Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 81-82 (11.10.1933)
- Date
- 1933-10-11
- Page
- Seite 650 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 648 Jüdische Rundschau Nr. 81/82, 11. X. 1933 Nr. lj/ rf'it nie geruht. Aber es ist bekannt genug, wie energisch sich das biblische Judentum gegen fremde Einflüsse gewehrt hat, wie unabhängig es seine religiöse Weltanschauung aufbaute. ■Ne stand tatsächlich 1זזנ Gegensatz zu den Religionen aller ViMIvtr ringsum und in ausgesprochener Abwehrstellung ihnen gegenüber. Es gibt Stellen in der Bibel, die die Feindschaft der jüdischen Religion zur ägyptischen mit ihrer abergläubischen Magie mit deutlicher Bewulltheit betonen. Auch daß Israel so mir am Gestalten der Gedanken interessiert, daß seine Kunst so ausschließlich FMchtung war und Dichtung jeder Art, daß es gar keinen Wert auf bildende Kunst legte, unterschied es von allen Völkern ringsum. Was es von ihnen übernahm, war eher Anregung, als Wert. Und so verdienstvoll die Feststellung solcher Uebernahmc auch ist, mt!l5 doch beiout werden, daß sie nicht an den Kern dessen rührt, was Judentum ist. Sinn und Methode des hebräischen Unterrichts Der hebräische Lehrer in Deutschland kommt jetzt mehr als jeder andere in engste Berührung mit großen Teilen der jüdischen Bevölkerung, mit vielen, die bisher den Zielen und hohen Werten bewußten Judentums fernstanden. An den vielei: Abenden seines Unterrichts kann auch der Lehrer, den Zusammenhang der Sprache mit dem Volk und dem l;1nd erklärend, der nationalen Bewegung und dem Aufbauwerk in Palästina eint•;! wichtigen Dienst leisten. Der große Andrang der Schüler, die schnell auswandern rmi-vci] (״.!er wollen, hat den ״Sctmelikursus“ und die 1000״ Wörter•- Systeme hervor;'«‘rufen. Die kurze Dauer des Unterru l:!s e!l.־»tbt cs nicht, eine gründliche Einführung in die Ep :eite zu geben; matt muß sich schon mit dem Beibringen ilcs Aücri!״•'■, endig-Kti begnügen, lütter diesen Umständen?-;ißt׳‘ man die Erfüllung der zweiten Aufgabe des hebräischen 1 P’riTs, über die nllgcuteincn jüdischen Probleme aufzu- '-.luj'in, aus Zeitninnircl für unmöglich halten. Uiite sulche Ansicht würde auch berechtigt sein, wenn die ,־!!.gemeine Atifkl.1 rung-;5!beit als etwas Getrenntes vom sgta<. ׳dich;‘!) Unterricht atif/ufassen wäre. Sic muß aber als oi •1 ׳ ui ׳H Itcr, nicht Iur,״a1sz11l׳'׳semler Bestandteil des allgene spiaclikchen t 'merrrichts bewertet werden. Die hchriii- (eh;11־ Worte mit ihrem neuen Klang sollen auch unmittelbar in ,■'in•‘ neue Heg r i f f s w e 11 fuhren. Dieses ideelle Ziel Eßl sich ohne weiteres mit der unter den augenblicklichen Um■•,Inden erforderlichen rech 11 ik der sprachlichen Aus- Eil«Ring vereinen. irr. Gegensatz da zu hißt sidi leider vielfach die Tendenz ft■■! ‘stellen, daß der stoffliche Inhalt des Unterrichts nur der;!liebsten Umgebung und dein für das praktische Leben wichfigen Wortschatz entnommen sind. Die hebräische Sprache wi 1׳ dabei als eine moderne Sprache betrachtet, und wie in anderen f'praeheii ist man auch hier bemüht, den Anfängerunterricht auf die not wem ligsfen Ausdrücke des täglichen Umgangs und einfachste Gegenstände des Hauses, der Straße ttsw. zu beschränken. Bei dieser Auffassung, die das Prakfische in den Vordergrund des hebräischen Unterrichts für An länger stellt, wird aber die feste Verbundenheit der lieltrüisd!