Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 79-80 (4.10.1933)
- Date
- 1933-10-04
- Page
- Seite 627 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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!33 Nr. 79/80, 4. X. 1933 J0DISCHERUNDSCHAU Seite 625 ♦ n geauc 11 liehe :1 1 die e jidc h t s 1ÜSSS11 U an• ״Neu• samtrapat, äederpezn!.;ucli cn .hnlieh es als ״eben, gang;ejleir itschen l. Jididi-jid. 2. die ist ani Fäll cn, 1111, ist ymohnicht Volksimcds׳־ lallen״, rüge!!!, us der r de n- פחז :sen zu izyvvy“ ,ujud’c“ erkeneit der דאבינו z’ von % ist ata!11. dämm’ teil ist )111111«; licht - indcrcn »ezeitliiir das s 1 a - Lehn- 0M zu :lehnten her. 1933. S׳'iur'ch wurde, isischen ranzösiliauptct, ctirlft en us dem istvalir- Bauern estattd, Unsere 11 ihrer Speisen heizten ie jet/iwaren, nliohlcn;Id verin den 5 Töpfe rennen), diesem;cli und bis zun! edur ist e) zirka waren, i eimm revvöhn• me und Ssoln/f 1 die;es deutsch־ I bin. 1933. a chte ich ich irrt «es Verb werden, 1 Volksllöspi' ' *! Verb n, heüit belircn"! ist klar. srt noch ch traue ach von! tiin. Ortsgruppen Kolberg. in dem in Nr. 78 veröffentlichten Berichte ist ein Druckfehler unterlaufen. Es muß richtig heißen: J. Poleinski und nicht J. Poicinski. Recklinghausen. Anläßlich Rösch Haschanah wurde hier eine Sammelaktion für den KKL durchgeführt, die allerdings noch nicht ganz beendet ist. Die Sammler waren überrascht, so viele Zionisten in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerimg anzutreften. Jeder wollte sich schon einmal mit der zionistischen Idee befaßt haben. Das Resultat der bisherigen Sammlung ist recht befriedigend. Tauberbischofsheim. Nachdem bis vor kurzer Zeit hier von zionistischem Geiste nicht allzu viel zu verspüren war, ist nun ein erfreulicher Wandel eingetreten. Die Gemeinde hatte am 18. September die Synagoge zu einem von neuhebräischen Liedern umrahmten Vortrage zur Verfügung gestellt. Herr Walter Sauer sprach über ״Jüdische Schicksalswende“. Der Redner beleuchtete die Lage der Juden in den verschiedenen Lindern und besonders in Deutschland vom zionistischen Blickpunkte aus, zeigte die zionistische Erkennt- ■i$ des Antisemitismus und der Assimilation und zojr die Kon- Sequenzen daraus. Sein am Schluß an die zahlreichen Zu- Hörer gerichteter Appell, — auch aus den eingeladenen Gemeinden der Umgebung waren Besucher anwesend —, am Palästina-Aufbau tatkräftig initzuwirken, hatte großen Erfolg. Das zeigt die im Anschluß daran hier und in den Nachbarorten durchgeführte KKL-Aktion, die ein außerordentlieh befriedigendes Ergebnis hatte. Unter Leitung von Lehrer Kaufmann finden zwei Kurse in neuhebräischer Sprache statt, von denen der Anfängerkurs 15, der Fortgeschrittenen- Kursus 6 Teilnehmer hat. Aus den Gemeinden Berlin. Sitzung der R e p r ä s e n ta n t en v er- Sammlung vom 25. 9. 1933. Der Vorsitzende der Ver- Sammlung, Rechtsanwalt Heinrich Stern, eräffnete die Sitzung mit Rosch Haschanah-Wünsehen für die Mitglieder und hob dabei hervor, daß nur in der Einheit das Judentum geborgen sei. Bei aller Vielgestaltigkeit im Innern sei es unsere Aufgabe, die Einheit zu wahren; das Gefühl der Sorge um unsere Gemeinschaft dürfe nie aus unseren Herzen sclnvinden. Mit Unrecht gelte die Berliner Jüdische Gemeinde als uneinig und gespalten, die fruchtbare praktische Arbeit der letzten Zeit habe das Gegenteil bewiesen. Der Vorsitzende des Gcmcindevorstandes, Direktor Heinrich Stahl, schließt sich