Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1933-11-07 · Heft 89 (7.11.1933) · p. Seite 775

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 89 (7.11.1933)
Date
1933-11-07
Page
Seite 775 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2651273-2653725-2653812--24343-2687287
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 89, 7. XI. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 773 Jüdischer Sport Hamburg und Leipzig beim Bar Kochba ״ Hakoah - Sporffesi Die erste größere Veranstaltung dieser Spielsaison führte am Sonntag der Bar Kochba-Hakoah Berlin durch. Das glänzend verlaufene Sportfest vereinigte einige Hockey- sowie Fußball- und Handballmannschaften aus Hamburg, Leipzig und Berlin. Trotz der zur gleichen Zeit stattfindenden großen jiidisehen Kundgebungen war das Sportfest recht gut besucht. Die Spiele zeigten erneut die Spielstarke der Vereine des deutschen Makkabi-Kreiscs. Schon die Hockeyspieler der zweiten Mannschaften, sowie der Damenmannschaften von Hamburg und Berlin brachten, trotz der wenigen Trainingsmögiiehkeiten, die gerade die Hockeyspieler bis heute hatten, ausgezeichneten Sport. Die zweite Männerm gewann gegen Hamburg 2:0, Fußballkampf I^tipzig - Berlin Aas dem Hockey-Kampf Hamburg - Berlin י•■ ־•* n n s c 11 a f t von Berlin während bei den Damen Hamburg knapp, aber verdient mit 1:0 siegte. Ein ganz hervorragendes Spiel zeigten die ersten Hockey- Mannschaften Berlins und Hamburgs, die sich nach vollkommen verteiltem Spiel unentschieden (0:0) trennten. Viele Torchancen beider Parteien wurden durch den für Hockey sclilechten Boden verpaßt. Der Höhepunkt des Sportfestes war das überaus schnelle und interessante Hand ballspiel zwischen dem Berliner und Hamburger Bar Kochba. Die Zuschauer wurden immer wieder durch (ilanzleistungen einiger Spider, vor allem der Berliner Brüder Spandau, erfreut. Diesen ist auch in erster Linie der hohe 7:0-Sicg der Berliner zuzuschreiben. Im abschließenden Fußballspiel standen sich dann Bar Kcxhba-Hakoah Berlin und Hakoah Leipzig gegenüber. Hier sah man wieder die technische Uchcrlegenncit der Berliner Hakoahner, die aber vor dein Tor nicht entschlossen genug waren, und so nur einen 2:0-Sieg erzielen konnten. Die Knappe Niederlage der Leipziger kommt, auch zum großen Teil aut das Konto ihres Türstehers, der einige Maie in fabelhafter Manier rettete. Die Angriffe der Leipziger wurden meistens schon von der aufmerksamen Berliner Verteidigung, in der Sperber ein gutes Spiel lieferte, sicher abgewehrt. Makkabisportter beim denlschen Olympia* Ansbildungskursos Der von der Deutschen Sportbehörde in Duisburg vor einigen Wochen durchgeführte Ausbildungskursus, der als Vorbereitung für die Olympiade 1930 diente, sah auch Oraler (Hakoah Köln) unter den Teilnehmern. Er wurde auf Grund seiner in diesem Jahre erzielten Leistungen (400 m In 50,9 Sek. und 800 m in 1.58,6 Min.) hierzu ausgewählt. Orglcr (Hakoah KSln) Waldlaolmeisler von Wuppertal An den am 22. Okt. ausgetragenen Waldlaufmeisterschäften von