׳•׳) Sprache mit den ewiger! Werten des Judentums au fl er acht gelassen und der enge Zusammenhang der Spr ehe mit dem werdenden Palästina nicht zum Bewußtsein der Schüler gebracht. Gerade diese Einheit von Volk, Land und Sprache sollte aber in den Mittelpunkt des Unterrichts g)stellt werden, sie begreiflich zu machen, sollte das wichtig■ ste Ziel des Unterrichts sein. bitte solche Zielstellung bedeutet, wie schon angedeutet, kc Kieswegs eine Uelerlastung des Unterrichts mit schweren Auulrücken und grammatischen Formen, die dem Anfänger nicht zugänglich sind. Die während des Unterrichts gebrauch- U:1 V örtir können ganz einfach sein, sollen tatsächlich der lebendigen Sprache Palästinas entnommen werden, in ihrer Züsainmensct/ting aber sollen sie einen tiefen Inhalt c 0 ben. Die Ordnungszahlen bis 5 mit dem Wort ״Alijah“ in einem Satz. zuMtnmiengefügt, bedeuten viel mehr als ein ft'CY, ähnlicher anderer Satz. Die kleinen Sätze: Awoda iwrith (htErüi-die Arbeit), Otajim Icrinuhn (Feste zur Freude) sind jeder einer längeren Aussprache in der Stunde wert, .'je wi!ken anregend, las'eii naclnlenken, alle anderen Worte die ׳ Stunde können um den Inhalt eines solchen kleinen Sr.!/es g.uppifrt werden. In den Gang des Unterrichts kann eine lange Reihe von Themen eingefniirt werden, die zuglfielt sprachlich wie inhalthell bilden.1 sind. Aussprachen über Siedlungsforrncn Pa- Iß .!Inas, die jüdischen Feste und ihre Formen im Lande, dir Einteilung des Landes, das Schulwerk Palästinas usw, mihI ׳;•eignet, den Unterricht auch seinem wichtigen ideellen Ui ei 11 aher/ubringeri und ihm einen höheren Wert zu ver- Die Auswahl des Lesestoffs kann auch unter diesem <1«' Ent-r,unkt getröden werden. Dabei kann das alte Lesebuch, die Bibel, viele Stücke bieten, die sowohl methodisch als iith.iklit!! wertvoll sind. Dhue 1 Ordnung nach Vertiefung stellt vielleicht g ז ■ ß e r e A!1 s p r 11 c 11 e a u d v n L. ehre r. Dieser ist dctiwr tm ist auf sich selbst angewiesen. Es kann dabei tri :Ist uubr nach einem festen Schema vorgegangen werden. Das Thema, der bedeutungsvolle Satz, müssen der günstigen D du:cnluüt und dein variierenden Niveau der Schüler äugenaht weiden. Alles wird auf die Einfühlungsfähigkeit des 1.ein ers gestellt. Der Unterricht wird aber dabei auch für den fuß •r sinn- und lebensvoller, die Gefahr der Mechanisierung und Einfarbigkeit wird ausgeschlossen. Um diese Aufgabe dem einzelnen Lehrer zu erleichtern, " är_* c; wichtig, durch gemeinsame Lehrerberatung die Richtlinien des Unterrichts in großen Zügen anzudeuten. Der hebräische Lehrer war niemals, und besonders jetzt nicht, nur Sprachlehrer. Das Gefühl der Verantwortung vor der v, iclifi;eil Aufgabe, die ihm mit dem Gange der Ereignisse im,!halb des deutschen Judentums auferlegt wurde, wird ili.1 helfen, den richtigen Weg für die Erziehung der Massen der hebräisch Lernenden für das Judentum und das Palastmawerk zu finden. Alexander Barasch. Bibel und Rassenkunde, ln der ״Märkisch Posener Zeitun;;'• erschien am 5. d. M. unter dem Titel: ״Juden als V־־)tkcr:w hrecken‘• ein Artikel von Theodor K launig, Obmann für Rassenkunde für den Gau Kurmark, ln diesem Artikel werden eine Reihe von Zitaten aus den fünf Büchern A1nr.es angeführt, die aus ihrem Zusammenhang lierausgerissen werden, tun nachzuweisen, daß die Juden bereits im Altertum ein ,,Spitzbubenvolk“ waren. Aus diesen Zitaten will der Verfasser die Erkenntnis ablciten, daß ״di« heutige Rassenkunde auf dem richtigen Weg“ ist. Eine Auseinander- Setzung über den Sinn der Bibel/itate und über die religionsgeschichtliche Bedeutung des jüdischen Volkes können wir dm zuständigen Theologen überlassen. Der Artikel ist aber insofern auch für uns interessant, als er von einem ״Obmann für Rassenkunde׳־ verfaßt ist und daher befürchtet werden muß, daß in den rassekundlichen Vorträgen ähnliche Deutungen der Bibel gegeben werden könnten. Ortsgruppen Beuthen. Nach einer längeren Unterbrechung fand am 17. September eine Sitzung des Oberschlcsischen Gruppenverbandes statt. Die Sitzung wurde durch den Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Dr. Weißmann, Beuthen (O.