Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-01-04 · Heft 2 (4.1.1935) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 2 (4.1.1935)
Date
1935-01-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653829--26243-2687614
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

feite 12 «■» JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 2, 4.1.1935 I Schach Bearbeitet von J. Mieses Unter dem jüngsten internationalen Mcistcrnachwuchs stehen zwei Matadore jüdischer Abstammung, der Tschecho- Slowake Salo FI o h r und der Ungar Andreas Lilienthal, wohl an erster Stelle. Der 25jährige Flolir wird nach den glänzenden Leistungen, die er in den letzten Jahren aufzuweisen hatte, bereits als ein Anwärter auf die Weltmeisterschaft angesehen. Er hat vor einiger Zeit auch in Palästina gespielt. Lilienthal, der noch zwei Jahre jünger ist als Hohr, darf als ein neu aufgegangener Stern erster Grolle bezeichnet werden. Aus dem sehr stark besetzten internationalen Turnier zu Budapest im Mai vorigen Jahres ging er als erster Sieger hervor. Kurz darauf gewann er im Turnier zu Sitges (Spanien) den ersten Preis. -•- Sein Spieltypus zeigt eine glückliche Verbindung von Strategie und Taktik, wo/u sich noch eine für seine Jugend erstaunliche Technik gesellt. Ais Probe seiner tiefdurehdaehfen Spielweise geben wir die nachstehende Partie aus dem Budapester Turnier 1934. Indische Verteidigung. EHskaSeS 1,rr S(>rin5"' «1»'"' nnlürlich nicht gosrhloaen werden: 20, ... ofv 27 »cliwin (.|, 'i rr, ja. Dh7:t. Th7: 29. nt Lilienthal w ,• i u 1. d2—<K S [;8 f6 2. c2~-r4 «'7 ('6 3. S bl—c3 L fe—b4 4. k2a3 ..... Di?se von Sümiteh in dir Praxi* ringfführt« Spiplwei«e srlirint sich trotz nrticrhchen \\'iflorU'ijm!ß*vcr. suchen dmh be« .ihren. I)cn tliil m-i ■„ nMchcnrlrn nnptK'lhasicm hrntuht WM riitht ni Mhf«.n, <lra» ilWwr wird, HrhvvarK?,ur Vermeidung von SU-Hunp.mH'hU'll sp-sicr <U.;!t „<>hi <U d5 sicher. m::H, wieder er,fdeppclt. 4..... T. 1,4 .',-3t 5 \.r<- 3 ('7- ■ 5 6. '2 (3 ...... Zur Vorbereitung für '»rti^es t-2~-t'4 7ulri< -en. ■e*. und nuat im niichMcn Zuge. 27. I) h4~ el! 1) l,7 -l>3 27..... «f? SS. ff, Tod (sonst Del :■'<■«), 20. f?t u«,v. fuhrt /.um sofortigen Verlust für Schwarz. 28. T 1,3 -R3 Tc7-b7 29. h2 h3 ..... Mit Ilürk«irht auf den feindlichen (ie«eii,iimi -irr «ull dem Kwiifl ein VeuUi geöffnet werden. 2". 2-1 ir, ,-3 ..... Die I",it«r!)eidunn llout auf tlm M^scr*, Seime! kv St, *o!rhc-n SU'l. luteieti, no, «ie hier, beide Teile i :it'i Angriff spielen, ist es »Hi.: eebr -ihurr, ru beurteilen, > r *:uei«t kummci v.ird. T 1,2-1,1 1 0 0 rf;> S bfi T :8 I hl ..V! ]>n „2 Tl,7 1,1 Ii ,i2 al 8. ,-4 0, I, fl <13 1<\ S c;l —c 2 11.0-0 1,<f, .17 12, S r2 -f>3 H <1B - ■ 8 l'm dm fr-indihen Figuren das l'VH f5 ärti neiumn, 13. I. , J (12 K 0h« IlieJ dricliieht in der weiten Vornü^,:, hK si.iH „i, h iier cm-:;!h i ,„ he \'i,r.,|.,H , 1 luv,, u wird, und «iiiiä .Wirr .1, in S lü ,!.