Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 103-104 (29.12.1933)
- Date
- 1933-12-29
- Page
- Seite 1029 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 103/104, 29 XII. 1933 jüdische Rundschau Seite 1019 ZeHscItrlNensctiaa In der katholischen (antijüdischen) Zeitschrift ״Schö« H er e Zuk un 1t1‘, Wien, vom 17. 12. wird rum Thema! ״P«! I 8 ti n a u II <1 d i e J 1! d e n f r a £ e“ ein Brief von Pfarrer Reiter er, liozen, abgedruckt, in dein dieser sieh gegen die These wendet, daß die Juden dns Volk der Zerstreuung sind und bleiben müssen, uncl dal) Palästina sich nicht als nattatnale Heimstätte des Judentums eignet. Er beruft sich mir Widerlegung dieser Auffassung auf die Weissagung, die den! Judentum durch Moses von liott zuteil wurde: ״Der Herr, dein Gott wird dich wieder aus allen Völkern sammeln ... und ln das Land bringen, welches deine Völker besaßen ..(Dcutr, 30, 3—ft). Drill mit dieser Rückkehr der Juden in ihre Ursprungliehe Hdnint nicht die Zeit nach der babylonisclirn Gefangen- Schaft, sondern eine viel spätere gemeint sei, gehe aus Dcutr. 4, 31 hervor, wo davon die Rede ist, dal) die Heimkehr ins Land der Vfiter ״in der letzten Zelt“ erfolgen werde. Auch der Propliet Ezechiel verkündete dem Judenvolk: ״Am Ende der Jahre wirst du fn das Land kommen, aus vielen Völkern gesammelt, auf die Berge Israels, hcraiisgcführt aus den Völkern“ (Ezccl). 38, 8). Eine Besorgnis, daß die Heiligt ii 111er Palast! ria s durch die R ü c k k c h r der heu t e in aller Welt zerstreuter! Juden in dieses Land gefährdet würde n, ist nach der Meinung Pfarrer Reiferer« nicht am Platze; er schreibt: ״Wir Katholiken kftrmen die palästinensische Judenfrage ruhig der Vorsehung Ooftes überlassen, zumal da sieh ja auch der andere Teil der Weissagungen erfüllen wird, nämlich das Golf geradezu das Judentum zum Hfiter der Heiligtünicr In Palästina ... machen wird. Derselbe Gott, der dieses Volk durch die Jahrtausende wunderbar als Rasse bewahrt hat trotz ihrer Zerstreuung unter die Völker, derselbe grolle Herr führt sie heim ins Land der Verheißung und wird auch Mittel und Wege haben, die Juden in die Kirche Christi zu leiten, wo dann geradezu die Juden für Christus ein Piekleimiartyriuin *Mleti werden, wie es uns die Geheime Offenbarung vermeldet.“ Grundsteinlegung im Kibbuz Rodges teiPetach-Tibwah Wir erhalten nachstellenden Bericht: Zu Rosch Chodcsch Teweth lud der Kibbuz Rodges zur Grundsteinlegung für sein erstes Haus ein. Der Kibbuz, der seinen Namen nach dem Lchrgut bei Fulda führt, ist eine Gründung des deutschen Misrachi. 1111 Kibbuz arbeiten zurzeit 120 Junge Menschen. Einige hundert Giiste, die aus der Umgebung herbeigeeilt waren, nahmen an der Feier teil. Man versammelte sich um einen Platz inmitten des Zeltlagers. Hier vollzog sich die eindrucksvolle Feier. Der Raw von Petach-Tikwah hielt eine Deraschah. Danach verlas ein Chawer des Kibbuz, eine zur Erinnerung an dep feierlichen Akt geschriebene Meppllnh, die in den Boden versenkt wurde, intriligator vom Kibbuz, Bernstein vom Hapoel Hamisrachi und Dr. Oskar Wolfsberg sprachen hierauf. Der Chor des Kibbuz unterbrach die Ansprachen durch den Gesang hebräischer Lieder. H.G. Die jüdischen Musiker Der Führer des Fachverbandes ״Rcichsmusikcrschait־' der Reicbsmusikkainmer, Professor Dr. n. c. Gustav Havemann, teilt mit: ״Auch alle jüdischen, in Deut schland berufstätigen Musiker haben sich beim Fach• verband ״Rdciismusikerschaft“ Berlin W 75, Blumcnthalstr. 