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Jüdische Rundschau · 1933-10-27 · Heft 86 (27.10.1933) · p. Seite 708

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 86 (27.10.1933)
Date
1933-10-27
Page
Seite 708 (sequence 4)
Language
German
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Seite 706 Nr. 86, 27. X. 1933 Nr. 8 Regierung zeigt auch so deutlich, daß sie diesmal keinen Spaß versteht, daß die Sache eigentlich vorbei ist, bevor sie angefangen liat. ln der Straße, die zum Government House führt, unweit von der großen Kirche der Notre Dame de France, ist eine der bekannten arabischen Schulen. Hier ist ein großer Auflauf, es werden Reden gehalten. Als schließlich der Zog sich vom Tempelplatz in den engen Straßen der Altstadt in Rewegurig setzt unter einer Garde von Polizisten, kommt er nicht weit. Beim Durchgang zur Straße zur Regierung riegeln die Polizisten immer einzelne Trupps ab. Ein großer Teil der Menge hat sich bereits zerstreut, und was übrig bleibt, sind voneinarider getrennte Kolonnen, zuerst Frauen in den schwarzen Stadtgewändern der Mosleminnen, dann eine Gruppe von Städtern, denen man zu einem großen Teil die Intellektuellen ansieht, darunter verschiedene Führer der Bewegung mit Musa Kasim Pascha, dem Vorsitzenden der Exekutive, an der Spitze. Bei einem der Versuche, durchzubrechen, bedient sich die Polizei ihrer Knüttel, es gibt ein paar Verwundete unter den Demonstranten, ein paar unter den Polizisten. Nach ein paar Stunden wird der Kordon gelöst, und sehr bald gewinnt die Sladt ihr früheres Ansehen und den gewohnten Verkehr• Freilieh sicht man auch noch am nächsten Tag in den Außenvierteln die Tanks stehen und starke Patrouillen die Stadt durchqueren. III. Die Grunde für die Aktion. Die steigende Einwanderung der letzten Monate hat ohne Zweifel einen großen Eindruck auf die arabische Ot'ffenilidikeit gemacht Schon an sich waren die Zahlen nicht unbeträchtlich, und es ist kein Wunder, daß die arabische Press■■ überdies noch den weitesten Uebcrtreibungen Raum gab. D,;e Ziel der arabischen Nationalbewegung, Palästina als ein arabisches Land zu erhalten und. wenn es schon nicht rein arabisch sein könnte, wenigstens ein zu rnsches und gründliches Anstei gen des jüdischen Einflusses 7.11 verhindern, schien durch eine Weile der jüdischen Immigration bedroht. Dabei entstand bei sehr vielen ein Konflikt zwischen dem allgemeinen Wunsche rach Verhinderung der Einwanderung, bzw. dem Traum einer nrabiseh.m Unabhängigkeit, und den unverkennbaren großen Vorteile«, die der jüdische Geld- und Menschen ström dem l ande brachte und bringt. Große Teile der arabischen Bevölkerung verdiene n an den Juden. Araber verdienen an Bodenkaufen, es wird Raum für eine große Anzahl der arabischen Arbeitskräfte, da schließlich in den jüdischen Unternehmungen, vor allem in den Plantagen, nicht nur Juden beschäftigt werden, arabische Bauern haben einen weiten Absatzmarkt für landwirtschaftlicFie Produkte, da der Konsum steigt. Andererseits gibt es Gegenden und Kreise, die von der Initiative der Juden nicht berührt werden; das ist ein Teil der Berggegenden und die Distrikte des primitiven Getreidebaus; und gerade dort, wo auch heute, in der Zeit der Prosperität, unter den Fellachen ungeheure Armut herrscht, trifft die Propaganda besonders fruchtbaren Boden. So wurde denn versucht, gegen die Immigration zu defflonstrieren, und man erhoffte sich davon einen Druck auf die Regierung, die gerade jetzt in den nächsten Tagen die Zahl der Einwanderungserlaubnisse für das nächste Halbjahr zu bestimmen hat. Und während die arabische Exekutive