-.<. linrk/ug^eld ,;B fre,,.„:„,„;„,„ j„t. 14. al . ,1 D.n Zentrum Istlf »i.h ft.r Srhwa« llirht behaupten, «her nuf dem l)„- mentlfiael ist er der Stärkere und deshalb bereitet er hier einen Angriff vor. 15. <3 e4! 1>7 1,5! 16. c4 - r5 S f'6 - p8 17. 13 14 Die weide Bouernphal«nJt ist gewiß »icgvcrhcßrnd, aber die CU-Rfflchancen von .Schwarz sind dennoeh nicht zu unterschätzen. 17...... n-... 15 Damit räumt Schwan dem Gegner einen Freibauern ein. »her f4 (5 mußte Jedenfclla verhindert werden. IS. T il S3 1-3. ), ,13'.;, 4 31. H,l, 32. K 1 1,2 33.!) rl ,, , 3 34. T :;3^r;7! ...... Hifen Znc konnte f ilienthsl nur nnrh genauer \'oran«bercchnunf; «Her K,,nNequeu/.en riskier et,. 31, .... . T blfilf 35. K 1,2c3 T 1.1-- ,11 Mit der Drohung T dld». 3'>. K ::3 1,4 T,jl~d3 37, 1) c3 ■!2 ...... Pie Dnme konnte euch sofort nach e2 /.ieben. 37...... T> nlXa3 I anderen Widerstand konnte Sthwan mit 37..... D dl lctutef,. 38. .1) 12 - p3 I) (,3-.cl 39. R2- :;3 T f13---,12 40. 1) c2—1)5 T d2 - Ii2 Slelluiij? nach dem 40. Zuge von Schwarz i-4! e-i i"3! fliti ^ehr guter /ne,' er cr/w!t,^t eä *'d4, woduri h der u-raW i!«rncn. lauter n«rh d-1 Rfl»n;!t Dort «teilt 10,! & A % r yr \ '* ' *J^1; t jj i ' # ■ ■ *, %; t * ji ■ ■■ .t&T , f g h er Nortreilbrh, denn nunmehr dieht der „eicaentürhe Verttul) c!>.....er, mit "cr Kulminationanunkt der Partie. Angriff auf tj7. *••!•«••!•« ilroht T \,T,<h3* nebst 20 t, , , ß rl hl niatt. Aber - - W'eifl [,t " ' 1 " "" ■ 1 <s und kündigt ein Mut in 21. Lr3Xd4 l,cl7.....,5 •'.,-« :/.„c« „„. 22. s K3 -l;5! 'Ir«--r7 41, I |.T.» (>8t K 1.8,. 23. l 13- 1,3! T :i8- 1,8 Oder Trotz der eut dem K,.niB«fltlrel drol,enden (,ef«ht «In Sfl]««n Kalt- 42 \l l,% .. „r,* K .-,B_ (B hluua NR8riCf.pl»n .„I dem . ' " ' K «8 18 I»,,m. 1 :'b,;.;el fort, -i3 I, ,14 1 5 mall. Line iih:e Kampfpartie: von An- 05 j,rl , , n .,, K, '»"g tiäS Mm 13-.de .spannend. 21. b h5 -16! 41. <K» LfiO: 4S. D h«:t T 1,3!,2 11 ,-fi - h 7 Ii 7- In, Lilienthak Chancen in Hiistingg I?ei dem jdzt in!! a M i n is al.!;dia!t«-iifn Scharlikdiigrel! war the än-in. rgr',!;te Seiivtliot, tler S i e L i 1 i c n t Ii a I s 11 h r f-apahlanea in 3') /üL'on am 1. |anu.ir. Die „linu-s'' he/Hrfitn-t tlaran'lini Lilienthal ak eitien «icheren Anwärter auf il«) mten i'rns. Der Stand des Turniers am 1. 1, war: f'mvr, I i 1 i e n 1 Ii a ] je V ., Thomas 3, Capablanca, I I o Ii r, .Mttlidl, llutu innik je 2'j. KALENDARIUM 1935- 1. Woche 5695 - 18. Woche Freitag 4. Januar 29. Tewe» Samstag 5. X 1. Schwat iV71in »KT r\3V Sonnlag 6. w X Montag 7. ,» 3- „ Dienstag 8. »# 4. .. Mltlwodi 9. „ 5. Donnerstag 10. ). 