Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 99 (12.12.1933)
- Date
- 1933-12-12
- Page
- Seite 946 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 944 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 99, n. XII 1933 Vom Herzl>Bund Wir erhalten folgenden Bericht: Das sich in einer bcirächtlicher! Anzahl eingeliemler Anfragen immer erneut zeigende Interesse für Gründung neuer Herzl-KIubs gibt zu folgender allgemeiner Beantwortung Anlaß: Der Herzl-Klub bezweckt, eien kaufmännischen oder ähnlichen Berufen angehörenden jungen Juden in enger persönlicher Zusammenarbeif eine Ausbildung zu vermitteln, die sie mit dem Herztscheu zionistischen Programm so erfüllt, daß ihnen die direkte oder indirekte Teilnahme am jüdischen Palästina■ Aufbauwerke Ziel und Lebensinhalt wird. — Da es Unzweckmäßig erscheint, ein neues Bundespräsidium zu schaffen, soll dieses durch eine gemeinsame Geschäftsstelle der I ler/l-Klubs ersetzt werden, welche die Aufgabe hat, die Tätigkeit der Klubs miteinander zu verbinden sowie ihre Palästiiuihestrebangen gemeinsam zu vertreten. — Alle an der (jiiindtmg von Herzl-Kluhs interessierten Einzelpersonen und Kreise werden gebeten, diese Gründungen überall als Untergruppen der zuständigen zionistischen Ortsgruppen in die Wege zu leiten. Die Vorteile, die diese Organisationsform mit sich bringt, liegen auf der Hand. Da laut Protokoll des 2. ordentlichen Bundestages des I lerzl-Bundes im April 1919, 12. Ent- Schließung, jeder H. ('״er entweder korporativ oder einzeln Mitglied der Zionistischen Ortsgruppe seines Wohnortes sein muß, ist 1.11111;( ein Weg gefunden, der die alte Tradition des Hcr/I-Hund;s in eine zeitgemäße, das gemeinsame Ziel Klubs et. Die Erfolge des Herzleser Weg der richtige ist. nit gleichzeitig seinem Wunsche 11 Verbände Konkurrenz machen lr darum, Kräfte zu entfalten, lediglich die Möglichkeit fehlt, im besonderen zugeschnittenen 1 schulen und zu betätigen. , Breslau V, Freiburger Str. 32. kämpfen halt Jude־ ״ Briet aus Stockholm 11. R. - K o r r e s p o ti d e nt schreibt uns: i'liwi'iiisvhe Zionistische Vereinigung halte zu einem cciul geladen, an dem M F a r s c 11 y s über die 11 twiiklung des Zionismus in Schweden1‘ sprach, t interessanter Form entwickelte der Redner die :fange des Zionismus hier im Lande und zeigte eiickehen. mit denen die ersten Zionisten liier zu ie bei den eingesessenen schwedischen ,iclerstand stießen. Seit L>r. Ehren- Jahre 1914 nach Schweden kam, hat sich das Bild verändert, da er wertvolle Impulse geben konnte. Daß das Interesse für den Zionismus in allen Kreisen in Sclnveden immer größer wird, davon zeugte die überaus große Besucherzahl dieses Abends. — Außerdem sprach hier Mrs. Pcrsncr, Tel-Awiw, über jüdisches Alltagsleben in Palästina. Briefe an die Redaktion Nafhan — ״der edle Jude" Berlin W 57, am 9. Dezember 1933. Sehr geehrte Schriftleitung! .Als Leser der ״Jüdischen Rundschau“ bitte ich Sie, zu dem Artikel )er e d I e J 11 d c“, den ■Moritz Goldstein in der Nr. 98 vom 8 Dezember 1933 veröffentlicht hat, folgendes bemerken L e s s i 11 g hat im ״Nathan‘‘ nicht einseitig glorifizieren wollen. Aus einer Xo\ eil׳.-des Boccaccio den Juden entnehmend^ hatte der — damals schwer drangsalierte — Dichter, seinen eigenen Worten nach, einen ״närrischen Einfall‘“: Er möchte erproben, ׳ >h man ihn ,,־auf seiner alten Kanzel, auf dem Theatcr weni; 1011 יs noch in; gestört will predigen lassen“. In dein Entwurf 1 i :׳er Vorrede zu ..,Nathan d 111׳׳ Weisen“ halte Lessing erklärt: ״Nathans (jesiniiung' gegen alle positive Religion ist von jeher dm mehlige gewesen." Eigenem weltanschaulichen, religiöser,, sozialen Bekennen hat der Dichter im Nathan Ausprägung vrrliehcn. Der Kämpfer für ״die Rechte der Unterfancii״ ,״gegen Aussaugung und Despotismus״ (man denke z. B, an den Brief vorn 23. August 1769 an Nicolai!) hat sicli auch gegen die damalige soziale Unterdrückungder Juden erhoben und zum S-chuupIat/ dieses Kampfes die Buhne gewählt — überin ״Nathan der Weise", sondern ebenso in dem dies nicht Daß I,t׳s«i!!g dabei nicht daran gelegen war, in Nathan den allein .,Edlt■!!