sich so gegen die Behörden wandte, stand sie selbst unter einem scharfen Druck- Ihre Stellung ist in der letzten Zeit ziemlich erschüttert worden. Innerhalb ■des arabisehen Lagers gibt es tiefgehende 'Meinungsunterschiede über taktische Fragen, die noch durch persönliche Gegensätze verschärft werden. Wie immer in solchen Fällen besteht die Tendenz, sich gegenseitig in extremistischen Forderungen und Taten zu überbieten. Vor allem drängt eine Jugend nach1, die ganz in den Begriffen der nationalen Bewegung erzogen ist, sie ohne Kompromisse aufgefaßt haben will und denen es bei d::;1 ״Alfen" viel 711 langsam und lau zugeht. Diese Jungen, die Angst vor einem Ueberhandnehmen der Immigration lind die Hoffnung, die Regierung ihren Wünschet! geneigter zu machen, zwang am 13. Oktober die Führer selbst auf die Straße und zu einem Handgemenge mit der Polizei. IV, Die letzte Entwicklung der arabischen Bewegung. Wahrend der letzten Jahre wird vielfach unter der jüdischeu Oeffenflichkeit angenommen, daß die arabische Nationalbewcgung keine weiteren Fortschritte zeige. Dieses ist ein Irrtum, Die arabische Presse hat sich während der letzten Periode entwickelt, sic zeigt eine ansteigende Linie im Umfang und auch eine gewisse Hebung des Niveaus, ihr Leserkreis erweitert sich. Wenn es noch eines besonderer! Beweises für den Fortschritt der Bewegung bedurft hätte, so lieferte ihn jener TL Oktober. Es ist nicht mir die Tatsache wichtig, daß der Streik 711 einem weiten Ausmaße gelang. Es ist beöeuts.un, daß man zum ersten Male den arabischen Intellektueli c 11, den Führer, selbst auf der Straß e sah. Bisher überließ er die Ausführung der von ihm beschlossenen Aktionen der Masse, den Fellachen, die aus den umliegenden Dörfern geholt wurden. Dieses Mai war es anders. Ohnedies war der Zustrom der Landbewohner gering, da das Militär jeden Versuch, in Massen in die Stadt zu kommen, vereitelte. Aber die Führer hätten in jedem Falle ihnen nicht allein die Arbeit überlassen. Und es ist interessant, daß die arabische Presse sich gerade bemüht, nicht nur ihre a n t i z i o n i - s tische Haltung klarzustellen, sondern rund heraus zu erklären, daß das zentrale Angriffsziel in der Mandatarmacht selbst zu suchen sei. V. Die Zertifikate*) Mit Spannung •wird nun die Entscheidung der Regierung über die Zahl der Einwanderungserlaubnisse für das nächste Halbjahr erwartet. Das Problem der Immigration steht ja heute im Mittelpunkt des Interesses. Einerseits ist der Druck, der auf fast allen Teilen der Judenheit lastet, so schwer, daß eine Abhilfe unumgänglich ist, und Palästina ist heute eines der wenigen, wenn nicht das einzige Ein wanderungsland für Juden. Andererseits ist der wirtschaftliche Aufschwung so gewaltig und die Nachfrage nach Arbeitskräften so groß, daß eine beträchtliche Einwanderung ein dringendes Bedürfnis des Landes darstellt. Müssen doch ganze Projekte aufgeschoben, angefangene in der Ausführung ver• iangsamt werden, weil weder die nötigen Arbeiter noch die ausreichenden Fachkräfte aufzutreiben sind. Dennoch darf man im Zusammenhang mit der Ausgabe der Zertifikate für den ף Wir geben auch diesen Abschnitt des Berichtes unseres Korrespondenten unverändert wieder, obwohl inzwischen die Entscheidung der Palästina-Regierung bereits bekanntgegeben wurde. Der Bericht unseres Korrespondenten zeigt, wie diese Frage vor dem Beschluß der Regierung beurteilt wurde. jüdische Rundschau Winter keine zu weitreichenden Hoffnungen hegen. Die Regicrung ist zu vorsichtig, um plötzlich in dieser Frage große Zugeständnisse zu machen. Sie fürchtet sich wohl vor den schlechteren