Wuppertal nahm Orgler (Hakoah Köln) außer Konkurrenz teil. In der Hauptklasse über 5 km siegte der achtzehnjährige Makkabiläufer knapp vor dem Wuppertaler Meister Hildebrandt׳ Bemerkenswert ist, daß Orgler zu dieser vom Westdeutschen Spielvcrband durchgefiihrten Veranstaltung als Niditarier zugelassen wurde, obwohl er keinem Verein des WSV., sondern dem Deutschen Makkabikreis angehört. Sdiulunflskorsos des Deutschen Makkablkreises Das Präsidium des Deutschen Makkabikreises führt im November für die technischen Leiter der ihm angeschlossenen Vereine einen Htägigen Schulungskursus in Berlin durch, um den in den Vereinen ehrenamtlich tätigen Kräften eine gleichmäßige Ausbildung für alle Aufgaben des Makkabi zu geben. Der Kursus ist besonders für die Sportleiter der Sportgruppen des Verbandes Jüdischer Jugendvereine gedacht, die letzthin in den Deutschen Makkabikreis aufgenommen wurden. Es werden hierfür noch Quartiere benötigt. Anmeldungen erbeten an das Büro des Deutschen Makkabikreises, Berlin W 15, Meinekestr. 10, Tel. Bismarck 7165. Segelflug in Palästina Mit Unterstützung des Makkabi-Verbandes trifft der Makkabi Erez-Israel Vorbereitungen zur Bildung einer Segelfluzgruppe, die auch den Bau von Segelflugzeugen im Lande in die Hand nehmen soll. Zurzeit werden die klimatischen Verhältnisse von Fachleuten in Palästina untersucht, so daß damit zu rechnen ist, daß im Frühjahr mit der Arbeit begonnen werden wird. Drei gut ausgebildete jüdische Segelflieger aus Deutschland werden im Laufe des Winters nach E»ez־!srael übersiedeln, um sich an diesen Arbeiten zu be-!eiligen. Jüdische Segelflieger in Deutschland werden gebeten, sich mit dem Sekretariat des Deutschen Makkabikreises E. V., Berlin W 15, Meinekestr. 10, in Verbindung zu setzen. Der Sport im RekhsausschuS der jüdischen Jugendverbinde. Unter Hinweis auf die von uns heute veröffentliciite Mitteilung des Reichsausschusses der jüd. Jugendverbände Deutschlands ist ergänzend mitzuteilen, daß der Führer der Sparte Sport, Dr. Hans Friedenthai, Präsidiumsmitglied des Deutschen Makkabikreises ist, Aus den Anfängen der jüdischen Sporigesdiidrfe In der letzten Zeit sind eine Reihe von Arbeiten veröffentlicht worden, die sich mit der jüdischen Sportgesell ichte befassen. Diese Aufsätze weisen jedoch alle den gleichen Fehler auf, die Anfänge der jüdischen Sportgeschichte in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Eindringen des Hellenismus in Palästina, also ins 2. Jahrhundert v. Chr., zu verlegen. Daß diese Vermutung falsch, und die Leibesübungen lange vor dieser Epoche in mehr oder minder starker Form zu den jüdischen Volkssitten gehört haben, soll isn Rahmen dieser Abhandlung kurz skizziert werden. Betrachten wir die Tatsachen, die uns die Bibel überliefert hat, so können wir zunächst als Ziel der körperlichen Erziehung der Heranwachsenden Jugend die Wehre r t ü c h t i g 11 n g erblicken, die durch die Heranziehung jedes 20 Jahre alten Mannes zum Heeresdienst ihr praktisches Endziel hatte. Der in der heutigen Zeit