Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 103-104 (29.12.1933)
- Date
- 1933-12-29
- Page
- Seite 1038 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 1028 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 103/104, 29. XII. 1933 Aus der zionistischen Arbeit Die letzten Wochen des Jahres 1933 standen an den meisten Orten Deutschlands im Zeichen intensiver Arbeit der zionistischen Ortsgruppen ■und der sonstigen zionistischen Verbände. Die Zahl der bei uns eingelauienen Berichte über zionistische Veranstaltungen ist außerordentlich groß. Wir können heute im Anschluß an unsere letzte zusammenlassende Veröiientlichung (Nr. 95 vom 28.11.) nur die hauptsächlichsten Ereignisse registrieren. Idilesfen In Breslau ist eine Chanukkah-Veranstaltung erwährenswcrt, die gemeinsam von der Wizo-Gruppe, der Jung- Wizo und der Misrachi-Frauengruppe im grolle״ Lessingsaal veranstaltet wurde. Die Festrede hielt Rabbiner Dr. Simonsohn. Von den übrigen Mitwirkenden sind zu nennen: Steffi Preuß (Dekorationen), Auguste Nothmann (Ansprache), Frl. Gerstner (Rezitation), Kantor Lachmann (Gesang), Erna Falk (Erläuterung eines Palästina-Bildstreifens), Ludwig Lew v (Klavier), Chor des ״Habonim“. — In Brie g wurde nach einem Vortrag von Dr. Hans Prinz am 23. 11. eine zionistische Arbeitsgemein- Schaft gegründet. Am 7. 12. sprach Dr. Freund, Breslau, über: ,,Palästina 1933“. — Auch in Giatz erfolgte am 26. 11. die •Ortindung einer zionistischen Ortsgruppe. Dr. Hirschbcrg, Altbeide, referierte über ״Schicksal und Pflicht“. Der Vorstand besteht aus den Herren Teller, Rudolf Jacob, Lothar Tichauer, Giatz und Hirschberg, Altheide. — Die Gl ei witze r Ortsgruppe veranstaltete am 13. 12. ein Chamikkah-Fest, das sehr gut besucht war. Am 17. 12. veranstaltete der Bar Kochba eine Chanukkah-Fder für Kinder. — In U log au sprach Dr. Prinz am 30. 11. über: ״Palästina, wie es wurde und wie es ist“. Die Leitung der Wizo-Gruppe hat Frau Dr. Sachs übernommen. — Die Zionistische Ortsgruppe Onb e n veranstaltete am 27. 11. mit dem gleichen Thema einen Vortrag von Dr. Prinz. Die Zahl der Ortsgriippenmitglieder hat sich beträchtlich erweitert. — fn K r c u z b 11 r g, O.-S., sprach am 26. 11. Fritz Thau, Reuthen, über ״Deutsches Judentum und Zionismus“. Es wurde eine zionistische Gruppe unter dem Vorsitz von Herbert Heisenberg gegründet. - Am 11 .21־. sprach in Ratibor Rabbiner Dr. Viktor, Hindeiiburg, über das Thema ״Die letzten 100 Jahre“. — fn Rosenberg hielt Fritz ־!hat! am 10. 12. mit dem gleieben Thema wie in Kreuzburg einen Vortrag- Der neu gegründeten 7iors. Arbeitsgemeinschaft trat sogleich etwa die Hälfte der Gemeiridemitglietler hei. Die Gruppe wird geleitet von Dr. Preiß, grau Seelig und Herrn Translateur. Sie hat die bestehenden hebräischen Sprachkurse übernommen. - In Ciörlitz veranstaltete die Ortsgruppe am 13. 11. einen Ausspracheabend, am 29. 11. einen Vortrag von Dr. Hans Prinz und am 21. 12. eine gemeinsame IMitgliederversammlung der Ortsgruppe mit «dem Hechaluz. Der Hechaluz veranstaltete am 22. 