Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 102 (22.12.1933)
- Date
- 1933-12-22
- Page
- Seite 1018 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 1008 Jüdische Rundschau Nr. 102, 22. XII. 1935 m 50. Nachodrtr. 8, Telephon B 4 Mitrm IMS, hem Hawarart der Loge, Kleiststr. 10, TeJephoo: B 5 B«rba 18681 *059־ ■nd 1652, sowie aa der Abendkasse. HebrSiaehc Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde- Für die ne« zu eröffnemieti Nachmlttagskorae für Anfänger werden noch Anmeldunge® bis Ende I ><'r#,r1l*T entgejengenom1־nfn. Es sind Klassen für Erwachsene «nd Klassen für Schüler über 14 Jahre geplant. In den mittleren und höheren Stufen sind gleichfalls Neuaufnahmen möglieh. Der Unterricht findet in allen Klassen je zweimal wöchentlich 11/2 Stunden statt. Bas Schulgeld beträgt monatlich für Bemittelte 1.— RM. Minderbemittelten kann das Schulgeld ermäßigt oder erlasset! werden. Anmeldungen mit Rückporto kn den Leiter der Hebr. Lehranstalt, Nh Berggrün, *Grunewald, Trabcner Str. Z. Hand Werks-Aufteilung jüdischer Taubstummer, ln der Zeit vom 23. bis 27. Dezember feiert der Verein ehemaliger Zöglinge der Israelitischen Tauhournnien- Anstalt Berlin-Weißensec sein 25 jähriges Bestehen. ln dieser Zeit wollen alle jüdischen Taubstummen ־ Vereine Deutschlands Zusammenkommen, um einen Reichsverband aller jiidisehen Gehörlosen zu schaffen. — Gleichzeitig wird eine Ausstellung der jüdischen taub‘־! uriunen Handwerker veranstaltet werden. Diese Ausstellung wird in der Israelitischen Taubstummen-Anstalt in Berlin- Weißen sce, Parkstr. 22, stattfinden. Sie ist geöffnet vom 25. bis 31* Dezember, 11—1 und 3—5 Uhr. Eintritt frei! Aus den Vereinen Die Leichtathletik-Abteilung des Bar Kochba-Hakoah führt am 31. 12. einen 2, f leselLrhafts-A bend im Cafe Leon, Kurfürstendämm 156 156 dun.h. K,arten im Vorverkauf. Zwei Tanzkapellen. Kon Vl'cinzwang, keine erhöhten Preise. Jüdische Jugvndhilfc P. V. 30, 1 Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge. 23. 12., tebends 8 Uhr. RoM’mtr. 2 4״■״. Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Fritz Lamm, Vorsitzender!k*s Wohlfahrtsnncl Jugendamtes der Jüdischen Genvindr : ,,/׳ dakah im Wandel der Zeiten“. Zvklus: ,,Hebräische Synagogenverein Gesundbrunnen Ahawas Achim, Prinzcn-Alloe 87. ln der Svn:1gs»gc w;-<■!•*־> I0ziזks fand am 16. 12. die Amtseinführung des K;oit nr; n.k;!r Hu ■ r! :in statt. Im Anschluß an seine Fcstpredigt g«-da׳'hte i 1 ״'rr R.ihh. Dr. Alexander der treuen Amtsführung des in srinc! h'im.it hertrenm Kantors Abarten. Hiernach begrüßte er den Jüdische Gewerbetreibender zu Berlin ״E&rah“« m Ku 11.זל!ervort rügen am 25. Dezember, st-iilcn, Briickcnstr. 2 (unweit der Jan- Kleine Naduiditen Erziehung zum MtuikhBren. Die Anregung, die Stutschcwsky in der ״Jüd. Rundsch.“ vom 28. November gab, veranlaßt mich, die großen Werte der Musikerziehung «!itzuzngrn, die in der heutigen Zeit eingesetzt werden »ollten. Der menschlichen Stimme wohnt eine befreiende Kraft inne, die nicht brachliegen sollte. Dem Sänger wie dem Instrumentalsten ist diese Leitung der seelischen Spannung durch das Ausströmen lassen des in Worte nicht zu fassenden Gefühls bekannt. Den Nichtsangern, nicht Musizierenden gilt dieser Hinweis. Singen ist klingender Atem. Darauf beruhen meine gesangstechmachen und heilpädagogischen Kurse. Interessenten melden sich Neue Wintcrfeldtstr. 