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Jüdische Rundschau · 1933-11-14 · Heft 91 (14.11.1933) · p. Seite 807

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 91 (14.11.1933)
Date
1933-11-14
Page
Seite 807 (sequence 7)
Language
German
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933 Nr. 91, 14. XI. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 805 (sport- 11 der er auf. It und 1 Boxte be• n ehe• en be- Bretter n M»x 1t je• nhirne. rochen, fertigte •wicnte icherer rt. ״er teft en11 daß er mt hat. «er er• kurzem einem imeling n Titel erteidin hoch d aller letzten fahrten »U, das s Heim Idealen jungen. bhalten irigrup• eilberg. annung e Mak- 1 bittet 5, Mel• de Deng erreis lunwtwmini lent d•• Kikkattlprlcht •r!eh, dem mber, In t a. M. 23. bis in, einen r Kursus si Menrgeliende Jrgsnisamg usw, \btcilunnders in 1 große! über die inisation; he; am 1. Abend! bi-Bewer folgten rege an daß innder be• Wunsch :*gemein• rlln. Die n Diens- 3. Gäste rite. Die bei Her• her Fr*• Sitzung!- hat sich die sieh oß. Die fskkabi", Interesse 0 gelang i Düsseider Jüdlten jildi- »n. Die ler, bei den Ent- Namen en. Der Richard SQnder 1 Briefe an die Redaktion ״Ausflug nach Reehovoth״ Recliovoth, den 6. November 1933. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin W 15, Gestatten Sie mir, zu dem Aufsatz ״Ausflug nach Rechovoth“, der in Nr. 86 Ihres geschätzten Blattes erschienen war, einige Sätze hinzuzufügen. Nach diesem Artikel muß vielleicht der Leser den Eindruck gewinnen, daß mit der Schilderung der Cafeteria und des Arbeiterhauses das Wichtigste über Reehovoth gesagt worden ist. — Ich habe im Frühjahr eine Reise durch das ganze Land gemacht und gefunden, daß Reehovoth die schönstge Iegene interessanteste und repräsentativste Siedlung des ganzen Jis c h u w i s t. Von einem der vielen Hüge! sieht man den lang sich hinziehenden Ort, die Häuser, umgeben von dem satten Orün der Zitrushaine, man sicht Hügel mit Alandeibäumen bewaldet, Weinberge, und weit in der Ferne, im Osten, die scharf gezeichneten lichtbraunen Konturen der Berge Judäas. — Von der Chaussee aus erblickt man in prachtvollen Gärten VjHen, die schon von weitem Wohlstand und Seßhaftigkeit der Besitzer ahpen lassen. Wo in Erez Israel gibt es solch einen prachtvollen Typ von Bauern, kultivierte, gebildete, bodenständige Menschen mit Herz und Kraft. Man erblickt von der Chaussee aus kleine Läden, die, verschlafen, von dem Zuge der neuen Zeit noch nichts wissen, aber über ihnen werden überall Wohnungen aufgestockt, schon sieht man hier und da moderne Geschäfte. Das Auto nach Gedera führt uns am Makkahl-SportpIatz vorbei, und rechts abseits sieht man das erst kürzlich vollendete moderne Ambulatorium der Arbeiter-Krankenkasse. Dieser Bau ist uns ein plastischer Beweis für die Stärke der hiesigen Arbeiterorganisation, die auch in kultureller Beziehung eine vorbildliche Tätigkeit entfaltet. — Links abseits erhebt sich auf dem Gipfel eines Hügels festungsähnlich der Wasserturm neben der erweiterungsbedürftigen Synagoge. Das Auto führt uns nun in eine Jemeniten-Siedluhg, bescheidene, saubere Häuschen, Gärten, mit Zitrussetzlingcn. Aut der Straße promenieren die verschiedensten Typen von Jemeniten: Von den alten arabischen Jemeniten bis zu dem völlig europäisierten jungen jemenitischen Arbeiter. DaJrinter kommt man an einer Siedlung des National- Fonds vorbei. Hier siedeln sich alte, erprobte Arbeiter an, die nach achtstündiger Außenarfceit abends und oft auch während der hellen Mondnächte ihren Boden