Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 99 (12.12.1933)
- Date
- 1933-12-12
- Page
- Seite 942 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2653725-2653822--24520-2687474- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Riga 2× ep/1000826
OCR text
Seite 940 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 99, 12. Xn. 1933 untaugflc!. ~c-־.-rscht, das ist kein Widerspruch gegenüber jener Tatsache. Denn dieses Leben, so sehr man sich an ihm stieß und wundrieb, so kläglich man es zu meistern suchte, war nicht eigentlich die Hauptsache. Von der Tiefe des jüdischen Geistes her betrachtet, bedeutete es nicht mehr als das Experimentierkabinett für die praktische Anwendung des immer wieder studierten Gesetzes. ln diesem blieb der Schwerpunkt von Geist und Willen gelagert; und die Welt der sich wandelnden Dinge und Mensche« war nur ein Schattenspiel gegenüber der Realität des Gesetzes als der eigentlichen Substanz jüdischen Daseins. W נ׳ bedeutete diesem Judentum die Geschichte als der Ausdruck des schöpferischen, stets Neues gebärenden Lebens, die Geschichte als der Strom, der immer junge in ihrer Einmaligkeit wertvolle Persönlichkeiten und Geschehnisse durch die reale Zeit hindurch trug? — Am jüdischen Begriff der Geschichte wird die Einzigartigkeit der Jüdischen Existenz offenbar. In diesem Geist wurde das merkwürdigste System der Weltgeschichte ersonnen, ein Schema, welches das Universum menschliehen und menschhcitlichen Geschehens umgriff. Schöpfung, Offenbarung, Tcmpelsturz und —■ Ankunft des Messias bilden die Etappen des Weges, den das Volk Israel und mit ihm — wie selbstbewußt gedacht ward — die Mensch heit dahinschritt. Die Strecke zwischen den beiden let/ten Wendepunkten füllt das Exil aus, in seiner Dauer abhängig vom Kommen des Messias. Diese theologische Geschichtsmetaphysik wurde für die Geiste׳ ,•'i'tcng entscheidend. Denn durch sie wird bewirkt, daß es keinen irdisch-menschlichen Motor für die gesc!.eidliche Bewegung geben kann. Gewiß, der jüdische Mensch ist frei, er gestaltet sein Leben gemäß der Ordnung des Gesetzes, sein persönliches und das der Gemeinde, in dem das einzelne verflochten ist. Aber da das Gesetz, wie wir sahen, ein für allemal feststeht, bedeutet hier Geschehen nichts mehr als das Streben, selbst das erfolgreiche Streben nach gewissenhafter Wallrung des Gebotes. Ein Geschehen im geschichtlichen Sinne, eine auch nur dem Bewußtsein von Generationen innewerdende sich entwickelnde Andersformung von Lebensdingen, auf die es ankam, war damit nicht verbunden. Geschehen im Sinne von ״Geschichte“ gab es nicht. Und der beste Beweis für die Richtigkeit dieser Deutung liegt in der Tatsache, daß es für diese Menschen eigentlich nur ein einziges geschichtsbezogenes Tun gab: das Warten. Denn das, was allein unter schöpferischem Werden begriffen werden konnte, war ja die Erscheinung des!Messias. Und das war durchaus Gottes, nicht der Menschen Werk. Ob die Menschen seine Ankunft beschleunigen oder hemmen konnten, indem sie sich treu dem göttüv’ en Gebot oder untreu erwiesen, das war allerdings auch eine Frage, die erörtert wurde. Wobei noch dahingestellt bleiben mag, ob man immer und überall geglaubt hat, daß gerade der Gehorsam gegen das Gesetz die Zeit des Heiles beschleunigen würde, oder ob nicht gerade ein Höchstmaß von Frevel mit der so bewirkten Katastrophe die Geburtswehen des Messias und damit dessen Hintreten ans Licht befördern würde. Jedenfalls war nie ein Wirken des Ein- /einen wie der ganzen jüdischen Weltgemeinde kraft des besonderen Inhalts der in solchem Wirken geschehenden Geschichte darauf ausgerichtet, die Zeit dieses Wartens ahzukürzen. Die Gebotserfüllung in der Zeit