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Jüdische Rundschau · 1933-11-21 · Heft 93 (21.11.1933) · p. Seite 839

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 93 (21.11.1933)
Date
1933-11-21
Page
Seite 839 (sequence 7)
Language
German
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1933 Nr. 93, 21. XI. 1933 jodische Rundschau Seite 837 epräsenauf die oiizogen?r Leser, bewußttändlich ichkeden :hen ,Ka• 5 Kosmos steht, die ehern, in Alle Er- 11׳ jenem sgenossc, 11 die int;nominell, hu\vs. Er Bcgcistcjcgensatz d zu uji- Icvvcgung iscre Beidcre uns damit, zu r danach;in Volk, :r verantrill durch! ett Fahne juda aufcltomer“),! Schwert isch noch st? Liegt in wildes iigen und teilte, wir Leben zu iferischen Land mit :rigkeiten, verschic- ״Durch t werden tifen oder es V e r ־;Hing. Die neu nicht auch sie Boden zu!war sind ,vir durch md keine u f strittig vir durch erworben iion: Wer m Boden 1affen er-! Qualität die Kraft Vlacht der iffen, sicli lies Recht Land er- /erhälinis׳ ei Boden-!schlichen licht den ler Boden wenn wir hnen und auch eine 111־ so viel loden zur re Rechte e Pflicht, eiten, sie dein, wie 1*n behon- und unter :s aut der stellt sein wir von ehr Sorg- •n Dinge. I b a r an. chen und wir hier smoment, nde eines liegt hier von uns, eher und Verhält-;n und zu lationalisirundlage tums ]elin Beginn; in dem einzelnen jüdischen Zeit, den gen eines 1 Zusam- Briete an die Redaktion Tanzabende der Künitlerhüfe? An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin, den 19. 11. 33. Die Einladung zur Eröffnung einer Gaststätte ״B. u. B. Bühne und Brettl der Künstlerhilfe der jüdischen Gemeinde“ (Berlin) dürfte auch Ihnen zugegangen sein. Die Einladung, unterzeichnet von einem als Magistratsrat betitelten Herrn, verheißt ״tägliche Unterhaltungs- und Tanzabende, Kaffee — Kabarett — Tanz״,. ein ״großes Eroffnungsprograrnm“. Als Dr. Karl Schwarz, der verdienstvolle Begründer und Leiter des jüdischen Museums in der Oranienburger Straße, — jetzt in gleicher Eigenschaft am neueingerichteten Museum in Tel-Awiw׳ tätig —, im April d. J. unter dem Eindruck der Notlage unter den jüdischen Künstlern die ״Künstlerhilfe“ schuf, da wird er kaum geahnt haben, daß als Ergebnis seiner mühevollen und _ oft gegen den Widerstand der offiziellen Stellen der Gemeinde durchgeführten Arbeit uns jetzt beglückt: ״R. u. B. tägliche Unterhaltungs- und Tanzabende . . .“ Man soll auch in der gegenwärtigen schweren Zeit als Jude nicht mit Leichenbittermiene herumlaufen, jüdische Oesciligkeit, jüdische Kunst sollen jetzt erst recht zu neuem Leben erwachen und zugleich Hilfe und Unterstützung der ausgeschalteten jüdischen Künstler sein (darum begrüßen wir die Arbeit des Kulturbundes, die ein verheißungsvoller Anfang ist) — die Einrichtung eines neuen Tanzlokals in Berlin W aber durch die offizielle Stelle der Gemeinde scheint uns nicht zu den Dingen zu gehören, die der Augenblick von uns verlangt. Sie ist geeignet, einen falschen Eindruck in der ()Öffentlichkeit über die Lage der deutschen juderifieit hervorzurufen; so gut geht es uns wirklich nicht, daß unsere