bearbeiten, der erst nach 5 Jahren Frucht bringen wird. — Hinter der Jemeniten- Siedlung gelangen wir auf freies Feld, wir sehen kahle, braungelbe Hügelketten: Wüste. Und dieser Gegensatz: Reehovoth •— wüste zeigt uns plastisch und eindringlich, was jüdische Arbeit in einer Zeit von zwei Generationen hier geleistet hat. Aber auch diese Fahrt durch die Hauptchaussee gibt uns noch kein Bild von Reehovoth. Ein Gang durch die Jaakowstraße und durch die Straße der ״Millionäre“ führt uns an den Villen alteingesessener, reicher Ikaritn vor• bei. Und wenn man die Häuser betritt, staunt man über die Einfachheit und Anspruchslosigkeit der Inneneinrichtung. Und doch ist hier in diesen Häusern die Elite und die politische lind wirtschaftliche Führerschaft des Standes der Ikariin konzentriert. Die Gedanken, die hier gedacht werden, werden in der ganzen Presse des Landes zur Kenntnis genommen und mit Respekt kommentiert. Die Gluskinstraße zeigt uns, daß man auch in Erez Israel stilvoll bauen kann. — Weilt man einige Tage in Reehovoth, so lernt man Siedlungen in der Peripherie kennen, z. B. die schmucke Jemeniten-Siedlttng Schchunath Marmorek. Man macht einen Gang durch die Landwirtschaftliche Versuchsanstalt des Keren Hajessod. Selbstverständlich hat die Versuchsstation viel Intelligenz hierhergezogen, so daß auch das geistige Leben ein besonderes Gepräge hat. Darüber hinaus liat der schöne Ort eine Anzahl Rentiers und Intellektueller aufgenommen. Der deutsche Einwanderer, der aus dem politisierten Europa mit der tiefen Sehnsucht nach Ruhe und Frieden in das Land kommt, muß mit einer gewissen Enttäuschung feststelien, daß es auch hier starke politische Gegensätze gibt. Doch wird die Spannung dadurch gemildert, aaß hier mit europäischen Maßstäben nicht gemessen werden kann. Der jüdische ״Ikar“ ist kein ״Kapitalist“ und ״Agrarier“ im europäischen Sinne, und der ״Poel" ist kein ״Proletarier“ im europäischen Sinne. Hier hat jeder Arbeiter Hoffnung, nach einer Anzahl von Jahren mit Hilfe der nationalen Institutionen und eigenen Ersparnissen angesiedelt zu werden. Gesellschaftlich gibt es durchaus Berührungspunkte zwisehen Arbeitern undPflanzem. Bei privaten Feiern, im Theater und Kino sitzt man zusammen. Vielleicht kommt es auch vor, daß einmal die Tochter eines ״Ikar“ einen Arbeiter heiratet. Aber im allgemeinen differenzieren sich auch hier die Klassen gesellschaftlich. Einig sind sich alle Kreise der Bevölkerung in ihrer großen Liebe zu ihrem Heimatort, und auch der Neu-Eingewanderte wird von dieser Stimmung mit• gerissen, Dr. Fritz Moses. # Aerzie in China Shanghai, dm 12 Oktober 1933. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin W 15. Aus den an mich gerichteten Briefen zahlreicher Kollegen geht hervor, daß es die Absicht vieler Kollegen ist, Im Innern Chinas sich tilederzulassen. Dieser Entschluß wäre sehr begründet, denn in den Küstenstädten ist fast keine Aus• sieht für Erwerbungsmögüchkeiten neuangesiedelter Aerzte, ich halte es aber für nötig, rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen, daß zur Niederlassung im Innern Chinas die Erlaubnis der National Health Administration, Nanking, wie auch die Erlaubnis der betr. Provinziatregicning notwendig ist. Es ist deshalb äußerst wichtig, daß sich diejenigen Kollegen, die sich mit Auswanderungsideen befassen, zuerst mit Nanking in Verbindung setzen, um «ine unerwartete tmd ziemlich kostspictige Enttäuschung zu ersparen. Dr. Frederlck Reiss. Ortsgruppen Aschaffenburg. Der hier abgehaltene Vortrag von R.