namens des Vorstandes den Worten des Vorsitzenden der Versammlung an. Eine eingehende Aussprache knüpft sich an die Vorlage des Gemeindevorstandes wegen der Bewilligung von Mitteln für die Wirtschaftshilfe. Der Vorstandsdezernent Woyda gibt im Verlaufe de! Aussnrache Erklärungen über die Arbeit der Wirtschaftshilfe ab. Es wird in Aussicht genommen, in einer der nächsten Sitzungen auf Grund des Berichts in eine weitere Aussprache einzutreten. Ipi Anschluß an eine Anfrage aus der Mitte der Versammlung findet eine Debatte über die Gestaltung der Gemeindeabende statt. Im Verlaufe der Sitzung findet auch eine Aussprache über die Reichsvertretung der deutschen Juden statt. Die Versammlung schließt sich der Mahnung des Gemeindevorsitzenden an, die Leistungen der neuen Führung vorurteilslos abzuwarten. Aut Grund von Vorlagen des Gemeindevorstandes über die Versetzung von Beamten in den Ruhestand und die Kiindigung von Verträgen von Beamten werden Persoiialangelegenheilen und grundlegende Fragen der Ausgestaltung des Beamtenverhältnisses erörtert. Es wird weiter beschlossen, die Herren Rabbiner Dr. Bergmann und Dr. Wilhelm Lewy in den Ruhestand zu versetzen. Darmsfadt. Zurzeit steht die Schulfrage hier im Mitielpunkt des Interesses. Sowohl die Religionsgesellschaft (Trennungsorthodoxie) als auch die Hauptgemeinde wollen eine jüdische Volksschule gründen. So begrüßenswert auch der gute Wille zu einer positiv jüdischen Erziehung ist, so bedauerüch ist es, daß man sich bis jetzt nicht hat einigen können. Schon im April wandte sich der Vorstand der Zionistischen Vereinigung an die Vorstände beider Gemeinden mit der Aufforderung, jüdische Volksschulen zu gründen. Die eine Gemeinde gab einen abschlägigen Bescheid, die andere hielt es nicht für nötig zu antworten, ln einer sehr gut besuchten Elternversammlung der Israelitischen Religionsgcsellschaft am 27. 9. wurde von allen Seiten die Notwendigkeit einer Schulgründling betont. Nachdem Rabbiner Dr. Merzbach den Plan der Religionsgesellschaft und Rechtsanwalt Levi die Schritte der Religionsgemeindc erläutert hatte, legte Dr. Isaak den Standpunkt der Zionistischen Vereinigung Darmstadt in wirkungsvoller Weise dar. Er erläuterte kurz das zionistische Schulprogramm und ermahnte beide Gemeinden zu Einheit und Frieden. Der überaus starke Beifall zeigte, daß er damit fast allen aus der Seele sprach. Es wäre sehr bedauerlich, wenn an der Unnachgiebigkeit einzelr.er das ganze Projekt scheitern würde. Haljjerloch (Hohenzollenn). Unsere Gemeinde bildet — ein vielleicht für ganz Deutschland einzigartiges — Kuriosum. Sie wohnt noch heute geschlossen in einem besonderen Stadtviertel — dem Haag — denn ehemaligen Ghetto, das im un- »nre;eimäßigen Viereck rings um die Synagoge angelegt ist. Die Synagoge konnte in diesen Monaten auf ein lSQjähriges Bestehen zuriickblicken. In Anbetracht der Zeitverhältnisse sah man von einer Feier ab und begnügte sich mit einer Stunde des Gedenkens, bei der Lehrer Spier die Bedeutung der Gebetsstätte in Vergangenheit und Gegenwart würdigte. Die Volkszählung am 16. Juni ergab für unsere Gemeinde eine Seelenzahl von 182. Das bedeutet gegenüber der Zählung von 1925 eine Abnahme um etwa 30 Seelen, die im wesentliehen auf Konto der geringen Gebutszifferm zu setzen ist. Der jüdische Anteil an der Bevölkerung des Städtchens ist seit 1885 von mehr als 25 0/0 (319 Seelen) nach und nach aut 14 ״/o zurückgegangen. Die jüdische öffentliche Volksschule, die