־' zu zeichnen, ist von Zeitgenossen durchaus riehtig erkannt worden. Es sei daran erinnert, daß z. B. Elise Reiniarus drnaK gesell riehen hat: ״Lange, lange muß kein Trunk Wassers in einer dnrrcii Snmhvüste so verschluckt worden sein, Bo gelabt haben, als dieser uns... So ein Jude, so ein Sultan, so ein Tempelherr, so eine Recha, Sittah. was für Menschen! Wenn es deren viele von ordentlichen Eltern geboren gebe, wer möchte nicht so lieb auf Erden als im Himmel leben, da, wie Sie ganz recht bemerken, der Mensch dem Menschen doch immer lieber bleibt, als der Engel.“ — Es wird berichtet, daß der zwölfjährige Lcssing anno 1741 bei seiner Prüfung zwecks Aufnahme in die Landesschulc St. Afra in Meißen in einer lateinischen Arbeit u. a. geschrieben habe: ״Maxime decet Qiristianos proxifnum siiuni diligere ct proximus «st, auctore Christo, qui atixilio nostro eget. Egemus autcin omnes auxilio aliorutn lioniinum, ergo omnes suums proximi. Itaque nolumus damnare Judaeos, quamquam Christum damnaverunt, nain Deus ipse dixit: Ne judicate, ne damnate!., ״Atu meisten ziemt den Christen die Nächstenliebe, und der Nächste ist, nach der Lehre und dem Vorbild Christi, derjenige, der unserer Hilfe bedarf. Wir bedürfen aber alle der Hilfe der anderen, also sind wir alle gegenseitig Nächste. Deshalb ,wollen wir die Juden nicht verdammen» obwohl sie Christum verdammt haben; denn Gott selbst hat gesagt: Richtet nicht, verdammet nicht!“ Dem zwölfjährigen Schüler ist der fünfzigjährige Meister Im ״Manneswerk“, wie Herder ״Nathan den Weisen“ gepriesen hat, treu geblieben! Mit Dank und ausgezeichneter Hochachtung Victor Fraenkl, Justizrat. Palästina Im Film Berlin, 10. Dezember 1933. An die Redaktion der ״Jüd- Rundschau“. Die Ufa bringt jetzt in ihrem Kulturfilmprogramm ua. den Rim ״Unter südlicher Sonne“, der laut Zeitungsinserat außer Bildern von Spanien, Portugal, Nordafrika, Aegypten, auch solche von Palästin a (Bilder von Jerusalem, Tel-Awiw und Haifa) enthält. Wer nun glaubt, im Rahmen <ks Gesamtprogramms einer! kleinen Ausschnitt wenigstens des neuen jüdischen Lebens in Palästina zu sehen, fühlt sich bitter enttäuscht. Außer einigen Uardschaftsa.Tnahnien (Kidrou-Tal, Genezareth-See und Totes Meer) und Bcduinensiedlungen, die den Sprecher im Film auf das mühselige Leben der Araber hinzuweisen Veraula-ssung geben, werden von Jerusalem an jüdischen Stätten nur die Klagemaucr gezei gt, obwohl Rechawjali z. ß. gar nicht so weit davon entfernt ist. Eine Rundansicht von Jerusalem, der Garten Gethsemane, das Damaskus- und Herodestor, die Omarmoschee und Via dolorosa vervollständigen dann die Eindrücke von Jerusalem. Von Tel-Awiw werden ein größeres Wohnhaus, in einem weiteren Bild ein Verseil lag, in dem sich eine Kuh befindet, gezeigt, mit der gleichzeitigen mündlichen Erklärung, daß es sich um eine jüdische Stadt handelt. Der Film schließt gleich darauf mit einem Panorama Haifas ohne weitere Details und mit den Worten, daß England den Gegensatz zwischen Arabern und Juden dazu benutzt, seine Macht im Orient auszubauen und zu befestigen. Hätte es nicht den Operateur als filmische Aufgabe reizen müssen, den malerischen Bildern orientalischen Lebens Dokumente jüdischen Aufbaus und des sich hierbei in solcher Vielfall manifestierenden jüdischen Lebenswillens gegenüberzustellen? Mit Zionsgruß Georg Hirsch. Jüdische Aerzle In PrFvalkassen Berlin N 24, den 8. Dezember 1933. Oranienburger Str. 31 An die Redaktion deT ,,Jüdischen Rundschau“ 111 Nr. 98 Ihrer Zeitung vom 8. Dezember 1933 drucken Sie einen Brief des Herrn Julius Glaß ab, der als Replik a.nf das Schreiben des Herrn Rosenberg in Nr. 96 gedacht ist. Ich erlaube mir, Ihnen mitzutcilen, daß die ■Meinung?