-A. Dr. Klee wurde zu einem Ereignis. Selten wohl hat ein Publikum aufmerksamer und hingebungsvoller den Worten eines Redners gelauscht, als das am 2. Nov. in der Synagoge ver• sammelte. Und verbot auch die Würde des Versammlungsortes jede äußere Form des Beifalls, die Ergriffenheit der Zuhörerschaft war der schönste Dank, der je einem Redner gezollt wurde. In der Diskussion legte Herr Kli bausky in kurzen Worten den Standpunkt der Orthodoxie dar. Das Schlußwort des Redners zwang nochmals die Hörer in seinen Bann. Die Wirkung war so stark, daß der Vorstand der hiesigen Gemeinde, Herr Dipl.-Ing. Freund, im Namen der Gemeinde den Dank Hk die so ausgezeichnet«! Ausfäbnn• gen zum Ausdruck brachte. Berlin. Bezirks gruppe Hansaplatz der B. Z. V. Am Mittwoch, dem 8. Nov., wurde in den Räumen der Konditorei ״Hansa“, Flensburger Str. 19, unter großer Beteiligung die Bezirksgruppe Hansaplatz neu konstituiert. Unter Leitung des Vorsitzenden Herrn Dr. Scherek wurde die Versammlung durch Vorträge und Diskussionen Interessant gestaltet. Es wurde beschlossen, alle 14 Tage, Mittwoch, 20>4 Uhr, in obigen Räumen zusammenzukommen. Nächste Zusammenkunft am 15. November. Berlin. Misraehi-Frauengruppe. Rabbiner Dr. Alexander A11 m a n n sprach am 5. Nov. ira Rahmen einer Vortragsreihe über ״Die Q eistesströmuugen des traditionellen Judentums der letzten zwei Jahrhunderte". Das spezielle Thema des ersten Abends lautete: Das rabbinische Judentum (Der Gaon von Wilna). Die Gestalt des Gaon von Wilna, der, 1720 geboren, an der Wende von jüdischem Mittelalter und jüdischer Neuzeit steht, wurde von Dr. Altmann in geistesgeschichtlicher Beziehung eingehend dargestellt. Die Gestalt des Oaon wurde lebendig in unsere geistige Oegenwartsproblematik hineingestellt und auch seine Beziehung zu Erez Israel unter diesen aktuellen Aspekt gerückt. — Die folgenden Vorträge des Zyklus werden behandeln: den Chassidismus (am Sonntag, dem 19. Nov., abends 8(4 Uhr, im Caf<- Hefter), die absolute Orthodoxie (R. Mosche Sofer), die synthetische Orthodoxie (S. R. Hirsch), die Mussarbewegung (R. Israel Salanter) und die Strömungen der Gegenwart. Dresden. Am 9. November sprach Rabbiner Dr. Joachim Prinz im überfüllten Saal der ״Harmonie“ über das Thema: ״Die Wende“. Der großaugelegte Vortrag, der auch auf die jüngsten Ereignisse nt Palästina Bezug nahm, wurde mit ungeheurem Beifall aufgenommen. Mit den Klängen der Hatikwah schloß die Versammlung. Düsseldorf. Am 29. Okt. fand in Düsseldorf eine Arbeitstagung des neuerrichteten Gruppen verbände* Rheinland-W estfalen, der Zusammenfassung der früher getrennt arbeitenden Gruppenverbände Linksrheinland und Westfalen-Niederrhein, statt, lieber 200 Gesinnungsgenossen nahmen regen und disziplinierten Anteil an den sich auf den ganzen Tag erstreckenden Verhandlungen. Viel Jugend, neue Gesichter, Fehlen der alten Führerschicht, die heute schon größtenteils in Erez Israel weilt, aber unverminderter Arbeitseifer war das Kennzeichen dieser Tagung. In ihrem Mittelpunkt stana am Vormittag das großangelegte Referat von R.