in den 70er Jahren zwischen 90 und 100 Schüler hatte, zählt heute nur 16! Die Zeitverhältnisse haben auch in der hiesigen Gemeinde stärkeres Interesse für Palästinafragen geweckt. Anfangs Jul! sprach Bernhard Neumann vom Brith habonim, Stuttgart, vor der jüdischen Jugend. Sein Vortrag wurde aufs glücklichste ergänzt durch einen Lichtbildervortrag, bei dem Dr. Walther aus Fürth acht Tage später vor der ganzen Gemeinde ca. 200 in Erez. Israel selbst aufgenommene Bilder darbot. Das Ergebnis dieser Vorträge ist, daß ein Kursus in Neuhebräisch zustande kam, an den! über 20 jugendliche und Erwachsene teilnehmen. Daneben ist ein besonderer Kursus für Schüler eingerichtet worden, an dem :Eh II Kinder beteiligen. Den Kursus leitet Lehrer Spier. ז Beachten Sie I unseren I Inseratenteil I Aus der lugend- und Chaluzbewegung Brith Chaluzim DatMlm. Von Hoschanah Rabbah bis Sonntag nach Sukkoth (11. bis 15. Oktober 1933) findet in Leipzig die Führer-Pegischah mit folgendem Programm statt: 1. Erziehungsträgern a) Die Situation in Erez Israel (M. Unna); b) Die Situation im Bunde (Benno Offenbürg); c) Umschreibung der erzieherischen Arbeitsgebiete (Erich Rosenblüth). 2. Zur Gruppierung der reiig.-chaluzischen Jugend in Deutschland (Ismar Jeremias, Sehlomoh-Bombach- Goldmann, Eugen Michaelis). 3. Zur Arbeit im Bunde, a) Arbeitsbericht (Leo Zilroncnbaum); b) Die Arbeit im Rommenden Jahre (M. Unna) (Führerseminar und Kibbuz-Alijah). Ferner werden einige methodologische Kurse über die Gestaltung von Arbeitsgemeinschaften und Sclieurim eingeschaltet werden. Der Snif Hechaluz Berlin umfaßt gegenwärtig bereits ca. 1800 Chawerim und Chaweroth. Es braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden, daß der Snif bei der Wirtschaftliehen Lage der Chawerim und Chaweroth nicht imstande ist, aus eigenen Mitteln alle Bedürfnisse zu decken. Er ist nach wie vor darauf angewiesen, von Gesinnungsgenossen die benötigten Gegenstände zur Verfügung gestellt zu erhalten. Um die geistigen Bedürfnisse der Mitglieder zu befriedigen, bedrrl es dringend zionistischer Literatur. Gesimiungsgenossen, die nach Erez Israel oder ins Ausland übersiedeln, werden gebeten, ihre Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Da die Räume in der Klopstockstraße nicht mehr ausreichen, werden fiir die Gruppen dringend geeignete Räume (eventuell Fabrik) im Westen (alter Westen) gesucht. Um Einsendung von Vorschlägen wird gebeten. Ferner werden dringend für die Räume Möbel (Tische, Stühle, Regale, Schränke) gebraucht. Zuschriften erbeten an Dr. Esther Meyer, p. Adr. Hechaluz, Berlin N 54, Sophien- Straße 20,21. Aus der hebräischen Arbeit Säulen dargestellt. Auf der nächsten Tafel ist eine vergleichende Preistabclle für handelsübliche Obstgehölze vorhanden. Hierauf folgen verschiedene Werbeplakate, die zum Verkauf von Tomaten, Obst usw. bzw. zum kauf von Blumen auffordern. Sehr interessant ist die Darstellung des Anbauplanes 1931 im Modell Holz und Pappe. Es sind ferner dargestellt; die große Glashalle, die kleine Halle mit Kalthaus, ein Doppelkasten mit holländischen Fenstern, das Modell eines einfachen Kastens mit Einsprossen-Fenstern und vieles andere mehr. Die Führung der Besucher durch die Aus- Stellung haben die älteren Lehrlinge selbst übernommen. Sie sind stolz auf das Geleistete, und sie können es auch sein. Direktor AlbertSilberberg, Hannover. Palästina - Hinweise ״Alijah“ — neu erschienen. Soeben ist die gründlich umgearbeitete