Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU PS) 1 Sl S t i II C II S i £ C* Ii F III S C* Ii Sl II NR. 1, 1. JANUAR I93J Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensischen Korrespondenten Neues Grundsteuergesetz Im palästinensischen Amtsblatt wurde der Entwurf eines ii e u tu (i r ti n <i s t e u e r g c s e x / e s für landwirtschaftliche Terrains veröffentlicht. Das schon vor längerer Zeit angekündigte Gesetz enthält -II Paragraphen, die im Amtsblatt 1<> Schien umfassen. Der Grund und Boden wird in 10 Kategorien eingeteilt. Die meisten Kategorien sind noch für Steuer/wecke in Unterabteilungen gegliedert; gewisse Kategorien, wie Wälder und unbebauter Boden, bleiben .steuerfrei,. fiir die übrigen Bodenarten ist je nach ihrer Güte die Steuer gestaffelt; die höchste Steuer, nämlich S25 Müs pro IMiiani. ist fur Zitrusbödcu vorgesehen, jedoch mit Aufnahme derjenigen im l'nferiiistrikt Akko, wo die Steuer pro Dunain bloß -11(1 .Müs betragen soll. Die Verordnung enthält ferner Bestimmungen über die Einsetzung amtlicher Stcuercuiscliätzcr, über das rinspruchsverfahren gegen die Stcucrbcmessung und die Aufteilung tler Steuer unter die Eigentümer ein r bestimmten Bodenkategorie. Ferner sind Bestimmungen für die Besteuerung von Industrie, gebändelt in landEchen Gebieten vorgesehen. Im allgemeinen verfolgt «las nein Ge;etz die Tendeti/, höher entwickelte Terrains starker zu 1 .-steuern. Pioniersiedleru werden fur die ersten Jahre ihrer N b'dci lasMing knnci'ci Vergünstigungen gewahrt. Auch wird it stein rlicucr Hinsicht kein Unterschied zwischen Eigentümern ,ind Inhabern einer langfristigen Pacht gemacht. Landwirtschaftliche Information i >ie Mit a c h ..! u 1 h ( >! e i der in a n i a (eilt mit: In I rgäii/mig der vor kurzem veröffentlichten Vereinbarung /wi-tlun dem Arnt'i» -in lc<inomie Committee für I'alc-tiue und .Um Palästina- \mt Berlin wird mitgeteilt: Das A E.G. f-jf 'ah--.jjue. wei, hrs das zentrale Tri - forinationshuri» für Industrie und I anduiitschaft unterhält, gibt I iiiwat'dmtn un.l a:i.lc:e:i Interessenten aus allen Bändern der Welt Auskunft und Anleitung in allen Fragen der Industrie und I ,i»dw;rtsch in. 1 ),is Zeutr.dbüro beschränkt r-i ine InögkGt auf du. •. u:.vu.le Untei sie, innig von iu- «Iumii> Heu um! I.i»dv\;rt>«-Ii,t!'i: den Teilgebieteti und auf die I.rtrihmg von objcktm-it InioriiiatHMieti hierüber an alle Anfragenden. I> ei teilt kcbtui Rat und beschäftigt sich nicht mit koiikrt ten c;.-diu;ig-.pi..M kn-n. Die Vereinbarung mit dr in Palästina- \ m t!'.•;!.:! hezwci kt eine 1 rlcichte- Timg der Zio.msm. 'tat bei: rusdicn Deut', bland und dem Zentralburo in Palästina. D:e spezielle landwirtschaftliche Beratung und Au-kunttsertcilung über aktuelle Siedhmgsinöglichkeiten fur dcü1«clie l mwandercr erfolgt nach wie vor durch die landwirt-chaftliehe Beratungsstelle der deutschen Abteilung der jewisli Agenev, die dem Merkas der I litachduth Olej Germania (II. {).(».) angegliedert ist. lös sind also zu richten: Anfragen wegen objektiver Information auf industriellen und landwirtschaftlichen Teilgebieten an das Zentrale Informationsbüro fiir Industrie und Landwirtschaft des Amern an I cotioniic Committee for Palest! ne, Tel-Awiw, P.O.B, 52, Nachiath Benjamin Str. 57. Spezielle landwirtschaftliche Anfragen, vor allem über konkrete Siedlungsmögbcbkeiten, an den Merkas der H.O. G., landwirtschaftliche Abteilung, Tel-Awiw, Liüenblumstr. 