Gemeinde ein Tanzkabarett schaffen muß, selbst dann nicht, wenn ein wirklicher .Magistratsrat die Einladung unterzeichnet. Hochachtungsvoll Dr. Alfred F r a!1 k e n s t e i n. *»* Indem wir dieser Zuschrift aus unserem Leserkreis Raum geben, glauben wir gerechterweise hinzufügen zu sollen, daß die Vorhaltungen sich nicht nur an die ״Künstlerhilfe'‘, sondern auch an das Publikum wenden müßten; denn cs könnte sein, daß die Künstlerhilfe die Erfahrung machte, daß der materielle Zweck der Künstlerhilfe nur dadurch zu erfüllen ist, wenn man dem jüdischen Publikum — Tanzabende bietet . . . * Verbreitet die ״Jüdische Rundschau" Z. Zt, Heilsberg, den 14. 11. 1933. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin. Als Vertreter, der speziell Ostpreußen und Pommern bereist, möchte ich Ihnen und insbesondere meinen jüdisclieu Kollegen folgendes sagen: Wenn ich die ״jüdische Rundschau“ gelesen habe, so gebe ich sie stets einem jüdischen Kunden zur Lektüre. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben. So mancher Kunde von mir ist heute ein treuer Leser. Doch auch bei Kollegen, sei es in der Bahn oder im Hotel, habe ich es mit Erfolg versucht. Der Zweck dieser Zeilen ist, daß der jüdische Vertreter, wo immer er siel! befindet, Propaganda für die ״jüdische Rundschau“ machen soll. Feiertag, ist es, besonders in den Klein- und Mittelstädten, wenn die jüdischen Menschen, die vor einem halben Jahr eine jüdische Zeitung überhaupt nicht kannten, die ״Jüdische Rundschau“ erhalten. Deshalb muß jede gelesene Nummer weitergegeben werden. Mit Zionsgruß Karl L e v i t, Berlin NO 55. Ortsgruppen Beuthen (O.-S.). Zur Propaganda des Palästina-Aufbaus veranstaltet der Keren Hajessod am Sonnabend, dem 25. Nov., S1/2 Uhr abends, in den Räumen der Mamreh-Loge, einen Vortragsabend, bei welchem Herr Dr. Israel Auerbach (Berlin) über das Thema ״Juden und Araber in Palästina“ sprechen wird. Düsseldorf. Das Sekretariat des Zionistischen Gruppenverbandes für Rheinland-Westfalen und das Bezirkssekrelariat des Keren Kajemcth Lejisraei für Rechfsrbeinland und Westfalen befinden sich Düsseldorf, Adolf-Hitier-Str. 3 III, Tel.- Samtnelnummcr 26 909. Leiferdes Gruppenverbandssekretariats ist Dr. Haus Capell; das KKL-Sekretariat wird von Hans Seidenberg geleitet. Sprechstunde für beide Büros: täglich mit Ausnahme von Sonnabend und Sonntag von 10—42 und 4—6 Uhr. Köln. Anfang November fand im Snif Hechaluz, Köln, ein Sefmlungsseminar statt. Georg Pape, Berlin, Josef Schucksteliski, Palästina, vermittelten den Gruppenführern reiches Material. Die Lage des jüdischen Arbeiters in Palästina stand neben der Araberfrage im Mittelpunkt der sechs zahlreich besuchten Vorträge. Zum Abschluß der Veranstaltung sprach Georg Pape vor dem gesamten Snif im vollbesetzten großen Saale des Jugendheimes über die äugenblickliche Lage und den Hechaluz. Karlsruhe. Vortrag von Dr. Alfred Klee über ״Deutsches Judentum und Palästina-Aufbau“. Die kraftvolle Persönlich- 'keit dieses alten Vorkämpfers der zionistischen Idee riß alle mit. Unsere Aufgabe hier ist es, so betonte Dr. Klee, zu stehen zum jüdischen