und slark erweiterte amtliche Informatiorts-Broschüre des Palästina-Amtes .,Alijah“ erschienen. Die ,,Alijah“ enthält alles Wissenswerte für den Palästina-Wanderer. Aus dem Inhalt ■der 36 Seiten starken Broschüre sind bcsonders die folgenden Beiträge erwähnenswert: Einvanderungs-Bestimmungcn; Reiseverbindungen und Paßvorschriften; Mitnahme von Gepäck, Auto usw.; Kapital-Transfer und Devisenfragerr, Wirtschaftsfragen; Lebenshaltungskosten; Arbcifsmarkt; Zollfragen; Kapitalanlagen; Export- und Import- Ziffern; Palästinensische Steuern; Elektrizitätslieferung; Gesundheitsfragen; Landwirtschaftliche Ansicdlungsmöglichkeiten: Verwaltung von Palästina; Wichtige .Adressen; Literatur- Verzeichnis und vieles andere. Fs wird dringend empfohlen, diese Broschüre zu lesen, che man sich an das Palästina-Amt oder andere Auskunftstellen wendet, da zahlreiche^ Fragen dort bereits erschöpfend beantwortet sind. Die ,,Alijah“ ist durch das Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10, seine Vcrtraucnsstcllen in der Provinz, sowie durch alle größeren jüdischen Buchtuwidlungcn zum Preise von 0,75 RM. zu beziehen. Die Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Große Hamburger Str. 27 und Klopstockstr. 58, bietet Erwachsenen und Schülern Gelegenheit zu einer gründliehen Ausbildung im Hebräischen. In einer Anzahl von aufsteigenden Klassen wird Hebräisch von der Einführung in die Sprache bis zu ihrer vollständigen Beherrschung gelehrt. Es wird ebenso Wert gelegt auf die praktische Erlernung von Wort und Schrift als auch auf die Kenntnis des hebräischen Schrifttums der Vergangenheit und Gegenwart. Der Unterricht findet für Schüler am Nachmittag, für Erwachsene am Nachmittag und am Abend statt, und zwar in jeder Klasse zweimal wöchentlich je zweistündig. Das Schulgeld beträgt monatlich 1 Mark. Minderbemittelten kann das Schulgeld ermäßigt oder erlassen werden. Die nächsten Anfängerklassen werden nach Beginn des Wintersemesters Ende Oktober eröffnet. Genaueres darüber wird noch an dieser Stelle bekanntgegeben. Nach den Ferien besännt der Unterricht stundenplanmäßig für die bestehenden Klassen in der Schule Große Hamburger Str. 27 am Montag, dem 16. Oktober, in der Schule Klopstorkstr. 58 am Dienstag, dem 17. Oktober. Zuschriften sind an die Adresse des Leiters der Hehr. Lehranstalt, Herrn N. Berggrün, Grunewald, Trabener Str. 2, zu richten. Die nächste hebräische Sichah findet statt am Sonnabend, dern 7. Okfober, abends 8.30 Uhr, in den Räumen des K. J. V., Bleibfreustr. 50. Alle Hebräisch sprechenden Interessenten sind eingeladen. Utn pünktliches Erscheinen wird gebeten. Thema und Referent können der Feiertage wegen erst nach der Drucklegung dieser Notiz bestimmt werden. Der Wa’ad, i. A.: Dr. Hans J. Salomon. Von den Unterrichts an sf alten Rabbiner-Seminar zu Berlin. Die Eröffnung des Wintersetnesters am Rabbiner-Seminar zu Berlin findet am Dienstag, 21. Oktober, 17 Uhr statt, die Aufnahmeprüfung vormittags 9 Uhr. Gesuche um Aufnahme sind unter Beifügung des Lebenslaufes und der Zeugnisse über die Vorbildung und religiöse Lebensführung an den derzeitigen Vorsitzenden des Dozentenkollcgiums, Dr. Moses Auerbach, Artilleriestr. 