Zeiten, die auch einmal wiederkommen können, aber es handelt sich darüber hinaus um politische Oesichtspunkte, die entscheidend in die Wagschale fallen. Ohne Frage wird die Demonstration am vergangenen Freitag ihren Eindruck in dieser Hinsicht nicht verfehlen. Die Regierung wird es zwar ablehnen, die Einwanderung zu stoppen und sich dem Drucke zu beugen; sie wird aber auch die Gegnerschuft der Araber nicht auf die Spitze treiben wollen. Unter diesen Umständen wäre die Bewilligung von 7000 bis 8000 Zertifikaten schon als ein beträchtlicher Erfolg des politischen Departements der Agency, das die Verhandlungen mit dem Oberkommissariat führt, zu buchen. Die jüdische Oeffentlichkeit dürfte sich jedoch mit dieser Rate keineswegs zufrieden geben. Von dieser Zahl gehen noch verschiedene Avancen ab, die die Regierung bisher auf Konto des nächsten Zertifikatpakets gegeben hat. Von der Gesamtzahl der Zertifikate wird ein betrachtlieber Teil, aller Wahrscheinlichkeit nach 35 »;0, a u f De u t s c hlaud entfallen. Die Palästina-Regierung hat verschiedentlich den Wunsch geäußert, daß gerade Deutschland in besonderem Maße berücksichtigt werd e n s o 11 und auch die leitenden jüdischen Instanzen tendieren in derselben Richtung. Jedoch ist auch in anderen Ländern der Druck ganz gewaltig, so daß er berücksichtigt werden muß. Nicht nur aus den verschiedensten Ländern Europas, sondern auch aus manchen Gegenden Asiens kommen Hilferufe von Juden, die nach Palästina gehen wollen und müssen. So braucht Saloniki, dessen Judengemeinde in einer ungewöhnlich schweren Lage ist, dringend Zertifikate und unter ihren Auswanderungsbedürftigen sind viele Hafenarbeiter, die gerade jetzt für die Arbeit an den Kais von Haifa wichtig sind. Aus Persien und Afghanistan kommen Gesuche von bucharischen Juden, die aus Rußland flüchten, dort nicht bleiben können und nach Palästina kommen wollen und müssen. So verteilt sich der Druck auf weite Gebiete und muß bei der bevorstehenden Verteilung berücksichtigt w׳erden. Ein besonderes Problem bilden die deutschen Juden in den Deutschland umgebenden Ländern, die einwandern wollen und in der deutschen Quote berücksichtigt werden müssen. Um eine Einheitlichkeit der Aktion zu sichern, wird die Verteilung dieser Zertifikate im Einverständnis mit dem Palästina-Amt Berlin durchgefiihrt werden. * Man darf annehmen, daß der neue scharfe Kurs der arabischen Bewegung eine gewisse Zeit anlialten wird. Die nächste Aktion, eine Demonstration in Jaffa, ist bereits für den 27. Oktober angesagt. Dennoch bestehen im Moment keinerlei Gefahren für irgendwelche Zusammenstöße oder ernstere Verwicklungen. Die Prosperität muß ihre beruhigende Wirkung ausüben und den politischen Schwierigkeiten die letzte Spitze abbrechen. Zudem ist die Regierung viel zu wachsam, um irgendwelche Gefahren zu übersehen. Wie wachsam sie ist, hat sie am 13. Oktober bewiesen. Arbefienxtangei in Jerusalem Jerusalem, 23. Oktober. (J.T.AG Die in Tel-Awiw erscheinende hebräische Tageszeitung ,,Dawar“, das Organ der Arbeiterorganisation, beschäftigt sich im Leitartikel ihrer letzten Nummer mit dem Problem des Arbeitermangels in Jerusalem. Die Stellung, die sich der jüdische Arbeitcr auf dem Arbeitsmarkt der Hauptstadt in jahrelanger mühseliger Arbeit errungen habe, sei nunmehr, insbesondere im Baugewerbe, dadurch bedroht, daß ein Zuzug jüdischer Bauarbeiter nach Jerusalem nicht mehr erfolgt. Im Arbeitsvermittlungsamt seien weder gelernte noch ungelernte jüdische Arbeiter für das Baugewerbe vorgetnerkt, da alle in Tel- Awiw, Haifa und den Kolonien Beschäftigung gefunden haben. Die