26. Die Presse des Landes schreibt: lieber Wohnungsnot und Seelennot Die Uebmdöiüung zahln. ü ber palästinensischer Kwuzoth durch die Aufnahme neuer I mw,im lerer |iat in ihnen vielfach 7ti »iiier .sehr tiihl.inmt Wohnungsnot gefuhrt. .Wehrfach ist is iiotw eiidi-..; :.t worden, \oii ilen Zimmern, in denen Ehepaare leben, I esk abzutrennen und in diesen einen neuen Einwanderer einzii.ui.il iiei-eii. Die i'eeugung. die hierdurch sowohl in prakti-chcr v. ie auch in .-ceb-cher Umsieht eingetreten ist, wird durch i rv u s-öir in ■ •; en Aufsatz einer brau be- U-ti. h'u. der in der /utselud; des Kiblm/ In (.harod ,.M i b - biiuim" t-i.sibi« n ist. Die Verfasserin beschäftigt sich dann mit dem Pn ädern des „I Jritten", der in engster Nachbarschaft l.-bt, und die peranheben Beziehungen cier Fainili's die iii il.;, m Vf'iiiiinauni beeinträchtigt wird, aufs s'ark-te beli-'m I - mder - die 1 ran empfindeeleu seelischen Diuel-., de,- •[.::■ u •'•:<• I'«-, i>a- Iiiigung der Intimitat des Zusaiitmi-ilehi its gi e, u; en und, als ein schweres menschliche (ipiue D-e-e -\. liberum, ist mehr als der Ausdruck persönlicher >,»!._,;i ii-; i ri.litet sich an du* verantwortlichen Instanzen -Je: ,-i e::!,-ö-;i I;, wcgtmg, dafür zu sorgen, daß diiiih ben i'-a m. \,,u .,,!..;, i, heiideii Unterbrniguiigsinög- Jiilikiitdi öe : h dm, Ii die Aibi-it tuul die Probleme des tag Ik heu l'.ln.-s i-.t .iHgt-im i.in nicht leichte Situation unserer .\\cii>cii;;i in den Kwuzoth nicht unnötig weiter belastet wird. lieber den Zustand des Rabblnats In tler p.d,. .tniensjschi-n orthodoNen Monatsschrift „Hahed" eignüt Rabbiner Jakob L. i p s c h i t / das Wort, um über den Zustand des Rabbiiiais in Palästina zu klagen. Er entwirft ein sehr düsteres Bild. In den drei heiligen Stallten Jerusalem Tiberias und Safcd ist die Stellung des Pabbiuats duicii innen- K.mipfe und Intrigen vollständig» crsclnitteit. I bvnso unerfreulich ist che Lage in den Kolonien. Dort ist das religiöse Judentum gesunken, die Bewohner halien keine innere Beziehung zum Institut des Rabliiuats und die Punktion des Rabbiners beschränkt sich auf Trainingsuml Oi abreden und auf das kernen der Mischna mit Gleisen. Dem Pabbiucr ist keinerlei Einfluß auf die Erziehung euigci aiunt. Am besten ist noch die Stellung des k'abbmcis m Tel-Awiw und in Haiti. Dort sind die Rabbiner Persönlichkeiten, die Ansehen genießen uml starken Einfluß auf grobe Teile der Bevölkerung haben. Der Verfasser schlägt zur Behebung des Uebels die Gründung einer Rabbhici-Organisation im Laude vor, welche fiir die Hebung der matei ielleu und geistigen Lage der Rabbiner Sorge tragen soll, ferner die Errichtung von Rabbmerschulen, in denen die künftigen Rabbiner auch weltliche Bildung erhalten und als Redner ausgebildet werden sollen, endlich Inspektionsreisen der groben Rabbiner in die kleinen Orte zwecks Stärkung des Einflusses der dortigen Rabbiner. Freispruch von Orangenpflückern 15 Oraitgeti-Pflucker aus Kfar S a b a, die sich wegen Postenstehens vor einer Plantage zu verantworten hatten, wurden vom Richter Boclillv freigesprochen, mit der Begründung, da Ii es sich um einen reinen Arbeitskonflikt handelt, der mit Rasse, Religion oder Sprache nichts zu tun hat. gl. Tel-Awiw, Ende Dezember, Post-Sorgen Die palästinensische Post hat sich entschlossen, den gesteigerten Bedürfnissen und den dauernden Forderungen des Publikums entsprechend, ihren Dienst zu vergröbern. Vom Beginn des neuen Jahres an wird in Tel-Awiw und Jerusalem dreimal täglich Post ausgetragen werden. Außerdem wird ein A u t o b u s s c h n e 11 d i c n s t für Briefe /.wischen den beiden Städten eingerichtet, der es ermöglicht, am selben Tage Antwort auf eine Anfrage zu erhalten. Auch zwischen Haifa, Tiberias und den anderen Städten wird eine raschere Verbindung hergestellt. Die Neuerungen werden vom Publikum mit großer Befriedigung aufgenommen. Jedoch mehren sich unterdessen die Beschwerden über schwerfälligen Postdienst in den größeren Kolonien und insbesondere über die ungenügenden Räume und den zu kleinen Stab des Postamtes in Tel-Awiw. Es bleiben gelegentlich Postsäckc aus Mangel au Personal ungeöffnet liegen und kommen viel zu spät zur Verteilung. Auch die Abfertigung des Publikums läßt viel zu wünschen übrig. Man erwartet, daß die Post sich auch in diesen Punkten den vergrößerten Anforderungen des wachsenden Geschäftsverkehrs anpassen wird. Verkehrs-Unfälle In der letzten Woche haben sich wieder eine Reihe schwerer Autounfälle ereignet, bei denen eine Reihe von Personen, zum Teil tödlich, verletzt wurden. Die Presse setzt mit erneuter Kraft zu einer Sieherheitskampagne ein. Bestimmte Chausseen, insbesondere der Verbindungsweg zwischen Tel-Awiw und Petach-Tikwah, sind für die Opfer, die sie fast täglich fordern, bereits berüchtigt. Es wird vermutlich eine Verbreiterung der Fahrstraße, die einen überaus großen Verkehr aufweist, notwendig werden. Die Regirrung, ebenso wie die lokalen Sclbsrverwaltungskürper werden erneut aufgerufen, für eine Sicherung der Wege zu sorgen. Arbeit der Regierung und der Städte Das landwirtschaftliche Department der Regierung bat S a a t k a r t o f f e I n eingeführt, die zu billigen Preisen an Landwirte abgegeben werden. Es ist die Absicht des Departments, den Anbau von Kartoffeln im Lande zu ermutigen und damit den wachsenden Import einzudämmen. Die Palästina-Regierung hat einen Experten eingeladen, der einen Bericht über die Lage der palästinensischen Eisenbahnen und die Möglichkeiten einer Ver- Die wenigsten, die nach Jerusalem kommen, kennen das stille Häuschen in der Vorstadt M'kor Chajim, in dem in täglicher schwerer und opfervoller Arbeit eine Aufgabe angefaßt wird, die zu der wichtigsten und schönsten unseres Volksaufbaus gehört. In diesem Häuschen lebt und arbeitet Dr. Rosa Dukas — den deutschen Zionisten gut bekannt —, die sich zur Aufgabe gestellt hat, milieugefährdete und verlassene Kinder aus den Elendsquartieren orientalischer Juden aufzunehmen und sie in einer gesunden, ihnen gemäßen Atmosphäre für die Ueberführung in das bäuerliche Palästina vorzubereiten. Nach zehn Minuten Fahrt vom Zentrum Jerusalems hält der Autobus in der Nähe von Talpiot vor einem kleinen weißen Mäuschen. Eine stille Straße, die viel mehr an eine Dorfstraße als an die Stadt erinnert. Kleine „Batiernhäuschen" mit Vorgärten, eine stattliche Synagoge, alte bärtige Juden, im Hintergrund die herrliche Berglandschaft. Wir sind am Rande der Stadt, in einem Viertel, das von der Entwicklung der letzten Jahre unberührt blieb. Da kommt uns auch schon Rosa Dukas mit ihren vier Jungen (im Alter von 10 -El Jahren) entgegen, einen Beutel Tischlerwerkzeug in der Hand. Strahlend erzählt sie uns, daß sie diesen soeben geschenkt bekamen, und es ist schwer zu entscheiden, wer über das Geschenk glücklicher ist: sie oder die Jungen. Sie führt uns in ihr Häuschen, in dem sie mit den Kindern lebt, ihnen Mutter, Erzieherin, Pflegerin und noch mehr ist. Dazwischen erzählt sie uns kurz die Geschichte eines Zöglings, die sich von denen der übrigen wenig unterscheiden dürfte: Der Vater Bettler, der Frau und Kinder