Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 87 (31.10.1933)
- Date
- 1933-10-31
- Page
- Seite 739 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 87, 31. X. 1933 jodische Rundschau Seite 737 Ortsgruppen AHensteln. Palästina-Beratung■. Herr Arno Lewin, Allenstein, Wiihelmstr. 20, hat die Palästina-Beratung für den dortigen Bezirk übernommen. Die Sprechstunden finden jeden Dienstag und Donnerstag, von 1,46 bis 7 Uhr nachmittags, statt, »md zwar Wiihelmstr. 20III; sonst nach tclephonischer Vereinbarung. Bielefeld. Am 23. u. 24. 10. war Herr Pollak, Berlin, in Bielefeld. Am Abend des 23. 10. besprach er im engere« Kreis unsere Arbeit für den Winter. Unter andern! regte er die Gründung einer Wlzo-Oruppe an und sprach zu diesem Zwecke vor einigen Damen der Gemeinde, die seiner! Anregungen vollstes Verständnis entgegenbrachtcn, und um die Gründling der Wizogruppe bemüht bleiben. Am Abend des 24. 10. sprach der Redner über ״Palästina als Einwanderungs- Iand“ im überfüllten Gemeiiulcsaal. Herr Pollak verstand es, durch seine Ausführungen alle Zuherer restlos zu interessieren und z.u begeistern. Der Erfolg der Veranstaltung■ war über Erwarten gut. Bremen. Die Ortsgruppe leitete ihre Winterarbeit mit einer gut besuchten Veranstaltung ein, hei der Herr Skoln i k über das Thema ״Palästina, wie es wirklich ist‘1 referlerte. Die interessanten Ausführungen des Redners fanden roßen Beifall. — Ein neuer hebräischer Anfängerkursus unter eitun g von Frau Mlnnle Rosenak wird von etwa 25 Personen besucht; an dem Fortgeschritteneti-Kursus unter Leitung• von Dr. Aber nehmen 12 Personen teil. — Auch aus unserer Ortsgruppe sind eine ganze Anzahl arbeitsfreudiger Mitglieder nach Erez Israel übergesiedelt. In diesen Tagen verlassen uns Hermann und Rosa Ostro, die zu den ältesten Mitgliedern und Mitbegründern unserer Ortsgruppe gehören. Frau Ostro hat jahrelang die Leitung der KKL-Arbeit in Händen gehabt. Wir wünschen ihr und ihren Angehörigen alles Gute bei ihrer Uebersiedlung in das Land, dem ihre Liehe und Arbeit immer gegolten hat. Chemnitz, Am 21, Okt. sprach in einer von unserer Ortsgruppe veranstalteten Versammlung Herr Dr. Frnst Marcus (Berlin). Der Saal der Gemeinde war überfüllt. Eis waren ca. 300 Personen anwesend, darunter zum erstenmal liberale Mitglieder des Gemeindevorstandes und der Gemeine! everordneten. Die Versammlung nahm mit Begeisterung die Ausführungen des Herrn Dr. Marcus auf, der historisch und aus der heutigen Situation heraus das JudenscliicUsal beleuchtete. Auel! dieser Abend brachte eine ganze Anzahl von Neiianmeldiingen zur Ortsgruppe und wir hoffen, bei weitem! Versammlungen in größerem Rahmen die gesamte Gemeinde einen zu können. Auch in der Gemcindcvertretum׳ hat sich das Bild geändert. Der Jüdischen Volkspartei ist jetzt ein Sitz, im Vorstand eingeriiumt worden, da unser Gesinnungsgenosse, Herr Rudolf Weif! köpf, vor einigen Wochen von den Gemeindeverordneten einstimmig in den Vorstand gewählt worden ist. Dt.