Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-01-18 · Heft 6 (18.1.1935) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 6 (18.1.1935)
Date
1935-01-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653833--26300-2687675
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

18 entity mentions

ffL ■ Nr. 6, 18.1.1935 JODISCHE RUNDSCHAU Seit« 7 Von der religiös-zionistischen Jugend Bundestag der T'nuat Tora wa'Awoda Uns wird geschrieben: Am 25. und 26. Dezember 1934 fand der 5. Bundestag der T'nuat Tora wa'Awoda (Zeire-Misrachi, Brit Hanoar, Brit Chaluzim Datum) statt. 550 Chawerim waren erschienen. Eugen Michaelis (Hamburg) eröffnete den Bundestag. In der darauffolgenden Kundgebung sprach Isi Eisner (Berlin) über den „Weg der religiösen Jugend". Die Grüße der ZVfD. und des deutschen Misrachi überbrachte Alexander Adler. Der Makkabi und die Noar Agudati ließen gleichfalls durch ihre Vertreter die Tagung begrüßen. Dr. Josef Burg hielt das Hauptreferat über das Thema: Die Lage der Judenheit und das gesetzestreue Judentum." Trotz verschiedener Aenderungen — so führte er aus — ist die Lage der Judenheit durch die Ereignisse der letzten Jahre nicht grundsätzlich anders geworden. Die Entwkklungslinien bleiben. Die Judenfrage ist nicht anders, sie ist deutlicher geworden. Erez Israel bildet hier eine Ausnahme sowohl in bevölkerungspolitischer als in ökonomischer Hinsicht. Er gab ein umfassendes Bild über den Zusammenhang, der zwischen der Judenfrage und der inneren Einstellung zum Judentum besteht, und wies auf, daß die Probleme der Judenheit nur gelöst werden können, wenn es gelingt, die Elemente des Judentums in den Vordergrund zu stellen. Es folgte eine Auseinandersetzung mit den Gedankengängen Bubers, der den Kultur- und Menschheitsgehalt des Judentums und des Zionismus herausgestellt und den Wahrheitsgehalt mit der Forderung nach Bewahrung verknüpft hat. Auch für ihn erfordert Judesein jüdisch-Sein. Neben die biologische Grundlage tritt die ethische Zielsetzung. Im historischen Judentum gibt es aber nicht nur die Lehre, sondern auch das Leben. Weltanschauung und Lebensform ergänzen einander. Die Theologie Bubers bevorzugt einige ausgewählte Epochen jüdischen Seins, während u n s e r Begriff des Judentums aus der Fülle all dessen schöpft, was das Volk in seiner Geschichte geschaffen hat. Das Gesetz, einzige jüdische Lebensform, gilt uns als legitime Erfüllung prophetischen Auftrages. Nun kann beim modernen Menschen ein innerer Zwiespalt zwischen areligiöscr Ueberzcugung und der Einsicht in die Notwendigkeit des Gesetzes z. B. für die Erhaltung der Volkseinheit auftreten. Aus diesem Gedankengang stammt die o r t h o p r a x e Haltung. Man „hält", ohne seine Ueberzcugung zu verraten, Orthopraxie kann aber nur ein Stadium der Entwicklung sein. Das Beispiel des ersten Orthopraxen, Mendelssohn, der den gesetzlichen Charakter und die Volkhaftigkeit der Halacha hervorhob, um seine Gesinnungsfreiheit zu wahren, damit aber den Abfall vom Judentum förderte, zeigt, daß man vielleicht Orthoprax sein, nicht aber orthoprax erziehen kann, weil Erziehimg Ungcbrochenheit meint. Mit der Erkenntnis, daß eine nicht der Halacha unterworfene Geistigkeit und Orthopraxie als bloßes Halten von Formen ohne Erfiilltsein mit deren Geist nicht genügen, sind wir bei der Haltung Ernst Simons. Simon sieht als ein entscheidendes Merkmal unserer Zeit den Zerfall zwischen den Urtrieben und dem Geist und erkennt die Halacha an, nicht