30; Anruf: B 5 Barbarossa 3308. Else Coln-Prausnitz. Familien - Nachrichten Herr Jacob Dymarit und Frau Rosa, geh. Klaß, Raabcstr. 7, feiern am 24. 12. das Fest der silbernen Hochzeit. Am 24. 42. vollendet Rechtsanwalt und Notar Jaistizrat Ignaz Holz sein 80. Lebensjahr. Seit ca'. 25 Jahren leitet er den iiltesten Verein der Berliner Jüdischen Gemeinde. ״Schomer laboker uniischan awelim“. Frau Rosa* Lomnitz, Altersheim, Abrahamische Stiftung:. Gormannstr. 3, wird am 24. 12. 80 Jahre alt. Vom Siellen-Markt Die Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise teilt mit: Gemeldete offene Stellen: 1. Dekorateure, die auch schon im Verkauf tätig waren, gesucht; 2. kaufnimnnisrhcr Leites־ für eine Matrizentafellahrik für Stereotypie und Galvanoplastik für die Provinz gesucht. — Wir suchen Stellung für: geübte Serviererinnen, kaufmännischcs Personal aller Art, technische Assistentinnen, Sprechstundenhilfen. Wir weisen darauf hin, daß in unseren Sprachkursen für Erwerbslose zum Januar einige Plätze neu besetzt werden können. Meldungen sind zu richten an den Jüdischen Arbeitsnachweis, Berlin SW 19, Lmdenstr. 48/50. Abt. f. kaufm. Personal, freie Berufe, Hauspersonal. Telefon: Dönhoff 807/808. •— Offene Stellen: Gesucht werden für Berlin: erstklassige Dircktric« für eleganten Maß- Salon, erfahrene Direktrice für Modellkonfckt ion, Damenrnäntelzu- Schneiderin, perfekte Damenrocknäherinnen, selbständige Madelikon־ fektionsnäherinnen mit Zuschneiden, insbesondere für Kostüme und Komplets, perfekte Ausfcrtigcrinnen und erste Ilandnäherinnen für Herrenkonfektion, bcs. f. HerrcnmuntcL PelzniUierinnen für Muffen mit Reißverschluß», Mützen Stepperin, perfekte Oberhemdcnzuschneider׳in und Knopf lochstepjxmn für Herrcnoberh<Mndenl>o{rn'l), mehrere geübte Hosenträgemäherinnen für Betrieb und lleitnaibeit, mehrere settzuschnciderin und Korsettnäherm nach Mitte 1<K ut'rhlaml, Korsettdirektrice nach Belgrad, Putzniaehcrmeistcrin nacli Ostpreußen, Friseuse nach Ohcrsehlesicn, Schaf sfcllgerbcrin nach Island. Wir bcnötigen dringend Arbeit für gutempfohlene llausschneic lerinnen, Wischeatütbessenaoeii, Fachkräfte »Iler Art, insbesondere am den Bekleidungsgewerbe. Wir suchen handwerkliche Lehrstellen für Knabe» und Mädchen. Für besonders gute Lehrstellen können kleine Bei. hilfen gezahlt werden. Außerdem suchen wir Paten, die bereit sind, die Jugendlicher! durch Zuzählung von Lehrbcihiifen bei der Durch, führung der Lehrzeit zu unterstützen. Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Arbeitsnachweise, Berlin C 2, Rosenstr. 