Volke, bewußt und stolz uns einzugliedern in die Kette unserer Generationen und die Brücke nach Palästina zu schlagen, indem wir uns einleben in hebräisches Denken und Fühlen. Kein Dank im üblichen Sinne war der begeisterte Beifall, der Dr. Klees Worte beschloß. Eine Diskussion fand nicht statt, dagegen verabschiedete sich von uns mit herzlichen Worten Herr Hermann Ellern, langjähriges Mitglied und Vorsitzender der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe. L.H. Mannheim. Am 4. Nov. eröffnete die Mannheimer Z. O.. G. die Reihe ihrer Winterabende. Einleitend machte der Vorsitzende, Dr. Steinfeid, vor der außerordentlich zahlreich besuchten Versammlung Ausführungen über das geplante Winterprogramm• Eine Reihe namhafter auswärtiger Redner stünden in Aussicht. Um eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen zionistischen Untergruppen, Jugendbünden usw. zu gewährleisten, beabsichtigt man die Leiter der verschiedeneu Gruppen zu einem erweiterten Vorstand zusarnmenzuschließen. Der Vorsitzende begrüßt die zum ersten Maie in größerer Zahl erschienenen Gäste aus der Pfalz, die den Wunsch ausgesprochen hatten, mit Mannheim in engere Fiihhing treten zu können. Es ergeht ein Appell an die Versammlungsteilnelimer für zahlreichen Eintritt in die Z.O.-G. bei Freunden lind Bekannten zu werben, denn je größer der Ortsgruppenbestand sei, um so bessere Arbeit könne geleistet werden. Nach dieser Einleitung nahm der Redner des Abends, Herr Dr. Klee, Berlin, das Wort zu dem Thema: ״Judentum heute“. Er fesselte durch seinen inhaltlich wie rhetorisch gleich wirksamen Vortrag das Publikum, das mit größter Spannung ihm lauschte. Stürmischer Beifall nötigte den Redner wiederholte Male zu Unterbrechungen. Die Umrahmung des Abends, hebräische Lieder, gesungen durch die Jungen und Mädchen der Jugendgruppen, trugen das ihre zur Stimmung bei. Dr. Wera Kahel Levin, Heidelberg. Neumünster. Am 6. November sprach in Neumünster Herr Dr. Marx aus Hamburg. Obwohl in Neumünster sehr wenig Juden wohnen, war es doch gelungen, den größten Teil von ihnen zu dieser Veranstaltung zusaininen/.ubringen. Aus Kiel waren einige Chawerim des Habonim und des /eire Misrachi gekommen, die die Veranstaltung mit Gesangsvorträgen umrahmten. Nachdem Herr Dr. Abendstern die Zusammenkunft eingeleitet hatte, nahm Herr Dr. Marx das Wort. 111 einem einstüudigen Referat stellte er die Judenfrage in ihren geschichtlichen Zusammenhängen dar und begründete unsere zionistische Stellung. Im Schlußwort beantwortete er noch einige Anfragen. Sechs Herren traten nach dem Vortrag der Kieler Zionistischen Vereinigung bei. Der Nordwestdeutsche Gruppenverband der Zionistischen Vereinigung für Deutschland veranstaltet am Mittwoch, dem 22. Nov. (Bußtag), in Bremen, in den ״Ratsstuben*‘, Am Markt, eine Tagung der am Palästina-Aufbau interessierten Menschen. Tagesordnung: Vormittags 10 Uhr: Thema: ״Die politische Situation in Palästina“; Ref.: Dr. Enzo Sereni (Giw’ath Brenner), Nachmittags 4 Uhr: ,,Die zionistische Situation in Deutschland und die Ortsgruppenarbeit“; Ref.: Dr. Edgar Marx (Hamburg). Nachm. 