mißhandelt, die Mutter, die in ihrer Verzweiflung sich mit Petroleum begießt und es anzündet, um auf diese Weise Selbstmord zu begehen. Wenn man den netten, schwarzäugigen Buben sieht, der jetzt fröhlich im Garten herumspiclt, kann man sich dies alles schwer vorstellen. Das Häuschen wird aufgeschlossen, wir sehen die Wohnküche, die uns durch ihre Einfachheit t'nd Gemütlichkeit berührt. Der runde Tisch mit der netten Decke könnte in mancher Wohnung stehen und auch die \\>r.v!sciii är.ke mit den netten Vorhängen verraten kaum, daß es einfache, nicht einmal gehobelte Kisten sind, die die Kinder selbst gestrichen itaben. In/wischen wird es Zeit, Abendbrot zu essen. Schmucl deckt den Tisch, Moscheh zündet die Petroleumlampe an, der Primus wird aus einer Kiste hervorgezaubert, die Familie setzt sich an den Tisch. Beim Abendbrot erzählen die Kinder, Neue Firmen Nach Veröffentlichungen in der „Palestine Gazette", dem Amtsblatt der Palästina-Regierung, Aktiengesellschaften: Palestine and O v e r s e a s T r a d i n g Co. Ltd. (Geschäfte aller Art), Kapital £P 50 000. The Palestine Electric Wire Co. Ltd. (Elektrische Drähte und Kabel), Kapital HP 25 000. — General Trading and Pinancial Corporation of Palestine Lt d. (Darlehen und Vorschüsse auf Wertpapiere und Grundbesitz, Agenturgeschäft), Kapital £P 20 000. - The Near Fast Finance Corporation Limited (Darlehen und Besserung des Dienstes erstatten soll. In letzter Zeit sind im Zusammenhange mit der starken Inanspruchnahme der Bahnen eine Reihe von neuen Fragen entstanden, denen sich die Leitung nur in ungenügendem Maße gewachsen ge* zeigt hat. Die Regierung beginnt mit der Aufforstung VOÜ 5000 Dunam in der Gegend ton Beer-Schewa. Um die Abwicklung der Geschäfte in der OrangensafeoB zu beschleunigen, hat die Regierung 16 neue Zollbeamte in Jaffa eingestellt. Die Regierung beabsichtigt, ihr S a n i t ä ts - B u d get in diesem Jahre um C 40(XX) zu erhöhen, um die sanitär« Lage in den Dörfern zu verbessern. Die S t a d t v e r w a 11 u n g in Haifa hat von 'der Barclays Bank eine Anleihe von C 30 000 für den Bau eines großen Schlachthauses aufgenommen. Die Munizipalität Tel-Awiw hat beschlossen, das Gesetz zur Regelung der Mietspreise in der Stadt, das Ende März abläuft, bis zum Juni 1936 zu verlängern. Es wurde beschlossen, von jetzt an auch Läden, Büros und Praxisräume in den Bereich des Gesetzes ernzubeziehen. Es wurden für diese bisher nicht mitbehandelten Räumlichkeiten besondere Preisgrenzen festgesetzt. Wirtschaft und Gesellschaft Die neu gegründete W a s s c r g e s e 11 s c h a f t, die füf den Ausbau der Irrigation in der Ebene Jesreel sorgen soll, beginnt in nächster Zeit mit Bohrungen in tünf Sied« Jungen. Bei Bohrungen auf dem Boden der landwlrt« schaftlichen Schule für Araber bei TulKerem wurde Wasser gefunden. Eine direkte Radio-Telephon Verbindung ist zwischen Damaskus und London hergestellt worden. Die A s c Ii r a i Bank in Tel-Awiw hat ein neues großes Gebäude im Zentrum der Stadt bezogen. Die Räume sind nach den modernsten Erfordernissen eingerichtet. Ein großer Teil der Einrichtung konnte bereits von lokalen/ Firmen bezogen werden. ' In der landwirtschaftlichen Kadourie« Schule am Berg "Labor wurde im letzten Monat eilt Kurs über Schafzucht abgehalten, an dem sich die Schafhirten aus 25 Siedlungen beteiligten. Die allgemeine Arbeiterorganisation bereitet eine große Z u s a m m e n k u n f t d e r deutschen' E i n w a nderer vor, die Mitglieder der Organisation sind oder ihr nahestehen. Zweck der