2/*$ Tel. Norden D 1 6711. GeschSftsfDhrcr gesucht. Es wird ein Geschäftsführer mit KapitSk ein Inge für bestellendes Kabarettuntemchmen gesucht. Geeignete Bew-erber, die schon früher derartige Unternehmen geleitet haben, werden gebeten, sich rsnt Zeugnisabschriften schriftlich an die Wirtschafte hilfe der Jüdischen Gemeinde, Berlin N 24, Oranienburger Str. 31, zu wenden. Synagogen - Nachrichten Jüdische Gemeinde. Freitag, den 22. Dezember, febends: Synagogen mit altem Ritus und Altcrvcr^orgung^anstaltcn, sowie Neue Synagoge, Syn. Lindcnsira fie und Fricdenstcmpel: 4.15 Uhr; Syn. Liitzowstraße: 6 Uhr; Syn. Fasanenstraßc: 6.30 Uhr; Syn. Levctzowstraße und Schmargendorf: 7 Uhr; Syn. Prinzregentenstraße: 7.15 Uhr. Predigt: Syn. Prinzregentenstraße: Dr. Swarsensky. In den übrigen Orgel- Synagogen: An^prathe de-> Kal Sm< r . Svn. Lutzow str iße: Jugendfeiei im Anschluß an den Ilauptgoitesdicnst. Sonnal>end, den 23. Dezember, morgens: Synagogen mit altem Ritus und Alte!Versorgung*- anstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst Syn. Rykestraße und Kottbusser Ufcr-Ahawas Reim: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Frühgattesdienst: Syn. Liudenstra&e, Levetzow- Straße und Prinzregentenstraße: 7.30 Uhr. Jugendgottesdienst: 3.30 Uhr: Syn. Kottbusser Ufcr-Ahawas Reim: Dr. Jakobovits; Synagoge Münchener Straße: Dr. A. Lovy. Syn. Fasanenstraßc: Zwischen Mincha und Maariw: Lehrvortrag Dr. Wiener. Sabbat-Ausgang: 4,45 Uhr. —• Gottesdienst an den Wochentagen: abends: Alte Synagogc: 4.15 Uhr; alle übrigen Synagogen: 4.30 Uhr; morgens: Synagogen mit altem Ritus (außer Syn. Pesialozzistraßc, Kottbusser Ufer und Münchener Straße): 7 Uhr; Syn. Münchener. Straße und Pestalozzistraßc: 7.15 Uhr; Syn. Kottbusser Ufcr-Ahawas Reim: 7.30 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. — Seelsorgerische Sprechstunde in den Wohnungen der Gemeinderabbiner täglich (außer Sonnabend) 10—11 Uhr vorm.; in dringlichen Fällen nach vorherigem Jüdische Religi«nsgemeinde Charlottenburg, Schulslr. 7. Freitag abend 4.15 Uhr; Sonnabend vormittags 9.30 Uhr. Sabbatau^aug 4.45 Uhr. Israelitische Vereinigung Lichtenberg• Synagoge Frankfurter Alice 85. Beginn der Gottesdienste wie in Synagogen nach altem Ritus. Freitag abends nach dem Gottesdienst Vortragsreihe' von Rabbiner Dr. Arthur Rosenthal über ausgcwählie Stoffe der jüdischen Geschichte. Sonnabend vormittags Ansprache von Rabbiner Dr. Arthur Rosenthal. Synagoge ״Betk Zion“, Brunnens?!33 .־. Freitag abend 4 Uhr, Sonnabend morgen 9 Uhr. Mincha 3.45 Uhr, Maariw 4.45 Uhr, Wochentags morgens, 7,10 Uhr, Wochentags abends 4 Uhr. Synagoge Passauer Str. 2. I'reitag abend 4 Uhr, Midrasch-Vortrag. Sonnabend früh 9 Uhr, Mincha 4 Uhr, Lehrvortrag, Maariw4.45 ״ Uhr! Wochentags früh 7.15 Uhr, abends 4 Uhr. Jüdisches Leben im Reich (Von unsern Berichterstattern) aide 25. 9. fand die Neuwahl des Fraiienvereinsvorstan- . Gewählt wurden die Frauen Samuel, Frankel, Abrat/al und Gotihilf. Zum neuen Gemeindevorstand am 6. 12. die Herren W. Arnholz, A. Petzal, Br. und M. Fuchs gewählt. Am 10. 12. hat im Auf- ProvinHalverbandes für jüdische Wohlfahrtspflege Brandenbürg Fr!,!flank irr einer gemeinsamen Sitzung der Körperschaften einen Vortrag über ,,Möglichkeiten und Aufgähnt der jüdischen Wohlfahrtspflege“ gehalten. Im GenK'imi chauM• wurde aus Spenden der Mitglieder ein neues Genn-inde/iminer ting(•richtet. Am hebräischen Kursus nehmen vier 1 lurcr teil. Zu (dlnnukknh fand am 12. 12. eine Feierstund־.׳, am 16. 