-Krone. Anläßlich der Gründung־ einer Ortsgruppe hielt Herr Adolf Pollak einen Vertrag über ״Fünfzig Jahre jiid. Kolonisation“. Die große Zuhörerschaft folgte den Ausführungen mit tiefer Ergriffenheit. Nachdem bereits die diesjährige Spendenaktion ein erstaunlich gutes Ergehnis gebracht hat, ist nunmehr aucli die Ortsgruppe mit 40 Mitgliedern ein sichtbarer Beweis für die geleistete zionistischc Arbeit geworden. Herr Ernst Moses führt den Vorsitz, Die dem Vorfrage des Herrn Pollak folgende Aussprache eröffnete Herr Werner Schwarz mit einer prinzipiellen Ausführung über Ortsgruppenarbeit. Die erst voz zwei Wochen gegründete Dcutsch-Kroner Zionistische Vcreinigung hatte die hiesige Gemeinde zum 24. Oktober In die hiesige Synagoge zum Vortrage des Herrn Walter Fischer (Stettin) über seine Paiästinarcise eingeladen. Herr Fischer schilderte eingehend das Leben in den Städten Haifa, Tel- Awiw־ und Jerusalem, sowie in den Siedlungen. Er berichtete über die bis jetzt auf dem Lande und in den Städten geleistete Arbeit. Der Vortrag wurde von den Zuhörern mit Interesse aufgenommen. Nach dem Gesang der Hatikwah und der Beantwortung einiger Anfragen durch Herrn Fischer wurde die Versammlung geschlossen. Euskirchen (Rhld.). Am 25. Okt. Weit Dr. Leo Heilberg in unserer Ortsgruppe einen Vortrag über ״Die Araberfrage in Palästina“. Er schilderte die Lage der Araber und betonte, daß sich der Lebensstandard der Araber nach der Ein Wanderung der Juden bedeutend gebessert habe. Nach dem Vortrage beschloß man, eine Arbeitsgruppe für Palästinakunde zu schaffen; diese wird ain 2. Nov. zum ersten Male unter Leitung von Dr. Leo Heilberg zusamnientreten, Gleiwltz, Die Ortsgruppe des Verbandes jüdischer Frauen für Palastinaarbelt stellte bei ihrer Zusamrrienkunft am 18. Okt. ihren Arbeitsplan auf. Man legte hierbei besonderen Wert sowohl auf die Aktivierung• einer möglichst großen Mitgliederanzahl als auch auf das paritälische Zusammenwirken zionistischer und nichtzionistischer Frauen. Mit der Leitung wurden Frau Käthe Ehrlich und Frau Irma Gaßmann beauftragt. — An Lehrkursen sind zunächst vorgesehen; Bibelerklärung (durch Rabb. Dr. Ochs); Pa* lästinakunde; eine Anleitung zur koscheren Hauswirtschaft; ferner will die Ortsgruppe außer den bereits bestehenden neue hebräische Kurse einrichten. Auch kulturelle Vcranstaltungen werden vorbereitet, z. B. Filmvorführungen und zu Chanukkah ein Abend hebräischer und jüdischer Lieder, für den sich Herr Fleischer mit seinem Kinderchor zur Verfiiginig gestellt hat. — Die Zusammenkünfte der Ortsgruppe werden regelmäßig nach dem 1. und 13. eines jeden Monats statt finden, f Nächste Besprechung ant 1. Nov., >45 Uhr.) — Zu der bereits angekündigten Neuordnung der ״Zionistischen Ortsgruppe“ wird noch ergänzend berichtet; Man wird sich in den kommenden Monaten neben den bisher behandelten Problemen der Assimilation vor allem mit der Geschichte des Palästinaaufbaus und der Entwicklung der Siedlungen beschäftigen. — Die Einrichtung einer zioinistischen Bibliothek wurde in Angriff genommen. — Für die Turnabende an jedem Montag zwischen 6—8 Uhr abends (Turnhalle, Freunstraße) gilt folgende Einteilung; 6—7 Uhr Kinder- 7—8 Uhr Männer- und Frauenturnen. Hannover. Z Ion i י t i s ch e Wo ch e, Vom 18—22. Okt. wellte Herr Adolf Pollak hier, um die Arbeit der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe, die seit kurzem in verstärktem Maße aufgenommen worden ist, zu unterstützen» Herr Pollak sprach am 19, Oktober in einer Zusammenkunft der Wizo über ״Das Werk der jüdischen Frau in Erez Israel". Am 20, Old. erzählte er in einer zwanglosen Zusammenkunft von zionistischen jugendbiinden, von der Entstehungsgeschichte und der Arbeit des Nationalfonds, und am 21, Okt, sprach er in einer großen Versammlung vor ca. 400 Personen im Kiimtlerhause. Das Thema; ״Deutsche