stark propagierte Wehrsport war vor einigen Jahrtausenden wenn auch in primitiver Form hei den Juden bekannt. Das Bogenschienen nach der Scheibe, das Speerwerfen und die Technik der ״Schleuder“, der Schußwaffe des Altertums, erforderten ein systematisches Training. Die Bibel hat es zwar unterlassen, über die spezielle Atisfültrimgsform dieser Techniken zu berichten, doch die gelegentlichen Einzel-!leiten, die uns überliefert werden, sind sehr aufschlußreich. Wir erfahren im Buche der Richter (Kap. 20, 16), daß der Stamm Benjamin über eine Kerntruppe von 700 linkshändigen Schleuderen! verfügte, die imstande waren, auf weite Strecken das Ziel haarscharf zu treffen. Berücksichtigt man die Uebcrsetzung der Septuaginta unct Vulgata (griechische und lateinische Bibelübersetzung) zu dieser Stelle, so soll es sich nicht um linkshändige Schienderer gehandelt haben — es wäre auch kaum denkbar, eine Truppe von derartigen Leuten ziisammenzustellen — sondem sie sollen mit der rechten genau so wie mit der linken Hand die Schleuder zu handhaben verstanden haben. Die athletischen Leistungen eines Sim son sind genau bekannt, ebenso die außergewöhnlichen Kräfte eines Saul und Jonathan, die treffend mit stärker als Löwen und schneller als Adler bezeichnet werden (11. Sam. t, 23). David mit seinen 36 Gibborim vervollständigen diese Liste. Ein Fechtturnier läßt sich mit ziemlicher Genauigkeit bereits zur Regierungszeit Davids ans der Bibel (II. Sam. 2, 1-1 ff.) naclnveisen. Sind die bisher geschilderten Leibesübungen atissehließlieh als Wehrsport anzusehen, so können wir daneben natür-!ich auch noch andere Sportarten vermuten. Die Kinder werden sicherlich auch Laufspiele gekannt haben, wenn auch die Nachrichten darüber ziemlich spärlich sind. Dafür dürfte desto mehr das Ballspiel gepflegt worden sein, das oft in Gleichnissen beschrieben wird. Auch die in den letzten Jahren veröffentlichten Ausgrabungsergebnisse haben Spielzeug, das auf sportliche״ Betätigung schließen läßt/ zutage gebracht. Linen besonders großen Raum in der körperlichen Ausbildung der Jugend nahm das Schwimmen ein. Jeder Vater war verpflichtet, seinen Sohn im Schwimmen unterrichten zu lassen. Rabbi Akiba, der zu den eifrigsten Verfechtern dieser Schwimmverpflichtung gehörte, glaubt seine Ansicht bereits in einem Bibel vers angedeutet zu sehen. Als weiteres Dokument für das Alter der jüdischen Sportgeschichte kann die große Midraschliteratur herangezogen werden, die zw׳ar viel später entstand, in der aber zweifellos eine alte IJeberliefming ihren Niederschlag gefunden hat. Um einige Beispiele aus den ziemlich reichlich fließenden Quellen zu nennen, sei zunächst auf die interessante Tatsache hingewiesen, daß die bedeutendsten Gestalten der Bibel als Menschen von urwüchsiger, ja übermenschlicher Kraft hingestelit werden. Von unserem Stammvater Jakob, dessen athletische Körperkraft bereits die Bibel in dem Herabwälzen eines schweren Steines und dem Ringkampf mit dem Engel erwähnt hat, bemerkt der Midrasch, er hätte den Stein