12, eine Aussprache mit Gcrschon Hamburger vom Merkas. — In Schweidnitz richtete die Zion. Ortsgruppe zwei hebräische Kurse ein und veranstaltete am 16. 12. einen Chanukkah-Kindernachmittag unter Leitung von Fri. Auerbach, Reichenbach. Für die Erwachsenen wurde ein Chnnukkah-Abend veranstaltet, bei dem Dr. Licht, Striegau, sprach. Es soll eine Ktndergruppe unter Leitung von Frl. Auerbach gegründet werden. — Die Zion. Ortsgruppe Waldenburg gründete am 15. 11. eine Wi'7.0- Gruppe. Frau Dr. Pinczover sprach über ,,Die Frauenbewegung in Palästina und die Bedeutung der Wizo“. Die Leitung der Gruppe übernahm Frau Dr. Blumenthal, Bad Salzbrunn. Am 16. 12. wurde eine Chanukkah-Feier im Gemeindehause veranstaltet. Das Programm bestritt der ״Habonim“ unter Leitung von Hanna Wie.-• er. Ostdeutschland — Ostpreußen Im Rahmen eines Oemeindeabends sprach am 29. 10. in Brauns b erg Dr. D, Schioßberg, Marienwerder, über ״Der Sinn des Zionismus“. — Der j!1ng/io!1istische Kreis Kottbus veranstaltete am 16. 12. eine (';hanukkah-Feier, die sehr gut besucht war. — 1:1 I) e u t s c!1 - K r o n e hielt am 26. 11. Edwin Landau einen Vortrag über Hugo Zuckermann, der mit Rezitationen Zuckcrmannsdicr Gedichte umrahmt war, - Eine von der Machscharah-(kuppe Alt-Karbe veranstaltete Chanukkah- Feier fand am 18. 12. in I) r i e s e ן statt. - Der^ Hechaluz über ״Die gegenwärtige Lage in Palästina“. Ein hebräischer Kursus wird von Lehrer Wasser durdigefülm. - in Forst wurde am 6. 12. nach einem Lichtbildervortrag über Tel-Awiw und die Orangenküste eine Zion. Ortsgruppe gegründet. — Den Vorsitz der Ortsgruppe Frankfurt a. O. übernahm Rechtsanwalt Aronheim. Frau Aron heim berichtete über ihre Palästina-Reise, Dr. Markus, Berlin, sprach über ״Aufbruch in die neue Zeit'׳, Dr. Mayhaum über die ()rtsgutippcntagung in Berlin. Die Leitung <!cs Hechaluz hat Walter Rosenberg. In vier hebräischen Kurst•!! lernen 3$ Erwachsene. — In Guttstadt wurde eine /ton. Arbeitsgemeinschaft gegründet; hebrätsche Kurse leitet Prediger Ha Ipern. — Die Zion. Ortsgruppe Königsberg j. Pr. wählte am 3. 10. zum Vorsitzenden Herrn Leo Podbielski und zu weiteren Vorstandsrriitgiiedern die Herren Siegfried Moses und Dr. WeifSbart. Dr. Schloßberg, Marienwerder, sprach über ״Der Sinn des Zionismus“, ,,EHe Ziele des Zionismus“, ״Die deutschen Juden und Palästina“. Eine Keren Hajessod-Aktion hatte vollen Erfolg. — In Lands berg a. W. veranstalteten Hechaluz und jüdischer Jugendbund eine Makkabäerleier unter Mitwirkung von Rabbiner Dr. Guttmann, Schlomo Stanger, Herrn Isaak, Berlin, und tder J. P. D.-Gruppe. — ln Meseritz sprach am 19, 11. Dr. Ernst Behrent über ״Palästina und die deutschen Juden“. — Die Zion. Ortsgruppe Pasewalk veranstaltete am 26. 11. 'einen Vortrag von Herrn Walter Fischer, Stettin, über ״Palästina, eine Reise durch unser Land“. — Die Ortsgruppe des I. P. D. in Sch loch au hielt eine eindrucksvolle Chanukkah- Frier ab. Mitteldeutschland Die Zion. Ortsgruppe Brandenburg a. H. veranstaltete am 29. 