zuletzt, weil sie es unternimmt, die menschliche Natur zu bändigen. Er bezeichnet die Halacha als wünschenswert, weil sie die Erziehung durch das Gesetz ermöglicht. Was aber gerade heute fehlt, ist ja die Erziehung zum Gesetz. Es folgte eine Auseinandersetzung mit der Aguda, insbesondere mit den letzten Angriffen von Isaak Breuer gegen den Zionismus und eine Kritik des Programms des Noar Agudati. Die Diskussion und das Schlußwort brachten weitere Gesichtspunkte, die im Zusammenhang mit dem Heferat entstanden. Verwirklichung führte das Referat „Das Wesen unseres Kibbuz." Er¬ Erziehung zum jüdischen Menschen, soll, als eine durch die ökonomische geforderte Form der Wirtschaftsführung. Er soll den Begriff einer jüdischen Gemeinschaft realisieren helfen. Isi Eis n er nahm in seinem Referat: „Unsere zionistische Politik'' zu den entscheidenden zionistischen Fragen vom Standpunkt der Tora wa'Awoda-Bcwegung aus Stellung. Einen großen Teil seiner Ausführungen nahmen Auseinandersetzungen ein mit den Ereignissen, die in der misrachistischen Weltbewegung vor sich gehen. Schlomoh Bombach (Gehringshof) zeigte in seinem Referat: „Die allgemeine Arbeiterschaft und der Hapoel Ha« misrachi im Kampfe um Binjan Haarez", daß heute mehr denn, je der Arbeiter Träger des nationalen Aufbaues ist. Auch das Verhältnis das Hapoel Hamisrachi zum Revisionismus und zur Histadruth wurde geklärt. In die Diskussion griff Seew Or> b a c Ii ein, der als Vertreter des Hechaluz erschienen war und die Tagung begrüßte. Das Erziehungsreferat hielt Kurt Blankenstein, der als Ziel der Erziehung den Kibbuz hinstellt. Besonderen Raum nahmen die Probleme der Mittlerensehaft in seinem Referat ein. Auch für die Heranziehung eines gutgeschulten Führernachwuchses entwickelte er konkrete Vorschläge. Den Abschluß der Tagung bildete ein meisterhafter Vortrag Ernst Simons über: „Talmid Chacham und Chaluz" (Bemerkungen zum Lebens- und Lernweg jüdischer Jugend), zu dessen Beginn er auch auf die von Josef Burg in seinem Referat an ihn gerichteten Fragen einging. Dr. J o s e f B u r g, Leipzig. Bezirkstagung des Gruppenverbandes Oberschlesien Am 13. Januar fand in Gr.-Strehütz eine Zionistische Bezirkstagung des Gruppenverbandes Oberschlesien statt. Es waren die Gruppen Beuthen, Oppeln, Kreuzburg, Rosenberg, Neustadt, Tost, Pciskrctschatn, Tworog, Langendorf und Zawadzki zahlreich vertreten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Zionistischen Ortsgruppe, Herrn Rosen b er g, fand ein Vortrag des Sekretärs des Zion. Gruppenverbandes Überschlesien, Fritz Tau, über: „Die Zionistische Ortsgruppe als Mittelpunkt jüdischen Lebens" statt. R.-A. Dr. W e i ß m a n n (Beuthen) hielt über allgemeinjüdische Arbeit in Oberschlesien ein Referat. Die Vertreter des Vorstandes und der Repräsentanz der Gr.-Strehützer Gemeinde waren erschienen. Die Ausführungen von Dr. Weißmann wurden mit Aufmerksamkeit und großem Beifall aufgenommen. Danach sprach der Sekretär des Onipnenvcrbandes Niederschlesien, Dr. Hans Prinz, über: „Die Aufgaben des deutschen Zionismus". Auch dieses Referat war sehr instruktiv und fand lebhaften Beifall. Im Anschluß daran entwickelte sich eine rege Aussprache. Zum Abschluß der Tagung fand in der Synagoge eine Kundgebung statt, bei der R.-A. Ehrlich (tileiwitz) über „Erez Israel" und R.