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Jüdische Rundschau · 1933-12-01 · Heft 96 (1.12.1933) · p. Seite 901

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 96 (1.12.1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 901 (sequence 21)
Language
German
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933 Syriago. uc Synn. Liit-;vctzow. .15 Uhr. ■VC(7.GW. f; Syn. •'asanen- Liitzowt. — m Ritug . Rykenagogen st: Syn. 10 Uhr. Weyl, Aha was ty. Sababends: ir; morc. K״t(. ir; Syn. ottbusser 1 Ritus: der Germ.; in >nnabend a A Uhr, , Abend Freitag .00 Uhr, .45 Uhr, morgens tcr Allee m Ritus. Rabbiner hen Cer. Arthur Täglich 1 trüge bi H :y, Rabb. tag, den )r, Harry 4.00 Uhr, Werktagen l r ziom-; so ist im gan• 1 letzten;ssischen, iden der :. Tchiait ch den Palästina tets ein c ich auch 1er nicht sondern in frühenicht so, iiberwieiteil, die Big stärzum Ausgar noch leten Ju- Das hat Ereignisse erheblich 1 Zionisrund der ichen im cht mehr Ausland, , zahlen- Hechaluz, l Kersten aktiviert;sch wird!rnt. orbildlich sinnungstin er berschlossetung und bt, bevor :iner zen• ohlfahrtsd Jugende für die sehr erverkannte erb gegen kt wurde, te Unter- Inter• ihren das en schon les Herrn 1s hat ein ■aktischt'ni en neben fieses nat gelehrt: ute, Handten, Handin seinen igkeit und Simon. Nr. 96, 1 Nil. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 899 Oberhausen Durch den Wegzug des Herrn Amtsgerichtsrats a. D. Dr. Arthur Asch nach Düsseldorf hat unsere Gemeinde einen großen Verlust erlitten. Dr. Asch ist die Schaffung des neuen Oemeindestatutes (Einführung des proportionalen und Frauen-Wahlrechts) zu verdanken. Ganz besonders hat sich Dr. Asch um die Arbeit des Ausschusses für Hilfe und Aufbau verdient gemacht. Ottenburg Die jüdische Kulturarbeit in dem Bezirk zwischen Karlsruhe und Freiburg wird zentral von dem Bezirksrabbinat Ottenburg geleitet. Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß diese Arbeit in ihrer Intensität nicht erst in den letzten Krisemnonaten einsetzte, sondern eine kontinuierliche Fortsetzung der letzten Winterarbeit darstellt. Die Hebraisierungsarbeit findet ihren Ausdruck in zwei je 20 Teilnehmer umfassenden Sprachkursen für Anfänger und Fortgeschrittene (Leitung: Rabb. Dr. Ucko), einem Oberkursus und dem ״Hasamir" (hebr. Singkreis), Ein im Oktober veranstalteter Vortrag von Lehrer Kälbermann (Mannheim) über Fragen jüdischer Jugend- und Erwachsenenbildung gab u. a. Anregung zu einer jetzt stattfindenden Buch- und Spielausstellung. Einen Zuwachs an positiven Kräften erhielt insbesondere die Jugendarbeit durch das seit Juni bestehende Chaluzzentrum. Seine Schaffung wurde durch die Arbeit der Chawerim des Hechaluz, Dr. Ucko (Offenburg) und Dr. Preifus (Friesenheim, jetzt Ejn-Charod), ermöglicht. Drei Mitglieder des Zentrums werden mit der kommenden Alijah nach Palästina gehen, die übrigen im Beth Chaiuz Diersburg• (bei Offenburg) überwintern. Die neubegründete Zionistische Ortsgruppe Offenburg (Leitung.׳ Dr. Nathan) soll im Verlauf ihrer Arbeit auch die Freunde im Bezirk erfassen und sie aus ihrer lokalen Isolierung herausheben. R. Viersen betonte dies in seinen einleitenden Worten, in denen er den Künstlern, Trude Hüttenbach (Violine), Lotte Honig, die die Darbietungen auf der Orgel begleitete, und Kantor Hohenemser, seinen Dank aussprach. Das Programm — Handels Arie als Orgclvorspiel und sein Larghetto für Violine und Orgel, die beiden Arien ״Es ist genug“ und ״Herr Oott Abrahams“ aus Mendelssohns Oratorium Elias, eine Chaconne von