11. einen Lichtbildcrvortrag von Walter Tempel, Berlin, über Palästina; Herr Finn, Berlin, hielt eine Ansprache. — ln Dresden veranstaltete der ״Habonim“ am 17. 12. eine Chanukkah-Feier für sämtliche Dresdner jüdischen Bünde. — In Halberstadt sprach Dr. R. Abramczvk über seine Palästina-Reise. Ueber das gleiche Thema sprach Herr E. Bacr. — Die Zion. Ortsgruppe Köthen veranstaltete am 18. 12. einen Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Mendcrshausen über seine Palästina-Reise, am 20. 12. sprach Rechtsanwalt Dr. Schloßberg, Berlin, über ״Das Judentum an der Schicksalswende“. Der Hechaluz veranstaltete eine Werbewoche. — Die Zion. Ortsgruppe Magdeburg eröffnete ihre Winterarbeit mit einem Vortrag von E. Liebenstein über ״ Be rufsum Schichtung". Ueber ״Arlosoroff als Mensch und Führer“ sprach Paul Crohn, über ״Neues Jahr, neuer Boden“ Walter Heinemann■ Bei einer ju» gendkundgebung referierte E1170 Sereni, Berlin, ln einer großen Versammlung sprach Dr. Klee, Berlin, über ,Judentum heute“. Bei einem Konzert mit Rezitationen in der Synagoge wirkten FW. Sophie Intrator und Oberkantor Teller mit. Es bestehen zwei Cfialuzheime, und zwar vom Hechaluz mit 20 und vom Biith Chaluzim Dathiim mit 12 Chaluzim- — ln P1 a u e n veranstaltete die Zion. Ortsgruppe am 17. 12. eine Chanukkah-Feier unter Mitwirkung von Kantor Wormser, Herrn Glück, Martin Langguth und den ״Werkleuten“. — Die Zion. Ortsgruppe Weißen!eis veranstaltete am 12. 12. eine Chanukkan-Feier unter Mitwirkung von Leo Freudenberg und candmed. Menuchim, Leipzig. — ln Zwickau wurden in den Vorstand der Ortsgruppe gewählt: Paul Katz, Ephraim Günsberg, Filii Deithsler, Karl Stern, Kurt Landsberger, Josef Lindei. Süddeutsdiland ln Hanau sprach im Rahmen der Zion. Ortsgruppe Dr. Klee, Berlin, vor zirka 400 Menschen mit außerordentlicher Wirkung. — Die Ortsgruppe Heilbronn veranstaltete eine Chanukkah-Feier. — Die Zion. Ortsgruppe Ludwigsburg veranstaltet hebräische Kurse und regelmäßige Vortragsabende. Stud. jur. Kaufmann hält einen Kursus über jüdische Geschichte ab. — In Mannheim sprach am 9. 12. Adolf Poilak, Berlin, über ״Juden und Araber“. Die Sekretärin der Ortsgruppe, Frl. Lilli Kahn, bearbeitet intensiv die Umgebung. — In Nürnberg veranstaltete der Zeire Misrachi «inen Oneg Schabbath mit Sclilomo Goldmann-Bombach sowie eine Ausspräche über die Aufgaben des religiösen Chaluz. — Am 30.11. sprachen in Stuttgart im Rahmen der Ortsgruppe Robert Üllman und Bernhard Neumann über ״Was lehrt uns der Vortrag von Dr. Prinz?“ Ortsgruppe, Hakoah, Habonim und Werkleute veranstalteten gemeinsam eine Chanukkah-Feier. Dr. Tänzer sprach über ״Von Stadt und Land in Palästina“. Am 21. 12. sprach in der Ortsgruppe Dr. M. Scheuer, Heilbronn, über die Berliner Ortsgruppentagung und Dr. Tänzer über ״Jüdische Arbeit in Palästina“. Rheinland — We *Halen Besonders zahlreich sind die Berichte aus dem Rheinland und aus Westfalen, ein Beweis für das dort herrschende außerordentlich rege zionistische Leben, in Beckum (Westf.) veranstaltete die Zion. Ortsgruppe einen Vortrag von Julius Friedmann, Dortmund, über den Hechaluz, einen Vortrag von Dr. Hans Capeli, Düsseldorf, über ״Deutsches Judentum und Zionismus“ und eine Aussprache über ״Leben im Galutli“ unter Leitung von Hans Saengcr. — Die Zion. Ortsgruppe Bielef e Id veranstaltete am 17. 