Juden und Palästhia“ hatte aus allen Kreisen der Gemeinde zahlreiche Bc- Sucher angelockt, die den stärksten Eindruck von der Ver- Sammlung empfingen. Eine Fülle von Anfragen wurde an Herrn Pollak gerichtet, die das starke Palästina* Interesse bekundeten. Es ist *u hoffen, daß der Appell des Versammlungsleiters, des Herrn Rechtsanwalt Goldstein, in die Zionkttsche Ortsgruppe einzutreten, überall auf Resönatu stoßen wird. Mit dem Gesang der Hatikwah wurde die Kundgebung escliloascri. —■ Am 22, Okt. versammelten sich in der Aula es Gemeindehauses die hauptsächlichen Träger der zionistischen Arbeit in Hannover und den benachbarten Orten, wie Hameln, Hildeshelm, Peine u. 8. zur Beratung. Der neue Sekretlr der Ortsgruppe, Herr Dr. Walter Groß, wird in den nächsten Monaten die einzelnen Plätze besuchen. Kleve. Zu den Orten, in denen die zionistische Arbeit keinen Fuß fassen konnte, gehört auch Kleve. Erst die Ereignisse der letzten Monate haben hier die Einstellung jüdischen Problemen gegenüber grundlegend geändert. Eine Gruppe junger jüdischer Menschen, die dem Palästina- Gedanken bisher wenigstens nicht ganz fern standen, gelang es, den Israelitischen Frauenvercii! für die zionistische Sache zu gewinnen. So konnte am 22. Okt. Dipl.-Ing. Paul Kaufmann (Köln-Klettcnberg) einen Vortrag über ״Palästina und die deutschen Juden“ halten. Der Vortrag war für hiesige Verhältnisse außergewöhnlich gut besucht. Paul Kaufmann erntete reichen und verdienten Beifall. An diese erste Veransialtung haben sich sofort die verschiedenen Werbeaktianen für den Keren Hajessod, K ICL und eine Z. O. G. angeschlossen. Wir haben das feste Vertrauen, daß unsere Arbeit erfolgreich sein wird. Kurt L e f f in a!1 n. Mannheim. Die Ortsgruppe wird eine durch die Zcitverhähnisse bedingte Tätigkeit in verstärktem Maße im komtuenden Winter entfalten. Eine Reihe führender Mitglieder hat bereits ihren Wohnsitz nach Palästina verlegt. Zu einer stimmungsvollen Abschiedafeier gestaltete *ich der Abschied des verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden der Ortsgruppe, Herrn Dr. Hildesheimer. Als Nachfolger von Herrn Dr. Hildesheimer hat Herr Dr. Steinfeld da9 Amt des Vorsitzenden übernommen. Ein großer Propagandaabend wird tn den ersten Tagen des November mit einem Referat von Dr. K 1 e e-Berlia stattfinden. Eine enge Zusammenarbeit mit der Jugend wird Im kommenden Winter die besondere Aufgabe der Ortsgruppe sein. Dr. O. S. Arbeitstagung pommerscher Zionisten In Stettin am 4. und l. November. Sonnabend, den 4. November, abends 8>'•> Uhr: Weihestunde in dor Ocmeinde-Svnagoge Stettin, Grüne Schanze. Die von musikalischen Darbietungen umralimte Ansprache hält Herr Dr. Ernst Marcus, Berlin. — Sonntag, den 5. November, vorm. 10 Uhr: Arbeitstagung pommerscher Zionisten in den Räumen der Allcmatiia-Loge, Stettin, Friedrich-Karl-Str. _3, I Trp, Das Hauptreferat hält Herr Dr. Ernst Marcus, Berlin. Als Parailel-Veranstaltung: Arbeitstagung der pommersclien zionistischen Jugend im Bar-Kochba- Heim, Stettin, Klosterhof 3, 1 Trp. Leiter der Veranstaltung: Max Weiner, Leiter des Beth-Chaluz, Stettin. ■Sonntag, den 5. November, nachm. 