Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 86 (27.10.1933)
- Date
- 1933-10-27
- Page
- Seite 706 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 704 Nr. 86, 27. X. 1933 Nr modische Rundschau und Nichtjuden, ihr ehrliches Erstaunen, daß das Volk noch immer und aller guten Erziehung zum Trotz vom Juden Cohn sprach und nie vom Protestanten Schulz, der naive Glaube, es sei wirklich schon alles gelöst, ließ die Juden nie die Reserve und den Takt finden, den sie — im Bewußtsein ihrer Andersartigkeit — hätten findort müssen. Die Bekleidung öffentlicher Staats■ ämter, die das Volk verwunderte und verletzte, die temperamentvolle Diskussion über Dinge, die das Volk als echt und heilig empfand, das Mitredendürfen, das von der großen Masse des Volkes als überheblich ge* wertet wurde, galt vielen Juden als neuerliche Bestätigung ihrer Emanzipation. Hätten sie die Augen aufgemacht und in das Volk gesehen, statt über den Radniiantisemitismus zu räsonnicren, hätten sie dorthin gehört, wo das Volk wirklich lebt, in die Dörfer, in die Fabriken und die Straße, statt vom ״Antisemitismus der Gasse“ zu sprechen — dann hätten sie die wirkliehe Situation erkannt. So aber haben sie mit der Bildung paktiert und einige Professoren und Schriftsteller für das ״Volk“ gehalten und die Literatur für die Welt. Aus dieser doppelten und dreifachen Schuld, die nach dem prophetischen Wort unserem Volk verkündet wurde, ״dal! sie nicht sehen mit ihren Augen und nicht hören mit iIrren Ohren“, wuchs die Tragödie der Juden- Situation von heute. Wer noch immer Augen hat, ohne sie zu gebrauchen, wird es auch jetzt noch nicht sehen. Denn Blinde sehen nicht. Wer aber die Ereignisse der Gegenwart nicht aus dem Winkel seines eigenen Wohls betrachtet, sondern bemüht ist, das Geschehen der Welt in größere Zusammenhänge einzuordnen, wird erkennen, daß die Weltwende, die in Deutschland einen so eruptiven Ausdruck gefunden hat, die Wende auch im deutschen Judentum herbeiführen muß. Das Ende des liberalen Staates muß das Ende der liberalen Judenfrage zur Folge haben. Wir sind zwar gewohnt zu sehen, daß die Juden hinter den Zeiten einherhinken und sie erst begreifen, wenn sie längst vorüber sind, aber es soll später nicht gesagt werden dürfen, daß nicht in aller Klarheit ausgesprochen worden ist, was wir als die Pflicht unserer Generation empfinden. Was die deutsche Revolution für die deutsche Nation bedeutet, wird letztlich mir demjenigen offenbar, der sie selbst getragen und gestaltet hat. Was sie für uns bedeutet, muß hier gesagt werden: Die Chance des Liberalismus ist verspielt. Die einrfge politische Lebensform, die die Assimilation des Judentums zu fördern gewillt war, ist untergegangen. Die Entwicklung vom Menschenbund der Aufklärer zum Völkerbund der Gegenwart enthält in sich das Prinzip der Entwicklung vom Begriff der Menschheit zurrt Begriff der Nation. Dieser Nationsbegriff lebt in der Sorge lim das Selbstbestimmungsrecht der Völker, in der großen Bewegung des Völkerrechts, die die Grundlagen für das Leben der nationalen Minderheiten festgelegt hat. Er Int die letzte und kraftvollste Formulierum״ in der Abwendung vom Internationalisraus gefunden, in den Forderungen eines auf der Eigenart jedes Volkes und auf seinen besonderen Erfordernissen aufgebauten Sozialismus, der deshalb ein nat jo na! er Sozialismus ist. Trügt nicht das Sy mpiom, das sich wiederum allenthalben bemerkbar macht, dann wird die Entwicklung irn Gesamtsozialismus der Weit die Wendung zum Prinzip der Nation und zur Anerkcnnung der nationalen Werte bedeuten. Der Begriff der Nation als der echten und natürlichen Grundlage aller Entwicklungen in Kultur, Wirtschaft und Politik löst den von der Französischen