-S.) eröffnet. Es sei nötig, mit verstärkter Kraft weiter zu arbeiten und die Arbeit in den Ortsgruppen zu verstärken. In der Diskussion sprachen die Vertreter der Ortsgruppen Beuthen (O.-S.), Gleiwitz, Hindenburg, Oppeln und Ratibor. Besonders erfreulich war die Feststellung, daß in allen Orten des Gruppenverbandes eifrig Hebräisch getrieben wird, daß die Zahl der Leser und Abonnenten der ״Jüdischen Rundschau“ sich außerordentlich vermehrt habe. Ebenso erfreulich war die Tatsache, daß die Zahl der Mitglieder in einigen Ortsgruppen sehr gestiegen ist. Im Verlauf der weiteren Diskussion ist die Möglichkeit eines Flaclischarahzentrums in Übersd!lesien erörtert worden. Sehr stark stand die Erziehungsfrage im Vordergrund. Es wurde beschlossen, einen Jugendausschuß zu wählen. Dieser Ausschuß besteht aus den Herren Karliner (Gleiwitz), Rechtsanwalt Prinz (Oppeln) und Fritz Tau (Beuthen, O.-S.). Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde die Forderung erhoben, die vorhandenen jüdischen Volksschulen in Mittelschulen umzuwandeln, bzw. für einen weiteren Ausbau der Volksschulen Sorge zu tragen. Auch hierfür wurde ein Ausschuß gebildet, der aus folgenden Mitgliedern besteht: Frau Studienrat Goldstein (Gleiwitz), Frau Rechtsanwalt Dr. Ehrlich (Gleiwitz), Rechtsanwalt Dr. Frankel (Beuthen, O.-S.) und Salo Guttmann (Beuthen, O.-S.). Bielefeld. Am 14. September sprach im Rahmen der Zionistischen Ortsgruppe Herr Dr. Hans Pomeranz (Frankfurt a. AL) über: ״Deutsche Judcnlieit — Palästinaaufbau“. Die Veranstaltung, die im überfüllten üemeindesaal stattfand, bewies, daß im Gegensatz zu früheren Jahren das Interesse für jüdische Dinge und insbesondere für den Palästinaaufbau sehr stark ist. Der Vortrag, der den Anwesenden nicht nur ein Bild vom jetzigen Stand des Pa* lästinawerkes, sondern vor allem eine Einführung in rionistische Gedankengänge gab, war von einer zahlreichen Zuhörerschaft soevohi aus Bielefeld wie aus kleineren Gemeinden der weiteren Umgebung besucht. — Ortsgruppenahende in kleinerem Kreis finden jefzt regelmäßig statt. — Unter Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Kronheim, veranstaltet vom Jüdischen Jugendvcrein, findet ein Anfängerkursus in Neuhebräisch statt, der von etwa 50 Teilnehmern regelmäßig besucht wird. — Die Jugend ist zum allergrößten Teil im J. P. D. organisiert und beteiligt sich eifrig an der KKL- Arbeit. Chemnitz. Die Zionistische Ortsgruppe veranstaltete am 2. 10. nach einer längeren Pause zum ersten Male eine Mitgüede,-Versammlung, die den Auftakt zur Winterarbeit bildete. Es waren 150 Personen im Saale des Gemeindehauses der Israelitischen Re’.ijonsgemeinde erschienen, das erst in diesem Jahre eröffnet wurde und in dem zum ersten Male die Zionistische Ortsgruppe tagte. Herr M. Bermann sprach über die Aufgaben der Zionistischen Ortsgruppe, behandelte ausführlich die ihr obliegenden Werbearbeiten und stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die Wichtigkeit der inneren Hachscharah des jüdischen Menschen. Dann berichtete Herr Rudolf Weißkopf über die Arbeit in der Palästinaberatung, um vor allen Dingen die Zionisten über die mit der Palästinawanderung zusammenhängenden Fragen eingehend zu informieren. An dem Abend, der von hebräischen Gesängen der