dieses Harre ns hat mit dem Fortschrittsgedanken, wie ihn das 10, Jahrhundert ausbildete, gar nichts zu schaffen. Und die Umbiegung des alten Messiasgedankens in die Lehre vom mcssianischen Reich, wie sie der jüdische Liberalismus ausgeprägt hat, steht im schroffen Gegensatz zu dem, was jenes alte Lehrstück meint. Es bleibt also dabei: das alte in sich geschlossene Judentum als ein Ganzes kannte nur zwei seiner Seele wesenhafte Haltungen, eng miteinander verflochten: die Kontemplation, die auch dann ein theoretischer, im geschichtlichen Sinne unwirkender Zug blieb, wenn höchster Scharfsinn Felsblöcke aneinander zu Staub zerrieh, und das W a r t e n a u f d e n Messias, das durch seufzerreiche Sehnsucht nie zur Eigen Schöpfung von neuem Leben gestaltet werden konnte. Was aber an Aktivität vorhanden war, das Dynamische und Willenskräftige, das keimte durchaus aus den Wurzeln der Subjektivität und der Einzelpersönlichkeit hervor. Es führte seine gesetzmäßige Existenz allein darin, daß es sich in der unbedingten Erfüllung des einen und für alle Zeit gültigen Gesetzes erschöpfte. Daß die Energie und Spannkraft der jüdischen Individuen in der Schule des religionsgesetzlichen Lebens aufs Gewaltigste gefördert wurde, erscheint sicher. Vielleicht leben wir heute noch von diesem Erbe. Aber das Judentum als Einheit und Totalität besaß seine Stärke viel mehr im Statischen als im Dynamischen; in seiner Passivität hat es sich als unüberwindlich erwiesen. Als es durch die Emanzipation atomisiert ward, da wurden diese gewaltigen, die Einzelwesen bisher nach bestimmter Richtung bewegenden Kräfte frei und wirkten nunmehr gegen den eigenen Gemeinschaftskörper, ihn zersetzend und zerstörend. Anstatt des passiven Lebens von einst, das wohl ein auf der Stelle Treten, kein lebendiges geschichtliches Schreiten war, Selbstbeschau und Warten, aber doch ein Dasein des Ganzen und der Einheit, kam der rücksichtslose Wetteifer der entfesselten Individuen, die — subjektiv gewiß ehrlich — die sie umgreifende Allheit im Allmenschlichen sahen. Wir unterscheiden uns von den Menschen des 19. Jahrhunderts, indem wir wieder an ein Geschick und an eine auf das eigene Selbst gerichtete Aufgabe des gesamten Judentums glauben. Wir unterscheiden uns aber — offen gesagt — nicht weniger stark von seren älteren Vorfahren dadurch, daß Theo־׳et:- sieren und Warten im Sinne 1 r» n 1• r ri t *41 f m״»kr ClpBalt' unseres Daseins bilden kann. Wir glauben nicht nur an unser Geschick, sondern wir glauben vor allem an unsere Geschichte. Wir glauben, daß Neues an uns und von uns geschieht, daß nicht das Warten^ sondern das Wirken unser Teil sein muß. In der Schaffung dieser gänzlich anderen Seelenhaltung hat der jüdische Nationalismus eine im Gesamtleben der Judenheit fundamental neue Tat geleistet. Der Charakter eines einzelnen Menschen und erst recht der eines Volkes ist etwas Unabschließbarcs, kann sich entfalten, solange noch Odem in ihnen lebt. Und für die nationale Totalität heißt das, solange der Wille zum Sein, zum Volksein lebendig ist. Was wir brauchen, was die seit nunmehr einer Generation angebrochene neue Periode unseres Lebens erfüllen muß, das ist der Wille zu Geschichte schaffendem Gemeinschaftsleben. Die alte Zeit bis zum Ende unseres Mittelalters vor fünf Geschlechtern hatte uns in einziger Weise zu Solidarität und Einheit erzogen, uns einen Willen zum Bekenntnis und zum Erleben der uns ureigenen Werte eingegraben, dem an Festigkeit und Kraft in der Welt nichts gleichkam. Aber dieser Wille haftete an einem gleichsam zeitlosen Wesen, entfaltete sich, wenn man so sagen darf, in einer Stillstehenden Geschichte, die schließlich zu einem unv/irklichcn gespenstischen Spiel