rumanisdie Judenpolitik Bukarest, 24. Oktober. (J.T. A.) Der rumänische Mlnisterpräsident Dr. Alexander Vaida Vocvod empfing den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Bukarest, Sigmund B i r m a n, in längerer Audienz und erörterte mit ihm eine Reihe aktueller, die jüdische Bevölkerung betreffender Fragen. Birman überreichte dem Ministerpräsidenten eine Denkschritt, in der die hohen Leistungen der Jüdischen Gemeinde auf kulturellem und sozialem Gebiet, in Unterrichtswesen und Wohlfahrtspflege, dargestellt werden. Im Verlaut der Unterredung kam der Ministerpräsident aut die politische Seite der Judenfrage im Zusammenhang mit der in letzter Zeit in Rumänien sich geltend machenden antisemitischen Bewegung zu sprechen und legte gegen jene Erklärungen Verwahrung ein, in denen er beschuldigt wird, der jüdischen Bevölkerung gegenüber eine unfreundliche Haitung an den Tag zu legen. Das Organ der nationalzaranistischer. Regierungspartei ״Dreptatea“ veröffentlicht einen scharfen Protest gegen die- ]enigen Zeitungen, die der Regierung den Vorwurf machen, sie nabe gegen die antisemitische Propaganda keinerlei Maßnahmen ergriffen. ״Die Regierung“, schreibt das Blatt, ״ist entschlossen, Ruhe und Freiheit aller Bürger gegenüber denjenigen zu sichern, die Haß verbreiten und im Land eine Atmosphäre von Unsicherheit schaffen.“ In ihren Kommentaren zu dieser halboffiziellen Reglerungserklärung wirft die demokratische Presse die Frage aut, ob es möglich sei, auf Erklärungen zu bauen, die offenbar nur dazu bestimmt seien, die öffentliche Meinung zu beruhigen. Wenn die Regierung wolle daß man ihren Erklärungen Glauben schenke, müsse sie darauf sehen, daß die zur Bekämpfung radikaler Strömungen geschaffenen Gesetze auch in der Praxis zur Anwendung gelangen. Sprachenfrage In Karpathorußland. In der letzten Sitzung der Stadtrepräsentanz in Uzhorod (früher Ungvar), der Hauptstadt von Karpathorußland. wurde aut Grund des Ergebnisses der letzten Volkszählung die Frage der amt• liehen Sprachen behandelt. Da laut der Statistik die. Zahl der Ungarn unter 20 «/* gesunken ist, wurde die ungarische Sprache aus der Reihe der anerkannten amtlichen Sprachen gestrichen. Im Namen der Jüdischen Partei erklärte Bela Szterdny, die Jüdische Partei stimme für die Durchführung der gesetzlichen Vorschriften, doch solle nunmehr die hebräische Sprache unter die amtliehen Sprachen aufgenommen werden, da die Judenheit in Uzhorod mit 23,10 ס/« eine qualifizierte Minderheit bildet. Die Kommu* nistische Partei fordert hingegen die jiddische Sprache, welche ihrer Meinung nach von 80«/« der Uzhoroder Juden fesprochen wird. Die Repräsentanz wird *ich mit dieser rage später befassen. ' « Gegen antideutschen Boykott Palästinensische Pressestfmroen Wie in anderen Ländern, ist auch in Palästina eine Propaganda für den Boykott deutscher Waren geführt worden. Diese Propaganda wurde von den jüdischen offiziellen Stellen nicht unterstützt. Selbstverständlich steht die jüdische Oeffentlichkeit in Palästina gegnerisch zu der Handhabung der Judenpolitile in Deutschland, aber weite Kreise lehnen besonders in Palästina den Boykott dentscher Waren ab. Das palästinensische Judentum, in seinem Denken zionistisch geschult, ist der Auffassung, daß nicht durch derartige Demonstrationen die Judenfrage gelöst werden kann, sondern daß die Judenfrage von den Juden selbst gelöst werden muß, und zwar in erster Linie durch den Aufbau des Jüdischen Nationalheims. Die in Deutschland entstandenen Schwierigkeiten sollen, so wird argumentiert, nicht unter dem Gesichtspunkt innerdeutscher Angelegenheiten