Jugendbünde umrahmt und mit der gemeinsam gesungenen Hatikwah schloß, traten 20 neue Mitglieder der Ortsgruppe bei. Frankfurt a. M. (Wizo.) Am 18. September hatte die Wizo zu einem geselligen Zusammensein in die jüdische Haushaltungsschulc, Königswarter Str. 20, eingeladen. Die Jung-Wizo-Leiterin Herta Schleifer gab an Hand von Zcitungsmaterial einen Ueberblick über die Wizo-Konferenz in Prag, Frau Carole Grombacher, die inzwischen wieder nacii Palästina abgereist ist, erzählte den zahlreich erschieticnen interessierten Hörern vom Leben und den Mensehen in Palästina. Mit dieser sehr beifällig aufgenommenen Veranstaltung schloß das Sommerprogramm der Wizo. Mit einem Vortrag von Herrn Dr. Georg Guthmann über ״Familie und Schule als Horte jüdischer Erziehung" am 9. Okt. wurde das Winterprogramm eröffnet. Gleiwitz. Zwei zahlreich besuchte Veranstaltungen in der vergangenen Woche weisen deutlich auf den geistigen Umschichtungsprozeß hin, «ier sich auch in der Gleiwitzer Gemeinde zu vollziehen beginnt. Am 26. September berichtete Herr Dr. Lux (Breslau) über die dortige Arbeit und gab wertvolle Anregungen für den - obcrsclilesisehcn Bezirk. Am 27. beptember erfolgte die schon seit längerer Zeit geplante Gründung einer Wizo-Ortsgruppe. Nach Bcgriiilungs- Worten durch Frau R.-A. Ehrlich kennzeichnete Frau Gold- Schmidt (Beuthen) die seelische Not der deutschen Juden und im Zusammenhänge damit die Bedeutung eines Frauenbundes. Darauf entwickelte Rabb, Dr. Ochs in seinem Referat über ,Jugendhilfe und Kinderalijah“ die Tragik des jüdischen Kindes,’ das von der Mitfreude der übrigen Kinder ausgeschlossen sei und unter dem Gefühl der Minderwertigkeit ein zerbrochener Mensch zu werden drohe. Die z. Zt. bestehende Gelegenheit, Kinder in Erez Israel unterzubringen, dürfe nicht versäumt werden. In die neugegründete Ortsgruppe der Wizo trugen sich bereits am ersten Abend 120 Personen als Mitglieder ein. GlogaYi. Zu einer eindrucksvollen zionistischen Kundgebung und zu einer schönen Abschiedsfeier für deu mit seiner Familie nacii Palästina auswandernden bisherigen Leiter der Zionistischen Ortsgruppe Glogau, Herrn Rechtsanwalt Dr. Schreuer, gestaltete sich eine von einer überaus großen Zahl zionistischer und nichtzionistischer Gemcindemitglieder besuchte Versammlung der Ortsgruppe. Der Vorsitzende Herr Dr. Oruber begrüßte zunächst die Erschienenen in dem bis auf 'den letzten Platz gefüllten neuen Heim der Ortsgruppe. Es folgte darauf ein Vortrag von Herrn Ernst Beer über: ״Politischer und praktischer Zionismus unter David Wolffsohn“, in dem der Redner die intierzionistischen Gegensätze und Kämpfe nach Herzls Tod in klarer Darstellung auseinandersetzte. Den Hanptieil des Abends bildete die Abschiedsfeier für die scheidende Familie Schreuer. Herr Freund beglückwünschte Palästina zu der Ankunft dieses Mannas, der, seit 30 Jahren in der zionistischen Bewegung stehend, berufen sei, im Lande seiner Sehnsucht die Stelle eiiizunchmcn, die ihm gebühre. In längeren Ausführungen sprach sodann als Vertreter der zionistischen Jugend Glogaus Flerr Hecht. Es sprachen ferner der Vorsitzende des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, Herr Back, der seinem Karneraden eine Abschiedsadresse überbraclitc, Herr Rabbiner Dr, Lukas, der nach einem Exkurs in die jüdische Geschichte dem Scheidenden warme Abschiedsworte widmete, Herr Rechtsanwalt Dr. Friedmann, der in launiger Weise seine Wünsche äußerte und schließlich Herr Dr. Schreuer selbst, der für die Feier und die dargebrachten Wünsche seinen Dank abstattete. Hamburger Zionistische Vereinigung