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Jüdische Rundschau · 1933-08-29 · Heft 68 (29.8.1933) · p. Seite 467

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 68 (29.8.1933)
Date
1933-08-29
Page
Seite 467 (sequence 7)
Language
German
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>35 Nr. 68, 29. VIII. 1933 jodische Rundschau Seite 469 tionali vere o b - Rundl, daß edean* dabei und cmein* chtens tung laß es öraus- Lande h m a - selben Ziohen in issolini rt und ändern 1r aus Kultur• n von ״erden dessen seine imus. veil es :1־ Zioästinas Boden mmene en, die ologen, t über?ander• h Zior weil :ht er■ id, daß d fast 1 ist I - > ver• jitation 1 heute r jüdi• 0 n a 1• rem-?r Er- 1 übergangen aft ge• 1 m 1 s r wird en von fühle“? Jedenjierung en soll. Herren itändig. tc sn Bestell«», d dem i ührt >. Ang. ״durch beamte, 5a An- Neuür die •echend 'u die- Gruppe ng ab:!n Ge- :h lieber lehnen wurde en da- ►en les Be- :chobeti hild ist leue inger Frage, he Un-!he. Er wel l sicher .verden schland!r aber ,,ährend Wenn u n b e - k-utschn Leit- 1 Märzu d e n - ist auf n: viele htigsten :faßt zu :he ein lfkrlich 2,85 M. ״Jüdi- :ziehen. Zwangssabbalhruhe I0r das jldische Palästina gefordert Jerusalem, 27. August. (J. T. A.) Eine Delegation, bestehend aus dem Vorsitzenden des Waad Leurai Isaak Ben Zwi, dem Bürgermeister von Tel-Awiw Meir Dizeno f f, Oberrabbiner K u k und den Rabbinern U z i e 1 und Aaron soh n aus Tel-Awiw, ttberbraclite dem High Commissioner die Forderung nach Erlaß eineu Sabbathschutz- Verordnung für das ׳jüdische Palästina, Durch eine solche Verordnung soll in den jüdischen Gebieten, insbesondere in I el-Awiw, das Offenhalten von Geschüftsläden am Sabbath untersagt werden. Der High Commissioner brachte seine Sympathie für diesen Vorschlag zum Ausdruck. High School 01 Commerce. Wie diese Schule mitteilt, ist sie bereit in ihre vierklassige höhere Handelsschule, die den letzten vier Klassen eines Gymnasiums entspricht, Schüler aus Deutschland aufzunehmen. Die Schüler müssen im Alter von 14—17 Jahren stehen und eine entsprechende Zahl von Gymnasialklassen besucht haben. Für Schitier mit einer geringeren Bildung bestehen besondere Vorbereitungsklassen. Die Schule schließt mit dem Reifezeugnis ab. Wh Absolvierung von nur drei Klassen erhält man das Abschlußzeugnis einer Handelsschule. Es können Schüler für 50 bis 70 RM. monatlich inkl. voller Pension aufgenommen werden. Adresse der Schule: Jerusalem, Bezalel Street. Neue Mittelschule In Tel-Awiw. Im Herbst dieses Jahres wird in Tel-Awiw eine nette, unabhängige und unparteiische achtklassige Mittelschule eröffnet, die auf streng _ religiöser Basis aufgebaut ist. Die Schule soll׳ prinzipiell parteilos geführt werden, es wird jedoch Wert auf eine religiös und pädagogisch fundierte Erziehung gelegt. Dem provisorischen Komitee gehören die Herren S. L. de Beer, Benno K o h n, Dr. E. Michaelis, Dr. E. Schereschewsky an. Es werden Knaben und Mädchen aufgenommen. Geeignete Lehrkräfte wollen sich bewerben unter Tel- Avviw, P. O. B. 473. Vermischtes Gottesdienste anläßlich der hohen Feiertage. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet auch in diesem Jahre gemeinsam mit der Berliner Gruppe des Misrachi einen Gottesdienst in de« Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10. Karten sind im Büro der B. Z. V. ab 20. August zu haben. Die Bezirksgruppe Jannowi: :brücke der B. Z. V. veranstaltet ebenfalls einen Gottesdienst in den Räumen des Instituts Connard, Brückenstr. 6. Karten zum Preise von 0,50—3 M. bei Herrn Alfred Ordo, Wallnertheaterstr. 