig iie zb ,t« « er je na vtr ta tti V rs lihl rrt •0 ** ai 19 ie ti* •j» ilo IO ilw fnt i 4 'T tt mi s p.\ * s r!« r» i t i i ti r r i S^tJt m sAnumn . a YIiiW;MT^W^ViM%^^^m^^ifeixeiiimrQcr Sirbis IN 61E1CHEB WtGIE &uMk.J%*%J J^l M.J%>** MW JtCl-f %M E/MCM IC/ *• Eck« SSch.Uche Str., •» Postamt Wl5;

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