- verschiedeiilieit zwischen den beiden Herren jetzt dadurch gegenstandslos geworden ist, daß der Hau.sarztverbaiid, Private Krankenkasse für hansärztüche Behandlung im nationalen Reichsverband deutscher Privat-Kranken Versicherung.?-Vereine auf Gegenseitigkeit e. V., Berlin NW 21, Alt-Moabit 86c, seine Satzungen dahin geändert hat, daß nichtarisclieu Mitgliedern mit sofortiger Wirkung gekündigt werden kann. Diese Satzungsänderung ist von dem Herrn Polizeipräsideuten von Berlin am 30. November 1933 genehmigt worden. Mit vorzüglicher Hochachtung Martin Brand Gerichtsassessor i. R. Wirtschaftshilfe der jüdischen Gemeinde, Rechtsschutz.•!!Teilung. Die füdisdien Arbeitsinvaliden Brunsbüttclkoog, den 7. XII. 33. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin. Ich bin der Ansicht, daß cs wünschenswert wäre, sich mit der Lage der jüdischen Arbeifsinvaliden zu befassen. Viele der Invaliden müssen sich mit der kargen Rente durchschlagen und davon den ganzen Unterhalt bestreiten. Nur durch die Bildung einer Kommission aus den in Frage komtuenden Organisationen, die sich dafür einsetzi, diesen Mensehen eine entsprechende Arbeit zu verschaffen, wäre dieser Frage beizukommen. Hochachtungsvoll _ S. Löw in. ״Wir bauen Palästina" Soeben ist 1m Fiba-Verlag, Wien-Leipzig, der offizielle Rechenschaftsbericht der Exekutive der Jewish Agency erschienen, der dem 18. Zionistenkongreß und der 3. Tagung des Council der Agency vorgelegt wurde. Dieser Bericht umfaßt die Zeit von Sommer 1931 bis Sommer 1933 und schildert die politische, wirtschaftliche und kulturelle Aufbauarbeit in dieser Zeit. Der erste Teil enthalt einen Ueberblick über die politische Arbeit in London und in Jerusalem. (Die wesentlichen Abschnitte aus diesem Teil sind vor einiger Zeit als Broschüre in der Schriftenreihe der ״Jüdischen Rundschau“ erschienen.) Der ־zweite Teil ist der Palästinaarbeit gewidmet und enthält die Berichte der Departements für Arbeit und Einwanderung, für Erziehung und der Abteilungen für landwirtschaftliche Kolonisation, Handel, Industrie und Wirtschaft. (Der Bericht über die landwirtschaftliche Siedlung ist gleichfalls vor einiger Zeit in einer hier besprochenen Broschüre im Rahmen der Schriftenreihe der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlicht worden.) Den dritten Teil des Buches bilden Rechenschaftsberichte der verschiedenen Wirtschaftsinstitute, und zwar des Keren Hajessod, Keren Kajemeth, des Jewish Colonial Trust, der Anglo-Palestine Batik und der Palestine Land Development Company. Das Hauptbüro des Keren Hajessod in Jerusalem, das als Herausgeber für diese Schrift zeichnet, hat sich damit ein sehr großes Verdienst erworben. Eine Fülle von Material über den Fortgang der zionistischem Arbeit in Palästina wird einer weiteren ()Öffentlichkeit unterbreitet, die die Möglichkeit erhält, sich über die einzelnen Fragen des Aufhaus 5׳u orientieren. Eine Anzahl gutgewäblter Photos illustrieren den Text. Diese Schrift stellt eine Art von Handhuch des Palästinaaufbaus in der abgelaufenen Arbeitsperiode dar und rollt alle wesentlichen Probleme unserer Tätigkeit in Palästina auf. Es kann daher nur jedem, der sich ernsthaft für die verschiedenen