e. V. Sonntag, den 15. Oktober, spricht in einer Versammlung für Mitglieder und gelaaene Gäste Herr Rabbiner Dr. Joachim Prinz (Berlin) über das Thema ״Die Wende“ im Curio-Haus, Weißer Saal, abend 8V2 Uhr. — Die Hamburger Zionistische Vereinigung hat ihr Büro verlegt. Neue Adresse: Bralunsallee 16. Telephettaaschluß unverändert 44 87 27, Palästina - Hinweise Mechanische Weberei mit 16 mechanischen und 8 Handwebstühlen, 3 Spülmaschinen, Färberei-Einrichtung und Mul denpresse, Gummiwalzc usw. für ca. £ 1000 zu verkaufen. Auch das Fabrikgebäude kann verkauft werden. Interessenten wollen sich an Herrn Epstein, Haifa, R'chow Jaffa, Merka« Mi’chari chadasch, wenden. Fachmann mit Kapital (Herr oder Dame,) aus der DamenwSschefabrlkatlon für eine palästinensische tätige Beteiligum; gesucht. Nur schriftliche Anfragen an die Palästma-Wirt schaftsstellc, Berlin W15, Meinekestr. 10. Die Hi'tachduth Olej Germania bittet uns, vor dem Erlcr nen des Friseur-, Friseusen- und Kosmetikerinnen-Berufes für Palästina zu warnen, da die Aussichten in diesen Berufen z. Zt. denkbar ungünstig sind. Der Beruf ist überfüllt und schlecht bezahlt. Die Jüdische Jugendhilfe E. V. teilt mit, daß in der rcligiösen Gruppe Kibbuz Rodges noch Jungen und Mädchen im Alter von 15—17 Jahren aufgenommen werden können. Monatlicher Zuschuß 3—4 Pfund. Näheres im Büro der Jugendhilfe, Charlottenburg 2, Bleibtreustr. 50. Sprechstunden: Montag bis Freitag, von V3f>1/2־־־b Uhr. Tel-Awiw. Wir werden um folgende Bekanntgabe ersucht: Die neu ankommenden Brüder des Ordens Bne Britli (U. O. B. B.) treffen sich jeden Mittwoch, abends 9 Uhr, in Tel-Awiv, Flotel Talpioth, Achad-Haam-Str. 52. Tel-Awiw. Am 2. Oktober hat Dr. Gidion, früher Köm, hier eine ״International School of Languages" eröffnet, welch«: die erste ihrer Art in Palästina ist. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, das große Bedürfnis nach Unterrjcht in allen Kuifttr■ sprachen durch die Veranstaltung von Nachmittags- und Abendkursen unter der Leitung von besonders qualifiziert«:! Lehrern der betreffenden Länder zu befriedigen. Die Sprachschule bat ihren Betrieb mit 9 Kursen, je 2 für Hebräisch, Englisch und Französisch (Anfänger und Fortgeschritten . je T für Arabisch, Italienisch und Deutsch begonnen. Die Jüdische National- und Universitäts-Bibliothek Jen!- salem bittet Freunde, welche sich im Besitze der Protokoll«, der drei Weltkraftkonferenzen befinden, ihr dieselben zur Verfügung zu stellen. Verlegung des Zionistischen Archivs nach Palästina. Am 1. Oktober d. j. sind die Sammlungen des Zionistischen Archivs von Berlin nach Jerusalem verlegt worden. Mitteilung des Palästina-Amtes. Bei uns ist für Herrn Salomon Weiß, früher Berlin S 14, Alte Jakobstr. 6 wohnhaft, ein Brief aus Palästina eingehufen. Herr Weiß wird gebeten, sich unverzüglich bei uns zu melden. Der Verband Deutscher Zionisten-Revisionistefl, Bln.-Charl, Joachimsthaler Str. 3/11, teilt mit: Unsere Palästina-Gesellschaftsreise D, die wir für unsere Freunde und Gesinnung«- genossen wieder veranstalten, beginnt am 1. November in Berlin. Fahrtroute diesmal über Neapel. Ueberfahrt mit dem Luxus-Sduiclldampfer Vulcania (24 000 To.). Rückfahrt mit beliebigen Dampfern der gleichen Linie. Merkblatt für diezu besonders günstigen Bedingungen stattfindendc Rc: « bitten vir durch unser Büro (Sprechzeit 4(4—8 L!11r um.! anzufordern. Alle näheren Auskünfte sind dortselbst erhältlich. Vulcania-Reise nach Palästina. Der Palesiine & Qrinri Lloyd teilt mit: Außer an der Gesellschaftsreise des K. J.V. können sich an der Reise mit diesem schönen