-A, Benno Cohn (Berlin) über ״Deutscher Zionismus 1933“. Seine Ausführungen waren abgestellt auf die grundlegend veränderte Situation, die neuartige, 1933 angepaßte Formen und Methoden der Arbeit erfordert und in der es darauf ankommt, den Führungsanspruch des Zionismus im jüdischen Volk, insbesondere in Deutschland, zu verwirkliehen. Anschließend daran berichtete Dr. Hans Capell über die zionistische Situation im Gruppenverband. Die Aussprache zeigte den Willen, sich in den Dienst einer umfassenden Intensivierung unserer Arbeit zu stellen. Die Mittagspause war mit zahlreichen Besprechungen ausgefüllt. Die Vertrauensleute des KKL versammelten sich um Dr. Ernst Mechner (Berlin). Die Vertrauensleute des K.H. tagten, die zahlreich anwesenden zionistischen Lehrer hielten eine Sonderbesprechuug ah. Die Zusammenkünfte des Hechaluz, der Wizo und der Makkabiorganisationen und des Zeire Misrachi runden das Bild dieser Arbeitstagung ab. In der Nachmittags- Sitzung wurde zunächst das in einer Beratung der Ortsgruppenvorsitzenden festgelegte Arbeitsprogramm des Gruppenverbandes verkündet. Aktivierung der vorhandenen Kräfte, Verdoppelung des Mitgliederbestandes, Gründung neuer Ortsgruppen oder Arbeitskreise in allen Orten mit mehr als fünfzig jüdischen Seelen- Veranstaltung von groß angelegten Makkabaerfeiem Im Monat Kislew — das sind einige der wesentlichen Aufgaben, die sich di« rheinisch-westfälischen Oesinnungsgenossen bis Peßach gestellt haben. Die Leitung des Gruppenverbandes ist am Sitz des Büros, das unmittelbar im Anschluß an die Tagung in Düsseldorf errichtet wird. Sie besteht aus den Herren ur. Goldstein, Dr. Neuberjrer, Dr. Sindler. Die Vorsitzenden der Ortsgruppen bilden mit ihnen zusammen den erweiterten Vorstand. Dr. Mechner (Berlin) referierte dann über die Aufgaben des KKL. Der große Erfolg der Rosch Haschanah-Aktion dürfe nur als Ansporn dienen angesichts des immer dringlicher werdenden Boden- Problems und der überhandnehmenden Bodenspekulation. Den Schluß der Tagung bildete ein Referat von Elieser Liebenstein (Ajn Charod) über ״Palästinafragen und Berufsum- Schichtung“, das Anlaß zu vielen Fragen und Bemerkungen gab. Der Abend war mit einer grollen Paläsfinakundrebung der Düsseldorfer Ortsgruppe ausgeffillt, über die wir bereits berichtet haben. Emden. Am 21. und 22. Oktober besuchte Herr Schaul Weinberg aus Hamburg; unsere Gruppe. Am 21. Oktober abends veranstalteten wir eine von etwa 150 Personen besuchte Versammlung in Au rieh. W. sprach über: ״Was bietet uns heute Palästina?“ Wir haben jetzt in Au rieh elf Mitglieder, außerdem noch neun Mitglieder einer zionistisehen Arbeitsgemeinschaft. Am 22. Oktober fand Vor- und Nachmittag unter Leitung von Hern! Weinberg «ine zionistische Jugendtagung in Emden statt, zu der Besucher aus mehreren Orten Ostfrieslands erschienen waren. Am Abend desselben Tages sprach Herr Weinberg in Emden vor etwa 150 Personen über: ״Me Entwicklung des Zionismus in der letzten Zeit.“ Er schilderte die Wandlungen des Jischuw im Verlaufe der letzten Jahrzehnte bis zur Gegenwart und ging dabei auch auf die Bedeutung der Thorah für dm Aufbau ein. Seine Ausführungen wurden von Herrn Laadrabbiner Dr, Blum ergänzt. Euskirchen (Rheinland). Am 19. November, nathmittags 3.15 Uhr, spricht in der hiesigen! Synagoge Herr Josef Schu kstelisky, der selbst zehn Jahre in Palästina gelebt hat, über: ״Was bedeutet uns Palästina, und wie lebt man dort.“ Schönlanke. Am 2. November fand anläßlich der Abreise zweier Mitglieder unserer Gemeinde der hiesigen *io• nistischen Ortsgruppe ein Abschiedsabend statt. Als Vorsitzender der Ortsgruppe und der hiesigen Gemeinde rieh• tete zunächst Herr Rechtsanwalt Ascher das Wort an die beiden Olim Tobias tmd Will. Sodann ergriff Herr Kantor Bendzel als Lehrer der Olim des Wort zu einer hebräischen Ansprache. Durch die Mitwirkung der Sängerin Frau Kall• mann erhielt die Feierlichkeit einen besonderen Glanz. Im weiteren Verlauf der Feier trug Frl. Lotte Salinger einige Gedichte vor. Sodann sangen Herr Kantor Bendzel und der