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Jüdische Rundschau · 1933-12-19 · Heft 101 (19.12.1933) · p. Seite 987

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 101 (19.12.1933)
Date
1933-12-19
Page
Seite 987 (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer RM O^tS Beilagen: Jugend-Rundschau / Jüd. leben im Reich JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Di enstsg und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2-- HM, vierteljährlich 5.75 RM. Bei Nichterscheinen infolge Streiks oder höherer Gewalt besteht kein Anspruch ■uf Nachlieferung oder Rückerstattung der Bezugsgebühren. ־־־ Auslsndsabonnemems werden in der *eile 0,30 RM- Stellengesuche 0,15 RM. Einzel *Anzeigen nur gegen Vorauszahlung Redaktion, Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Meinekestr. 10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Aaleigen Annahme: Montag bi» Freit.g von S-3Uh1. Anzeigenschluß: Dienstag . Nummer: Freitag nachmittags 3 Uhr Nummer iOj/ | Berlin, 19. XII. 1933 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Aus dem Inhalt: Jude betet um e>“ Kreuz ~ ■ ■ ■—״ ״ ״• — Stimmen zur Judenfrage — Antisemitische Reklame — Palästina-Abend in Berlin — Palästinafragen im Unterhaus — Deutsche Juden in Palästina — Um das Alte Testament א׳ טבח תרצ״ד XXXVIII. Jahrg. Dar Zionismus erstrebt fOr das jüdische Volk die Schattung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.«« Juden in der Wirtschaft In einer für die Geschäftswelt entscheidenden Periode des Jahres ist die Stellung des jüdischen Kaufmanns in Deutschland besonders umkämpft. Die maßgebenden Männer der Regierung sind sich darüber im klaren, daß — unbeschadet des im deutschen Recht immer mehr zur Geltung kommenden Rassenprinzips — in wirtschaftlichen Dingen das Interesse der Wirtschaft voranzustellen ist. In der Wirtschaft aber bestehen so enge Vorknüpfungen, daß nach Ansicht des Rcichswirtschaftsministers eine unterschiedliche Bchandlung n i c h t a r i s c h er bz־w. j ü di s ch er Kaufleute und Unternehmer nicht stattfinden kann. Von diesen Gesichtspunkt erhalten die letzten Verordnungen des Reichswirtschaftsministers über den unmittelbaren Anlaß hinaus grundsätzliches Interesse. Rcichswirisdiaftsmimsier gegen Storung des Weihnachtsgeschäfts Der Reichs wirtschaftsminister hat in einem Schreiben an die Landesregierungen und die Spitzenverbände gebeten, alle Maßnahmen zu treffen, um die ungestörte Ab- Wicklung des Weihnachtsgeschäfts sicherzustellcn. Wir entnehmen der ״Frankf. Zeitung“ vom 17. Dezember den Wortlaut dieses Schreibens: ״Die ungestörte Abwicklung des Weihnachtsgeschäfts wird vielfach örtlich durch die Maßnahmen zugunsten ein- /.einer Gruppen des Einzelhandels gefährdet. Sonderaktionen gehen dahin, die anderen Gruppen, insbesondere die Groß- Unternehmungen des Einzelhandels, die Waren- und Kaufhäuser, Einheitspreis- und FilialgeschSfte usw., sowie nichtarische Einzel Handelsgeschäfte von dem Verkauf von Weihnacht s a rtikeln und Christbaumschmuck a u s z u s c h I i e ß e n und ihnen die weihnachtliche Ausschmückung Ihrer Geschäftshäuser, ihrer Schaufenster und Waren z. B. mit Lametta, Tannengrün usw. zu untersagen. Zugleich sehen sich diese Unternehmungen in der Benutzung ‘der übfichefk men Wettbewerbern zugänglichen Werbemittel beschränkt und zudem der Tatsache gegenüber, daß die Bevölkerung durch Warnungen, Flag- Mütter, Postenstehen, Verkehrskonfrollen oder andere Be- Listigungen vor einem Einkauf bei ihnen abgeschreckt wird. Ich bitte dringend darum, Bestrebungen und Maßnahmen dieser Art ohne Verzug wirksam entgegenzutreten und insbesondere die ungestörte Verwendung weihnachtlichen Schmuckes, eine ungehinderte Werbung in dem Rahmen und in den Formen, wie sie für den Weihnachtsverkauf hergebracht sind, ebenso sicherzustellen wie den freien Verkauf von Weihnachts- und Christbaumschmuck sowie von Weihnachtsgeschenken. W o eine Abschreckung der Kundschaft u. a. durch Belästigungen irgendwelcher Art versucht wird, sind darauf zielende Maßnahmen schon aus