3'•; Uhr: Zionistische Jugfndversammlung (mir für Jugendliche) im Bar- Kochba-Heim, Stettin, Klosterhof 3, I Trp, Hauptreferent: Dr. E. Sereni vom Palästina-Amt, Berlin. Für dip ausw artigen Teilnehmer an der ,,Weihestunde‘1 am Sonnabend Ist das Bar Kochba-Hcim, Klosterhof 3/1, den ganzen Nachmittag geöffnet. Dort werden alle näheren Informationen erteilt. Schwedt 0. O. Am 15. Oktober sprach Herr Adolf Pol* lak (Berlin) vor den Oemeindemitgliedern von Schwedt über ״Palästina als Einwaridemngsland“. Der Redner fesselte seine Zuhörer aufs tiefste durch seine überzeugenden Darlegungen über die Wichtigkeit, die heute Palästina als Eunvandcrungs■ land spielt. — Ein hebräischer Sprachkursus, an dem 20 Personen teilnehmen werden, ist in Vorbereitung. — Auch die KKL-Aktion ist mit gutem Erfolg durchgeführt worden, Stuttgart. Eindrucksvolle Kundgebung der Jewish Agency. In einer vom Württemhcrgischen Landesausschuö für den jüdischen Aufbau Palästinas cinberufenen Veranstaltung! zit dCf über 800 Personen erschienen waren, sprach am Sonntag, dem 22. Oktober, Dr. Michael Traub (Berlin) über ,,Palästina, Tatsachen und Entwicklungsmögllchk eiten“. Nachdem der Vorsitzende des Wiirttemb. Lamlcsatisscliusses, Herr Min.-Rat F>r. Otto Hirsch, den Abend mit einer herzlichen Begrüßung der sehr zahlreich ersehienenen Gäste eröffnet hatte, entwarf Dr. Traub ein überaus anschauliches Bild der Entwicklung jüdischen Lebens in Palästina während der letzten 15 Jahre. An Hand eines sehr eindrucksvollen Zahlenmaterials schilderte er die rapide Zunähme der jüdischen Bevölkerung in Erez Israel durch Ein* Wanderung und natürliche Vermehrung und — in anschaulieber Gegenüberstellung — das düstere Bild der Abnahme der jüdischen Bevölkerung ln den meisten Oaluthländern, sowohl durch Sterblichkeitsüberschuß wie durch Abwanderung, Der Redner kam dann auf die Beziehung der palastincnsischen Juden zur Landwirtschaft zu sprechen. Gerade hier wurde, vor allem durch die Schilderung eigener Erlebnisse im Lande, klar, Wie gewaltig das bis jetzt geleistete Aufbauwerk ist, aber auch mit welch schweren Opfern all das erkämpft werden mußte und auch heute wieder in den neuen Siedlungsgebieten, wie in Wadi Chawarlth, von den jüdischen Arbeitspionieren erkämpft werden muß. Dr. Traub zeigte ferner die schnelle Entwicklung der jüdischen Industrie in Palästina auf, die noch vor wenigen Jahren recht unbedeutend war und heute bereits ca. 50 000 Menscheu ernährt. Hand In Hand damit geht die Entwicklung des Handels, der in Erez Israel, eingebaut in eine not male ökonomische Struktur der jüdischen Bevölkerung, eine gänzlich andere Bedeutung bat als in der Golah. Nachdem Traub noch mit besonderem Nachdruck auf die eislägen Positionen, die das jüdische Volk in Palästina csltzt, hingewieien hatte, behandelte der Redner zum Schluß noch eingehend das Ara b er problem und endete mit dem Hinweis, daß auch heute noch zum Gelingen des Aufbauwerlcs in Palästina nicht nur Kapital und Initiative, sondern auch hingebungsvolle Mitarbeit der jüdischen Menschen notwendig ist. Mit der Aufforderung an die Anwesenden, das jüdische Palästinawerk des Keren Hajessod nach Kräften zu unterstützen, sehlofi Min.-Rat Dr. Hirsch die glänzend verlaufene Veranstaltung. Tilsit. In der Zionistischen Ortsgruppe sprachen Max Jafffe über den Verlauf des Prager Kongresses und Manfred Hösel über das Thema ״Vier Kongreßreden'‘. Anschließend gab seitens des Vorstandes Herr Rabbiner Dr. Rösel einen Ueberblick über die künftige Arbeit der Ortsgruppe. Nächste Abfahrten nach Palästina (mitgeteilt vom Ealestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Frledrichstr. 100). Martha Washington 8. 