zufällig anwesende Herr Kantor Hahn (Driesen) verschledene neuhebräische und jüdische Lieder. Mit der Hatikwah fana die Feier ihren Abschluß. ״Reise durch das Jüdische Palästina" Bildbericht vom Aufbau Erez Itriels / Jeiusalem / Haifa Emek-Jeirtsi / Scbaroa/ Qnu»4#1»«cat§ m «Mäl / Neuest• Bilder von Tel-Aviv Bmliilvortnlt Walter T«n»«l Donnerstag, «ton IS. Nov., •OM/•! Uhr im Vixuriegnitom Mmttmmsaw« Berliner Zionistische Vereinigung Solingen. Am 8. November sprach ln der hiesigen Synagoge Dr. Hans Capell, Düsseldorf, vor zahlreichem Publi• kum über ״Deutsches Judentum und Palästina“. In der sich an den Vortrag anschließenden Aussprache zeigte sich, daß der zionistische Gedanke auch in Solingen Fuß gefaßt hat. 20 Anwesende erklärten ihre Bereitschaft, in eine 11eu zu gründende zionistische Ortsgruppe einzutreten. Die Breilauer Arbeitsgemeinschaft fiir die Jewiah Agency veranstaltet am Donnerstag, dem 16. Novetnber, 20.30 Uhr, in beiden Lessingsälen, Agnesstr. 5, eine öffentliche Versammlung über das Thema: ״Juden und Araber unter englischer Mandatshoheit“. Der Referent ist Herr Dr. Michael Triub, Berlin, der als Wirtschaftsstatistiker und hervorragender Kenner der wirtschaftlichen Verhältnisse Palästlnas weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekanntgeworden ist. Herr Dr, Traub hat dasselbe Thema in einer großen Kundgebung in Berlin am 5. 11. behandelt. Karten: numerierter Platz 0,60 RM., unnumerierter Platz 0,40 RM., Erwerbslose und Jugendliche 0,20 RM. Aus der hebräischen Arbeit Hebräische Kurse der B. Z. V. ln nächster Zeit beabsichtigen wir, in folgenden Stadtteilen neue Anflin ״erkurse einrurichten: Chariottenburg, Halen see, Bayerischer Platz, Alexander-Platz. Die Kurse finden abends um 7 und!/.•*> Uhr statt, zweimal wöchentlich je B/״ Std. Der Preis pro Monat beträgt 3 RM. Fiir Teilnehmer, die schon einige Vorkenntnisse besitzen, ist die Aufnahme in Kursen, die ab Mai jeden Monat begonnen haben, möglich, u!1d zwar in verschiedenen Stadtteilen. Auch Weitfnrtgeschrittene können sich einem bereits bestehenden Zirkel anschließeu. Außerdem beabsichtigen wir, einen Kursus für jugendliche im Alter von 14—18 Jahren im Westen einzurichtcn. Jugendliche, die Vorkenntnisse haben, können in den vor zwei Monaten eingerichteten Kursus in der Bleibtreustr. 5(1 (K. J.V.) aufgenommen werden. Anmeldungen für sämtliche Kurse schriftlich unter Beifügung von 0,21) RM. Porto an die Berliner Zionistische Vereinigung, Kulturabteilung, Berlin W 15, Meinekestr, ln, 4. Stock, oder in der Sprechstunde nur zwischen I und f> Uhr. — Wir sind in der Lage, erfa1'•־Lehrer für hrb'äischen Privat• Unterricht nachzuweisen. Berliner Zionistische Vereinigung, Kulturabteilung. Der Hechaluz lädt alle Chawerim, die in seinen Kwuzoth oder anderen Gruppen der jüdischen Organisationen Iwrith- Unterricht erteilen, zu einer hebräischen Sichah über ״M e 111 o d e n und Auf g a b e!1 d e s hebräischen Amangsunterrichtts“ rin, die am Sonnabend, dem IS. November, abends 81״ Uhr, im I lechaluz-Heim, Sophien• straffe 20 21, stattfindd. Alexander Ba rasch und Moscheh Katznelson werden die Aussprache einleiten. Kolberg. Hier hat ein hebräischer Abendkurs unter reger Beteiligung begonnen; er findet jeden Montag, abends von 8—9 Uhr, statt. Den Unterricht erteilt Herr Kantor und Lehrer Wechsler. Aitelburg. Mit Unterstützung der Herren Lery und Dartemann gründete Frau Goldherg hebräische Kurse, in denen 25 Kinder unbemättellter Eltern unterrichtet werden. Von den Unterrichisansfalien Frankfurt a. M. Jüdisches Lehrhaus. Sonntag, 19. 