40. Es gibt immer noch Palästina-Interessenten, die nicht im Besitz der offizielle« Informationen des Palästina-Amtes Berlin sind. Sämtliche wichtigen Informationen, die jeder Palästina- Interessent kennen muß, hat das Palästina-Amt in einer Broschüre ״A 1 i j a h" zusammengcstellt. In der ״Alijah“ werden Steuer-, Zoll-, Devisen- und Transportfragen, Lebensbedingungen und Arbeitslage in Palästina behandelt. Außerdem enthält das Heft Aufsätze über landwirtschaftliche und industrielle Fragen. Es vvird unbedingt jedermann geraten, dieses Heft zu erwerben. Die ״Alijah“ ist gegen Voreinsendung von 0,75 Reichsmark zuzüglich Porto beim Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10. zu beziehen. — Der Verkauf der ״Alijah“ erfolgt außerdem durch alle jüdischen Buchhandlungen und durch die Zionistischen Ortsgruppen bzw. Palästina-ßeratungsstellen. Mitteilungen des K. J. V. 1. Wir erinnern an die Zusammenkunft der Berliner Teilnehmer zwecks Ausspräche und Rückfragen, die noch zu stellen sind, und zwar Donnerstag, den 31. 8., um 8 Uhr pünktlich, im K. J.V., 'Bieibtreustr. 50,1. 2, 11 a 1 i e n r e i s e: Hierfür können wir die Meldefrist bis zum 31. 8. verlängern. Bisher liegen für die Gesellschaftsreise in Italien 15, für die Gesellschaftsreise im Lande 25 und für die gemeinsame Schiffsreise 45 Meldungen vor. 3. Pässe: Zwecks Vermeidung von Komplikationen bitten wir, nunmehr unverzüglich uns die Pässe zur Erledigung sofort zugehen zu lassen. Wir bitten auch gleichzeitig die Sichtvermerke sieh zu besorgen. Wir machen 1m übrigen daraut aufmerksam, (JaB die III. Klasse so gut wie ausverkauft ist. Wir können Meldungen für diese Klasse nur noch unter Vorbehalt annehmen. — Alle Bbr., die ein Zertifikat beantragt haben, wollen sich unter Angabe der Num• mer, unter der das Zertifikat registriert ist, mit uns in Verbjndung setzen. Unverzügliche Rückäußerung unter Beifügung geeigneter Unterlagen, Referenzen, Zeugnisse an das Büro ratsam. — Hachscharah-Stellen. Es können noch einige erstklassige landwirtschaftliche Lehrstellen auf einem Gut in der Niederlausitz besetzt werden. Kosten 50 M. pro Monat. Antritt am 1. September. Näheres beim Präsidium des K. J. V., Berlin, Bieibtreustr. 50, Steinplatz 4736. Kammermusik-Abend. Unter dem Protektorat von Herrn Dr. Kurt Singer veranstaltet die Pianistin Maria Zweig vor ihrer Abreise ins Ausland unter Mitwirkung von Willy Frey (Violine) und Hermann Weil (Cello) einen Kammermusik-Abend am Donnerstag, dem 7. September, abends 8.30 Uhr, im Hause Levin, Freisinger Str. 2. Es gelangen Trios und Solowerke von Händel, Mozart, Beethoven, Brahms und Tercstschenko zur Aufführung. Karten zu 2 RM. und 1 RM. an der Abendkasse. Auskunft: Zweig, Westend 8207, Grunewald, Zikadenweg 59. Brith Chaluzkn Datiim. Donnerstag, den 31. 8., abends 8 Uhr, Rosenthaiei Str. 55: Snif. Der ״Ort“-Vefband der Gesellschaften zur Förderung von Handwerk, Industrie und Landwirtschaft unter den Juden teilt mit, daß es sich bei den in der vorigen Nummer des ,,Jüd. Rundschau“ ausgeschriebenen Stellen 11m Betriebe im Aus- I a n d handelt. Die Jüdische Jugendhilfe e. V., zuständig für die Alijah von Jugendlichen, verlegt ihr Büro aus der Schlüterstr. 79 nach Berlin-Charlottenburg, Bieibtreustr. 50, pt, Sprechstunde täglich von 45,נ bis V26 Uhr, Tel.: CI, Steinplatz 6916. Professor D. Simonsen-Stiftung Bad Nauheim. Mit Unter- Stützing aus Mitteln der Professor D. Simonsen-Stiftung kann jüdischen Kranken, die einer Kur in Bad Nauheim bedürfen, die Durchführung dieser Kur zu besonders ermäßigten Gebühren ermöglicht werden. Die Gäste der Professor D. Simonsen-Gesellschaft e. V. erhalten Unterkunft und rituelle Verpflegung in erstklassig geleiteten Kurhäusern (Einzelzimmer mit fließendem warmen und kalten Wasser, Veranden, Lift ist im Hause). Anfragen sind an den Syndikus der Professor D. Simonsen-Gesellschaft e.V,, Herrn Rechtsanwalt und Notar Dr. Selmar Spier, Frankfurt am Main. Taunusstr. 