6. Schabbat-Aua|i)n| Btrlln 4'. Breslau 4«. ftankfur! a. M. i». Mandren St 4. Juan iriO: Moiei Mradcliiohn gut. 4. Januar I81Z: Mose« Heu Reb. 6. Jaaur 1800: Der Llleralurhlilorlker und hebrSlidie Xehrlflateller Simon Hemfeld seb. Briefe an die Redaktion Zti Tat und Lohn Bad Dürkheim, 1. Januar 1935. Sehr geehrte Redaktion! dem Bericht in der „Jüdischen Rundschau" vom 2?. De/ember 1031 „Tat und Lohn" möchte k:h ergänzend darauf hinweisen, dal! auch die evangelische Theologie an Auffassungen, wie sie in dem zitierten Aufsatz, ausgesprochen werden, festhält, ja tlafl auch dort an ihnen festgehalten wird, wo ein wissenschaftliches Bemühen um eine Wesenserkenntnis des Judentums nicht in Abrede gestellt werden kann, wie z. B. bei Prof. Paul Volz in Tübingen, der vor wenigen Wochen bei Mohr in Tübingen das Buch „Die Esehatologie der jüdischen Gemeinde im n e u t e s t a m e n 11 i c h c n Zeitalter" veröffentlicht hat. Bemerkungen wie z. B.: ..... im Rabbinismus lebt in erster Linie die sittliche Kraft des Prophetismus weiter" (Seite 10) zeigen, daß Volz dem pharisäischen Judentum gerecht zu werden vermag. Um so auffallender sind die Ausführungen in dieser Schrift: „Die Ethik des Judentums steht unter dem Zeichen des Lohnes; ,die Sprüche der Väter' (pirke abot) sind eine Ethik des Lohngetlankens, dieselbe hat eine faßliche und nüchterne, aber auch harte und äußerliche Art. Vereinzelt hören wir Schläge gegen die Kerker wand des Systems der Leistung und Abrechnung: Antigonos von Socho z. B. pflegte zu sagen: gleichet nicht den Knechten, die dem Herrn des Lohnes halber dienen, sondern seid denen gleich, die ohne Rücksicht auf Lohn Dienste leisten, abot 13. Auch wird zuweilen die a'ufSerliche Vergeltmigsform durch eine innerliche überwunden; so, wenn Ben Asai in abot IV 2 lehrt: der Lohn eines Gebotes ist ein Ciehot, und der Lohn einer Uebertretung ist eine Ucbcrtretung. Aber das sind Ausnahmen." (Seite 121.) In diesem Zusammenhange sei darauf hingewiesen, was Kardinal F a u I h a b e r in seiner Predigtsammlung „R u f e n d e S t i ni m e n i n d e r W ii s t e d e r G e g e n w a r t" (Verlag Herder, Frciburg-Br. 1931) zu den Lohn- und Strafverh e i Ii u n g c n des I) e k a 1 o g s bemerkt: „Mit diesem 1 linweis au! Gottes Strafe und Gottes Lohn will die Offenbarung nicht die sklavische Furcht vor Strafe, nicht die kaufmännische, „undeutschc" Lohnsucht groß ziehen und heilig sprechen. Auch die Sittenlehre des Evangeliums lädt die Frage gelten: Meister, „was wird uns dafür für ein Lohn werden" (Matth. 19, 27)? Mögen die sittlich Groben auf den Höhen der reinen Liebe zu Gott und zum (Juten wandeln, ohne an Lohn oder Strafe zu denken, der gewöhnliche Mensch braucht in Stunden der Müdigkeit und Versuchung einen sittlichen Halt, und das ist der Hinweis auf Lohn oder Strafe. ,,Ü daß Du doch Meine Gebote hieltest! Wie ein Strom wäre Dein Friede und wie Meereswogen Deine Gerechtigkeit, spricht der Herr" (Jes. 48, 18). (Seite 127.) Rabbiner Dr. Ernst Stecke! machcr. Das erste jüdische Liederbuch Verehrte Schriftleitung! Meine!, 30. 12. 