wurde. Unsere Neuzeit, Oas vergangene Jahrhundert, löste diese Einheit auf, machte die Individuen von den Bindungen ledig, innerhalb deren die all. . Werte verehrt worden waren und minderte so deren Geltung in unserer eigenen Seele. Aber sie schuf StratBenkampf ln Tel-Awiw: Revisionisten gegen Polizei Tel-Awiw, 10. Dezember. (J. T. A.) Am Sonnabend morgen fand in Tel-Awiw eine revisionistische Ver- Sammlung statt, in der die Revisionisten Jevin und Dr. Waschitz sprachen. Nachdem die Versammlung um 11 Uhr geschlossen worden war, formierten sich einige hundert Mitgüeder des revisionistischen Jugendbundes Britli Trumpcldor zu einem Zuge, der sich unter Vorantragung einer Fahne durch die Stadt bewegte. Auf dem Wege schlossen sich dem ursprünglich kleinen Zuge immer größere Menschcnmassen an, die durch stürmische Ausrufe gegen die Einwanderungspolitik der Palästinaverwaltung und ihre letzten Maßnahmen protestierten. Polizei stellte sich dem Zuge entgegen und forderte die Teilnehmer auf, sich zu zerstreuen, da die Kundgebung nicht vorher angemeldet worden sei. Die Menjre weigerte sich jedoch, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Als daraufhin ein Polizist die Fahne wegzunehmen suchte, entspann sich ein wilder Straßenkampf, der sich von der Bialikstraße bis zum Mecresufer aus,dehnte. Aus Jaffa wurde poli zeiliche Verstärkung herangeholt. Die Polizisten, die mit Hilfe des Gummiknüppels die Versammelten auseinanderzutreiben versuchten, wurden aus der Menge mit Steinen heworfen und mit Wasser begossen. Erst als Polizei aus Jerusalem mit fünf Panzerautos eingriff und mit der Waffe in der Hand gegen die Demonstranten vorging; geiang es, den Zug aufzulösen. Mehrere Po'lzisten, unter ihnen fünf jüdische und einige englische, wurden verletzt. Schwerverletzt sind der jüdische Polizeiinspektor Goffcr und der jüdische Polizeisergeant Wortmann. Von den sieben verwundeten Zivilpersonen mußten drei ins Lazarett eingeliefert we-rPn. Slelloncmahme der Tel-Awiwer Stadtverwaltung Der Bürgermeister von Tel-Avvivv, Meir Dizengoff, erklärte, er bedauere die Vorfälle aufs tiefste. Hätte die Regierung durch ihre ungerechtfertigten rücksichtslosen Maßnahmen die Bevölkerung nicht in so maßlose Aufregung versetzt und hätte sie nicht durch Züchtung von Spitzeln, wobei sie selbst vor der Demoralisierung von Kindern nicht zurückschreckt, ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit geschaffen, so wäre es nie zu diesen Ereignissen gekommen. Der Tel-Awiwer Stad trat trat am Sonntag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. In einer Entschließung wurde der Polizei die Anerkennung für ihre in schwieriger Situation bewiesene Haltung und den Verletzten die Sympathie des Stadtrats ausgesprochen und das Bedauern über die geschehenen Gewalttaten ausgedriiekt. * Die bedauerlichen Vorfälle, die sich in Tel-Awiw abgespielt haben, zeigen, daß tatsächlich in den Beziehungen der palästinensischen Juden zur Mandatarmacht ein kritischer Moment entstanden ist, der das sofortige Eingreifen verantwortlicher Faktoren erforderlich machen würde. Leider fehlt es in der zionistischen Bewegung an der starken Führung, die wir in dieser Situation nötig hätten; die autoritativ für das jüdische Volk zu sprechen imstande wäre und es nicht zuließe, daß Straßeiidemonstranten auf eigene Faust Politik machen. Der Präsident der Zionistischen Organisation und Jewisb Agency, Herr Sokolow, hat vor einigen Tagen in Warschau Erklärungen abgegeben, über die auch die englische Presse teilweise berichtet hat. Er sagte, nach einem Bericht des ״Manchester Guardian“, zu einer jüdischen Versammlung in Warschau: ״Sic können nicht die britische Regierung zwingen, zu tun, was sie nicht will. Wir müssen offen sprechen, aber unsere Sprache ist die Sprache der Propheten und nicht die von Pamphlrtisten.