17, bis zum 30. Dezember 1933 aimunelden. Wie uns hierzu die Jüdische Gemeinde Berlin niitteilt, ist es wahrscheinlich, daß außer den im öffentlichen Musikleben stehenden Musikern auch die Kantoren, Dirigenten und Organisten —- möglicheweise auch die Chorsänger — anmeldepflichtig sind. _______ Eingesandt Zu dem Artikel ״H in Jude betet um ein K r e 117.“ in Nr. 101 der ״Jüdischen Rundschau“ werden wir von mehreren Lesern darauf aufmerksam gemacht, daß sich insofern ein Irrtum ein geschlichen hat, als dort von dem Rabbiner der jüdischen Gemeinde ״Leopold Sachs“ die Rede ist. Die Persönlichkeit, um die es sich handelt, ist der bekannte Prediger und Gelehrte [>r, Michae 1 Sachs. Die irrtümliche Angabe des Vornamens ״Leopold“ kam wohl durch ein Verschreiben In der Erinnerung an Leopold Zunz, mit dem bekanntlich Sachs eng zusammenarbeitete. Auf Wunsch von Dr. Ernst Simon teilen wir mit, daß die in seinem Brief an Hugo Bergmann enthaltene Einsehultunjz, daß der Prager Studentenverein ״Bar Koch b a“ nicht mit den gleichnamigen deutschen Turnvereinen zu verwechseln Ist, von der Redaktion hinzugefügt wurde. Bei dem Adressaten des Briefes war wohl, wie der Briefschreiber mit Recht verficht, eine Verwechslung nicht zu befürchten. Dagegen muflte die Redaktion antiehmcn, daß hei der großen Mehrheit der Leser der ״jüdischen Rundschau“, die ״Bar Kochba“ nur als Bezeichnung der Turnvereine kennen, eine solche Verwechslung naheliegt. Dr. Leo B a r c zin s k i gab im Dezember im Haag und in Amsterdam zwei Liederabende mit starkem Publikums- und Presseerfolg. Die von der Krolioper bekannte Altistin Teresa Oer5.in hat mit großem Erfolg in den holländischen Städten Ainsierdam, Haag, Rotterdam, Utrecht in ״Julius Cäsar‘• von Händel die Rolle der ״Cornelia“ gesungen. Die Sängerin ist dort weiter als Purabella in ״Cosi fan tuttc“ verpflichtet. Ebenso erfolgreich hatte Teresa Qcrson im hollämlisencn Radiosender der Avro ein Orgelkonzert, in einer französischen Spieloper ״Le Grand Alogol“ auf französisch die Rolle der Prinzessin Bengalinc, bei einer anderen Gelegenheit Arien aus ״Julius Cäsar“ gesungen. Die Künstlerin wird Ende Januar im Radio in einem Opernarienabend mit Orchester zu hören sein. Kein jüdisches Kalendarium. Die ״Zeitschrift für Deutsch- Ifinds Buchdrucker“, Nr, 94, teilt mit: ״Wir erfahren von dem Bezirk Darmstadt im Kreis III des DBV., daß die Ministerialabteilimg 3 (Arbeit und Wirtschaft) des Hessischen Staats* ministermms unter dem 8. Dezember 1933 folgende Mitteilungr an den Bezirk Darmstadt hat gelangen fassen: Wir ersuchen Sie, Ihre Mitglieder zu veranlassen, dal) in den deutschen Kalendern, insbesondere den Behörden!«!cmler», die jüdischen Fest- und Feiertage nicht mehr auf geführt werden. Die mit der Vergebung von staatlichen Dniekarbeiie» beauftragten Stellen haben wir ersucht, auch ihrerseits die mit amtlichen Aufträgen bedachten Druckereien hierauf aufmerksam zu machen.