1934 Zur Notiz des Herrn Rabbiner Bernhard B r i 11 i n £ in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 101, Prof. Dr. Heinrich Loewe betreffend, ist manches ergänzend richtigzustellen. Heinrich Loewe hat vor -II Jahren (Februar 1894) im Auftrage der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" das Liederbuch für jüdische Vereine herausgegeben. 23 Lieder und Gedichte zum Vorfragen, eigene und übersetzte, sind von ihm selbst. In der mir vorliegenden zweiten Auflage (189S) ist die Zahl zwar nicht vermehrt, aber der Inhalt verbessert. Und da ist wohl die „Hatikwah" von N. H. Imber im hebräischen Text und in deutscher Uebersetzung von Heinrich Loewe aufgenommen. Es sind ferner hebräische Lieder und Gedichte, Text und Uebersetzung von David Jellin, M. Mane und L. Schallt, sowie von vSara Schapiro ein Zionsüed, nur hebr. Text, mit dabei. Von den alten Liedern sind in der Sammlung Alcharisi und Jehuda Halevi von S. Kristeller und Salomo ben üabirol Trinklied von A. Geiger. Nach der alten Volksrneltxlie „Maos Zur" stammen von Heinr. Loewe „Auf mein Volk" und „Zur Makkabäerfeier". Neben Heinr. Loewe selbst sind noch folgende Namen mit ihren Liedern und Gedichten in dem Büchlein vertreten: N. Aronstamm, M. 1. Bodenlicimer, Emil Efran, Berth. Feiwel, Dr. 1. Feld, S. Erug (aus dem Russischen und Jüdisch-Deutschen), Heinrich Heine, Julius Kossarsky (Einiges aus seiner „Wallfahrt in Palästina"), Lcop. Landau, Max Lewinsohn, Eduard Loewe, I. Loevvenberg (Aus den Liedern eines Semiten), II. Neumann, Karl Pollak, L. Postier, Willi. Perlmanu, Dr. I. Ru'f, Israel Schwarz, Spittler, Sigm. Werner und Heinrich Zirndorf. Ferner sind zwei namhafte nichtjüdische Dichter vertreten: Aug. Janssen (1816 „Judenlieder", 4 Gedichte) und Nikolaus Lcnaii („Der arme Jude"). Besonders erwähnenswert ist das Lied „Dies ist die Thora" (Hagbaha) von Moses M. H a a r b I e i c h e r (1797 bis 18t)9 Hamburg), das 1832 verfaßt und am „Simchath Thora" beim Zeigen der geöffneten Gesetzesrolle in vielen Synagogen in Deutschland gesungen wurde. In der Loewe« sehen Anthologie ist es Seite 87—88 ohne den letzten (zwölften) Vers veröffentlicht. In der Anthologie von Ludwig August Frankl „Libanon" ist es vollständig, ferner im „Jüdischen Oedanken" von Dr. Joseph Hermann Hertz, Uebersetzung aus dem Englischen von Rosalie Perles, Leipzig 1524. Es ist vielleicht wenig bekannt, erhöht aber die Bedeutung dieses Liedes, daß einer unserer großen hebräischen Denker und Dichter, S. D. Luzzato, dieses Lied 18834 ins Hebräische übersetzt hat. (Gedichtsammlung D'Jl "rt»)' Leon Schteinhaus, Adolf von Sonnenthal Berlin N, den 28. 12. 34. An die Redaktion der „Jüdischen Rundschau". Anläßlich des 100. Geburtstages von Adolph von Sonnet!