Vitali, Svcndsens Romanze für Violine und Orge! und zwei Lieder für Bariton von Beethoven — stand aut hohem Niveau. In Viersen hat sich eine jüdische Jugendgruppe in Gemeinschaft mit der Nachbarschaft Süchteln gebildet. Schon der erste Abend hatte eine über alles Erwarten große Beteiligung aufzuweisen. Es wird hier bereits ein Kursus in Neuhebräisch unter Leitung von Herrn Lehrer Nußbaum veranstaltct. Waldenburg Am 29. Oktober fand hier die sec 11 zehnte Arbeitskonferenz des 1. Pflegschaftsbczirkes Schlesien statt. Rabb. Dr. Koppel (Hirschberg) Hielt einen Vortrag über ״Einführung in die neuhebräische Sprache, in wissenschaftlicher und methodischer Beziehung“, besonders interessant waren die Ausführungen über die Entwicklung der neuhebräischen Sprache und die zahlreichen Winke für neuhebräische Kurse. Die Diskussion war sehr anregend, in der nächsten Konferenz, die am 10. Dez. abgehalten wird, soh mit Mischna-Lemen begonnen werden. W. Worms Zum ersten Male in der Geschichte unserer Synagoge fand darin ein Konzert statt. Rabbiner Dr. Holzer Anlfündigiuigen Frankfurt a.M. Von der Frankfurter Israelitischen Volksschule. Die Anmeldung für die Neuaufnahme zu Ostern 1931 findet vom 4. bis S. Dezember von 11—13 Uhr im Amts- /immer des Schulgebäudes, Röderbergweg 29, statt. Die lsraelitische Volksschule beabsichtigt neuhebräische Sprach- sowie Handfertigkeitskurse einzurichten. — Jüdisches Lehrhaus. Die Vorlesung von Dr. T raub kann in diesem Trimester nicht stattfinden. Die Vorlesung von Prof. Dr. Bondy ist auf Sonnabend, den 9. Dezember, verlegt. Die weiteren Vorlesungen von Prof. Dr. Weidenreich finden in der Aula des Philanthropin, Hebbelstr. 15, statt. Hamburg Von der Gemeinschaft jüdischer Künstler. Am 4. und 6. Dez. wird Bernhard Abramowitsch, der auf dem internationalen Wettbewerb in Wien ausgezeichnete Klaviervirtuosc, im Rahmen der Gemeinschaft konzertieren. Eintrittspreise für numerierte Plätze RM. 1,60 und RM. 1,10, für urinuttierierte RM. 0,85. Vorverkauf im Tempelbüro, bei Käse, Buchhandlung Glogati, Bücherstube Kothenhaum- Chaussee 127 und in der Geschäftsstelle an allen Wochentagen außer Sonnabends von 10—15 Uhr. Beginn der Veranstaltung 201/2 Uhr. — Als Vorfeier zum Chanukkah-Fest wird für die Jugend am 10. Dez., nachm. 4 Uhr, eine Märchenvorsteilung vorbereitet, deren Ueberschuß für den Israelitisch- Humanitären Frauenverein bestimmt ist. Eintrittskarten ä RM. 1,60» in den genannten Vorvcrkaufsstcllen und im Büro des Frauenvereins, Innocentiastr. 21. — Ein besonderes kirnstlerisches Ereignis wird die Eröffnung einer Ausstellung bildender Kunst und Werkkunst am 10. Dez. im Hause Warburg, Mittelweg 16, sein. Die Jury besteht aus den Herren Prof. Adler, Dr. Block, K. Löwengard und Frau O. Wohlrill. Die Ausstellung wird bis zum 7. Januar geöffnet bleiben. Einzelkarten RM. 0,25, Dauerkarten RM. 1. Vorbestellungen schriftlich oder telephonisch in der Geschäftsstelle, Hamburg 37, Hagedornstr. 31/11; Tel.: 5559 29. Mannheim Das neue Programm für die regelmäßigen Zusammenkimfte der Ortsgruppe an Sonnabend- (natürlich nicht Freitag-)Abenden sicht Berichte über das Wirtschaftsleben Palästinas, über Jugendarbeit, ferner über die religiöse Lage der deutschen Juden vor und geht bald den Mitgliedern zu. Freunde unserer Sache sind stets gerne gesehene Gäste. Dr.O.S. Briefe an die Redaktion Hebräische Graphologie Berlin, den 27. 11. 33. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W. Sehr geehrte Herren! Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Graphologie. Vor kurzem habe ich nun angefangen zu untersuchen, inwieweit sich die uns bekannten graphologischen Grundsätze auch auf die hebräische Schrift beziehen lassen• Ich komme leider aus Mangel an Material in diesen Untersuchungen nicht recht weiter. Um nämlich herauszubekormnen, ob und in welcher Weise unsere heutigen graphologischen Gesetze auf die hebräische Schrift Anwendung finden, ist es nötig, Schriften von solchen Menschen zu betrachten, die sowohl irgendeine europäische Schrift (am besten deutsch oder lateinisch) als auch die hebräische Schrift fließend beherrschen. Es kommen also nur solche Personen in Frage, die hebräisch so wie ihre Mutterspräche beherrschen. Ich bin dann imstande, die europäische Schrift graphologisch einzuordnen und zu vergleichen, ob in der hebräischen Schrift des gleichen Menschen dieselben Schrift- bzw. Bewegungseigen arten Vorkommen. Ich wäre daher allen denjenigen, die hebräisch sehr gut beherrschen, dankbar, wenn sie mir sowohl von ihrer hebräischen Schrift als auch von ihrer lateinischen oder deutschen ein Schriftstück, das nicht allzu klein sein dürfte, überlassen wollten. Marta Goldberg, Berlin-Friedenau, Stubenrauchstr. 17. Jüdische Aerzte und Privatkassen. Berlin C25, den 29. November 1933. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15, Meinckestr. 10. Auf Seite 867 bringen Sie einen Artikel ״Jüdische Aerzte und Privatkassen‘'. Ich möchte zu diesem Artikel folgendes bemerken: Die Bestimmung des § 16 Ziff. 4 ist in den Bedingungen aller dem Leipziger Verband angeschlossenen Gesellschaften und, bei Neufassung der Versicherungsbedingungen, auch der sonstigen KrankenvcrsicheTUngsgeselhchaften enthalten, und zwar nicht erst seit heute, sondern bei dem größten Teil der Kranken Versicherungsgesellschaften schon seit länger als drei Jahren. Sie richtet sieh gegen solche Aerzte, die Unkorrekt bei der Ausstellung ihrer Rechnungen verfahren sind oder durch übermäßige Behandlung (Polipragmasie) schon oft aufgefallen sind. Den n i,c h t arischen Versicherten der privaten Kranken- Versicherungen werden Rechnungen nichtarischer Aerzte jederzeit ersetzt. Hochachtungsvoll Julius Glass. 1933 — 50. Woche 5694 — tZ. Woche Freitag 1. Dezember Samstag 2. m Sonntag S, m Montag 4, ״ Sabbat-Auigtng: Berlin 4", Breslau 13. Kislcw 14. וישלח ״ 15. ״ 1s. ״ ״». Frankfurt a. H. 5.» MflnArn S« Kinderbazar zu Chanukkah Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Wie in den beiden vorangegangenen veranstalten unsere Frauen auch in diesen! Jahre hier für den allgemein populären und beliebten ״Keren hajeled“ einen Bazar am Chanukkahfest. War es bisher schon zu einer sympathischen Gewohnheit geworden, seinem Kind ein Geschenk zu Chanukkah nicht vorher zu kaufen, sondern mit ihm den Bazar des Keren hajeled zu besuchen, es selbst etwas Schönes answählcn zu lassen, ihm in der Kinder-Lotterie verlockende Möglichkeiten zu bieten, so wird die bedeutend vergrößerte Form des diesjährigen Bazars diesen Wünschen mehr als je entgegenkommen. Und das Kind wird wissen, daß es mit diesem Geschenk nicht nur selbst eine Freude empfängt, sondern (trolz des erstaunlich niedrigen Preises der Gegenstände) den Keren hajeled in die Lage versetzt, für viele aridere bedürftige Kinder zu sorgen und ihnen ebenfalls eine Freude zu bereiten. Der Bazar befindet sich in den freundlichen Räumen des Blue-Clubs (neben der Mograbi-Oper in der Elieser Benjehuda-Straße) am 17. und 18, Dezember. Nanny Margulies. ״Reise durch das jüdische Palästina" Bildbericht vom Aufbau Erc* Israel* / Jerusalem / Haila Emckvlesreel / Scharon / Orangenernte in Judäa / Neue»!