“ Briefe an die Redaktion Noch einmal das ״Chanukkahlied״ Berlin W 35, 19. Dezember. An die Redaktion ״Jüdische Rundschau“ Die Ausführungen Erich Werners über die altdeutsche Herkunft der Chanukkahim'lodie im Beiblatt der ״jüdischen Rundschau“ vom 12. Dez. werden viele überrascht haben. Noch Weniger bekannt ist die Tatsache, daß diese ,Melodie, als von ,.eigentümlich wildem und fremd:!rtigetn Charakter“ vor etwa lumdert Jnliren wieder in eine deutsche l.iedersammlung ein gegangen ist. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts glühte mau romantisch für das Los unterdrückter Völker und schwärmte für alles Volksliedmiißigc Aus dieser Stimmung heraus hatte Lord Byron 1815 seine ״Hebräischen Melodien“ geschrieben, die auch in Deutschland großes .Aufsehen machten, feil habe bei flüchtigen: Heb erblick etwa vier Ucberset/ungeii ins Deutsche innerhalb einer kurzen Zeitspanne ge/üb’t. Byron war zu diesen Gedichten durch synagogale Melodien angeregt worden, die er von einem damals berühmten Sänger, J. Braham, und einem gewissen Nathan kc:1 neu gelernt hatte. Als ־textliche Unterlage zu diesen Melodien sind die ״Hebräischen Gesänge“ in England zuerst erschienen. Zwölf Nummern aus diesem Bande wurden von einem begeisterten Voiksüedforscher, dem Gel!. Kriegsrat Kretschmer, ins Deutsche übertragen, teilweise mehrstimmig gesetzt und mit einer Vorrede heransgegeben, die in Anlehnung an Byron dm ״wilden, fremdartigen Charakter“ liervorhchf. Das sechste dieser Lied׳■!• ist eben die uns geläufige Melodie des ״Mo,aus zur“. Merkwürdigerweise ist dieser AUlodie, die für 1ms doch ein fröhlich« Gepräge hat, ein tieftrauriger Text unterlegt. ,,An Jordans Strand Kamele Arabs gehen, des Götzen Preis erschollt auf Zions Holm, des Baals Diener kniet, wo steil der Sinai steigt; ja, eben dort — o (int, dein Donner schweigt“ usw. Das imgiüistige Werturteil Werners über die Weise vermag ich trotz seiner scharfsinnigen Beweisführung nicht zu unterschreiben. Wenn eine Melodie sich innerhalb so weiter Kreise sie war offenbar auch in England unter den Juden tiränvlilieh — durch mehr als vier Jahrhunderte als An-nlrucksfarm für einen bestimmfen Inhalt erhält, so muß ihre Gestalt eben jenem Zweck und der Wesenheit des Volkes on!.1״ echen. Ich glaube, viele würden mit mir ihr Verschwinden bedauern, i'nd •cs ist wohl auch nicht im Interesse des Zionismus: Echtes Heiinatsgefiiii! für das Land der Väter erstellt nicht aus wissenschädlichen Theorien, sondern aus dem lebendigen Gefühl des Zusammenhangs von Geschlecht zu Geschlecht. Antonie Lilienfeld-1. e w e n z. Der Gemeindestreit in Gelsenkirchen Zu unserem Artikel ״Ciemeindestreit in Gelsenkirchen“ Nr. 102 vom 22. 12. 1933 übersendet uns Herr Dr, S;11 o ־ in opi vom Hcichshund Jüdischer Frontsoldaten, Köln, eine Berichtigung, die wir veröffentlichen, soweit sie -ich mit den in unserem Bericht erwähnten Ausführungen von Dr. Salornon beschäftigt. Herr Dr. Sntcnnon schreibt: 1״. Unwahr ist, daß ich ״begeisterte Worte" für die ״Jüdische Rundschau“ gefunden hätte. Ich zitierte Hügiich den in einer de!• letzten Ntimmenr erschienenen größeren Leitaufsatz. von Dr. Max Wiener, mit dessen Schlußfoitgimigen in bezug auf die Auswirkungen der Assimilation ich mich einverstanden erklärte. 