5 Uhr: Referat Felix Isaak: ״Keren Kajemeth“, Lichtbildstreilen Nahalal. Am Abend des gleichen Tages findet eine Kundgebung der Zionistischen Ortsgruppe Bremen mit dem Thema ״Ju- ,den und Araber in Palästina“ statt. Referenten sind die Herren Dr. Edgar Marx, Dr. Enzo Sereni. Gruppenverbandstagung der Pommerschen Zionisten. Am 4. und 5. November fand die erste Arbeitstagung pommerscher Zionisten in Stettin statt. Die Tagung wurde sowohl von den Stettiner Juden wie auch aus der Provinz außerordentlich stark besucht. Auf der Weihevcraiistaltung in der Gemeinde-Synagoge am Sonnabend hielt Herr Dr. Ernst AS arca s (Berlin) ein Referat, das die Antwort auf einen vorgetragenen Spiechchor aus Pinskers Autoemanzipation gab. Der gemeinsame Schlußgesang der ״Hatikvvah“ war vielen ein erstes Erlebnis dieser Art Besonders schön waren die Gesänge des Gemeindekantors, Herrn James Rainowitz. Die Veranstaltung war von über 1000 Personen besucht. Die Vormittagstagung, an der ca. '250 Mitglieder aus Stettin und Pommern feilnahmen, am Sonntag wurde eingeleitet durch ein Referat des Herrn Dr. Ernst Marcus über ״Die Lage der deutschen Juden und die zionistische Arbeit", dem sich eine außerordentlich rege Aussprache über alle Gebiete zionistischer Arbeit anschloß■ A11 der Diskussion beteiligten sich insbesondere die Herren Dr. Aron (Stoip), Dr. Rosner (Stargard), Fischer und Schwarz (Stettin) und viele andere aus der Provinz und aus Stettin. Die Tagung faßte u. a. die Resolution, den Vorstand der Stettiner Synagogengemeinde dringend zur sofortigen Errichtung einer jüdischen Schule aufzufordern, und die schwebenden Arbeiten soweit zu besclileunigen, daß bereits zu Peßach 1934 die Schule eröffnet werden könne und ferner, daß die Gemeinde auch für jüdische Kinder aus der Provinz, die diese Schule besuchen wollen, entsprechende Überbringungsmöglichkeiten schaffe. Weiterhin heschloß die Versammlung, die ״jüdische Rundschau“ zu bitten, eine kleine hebräische Beilage jeder Nummer beizufügn. Am Nachmittag fanden Arbeitssitzungen des KKL und der Vertrauenslcute der Zionistischen Organisation in der Provinz statt, die die am Vormittag diskutierten allgemeinen Fragen zu konkreter Ausführung durchberieten. Allgemeine Zustimmung fand die Gründung des Provinzsekretariates des üruppenverbandes Pommern in Stettin. Die Leitung des Sekretariates übernimmt Herr Georg Kopydlowski (Stettin). Gleichlaufend mit dieser Tagung fand eine Arbeitstagung der gesamten pommerschen chaluzischen Jugend statt, die von ca. 200 Jugendliehen besticht war. Es berichteten dort die einzelnen chaluzischeu Gruppen der Provinz über ihre Tätigkeit. Am Nachmittag hielt Max Weiner, der Leiter des hiesigen Beth-Chaluz, ein Referat über ״Weltkrise — Judenfrage — Zionismus“. Daran anschließend sang der Chor des Stettiner Snif und der Habonim hebräische Lieder. Es fand hierauf eine Aussprache mit Dr. Enzo Sereni (Berlin) statt, die die Jugend bis zum Abend zusammenhielt. Mit der ״Techesaknah“ wurde die Jugendkimdgebung abgeschlossen. Am Sonntag abend sprach dann Herr Dr. Enzo Sereni nochmals vor allen Stettiner Zionisten über die