Zusammenkunft ist, die deutschen Einwanderer stärker als bisher am öffentlichen Leben des Landes zu beteiligen. wie sie ihre Freizeit verleben. (Am Vormittag sind sie m der Schule.) Sie erzählen von den Sichoth, die sie mit „Rosa" hatten, über Bialik, Arlosoroff, die Kwuzoth und noch mehr. Sie erzählen von den Freitag-Abenden, an denen sie Lieder singen, und „Rosa" ihnen Geschichten erzählt, von den Tijiulim am Schabbat, bei denen sie den ,,Meschek Hapoaloth", die Kwuzah „Ramath Rachel" und noch vieles andere sahen. Schawuoth waren sie in Ben-Schemen eingeladen, und das war natürlich etwas besonders Schönes. Sie erzählen auch vom Bruder Schmuels, der vor einigen Wochen aufs Lanu kam und von ihnen allen darum beneidet wird. Auch sie haben schon Unterricht in Gartenarbeit bei der im Nebenhause wohnenden Gartenhaulehrerin. Sobald einer der Jiim'en anfängt, persische Ausdrücke ZU gebrauchen (es sind Kinder persischer Juden), ermahnt ihn „Rosa": Kinder, wir sind in Erez Israel und nicht in Persien! — Und ob sie in Erez Israel sind! Im wahren Erez Israel. Nach dem Abendbrot erzählt uns Rosa Dukas die Geschichte ihres Heimes, von ihrer Arbeit im Sozialbüro der Jüdischen Gemeinde in Jerusalem, bei der sie die erschütternde Situation wahrgenommen hat von der unvorstellbaren Armut, in der „gesunde Jugend zugrunde geht". Durch ein „Wunder" wird ihr'dieses Häuschen zunächd für ein halbes Jahr mietefrei zur Verfügung gestellt. Sie erzählt, wie sie die „Möbel" und Kisten von den Bekannten aus der deutschen Alijah geschenkt bekam und vom kleinen Fonds, den ihr Freunde zur Verfügung stellten. Sie hat auch schon einige Gönner, die durch einen Monatsbeitrag von 50 Müs (etwa 65 Pfennig) sich an ihrem Werk beteiligen und ist jetzt im Begriff, einen Fördererkreis ins Leben zu rufen, mit festen Beiträgen von 5-W Piaster (o5 Lid Pfennig) im Monat. Interessant ist der Einblick in das sorgsam geführte Kontobuch. Mit welch winzigen Mitteln wird das Heim gefülrt, und wie gut, auf Vitamine und Kalorien bedacht die Kcst ist! Die Gesamteinrichtung des Heimes kostet C 6. (Dicken und Bettwäsche wurden von der Hadassah zu ermäßigten Preisen geliefert.) Zum Schluß erzählt uns Posa Dukas von Mordecha!, denf ältesten ihrer Zöglinge, der vor einem Monat aufs Land kam. Den vollverwaisten Junten, der in einer Übervölkerten Wohnhölle lebte, brachte ihr die Fürsorgerin mit der Charakteristik: „Deprimiert und mifmutig". Nach 4«.'s Monaten ging derselbe Junge mit großer llegeistening aufs Land, und von der Photographie, die uns „Posa" zur Illustration zeigt, blickt uns ein offenes und strahlendes Jungengesicht entgegen, das die beste Charakteristik fur die Arbeit Rosa Dukas' ist. Dr. Sl., Jerusalem. Vorschüsse auf Wertpapiere und Grundbesitz, Agenturgeschä'ft, Wertpapierhandel), Kapital LP 20 000. — llanoth (Paicstinc Orchards) Ltd. (Land-, Gebäude-, Grundstückserwerb und Bepflanzung, Kultivierung, Entwicklung), Kapital CP 20 500. - ,.f: m e k" Water Company Ltd. (Wasserinstallationen, Pfi; uztmgeri, Maschinen, Bewässerungsanlagen in Mishar Haemtk und anderswo), Kapital £P 10000. — The „Gilboa" Water Company Ltd. (Wasserinstallationen, Pflanzungen, Maschinen, Bewässerungsanlagen in Kfar Jeheskicl und anderswo), Kapital HP 5000, — The Sinai Publishing Company Ltd. (Verlag und Buchhandlung), Kapital (CP 2000. - „J a f f o i t" Jaffa Citrus Warehousing fV Forwarding Company Ltd. (Citrus-Kommissions-Agenturneschäfte), Kapital £P.1000, Von der Arbeit einer deutschen Zionistin: Besuch im Kinderasyl