mit derselben Leichtigkeit von der Oeffnung des Brunnens herahgenommen, wie ein normaler Mensch einen Korken aus der Flasche zieht. Seine Söhne werden ebenfalls als Kraftnaturen idealen Stils hingestellt, j c h 1t d a hält trotz seine c rer Fesselung eine Abteilung Aegypter in Schach. Simon und Levi sind imstande, eine ganze Stadt zu vernichten, und schließlich Naftali, der Schnelläufer, der von Aegypten nach der Höhle Machpela läuft, um eine wichtige Urkunde zu holen. Moses war nach Angaben des Midrasch ebenfalls mit großen Körperkräften ausgestattet. Sein Kampf mit dem Riesen Og wurde erst durch einen 10 Eller» hohen von Moses ausgeführten Sprung entschieden. Diese Sprungkraft soll Moses aber noch bis ins höchste Alter besessen haben, denn als er kurz vor seinem Tode auf den Berg Moriah stieg, zu dem 10 Stufen hinaufführten, nahm er diese Stcigung in einem Schritt. Die orientalische Phantasie war immer sehr rege, aber ziehen wir selbst vieles als sagenhaft ab, so bleibt immer noch die Tendenz erkennbar, diesen Männern ein körperliches oder, wie wir heute sagen würden, sportliches Leistungsmoment beizulegen. Es •dürfte daher nicht schwer fallen, die ersten Anfänge des jüdischen Sports in einer Zeit zu suchen, die lange vor der Beeinflussung durch den Hellenismus liegt. Ben Jehuda. Jüdische Golfspieler wieder zugelasscn Vor wenigen Wochen hat der Reichssporifiihrer die rassenmäßige Gleichschaltung des Deutschen Golfverbandes, in dem Juden früher gesellschaftlich und sportlich eine bedeutende Rolle spielten, verfügt. Der nenernannte Führer des Deutschen Golfverbandes, Karl Henkell, hat an der Struktur des Verbandes und an den Wettspielbestiminurigen insofern nichts geändert, als nichtarische Golfspieler auch in Zukunft an innerdeutschen Geliturnicren teilnchmen kön - neu. Dagegen konnten infolge der Gleichschaltung jüdische Golfspieler nicht in die Ländermannschaften aufgenommen werden, die vor kurzem gegen Holland und gegen Schweden spielten. Aus unserem Sp orf-Notizbuch Der ehemalige deutsche Meister im Mittel- und Halb- Schwergewicht, Erich S e e I i g, der bekanntlich Jude ist, schlug in Paris den belgischen Meister Etienne in der 14. Runde entscheidend. Max Rosenbio o m, der Weltmeister im Halbschwergewicht, schlug Joe Rice nach Punkten. Bei einem Sportfest des Bar Kochba in Darmstadt stieß der Handballspieler Kurt Spei er die Kugel 12,66 m weit, der Mittelstürmer Bernhard Orftnebaum kam auf 12,40 Meter una der Darmstädter Wieseneck erzielte!2,19 m. Eine hervorragende Leistung in Stabhochsprung gab es beim Lcichtathletikstädfewettkampf Brünn-Preßfaurg. Hier gelang cs dem Makkabi Sch ipper 3,10 m zu überspringen. Bei den Wiener Leichtathletikmeisterschaften stellte der Hakoahner König einen neuen Makkabirckord über 400 m in 50,6 Sekunden auf; er verbesserte damit seinen alten Rekord um 0,2 Sekunden. Bei den Wiener Staffeiincistcrschaftcn konnte Hakoah (Wien) einige gute Plätze belegen. Die 4 X 100-m-Staffel sali Hakoah an 3. Stelle in 45,3 Sek. 111 der 4 x 400-m-Staffel belegte Hakoah den 2. Platz, in 3,29 Min. Durch das biendenae Laufen Blöd vs kam Hakoah in der I x 1300-m-StaffeI an 2. Stelle in 47:41,1 ein. palär Deutscher MaKKäbüfrete iil!lllllil!!lll!lilll!llll!lll!llll!