12. eine Chanukkah-Feier unter Mit- Wirkung von Frau Martha Moosberg und des Hechaluz. Ortsgruppe und jüdischer Jugendverein veranstalten zusammen wöchentlich einen Heimabend. —- ln Bochum sprach am 22. 11. Dr. Capeli. Gemeinsam mit dem Hechaluz wurde von der Ortsgruppe eine Makkabäerfeier veranstaltet, bei der Dr. Stern die Festrede hielt. — Die Zion. Ortsgruppe Bonn veranstaltete am 19. 12. einen Palästina-Abend; eine Hechaluz- Gruppe wurde gegründet. Vorher sprachen am 19. 11. Dr. Strauß, Frankfurt, und Herr Freudenberger, Würzburg, über den Aufbau Erez Israels. — In B u e r sprach am 21.11. Dr. Capell, Düsseldorf. Am 19. 12. veranstaltete die zio!!• Jugend eine Chanukkah-Feier. — Die Zion. Ortsgruppe Dortmund veranstaltete am 27. 11. einen Vortrag von Rabbiner Dr. Prinz, Berlin, über ״Die Wende“ vor 400 Zuhörern; in der Ortsgruppe sprachen Moses Unna über ״Hachscharah und Alijah“, Siegmund Szobel über ״jüdischer Nationalismus“, Dr. Capeli über ״Zionismus und judennot“ und Dr. Vogel über ״Jüdisches Wirtschaftsleben“. Am 21. 12. fand die Generalversammlung der Ortsgruppe statt. Zum Vorsitzenden wurde Herr Felix Scharf wiedergewählt. Dem neugegründeten Makkabiverein schlossen sich in der Versammlung bereits vierzig Personen an. — ln Düsseldorf sprach Dr. Joachim Prinz vor 900 Personen über das gleiche Thema wie in Dortmund. — In Geilenkirchen hat sich eine zion- Arbeitsgemeinschaft gebildet; Dr. Capeli sprach über ״Zionismus und deutsches Judentum“. Am 12. 11. fand, eine Bezirkstagung des Hechaluz statt mit Referaten von Georg Pape, Berlin, Josef Schukstcliski, Heini Schufler und Paul Kaufmann. — In Essen fand eine Habonim-Tagung des Ruhrgebietes statt. Es sprachen Hans Abraham und Werner Borchardt. Ferner fand eine Chanukkah- Feier statt. — Euskirchen. Am 25. 12. wurde ein Neschef unter Leitung von Paul _ Kaufmann (Köln) veranstaltet, ferner wurde ein Lichtbildcrvortrag gehalten. — Am 7. 12. sprach Dr. Capeli in Hagen über ״Der Weg des deutschen Judentums“. Es wurde eine Zion. Ortsgruppe gegründet unter Leitung von Dr. Stargardter. — In Hamm besteht seit September eine Gruppe des Hechaluz. Am 5. 12. sprach Dr. Capeli über ״Palästina als Einwanderung!» land“, am 17. 12. fand eine Chanukkah-Feier statt. — Die Zion. Ortsgruppe Jülich veranstaltete am 25.11. einen Vortrag von Dr. Capeli über ״Judennot und Zionismus“. Der Vorstand der Ortsgruppe besteht aus Hugo Voß, Georg Horn, Alfred Mende!, Frau Dr. Herz, Mittelschuilehrer Emanuel, Albert Moses, Erich Voß. Gemeinsam mit dem jüdischen Jugendverein veranstaltete die Ortsgruppe eine Makkabäerfeier mit einem Vortrag Blumenfcld In Leipzig Am 30, November sprach im überfüllten Saale des Städtischen Kaufhauses