- thal erinnere ich mich an folgende Episode, die sich in den neunziger Jahren in Riga abgespielt hat. A. v. Sonnentha! gastierte damals am deutschen Stadttheater. Es bestanden um diese Zeit in Rußland Ausnahmegesetze gegen Juden. In Riga durften nur Juden besonderer Kategorien wohnen. Als Sonnenthal nach seiner Konfession gefragt wurde, antwortete er, daß er Jude sei. Er erhielt darauf die Aufforderung, binnen 21 Stunden sein Hotel Und die Stadt Riga zu verlassen. Seit längerer Zeit waren aber bereits alle Karten vergriffen. Durch Fürsprache der Theaterdirektion gelang es mit Hilfe des Österreich-ungarischen Gesandten in Petersburg, das Gastspiel doch durchzuführen. Er begann noch am selben Abend, es war ein Sonnabend, sein Gastspiel mit „Uricl Acosta". Als er die Worte „... denn ich bin ein J u d e" aussprach, brach ein gewaltiger Beifallssturm los. Alle Anwesenden, auch der Schreiber dieser Zeilen, haben diese Worte besonders verstanden und mitgefühlt. Da ich annehme, daß diese Zeilen ein Ailgemeininteresse haben, wäre ich für Veröffentlichung dankbar. M. S a p i r o. *,* Sonnenthal selbst hat den hier erwähnten Vorfall in einem Brief an Ludwig Spcidel vom 10. April 1889 geschildert. Der Brief ist abgedruckt in dem Sammclbuch „Juden und Judentum in deutschen Briefen aus drei Jahrhunderten" (Saturn-Verlag, Wien). Jüdisches in Rom Berlin, den 1. I. 35. Sehr geehrte Schriftleitung! Zur Ergänzung der sehr interessanten Ausfuhrungen Kurt Kornickers „Auf eleu Spuren des römischen Ghettos" („J. R." 28. 12. 1931) möchte ich darauf hinweisen, daß wir seit einer Reihe von Jahren einen ganz, vortrefflichen Führer durch das jüdische Rom in Vergangenheit und Gegenwart besitzen: „Roma Israelitica" von Prof. Ermanno Loevinson (Verlag Kaufmann, Frankfurt a. M.). Dies ebenso kenntnisreich wie höchst lebendig geschriebene Büchlein erzählt von einer Vogelschau auf die Gebäude Roms, wie sie durch einen italienischen Juden, der zugleich Fliegeroffizier ist, einem Reisenden vermittelt wird, der aus Erez Israel kommt; es war in den unvergeßlichen Tagen unseres letzten römischen Aufenthaltes unser ständiger Begleiter und leitete uns zu allen jenen Stätten im einstigen römischen Ghetto, an denen nach Kornickerg zutreffender Beobachtung der Fremde meist vorübergeht. Aber darüber hinaus führt die Roma Israelitica zu allen den Stätten, wo jüdische Geschichte und jüdische Kulturinhalte in der Unendlichkeit dieser ewigen Stadt eine Rolle spielen. Hier sei auch auf Loevinsons seit einigen Monaten in der in Rom und Mailand erscheinenden „Rassegna Mensile di Israel" veröffentlichten Studien zur Geschichte der Juden in Italien, besonders zur Zeit des Risorgimento, hingewiesen. Loevinson lebte von 1890 1927 in Rom und leitet zurzeit das Königl. Staatsarchiv in Bologna. Dr. Bertha Badt-StrauB, Zur Frage der Armenanwälte Berlin, den 29. Dezember 1934, An die „Jüdische Rundschau", Berlin W 15. Zu Ihrer Notiz: „Zur Frage der Armenanwälte'1 in Nr. 102 03 Ihrer Zeitung weisen wir darauf hin, daß die vom „Berliner Tageblatt" wiedergegebene Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt vom Mai d. J. datiert. Sie ist durch entgegengesetzte Entscheidungen anderer Oberlandesgerichte und vor allem durch die in Nr. 101 wiedergegebene Allgemeine Verfügung des Reichs- und Preuß. Justizministeriums vom 10. 