praktischen Stellungsmöglichkeiten in Palästina, und hat durch seine lebendigen und objektiven Antworten auf die vielen ernsten Fragen ganz wesentlich zur inneren Bereicherung der Tagung beigetragen. Die Tagung stellt zweifelsohne ein großes Aktivum im zionistischen Leben Pommerns dar. Koje. Schönlanke. Die hiesige zionistische .Ortsgruppe ist in diesem Herbst zu regem Leben erwacht. Die Mitgliederzahl ist gewachsen und der Zuwachs besteht erfreulicherweise zum größeren Teil aus jungen Menschen. Alle vierzehn Tage finden zwanglose Zusammenkünfte statt mit dem Ziel, das Verständnis für zionistische und allgemein-jüdische Dinge zu fördern und die Mitglieder mit der Gedankenwelt jüdischer Dichter und Denker bekanntzumachen. Das erste Referat hielt Frau Paula Asch er über die ״Historischen Voraussetzungen der jüdischen Bewegung“. Daneben laufen verschiedene hebräische Kurse, die von der Jugend eifrig ausgesucht werden. Unter den von hier nach Palästina ausgewanderten jungen Leuten sind die Söhne unserer ältesten Zionisten: Ascher, Grunwald, Tobias. Auch sonst ist die Tendenz zur Abwanderung stark im Wachsen und als Vorbereitung dazu die Berufsumschichtung. Die Ergebnisse der letzten Oeldsammlungen für Palästina litten unter der in unserer Gemeinde sehr starken wirtschaftlichen Not. — Auf Anregung zionistischer Kreise fand in der hiesigen Synagoge zu Wohlfahrtszwecken eine sehr wohlgeluiigene musikalische Feierstunde statt. Iin Rahmen dieser Veranstaltung erfreute die Sängerin Frau Kate K a! 1 m a n n-Königsberg mit ihrem schönen Sopran. — Durch die Gründung einer jüdischen Schule in unserer Nachbarstadt Schncidemühl, die in Vorbereitung ist, würde auch den Kindern unserer Gemeinde Gelegenheit zum jüdischen Schulbesuch gegeben werden. Weißenfels a. d. S. Die jüdische Arbeit in Weißenfels war sehr schwach. Seit Gründung der Zionistischen Ortsgruppe ist das anders geworden. Die Tätigkeit der verhältnismäßig noch kleinen und jungen Ortsgruppe ist sehr rege. Die Sammlungen zu Rosch-Haschanah erbrachten die Summe von ca. 900 RM. Die Einrichtung einer Zionistischen Bibi iothek wurde in Angriff genommen. Die Zusammenkünfte der Ortsgruppe finden alle 14 Tage im jüdische« Gemeindeheim statt. Anläßlich seiner Rückkehr aus Palästina entwarf Herr Eduard Lewinsohn ein überaus anschauliches Bild der Ent- Wicklung des jüdischen Lebens im Lande. Die Winterarbeit leitete die Ortsgruppe mit einer stark besuchten Vcranstaltung ein (zahlreiche Gäste aus Merseburg, Naumburg, Zeitz und Bad Dürrenberg waren ebenfalls vertreten), bei der Herr Dr. Wcrzbergcr, Leipzig, über das Thema ״Die Judenfrage und ihre Lösung“ sprach. Eine Reihe von Neuanmeldüngen zur Ortsgruppe waren zu verzeichnen. Simon Birnbach. Die Beilage ״Jüdischer Sport“ erscheint von dieser Woche an regelmäßig in der Freitag-Nummer unseres Blattes. Palästina - Hinweise Informationen über Palästina! Wer nach Palästina aus wandern will, informiert sich am besten über Eimvaiiderungsbestimmungen, Paßvorschriften, Kapital- Transfer-Möglichkeiten, Lebens- und Arbeitsbedingungen, Boden- und Wohnungspreise und alles andere