12. eine ChinukkahVorführung statt. Mitwirkende warnt: Fri. R. Wolff, die Herren Rosenberg und Kttr/ondkowsky, Prl. Abraham und die ganze Schuljugend. Bamberg lut Rahmen einer Chamtkkahfeicr fand in der Bamberg er Svnago'-e am 17. 12. eine Weihestunde, veranstaltet von der lv.1!tti־-־jemci!;de, statt. Mein hart Maur (Berlin) rezitierte; den gröHun Find ruck durften auf die vollzählig erschienene Gemeinde die Stellen aus dem Buch der Makkabäer Kap. 3 und 4 gemacht haben. Die Vorträge von Buber stellten große Ansprüche an die Zuhörer. 1 mirahmt war die Feier vor! Gesa!1 , n des Sviiai'opendiors, der vor allem durch seine Schlu Üdai hietung ,,Seht den Sieger preisgekrönt“ von Händel :ein Können bewies. Auf Initiative der jiingzionisten ־wurde vom fiemeitidevorstaud ein Jugendausschufl ins Leben gerufen, dem die Führer der Jugendbüiide, Vertreter der Verwaltung und Kammer angehören. Die erste Sitzung fand am tJ. 12. statt. Die vom ehrlichsten Willen getragenen Diskussionen der Führer der verschiedenen Gruppen ließen erkennen, daft der Jugendansschuß seinen Zweck erfüllt. F, St. Coesfeld Hier wurde ein jiidiscitcr Jugendverein gegründet. In der CiründungsversanuTilung hielt Herr Lehrer Saffra (Gemen) ein Referat über Ziele und Aufgaben des Vereins. Im Anschluß an die Verstau dswahl wurde ein Sprachkursus gegründet, der von Herrn Saffra geleitet wird. Euskirchen (Rlild.) Vor kurzem sprach vor der hiesigen Gemeinde Herr Siegfried Schweizer (Köln) über ״Judentum und Wirtschaftskrisc“. — Am 16. 12. veranstaltete die Rciigionsschule eine Chanukkaltfeier. Herrn Rabl). Beier, der diese Feier arrangiert hat, danken wir an dieser Stelle besonders. — Am 17. 12. veranstaltete der Hcchaluz und die ZOG. eine gutgelungene Makkabäerfeier. Dr. Leo Heilberg hielt ein Kurzreferat über die Bedeutung dieser Tage. Snif-Leiter Herbert David sprach über die Aufgaben des Hcchaluz. Der Lichtlüldervortrag ״Tei-Awivv und die Orangenküste“, Beglcitworte von Alfred Lion, zeigte den zahlreich Erschienenen das werdende jüdische Palästina. He.Da. Essen Wenn schon ״das erste Programm der ״Jüdischen Künstler־ hilfe Essen“ Stürme der Begeisterung hervorrief, so hat das zweite Programm, das die Künstler hälfe bereits dreimal zur Vorführung brachte, den Beifall noch zu steigern vermocht. Das Programm brachte wieder einen ernsten und einen beiteren Teil. Eröffnet wurde der Abend durch Viktor Herzfeld mit dem Arioso v. Händel. Frau Riri Klan und Fr. Räte Frohsinn versetzten die Zuhörer durch ihre Gesangsvorträge in andächtige Stimmung. Lotte Heine und Carlo Callmann tanzten ein Menuett aus ״Der kleinen Nachtmusik’״ von Mozart, Als Dcbnt spielte der 13jährige Hans Kaufmann das Kolnidre von Bruch. Werner Schüler glänzte als Solist und Begleiter am Klavier. — Der 2. Teil bildete ein in sich geschlossenes Ganze und war als eine Reise durch die Welt gedacht. Musikalische und tänzerische Darbietungen der oben genannten Künstler waren Höhepunkt in dem sehr abwechslungsreichen Programm. Der Abschluß fülirte die Zuschauer nach Afrika, ins Reich des Königs ״Bim'bambulla“. Wiederholmig dieses Programms in Essen am 26. 12., 18 Uhr, in der Loge, Dreilindenstr. 