“ Sokolow forderte die Juden auf, die sinnlosen Demonstrationen einzustellen. Diese Demonstrationen, vor denen Sokolow warnte, sind in ganz Polen und auch in anderen Ländern von revisionistischer Seite allsgegangen, deren Parolen bei den verzwcifelten Massen williges Ohr finden. Es kam nicht nur zu ein geschlagcnen Fensterscheiben bei der britischen Gesandtschaft in Warschau und anderen Städten (übrigens auch in Riga), sondern als Kuriosum sei die Gründung einer ״Gesellschaft zur Propagierung der Uebertragung des Palästina-Mandats an Polen“ erwähnt, durch die ein gewisser Dr. Felds ch uh, ein, wie es heißt, ״früherer" Revisionist (was er jetzt anderes ist, läßt sich nicht leicht erschließen) sich einen Namen zu machen wünschte, was die polnische Regierung verbot, zum Glück, denn auch für diese närrische Gründung fanden sich, wie aus Warschau gemeldet wird, tausende von Anhängern, besonders .'י■ •'-:He ch׳'mr'ig׳’r jüdischer Soldaten“. ״Manchester Gua׳־- mit dem Individualismus zugleich aucii den Glauben I die vorwärtstrngende Kraft des menschlichen Willens. 1 Unsere Gegenwart und unsere Zukunft hängen dl von ab, ob es uns gelingt, die vorwärtsdrängende Kral der ihrer jüdischen Substanz entfremdeten IndividuJ für die Bildung einer neuen Gemeinschaft eil zufangen und nutzbar zu machen. Die Weltlage, il ganzen für uns 90 gefahrenschwanger und ungünstil ist in ihrem geistigen Grunde der Wiedergeburt solchen Wesens durchaus geneigt. Denn überall sein! wir, daß die Energiequellen, die das letzte Jahrhundel in der Einzelpcrsönlichkeit ausgelöst und zu deren gj sellschaftzersetzender Macht übersteigert hat, heute gj faßt und der Gestaltung neuer Pind’1!׳g:*1 zugclcitJ werden. Eine Zukunft werden wir nur haben, wenn die! sich uns allenthalben aufdrängende These der Welj geschichte auch das Bildungsgesetz unserer ExisteJ wird. Mit dem Aufruf, durch neu sich schaffenden Willcj das alte Judentum zu verjüngen, vor dem Untergang J retten, hat einst die Arbeit des modernen Nationalist] begonnen. Dern Willen kann eine Materie von unauj löslicher Sprödigkeit und Härte sich widersetzen. U:| doch ist der Wille das Instrument, mit dem der Mensc allein die Materie der Dinge meistert. Die Makkabäej die aktivsten und zugleich am bewußtesten auf ei geschichtliches Wirken eingestellten Persönlichkeit( unseres Stammes, haben durch ihre Tat das Weiterlehd des Judentums möglich gemacht. So ist die Erinnern!! an sie für uns Heutige vor allem der Ansporn, dura straffste Einigung aller Einzelwillen eine zukunftscha *Vröe Gr's!'hif'b1־e ,״״׳l-it••:־.. }.!•־, dian“ berichtet auch, daß Sokolows Versammlungen durch rj visionistische Demonstranten gestört werden, und daß dl Stimmung unter den Juden sich nicht nur gegen die englisch! Regierung, sondern auch gegen die Zionistische Exekutiv] wendet. | Dieselbe Agitation und derselbe Irrtum über politische m] thoden hat jetzt zu den Ereignissen in Tel-Awiw geführt. N'oc] läßt sich nicht absehen, welche Weiterungen sich daraus ergi ben werden, aber ebenso klar ist, daß die zionistische Bevj gung und mit ihr alle Freunde des Jüdischen Nationalhcims I Palästina keineZeitmehrzu verlieren haben, um m:| ihrerseits einen klaren Willen und eine klare, von Vermin] und Realitätssinn bestimmte Politik zur Geltung zu bringen. Örief aus Letilan ־ I Riga, den 5. Dezember. I In der vorigen Woche erging der von der jüdische! Gesellschaft mit Spannung erwartete Beschluß über del seitens des Studentenrates dem Rate der lettländischen Uni versltät unterbreiteten Vorschlag betr. Einführung des N!!