11, ab Trleit Polonia 8. 11, ab Konstanza Vienna 9. 11, ab Genua Patria 10. 11. ab Marseille italia 15. 11, ab Triest Sphinx 17. 11, ab Marseille Martha Washington 22. 11, ah Triest Helouan 23, 11, ab Genua Theophile Oautier 23, 11, ab Marseille Mariette Pacha 24. 11, ab Marseille Polonia 29. 11, ab Konstanza Italia 29. 11, ab Triest Patria 1. 12. ab Marseiile, Nähere Auskünfte und Platzbestellungen durch Palestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Frledrichstr. 100 (am Bahnhof Friedrichstraße), Telephon: Aß Merkur 2915. Aus Kunst und Wissenschaft Arbeitsgemeinschaft für iüdische Erbforschung und Eugenlk. Beim jüdischen Kulturbund finden in! Rahmen der Arbeltsgeineinschaft für jüdische Erbforschung und Eugenik drei Einzelvorträge statt, Es referieren; 1. Dr. W. Nußbäum; ״Grundlagen der menschiichen Erblehre“; 2. Pro[. Cora Berliner: ,,Berufsschichtung 1m!J Berufsumschichtung“; 3, Dr, Ernst Holländer: ״jüdische Familicnforschling“. Max Vredcnburg, der bekannte jüdische Komponist aus dein Haag, ist vom Mnkkabi-Verband mit der Komposition eines Makkabi-Marsclics beauftragt worden. Es soll in Palästina ein Preisausschreiben fiir einen hebräischen Text hierzu veranstaltet werden. Das Vorspiel op, IS (zu einem Palästiiieasisciien Volksstück) von Max Vrcdeiiburg, das zu einem Stück der Ha bi muh bestimmt ist, soll am 13. Nov. im Hilversum-Rundfunk in einem europäischen Konzert, das über alle großen Sender Europas weitcrgcleitct wird, gcspielt werden. Uraufführung. An dem am Sonntag, dem 5. Nov., abends 8 Uhr, im Logensaal, Kleiststr. 10, von Erna Klein und Frida WeberTIeßburg unter Mitwirkung von Wilhelm Outtmann, Willy Rosen, Heide Sachs und Joachim Julius Licbau v«ranstalteten ״Bunten Abend“ findet die Uraufführung des ran dem Berliner Komponisten Edgar Cleve komponierien Wiener Walzers ״So schallt’s durch den Wiener Wald“ statt. (Text von Hanns Benario.) Der Walzer wird gesungen von Frida Wcber-Fleßburg, der Komponist bcgleitet selbst am Flügel. Von den UnferricMsansfallen Das Jüdische Kinderheim, Berlin N 54, Fehrbclliner Sfr. 92, beginnt am E November EH! mit ein ein Kursus zur Vorhe!eit!mg auf den I1;1;!s-,virtsc!!af;|icl!e!1 Emmi, in 1 amilien oder Heimen. Ktirsdatier: 6 Monalo. Anleitung im GrnltkiicliHibetrieb, in der 1 Imisarheit und VTamhlmi 110׳, Mitarbeit itn Kindergarten und Hort. Koclumtcrrirht für bürgerliche־ Küche wird von einer I!auswirfschaftslehrenn erteilt. Enterrieht in! Weißnähen, Flicken, Stopfen, Fmeliuiieslelire. Ilerufsknmle und Gesimdlicitsichrc. An einen etwaigen Aufbau mit vertiefter pädagogischer Ausbildung ist gedacht. Der Kursus wird von bewahrter! Kräften geleitet. Kosten: 25 R.M. im Monat, einschließlich Mittagessen und Vespergetränk. Einige Plätze ständen auch mit ganzer Pension zur Verfügung. Teilnehmerinnen wenden siel! zwecks Aufnahme an die I.eiterin Erl. Annemarie!. a q 1t c r, oder an das Berufsamt der Jiid. Gemeinde, Rosenstr. 