Kurt Blumenfeld über ״Das Judentum dieser Zeit“. Eine Versammlung von etwa 1400 Mensehen folgte dein Redner mit größter Aufmerksamkeit und erfaßte den tiefen Ernst seiner warmen und mahnenden Worte. Wir müssen es uns leider versagen, den Inhalt dieses großen Vortrages wiederzugeben. Wir hoffen aber, daß dieser Vortrag ebenso wie die anderen Reden Blumenfelds, die alle in einleuchtender und überzeugender Weise das gesamte Judenproblem und die Fragen der Verwirklichung des Zionismus oehandein. im Druck erscheinen und so der gesamten zionistischer! Welt zugänglich werden. Die schwierigsten Fragen werden heute von Blumenfeld einfach Und plastisch bchandelL und wir stellen fest, daß jetzt, nachdem die auch in zionistischen Kreisen vielfach angezweifelten Analysen und Prognosen Blumenfelds sich als richtig herausgestellt haben, seine Darstellung jüdische Menschen zu unmittelbarer Ent- Scheidung zwingt, jeder Jude kann in einem solchen Vortrag sich von der Wahrheit des Herzl-Wortes überzeugen: ״Das Judentum wird zionistisch sein oder es wird nicht sein“. Kurt Blumenfeld fand am Schluß seiner Ausführungen, die in keiner Weise auf äußeren Beifall abzielten, begeisterte Zu- Stimmung. Ein charakteristisches Ergebnis der Versammlung waren?8 Neuanmeldungen zur Zionistischen Ortsgruppe. Die Versammlung wurde von Dr. Fritz Löbenstein in den einleitenden Worten zu einer Begrüßungsfeier für Blumenfeld gestaltet. Sie wurde von Darbietungen eines Massenchors der jüdischen Jugendbünde umrahmt, der mit seinen hebräisclien Liedern eine feierliche und festliche Stimmung erzeugte. von Herrn Emanuel und einem Lichtbildcrvortrag von Hugo Voß. — Die Kölner Zion. Vereinigung hielt am 23. 11. ihre Generalversammlung ab. Herr Dr. Tannenbaum eröffnete d«n Abend. Dr. Capeli sprach über ״Die zionistische Situation“, Rechtsanwalt Jonas referierte über ״Zionistische Gemeinde- Arbeit“, Amtsgerichtsrat Mai über ״Die Arbeit der K.Z.V.“, Dr. Seligmann über ״Die Schule der jüdischen Jugend“, Heini Schupler über ״Der Hechaluz und die Jugendbünde", Alfred Cali!! über (len Hakoah, Herr von Clef über den Misrachi und den Brith Chaluzim Dathiim, Frau Wall über die Wizo und Frau Dr. Caro über Frauenarbeit. Der bisherige Vorstand wurde bestätigt und dem engeren Vorstand von 5 Mitgliedern ein erwriterter Vorstand beigegeben. Amtsgerichtsrat Mai wurde somit wieder zum ersten Vorsitzenden gewählt. Dr. Tannenbäum berichtete hierauf über die Pläne für die zukünftige Arbeit. Am 7. 12 hielt die K.Z.V. einen Vortrag von Dr. Selige mann über ״Zionistische Schulung“ sowie Vorträge von Walter Herz über die Araberfrage, Josef Schukstcliski über das gleiche Thema, Dr. Klibansky über Gemcindearbeit ab. Am 19. 12. veranstaltete die Wizo ein Chanukkahfest für ihre Mitglieder und deren Kinder. — In Bad Kreuznach veranstaltete der Hechaluz. einen Kulturnachmittag unter Mitwirkung von Rechtsanwalt Dr. Lieben, Lehrer Unikower, Simmern, Dr, Rosenbaum, Albert Unikower und Elian Rosen. — In Mainz veranstaltete die Ortsgruppe am 25. 