* Bilder von Tel-Aviv Bef'lfitvortrag: Walter Tempel Montag, den 4. Dezember, S0>/2 Uhr In den Unionsälen, Greifswalder Str, 22-23 Berliner Zionistische Vereinigung Beiirksgrupp« Friedrichthain II. HEBRÄISCH ER ABEND Sonntag, den 3. Dez., 201/* Uhr Sing «Akademie, Am Featangsgraben 2 Ansprachen: Dr. S. Kaliko (Hebräisch) Dr. Masä (Deutsch) Musik: Paula Lindberg, Hebräische Lieder von Roskin u. B. Großmann: Charlotte Rosen (Violine) Gnessin und J. Achron; Hans Baer (Klavier) 4 jüdische Klavierstücke nach jeminitischen Motiven von Edvard Moritz; Suse Swoboda, Susanne Lewinger (Tänze) Am Flügel: Hans Nathan, Adda Heynßen Numerierte Eintrittskarten zu Mk. 1,—, 0,60, 0,40 ln den bebrSiachen Kurs•», im Büro der BZV, Berlin W 15, Meinekestr. lö Berliner Zionistische Vereinigung (K«11«rabuK.) III iiiiiniiMiiiiiiiiiwiiwiiiiii An dfe Abonnenten der ״JOdischen Rundschau“ Unsere Abonnenten könnten wesentlich dazu beitragen, die ohnehin sehr umfangreiche technische Versandarbeit zu vereinfachen, wenn sie folgende Punkte beachten würden: Wir bitten 1. um deutliche und leserliche Angabe der vollständigen Adresse bei Zahlung und Mitteilungen (Vornamen zur Vermeidung von Verwechslungen möglichst ausschreiben). 2. Angabe früherer vollständiger Adresse hei Wohnungs- Wechsel. 3. Bei Zahlungsüberweisungen oder Mitteilungen durch die Firma genaue Angabe der Privatadresse- Jüdische Randschau-Expeditloi Berlin W 15, Meinckestr. 10. Palästina - Hinweise Mitteilungen des Palästina-Amtes. Zolldekla ration des nachfolgenden U m z u g s g 111 e s. Die seit kurzem bestehende überaus scharfe Bestimmung der palästinensischen Verwaltung, derzufoige der Einwanderer die Zollerklärung■ über nachfolgendes L'mzugsgut innerhalb 24 Stunden nach Uebcrsehreitung der Grenze abzugeben hat, ist nunmehr gemildert worden. Dem Einwanderer stellt eine Frist von 7 Tagen zur Verfügung. Diese Frist muß allerdings unbedingt eingehalten werden, da anderenfalls keine Zollbefreiung eintritt. Im übrigen wird den Einwanderern auch weiterhin empfohlen, vor der Abreise eine listenmäßige Aufstellung; ihres Umzugsgutes in dreifacher Ausfertigung zwecks Vorlage bei den palästinensischen Zollbehörden vorzubereiten. — Die Hit a c 11 d u t h () 1 e j Germania macht darauf aufmerksam, daß allen Einwanderern — oh sie mm auf Kapitalistenvisum oder auf Arheiterzertifikate reisen — dringend anzuraten ist, g e m c i n s a in m i t den F a ni i 1 i e ת a n g e h ö r i - gen einzureisen. Bei der gegenwärtigen Verwaltungspraxis bedeutet es zumeist eine Trennung der Familie aut viele Monate, wenn etwa ein Familienmitglied vorausfährt und alsdann die zurückbleibenden Familienmitglieder anfordern muß. Die amtliche Informations-Broschüre des Palästina-Amtes, der Jetvish Agency, ״Alijah“ gibt Auskunft auf die meisten vorkommenden Fragen in bezug auf Palästina. Sie enthält Beiträge über: Einwandcrungsbestimmungen, Paßvorschriften, Kapital - Transfer - Möglichkeiten, Arbeitsfrage״, hygienische Fragen und vieles andere. Jeder Palästina-Wanderer sollte diese Broschüre lesen! Der Preis beträgt t/75 RM. Sic ist zu beziehen durch das Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekcstraße 10, gegen Voreinsendung des obengenannten Betrages zuzüglich 0,10 RM. Porto. — Bei Bestellung der Alijah sowie Zolltarif und Cliinuch bitten wir, sich des im Annoncenteil befindlichen Bestellscheins zu bedienen. Der Zolltarif Palästinas enthält sämtliche Positionen in übersichtlicher alphabetischer Reihenfolge, sowie Import- und Exportverbote und Beschränkungen und einen Abdruck des palästinensisch-syrischen Zollabkommens. Jeder Geschäftsmann, der mit Palästina in Verbindung steht oder kommen will, sollte diese Broschüre erwerben. Der Zolltarif ist zum Preise von 1 RM. zuzüglich 0,19 RM. Porto zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin W 13, Meinckestr. 