90. Die Essener Künstlerhilfe gastiert im Januar in Düsseldorf, Gelsenkirchen und Recklinghausen. Frankfurt a. M. Ucber die jüdische Schule als Stätte jüdischer Erziehung sprach Herr Georg Gut h mann in der November-Sitzung der Vereinigung Israelitischer Lehrer und Lehrerinnen. Förth i. B. Die neue Zeit macht sich auch in unserer Gemeinde bemerkbar. Nachdem vor Monaten bereits eine Beratungsstelle eingerichtet worden war, ist vor einigen Wochen ein Lese- /immer sowie ein Jugendheim eröffnet worden. Es finden gut besuchte Kurse in Sprachen, u. a. in Hebräisch, i:n Nähen tisw. statt. Die Teilnehmer daran verbanden sich zu einer Arbeitsgemeinschaft, die eine Chanukkah-Feier veranstaltete. — Vor kurzem berichtete im Gemeindc-_Sitzungssaale Dr. Weinschenk (Nürnberg) über seine Palästinareise, und Dr. Walther ließ selbst aufgenominene Lichtbilder von dort folgen. An Stelle des ausgewanderten Herrn. Frankfurt« wurde dessen Ersatzmann auf der Liste der Jüd. Volkspartei, Herr Kleinemaycr, in den Gemeinde-Verwaltungsausschuß berufen. — Die Auswanderungsbeweg-urig, besonders unter der Jugend, macht sich auch hier stark bemerkbar und wird wohl nahezu 10 Prozent der früheren Seelenzahl erfaßt haben. L)ie höhere jüdische Schule, Isr. Realschule mit vierklassiger Vorschule weist einen um die Hälfte gegen früher höheren Stand an Schülern auf. Hebräische Kurse werden auch von den Agudah-Jtigendßruppen veranstaltet und sind gut besucht. Haigerloeh Das Interesse für Palästinafragen gab den Anlaß, Herrn S. Elsässer (Reutlingen) zu einem Bericht über seine Palästinareise zu bitten. Vor einer Zuhörerschaft, die hauptsächlich aus der Jugend, daneben aber auch einer Reihe an Palästinafragen interessierter älterer Gemeindemitglieder bestand, referierte Herr Elsässer in eingehender Weise über seine Erlebnisse in Erez Israel. Zur Illustrierung des Berichts dienten eine Anzahl vorzüglicher Lichtbilder, die vom Refereuten und seinen Reisegenossen Siegfr. Rohrbacher (Göppingen) aufgenomrnen worden waren. — Der Jüdische Jugendverein hat seit Ende Oktober seine Winterarbeit begonnen. Neben Referaten, zu denen sich der Vorsit zende der Gemeinde, Herr Alfred 1 evi. bcreitgefundeu hat, sollen Themen aus der jüdischen Geschichte behandelt werden. Ferner beabsichtigt man, die Bücher ״Wir Juden“ von Dr. Prinz, und .״Palästina, wie es wirklich ist“ von Hugo Hermann gemeinsam durchzuarbeiten, — Der Jüdische Frauenverein hat die im vorigen Winter durchgeführten monatlichen Vereinsabende auch dieses Jahr wieder aufgenommen. Auf der ersten Versammlung sprach Frau Auguste Alfr. I.evi über ,,Religiöse Gebote und Bräuche im Leben der jüdischen Frau“. Lehrer Spier ergänzte das Referat durch weitere Ausführungen. Landau (Pfalz) Einem Rezitationsabend von Meinhart Maur in der hiesigen Synagoge folgte am Ausgange des Schabbos Chanukkah rin Konzert des Trios von Kapellmeister Sinzheimer (Mannheim) mit den Sängerinnen Frau Hedwig Katz (Landau) und Fri. Anni Blum (Bergzabern). Die Darbietungen fanden wohlverdienten Beifall. Licgnitz Am 30. November verstarb der Gemeindeälteste, Herr Scheye Jabionski, Vorsitzender der Synagogengemeinde. Sein Hinscheideu bedeutet für die Gemeinde einen außerordentlieh schweren Verlust. Die Gemeinde ehrte seine