2. Unwahr ist, daß ich nur ״meine“ und die zionistische Anschauung ״eiten lassen wollte. 111 Wirklichkeit sprach ich davon, daß sich zwei große jüdische Gruppen in Deutschland licrausbiideten, die deutsch-jüdische und die zionistische. Innerhalb dieser Gruppen werde sich zum Zwecke der Vermeidung der Zersplitterung jeder am Aufh.u1 bereite Jude cinglicilern müssen. Ich habe demzufolge kein Wort davon erwähnt, daß ich ״allen anderen Verbänden und Organisationen die Dascinsberechtigung“ abspreche." Briefkasten der Redaktion R. S., Berlin. Wir sehen keine Veranlassung, uns mit der ״Bund esbymne“ des ״Verbandes nntionahleutscher Juden“, ״dein Verhandsfiilirer Dr. Max Naumann gewidmet“, von Hans Wo!ff und Friedrich Sebroeder, ,,Deutschland, nur dir allein gilt unser ganzes Sein“ zu befassen. Es wäre für uns keineswegs ein angenehmes Geschäft, und wir stimme!! nicht mit Ihrer Meinung überein, daß es sich hier nur um eine komische Sache handelt. Wir fühlen vielmehr auch liier eine wirkliche Tragik. Wenn freilich in dieser famosen Hymne der Satz vorkonunt ״Was schiert uns Zions Trug- Programm, das lockt und verheißt?“, so zeigt sich hier, wie ahnungslos diese biederen Spießbürger sind. 7ion ״lockt“ zwar seit 2001) Jahren die jüdische Seele und ,,verheißt•־ auch eine seelische Wiedergeburt der Juden, aber keineswegs, wie die Verfasser der Hymne wohl meinen, materielle Gitter oder Aussichten. Es fordert vielmehr von den Juden, sich aus dem Banausentum loszureißen und ein Leben der Arbeit und Hingabe um eines vielleicht in weiter Ferne liegenden Ziels willen zu fuhren. Viel einfacher ist es nattirlieh, nach den Gesetzen der Trägheit im Marschtempo zu marschieren und sich über alle Realitäten der jüdischen Existenz und Ehre großzügig hinweg/usetzen. J. R., Duisburg. Sie schreiben uns, daß der Vorsitzende der dortigen Ortsgruppe des Reichs blindes Jüdischer Front- Soldaten der zuständigen Behörde schriftlich mitgeteilt hat, er habe den Vorsitz im Jüdischen Sportverein ״Itus“ niedergelegt, weil dieser Verein sich dem zionistischen Turnverband, dem Deutschen Kreise des Makkabi-Verb,indes, angesctilossen hat. Wenn Sie uns fragen, welchen Sinn dieses Schriftstück haben kann, so glauben wir, daß darin nur der Wunsch dieses Herrn zum Ausdruck kommt, den ״Itus“ und den ״Makkabi“ in irgendeiner Form zu diffamieren. Dr. Silberstein, Danzig. Die Nachricht von dem Freitod des Schauspielers SLgiried Arno ist richtig und auch von deutschen Zeitungen gebracht worden. — lieber den angefragten Roman können wir ihnen keine Auskunft geben. Am besten fragen Sic Ihren Buchhändler. Warnung. Von Rabbiner Dr, Prinz erhalten wir nachstellende Zuschrift: 111 den letzten Wochen versucht ein Schwindler namens W i d c i z k i oder Gins b erg in einer großen Anzahl von Fallen unter Berufung auf mich, Beträge für eine angebliche Reise nach Palästina zu erhalten. Ich warne alle Mitglieder der Gemeinde vor diesem Hochstapler, dem es gelungen ist, in den letzten Wochen sehr erhebliche Beträge zu erschwindeln. Joachim Prinz. UebcrtreJenes Sdiächfverbot Die Wiesbadener Kleine Strafkammer hatte sich nach einem Bericht der ״Frankfurter Zeitung“ vom 21. 