31, zu richten. Von der Rabbinischen Lehranstalt ״Jeschiwa“ zu Frankfurt a. M. Trotz einer Zeit drückender Not und schweren Kampfes hat das Kuratorium und die Leitung der Rabbinisehen Lehranstalt .,feschiwa“ unter Aufgebot aller ihrer Kräfte cs ermöglicht, auch im vergangenen Semester dem Unterrichtsplan der Jeschiwa nicht nur in vollem Umfange aufreehtzuerhalten. sondern auch auszugestalten. Wie schon in den letzten Jahren, wiesen auch in diesem Semester die Unterstufen einen sehr regen Besuch von jungen Menschen (Chaluzim! auf, die die Absicht haben, in kurzer Zeit nach Erez-'srael ühcrzusiedeln, und hier ihreHachscharali-Ruchanirt (!geistige Vorbereitung) durchgemachf haben. Diesem Bedtirfnis Rechnung tragend, wurde neben dem bisherigen Lehrplan der Unterricht in Neuhebräisch und T'nach auf breiterer Basis betrieben, indem die Grundlagen der hebräischen Gram• matik und neuhebräische Konversation, wie gründliche T’nach- Schiurim und Arbeitsgemeinschaften über jüdische Geschichte und l iteraturgeschidite besonders eifrig gepflegt wurden. So war den Chaluzim, die sich hier gemeinschaftlich verpflegten und ein Gemeinschaftsleben führten, die Möglichkeit geboten, eine wahre geistige und gesellschaftliche Hachscharah durchzuführen. Am 10. September fand in Anwesenheit einiger Kuratoriumsmitglied er das Semester-Schlußverhör statt, das für die Fortschritte der einzelnen Hörer deutliches Zeugnis ablegte. Der Leiter, Herr Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoffrnann, wies in seiner kurzen Schlußrede darauf hin, wie wichtig es sei, gerade in der heutigen Zeit, in der das Judentum und die Judcnheit verkannt wird, sich dem tiefen Eindringen in die (Quellen der jüdischen Lehre zu widmen. Auch im Wintersemester, welches am 22. Oktober beginnt, wird die Leitung weiterhin bemüht sein, neben dem sonstigen Lehrplan die Lchrlairse für neuhebräische Sprache und Palästinakunde auszubauen. Anmeldungen für das Wintersemester sind bis zum 18. Oktober an das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt ״Jeschiwa“, Frankfurt a. M., Theobaldstr. 6, zu richten, welches zu jeder nähe- »en Auskunft gerne bereit ist Ausstellung ln Ahlem. Die Ausstellung, die die Ahlem er Gartenbau-Schüler veranstaltet haben, befindet sich in einer 200 qm großen Glashalle, die mit liellbau gefärbten Juteleinen bespannt ist. An den Seiten, oben auf Hängebalken sowie zu ebener Erde machen Grünnflanzen einen warmen, freundlichen Eindruck. Im einzelnen finden wir folgende Arbeitem Erste Tafel, darstellend den Kartoffelkäfer. Hieran schließt sich ein Arbeitskalender für eine Baumschule in zwei Tafeln, die jeweils erforderlichen Arbeiten genau nach Monaten aufgeführt. Die folgende Darstellung zeigt den Stick- Stoffkreislauf. Weiter wird der Apfelblütenstecher dargestellt. Dann sehen wir den Gemüsearbeitsn’an, auch nach Monaten geordnet. Auf den nächsten Tafeln finden wir Wuchsverschjedenheiten von Aepfel* und Bimensortcn, in farbigen Mitteilung des Palästina-Amtes. Das Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10, ist bereit, Einwanderer der Kategorie Al =־ Personen, die über LP 1000 und mehr vertilgen, zu beraten und gegebenenfalls ihre Anträge beim British Passport Control Office, Berlin W 10, Tiergarten- Straße 17, zu befürworten. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Die J ii - d i s c h e H a 11 s 11 a 1111 n g s s c h 111 e Fr a 11 k f u r t a. M., Königswartcr Str. 20, teilt uns mit, (tat! der 1. Lehrgang für Mädchen, die sich für eine Arbeit in Palästina vorlierciten, beendet ist. Die Vorsitzende der Wizo-Gruppe Frankfurt nahm an der Prüfung teil und war befriedigt über das Ergebnis. Die Haushaltungssclnilc will nun einen neuen Kursus einrichten, der am 19. Oktober beginnen wird und der wiederum vier Monate dauert. Folgende Fächer sollen gelehrt werden: Kochen (mit besonderer Berücksichtigung der fleischlosen Küche); Bügeln, Hausarbeit, Ausbessern; Nähen; Gartenbau. Ferner folgende theoretische Fächer: Nahrungsmittellehre (mit besonderer Berücksichtigung der Diätetik). Kranken- und Säuglingspflege, Hebräisch, hauswirtschaftlichc Buchführung, Wohnungspflege. — Der Preis beträgt 100 M. monatlich. Meldungen sind unter Bezugnahme aut den Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit zu richten an die Jüdische Haushaltungsschule Frankfurt a. M., Königswarter Sir. 20. Direkter Dampfer Hamburg—Palästina. Der Atlantic Express teilt mit: Auf Wunsch vieler Interessenten ist die Abfahrt des Dampfers ״Espana“ endgültig auf den 8. No vember festgesetzt worden. Der Dampfer bietet eine ausgezeichnete Passagcgelegenheit, insbesondere bei_ Mitnahme von Umztigsgui Platzbestellungen an die Atlantic Express, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100, sowie die übrigen Vertretungen erbeten. Der Palestine & Orient Lloyd teilt mit: Die General- Vertretung für Deutschland. 1 ■'!־f-clum Atlantic Express, ladet alle Freunde zum Besuch ihrer neuen komfortablen Räume im Hause Friedrichstr. 100, direkt am Bahnhof Friedrich- Straße, ein. Die neue Telefonnummer lautet: A6 Merkur 2915. Dr. Elias Auerbach teilt uns mit, daß er Deutschland verlassen hat und am 20. Oktober seine Praxis als Arzt in Haifa, Hadar Hacarmel, wieder mfnimmt. Berichtigung, ln Nr. 74 auf Seite 530 befindet sich ein Druckfehler. Es wird dort angegeben, daß durch die Hitadiduth Olej Germania i!1 Tel-Aviv monatlich •1500 Einwanderer registriert wurden, während cs natürlich heißen muß: 4—500. Tel-Avviw. Touristen und Einwanderer aus Deutschland treffen sich jeden Sonntag, ab 8 Uhr abends, im Garten- Cafe ״Talpioth“, Achad-Haam-Str. 52. Für Inserenten aus Palästina. Wir geben bekannt, daß die Buchhandlung Leo Blumstein, Tel-Avviw, Nachlath- Benjamin Street 48, Inserate für die ״Jüdische Rundschau“ aufnimmt. Nächste Abfahrten nach Palästina (mitgctcilt vom Palestine & Orient Lloyd). Cephee 7. 10. ab Marseille Martha Washington 11. 10. ab Triest Compicgiie 11. 10. ab Marseille Hclouan 12. 10. ab Genua Providetice 13. 10. ab Marseille Italia!8. 10. ab Triest Adria 19. 10. ah Triest־ Sphinx 20. 10. ab Marseille Martha Washington 25. 10. ab Triest Theophile Gautier 26. 10. ab Marseille Mariette Pacha 27. 10. ab Marseille Italia 1. 11. ab Triest Vulcania 3. 11. ab Neapel Espana 8. 11. ab Hamburg direkt nach Haifa Nähere Auskünfte und Fahrkarten beim Palestine Orient Lloyd, Berlin NW7, Friedrichstr. 100 (am Bahnhof Friedrichstraßc), Telephon: A& Merkur 2915. Wirtschaft* - Notizen Palästina-Dienst der Volksbank Iwria e. G. tn.b. H., Berlin. Um den Auswanderern unnötige Kosten und Arbeit zu ersparen, hat die Volksbank Iwria e. G. m. b. H. einen Palästina-Dienst in ihrer Zentrale Dircksenstr. 26/27, und in ihrer Depositenkasse Westen, Fasanenstr. 18, «ingerichtet. Der Palästina-Dienst der Volksbank Iwria e. G. in. b. H. bietet kostenlose Wirtschaftsberatung, kostenfreie Hilfe für Anträge in Paß- und Devisen-Angelegenheiten, Ankauf von Devisen, Reisekreditbriefe, Fahr- und Sehiffskarten zu Originalpreisen, Reiscgepäckversiclicrmig, Möbeltransporte, treuhändcrischc Verwaltung des zurückbleibenden Vermögens, speziell Gmndstücksvcrwaltung und Inkasso von Außenständen durch Son,derabteilungen.