Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 98 (8.12.1933)
- Date
- 1933-12-08
- Page
- Seite 923 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Redaktion der ״jüdischen Rundschau“ Berlin W 15. Herr Rosenberg, der auf mein voriges Schreiben in Ihrer Nummer % antwortet, hat sich insofern geirrt, als die Ablehnung der Rechnungen seitens des Hausarzt-Verliandes nichts mit der fraulichen Bestimmung in den Versicherungs- Bedingungen der privaten Krankenvcrsiclierungsgescllschaften zu tun hat. Der Hausarzt-Verband liat eine derartige Bestimmung nicht. Er ist ein kleiner Verein, es kommen für ihn nur Aerzte in Frage, die dem Verband angescblossen sind. Die Gefühle des Herrn Rosenberg kann ich durchaus verstellen, ab« daß kleine Unternehmungen päpstlicher als der Papst sind, das hat man nicht nur beim Hausarzt-Verband, sondern auch bei anderen Wirtscliaffsmiternehniungen bemerkt. Weder die Bedingungen, noch die Satzungen des Hausarzt-Verbandes gehen irgendeine Handhabe, die Mitgliedscliaft der jüdischen Versicherten zu kündigen. Ich vermute, daß sowohl die Gerichte wie auch die Atifsichtsbehör- JÜDISCHE RUNDSCHAU den (in diesem Fall das Polizeipräsidium) dieser Auffassung Geltung verschaffen werden. Hochachtungsvoll Julius Glaß. * Hausfrauen-Frobleme Tel-Awiw, den 26. 11. 1933. Sehr geehrte Redaktion! Das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas ist zuweilen rascher als die Berichterstattung; zu meiner Freude kann ich in Ergänzung meiner Hausfrauenbriefe aus Palästina folgendes berichten: Auch Qualitatsmatratzen nach einem amrrikanischen System werden Beit ein paar Wochen hier in Tel-Awiw hcrgestellt und kosten etwa 2!/״• £. In Jerusalem werden in einem neuen kleinen Handbetrieb sehr schön« handgewebte Möbelstoffe aus palästinensischer Schafwolle liergestcllt und die kollektive Handwebcrei, die von dem beth ha Chaluzotli in Haifa ausgelit, webt auf 6 Webstühlen allerlei Arten von Staffen, und auch aus dieser Werkstatt sah ich recht ansprechende Muster. Bastwebereien sind gleichfalls seit neustem als tozereth liaarez. zu bekommen. Vera Rosenbaam, London. Seite 921 Fragen der Ansiedlung Darmstadt, d. 5. Dezember 1933. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“. In der letzten Zeit gab es an *dieser Stelle eine lebhafte Diskussion darüber, was die Einwanderer beginnen könnten, die weniger als 1000 Pfund zur Verfügung haben. Ich glaube, die Lage der Einwanderer mit!000 Pfund ist dieselbe wie diejenige der Einwanderer mit weniger Kapital. 1000 Pfund genügen nicht zur Errichtung einer Landwirtschaft ohne Nebenverdienst. Ich schlage daher vor, in Palästina Lehr• Werkstätten im Verein mit einer landwirtschaftlichen Lehrsiedlung zu errichten. In diesen Lehrgütern werden die Frauen vorwiegend land- und hau *wirtschaftlich ausgebildet, die Männer in einem bestimmten Handwerk und in der Land- Wirtschaft. Der Aufenthalt in diesen Lehrgütern dürfte pro Person einen Kostenaufwand von 3 Pfund erfordern, den der Siedler zu tragen hätte. Für Leute mit weniger als 1000 Pfund könnte man vielleicht von der Regierung Lehrzerti• f i k a t e erhalten. Bedingung wäre, daß der Betreffende sofort für einen Aufenthalt von zwei Jahren sein Lehrgeld einzahlt. Mit Zionsgruß! Dr. Rothschild. — denn jetzt sind die Preise SCHiRAS MOSSUL BOCHARA HERIS }45ca75yB°49-cq80‘15059.90- ״x1809^«!-- ca 80x130, Unser Lagen ECHTER PEßSEß-TEPPICHE aller •wew ־ ־ *//TTr־ Provenienzen enrhäir Stücke UM von seltener Schönheit! Verkauf nur Ber.'jp C2, .״ Spandauer Strasse Jl mt PULLOVER reine Wolle, moderne, hochgeschlossene form, besond. schöne i״, Farbstellungen.. 4*_«. 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