11., 17 Uhr, im großen Saal der Frankfurt-Loge: Eröffnung des Lehrgangs. Prof. Dr. Martin Buber: ,,Aufgaben jüdischer Volkserziehung“. Kammerchor von Nathan Ehrenreich: Psalmen. — Montag, 29. 11., 19G--201/3 Uhr, Im Physiksaal des Philanttiropin, Hebel str. 15. Rabb. Dr. Max Dienemann: Erez Israel und Galuth in der Aggadah. 19(* bis 20*4 Uhr, im Sitzungszimmer der AVestendsynagoge, Frh. v. St ein str. Dr. Moritz Spitzer: Zionslieder des Jehuda Halevi. — Dienstag, 21. 11., 19! 4 —20 Uhr, im Trausaai der Westendsynagoge. Rabb. Dr. Cäsar Scligmann: Totalität tmd Säkular!- sation Im Judentum. 20!22— 4׳ Uhr, im Trausaai der Westend־ Synagoge. Rabb. Dr. Georg Salzberger: Aus der Geschichte des. Antisemitismus. — "Mittwoch. '22. 11., 19! ä —20 Uhr, im Physiksaal des Pliilauthropin, Ifcbdstr. 15. Prot. Dr. Franz Weidenreich: Die Juden als Rasse. 20;,j 22 Uhr, itn Saal Unterlindau 21. Rabb. l)r. Jacob lloffmann: Die Halacha und das Dasein Israels unter den Völkern. — Donnerstag, 23. 1!., 1Q14—29 U111', im Klassenzimmer der Westendsynagoge. Dr. Eduard Strauß: Lesen der Heiliger! Schrift: Das Buch Könige. 20>4—21 Uhr. im Saal Königswarter Str. 26. Prot. Dr. jur. Ernst Kantorowic/: Die Berufsfrage. — Sonnabend, 25. 1!., 18—19 Uhr, im Sitzungszimmer der Westend- Synagoge. Prof, Dr, Martin Buber; Sprechstunde־. l'J! , bis 2Öi.i Uhr, im Sitzungszimmer der Westcndsynagoge. Prof. Dr. Martin Buber: Das Ruch Jona 20:'22 ,׳ Uhr, im Trausaal der Westendsyn,agoge. Prof. Dr. Martin Buber: Unsere Geschichte. Palästina - Hinweise Ein Fachmann, der die Herstellung von Stroh- und Korbmöbeln beherrscht und über Erfahrungen in der Anfertigung derartiger Waren in Heimarbeit verfügt, wird gebeten, sich unverzüglich nur schriftlich unter Angabe von Alter, Lebenslaut, Beifügung von Zeugnisabschriften und doppeltem Rückporto mit der Abteilung ,,Allgemeine Beratung“ mit dem Palistina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10, in Verbindung zu setzen. informationsmaterial für den Palästina-Auswanderer! Wie sind die Einwanderungsbestimmungen nach Palästina? Welche Paßvorschriften sind zu beachten? Welche Kapital-Transfer- Möglichkeiten gibt es? Wie sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen? Was kostet Boden, was kostet eine Wohnung in Palästina? Alle diese Fragen und vieles mehr beantw׳ ortet die amtliche I ti formatier! 8- Broschüre des Palästina-Amtes ״Ali j ah“. Wir bitten, diese Broschüre zu lesen, bevor man sich mit Anfragen an das Palästina-Amt oder andere Auswandererberatungsstellen wendet. Die ״Alijali“ ist beim Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestr. 10, gegen Voreinsendung von 0,75 M. nebst 0,10 M. Portokosten zu beziehen. Der Zolltarif Palästinas ist soeben vom Palästina-Amt in deutscher Sprache neu herausgegeben worden. Er enthält sämtliche Zollpositfouen, sowie Import- und Export ■Verbote und Beschränkungen und das Palästinensjsch-syrische Zoll־ ahkammen vorn l. Juli 1929, Er ist auf Grund des im Juli 1933 veröffentlichten neuen Zolltarifs zusammengestellt. Der Zolltarif ist zum Preise von 1 RM, zuzüglich 0,10 RM. Portogebühren zu beziehen durch das Palästina-Amt, BerlinW15, Meinekestr. 10. Chinuch, das Merkblatt für Lehranstalten in Palästina, gibt genaue Auskunft über die Aufnahmebedingungen und Lehrfächer der palästinensischen Universität und Schulen. Diese Broschüre ist zum Preise von 0,50 RM, zuzüglich 0,10 RM. Porto, beim Palästina-Amt, Berlin W 15, nekestraße 10, zu beziehen.

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