1, zu richten. Die Rosch Haschanah-Sammlung. Die Leitung des Jüdisehen Nationalfonds bringt allen Verbänden und Institutionen den Beschluß in Erinnerung, daß für die Neujahrs-Kampagne ein Zeitabschnitt von vier Wochen ausschließlich für den l<KL Vorbehalten ist und daß während dieser Zeit keinerlei andere Sammlungen vorgenommen werden dürfen. Rosch Haschanah ist am 21. September, als Sammelmonat des KKL gilt die Zeit vom 15. September bis 15. Oktober. Synagogen-Verein Weißensee E. V. Die Vermietung der Betsaalplätze zu den Hohen Feiertagen im ״Albrechishof“, Parkstr. 16, erfolgt bei Herrn Leo L e ß, Berliner Allee 234, während der Geschäftsstunden, und zwar für diejenigen Gottesdienstbesucher, welche ihre vorjährigen Plätze wieder einnehmen wollen, vom 1. bis 6. September, für freihändige Vermietung vom 7. bis 14. September. — Beginn der Gottesdienste wie in den Synagogen mit neuem Ritus. Der Vorstand. Verband Deutscher Zionisten-Revisionisten, Berlin-Cbarlottenburg 2, Joachimsthaler Str. 3, II. Sprechstunden nachmittags V25—8 Uhr. Die Hauptgruppe der Gesellschaftsreise nach Palästina verläßt bereits am 5, 9. 33 Berlin. Diejenigen Gesinnungsgenossen und Freunde, die das Merkblatt erhalten haben, müssen sich bis zum Donnerstag, den 31. 8., spätestens entschieden haben. Der Kulturbund deutscher Juden hat, vielfachen Wünschen seiner Mitglieder entsprechend, beschlossen, seine Vcranstaltungen erst nach den hohen Feiertagen beginnen zu lassen. Der Beginn des Theaters, der Konzerte und Vorträge ist nun aut den 2. Oktober festgesetzt worden. Die Einzeltermine der Veranstaltungen werden den Mitgliedern Mitte September durch die erste Nummer des Mitteilungsblattes genau bekanntgegeben. Das Schauspiel eröffnet mit Lessings ״Nathan der Weise“. Regie: Dr. Carl Loewenbcrg (bisher Neues Theater Frankfurt a- M.), Bühnenbildner: Heinz Condell (bisher Stadt. Bühnen Hannover). — Das Ensemble des Schauspiels ist zusammengcstellt aus Kräften, die bisher an den ersten Bühnen des Reichs gespielt haben. Ihm werden u. a. angehören: Lilly Kann (Königsberg), Kaethe Foerder, Elli Reicher, Jenny Schaffer (Staatstheater Dresden), Hedwig Schlichter, Fred Alexander, Kurt Katsch (Frankfurt a. M.), Fritz Wisten (Landestheater Stuttgart). Im Laufe des Jahres werden in diesem Ensemble u. a. als Gäste auftreten: llka Grüning. Camilla Spira, Irene Tricsch, Ernst Deutsch, Alexander Granach. — Für das O p e r n ־ E 11 s e m b 1 e stehen die Verhandlungen vor dem Abschluß mit Claire Born, Fritzi JokI, Anna Lipin, Susanne Stein, Erich Fuchs, Hermann Horner, Heinrich Korn, Walter Norbert, Walter Olitzki, Albert Peters, Robert Tulmann, Sydney de Vries u. a. Als Gäste sind vorgesehen: Irene Eisinger, Marie Ebner, Sabine Kalter, Dcszö Ernster, Dr. Paul Kulm. Konzert jüdischer Künstler In Breslau. Dem Beispiel Berlins und anderer deutscher Großstädte folgend, haben sich in Breslau zahlreiche jüdische Sänger und instrumentalistcn zusammengeschlossen, um auch hier nach und nach ein jüdisches Musikleben zu schaffen. Besonderes Interesse erweckt die Gründung zweier gemischter Chöre durch Werner Sander, einen erprobten Vokaldirigenten, und Hans Baron, ein ehemaliges Mitglied des Stadttheaters; ihre Aufgabe, sich in die Reproduktion jüdisch-religiöser und weltlicher Musik zu teilen, wird sicherlich manches Reizvolle mit sich bringen. Dieser Tage trat nun