dem Grunde als unzulässig zu bekämpfen, weil sie erfahrungsgemäß die Kaufwillißkeit und Kauflust allgemein herabdrücken. Es ist auch dahin zu wirken, daß der Erfolg der einheitlichen Weihnachtswerbung, die vom Werberat der deutschen Wirtschaft ausgeht, nicht durch örtliche Sonderveranstaltungen beeinträebtigt wird. Oeffentlich-rechtliche Körperschaften, wie Kommunalbeliörden, Handelskammern, Handwerkskammern und andere Stellen, die einer Staatsaufsicht oder einer staatlichen Einflußnahme unterliegen, bitte ich ausdrücklich anzmveisen, sich von Maßnahmen fernzuhaiten, die hiernach der Wirt- Schaftspolitik der Reichsregierung nicht entsprechen. Ich bitte, den Maßnahmen, die zur Sicherung einer ungestörten Abwicklung des Weihnachtsgeschäfts erforderlich sind, insbesondere aus folgendem Grunde besondere Aufmerksamkeit zu schenken und sie nachdrücklich zu betreiben: Als es sich vor einigen Monaten darum handelte, den Einzelhandel zu veranlassen, durch eine vertrauensvolle Herausgabe belangreicher Aufträge die Bestrebungen der Reichsregierung zur Belebung der Wirtschaft zu unterstützen, haben maßgebliche Vertreter der Reichsregierung, der Länderregierungen und der Partei erklärt, daß Störungen der Geschäfts-• tätigkeit künftig unterbleiben würden. Wird gleichwohl jetzt das Weihnachtsgeschäft gestört, so hat das eine Vertrauens- Störung und darüber hinaus eine empfindliche Störung des Wirtschaftsablaufs zur notwendigen Folge. Ohne eine geordnete Abwicklung des Weihnachtsgeschäfts werden die betroffenen Teile des Einzelhandels nicht imstande sein, ihren Abnähme- und Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und des weiteren durch Erteilung neuer Aufträge neue Arbeitsmöglichkeitcn zu schaffen.“ Eiozelaklionen gegen ffldische Geschäfte verboten Wie das in Wrlezen erscheinende ״Oberharnimsche Wochenblatt“ mitteilt, hat der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Brandenburg in einem Schreiben an die Wriezener Polizeivervaltung eindringlich darauf hingewiesen, daß Einzelaktionen gegen jüdische Geschäfte, Pilialgeschäfte und dergleichen unerwünscht und unzulässig sind. ״Der Betätigungsdrang allzu- ■eifriger oder jugendlicher Parteimitglieder“, heißt es in dem Schreiben, ״muß unbedingt gezügelt werden, soweit Anordnungen des Führers oder seiner engsten und vertrautesten Mitarbeiter ihm entgegenstehen. Andernfalls erscheint es nicht ausgeschlossen, daß die Strafgerichte sich mit Fällen dieser Art beschäftigen müssen, was in jeder Beziehung unerwünscht wäre.“ Der jüdische Anwalt Zu der Notiz ״Anwaltsgcbühren und Arierprinzip“ in Nr. OS der ״Jüdischen Rundschau“ werden wir aus Anwaltskreisen darauf aufmerksam gemacht, daß bei manchen Lesern das Mißverständnis entstanden ist, als ob es sich bei den dort zitierten Ausführungen von Dr. Paul Z erweck in der ״Juristischen Wochenschrift“ nicht um eine private Meinung, sondern um einen festgelegten amtlichen Standpunkt handelte. Demgegenüber ist darauf liinzuweisen, daß jene Ausführung gen von uns nur als ein Beispiel dafür zitiert wurden, wie in privaten Aeuß erringen versucht wird, der Gleichstellung der im Amte verbliebenen nichtarischen Anwalte entgegenzuwirken. Das Mißverständnis — so wird uns aus Anwaltskreisen geschrieben — wäre um so bedauerlicher, als manche jüdische Parteien der falschen Ansicht zu sein scheinen, als seien ihre Interessen bei nichtarischen Anwälten nicht so gut aufgehoben, weil sie nicht ausreichend Gehör hei Gericht fänden. Demgegenüber lehrt die tägliche Erfahrung, daß die Gerichte, wie, insbesondere nach der Verordnung vom 1. Oktober 1933, nicht anders zu erwarten war, nur darauf abstellen, was der Anwalt vorträgt, nicht dagegen, welcher Abstammung der Anwalt ist. Auch hie,r entscheidet, abgesehen von der Rechts- und Sachlage, di« Leistung, nicht die Person des Anwalts. Die Ansicht, die Beauftragung eines nicht arischen An• walts sei ,,zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung nicht notwendig“, findet im Gesetz keine Stütze. Nach i? Ql, H ZPO. sind die Gebühren eines