-A. Dr. Weißmann (Beuthen) ein Referat über „Zionismus — Gehalt und Aufgaben" hielt. PädagoglseheArbeitstagung in Essen Eine sehr gut besuchte pädagogische Arbeitstagung, die der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden und die Reichsvertretung der deutschen Juden veranstalteten, fand vom 1. bis 4. Januar im Haus der jüdischen Jugend in Essen für die jüdischen Lehrer des rheinisch-westfälischen Bezirks statt. Dr. Ba in berger (Berlin), der die Tagung leitete, stellte In klarer und eindringlicher Weise den Ort dar, an dem Maimonides in der Kette der jüdischen Tradition steht, wo er den vorgezeichneten Weg geht, wo er neuformt und so gleichsam den Inhalt der Tradition mitschafft. Es wurden so sein philosophisches und sein rcligionsgesetzliches Schaffen ohne Bruch gesehen und erklärt. Dr. Hahn (Essen) zeigte einen ähnlichen Vorgang an einem Frühpunkt jüdischer Geschichte, an Esra. Er verdeutlichte, wie nach dem Priester und Propheten der neue Typus des Sopher, des Gelehrten, entsteht, ohne daß die Wirkung des Geistes der Propheten aufhört und ohne daß die Institution des Pricstcrtums erlischt. Der Direktor der Jawnc-Schulc Köln, Dr. K1 i b a n s k y, besprach die Probleme des Geschichtsunterrichts in der jüdischen Schule. Er trat für die Verbindung des allgemeinen mit dem jüdischen Geschichtsunterricht ein. Er wies an Hand von Plänen für die antike wie für die deutsche Geschichte auf, eine wie fruchtbare Durchdringung beide Stoffe durch diese Art der „synoptischen" Behandlung erhalten. Dieselbe Problematik für den Deutschunterricht behandelte Studiendirektor Dr. Steinthal (Münster i. W.). Er zeigte auch, wie der Deutsch-Unterricht ohne Vernachlässigung seines eigentlichen Inhalte Raum genug für die Behandlung der Fragen und der Literatur läßt, die von welchem jüdischen Standpunkt auch immer in der jüdischen Schule zu behandeln notwendig sind. Aus dem methodischen Referat über den hebräischen Unterricht von Dr. Levy (Köln) war ersichtlich, daß auch in der heutigen jüdischen Schule die Sprache der Bibel im Mittelpunkt des hebräischen Unterrichts zu stehen habe, ohne die Erfordernisse der TagesspTache verkennen oder vernachlässigen zu wollen. Ziel des hebräischen Unterrichts muß das innere Verständnis der hebräischen Texte sein. Der Schüler muß in Wort und Schrift über das Gelesene sich in hebräischer Sprache äußern können. Eine wie notwendige Voraussetzung die Sprache der Bibel für die moderne Literatur unserer größten Schriftsteller ist, erhellte eine Arbeitsgemeinschaft, in der Dr. Klibansky (Köln) die Techesakna interessant analysierte. Frau Prof. Selm» Meyer (Düsseldorf) sprach über die geistige Besonderheit des Kindes. Ein besonderer Wert der Tagung lag darin, daß die gemeinsame Besprechung der behandelten Themen die Anwendung der Probleme für den Unterricht ergab und sie in den Gesamtaufbau der jüdischen Schule stellte. Dr. Alfred Philipp, Elberfeld Zu den Fragen der von Rudi Herz über: Ziehung zum Kibbuz ist di der Kibbuz mehr sein Situation in Erez Israel Lerntagung, in Schlesien Ein großes Ereignis für die Gemeinden Nieder- und Oberschlesiens war die von der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung vom 27. 12. bis 3. 