12. mit einem Verstoß gegen das Schächtcverbot zu befassen. Trotz des gesetzlichen Verbots schachtete der jüdische Metzger Ludwig Frohwdr! in Hochlicim n. M. unter Hilfeleistung seines Vaters noch bis Mitte August IG.51. Wegen dieses Ver- Stoßes gegen die gesetzlichen Bestimmungen’ erhielt Frohwein einen Strafbefehl über zwei Monate Gefängnis und sein Vater einen solchen über sechs Wochen Gefängnis. Auf den Einspruch der Angeklagten setzte das Amtsgericht Hochheim die Strafen auf einen Monat h/w. •KD M Geldstrafe herab, Gegen dies baden Berufung strafe nicht für vor der Kleinen Handlungsweise 1 schuldigen und damit, daß Der Staatsanwalt Angeklagter. gegen I tidvvig es Urteil legte die Staatsanwaltschaft Wie 11, ebenso Frolnvein, da er eine Freiheitsngehradit hielt. In der I iaupfverliandlung trafknmmcr suchten die Angeklagten Ihre t ihrer streng religiösen Linstelltiug zu entihrer jüdischen Kundschaft u 1 leis; ties!gedrängt worden seien, itv demgegenüber, daß sich die s sch wer e ״ Verstoßes gegen d i g fr e m :t c h t!1 ä 11 c 11, da sie t, nämlich eien Talmud, über R e s t e 111 hätte n. Er beantragte n drei Monate Gefängnis und gegen Im Wochen (lekimgiis. Das Gericht e-, 1 udwig Ln )!!wein und änderte auf tsamvaltschait das Urteil des Amts- Ul ah, daß Ludwig Frohwein zwei dt und Salomon lüohwein an Stelle w Gutaiigiiissirafe von einem Monat (>:K) M. genommen wurde. Palästina ־ Hinweise Aliiab-Broscluire neu! Soeben ist die 5. Auflage der In• torniatüms-ßroseluire des Palästina-Amtes Berlin ״Alijah“ erschienen,!m I :!ule Ges lct/ien Halbjahres hat sich die ״Alimli‘• mm einem kurzen Merkblatt des Palästina-Amte* zu ‘,juer uinlangreiclien Informations-Sehiift über alle mit der Lmueindciung nach I'aG-rti!!;! im Zusammenhang stehenden Fragen entwickelt. Die ״Alijah“ wurde übereinstimmend als die beste InforiiKtiioiis. uelle für Pnl.ärtma-Wnnclerer bezeiclinet, weil sie in kurzer und prägnanter Form auf 48 Seiten ade notwendigen Aneaheti enthalt. (iegenüber der letzten Atilhge enthalt die ״A1 ii:*h• ׳ viele neue Beiträge, die früher enthaltenen Angaben sind umgearbeitet und auf den letzten Stand gebracht. I)er Preis der Broschüre beträgt trotz, dem erweiterten Inhalt nach, wie vor 0,75 RM. Die ״Alijah“ ist gegen Voreinsendung dieses Betrages zuzüglich 0,10 R,\), Porto zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin \V 13, Meineke- Straße 10. _ Purim in Tef-Awfw. Das große Interesse, das die steigende Entwicklung Palästinas in der ganzen Welt erweckt, kommt eindringlich zum Ausdruck in der Zahl der großen l.uvusdampfer, die im Februar und März Haifa anlaufen. Her 1 oiiristcnstroni, der sich früher hauptsächlich nach Aegypteil ergossen hat, wendet sich in immer steigendem Maße Palästina zu. Es gibt daher für europäische Touristen außerordentlich günstige Gelegenheiten, zu erschwinglichen Preiseit Palästina zu besuchen. So kann man am 12.