Seiten der zionistischen Arbeit intercssiert und an Hand von exaktem Material sich ein Urteil über Fortgang und Schwierigkeiten des Werkes mrclien will, empfohlen werden, diesen Bericht gründlich zu studieren. Soeben wird ein von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, dem Keren Hajessod und dem Keren Kajemeth Lejisrael Unterzeichneter Aufruf zugunsten des ״M i f a I Arlosorof I“, des zur Begründung einer auf den Kamen des ermordeten zionistischen Führers Arlosoroff benannten Siedlung in Palästina dienenden Fonds, vorgelegt. Unserer heutlgen _Bild-Nummer ist eine Zählkarte beigelegt, der sich die Mitglieder dieser Organisationen zur Einsendung ihres Belträges für die Arlosorolf-Gedächtnis-Spende bedienen wollen. Die genannten Organisationen erwarten, daß alle ihre Mitglicder einen der Bedeutung des neu zu errichtenden Siedfimgswerkca entsprechenden Chanu kka h-Beitr a g überweisen werden. ז Beachten Sie unseren Inseratenteil Palästina ״ Hinweise Mitteilung des Palästina-Amtes. Zolldeklaration des nachfolgenden Umzugsgutes. Es wird wiederholt darauf hingewiesen — s. auch Nr. 96 der ״J. R.“ — daß die Zollerklärung über nachfolgendes Umzugsgut von Einwanderern nicht mehr innerhalb von 24 Stunden iiach Uebcrschrcitung der palästinensischen Grenze abzugeben ist, sondern daß dein Einwanderer nunmehr eine Frist von 7 Tagen zur Verfügung steht. Nur solches Umzugsgut, das innerhalb dieser 7 Tage deklariert und spätestens 90 Tage nach Einwanderung in Palästina eintrifft, genießt Zollbefreiung. Im übrigen wird den Einwanderern auch weiterhin empfohlen, vor der Abreise eitle listemnäßige Auf- Stellung ihres IJmzugsgutcs in dreifacher Ausfertigung zwecks Vorlage hei den palästinensischen Zollbehörden vorzubereiten. - Mitnahme von H a 11 s g e h i 1 f e <1. Gegenüber der vielfach verbreiteten Meinung, daß es möglich sei, auf ein Palästina-Visum der Kategorie AI Hausgehilfen mitzunehmen, muß darauf hingewiesen werden, daß ein Visum der Kategorie A I lediglich für den Antragsteller, seine Ehefrau und unverheiratete Kinder bis zu 18 Jahren gilt. — Gemeinsame Einreise der Familienangehörigen. Den Einwanderern aller Kategorien ist dringend zu empfehlen, gemeinsam mit den Familienangehörigen einzureisen. Bei der gegenwärtigen Verwaltungspraxis bedeutet es zumeist eine Trennung der Familie auf viele Monate, wenn ein Familienmitglied vorausfährt und die zurückbleibenden Familienmitgiieder anfordern muß. — Mitnahme von Original- Zeugnissen. Die Hifaclnluth Olej Germania maeht darauf aufmerksam, daß allen Fiuwandcrern anzuraten ist, Originalzcugnisse und sonstige Belege über ihre frühere Tätigkeit niit/uhringen, damit sie bei Bewerbungen gegebenenfalls vorgelcgt werden können. — Einwan der er heim in Haifa. Die Hitachdutli Olej Germania, Haifa, teilt mit, daß ihr das Arbeitersanatoriuin der Kupath Cholini in Achusah (Har Maearnicl) für die Wintermonate zur Verfügung gestellt worden ist. Es ist dort ein Fimvandcrheiin errichtet worden, das den deutschen Einwanderern, die nicht im Beth Olim aufgenommen werden können, Unterkunft für die ersten 14 Tage bietet. Der Preis ist mH 4 Piastern pro Nacht (in Ausnahmefälien 2 Piaster) sehr niedrig gehalten. ״Alijah“, das Informationsblatt des Palästina-Amtes jler jewish Agency, Berlin, ist für jeden Palästina-Wanderer außerordentlich wichtig. Die Broschüre enthält Beiträge über: Einwanderungsbestiinmuiigcn, Devisen-» Steuer- und Zollfragen, Lebens- und Arbeitsbedingungen, Landwirtschaft und Industrie Palästinas. Das lieft mit einer Karte Palästinas auf der Umsclilagseite kostet 0,75 RM. und ist gegen Voreinsendüng dieses Betrages zuzüglich 0,10 RM. Porto zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin W15, Meinckestr. 