1. veranstaltete Lernwoche, bei der Prof. Bube r, Dr. Ernst Simon, Prof. Dr. Heinemann, Prof. Kantorowicz und Dr, A. Lewkowitz Arbeitsgemeinschaften leiteten. Obermagistratsrat i. R. Dr. Guttmann eröffnete mit einer Begrüßungsansprache die Tagung. Im Mittelpunkt der Arbeit stand der Bibelkurs Martin Bubers, der in seiner bekannten Auffassung vom biblischen Wort die Teilnehmer zum Verständnis der Bibel hinführte. — Besonderen Eindruck machte auch ein Bialik-Abend unter Leitung Ernst Simons, bei dem an Hand eines Gedichtes von Bialik die Stellung zum jüdischen Gesetz besprochen wurde. Der Oneg Schabbat vereinigte die Teilnehmer des Kursus zu enger Gemeinschaft und führte sie auch mit dem Breslauer Brith Hanoar, der gerade sein Winterlager in Bad Salzbrunn hatte, zusammen. Dr. Georg Landauer in Berlin Dr. Georg Landauer, der Leiter der Abteilung für Ansiedlung deutscher Juden in der Jcwish Agency in Jerusalem, ist nach Abschluß seiner Besprechungen in den Vereinigten Staaten zu vorübergehendem Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Dr. Landauer hat dem Geschäftsführenden Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ausführlichen Bericht über den Stand des Siedllingswerkes in Palästina, die bisherige Arbeit und die wetteren Pläne der der Ansiedlung deutscher Juden dienenden Zentralstelle erstattet. _ In der Woche vom 13. bis 20. Januar traten 1100 Olim aus Polen die Reise nach Palästina an. Dies stellt eine Rekordziffer der Auswanderung aus Polen dar. Briefkasten der Redaktion M. ö. Ueber die Abstammung von Jaques Deval, dessen Stück „Towarisc h" in "Berlin mit so großem Erfolg aufgeführt wird, ist uns nur bekannt, daß er auf die Anfrage einer Budapester Theater-Agentur im Januar vor. Js. geantwortet haben soll, er sei „ein ebenso guter Franzose wie Jud e". Deval schreibt gegenwärtig für Stern* berg einen neuen Markne-Dietrich-Filmtext. C. D., Wien. Auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, daß Eduard Engel jüdischer Abstammung ist. Arthur Stühler. Da der Lehrgang I des Hebräischen Fernunterrichts bereits in Buchform vorliegt, halten wir es für untunlich, den Lehrgang in der „Jüdischen Rundschau" zu wiederholen. Manfred Lagro, Antwerpen. Ihr Wunsch ist leider undurchführbar, wir können nicht jede einzelne Rubrik so placieren, daß sie sich zum Ausschneiden und Sammeln eignet, Es empfiehlt sich eher, die ganze Nummer zu sammeln und die besonders interessierenden Artikel in Schlagwortregistern zu notieren. Vom Keren Hajessod in Deutschland Wir erhalten folgenden Bericht: Die Winterarbeit des Keren Hajessod wurde durch eine Reihe außerordentlich erfolgreicher Veranstaltungen eingeleitet, die unter dem Zeichen stärkster Anteilnahme aller Kreise der jüdischen Bevölkerung standen. Die Rückkehr des Leiters des deutschen Keren Hajessod, Dr. Michael T r a u b, von einer mehrwöchentlichen Studienreise nach Palästina bot Anlaß zu einer Anzahl von Vorträgen in Berlin, Hamburg, Königsberg, Dresden, Erfurt, Chemnitz, Kassel und Oberschlesicn (in Beuthen und Gleiwitz sprachen Dr. Hans Friedenthal und Dr. Zwi Wiienski), in denen der Redner, gestützt auf die Fülle seiner persönlichen Palästinaeindrücke und eines umfangreichen Materials, ein lebendiges Bild des gegenwärtigen Standes der Aufbauarbeit und ihrer Probleme gab. Entscheidendes Gewicht legte Dr. Traub auf die Betonung der Bedeutung des nationalen Kapitals als Garant einer gesunden Entwicklung des Jüdischen Nationalheims und auf die Forderung der Erweiterung des landwirtschaftlichen Sektors durch die Bereitstellung von Mitteln für die nationalen Fonds. Die auf die Vorträge folgenden Aktionen standen im Zeichen einer außerordentlich positiven Palästina-Stimmung, die in den ausgezeichneten Erfolgen der Keren Hajessou-Arbeit ihren Ausdruck fanden. Den Aultakt der Keren Hajessod-Arbeit im neuen Kalenderjahre bildeten einige überaus wirkungsvolle Veranstaltungen im Rheinland, in