| merus clausus für Studenten nationaler Minderheiten. N 1 Einholung eines Gutachtens beschloß der Rat der Univcräj tat, den Vorschlag als gegen die Verfassung der Universal gerichtet abzulehnen, dabei ging der Rat lediglich vom forj mellen Standpunkt der Verfassungswidrigkeit aus. Die .Ar] nähme des Vorschlags, der den Numerus clausus sogar naej Fakultäten gegliedert vorsah, hätte hauptsächlich die Jude! getroffen. Es sei bemerkt, daß von den über 325 Lehrkräften] die an der Universität seit ihrer Gründung lehrten, nur drei Juden waren, von denen nunmehr bloß zwei tätig sind] Von etwa 800 jüdischen Studenten sind 37 «0׳ Juristen im! Volkswirtschaftler; die Zahl der jüdischen Studenten he] trägt 8,77 0/0 der Gesamtzahl, während die Juden im ganzen Lande 4,97 0/0 der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die schwere Lage der jüdischen Intellektuellen, die von der Staatswirtschaft und Beamtenschaft fast völlig aus!:« schlossen sind, erzeugt das Problem ihrer Umschichtung! Auch erwächst der jüdischen Gesellschaft die Aufgabe eine] Berufsberatung der Mittelschuljugend. Sehr aktuell sind Fiagen der Hachscharah und Alijah aus akademischen Kreisen. Die Wahlen zum Studentenrate am 3. II. ergaben eineij Sieg der extrem judenfeindüchen Gruppe (von einem Mandat stieg die Zahl ihrer Mandate auf vier von insgesamt 40). Wurde schon im vorigen akademischen Jahre den Juden da! Recht genommen, ihre Vertreter in die Konimissionen hu Befreiung von Kollegiengeldern ־zu entsenden (so daß die Juden sich an nichtjüdische Vertreter wenden mußten), so wird den jüdischen Vertretern ihre Aufgabe in diesem Jahrs noch schwerer fallen. Die Zahl der jüdischen Vertreter stieg von drei n׳!f R. B-n. Hebräischer Fernunterricht I der ״Jüdischen Rundschau" I Die hebräische Sprachbewegung in Deutschland hat irJ Laufe des Jahres 1933 eine starke Entwicklung genommen. Dil Verbindung weiter Kreise des deutschen Judentums mit Paläl stina hat dazu geführt, daß die Notwendigkeit der Erlerntifll der hebräischen Sprache von vielen anerkannt wurde. Darübel hinaus begann man zu empfinden, daß die Kenntnis des He! brSischen die wichtigste Voraussetzung dafür ist, um die kulj turelien Gegebenheiten des Judentums kennenzulernen unfl eine vertiefte Beziehung zu Geschichte und Gegenwart del jüdischen Volkes zu erlangen. | Trotzdem kann nicht verkannt werden, daß die Schwierig! keiten, die bei der Erlernung des Hebräischen bestehen, vidi fach nicht gering sind. Dies gilt insbesondere von denjenigen] Juden, die auf dem Lande und in kleinen Ge•] meinden zerstreut leben, oft keine qualifizierten hebräische] Lehrer am Ort haben und daher nur schwer den Zugang zur Sprache unseres Volkes finden. All diesen will die ״Jüdisch] Rundschau“ ihre Arbeit erleichtern. Wir beginnen in de] nächsten Ausgabe, am Freitag, dem 15. Dezember, mit eine] neuen Rubrik unseres Blades, die dem hebräischen Fernunterricht gewidmet ist. Auf Grund einer ganz ad das Selbststudium des Lesers abgestelifen Methode werden wir allwöchentlich in der Freitagsausgabe unseres Blattes den erforderlichen Lehrstoff veröffentlichen, um auf diese Weis* zu unserm Teil dazu beizutragen, daß die hebräische Sprach bewegung immer weitere Teile des deutschen Judentum* ergreift. '״rtaVflon der ״Jüdischen Rundschau'' N < n eher stat* best sc hä wor Eröi in e Beri d; a) so at so In di k, at so di d; c t, d! wie glie erk! ben bän che auc inte stat hi! zeß gcR und zu Ab! Ver ein! von Ab! M 3 ein! Ma N a ו E tob eii an£ ge uns bar, situ ZUS( dun Hin; kan bei bet! ״'R voll die Au auf Fai ein! sch ״3> Ge! 193 sch ver■ ge Ko v o f o An Sin § : zu der ehe V״ er Vo: der ein Au ein (8 Go bof der so]' ah? U15J n!;1 So de lu ii b IV: bin ein Be auc St; »ei