beurteilt werden, sondern von Palästina her. Interessanterweise haben in der letzten Zeit hebräische Zeitungen Palästinas, die _ sonst im allgemeinen nicht in ihren Anschauungen übereinstimmen, sich schart gegen den antideutschen Boykott ausgesprochen. Im ״D o a r Hajo m“, der Jerusalemer rechtsstehenden Tageszeitung, veröffentlicht der Führer der Pflanzcrorganisatioi!, Mosche Smilanski, einen Artikel, in welchem er die verantwortlichen Stellen der Exekutive wegen mangelnder Tätigkeit für die jüdische Einwanderung aus Deutschland angreift. Dabei kommt er auch auf die Boykottaktion zu sprechen und erklärt, man dürfe bei der Behandlung dieser Frage nicht den Nachdruck auf Kampf und Rache, empfind ungen legen, sondern man müsse in erster Linie an das Werk des Aufbaus denken. Nach dem Weltkrieg, so schreibt Smilanski, hat eine eigentümliche Psychose überall Platz gegriffen, man schwelgt in Kampfeserklärungen, reizt die Gefühle auf und erstickt das Denken. Auch bei uns in Palästina wird es von Menschen übel genommen, wenn jemand fragt, was ein solcher ״Kampf“ bedeuten soll und was man davon erwartet. Für uns ist nicht die Rache die Hauptsache, sondern die Rettung und das jüdische Werk. Die Gelcisammlungen in Palästina auf der einen Seite, die nicht genug für die erste Flüchtlingsfürsorge aufbrach• ten und die Boykottparole auf der anderen Seite haben die Privatinitiative, die Mobilisierung der Mittel der deutschen Flüchtlinge, die allmähliche Liquidation ihres Besitzes mit Hilfe und Erlaubnis der deutschen Regierung, erstickt und gc• schwächt. Zu gleicher Zeit wendet sich der Redakteur der Arbeiterzcitung ״Da \v ar“, Mosche Beilinson, ebenfalls gegen den Boykott: ״In der Nachkriegszeit — so schreibt er — haben wir vielfach Versuche politischen Boykotts gesehen und alle endeten mit Mißerfolg. Clürienceau versuchte eine Mauer von Eisen tim Räterußland aufzurichten und sein Ver• such endete mit Mißerfolg. Die sozialistische Internationale und die Gewerkschaftsinternationale verhängten den Boykott über Ungarn und hatten keinen Erfolg. Die Komintern ver• suchte in den orientalischen Ländern einen Boykott gegen englische und französische Waren zu organisieren — ohne Erfolg. Die Inder propagierten vergeblich einen Boykott gegen englische Waren. Vergeblich war auch die Propaganda eines Boykotts italienischer Waren nach der Ermordung Matte ottls. Auch der arabische Boykott jüdischer Waren in Palästina endete mit einem Mißerfolg“. B. erwähnt auch die wohl wollende Neutralität, die die deutsche Regierung gegenüber zionistischen Auswanderern (s. Transfer-Erlaß des Reichs- ■Wirtschaftsministers) einnimmt und die gewaltige Steigerung der Kraft der Zionistischen Organisation in Deutschland, die für die Entwicklung Palästinas eine positive Tatsache von ungeheurer Bedeutung darstelle. Sehe in kleii iaifa fa ultieren!der au! ibt um ge fah ie ist < (olonie!ahn, d! degene die Teil er und icschick יזהו, d! icliron!eiltet, i;t vor?eit v erb im nie! ׳u sehe! .'erwuiu ■inziges )eil cii S Tage ui wt, ist r hat 1 _a!1des Dort g< (arawai venigsti iic weil Wei st zunä inien g leren > )esagtei loffentli 5 fällt •10 ״f )ie zw las sin 510 eri und jüi Pias einen n die Stre Als ich nach H!leigen: Und w firäben Kurve \ Meer zi Neue jüdische Aerzte in Palästina Das palästinensische Regierungsdepartment für Gesund heitswesen hat 81 jüdischen A e r z t e n, die sich ir Jerusalem, Tel-Awiw, Haifa und Petach Tikwah nieder■ gelassen haben, darunter 16 Frauen, die Erlaubnis zur Ai Übung der Praxis erteilt. Gleichzeitig wurde 2t Zahnärzten (darunter 3 Frauen), 8 Apothekern und 5 Hebammen