2/4, Frl. Eu/ie Zobel, Palästina - Hinweise ,»Alijah“. Die 4. Auflage der amtlichen Informationsbroschürc des Palästina-Amtes der Jewish Agency ,,Alijah“ enthält alles Wissenswerte fiir den Palästina-Interessenten. Sie gibt Auskünfte über Einwanderungs-Bestimmungen. Reise- Verbindungen, Paßvorschriften, Kapital-Transfer, Devisenfragen, Wirtschaftsfragen, Arbeitsmarkt, Zollfragen, Export- und Importziftcrn, palästinensische Steuern, hygienische Fiagen, Ansiedlungsmöglichkeiterl, Verwaltung von Palästina und vieles andere. Wir empfehlen unseren Lesern, diese Broschüre zu lesen, ehe man sich an das Palästina-Amt oder andere Auskunftsstcllen wendet, dn der größte Teil aller Fragen in der ״Alliah“ ausführlich beantwortet ist. Pie ,,Alijah“ ist durch das Ralästlna-Amt, Berlin V 13. Meine](estr. 10, und seine Provinz-Vertrauensleute zum Preise von 0,75 RM. zu beziehen. * Auto-Reiseroute Berlin—Jerusalem. Mit Rücksicht auf zahlreiche Anfragen an das Palästina-Amt ist nunmehr eine Auto-Reiseroute Berlin—Jerusalem nusgearheitet worden. Die Gesamtlänge der Tour beträgt 4BK) km. Sie fuhrt über Prag, Budapest, Belgrad, Sofia, Konstantinopci, Angora, Haifa. Die Zusammenstellung ist gegen Voreinsendung von 2 RM. beim Palästina-Amt, Abteilung Allgemeine Beratung, Berlin VE 15, Mtinekestr, 10, zu beziehen. Für Inserenten ans Palästina. Wir geben bekannt, daß die Buch! ־.and hing Leo Bl iinuicin, Tei-Aviw, .־׳ w claih-Berijamin Street 48, ferner die Firma Palestine Economic Service, Tel-Awhv. 35 Grysenbergstr., Inserate fiir die ״Jüdische Rundschau“ entgegennehmen, Vermischtes Das Palästina-Amt Berlin bittet mit Rürksirhf auf die starke Beanspruchung durch schriftliche Anfragen und die durch deren Beantwortung entstehenden erheblichen Enkosten, jeder Anfrage einen Unkosten beitrag in Höhe von 1 M. beizufügen. Die Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina beginnt ihre diesjährige Winterarbeit mit einer Veranstaltung am Mittwoch, 1. November, abends 8V* Uhr, Im Logenhaus, Kleiststr. 10, mit einem Vortrag von Herrn Dr, Sereni; ,,Die Frau als Pionierin beim Aufbau Palästinas“. Anschließend werden Lichtbilder der Wizo-Finrichtungcn in Palästina gezeigt• — Einladungen, die als Einlaßkarten gelten, sind in der Geschäftsstclle Meinckesir. 10 erhältlich. Bibliothek der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Die Lesehall«, Fasanenstr. 79, ist von nun an Sonntag bis Donnerstag von 5—8 Uhr geöffnet, Der ״Habonfm" sucht für sein Heim im Westen zirka 50 Hocker oder einfache Stühle. Mitteilungen an Mirjam Weitzmann, J 7 2757. Jüdische Hauspflege. Nachdem siel! der paritätisch arheftende Verein Hauspflege aufgelöst hat, hat der Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes eine jüdische ״Hauspfege“ unter der Leitung der früheren zweiten Vorsitzenden dei Vereins Hauspflege gegründet. In Familien, in denen die Matter krank oder abwesend Ist, werden Hauspfiegcrhiricn cschickt, die den Haushalt in Ordnung halten, die Kinder ctreucn und der Kranken, wenn sie im Hause ist, die notwendigen Handreichungen machen. Ebenso werden Haus- Pflegerinnen evtl, stundenweise zu hilfsbedürftigen, alleinstehenden Personen geschickt. M c l d e s t e 11 e n u n d Auskuiift: Frau Neumaiin, W 02, Burggrafcnstr. 3, Tel. Darb. B 5 1590. Sprechstunde täglich 9—1(1 Uhr; Frau Kei 11 off, NO 55, Prenzlauer Allee 15, tcl. Königs! E 3, 0926, Spreelistunde außer Dienstag tilg!. 9—10 Uhr; Frau Kaufmann, N, Excrzlerstr. Ha, jiid. Krankenhaus, Tcl. Wed׳.!. I) 6, ■1416, Sprechstunde tiigl. 9—1 Uhr, Somiab, 10—1 Uhr. Holland. Wir gehen bekannt, dr»R Herr E. F r c y c r, Amsterdarn-Z, Maasstf. 82, Inserate fiir die ״Jüdische Randschau“ aufnimmt und aut schriftliche Aufforderung gern per- «örtlich zur Verfügung steht. Der Hilfsverein für die jüdischen Taubstummen in Deutschland E. V. hat wie im Vorjahre auch für den kommenden ,Winter « diesmal in drei Räumen