Dortmund sprach Dr. Traub am 6. Januar auf Einladung der jüdischen Kultusgemeinde in der Synagoge, die zum ersten Male für einen Palästina-Vortrag freigegeben wurde, zum Thema: „Deutsche Juden vor aktuellen Problemen des Palästina-Aiifhaus". Mehr als VSTO Personen erschienen zu diesem Vortrage aus Dortmund und den umliegenden Orten und bekundeten durch ihren spontanen Beifall die innere Verbundenheit weitester Kreise der westfälischen Judenheit mit den Problemen des Palä>tina-Aiifbaus. Diese Sympathiekundgebung ist um so bedeutsamer, als gerade in diesem Teile Deutschlands sieh bis vor kurzem starker Widerstand gegen jede aktive Teilnahme am I'alaslina-Werk bemerkbar machte. Für den darauffolgenden Tag hatte die Kölner Zionistische Vereinigung zu einem Vortragsabend von Dr. Traub im weißen Saale der Biirgergesellsclwft eingeladen. Der Vortrag, der sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung für die Vergrößerung der Zahl der Einwanderer-Zertifikate und die Erweiterimg des nationalen Sektors der Palästina-Wirtschaft durch Stärkung der nationalen Fonds gestaltete, loste in der se'hr zahlreichen Zuhörerschaft das Gefühl der Mit\erantveortung für die weitere gesunde Entwicklung des Palästina- Werkes aus. Am 0. Januar folgte ein von mehr als S'X) Personen besuchter Vortrag von Dr. Traub in der großen Synagoge in Düsseldorf. Die inhaltsvollen Ausführungen des Redners und der warme Appell von Rabbiner Dr. E s c h e I b a c h er, am Palästinn-Aufbauwerk nach Kräften mitzuarbeiten, haben bei den Teilnehmern dieser imposanten Versammlung stärksten Eindruck hinterlassen. Die Zionistische Ortsgruppe Essen hatte für den 8. Jan. 1035 zu einem Vortrage von Dr. Joachim Prinz in die große Synagoge eingeladen, die lange vor Beginn bis auf den letzten Platz gefüllt war. Dr. Prinz sprach unter stärkster Spannung seiner Zuhörer über „Ghetto, Emanzipation und Neugestaltung'' und gab nach einer sehr plastischen, mit starken Bildern verbundene Schilderung des Ghettolebcns einen Ueberblick über die Emanzipation, um dann die Erneuerung des jüdischen Lebens in Palästina darzustellen. im Anschluß an den Vortrag in der Synagoge fand auf Einladung eines neutralen Keren Hajcssöd-Komitees eine Zirkelveranstaltung statt. Am folgenden Tage wurde die Keren Hajessod-Aktlon durch einige Besuche von Dr. Prinz eingeleitet. JhßtSujte - towwog*'* wifarJiäwiie 'fßußen! KEREN KA3EMETH LE3ISIH BERLIN W 15. MEINEKESTRASSE W qPD. NATIONALFONDS E.V.) i'Ö POSTSCHECK-KONTO NR. 7»1A7 Ein Hain der zionistischen Jugend Deutschlands in Erez Israel Zu Chamischa Assar b'Schwat, dem Neujahrsfest dci Bäume, führen die zionistischen Bünde Deutschlands eine Kampagne durch zur Gründung eines Haines auf dem Boden des Keren Kajenicth. An dieser Gründung beteiligen sich die Mitglieder "des Hechaluz, des Habonim, des Haschomer Hazair, der Werkleute, des Zeil c Misrachi, des Brith Hanoar schel-Zeire Misrachi, Brith Chaluzim Datiim, Makkabi Hazair-JPD. und Jung-Wizo. Mit der Schaffung dieses Haines will die zionistische Jugend Deutschlands ihre Verknüpfung mit Erez Israel zum Ausdruck bringen und einen Beitrag zum Aufbau des Landes leisten. br, m ** l> it e-< ie :it ig s-< riC g ie :h :o t :r Ie ta t-e ts* rti 4 's» iil rt 0 t, n » e tt a o u 'm rt u ) ^^^thii1«i«»y,>i«4i3;kpnie^*tkM *l Ifj^ /"C\ i -*C~f >0 TT ' .'« ' ""' ''ä AI f» .i-k ^« W«kif<WÄ»)^jJ^^Bj >y>MO^^ k°p^AS^ y^ggjg *g Dl CQlOGWC*'4flCSAlI <<gj

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.