die Erlaubnis zur Ausübung ihres Berufes gegeben. Die Palästina-Kolonisation. Wir berichteten bereits dar■ über, daß in der Schriftenreihe der ״Jüdischen Rundschau‘ zwei neue Broschüren erschienen sind, die sich mit den! jüdischen Aufbauwerk in Palästina beschäftigen. Das eine dieser Hefte ist ein Sonderdruck aus dem Bericht de zionistischen Exekutive an den letzten Kongreß und behände die landwirtschaftliche Kolonisation in den Jahren 1931 bis 1933. Es werden die Finanzen der Kolo■ nisation hergestellt, die Getreideernte und die Lage in den Siedlungen, die Maßnahmen zur wirtschaftlichen Versclb■1 ständigung der Siedlungen an Hand von genauen Einzel angaben über jede einzelne Siedlung, die Neukolonisation: die Beziehungen zur Regierung, die Arbeit des technischen Büros und der Instruktionsdienst. Eine Fülle von zahlen mäßigen Angaben belegen die einzelnen Abschnitte, die eine vorzügliche uebersicht über das in den letzten Jahren Ge leistete geben. Das zweite Heit behandelt die I n d u s t r i in Palästina in den Jahren 1932/33 und ist von M. Nemirowski und Dr. W. Preuß verfaßt. Nach einer Dar■ Steilung der Arbeitsmarktes und der Arbeitsbedingungen werden die einzelnen Industriezweige mit detaillierten An gaben behandelt. Wir finden Angaben über das Metall■ gewerbe, die Licht- und Krafterzeugung, das Holzgewerbe: die Baumaterialienindustrie, die chemische Jndustrie, die Tex■ Ölindustrie das Bekleidungsgewerbe, die Lederindustrie״ Druckerei- und Papierindustrie, das Lebensmittcigewerbe, 01« ן °J Tabakindustrie und die Irak-Petroleumkompagnie. Der Wz« Abschnitt des Buches dient einer Darstellung der Bautätig keit in Palästina. Beide Hefte zusammen geben einen instruk tiven und den jüngsten Verhältnissen entsprechenden Ueber׳ blick über das jüdische Kolonisationswerk im Lande. ״Hilfe und Aufbau“. Der Zentralausschuß der deutsche! Juden für Hilfe und Aufbau hat im Oktober 1933 etnr Broschüre herausgegeben, die die Frage beantworten soll \Y/«e IoIpIo♦ ztae 7<11«4r>k1nneer>tsi1R?^ Wenli halklüfirifTPIB Rt *ziDSviiui v iiwiauoiz w^vuviij u 1 v» uiv * * v v! , .־־ך ״Was leistet der Zentralausschuß?“ Nach halbjährigem Be 1׳eiste stehen, während dessen seine Leitung sich der jüdisch« ׳״■ Oeffentlichkeit gegenüber Zurückhaltung auferlegt hatte, י zunächst den Qrundstein zu seinen Arbeiten fest zu verank זי• soll diese zusammenfassende Darstellung einen Anfang “ dem Wege zur Popularisierung seiner Arbeiten beafcu* Der Leser vermag nunmehr auf Grund eigenen Urteils die Antwort dahin zu geben, daß die Hilfs- und Aufbauar « des Zentralausschusses eine wirklich zentrale ist. Ge » sind die Aufgaben so groß und umfassend, daß die fir•« zielten Kräfte des deutschen Judentums allein vielleicht inen mehr ausreichen, um für alle Erfordernisse genügend vor zusorgen. Aus einem richtigen Prinzip heraus aber naben d! Institutionen des ausländischen Judentums ihre Hilfeleistun von der eigenen Leistung der jüdischen Oemeinscha ln Deutschland abhängig gemacht. Sie sind bereit, jew«* im Verhältnis zu den In Deutschland selbst aufgebracht« Summen aus ihren Fonds beizusteuern. einige Oet tänk drin ui Aus all( ncucicri Dorf, J Scherzi! mich, i (ihren Auto ir man da es mir Xcvhbai ich nän der alli "ri hrem Hei für 3 C Mai! sc im La! Utrt, 1 freie u Tel-Aw licht, 11 s mir (fas An Leute < Hei Tal) de •Macht ) ,»"בז Blut ül last inen Ich!ehe L ״ i g k t in Perl eckigen die r, ( Litten, ßfiro ע 3ppm leime! selber ' :mb.; Mas int :1« CI cn des daß dc v erspre fr, d kann j Darüb belehrt bischer Ur Plötzlit er ob gerate!

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