12. 31 überholt. Mit vorzüglicher Hochachtung Auskunftsstelle. Palästlnarcise des K. J. V. Der Prospekt der Purim- und PefSachreise ist erschienen. Wir bitten um Anforderung und um möglichst umgehenden Entschluß, damit die Vorbereitungen zur Herbeischaffung für die Unterlagen sofort in Angriff genommen werden können. Alle Anfragen bitten wir zu richten an das Kartell Jüdischer Verbindungen, Bcrlin- Charlottenburg 2, Bleibtreustr. 50; Tel.: Steinplatz (C 1) 4736. Telephonisch erreichbar jeden Tag zwischen 91 und 10i, Uhr. Nächste Abfahrten nach Palästina (mitgeteilt vom Palestine lk Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100). Dampfer Th. Gautier 7. Jan. ab Neapel, Dampfer üerusalemme 9. Jan. ab Triest, Dampfer Tevere 10. Jan. ab Triest, Dampfer Sphinx IL Jan. ab Marseille, Dampfer Carnaro 17. Jan. ab Triest, Dampfer Mar. Pacha 18. Fan. ab Marseille, Dampfer Patria 21. Jan. ab Neapel, Dampfer üerusulemme 23. Jan. ab Triest, Dampfer Vieiina 21. (an. ab Triest, Dampfer Champollion 23. Jan. ab Marseille, 'Dampfer Pilsna 30. Jan. ab Triest, Dampfer Polotiia 30. Jan. ab Konstanza, Dampfer Tevere 31. Jan. ab Genua. — Sonderfahrten im Frühjahr: 11. Febr. Dampfer Aquitania (46 (WO t) ab Nizza, 8. März Dampfer Rex (51000 t) ab Neapel, 8. März Dampfer Felix Rüssel (22 000 t) ab Marseille, 9. April Dampfer Saturnia (24 000 t) ab Neapel. Aktion für die Kinderaiijah in Südafrika. Uns wird geschrieben: Frau Jettka Levy-Stein hielt skh einige Monate in Südafrika auf, um eine Aktion für die Kinder, alijah durchzuführen. Ihr Erfolg war ungewöhnlich groß. Obwohl nur ca. 60 - 70 000 Juden in Südafrika leben und Frau Levy-Stein nur einige Hauptstädte besuchte, stellt das Ergebnis dieser Kampagne doch den größten Anteil — nach Amerika - an der Finanzierung der Kinderaiijah dar. Es war der geglückte Versuch, zwischen den Juden Südafrikas und Deutschlands eine Brücke zu schlagen. Z. M.S. Warnung! Ein Schwindler, der unter seinem Namen E. L. auftritt und sich als Abgesandten der Jüdischen Jugendhilfe E. V. ausgibt, versucht unter Vorspiegelung talscher Tatsachen Gelegenheit zu Diebstählen bei Angehörigen von Jugendlichen, die zur Jugendalijah kommen sollen, zu finden. Die Jugendhilfe weist darauf hin, daß niemand ein Recht hat, ohne schriftlichen Ausweis im Namen der Jüdischen Jugendhilfe E.V. irgendetwas zu veranlassen. Sie bittet, den Schwindler der Polizei zu übergeben und ihr unverzüglich Mitteilung zu machen. AtiiaU-Spiel V** Mti # 0 i 0 $ A Eine Reise nach Herausgegoben vom Keren KaiemathLejisraei ■EREZ ISRAEL B*r,ln w 10, Malnakattr. 10 / Pontscheokkonto: Berlin Nr. 28247 mag»,* im vertrieb der Buchhandlung Hedem 15 Rpf. Porto Bln.-Chirl., Dahlminnttr. B / PoatMhtokkontoi Berlin Nr. 109S1f RM 1.20

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.