Tätigkeit durch eine Feier in der Synagoge, in der der Rabbiner und der Vertreter des Vorstandes dem Verstorbenen den Dank der Gemeinde aussprachen, — Das jüdische Leben in Liegnitz war in den letzte« beiden Monaten durch zahlreiche Vorträge lind Veranstaltungen recht rege. So fand im November ein bunter Abend jüdischer Künstler in der Silcsia- Loge statt. Im Dezember hatte man Gelegenheit, in der Synagoge Künstlerinnen zu hören, die ernste Darbietungen rein jüdischen Inhalts zu Gehör brachten. Eine besonders starke Leistung bot mit ihren Rezitationen Frau Lotte Rosenbaum• Schwarz. — Die Makkabäerfeier, die am 14. 12. von der Zionistischen Ortsgruppe gemeinsam mit dem Habonim noar Chaluzi veranstaltet wurde, war ein förderndes Ereignis für unsere Bewegung. Am Nachmittage fanden sich die Jüngeren zusammen, vor denen Mitglieder der benachbarten Ortsgruppe Jauer ein Chamxkkahspiel aufführten. Hieran schloß sich eine Vorführung der Licgnitz.er Jugendgruppe, die ein sinnreiches dramatisches Poem auffülirten, das einen Querschnitt durch die jüdische Geschichte darstellte. Die Hauptfeier selbst fand am Abend statt und war so stark besucht, daß der vorhandene Raum nicht alle Einlaß Begehrenden fassen konnte. Im Mittelpunkt stand die Red« des Vorsitzenden Dr, Levy. Ein Kabarett, umrahmt von Gesängen und Vorträgen, fand außerordentlichen Beifall. Herr Leo Kaufmann, der Verfasser der meisten Darbietungen, und Herr Jakubowski haben sich gemeinsam mit dem Vorsitzende« um das Zustandekommen dieses Abends verdient gemacht. Dr. B a e c k. Schweinfurt Am Sabhath Chanukkah hielt der Verein ״Concordia“ in den Räumen des Restaurants Burgfrieden eine Feier ab. Heir Dr. Fritz Stein hielt die Festrede. Eine Vortragsfolge gut gesungener Lieder durch Fri. Rosl Sachs und Herrn Lehrer Arthur Rerlinger sowie ein Gedicht, vorgetragen von Frau Ruth Stein, fanden allgemeinen Beifall. Ankündigungen Braunschweig Am 6. 12, fand hier eine Gcnieindcvcrwilnctenversainmlung statt, die in der Haupt fache die Ber,mm״ des Ilaudialuplans für das Rechnungsjahr 1934 auf der Tagesordnung hrtltc. Ks wurde ferner Herr Herbert Frank einstimmig rum Vorstandsmitglied gewählt und mit der Kechnungsuihrung der״Gemeinde betraut, ln der am 10. 12. stattgefundenen Ke|)r;isenl:1ntenwahl wurden folgende Kandidaten gewählt: Frau Flora Mielziner, die Herren Kiperin, Ifeiber, Lüwcnclorf und Ziegelstein. Im Anschluß an den Zentralaiisseliuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau in Berlin ist auch 11i־׳r ein Ausschuß für Hilfe und Aufbau gegründet worden. Frankfurt a. M. Frankfurter Zionistische Vereinigung. ..Zionismus schnell gelern t“, gesprochene Zeitung mit illustrierter Beilage (Schulung«- rtummer). Leitartikel — Palästina-Informationen — Feuilleton — Bücher- und Ücitschriftenschau — ״Sehr geehrter Herr Redakteur“ — Nachrichtendienst aus aller Welt — 1״ lachscharah“ — Briefe au4 Erez Israel -— Nationale und private Kolonisation. 30. 12. im großen Saal der Synagoge Unterlirwlau 21. ״Chuß Iwri", Eschcrsheimer Landstr. 65. Am 24. 12. iindet keine Zu- *auunenkunft statt. 31. 12., 8.30 Uhr, hebräischer Vortrag von Chasia Aberschanska über ״Jugendbewegung“.