Rechtsanwalts stets und ohne jeden Unterschied erstattungsfällig. Dasselbe bestimmt § 91 Abs. 2 der neuen Zivilprozeßordnung vom 8. November 1933. Auch aus dem Beschluß des Kammergerichts vom 9. Oktober 1933 — 1 b. X. 613.33 —, der die Entlassung eines Testamentsvollstreckers wegen seiner nichtarischeu Abstammung ablehnt, ergibt sich gleichfalls, daß über die ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmungen hinaus im Rechtsverfahren die Frage der Abstammung keine Bedeutung hat. Bezüglich der Anwaltschaft hat die Verordnung vom ). Oktober 1933 festgestellt, daß die weiter im Beruf verb I i e b e n e 11 nichtarischeu An w ä 11 e die vollen Rechte ihrer Stellung genießen und Anspruch auf die ihnen als Angehörige ihres Standes zukommende Achtung haben. Judenfrage und Acrzteschaff Das ״G r o ß - B e r i i 11 c r A c r z t e b 1 a t f“ vom 9. Dezember veröffentlicht einen Bericht über eine Sitzung einiger Gruppen des Bundes Deutscher Aerztc, hei welcher Dt. v- L e c r s einen Vorfrag über ,,J u d e n 111 m u 11 cl J ü d c n - f rage“ hielt, ln dem Bericht über diesen Vortrag heißt es u. a.: ,.Aus tiefgründiger Forschung, pragmatisch-geschichtlicher He- Die ln. schic Verseucbui•׳״ durch den Manismus machte^ den lu<!״u den bi'11 und Leben des deutschen Volkes.'־ Gegenüber dieser Betrachtungsweise der Judcnfrage, die nach dem oben genannten Bericht bei den ärztlichen Zuhörern reichen Beifall fand, ist ein Aufsatz erwähnenswert, der in der ״M ünchener Medizinische 11 W o c 11 <:• ״ s e h r i f t“ vom 8. Dezember stand und sich mit Gustav Einbden beschäftigtc, dem im Juli 1933 verstorbenen großen Gelehrten. Dieser Aufsatz, dessen Verfasser Gerhard Schmidt, Stockholm, ist, rühmte Einbden als ״Menschen, welcher, dem reinen, einsamen Suchen nach Wahrheit hingegeben, Jahre hindurch trotz fehlender Resonanz in der übrigen Welt diese ihm innerlich wichtigen Probleme untersucht und andere Tagesfragen, deren Bearbeitung leichteren Lorbeer gebracht hätte, hintangesetzt hat“. — Erribden ״gewann namentlich die Gefolgschaft der Jugend, die sich in ihrem ehrlichen und stolzen Streben nach dem Absoluten von ihm verstanden fühlte‘‘. — ״Mit dem deutsehen Lebensgefühl war er eins in seiner Ehrfurcht vor dem Uebersinnlichcn, in seiner Gläubigkeit, in seiner Abneigung .gegen den flachen Rationalismus.“ Wissen all die jungen Mediziner, die heute die Juden als ״parasitäres Volk“ betrachten, daß dieser Gustav Embdcn — «in N i cht a ri er war? Was die Engländer sagen Palästina - Politik und Einwanderung Pariser Brief s. n. Paris, den 16. Dezember 1933. Die letzten Ereignisse in Palästina, vor allem die arabisehen Demonstratif'iH’11, haben in der!׳roßen französischen Presse eine über das übliche Ausmaß hinan *gehende Beachtung gefunden. Wenn man sich vor Augen hält, daß die inner- und außenpolitischen Spannungen, die die französische Politik jetzt bestimmen, im allgemeinen das Interesse an Vorgängen in Uebcrsee überfüllen, so muß man in der Haltung der französischeu Meinung gegenüber den Ereignissen 111 Palästina ein Zeichen erblicke!!, dal! die verantwortliche frmi/ösiseiic Politik diese Vorgänge für bedeutsam genug hält, 11m der Presse einen Wink zu gehen, damit diese dem Stoffk 10־is Palästina Aufnierksamkeit zuwende. Ein deutlicher Beweis für die Stichhaltigkeit einer derartigen Annahme war ein Leitartikel im ״Temps“ (in der ,.Jüdischen Rundschau“ wiedergegeben), der gewöhnt ist, seine Editorials im Einvernehmen mit dein (Juai d’Orsay abzufassen. Auch die Zusammenstöße in Tcl-Awiw, bei denen die Haupt,־!!