Wissenswerte durch die ״Ali j ah“, amtliche Inform ationsbroschüre des Palästina-Amtes d e ז J e w i s h A g e n cy, Berlin. Die ״Alijah“ ist zum Preise von 0,75 M. zuzüglich 0,10 M. Porto zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10. — J e d e r G e s c h ii f t s m a n n, der mit Palästina in V e r b i 11 düng steht o d c r kommen will» sollte den ״Zolltarif Palästinas" erwerben. Er ist in deutscher Sprache vom Palästina-Amt herausgegeben und enthält sämtliche Positionen in alphabetischer' übersichtlicher Reihenfolge. Außerdem enthält der Zolltarif eine genaue Aufzählung der Ein- und Ausfuhrverbote und Beschränkungen und einen Abdruck des Palästinensisch-Syrischeii Zollabkommens vom 1. Juli 1929. Der Zolltarif kostet 1 M. und ist gegen Voreinsendung dieses Betrages zuzüglich einer Portogebühr von 0,10 M. zu beziehen beim Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10, — U e b c r die Au Bildungsmöglichkeiten und Lehrfächer der palästinensischen Schuien und Universitäten informiert das Merkblatt für Lehranstalten in Palästina ״Chinuch“. Diese Broschüre, enthält genaue Berichte über Aufnahmebedingungen, Ausbildung?- gang usw. Das Blatt ist zum!,reise von 0,50 M. und 0,10 M. Porto zu beziehen durch das Palästina-Amt, Berlin \V 15, Meinekestr. 10. Bei Bestellungen der oben. aufgeführten Broschüren bitten wir, sich des im Annoncenteil befindlichen Bestellscheins zu bedienen. Beteiligungsmöglichkeiten. Die Palästina-Wirtschaftssteile teilt mit: Fr bestellen Beidligtingsmöglich!;eiten für Palästina auf folgenden Gebieten: 1. Schuhfalirikatioii, 2. Fabrikation von Zementwaren, 3. Sattlerei und Polsterei, 4. Bäckerei und Konditorei, 5. Fleischerei und •Wurstinacherei, 6. Fabrikation und Reparattirbetrieb von Autokiililern, 7. SchweiBerei, 8. Gießerei, 9. Chemische Reinigung, 10. Für die Fabrikation von Mefallmöbehi wird ein technischer Fachmann mit Kapital gesucht. Schriftliche Anfragen unter Beifügung eines Unkosten• beilrages von 1,— M. sind zu richten an die Palästina-Wirtschaftsstelie, Berlin W 15, .Meinekestr. H», Aus Kunst und Wissenschaft Der Kulturbund Deutscher Juden teilt mit: Die nächste Schauspielveranstaltimg des Kulturbundes Deutscher Juden ist Shakespeares ״Othello‘* in der Inszenierung von Wilhelm Chmelnit/ky. Den ,,Othello“ spielt Kurt Katsch, den ״Jago“ Fritz Wisten. Die Erstaufführung ist für den 11. Dez. in Aussicht genommen. Die Proben haben bereits begonnen. — Der Kulturbund Deutscher Juden gastiert mit seiner Aufführung ״Nathan der Weise“ am 22. und 23. Nov. im Neuen Theater in Frau k fort a. M. Arn 26. Nov. finden im Schauspielhaus Breslau gleichfalls zwei ״Nathan“-Aufführungen in der Berliner Besetzung statt. Weitere Gastspiele sind in Vorbereitung. ' Konzert Goldmami-Wittenherg-Blunienfeld-Trio unter gfitiger Mitwirkung von Agnes Lenbach (Alt) am Sonntag, dem 3. Dez., abends 8'Uhr, im großen Logensaal, Kleiststr. Tk Programm u. a.: Schottische Lieder mit Begleitung von Klavier, Violine und Violoncello von Beethoven und Forellenquintett. Eintrittspreis 1,30 RM. Karten sind zu haben beim Hauswart im Logenhaus, Kleiststr. II), und