Motorschi!; auch Touristen beteiligen, die nur die Seereise initrnadu! Der Preis ist in diesem Falle für die Hin- und Rückreise in der I. Klasse 704 M., in der II. Klasse 440 M. und in der III. Klasse 265 M. Ausführliche Prospekte versendet «Er Palestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100 (Td : Merkur 2915), auf Anforderung kostenlos. Auto-Reiseroute Berlin—Jerusalem. Mit Rücksicht auf häufige Anfragen an das Palästina-Amt, Berlin, ist nunmehr eine Auto-ReiseroUte Berlin—Jerusalem ausgearbeitet worden. Die Strecke führt über eine Länge von 4190 km. Passiert werden u. a. die Städte Prag, Preßburg, Budapest, Szcgediii, Belgrad, Sofia, Konstantinopel, Angora, Beirut, Haifa. Di« Zusammenstellung ist gegen Voreinsendung von 5 RM. beim Palästina-Amt, Berlin W'l5, Meinekestr. lü, zu beziehen. Todesfall. Aus Palästina wird uns geschrieben: In Tel Awiw starb kürzlich Eva Tannenwald, nachdem sie dr Tage und Nächte mit einer furchtbaren Krankheit kämpLnl mußte, die sie mitten im (.eben überfallen hat. Am 1. Lu Rosch-Haschanah hätte sie ihr 19. Lebensjahr vollendet. V. ־ bald zwei Jahren, nach dem Tode ihres Vaters, Dr. Brun Tannenwald in Hamburg, kam sie mit ihrer Familie ins LainJ Es gibt wenige Menschen, die in Palästina so rasch heitni■ geworden sind und die sich diese Heimat so aus eigener Kraft ohne den Schutz einer Gemeinschaft, erworben haben. Diu« Heitnisdisein führte sic auch auf den beruflichen Weg. Na«! ihrer Lehrzeit in einer Jerusalemer Tischlerei arbeitete s« in Jel-Awiw in einem Architektenbüro, beides eine Vor bereitung für die Berufsausbildung als Architektin, und Jet■׳ zum Herbst sollte sie als Schülerin aut das HaifaerTechnikmi gehen. — Der Verlust der Mutter, ihrer innigsten Freund:'■ ist auch der Verlust derer, die ihr nahe standen. Nächste Abfahrten nach Palästina (mitgeteilt vorn Palestine & Orient Lloyd, Berlin NW ", Friedrichstr. ICH)), Adria 19. 10. ab Triest Carnaro 19. 10. ab Triest Sphinx 20. 10. ab Marseille Martha Washington 25. 10. ab Triest Theophile Gautier 26. 10. ab Marseille Tevere 26. 10. ab Genua Mariette Pacha 27. 10. ab Marseille Polonia 27. 10. ab Konstanza Italia 1. 11. ab Triest Vulcania 3. 11. ab Neapel Providence 3. 11. ab Marseille La Coruüa 8. 11. ab Hamburg direkt nach Haifa Martha Washington 8. 11. ab Triest Patria lü. 11. ab Marseille Polonia 12. 11. ab Konstanza. Nähere Auskünfte und Platzbestellungen durch Palestine Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100 (am Balmho Friedrichstraße), Telephon: A6 Merkur 2915. Aus der Jugend- und Chaluzbewegun! Die Ortsgruppe IVeu-Tempelhof der B. Z. V, beabsichtig Mitte Oktober Jugendgruppen zu eröffnen, in den« für die von den Jugendbünden in Tempelhof noch nicht er faßten Altersstufen von 6—11 Jahren ein positiv-jüdische: Milieu geschaffen werden soll- Die Zusammenkünfte werdet zweimal wöchentlich nachmittags von 4—6 Uhr sfaftfind«1 Da die Heimnachmittage von einer. pädagogisch geschuht; Leiterin ausgestaitet werden, muß ein kleiner Unkosten^’1/ trag aufgebracht werden. Anmeldungen möglichst schriflh«1 erbeten an Uli Müller, Kaiserkorso 152. He ten ar Sichah gemacl Die A ״Jüd. alle h die M Sichah fragen S.3Ö U Stadtb; eine l Wa’ad treter 1. A.: Ht in der lotfenb Tor, 1 mittag! sonen. Monat kursus lieh. I einige die af zwar liehe 1 an di Meiriel zwisch Lehrer Berl: Di Berlin, bietet liehen «teiger die Sp Es wi von V( ischen Unten am א Klasse betrag geld e klassej tober Termi! Stelle für di! Große in der Zuschi anstalt richier: Hi Anfiini 14. OI Zeit d gesetzt: 16. 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