•deme nicht mehr Araber, sondern Juden waren, fanden in der fraiizösiselicn Presse Beachtung. Das Problem der lirsc h w e r 1! n g 11 e r j ü d i s c 11 c n Einwanderung wird hingegen von der französischen Presse, •der täglich erscheinenden mul den Zeitschriften, nicht behandelt. Um so großer ist das Interesse an dieser Frage auf Seiten aller jüdischen Kreise. Paris liegt für die jüdischen Politiker mittwegs auf ihren Reisen zu verschiedenen Konferenzen und Sitzungen. Man hat somit Gelegenheit, sich mit diesen Männern über die Frage zu unterhalten und ihre Ansicht über die Situation zu erfahren, [diese wird von maßgebenden zionistischen Persönlichkeiten ungefähr so beurteilt: Seit 1929, den Taget! der arabisch-jüdischen Zusammenstöße, war die Lage sowohl im Zionismus, wie auch in Palästina nicht so schwer. Als im Jahre 1930 das Weißbuch von Lord Passficid erschienen war, bedeutete das einen Schlag für die zionistische Politik. Trotzdem hatte man damals sofort das stöbere Gefühl, daß es, wenn aticfi unter stärksten Anstrengungen, gelingen werde, die englische Regierung zu einer Rc- Vision der im Weißbuch zum Ausdruck gebrachten Ansichten zu bewegen. Diese Hoffnung stützte sich auf die Erkenntnis von der flagranten Ungerechtigkeit des Weißbuches, welches in Ton und Inhalt in schreiendem Gegensatz zu Balfotir-Deldaration und Palästina-Mandat stand. Man konnte voraussehen, daß sieh in der englischen öffentlichen Meinung ein ernster Widerstand der besten Repräsentanten britischer Tradition von '7airness gegen das Weißbuch regen werde. Die jetzige Haltung der Palästina-Regierung־ in 11er Frage der jüdischen Einwanderung ist jedoch, trotz allen Unrechts gegenüber den Juden, die in dieser Haltung liegt, nicht geeignet, das öffentliehe Interesse in England in solchem Maße zu erregen, wie seinerzeit das Weißbuch. In Gesprächen mit dein Uolonialoffice Erstens: bisher sind im Jahre 19.1? bereits 18003 Juden legal eingewandert, und bis zun Ende des Jahres wird diese Zahl auf 20 090 gestiegen ״ein. ln Wirklichkeit sind aber im Jahre 1933 ungefähr 39 099 Juden nach Palästina eingewandert. Man Scann a'so von jüdischer Seife nicht put behaupten, daß die Einwanderung von der britischeu Palästinaverwnltun:׳ gestonpt sei. Zweitens: zuge ׳•'eben, daß die Prosperity Palästinas bewundernswert ist und eine starke Einwanderung ermöglicht: nun muß jedoch auch beim stärksten Optimismus mit einer Stagnation der Konjunktur in Palästina, wenn recht gar mit einen R ü c!1 - schlag rechnen. Wenn auf jüdischer Seite in dieser Hinsicht ein Mangel an Voraussicht bestellt, so entlieht das nicht die verantwortliche Regierung, die das Wohl des Landes im Auge hehält, von der Verpflichtung, vorsichtiger zu sein ais die jüdischen Instanzen. Drittens: die starke und überstürzte Einwanderung hat die politischen Spannungen im Lande in einem Maße erhöht, das die Palästinaregierung zwingt, nicht zuletzt irn Interesse des jüdischen Nation,ilhcims, das Tempo der jüdischen Einwanderung (und des jüdischen Aufbaus im allgemeinen) stärker zu beaufsichtigen, als es bisher geschehen ist. Viertens: man kann auch von jüdischer Seite nicht bestreiten, daß das Ausmaß der lllega'en jüdischen Einwanderung Formen angenommen hat, die geeignet sind, die Autorität der Regierung in der OcffentFchkeit stark zu mindern. Im Interesse der Ruhe und Ordnung i.Ti ganzen Lande, die gegenüber Arabern und Juden nur von einer unparteiiscb.cn und starken Regierung gewahrt werden können, ist es unbedingt notwendig. Maßnahmen zu ergreifen, welche beweisen, daß die Regierung nicht gewillt ist, sich düpieren zu lassen. Es soll hier nicht auf eine Kritik dieser Argumente eingegangen ־werden. Sic sind nicht so stichhaltig, wie die Palästina-Verwaliung und das Colonialoffiee glauben. Aber sie werden angeführt und es s t. g 111, :111 f j!1 d i scher S e i t e britischen Regierung in diesem Fra g e n k o in , plexe ist. In Londoner Regienmgskreisen übersieht man aber geflissentlich die Methoden, mit denen die Palästina- Verwaltung ihre Autorität gegenüber der illegalen Einwanderung durchzusetzen versucht. Soweit man imstande war, die in Frage kommenden Faktoren über die Razzien, das Prämien- System und die vielen unberechtigten Verhaftungen in Palästina gegenüber angeblichen ״illegalen“ jüdischen Einwanderern zu informieren, ist dies bisher geschehen und hat bei allen loyal denkenden Engländern ein Gefühl zumindest der peinlichen Ueberraschung hervorgerufen. Das britische Empfinden für

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