bei Frau Alfred Wittenberg, W 15, Pfalzburger Str. 82. Konzert der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde am Bußtag, Mittwoch, den 22. Nov., abends 8י i Uhr, Joachimsthaler Sir. 13 (Bühne und Brettl), oberer Saal. .Mitwirkende: Rosa Etkin (Klavier), Max Mansfeld (Tenor), Max Ravrier (nicht Rnymann, wie es infolge eines Druckfehlers in Nr. 92 hieß) (Bariton), Zur Aufführung gelangen u. a. Werke von Beethoven, Brahms, Schubert, Hugo, Wolff. — Karten zum Preise von RM. 0,69, 0,90, 1,2(1 und 1,30 sind zu haben Joadiimsthaler Str,!3 (Kasse, 11- 2 Uhr), Wirtschaftshilfe, Oranienburger Str. 31, Zimmer 31 (Weideinlaunn 3131), Buchhandlung Kedem, Charlotten bürg, DahlmaniiMr. 8, und an der Abendkasse. Hauskonzert. Am Bußtag um 5 i'iir findet unter Mit- Wirkung von Frau Anna I.ipin und Frau Friede! Grimbaum (Gesang), F'rl- Berte Goklstein-ümupert/. (Klavier), Herr Odenheim er (Cello), Kapellmeister Margoliiiski und Fred Alexander, ein Hauskonzert statt bei Dr. Meyer, Kurfürstendämm 216. Bismarck 9600. Eintritt 1 RM Frankfurt a. M. Gesellschaft für jüdische Volksbildung e, V. Samstag, den 23. November, 20 Uhr pünktlich, im großen Saal der Frankfurt-Loge; Konzert Ruth Kisch-Arndt (Gesang), Heida Hermanns (Klavier), Paul Mei er (Begleitung). Gesänge von Beethoven, Schubert, Klavierwerke von Händel, Schubert, Chopin. Numerierte Karten zu 2, 1 und 0,50 RM. bei Joseph Strauß'sche Buchhandlung, Bibergasse 13, Delikatessengeschäft M. Gerlich, Grüneburgweg S, Drogerie Schneemann, Schillerstr. 2, Drogerie Loeb, Goethe- Straße 4, Konditorei Freimark, Baumweg 1, beim Kastellan der Frankfurt-Loge und evtl, an der Abendkasse. — Montag, den 4. Dezember, 20.30 Uhr pünktlich, im kleinen Saal der Frankfurt-Loge: Vortrag von Frau Dr. Dora Edinger: Der neue Joscph-Romati von Thomas Mann. Eintritt frei. Hamburg. Gemeinschaft Jüdischer Künstler. Die nächsten Schauspielabende sind für den 27., 28. und 29. November vorgesehen und finden, wie immer, im Gabriel Riesser-Saal des Tempels in der Oberstraße, abends 211.30 Uhr, statt. Zur Aufführung gelangt an allen 3 Abenden ״ln Ewigkeit Amen“, ein laktiges Schauspiel v. Anton Wildgans, sowie ״Ahasver“, Schauspiel in einem Aufzug von Hcrman rleijermans, ״Ahasver“ wird von Willi Kruszynski, ״ln Ewigkeit Amen“ von Max Ludwig Berges inszeniert. Eintrittskarten zum Preise von 1,60 RM, und 1,10 RM. für numerierte Plätze und 0,85 RM, für unmimerierte Plätze sind in den Vorverkaufsstellen im Tempeibiiro, Käse, Buchhandlung Glogau, Bücherstube Rothenbaumchaussee 127, und in der Geschäftsstelle der Gemeinschaft jüdischer Künstler, Hamburg 37, Hagedorn- Straße 31, II r,, Tel.: 55 59 29, an allen Wochentagen außer Sonnabends, zwischen 10 und 15 Uhr, zu haben. Magdeburg. Am 22. Nov., 20 Uhr, findet in der Synagoge eine Erbauungsstunde statt. Im Programm sind vorgesehen: Orgelspiel, Rezitationen, Gesang. Solisten: Sofie Intrator, Max Teller u. a. Karten ä 50 Pi. und 1 M. sind im Vorverkauf und an der Abendkasse zu haben. Der Reinertrag!ließt den Wohlfahrtseinrichtungen zu. ä

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