Revolution konstitu- Serien Begriff der Menschheit ab und stellt zweifeilos die Grundlagen des neuen Weltbildes dar. Nimmt man die mannigfachen nationalen Regungen des Jahrhunderts als eine Kurve irn dialektischen Prozeß der Völker und Ideen, ja der Geschichte überhaupt, dann mag man darauf antworten, daß eben diese im dialektischen Prozeß verständliche Kurve offenbar eine noch nicht zu errechnende Zeit andauern dürfte. Für Gott ist die Zeit einer Generation ״wie eine Wache In der Nacht“. ״Aber für Menschen und ihre Entschlüsse Ist gerade die Kurve, die sich mit ihrer Lebenszeit deckt, wichtig. Fügt man in diese Einsichten die Juden frage, dann darf man sagen: Die Judenfrage hat ln dem Kreis der von ihrem Nationalgefühl und ihrem National willen getragenen Völker ein völlig anderes Gesicht als in der liberalen Epoche. Die Nationen, denen sich die Juden bereits eingefügt haben, und in denen deshalb Spannungsaffekte nicht mehr existieren, können selbst ein Hochgefühl ihrer Nation erleben, ohne das in ihrer Mitte wohnende Judentum als Besonderheit zu empfinden (Beispiel: Italien). Länder mit einer sehr alten liberalen Tradition und einem seit Jahrhunderten einheitlich gefestigten und den Begriff der Rasse ablehnenden Nationalgefühl werden auch ein nicht völlig assimiliertes Judentum ertragen, ohne daß wesentliche Eruptionen bis auf weiteres die Judenfrage akut machen (Beispiel: England). Völker aber, deren politische und historische Lage ihre Nation noch nicht hat ausreifen lassen, die erst durch schwere Erschütterungen zu einem eigenen und einheitlichen, neu erwachten Nationalgefühl kommen und sich erst selbst zu finden und zu definieren im Begriff sind, die innerhalb dieses Ringens um die eigene Nationalität sich noch gegen das ״Fremde“ abgrenzen müssen und deshalb Hasse und Blut als konstitutive Elemente des Zur Londoner Hilfskonferenz HÜfc tut not s.n. Paris, den 24. Oktober W33. Der Beschluß des Völkerbundes, unter der Leitung eines vom Völkerbundsrat zu ernennenden Hohen Kommissars ein Flüchtlingskomitee zu schaffen, ist naturgemäß von den Flüchtlingen mit großer Spannung und noch größerer Er- Wartung aufgenommen worden. Wie sich diese Erwartung in anderen Ländern geäußert hat, kann man von hier aus nicht übersehen. In Frankreich und besonders in Paris verfolgen die Flüchtlinge, die in den Büros bzw. in den Vorzimmern der Hilfskomitees auf die magere Unterstützung warten, und auch alle diejenigen, die in den Baracken der ehemaligen Festungsbesatzung bessere Zeiten erhoffen, alle Nachrichten, die in Sachen des Flüchtlingskomitees aus Genf kommen, mit großem Interesse. Sie interessieren sich besonders für die Frage, wer der Hochkommissar werden wird. Die verschiedensten Namen werden genannt und wieder ad acta gelegt. Wie die Dinge liegen, scheint der ehemalige Kommissar des Nansenkomitees, der Schweizer Professor Huber, die größten Chancen zu haben, verantwortlich für das Flüchtlingskomitee zu zeichnen. Das Programm der Tätigkeit des Komitees steht auch noch nicht fest. Genannt werden folgende Maßnahmen: Aufteilung der Flüchtlinge, besonders der Intellektuellen, auf verschiedene Immigrationsiänder; Berufsumschichtung der jüngeren Flüchtlinge und Kolonisierung. Vorläufig steht noch nicht fest, ob Förderung der Palästinawanderung auch ein Punkt im Programm des Völkerbundskomitees sein wird. Die berufenen Stellen sind bemüht, sowohl den Völkerbundsrat wie auch die präsumptiven Mitglieder des Flüchtlingskomitees nach der Richtung aufzuklären, daß gerade die Unterbringung einer bestimmten Kategorie von Auswanderern Itt Palästina ein Hauptpunkt der Tätigkeit des Komitees sein müßte. Doch sind vorderhand sowohl die Person des Hochkommissars