|lll|IIIIM!t!!!llllllllll!lll!llll1n1l!MIIM!!l!llll1m11l!lllllllllll!ll!ll|[!llllll:lMllli Jüdischer Turn- und Sport-Club Bar Kochba-Hakoah, Berlin. Der J. T, S. C. Bar Koüiba-fiukojli Berlin ii.it mit dem 1. Oktober -rin Winter!rai hing süfgerioinmen. Trotz, größte! Be:.׳chrit nkurt״ in der Turnhallen!’ragt■ ist!׳׳, ihm gelungen, sämtliche Abteilungen in Tiirnhsllen uiitfrzti!,ringen. so dnli eine Abtr)lm1£srin.-.cl,r.1nl1ung, gegen das \!1׳!ge Jahr, nicht! mtss endig war. Die Trainingsabende der Abteilungen werden v:!1! geprmt'-n S; ■ort t1!״ rorn abgehaitvrt; es ist .1:1! 11 fl.•mir o■1,.!!׳ dil.1 Anfänger ihren! Können entsprechend üben können. 1 nt (׳ressen1 cn können ihien Kiutiilt na jedem Trainingstag vollziehe)■, oder durch die ׳ fr-■!! dt. 11 ..teile dm Glubs, Aleinekesfr.'iße 10, Telefon lliamni' 1938. X.ioh,fehend der Plan iür das Wiiifcttraining. All•11 ortrn-Hund: Miitv.och 8—10 Uhr, Grunewuld, 1 lerl'erts! r. 1; f'luttl.-Mannetalnlg.: Donnerstag 8—10 Uhr, Siegrnut11lsl!e!f 11: Wilmersdorf,׳!■ Alu lg.: Mit! «■0111־ S—10 Uhr, Grünewaltl, Heiben-ir. 1; Hotzow-Frauen: Montag 8-10 Uhr. Kaiserstral'i(20 ׳; Br,tzc,w-M;t;1ner: Mältwoeh 8—'10 Uhr, Knnerstr. 29; l. Mannerabiciiiitig: Donnerstag 8—10 Uhr, (Ir. Hamburger Str, 27; Jugcndtum-Ab! Ig.: Donnerstag 8—10 Uhr, Gr. Hamburger Str, 27; I >amen-GymnaslikabU'ilung (Chargya, Sehögva): Montag 8—9.30Uhr, Schüiicrslr. 57; Jtiuginiiflrhen-Al>1 lg.: Dienstag 8—19 Ihr, Große Hamburger Str. 27: I. MädrhonuUeilimg: Dienstag 6—8 Uhr, Gr. Hamburger Str. 27; ] )amen spoi t - Abtig.: Mittwoch 8.30—■10.30 Uhr, Schluterslr. 57; Schulet turn-Abtig.: Donnerstag 6—8 Uhr, Gr. Hamburger Str. 27; Frauentum-Alitlg.: Dienstag 8—10 Uhr, Gr. Hamburger Str. 27: I.oichta 111101 ik-Al.tlg.: Dienstag 8.30—10Uhr, Schltilci'tr. 37: Jugemls|«trt ■ Abilg.: DiVu-tag 7 8.30 Uhr, Schlüter* Straße 57: KindtraMcilung t iiatihg.: .MiUhikIi 4 —5.30 t iir, 50h!ütcretrabc 57; K i1sbcnspo!t.-AI,! lg.: .Mittwoch 5.30—7 L hr, Schlüter- Straße 57; Ciutil. Mädchen-Aiitlg.: Donnerstag 5.30—7 Uhr, Schlüter- Stralie 57; Schach-Alitlg.: Dienstag 8.30-11 Uhr, Hieibtrcustr. 50 (K. J. V.-llcim): Handball, Hockey mul FuCb.ill-piele finden aut den Sportplätzen aut Hahtiliot tlnmew.1! I. Kt ini, kcndon-O־(. Provinz- Straße, und KortiiokendoU-Ost an! S! hanuoce statt. Bar Kochba Mannheim. Am 22. Oktober begannen die Rundenspiele der Arbcitsgemcin-chatt südwes!deu!-cher iudischer Sportvertane int F111’,ball: wir hatten mit unserer 1. Fußballmannschaft einen grollen l'.rn,lg 7.11 verzeichnen. < h hing cs (!■-׳!-. unserer F.li, in einem schonm und tlotnsi Spiel d!e 1. MsntocL.uf v!un JjB. U:;en« hach 9:1 711 H'-sifgen: botetK bei Halbzeit stand der Steg mit 4:0 ziemüob si< her. Herr l.fvi vom ״S! ItiUl" Fr.mkturt «ar dem Spie] tan atilrncrk-.t mer 1.1 her. —!111 HaudbaH waren wir zutu 1, Verha'uU-ptel in DarnisUch za t,ao; wahrend a:!