die ״Jüdische Chorvereinigung“ unter der Leitung Hans Barons zum ersten Male vor die Öffentlichkeit. Die kurze Zeit, die Herrn Baron zur Verfügung stand, hat er gut zu nutzen verstanden; sein Chor erwies sich bereits bei diesem Debüt als ein im ganzen recht zuverlässiger Klangkörper, dem feinere dynamische Nu.ancierungen nicht inehr fremd sind. Die wichtigste Arbeit hat jetzt der Veredelung (und evtl, auch der Vermehrung) der Männerstimmen zu gelten. Die besten Leistungen innerhalb des etwas stillosen Programms bot der Chor bei der Konzertauffiihrung von Mascagnis einaktiger Oner ״Cavalleria rusticana“. Die Wiedergabe des Werkes verlief befriedigend, obwohl kein Orchester zur Verfügung stand. (Am Klavier fungierte Lotte Sclioeps-Rogosinski, am Harmonium Martin Pies t reich.) Für die Rolle der Santuzza brachte Anni Hecker alle stimmlichen Voraussetzungen mit; sie sang mit vorbildlicher Disziplin und feinster dramatischer Pointierung. Als Turridu bewährte sich Heinz R ogiarid, der im ersten (bunten) Teil des Abends enttäuscht hatte. Herta Pinczower sang die Partie der Lucia, ebenso wie zuvor eine Arie aus ״Samson und Dalila“, unter vollem Einsatz ihres gut ausgeglichenen, warmen Alt-Mczzos. Sigmund Heckers Alfio und Lotte Läufers Lola fügten sich dem Ganzen vortrefflich ein; im Rahme» der Sologesänge holte sich Frau Läufer mit einer Arie aus dem ״Troubadour“ und dem wundervoll gesungenen Lottischen Liebeslied ״Ach noch einmal“ stärksten Beifall. Martin Hausdorff. Das Hebrfiische Pädagogium in Wien eröffnet mit Oktober 1933 sein 16. Unterrichtsjahr. Hervorgegangen aus den ״Pädagogischen Abendkursen“, die im Jahre 1918 auf lnitiative von Dr. Sonne und Dr. B e r n f e 1 d veranstaltet wurden, wurde die Anstalt unter der Leitung von Oberrabbiner Cha jes s. A. zu einem der wichtigsten hebräischen Lehrerbildungsinstitute entwickelt, über die die Diaspora gegenwärtig verfügt. Ueber 200 Absolventen des Hebräischen Pädagogiums sind heute als Mittel- und Volksschullehrer in allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika, in Südafrika usw. tätig. Im letzten Jahre ist eine vielversprechende Reorganisation des Pädagogiums vorgenommen worden und dank einer, wenn auch bescheidenen Subvention der Wiener Kultusgemeinde und der Opferfreudigkeit der Lehrer konnte der volle Lehrbetrieb aufrechterhalten werden. Die HötdrzähHst seither beffächtlich 'gestiegen. Auch־ für die Zukunft ist der Bestand der Anstalt gesichert, ln Anbetracht des Erwachens des Interesses für jüdische Erziehung auch in Kreisen, die bisher der hebräischen Kulturbewegung fernstanden, ist zu hoffen, daß die Arbeit dieses bewährten Instituts künftig eine tatkräftigere Förderung finden wird, als cs in den letzten Jahren geschah. Der Umstand, daß das Ho bräische Pädagogium seinen Sitz in Wie n hat, also in einer Stadt mit vielen allgemeinen Bildungsmöglichkeiten, übt gerade auf Hörer aus osteuropäischen Ländern eine besondere Anziehung aus und macht die Anstalt zu einem der bedcutendsten Stützpunkte der jüdischen Kulturbewcgung in Europa überhaupt. —- Die Einschreibungen für das Unterrichtsjahr 193 5 34 haben bereits begonnen. Schriftliche Anmeldungen sind zu richten an das Sekretariat des Hebräischen Pädagogiums in Wien, II., Tempelgasse 3. Rein■ Cottschalk Lilo Gottscbalk geb. Fellchenfeld V crml alte Berlin, dea 27. Augfuit 1933 Die glückliche Geburt •ine« kräftigen *eigea hoch erfreut za m _ Ernst Laatl# und Frta Trade geb. Bloefa Berlin-Steglitz, im Aagust 1933 Forststraße 32 z. J WICHTIGE BÜCHER I Cohn, ß• Hebräisch actmell gelernt . RM 2,85 Rath« M. 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