wie auch das endgültige Programm des Flüchtlingskomitces nicht feststehend. Auf die Ernennung des Hochkommissars kann von Kreisen außerhalb des Völkerbundes kaum Einfluß genommen werden. Hingegen ist es nicht nur denkbar, sondern auch angezeigt, daß diejenigen Organisationen, die bisher sich mit der Fürsorge für die Flüchtlinge beschäftigt haben, ihre Erfahrungen dem zu schaffenden Komitee zur Kenntnis bringen und Vorschläge zur Erwägung stellen, die ihnen als die bestmöglichsten im Interesse der Flüchtlinge erscheinen. Von diesem Standpunkte aus muß man die Bedeutung der am 29. Oktober in London zusammentretenden Hilfskonferenz der jüdischen Organisationen bewerten. Diese Konferenz wurde vom American Jewish Commitee, vom American Jewish Con giess, dem Joint Foreign Comitee des Board of Deputies, und der Alliance Isradlite einberufen. Eingeladen sind jüdische Organisationen aus der ganzen Welt (auch die Jewish Agency). Die Dauer der Konferenz wird für ungefähr eine Woche veranschlagt. Einzelne Kommissionen sollen bestimmte Vorschiäge auf» ihre Durchführbarkeit prüfen. •Das Programm der Konferenz ist bisher dar Oeffentlichkeif -nicht bekanntgegeben worden, und man kann nicht einmal sagen, daß es bereits feststellt. Man geht jedoch nicht fehl, wenn man den Aufgabenkreis der Konferenz folgendermaßen umreißt: 1. Beschaffung der nötigen Mittel, 2. Berufsumschichtung, 3. Ansiedlung in Palästina, 4, Schaffung von Emigrationsmöglichkeiten in anderen Ländern und 5. Hilfeleistung für jüdische Institutionen in Deutschland. Ob das Programm im einzelnen so lauten oder durch mehrere Punkte bereichert werden wird, kann inan, während diese Zeilen geschrieben werden, nicht sagen. Unbestreitbar bleibt jedoch, daß derwesentlichste Punkt die Frage der Beschaffung von Mitteln sein wird. Man denkt in dieser Hinsicht nicht nur an Samniiungen, sondern zieht andere Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht. Es sollen Mittel und Wege zur Auflegung von ״Arileihen״ gefunden werden. Art und Form dieser Anleihen sind vorläufig noch nicht scharf herausgearbeitet, aber es bestehen mehrere Pläne, von denen die Sachverständigen sagen, daß sie, die Unterstützung der öffentlichen Meinung in der Welt vorausgesetzt, durchführbar sind. Aehnlich wie das Flüchtlingskomitee des Völkerbundes wird sich auch die Hilfskonferenz der Jüdischen Organisationen in London von Politik frei halten. Beiden Institutionen liegen Demonstrationsabsichten oder das Bedürfnis, Kritik zu üben, fern. Sie nehmen die Dinge, wie sie sind, und wollen helfen. Hierbei kann die Londoner Hilfskonferenz nicht nur sehr gute Vorarbeit leisten, sondern auch mit Maßnahmen vorangeheii, die dann mit den Bestrebungen des Flüchtlingskomitces des Völkerbundes koordiniert werden können. Daß beide Institutionen das Hilfswerk und nur dieses in den Vorder׳ grund rücken, ist im Interesse der Flüchtlinge zu begrüßen. Denn die Flüchtlinge warten. Nach offiziellen Angaben der französischen Regierung gab es deren am 1. Oktober auf dem Territorium der Französischen Republik 32 000. Von diesen waren 17 000 deutsche Staatsangehörige und der Rest poinl scher, rumänischer, anderer Staatsangehörigkeit oder ״Nansenisten" und Staatenlose, in einer diffizilen Lage befinden sich diejenigen Flüchtlinge nichtdeutscher Staatsangehörigkeit, die einen polnischen, rumänischen oder einen anderen ordentlichen Paß besitzen. Wenn sie bei den Hilfskomitees als ״Refugiös“ verzeichnet sind, so steht zu befürchten, daß sie früher oder später die Aufforderung bekommen, in ihre Heimatländer zu׳ rückzukehren. Nun ist die wirtschaftliche Lage dieser Heimat-!ander so geartet, daß für diese Juden eine Rückkehr in die Nation empfinden, werden