-e1e 2. H ,,!aUeii Imann. schau eine 4־: l-Nicdcrlage liititichmc״ muhte, vc-öa׳ unsere 1. Handhaih'U ganz knapp mit 6:5. Nachdem wir bis zur Paus«,: 5:0 im RucU-tand waren, t!,ziehen wir in einem ra-־׳hen uwi ungemein energischem Jfinl-pml das genam.tu Readtat, aber H׳.Dr reit htf es Im■■ zum Snhlt 1b!:1 i:f nicht zum Ausgleich, in Herrn Frankel, Kiankturt, lernten «ar erneut einen rcgcl-icU ten und kom-ktm Schicds■ nnbirr kenne«. Bar Kochba Leipzig hat mit dem I lallen! 1 aitung begann•:!׳!, das sich einrs lebi!!;ten Zusptuchs ertreut. Fa werden täglich 1 cdnetimerzahlen von 65 Kri.tbcn, 40 .'LöHien, 40 alten I lern•» registriert. Die Senioren-Riege (50- bis 75jährige) erscheint regelmäßig geschlossen, und!tue stramme Disziplin dient als leuchtendes Vorbild für die jüngere Generation. Sportlest in Leipzig «m 29. Oktober. Trotz schlechten!Vetters ließ sich die Ucipznger jiidi .1111־! Bevölkerung nicht abhalten, aul den! Har Kochba-Fiatz zu erscheinen, um Zeuge des auiblühenden Sportes in jüdischer Gemeitischait zu sein. Das Aushalten der Zu* schauer bei strömendem Regen wurde durch den spannenden Ver- Kaut des Sportfestes reichlich belohnt. Die Breslauer Gaste iicterten flen Maltkabim vom Har Kochba Leipzig; harte Kampfe, und besonders in den kurzen Strecken gab cs manch spannendes Finish. Während hei 100 in der Hre;lauer Stciniich den Sieg nach Hause trug, revanchierte sieh Leipzig durch Sternheim hoi (len 200 m, Die 4 mal 100 m w aren Breslau nicht zu nehmen, während aas Fußball, spiel von Leipzig in ganz überlegener Manier 4:0 gewonnen wurde, Man merkte den Breslauern an, daß sie sechs Monate 01 me Trainmigsmöglichkeit sind. Trotz des Landregens, der auf Spieler und Zuschauer niederging, wurde das Spöttlest hi• zur letzten Konkurrent! durchgeführt. Hakoah Stuttgart im Deutschen Makkabtkrei«. Der Sportverein ״Hakoah•' nimmt nach längerer I’au,w seine Tätigkeit untei neuen Bedingungen wieder aul. Nach mehreren \ orbcsprechungeti wurde auf einer Mitgliederversammlung am 29. Oktober der Besehluß gehißt, dem Deutschen Makkabikreis beizutreten. Die Hakoah steht sich damit auf den Boden des Ba-elcr Programms in dem Willen, diu sportliche Ausbildung in den Dienst einer bewußt jiidischeu Haltung und dev ziemLtischen Idee zu stellen. Neben weitgellender sportlicher Betätigung, in enger Fühlung mit den anderen süddeutschen Makkabi-Vereinen wird die ,,Hakoah‘• sieh für die jüdisch.kulturelle Bildung ihrer Mitglieder und die Förderung der Beruisumsehielitung und Wanderung im Sinne des Programms des Deutschen Makkabikreises einsetzen. Den Vorsitz (rat dankenswerterweise Herr Waller Ticfentbal übernommen, l)cr Verein wird unter der neuen Leitung eine rege \\ erbetatigkeit ent ,alten. Bereits in der konstituierenden ׳Versammlung konnten zehn neue aktive Mitglicder gewonnen werden. Interessenten wenden sich an Walter licfciuhal, Stuttgart, Rcinsburvstr, 189.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.