10, ״Chinuch“, Merkblatt für Lelirstätten in Palästina, orientiert über Ausbildungsmoglichkeiten im Lande, Aufnahmebedingungen und Lehrfächer der palästinensischen Universitat und Schulen. ,Wichtig für Studierende und Schüler. Der Preis beträgt 0,50 RM. Die Broschüre ist gegen Voreinsendung dieses Betrages zuzüglich 0,10 RM. Porto zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinckestr. 10. Eine neue religiöse Schule in Tel-Awiw. In der neu gegründeten religiösen Schule ״Moria h“ wurde mit dem Unterricht am 22. 10. 1933 begonnen. Die neue Schule will die Jugend zu bewußt thoratreuen, im Lande verwurzelten Menschen erziehen. Die Unterrichtssprache ist hebräisch. Für neueirigewanderte Schüler, die der hebräischen Hingangs- Sprache noch nicht mächtig sind, wurden besondere Hilfskurse und Förderklassen eingerichtet. In jede Klasse kann nur eine beschränkte Anzahl von Schülern aufgenommen werden. Zuschriften sind an die Leitung der Schule ״Moriah“, Tel-Awiw, Allenbysfr. 92, Haus ״Jasha Haifez“, zu richten, die auch zu jeder näheren Auskunft gerne bereit ist. Nächste Abfahrten nach Palästina (mitgeteilt vom Palestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100). Martha Washington 6. 12. al» Triest Tcvcre 7. 12. ab Genua Sphinx 8. 12. ab Marseille Carnaro 13. 12. ab Triest Polonia 13. 12. ab Konstanza Mariette Pacha 15. 12' ab Marseille Esperia 16. 12. ab Genua ״ 17. 12. ab Neapel Martha Washington 20. 12. ab Triest Theophiie Gautier 21. 12. ab Marseille Vienna 21. 12. ab Genua Polonia 27. 12. ab Konstanza Carnaro 27. 12. ab Triest Patria 29. 12. ab Marseille Aquitania 12. 2. ab Villefrancht (47000 Tonnen groß) (Nizza). Nähere Auskünfte und Platzbestellungen durch Palestine 8c Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100 (direkt am Bahnhof Friedrichstraße), Telephon: A6 Merkur 2915. Brief aas Danzig Ani 22. Oktober weilte zum erstenmal Rabbiner Dr. Joachim Prinz. (Berlin) hier. Er war auf Veranlassung des neugegründeten ״Kulturbundes der Juden in Danzig“ gekommen. Diese Gelegenheit ließ sich der ״Jüdische Jugendausschuß Danzig“, die Zusammenfassung aller hiesigen jiidisehen Jugendverbände und Vereine, nicht entgehen und veranslaltete am Vormittag eine Kundgebung in der Großen Synagoge, bei der etwa 700 Jugendliche anwesend waren. Dr. Prinz sprach über die Aufgaben jüdischer Jugend in der heutigen Zeit. Am Abend folgte dann die musikalische Feierstunde des Kulturbundes, ebenfalls in der Großen Synagoge, in deren Mittelpunkt die Ansprache.von Dr. Prinz stand mit dem Thema ״Die neue Epoche als Aufgabe“. Er ging aus von der Liquidierung des Liberalismus in der abendländischen Welt, die zugleich den Zusammenbruch des Assimilationsgedankens im judentum Eerheigeführt habe. _Diesen Ereignissen gegenüber gebe cs rwr einen Weg: Sein ganzes Leben rinzusetzen für das Judentum. Rückkehr zu eigener jüdischer Kultur in engstcr Verbindung mit dem neuen Leben in Erez Israel sei die Forderung dieser Stunde. Schließlich sprach Dr. Prinz auf Bitte der Zionistischen Organisation nach diesem Vortrag noch unter den Zionisten 1164133663131866917360086890

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