innerhalb dieser Abgrenzung auf den Juden stoßen und deshalb die Judenfrage akut werden lassen (Beispiel: Deutschland). So liegen die Dinge, wenn man sie vorurteilsfrei betrachtet. Jede andere Betrachtungsweise aber muß in den Affekt, die Verzweiflung, das heißt aber in die Irre führen. Hat man aber gesehen, daß die Frage der Juden innerhalb der beginnenden Nationalbewegungcn der Ge׳ genwart und der nahen Zukunft so und nicht anders gestellt Ist, dann wird man die Verpflichtung, an die Lösung der Frage zu gehen, um so dringlicher empfinden. Heimat kaum in Frage kommt. Gerade dieser Kreis der Fluchtlinge — vor einigen Tagen sind 452 aus Belgien nach Paris neu dazugekommen —. ist in einer sehr prekären Lage. Die Hilfskonferenz in London wird sich mit besonderer Hingabe dem Studium dieser Detailfrage der Flüchtlingsfürsorge zu widmen haben. Hauptsache ist, daß in London weder Organisationsnoch persönliche Rivalitäten die Beratungen und die Beschlußfassung erschweren- Das Bewußtsein des Umfanges der jüdischen Not und der Dringlichkeit, ihr zu begegnen, sollte die Teilnehmer der Londoner Hilfskonferenz dazu bestimmen, rasch und unter Hintansetzung aller Sonderanschauungen zu arbeiten. Ohnedies ist es in der gegenwärtigen Situation des jüdischen Volkes in der ganzen Welt sehr schwer, rasch und wirksam zu helfen. Das Höchstmaß des Erreichbaren sollte nicht durch Fortsetzung altgewohnter schlechter Methoden in Frage gestellt werden. In Frankreich allein warfen Zehntausende von Emigranten auf die Ergebnisse der Konferenz. In anderen Ländern gibt es weitere Tausende, denen rasch geholfen werden muß. Auf der jüdischen Gesamtheit lastet eine große Verant• wortung. Vorarbeit des ״Board of Deputies' London, 23. Oktober. (J. T. A.) Die letzte Sitzung des Board of Deputies war der Frage der Koordinierung der Hilfsarbeit für die aus Deutschland ausgewand erten Juden gewidmet. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß die Regelung dieser Frage durch Zusammenarbeit der demnächst in London zusammentretenden jüdischen Wetthiifskonferenz mit den auf der letzten Völkerbundsfagung eingesetzten Instanzen für Flüchtiingsfürsorge, dem Uber■ kommissar für Flüchtlingsfragen und seinem Beirat, an׳ gestrebt werden müsse. Norman Bentwich erstattete einen Bericht über die Maßnahmen der Flüchtiingsfürsorge. Daß in die Kommission der Regierungsvertreter, die dem Oberkommissar für Fluchtlingsfragen als Beirat zur Seite stehen soll, auch ein Vertreter der Vereinigten Staaten gewählt wurde, deutet nach der Ansicht Bcntwichs darauf hin, daß der Völkerbund von den Vereinigten Staaten erwartet, sie würden ihre Tore für die Niederlassung einer Anzahl von Auswanderern ans Deutschland öffnen. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Zusammenarbeit der verschiedenen jüdischen Delegationen mit der bevorstehenden jüdischen Welthilfskonferenz in London die Basis für die Bildung einer zentralen jüdischen Exekutive zur Koordinierung der im Interesse der deutsehen Juden in allen Ländern eingeleiteten Hilfsaktionen darstellen werde. Sodann setzte Bentwich auseinander, wie die vom Völkerbund eingesetzten Stellen für Fiüchtlingshilfe funk tionieren würden und erklärte der Oberkommissar werde mit Rücksicht darauf, daß die Mittel für das FiüchtlingshiEs werk «durch private Organisationen aufgebracht werden sollen, zweifellos eine Weltsammiung einleiten, der sich die an der Frage interessierten Körperschaften anscliließen wer den. Auch werde es Aufgabe des Oberkommissars sein, dafür zu sorgen, daß jene Länder, in deren Wirtschaftssystem Flüchtlinge eingegliedert werden können, ihre Tore Auswanderern aus-Deutschland öffnen. Zum. Schluß hob Professor Bent wich mit Anerkennung