‘ Februar mit dem Rieseiulatnpfer ״Aquitania“ die Hinfahrt, und nach dreiwöchigem _ Aufenthalt mit dem 33 (KIU t großen Dampfer ״Roma׳• die Rückfahrt ausfiihmi. Wer mehr Zeit hat, kann mit dem Dampfer ״Aquitania“ am 24. März, also nach zirka fünfwöchigem Aufenthalt, Haifa verlassen. Wenn der 12. Februar zu früh ist, den lockt der neue, •18 030 t große iSampSer ״Conte de Savoia“ zu einer mir 2 D tägigen Reise von Neapel nach Haifa an! 21. Februar. Die Ankunft in Haifa erfolgt am 2<), Februar, also zwei Lage vor Purim, und die Ri:ekreise könnte mit dom bereits genannten Dampfer ״Roma“ am 7. März nach nennt;: ui gern Aufenthnlf erfolgen. Ebenfalls von Marseiile benutzen, die Rückreise konnte dann mit einer der wöchentlichen Abfahrten nach Triest oder Marseille ausgeführt werden. I )io PiospGde für;!Ile Frühjalirsrdsen W34 sind e! schien cn und kouealox he!::! p a I e < t i ti e fk Orient L I o v d, B e r I i!1 NW 7, F r i e!1 riehst r. 1<K), zu haben. Palästina reisen des Kartells Jüdischer Verbindungen. Auch )111 kom 111 enden Früh 1a 1!r werden wir zu Purim und Peßach Reisen zu Pauschalpreisett veranstalten. Dabei werden wir bemüht bleiben, den Reisenden innerhalb von 10—12 Tagen im laude ein eindrucksvolles Biki wirtschaftlichen und kultnrrilen Lebens zu zeige!!, I:He Bonn der (Organisierung ricliti :.־־ zu sein scheint, ergehen :111011 die Berichte, die wir von den jeweiligen Teilnelmirrn an unseren Reisen zur Kontrolle eingeforilerf hüben. Wir sind gern bereit, auf Wunsch diese Berichte Interessenten zugänglich zu machen.!111 Interesse einer sorgfältigen Vorbereitung wäre es uns angenehm, wenn sich die Interessenten für die Purim- und Peßachrobe schon jetzt melden winden. Die Prospekte sind in Vorbereitung und werden in kürzester Zeit fertiggestellt werden. Wir glauben, heute schon sagen zu können, daß die Preise der Reisen, obwohl sie zu Purim mit dem 47 000 tons großen Dampfer Aquitankt und zu Peßach mit dem Schnelldampfer Vulkania ans!gcführt werden, nicht teurer sein werden als unsere bisher veranstalteten Reisen. Prospekte bitten wir an zu fordern beim: Präsidium des Kartells J ii - dis eh er Verbindungen, Berlin-Charlotten bürg, Bleibtreusfraße 50. Palästina Reise. Man schreibt uns: Dis ungarisch-jüdische Kunst/.eitschrift ״Mult es Jnvö׳‘ veranstaPet auch dieses Jahr eine Palästina-Reise unter der bewährten Leitung des Chefreilakieurs Dr. Joseph Pafai, der bereits zum neunten Mal das heilige Land besucht. Die Reise beginnt am 20. März mit dein Rieseumotorschiff ״Vuleania“ in Neapel und dauert drei Wochen; gibt aber Gelegenheit für ein Programm von weiteren zwei Wochen, einschließlich Besichtigung Aegyptens. Die Preise sind sehr ermäßigt. Prospekte sendet der 'Verlag Mult es JovÖ, Budapest, V., Vadasz u. 11, Tel. 199—55. Mitteilung. Dr. Alfred Marcus (Haifa) hütet uns, um die Wiederholung mehrfach vorgekommener Verwechslungen zu verhüten, mitzuteilen, daß er mit dem dortigen ״Tempo- Institut“ weder In Verbindung gestanden hat, noch in Ver« bindung steht, und daß er mit dem in dem genannten Institut tätigen Herrn Dr. John Marcus nicht identisch kt. yorwerkpBEi teppicheQf י n! rück«.!80 «90«מג «po»360 <*n1cw20 - betiumrandungen 0/.50 b r ü c k « n - 1 Iöuferca 90*36Q 2vorla£ca70*1M>O*r. m»0M8o «90«0 מגSÄ <0נן&21״ f'RPpWFCJMI ___ ( Vortagen© 25 .3וס16,סל*5?13011*מr 36?° 50?° o?50 Verkauf nur Berlin C2~Sp<jn<lauer~Str,3Z nach auswärts: verlangen sie bemusherte ange bore