10. ״Chinucli“, das Merkblatt für Lelirstätten in Palästina unterrichtet den Leser über die Ausbiklungsmöglichkeiten im Lande. Es enthält genaue Angaben über die Aufnahinebedingungen und Lehrfächer der palästinensischen Universität und Schulen. Der Preis der Broschüre beträgt 0,50 RM. Es ist gegen Voreinsendung des Betrages zuzüglich 0,10 RM. Porta zu beziehen beim Palästin a-Amt, Berlin w 15, Meinckestr. 10. Der Zolltarif Palästinas enthält sämtliche Positionen in übersichtlicher alphabetischer Reihenfolge, Ein- und Ausfuhr- Verbote und Beschränkungen und eine Wiedergabe des palästinensiscli-svrisclien Zollabkommens. Er ist auf Grund des im Juli 1933 herausgegebenen englischen Zolltarifs in deutscher Sprache veröffentlicht worden. Jeder Geschäftsmann, der mit Palästina in Verbindung steht oder kommen will, sollte den Zolltarif erwerben. Im Anzeigenteil dieses Blattes befindet sich ein Bestellschein für die oben aufgeführten Broschüren. Bei Bestellungen der ״Alijah“, des ״Chmuch“ oder des Zolltarifs bitten ■wir diesen Bestellschein zu benutzen. Brielkasltn der Redaktion A. F., Berlin. Zu der Briefkastennotiz auf Seite 922 der ״Jüdischen Rundschau“ machen Sie uns noch darauf aufmerksam, daß auch der Name Fritz. Stahls, des Verfassers verschiedener Biichcr, aus den Inseraten des Verlages Mosse verschwunden ist, der seine Bücher jetzt ohne Angabe des Verfassers — ein gewiß im Verlagswesen noch nie vorgekommener Fall — anoreist. Hier kann freilich kein Versehen vorliegen, sondern es muß auf Absicht geschlossen werden, Dr. Lkhtigfeld, Düsseldorf. Prof. Kelsen ist an die deutsche Ihiiversität in Prag berufen worden. Geschäftliche Mitteilungen (Ohne Verantwortung der Redaktion.) Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk auf F5hr, Südslrand, macht au! 11 in di!-cm Jahre au! sn»׳ eilolgx kh<1־! Winterkuren auf1!1cr!»>am. Wie bekannt ist, wird das Heim in pflegerischer, pädagogischer und ärztlicher Beziehung aufs beste geführt. Schulkinder haben die Möglichkeit, an St hulzirkeln teiizunchmen. Pas Heim stellt unter Aufsicht des Herrn OborrabWncr Dr. Carlcbach in Altona. Referenzen von Acrzten und aus EiternkrcLsen stellt die C1u$ohäfKsie!1e des Keims in Berlin, Monbliouplatz 10, auf Wunsch zur Verfügung;, Näheres ist aus der Annonce in diesem Blatte zu ״Die Hilfe'*♦ Versicherung י chluß?: Ver.sk tgäbe. ״Die Hilfe“ wird empfohlen durch den Preußischen i anat svcrDand jüdischer Gemeinden, die Berliner Jüdische Gemeinde und eine Anzahl großer Organisationen, denen aus den Erträgnissen Mittel iür wohltätige Zwecke zufHcßen. Dos ständige Wachsen der Mitglicderzahl beweist, daß ״Die Hilfe“ sich Zugang in allen jüdisehen Krei'Cn verschafft hat. Als fachkundiger Berater für die Erledigung aller Formalitäten bei Auswanderungen empfiehl! sich Dr. für. Friedrich David, Mann* heim C. 6. 1, der als Steucrsyndikus und Wirtschaftstreuhänder über große Erfabjungen auf diesen Gebieten veriügt. Auch wegen Nachweises von Existenzen im Auslande mögen Auswanderer sich an die genannte Adresse wenden. Oer große Festverkauf bei Feder am Rosenthaler Platt hat begönnen. Alle Abteilungen: Groß- und Klcimnobcl, Polsterwaren, Teppiche, Gardinen, Herren-, Damen* und Kinderkonfektion, Hüte, Strickwaren. Bett* und Leibwäsche, TriGuagen bringen trotz lang* fristiger Zahlungsbedingungen ülxjraus niedrige Preise. In 18 Schaufenstern zeigt Feder alles das, was das Herz begehrt. Das Kaufen wird hier jedem so bequem gemacht, getreu dem bekannten Spruch: ״Und wenn einmal das Geld nicht reich!, kauft man bei Feder federleicht“. 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