die Haltung der deutsehen Delegation hervor, die durch ihre Stimmenthaltung den Beschluß, ein Flüchtlingskommissariat zu schaffen ermöglicht habe. Der Mitvorsitzende des Joint Foreign Committee Neville Laski hielt ein Referat über die Bedeutung der am kommci: den Sonntag zusammentretenden jüdischen Welthilfskonferenz, Die Einsetzung des Flikhtlingskommissars gebe den Bera tungen dieser Konferenz ein besonderes Relief. Las'ri sprach die Hoffnung aus, daß es auf der Konferenz gelingen werde, die Arbeiten der auf ihr vertretenen Organisationen in ge ordneten Zusammenhang zu bringen. James MacDonald Flüchtlmgskomimssar? Genf, 25. Oktober. (J.T. A.) Als aussichtsreichster Kan didat für den Posten des Flüchtlingskommissars gilt derzeit der Amerikaner James Q. MacDonald, Vorsitzender der Vereinigung für auswärtige Politik in New York. Expräsident Hoover und Theodor Roosevcit jr., die seinerzeit zur Besetzung des Postens eines Fjiichtlingskommissars vorgeschlagen worden waren, kommen hierfür heute nicht mehr in Betracht. Manche Kreise treten für die Kandidatur vor! LordCecil ein. Die Meinungen darüber, ob ein Engländer ode ein Amerikaner das Amt bekleiden solite, sind geteilt. Das Völkerbundssekretariat dürfte aus gewissen ־ Gründen die Besetzung durch einen Amerikaner vorziehen. Der Londoner ״Daily Herald" schlägt vor, daß dem aus den Vertretern von 16 Staaten bestehenden Flüchtlingsbeirat der Leiter der Aktion zur Ansiedlung deutscher Juden in P lästina, Dr. Chaim Weizmann, mit beratender Stimme zu• gezogen werde. FlOehtHngslrage tan Internationalen Arbeitsamt Genf, 24. Oktober. (J. T. A.) Das Internationale Arbeit! amt hat dem ״Ooverning Body“ einen Bericht zur Flüchtlingstrage vorgelegt, der offenbar noch vor dem Zusammentritt der letzten Völkerbundsversammlung ab׳ gefaßt war, da in ihm von den autonomen Körperschaften die die Völkerbundsversammlung zu schaffen beschlossen hat, noch nicht die Rede ist, vielmehr das Nansen-Amt im Zusammenhang mit der Regelung der Flüchtlingsfrage er wähnt wird. Der Bericht wird mit der Zitierung der Ent׳ Schließung eingeleitet, die auf der letzten Tagung der inter• nationalen Arbeitsorganisation auf Antrag der Arbeiterdele• gierten der Niederlande, Frankreichs, Belgiens und der Schweiz angenommen worden war und in der unter Hinweis aut die Aktionen des Internationalen Arbeitsamtes zugunsten der russischen und armenischen Flüchtlinge der Governin? Body aufgefordert wurde, das Internationale Arbeitsbüro beauftragen, ohne Einmengung in die inneren Angelegen heilen Deutschlands, die Frage der Eingllederun, deutscher Flüchtlinge in die Wirtschaft ver achiedener Linder zu studieren. J geteili rungs der 2 nur 5 liehen Aufen den. zwar jahr 1 Fest*! ten, 1 gewäl dem S fikate Mosel Comn Schät dürfn: der 1 wirtsc Paläs Einw; Zentr wohl wurd< düng der einem sichtij mißlu Einw! bisch( alarm den nach« Die; I r i e den wuns< Rieht! Segi E Einw fentli stehe Hatte scher die ii bis 1 rächt tische hielte Veröl Anlai nahe, schar Zeitu tung st cn wiede Die I her a der A Stirn r mm 1 der j offen! so sc fakt V Orter und die : kurze Arbei sein. Regie ander ein h sonde sowo! tifjen kn 7 seiten die J1 natioi außer forde darau von I e!1 d j könne Phase % u ström Aufer 1V0 S age Arbei׳ die V1 der ji efüh Der Londoner ״Jewish Chronicie“ behauptet, das Pa• riser Zentralhilfskomiteefür jüdische Auswanderer aus Deutschland wolle seine Tätigkeit aus Mangel 811 Mitteln einstellen. In der Meldung hieß es ferner! auch die Hilfskomitees in Antwerpen und Amsterdam stün• den vor der Auflösung. Diese Mitteilungen werden von Pariser Zentralhilfskomitee dementiert. Eine Schließung der jus m Büros sei picht tat Auge gefaßt! D oll osi?und!!e ö ichtij