11. einen Vortrag von Dr. Alfred Klee vor 650 Zuhörern, der außerordentlich eindrucksvoll verlief. Die Ortsgruppe veranstaltet mehrere hebräische Kurse unter Leitung von Lehrer Mannheimer, ferner finden Vorträge über jüdische Geschichte statt. — ln Mayen sprach im Rahmen der Zion. Arbeitsgemeinschaft am 10. 12. Dr. Hans Capeli. Vorsitzender der Gruppe ist Dr. Hirsch. Den hebräischen Kursus leitet Lehrer Levy. — In Mörs wurde nach einem Vortrag von Dr. Hans Capeli eine zion. Arbeitsgemeinschaft gegründet. Am 14. 12. wurde eine Chanukkah-Feier abgehalten, bei der Hans Seidenberg, Düsseidorf, sprach. Es wurde rin Sportklub ״Makkabi“ unter Leitung von Max Steinmann gegründet. — In Mülheim (Ruhr) sprach am 10. 12. Hans Scidenberg über ״Palästina, Bedeutung und Verpflichtung“. Es wurde eine Ortsgruppe gegründet. — Im Rahmen des jüdischen Jugendringes Münster sprach cand. phil. Szobel über ״Der Weg des geistigen Zionismus!11 der jüdischen Geschichte“. — In Neuwied sprach am 14. 12. Dr. Capeli vor der Gemeinde. Es ist die Gründung einer zion. Arbeitsgemeinschaft geplant. — Die Zion. Ortsgruppe Oberhausen veranstaltete gemeinsam mit dem Hechaluz am 3. 11. einen Oneg Schabbath und einen Vortrag von Josef Schuksteliski. Am 13. 11. sprach Georg Pape über Jugenderziehung, am 20. 11. Dr. Capeli über ״Judennot und Zionismus“. — In Solingen veranstalteten am 17. 12. der Hechaluz und Jugendbund eine gemeinsame Chanukkah-Feier unter Mitwirkung von Dr. Hans Neuberger, Dr. Lichtenstein, Karl Meyerlioff und einer Kindergruppe unter Leitung von Frau Kupperschlag unfd Frau Isaac. — Die Zion. Ortsgruppe Trier veranstaltete am 12. 12. einen Vortrag von Dr. Hans Capeli. — ln Wesel sprach im Rahmen der Ortsgruppe am 29.11. Herr Wolf Lewi über Theodor Herzl. — Am 10. 12. sprach in Wiesbaden Herr Oeorg Guthmann, Frankfurt a. M., über ״Landwirtschaftliehe Ansi«d!ung in Palästina“. — Seit Oktober besteht in Witten eine Gruppe des Hechaluz. Es referierte Werner Herzfeld, Bochum. Nord- und Nordwesideuhdiland Eine Tagung des nord westdeutschen Bezirks• Verbandes fand am 22. 11. in Bremen statt. Es nahmen an ihr Vertreter der Ortsgruppen Hamburg, Hannover, Oldenbürg, Emden, Aurich, Varel, Verden, Bremen und anderer Städte teil. Der Vernandsvorsitzcnde Dr. Marx (Hamburg) gedachte Leo Motr.kins und Ludwig TieU*. Die Tagung leitete Dr. Zacharias (Bremen). Der Bremer Gcmcindevprsitzende, Herr Markreich, wohnte ihr als Gast bei. Eine hebräische Ansprache hielt Esther Katznelson. Ueber zionistische Tagesaufgaben referierte Dr. Marx. Hierauf sprach Dr. Sereni (Berlin) über Palästinafragen. S. Isaak (Berlin) führte einen Bildstreifen aus Nachalal vor. Einen zweiten Bildstreifen zeigte er später in einer Versammlung der 210nistischen Jugend. Am Abend fand eine öffentliche Kundgebung statt, bei welcher Dr. Marx und Dr. Sereni referierten. Als Vertreter des Gemeindevorstandes sprach bei dieser Gelegenheit Dr. 1. Rosenak, Die Zionistische Ortsgruppe veranstaltete vor kurzem eine Makkabäerfeier, bei welcher Herr J. Adler eine Ansprache hielt und ein Festspiel durch die Jugendlichen aufgeführt wurde. 111—־ Aurich veranstaltete die zionistische Arbeiterschaft einen Vortrag von. Landrabbiner Dr. Blum über: ״Der Aufbau Erez Israels und die Thora“. — Die J, P. D.-Gruppe D e 1 m e!1 h o r s t veranstaltete am 17. 12. eine Chanukkahfeier unter Leitung von Herbert Baruch und Hermann Steinbruch. — Die Zionistische Ortsgruppe Emden und der Hechaluz veranstalteten eine t".. dächtnisrede auf Chairn Ärlosoroff hielt. Ferner wurde der l.ichtbildervortrag ״Tel-Awiw und die Orangcnkiiste“ aufgeführt. — In Göttingen veranstaltete der KKL am 16. 12. eine Chanukkahfeier in der Synagoge. Rabbiner Meir Rosenberg hielt die Festansprache. — ln Hamburg veranstaltete die H. Z. V. am 17. 12. gemeinsam mit der Wizo und dem Bar Kochba eine Chanukkahfeier unter Mitwirkung von Oberkantor Kcrnitzer, eines Chores unter Leitung von Frau Sonnenreich und einer Kindergruppe. Die Festansprache hielt Rabbiner Dr. Joachim Prinz (Berlin) über das Thema: ״Der Titusbogen“. Ferner veranstaltete die H.Z. V. in Gemeinschaft mit Wizo und Bar Kochba ein Chanukkahkinderfcst unter Mit- Wirkung von Ernst Meyer, Esther Katznelson, Frau Panther und einer Bar Kochba-'Oruppe, Das Betli Chaluz des Brith Chaluzim Dathiim in Altona-Blankenese veranstaltete zusarnmen mit dem Beth-Arlosoroff Rissen, dein Beth Chaluz Hamburg und dem Brith Hanoar am 3. 12. eine Chanukkahfrier. — In der Zionistischen Ortsgruppe H annover sprach Dr. Heinrich Strauss, der insbesondere für den Keren Hajessod tätig war, ferner Frau Margarethe Moses in zwei Wizozirkeln. Mehrere Kurse dienen der zionistischen Information. Am 25. 11. sprach Rabbiner Dr. Joachim Prinz vor etwa 800 Menschen über ״Die Zukunft des deutschen Judentums“. Die Versammlung war ein außerordentlicher Erfolg. Dr. Fleisclihacker wurde in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt — In der Zionistischen Ortsgruppe Harburg-Wilhelmsburg sprach am 29. 11. Dr. Kupferberg (Hamburg) über die Araberfrage, Gemeinsam mit dem ״Habonim“ wurde eine Chanukkahfeier veranstaltet mit einer Ansprache von Herrn B. Mannheim und einem Lichtbildcrvortrag von Herrn A. Findling. — In Hildes hei tu fand am 9. 12. rin Werbcabend statt mit einem Referat von Dr. Ernst Marcus (Berlin) über: ״Aufbruch in die neue Zeit“. ׳—In Lübeck fand am 26. 11, eine Jugendtreffahrt statt, an der die Kieler jüdische Jugend teilnahm. Eine Chanukkahfeier wurde von der Ortsgruppe und dem Brith Chaluzim Dathiim am 16. 12. veranstaltet. Zivi Charasch (Hamburg) hielt eine Ansprache, ferner hielt Rabbiner Dr. Winter einen Vortrag. — In Os na» brück wurde am 3. 12. ein Palästina-Reisebericht von den Herren Gustav Stein und Dr. Netlicim erstattet, der mit Lichtbildern illustriert wat. — In der Zionistischen Ortsgruppe W i I h c 1 m s h a v e n - R ii s t r i n g e n sprach Dr. Max Heppner (Hamburg). Demnächst werden Frau Dr. Möller (Ham• bürg) «inen Lichtbildervortrag über Palästina und Dr, Marx (Hamburg) «ln Referat halten.